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0855-Co.J. Kaltnadel, 1923, signiert, auf Japan. 20:29 cm. ? Verso Papierabrieb an einer Ecke. Literatur: Müller 675. Sehr guter, vollrandiger Abdruck. Im Jahr 1919 kaufte Lovis Corinth ein Grundstück in Urfeld, auf dem seine Frau Charlotte Berend ihm ein Haus baute. Er benannte es mit dem Spitznamen für seine Frau Haus Peter-mann. Das Haus am Walchensee wurde zum Rückzugsort des Künstlers, an dem er vor allem Landschaftsbilder, Porträts und Stillleben produzierte, sich von der aktiven Kunstszene aller-dings auch immer mehr zurückzog. Seine Bilder vom Walchensee waren auch wirtschaftlich ein großer Erfolg. Nach seinen eigenen Worten wurde ?niemals mehr verkauft als gerade nach dem Zusammenbruch. Es wurden einem förmlich die Bilder von der Staffelei gerissen, und niemals blühten die Ausstellungen im ganzen Deutschland mehr denn jetzt.?
346-Eo.J. Bleistift, auf gelblichem Velin, links unten bezeichnet, datiert und signiert ?Achenthal 1853 F. Eisenlohr.?. 21,5:32,6 cm.
627-Eo.J. Aquarell über Bleistift, um 1835, auf cremefarbenem Velin. 24,5:40,4 cm. - Im Ganzen nicht ganz frisch. Studie eines nah gesehenen Berghangs in herbstlicher Farbigkeit, wie sie für Christian Morgenstern typisch ist. Vergleichsliteratur: J. Lauts/W. Zimmermann, Katalog neuere Meister 19. und 20. Jahrhundert. 2 Bde. Karlsruhe, Staatl. Kunsthalle 1971, Bd. I, S. 173 (Inv. Nr. 2278), Bd. II, Abb. S. 297 unten; Ausst.-Katalog: ?Münchner Landschaftsmalerei 1800-1850. München, Städt. Galerie im Lenbachhaus, 1979, Nr. 401, Farbabb. S. 353: ?An der Amper bei Oberhausen?. ?Im allgemeinen wurden in München bis in die dreißiger Jahre Studien für die Gesamtkomposition der Bilder in Aquarell ausgeführt, während es nur ausnahmsweise Detailstudien gab. Friedrich Pecht spricht in seiner ?Geschichte der Münchener Kunst im neunzehnten Jahrhundert? vom aquarellartig bunten, harten und nüchternen Charakter der gesamten frühen Münchner Malerei. Der eine, schon genannte Weg, auf dem die Freilichtskizze nach München kam, führte über Rom. Beispiele sind die drei Ansichten von der Villa Malta in Rom von Georg von Dillis aus dem Jahre 1818 in der Schack-Galerie in München, die von lichter, flockiger und fernsichtiger Struktur sind. Ihnen haben in München erst in den dreißiger Jahren die aus dem Norden gekommenen Künstler etwas Vergleichbares an die Seite zu stellen. Sie wanderten gemeinsam in die Berge, vor allem nach Berchtesgaden und an die bayerischen Seen, um hier solche Studien vor der Natur zu verfertigen?.?. (Barbara Eschenburg über ?Nordländer in München? in: Ausst.-Katalog: ?Münchner Landschaftsmalerei 1800-1850. München, Städt. Galerie im Lenbachhaus, 1979, S. 111.
5182o.J. - Le canal de Louis du Danube & du Mein. Faltperspektive oder Ziehharmonika-Guckkasten aus 6 (inkl. Abschlussbild, davon 5 mit ausgestanzten Elementen) handkolorierten lithographierten Ebenen. Ohne Ort, Drucker u. Jahr. Montiert in Original-Pappschachtel mit zentralem, rechteckig ausgeschnittenem Blickloch u. handkoloriertem lithographierten Titelschild mit allegorischen u. geographischen Darstellungen. Kastenformat: 13,7 x 22,7 cm. Länge ausgezogen zwischen 50 und 60 cm.
1310-Co.J. Kaltnadelradierung, 1918, auf chamoisfarbenem Japan, mit blauem Stift signiert und bezeichnet ?Nr 4?. Darstellungsgröße 22,5:31,3 cm, Blattgröße 32,4:52 cm. ? Im linken breiten Rand leicht knitterfaltig. Literatur: Schwarz 348, II (von II). ? Vorzüglicher, vollrandiger Abdruck, tadellos. [2 Warenabbildungen]
448-Eo.J. Bleistift, auf Bütten, rechts oben bezeichnet und datiert ?Grim fec 1813.?. 29:20,5 cm. Verso: Figurengruppe. Bleistiftskizze. - Leicht fleckig, Papier im oberen Bildteil etwas berieben. Literatur: vgl. Stoll 176; nicht bei I. Koszinowski u. Vera Leuschner. Hier ist eine Zeichnung ?Mädchen aus Schliersee, 1813? unter G 35 genannt, die folgende Bezeichnung trägt: ?mit Peter Hess/und Stiller (sic!) am Schliersee?, datiert ?d 12t Juny 1813?. Studie zur gleichnamigen Radierung (Stoll 176). Die Eigenhändigkeit der Zeichnung wurde von Dr. Vera Leuschner, Zierenberg, bestätigt. Provenienz: Sammlung S, nicht bei Lugt. Möglicherweise handelt es sich dabei um die Sammlung des Malers Joseph Karl Stieler (1781-1858), mit den Grimm seit seinem ernsten Aufenthalt in München eine Freundschaft verband; Münchner Privatsammlung.
1598063-A1598. Kupferstich 1598, auf Bütten mit Wasserzeichen: kleiner Wappenschild, rechts unten im weißen Rand mit brauner Feder bezeichnet ?1573?. 24:31,8 cm. Mit Rändchen um die Plattenkante und Stockfleckchen im unteren Rand, sowie leichte Quetschfalte. Literatur: Hollstein 342 (dort andere Größenangabe 20:35 cm) mit dem Monogramm, Datum, Verlegermonogramm ?D.C? (Dominicus Custos, Augsburg), latein. Text und Bezeichnungen in der Platte.
132-Eo.J. Aquarell über Bleistift, mit Bleistiftlinie umrandet, auf Velin. 25:37,5 cm. Kat. 84, Nr. 71. Provenienz: Nachlaß Ludwig Thiersch, München; Sammlung Prof. Richard Jung, Freiburg, (nicht bei Lugt). Verso bezeichnet: ?im L. Thiersch Nachlass Leop. Rottmann um 1860?. Dieser Vermerk bezieht sich auf den in München tätigen Landschaftsmaler L. Thiersch (1825 - 1909). Beide Künstler, Rottmann und Thiersch, waren in derselben Stadt tätig und werden sich wohl gekannt und Arbeiten ausgetauscht haben. Durch diese Provenienz darf die Zuordnung an Leopold Rottmann als sicher gelten. Farbfrisches Aquarell, das in der Landschaftsauffassung dem älteren Bruder, Carl Rottmann (1797 - 1850), verpflichtet ist.
595-Eo.J. Aquarell,über Bleistift, auf Bütten. Ca. 27,5:51,8 cm. Ränder ungleich geschnitten, vertikale Mittelfalte geglättet. Provenienz: Privatbesitz München. Literatur: Ausst. Katalog: Handzeichnungen deutscher Meister des 19. Jahrhunderts, Spezialsammlung von Zeichnungen und Radierungen Wilhelm von Kobells, C. G. Boerner, Leipzig, 1928, Liste XLI, S. 3; Wichmann, Wilhelm von Kobell. Monographie und kritisches Werkverzeichnis der Werke. München 1970, Nr. 64 mit Abb. Wichmann datiert die Zeichnung um ?1787?. Mit der Datierung ?um 1787? irrt Wichmann, denn die Zeichnung zeigt Schloß Ehrenburg nach der Vollendung der neugotischen Umgestaltung der Eckpavillons (ursprünglich nach Plänen Schinkels) ab 1817, aber vor der Vollendung des neugotisch gestalteten Turmes über dem Mitteltrakt, also noch in der Gestalt der Zeit vor 1834. Als mögliche Zeit der Entstehung dieser Zeichnung ist also ?um 1818-1834? anzunehmen. (Diese Hinweise danken wir Dr. Klaus Weschenfelder, Veste Coburg, Email vom 3.11.2015). Ein Beleg für einen Aufenthalt Kobells in Coburg in diesen Jahren fehlt bislang.