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In-12, 21p. Edition originale tirée à 1000 exemplaires. Reproduction du tableau de Vallotton contrecollée en frontispice. A l'état de neuf.
¾ S. Gr.-4to. "In stiller Klause, fern vom wilden Treiben | Der Menschenwelt, die nach dem Glücke jagt, | Kann deine Seele rein und lauter bleiben, | Auch wenn dir viel das Schicksal hat versagt [...]". - Arthur Pfungst war Herausgeber der freigeistigen Zeitschrift das "Freie Wort. Frankfurter Halbmonatschrift für Fortschritt auf allen Gebieten des geistigen Lebens" und Inhaber der Frankfurter Naxos-Union, des führenden deutschen Importeurs und Produzenten von Schmirgel. Im Jahre 1900 stiftete er der freigeistigen Bewegung den Neuen Frankfurter Verlag, der zu einer Zentrale freigeistiger Literatur in Deutschland wurde, die "Bibliothek der Aufklärung" herausgab und zahlreiche philosophische und kirchenkritische Studien veröffentlichte. Sich besonders für die indische Kultur und den Buddhismus interessierend, war Pfungst Mitbegründer der Deutschen Gesellschaft für Ethische Kultur. Daneben war er Erfinder, vielseitiger Autodidakt, promovierter Naturwissenschaftler, Übersetzer, Publizist und Sponsor von Freibibliotheken, Lesehallen und Volkshäusern; auch brachte Pfungst 1906 den Begriff des "Hooligan" als "russisches" Phänomen (russ. chuligan) nach Deutschland. - In altem Sammlungsumschlag.
3¼ SS. auf Doppelblatt. 4to. Artikelentwurf mit einer Einleitung zu den Unterschieden in der Bedeutung der Bildung in Österreich, Deutschland und der Schweiz und im Hauptteil mit einer niederschmetternden Kritik an einem Buch des Pädagogen und Reformers Ignaz Thomas Scherr: "Was ist Bildung? / (Schluß.) / Jacob Böhme, sagten wir, war seines äußeren Berufes ein Schuster, seines innern ein Philosoph. Umgekehrt gibt es heutzutage viele Philosophen von Handwerk, die dem individuellen Werth nach nur Schuster sind. Mit Einem Wort: wie die Dinge gegenwärtig stehen ist keine Übereinstimmung des inneren und äußeren Berufes vorhanden [...] Das Buch, in dem Herr Scherr seine Erlebnisse erzählt, somit sein Individuum entfaltet, ist unter aller Kritik. Der Styl ist platt und trivial, die Gedanken erbärmlich und die Bildung, die sich darin ausspricht, so wie sie die Grenze der Fachbildung überschreitet, im höchsten Grade oberflächlich [...] (Es folgt morgen Früh noch eine Fortsetzung u. ein leitender Artikel)". - Mit Sammlernotiz in Bleistift und Vermerk in roter Tinte. Etwas fingerfleckig.
1 S. 4to. "Herz, wie fühlst du dich so schwer, | Seit dein Liebstes dir verloren, | Das du einst dir auserkoren | Und dir nahm ein Ungefähr. | Herz, und kehrt sie auch nicht mehr, | Jene Zeit der Feenträume, | Die geschmückt so schön die Räume | Welche jetzt so wüst und leer; | Herz, o traure nicht zu sehr, | Mag sich auch Dein Himmel schwärzen, | Hast DU doch in Lust und Schmerzen | Einst geliebt, - was willst Du mehr?" - J. N. Vogl gehörte der Literatengruppe im Wiener "Silbernen Kaffeehaus" an, wurde Mittelpunkt einer Tafelrunde von Künstlern und gab zahlreiche Almanache und Taschenbücher heraus; viele seiner in der Tradition der Wiener Spätromantik stehenden Balladen wurden von Carl Loewe vertont, einige Lieder auch von Franz Schubert.
4 SS. auf 4 Bll. Gr.-4to. Mit eh. adr. Kuvert. "Meine Damen! Ich hoffe, daß Sie mir die folgende kleine Geschichte nicht übelnehmen werden; denn sie ist ziemlich leichtfertig. Aber ich möchte Ihnen zur Beruhigung mitteilen, daß sie sich im fernen Indien zugetragen hat, und daß in Europa derartige Frauen nicht vorzukommen pflegen. In Europa gilt, wie bekannt, die Ehe als Sakrament, und noch niemals hat in Europa eine Frau ihrem Gatten die Ehe gebrochen. Es war einmal ein Herr, namens Viradhara, und eine Dame, namens Kamadamini. Letztere war ein junges, zartes und fröhliches Geschöpf, während ihr Gatte Viradhara bereits jenes Alter erreicht hatte, von dem es im indischen Sprichwort heißt: ein alter Esel zieht nicht mehr am Korbwagen. Kamadamini fand nun, daß es noch genug junge Esel gäbe, die ihren kleinen Korbwagen gerne ziehen möchten, sofern sie sie nur einspanne. Solches tat Kamadamini und geriet in einen Ruf, der selbst bis zu ihrem alten Gatten drang [...]". - Die Erzählung wurde erstmals und mit zahlreichen Abweichungen abgedruckt in "Kunterbuntergang des Abendlandes", 1922 im Münchner Roland Verlag erschienen (SS. 143-148), an dessen Inhaber Albert Mundt das Kuvert auch adressiert ist. - Die Recto-Seite von Bl. 1 mit einer zeitgenöss. Bleistiftnotiz von fremder Hand; papierbedingt stärker gebräunt und mit kleinen Randläsuren.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). Umfangreiche Sentenz, die Situation des deutschen Volks mit jener der Polen und Juden vergleichend: "Als die dritte Teilung Polens ein Staatswesen vom Erdball tilgte, ist ja das polnische Volk nicht verschwunden und noch viel weniger der polnische Geist. Auch wir Deutschen haben das staatlich annektierte Drittel dieses Volkes in 130 Jahren keineswegs verdauen können, wohl aber sind in unseren Parlamenten diese Polen ausschließlich Hemmschuh gewesen! [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). - Walter Harlans Stück "Gib uns Kinder und hundert Enkel! Ein Spiel aus den Tagen der Erzväter" (Berlin 1928) wurde etwa gleichzeitig veröffentlicht. Der Begründer der Künstlerfamilie Harlan war Vater u. a. des Musikers Peter Harlan und des Regisseurs Veit Harlan. Koslowsky 229.
1 S. Folio. Bauernfeld, ein Freund Schuberts, Grillparzers und Moritz von Schwinds, wurde 1831 schlagartig durch sein Lustspiel "Leichtsinn aus Liebe", an der Schwelle zwischen Biedermeier und Vormärz stehend, bekannt, mit dem er "das moderne deutsche Salon- und Konversationslustspiel Wiener Prägung [schuf]. Bis 1889 schrieb er 43 Stücke, die am Burgtheater über tausend Aufführungen erlebten. Bauernfeld, der in seinen Stücken bürgerliches Streben nach privatem Glück aristokratischem Standesdenken gegenüberstellte, kritisierte die politischen Zustände des Vormärz und setzte sich für die Schaffung einer Konstitution ein; seine Wahl in die Frankfurter Nationalversammlung konnte er aus Gesundheitsgründen nicht annehmen" (DBE). 1894 wurde der nach ihm benannte Literaturpreis zum ersten Mal vergeben. - Faltspuren.
7½ SS. auf 8 Bll. 4to. “Mit Anton Wildgans, dem neuen Burgtheaterdirektor, ist zwar kein geeigneter Dramatiker, kein erprobter Theatermann, wohl aber ein ganzer Mann und ein echter Dichter zur 'Rettung' der 'ersten Deutschen Bühne' berufen worden. Und gerade dies dürfte heute das Wichtigste und Nötigste sein. Denn gespielt wird im Burgtheater (und im zugehörigen Akademietheater) noch immer vorzüglich: an trefflichen, zum Teil bedeutenden, eigenartigen [...] Darstellern, auch an guten, einfallsreichen Spielleitern ist kein Mangel. Aber es fehlt an einer mannhaften Leitung, die keine Rücksichten kennt, nicht der Mode anhängt, nicht von Personen und Parteien abhängig ist, die in ihrer eifersüchtig gewahrten, unbeirrbaren Selbständigkeit nur der Kunst dient, nichts anderes als die Kunst will [...]". - Anton Wildgans war 1921 als Direktor des Burgtheaters bestellt worden, ein Amt, das er bis 1923 und noch einmal zu Beginn der 1930er Jahre ausübte. - Der Sohn des Schriftstellers Stefan von Millenkovich studierte in Wien Rechts- und Staatswissenschaft, arbeitete als Beamter in Kärnten und später im Unterrichtsministerium in Wien. "Seit 1915 war er Mitglied der Kunstkommission, 1917/18 Direktor des Wiener Burgtheaters. Danach schrieb Morold Musik- und Theaterkritiken, propagierte als Redner bei völkischen Veranstaltungen sein 'großdeutsches Bekenntnis' und hatte den Vorsitz der deutschnationalen 'Morold-Runde'. Bekanntheit erlangte er durch seine Opernbücher (u. a. 'Klopstock in Zürich', 1893) sowie als Verfasser zahlreicher Musikerbiographien (u. a. 'Cosima Wagner', 1937). Als Herausgeber der Anthologie 'Dichterbuch. Deutscher Glaube, deutsches Sehen und deutsches Fühlen in Österreich' (1933) schuf er erstmals einen Überblick über das Spektrum der konservativ bis nationalsozialistisch gesinnten Autoren" (DBE). Vgl. auch Kosch X, 1338. - Rechts oben numeriert.
8vo. 6 pp. Manuscript of poem from the great Surrealist poet to his long-time muse, the Belgian actress and singer Yvonne George. Written on six loose leaves of faded notebook paper, it is a moving testament to his obsession and unrequited love for a woman who inspired two collections of poetry and figured a major artistic inspiration in his life.
Buenos Aires, Juan Rodán y Cía., 1926, 19 x 14 cm., lámina - 377 págs. - 2 h. (Ejemplar intonso con las últimas hojas sueltas y falto de la cubierta posterior).
4½ SS. auf 5 Bll. 4to. “In Mödling, in seiner geliebten niederösterreichischen Landschaft, ist Anton Wildgans gestorben. Aber er ruht nicht draußen auf dem hügelan gelegenen, in die Ferne blickenden Mödlinger Friedhof, sondern er hat ein städtisches Ehrengrab in Wien und seine letzte Fahrt ging, wie er es selbst gewünscht hatte, rund um das Burgtheater, vor dessen Toren der Generalintendant, der Direktor, die Schauspieler feierlich von ihm Abschied nahmen. Als hätte er bis zuletzt zu ihnen gehört, als sei er in seinem Leben hauptsächlich dem Theater verbunden gewesen [...]". - Anton Wildgans war 1921 als Nachfolger als Direktor des Burgtheaters bestellt worden, ein Amt, das er bis 1923 und noch einmal zu Beginn der 1930er Jahre ausübte. - Max Morold, der Sohn des Schriftstellers Stefan von Millenkovich, studierte in Wien Rechts- und Staatswissenschaft, arbeitete als Beamter in Kärnten und später im Unterrichtsministerium in Wien. "Seit 1915 war er Mitglied der Kunstkommission, 1917/18 Direktor des Wiener Burgtheaters. Danach schrieb Morold Musik- und Theaterkritiken, propagierte als Redner bei völkischen Veranstaltungen sein 'großdeutsches Bekenntnis' und hatte den Vorsitz der deutschnationalen 'Morold-Runde'. Bekanntheit erlangte er durch seine Opernbücher (u. a. 'Klopstock in Zürich', 1893) sowie als Verfasser zahlreicher Musikerbiographien (u. a. 'Cosima Wagner', 1937). Als Herausgeber der Anthologie 'Dichterbuch. Deutscher Glaube, deutsches Sehen und deutsches Fühlen in Österreich' (1933) schuf er erstmals einen Überblick über das Spektrum der konservativ bis nationalsozialistisch gesinnten Autoren" (DBE). Vgl. auch Kosch X, 1338. - Rechts oben numeriert.
3¾ SS. auf Doppelblatt. 4to. Enthält das 24zeilige Gedicht "Nachtfahrt" und das 30zeilige "Im Fischerhause". - J. N. Vogl gehörte der Literatengruppe im Wiener "Silbernen Kaffeehaus" an, wurde Mittelpunkt einer Tafelrunde von Künstlern und gab zahlreiche Almanache und Taschenbücher heraus; viele seiner in der Tradition der Wiener Spätromantik stehenden Balladen wurden von Carl Loewe vertont, einige Lieder auch von Franz Schubert. - Etwas fleckig und angestaubt; Faltspuren.
4to. Some lines of red pencil. Large ink discharge on reverse due to wetting. A beautiful and witty manuscript illustrated with superb drawings of dreamlike and fantastic inspiration curiously evoking the universe of Salvador Dali. One can decipher in particular: "Girl, Aestus, exposed to the Gods, whom the ocean constellates [...]" (transl. from the French original). The poem, in the draft form, largely crossed out, carries in left and right margins the word "summer" which seems to be the title, but it differs totally from the work published under the same title published in the "Album des vers anciens" ("Album of ancient verses"), dedicated to Francis Vielé-Griffin.
Buone Condizioni dell'esterno: Buone Condizioni dell'interno: Buone
Buone Condizioni dell'esterno: Buone Condizioni dell'interno: Buone
Ottime Condizioni dell'esterno: Buone Condizioni dell'interno: Ottime
Ottime Condizioni dell'esterno: Ottime Condizioni dell'interno: Ottime
Buone Condizioni dell'esterno: Discrete con difetti, segni d'uso Condizioni dell'interno: Buone
- Les éditions de minuit, Paris 1968, 12x19cm, broché. - Edition originale, un des 112 exemplaires numérotés sur bouffant sélect, seuls grands papiers après 30 pur fil. Agréable exemplaire malgré le dos très légèrement insolé. [ENGLISH DESCRIPTION ON DEMAND]
Catalogo della mostra tenutasi presso il Teatro Comunale, Fiuggi, 2 - 29 giugno 1975. A cura di Giuseppe Appella e Enzo della Chiesa. Testi di Alfredo Mezio e Romano Bilenchi. Riproduzioni in bianco e nero delle prime pagine de "Il Selvaggio" dal 1924 al 1943 su carta color ocra . 8vo . pp. 72. . Molto buono (Very Good). . . .
A cura di Ottavio Fatica . 8vo. pp. 372. . Molto buono (Very Good). . . .
Condizioni dell'esterno: Discrete con difetti, macchie Condizioni dell'interno: Buone
Buone Condizioni dell'esterno: leggermente logorata Condizioni dell'interno: Buone
Buone Condizioni dell'esterno: sovracopertina leggermente logorata e macchiata Condizioni dell'interno: Molto buone
Zu Ehren Goethes 250. Geburtstag. Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung in Verbindug mit Gonthier-Louis Fink, Societè Goethe de France und Alberto Destro, Università di Bologna. . 8vo. pp. 510. . Ottimo (Fine). . . .