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6 Bll. 4to. Beiliegend eine Übers. ins Deutsche. Ts. 5 SS. auf 3 Bll. 4to. “Il ne pleura pas. Il raidit sa volonté dans le désir de la mort. Et, en ce matin du septième jour de leur amour, au moment où l’Aimée, avec le premier rayon de l’aurore revenait pour toujours, le tourbillon fatal de l’ilot qui s’engloutissait leur servit de tombe commune [...]”. - “Er weinte nicht. Er festigte seinen Willen im Wunsche des Todes. Und an diesem Morgen des siebenten Tages ihrer Liebe, in dem Augenblick, wo die Geliebte mit dem ersten Strahl der Morgenröte für immer wieder kam, ein verhängnisvoller Wirbelsturm, der sie verschluckte, diente ihnen als Grab [...]”.
1 S. 8vo. Zehn heitere, jeweils zweizeilige Strophen über Erdbeben: “'Gib mir zu steh’n!' rief einst zu Haus der Weise, | 'Und deine Erde heb’ ich aus dem Gleise!' | 'Steh, wenn du kannst', so höhnt’s vom Götterherde. | Ein Ruck - verheerend zittert’s durch die Erde. | [...] | Der Philosoph ruft: 'Halt! Soll mir was glücken, | So darf man mir den Standpunkt nicht verrücken!' | Der Fromme: 'Freilich ist das Heil nur drüben, | Doch hier das Feld, in Dulden uns zu üben.' [...]” - Doczi redigierte 1866 die ‘Kleine Kriegschronik’ und ging dann als Korrespondent der Wiener ‘Neuen Freien Presse’ nach Budapest. Nach der Einrichtung des ungarischen Ministeriums unter Gyula Andrassy wurde er dessen Stenograph und Sekretär; als Andrassy die Leitung des Außenministeriums übernahm, folgte ihm Doczi nach Wien und wurde dort Leiter des Pressebüros, 1871 auch Sektionschef. 1901 in den Freiherrnstand erhoben, schied er aus dem Staatsdienst aus und widmete sich seiner schriftstellerischen Tätigkeit. Durch Übersetzungen klassischer Texte in die ungarische und in die deutsche Sprache vermittelte er zwischen beiden Literaturen; er selbst verfaßte Schauspiele sowie das Libretto zu Strauß’ Operette ‘Ritter Pázman’ (1892). Vgl. Kosch III, 353f. - Mit alten Sammlungsvermerken in Bleistift; die alt abgetrennt Unterschrift am rechten unteren Blattrand alt montiert; in altem Sammlungsumschlag; beiliegend ein zeitgenössisch beschr. Sammlungskuvert.
5 SS. auf 5 Bll. 4to. Vollständiges Manuskript einer Erzählung, deren Held eine Hornisse ist: “Nun wäre es schön, wenn ich diese Geschichte mit der Schilderung beenden könnte, wie wir den toten Helden feierlich bestatteten. Aber der Mensch ist kaum gegen seinesgleichen edelmütig, geschweige denn gegen ein Tier. Die Überreste des Tieres wurden achtlos in ein Gebüsch geschleudert [...]”. - Jelusich war seit Anfang der 20er Jahre Theaterkritiker der rechtsextremen ‘Deutsch-österreichischen Tageszeitung’ und schloß sich Ende der zwanziger Jahre dem Nationalsozialismus an. Seit 1923 Mitglied des "Kampfbundes für deutsche Kultur", dessen Vorsitz er später übernahm, setzte er seine Propagandatätigkeit auch nach dessen Verbot 1933 fort und baute u. a. 1936 den "Bund deutscher Schriftsteller Österreichs" auf. 1938 für kurze Zeit kommissarischer Leiter des Wiener Burgtheaters, trat er noch im selben Jahr wegen Differenzen mit Joseph Goebbels zurück, setzte sich jedoch weiterhin publizistisch unablässig für das Regime ein. 1945 von den sowjetischen Besatzern verhaftet und als Hochverräter angeklagt, wurde er 1950 schließlich freigesprochen und war anschließend wieder schriftstellerisch tätig. - In Bleistift; Bl. 2-5 rechts oben num.; auf der Rückseite eines ms. Typoskripts.
2 SS. 4to. 28 Zeilen zu einer Melodie von Franz Erban (geb. 1865). “Wo tief die Treu im Herzen wohnt | Das Gletschreis sich glühend sonnt. | Wo dumpf der Eisenhannes haust | Auf hohe[m] Fels der Adler haust | Das is mei Seligkeit | Mein allerschönster Tram | Dort is mein Steirerland | Dort bin i daham [...]”. - Merkt war u. a. Mitarbeiter der ‘Fliegenden Blätter’, des ‘Kikeriki’ und der ‘Wiener Bilder’, “deren Redaktion er bald und dauernd angehörte. Sein erstes Wiener Volkslied [...] wurde in kurzer Zeit ein Schlager, dem rund 800 weitere folgten” (Kosch II, 1707). Für Franz Lehár schrieb er den Text zu dessen Marsch ‘Rex Gambrinus-Ex!’ (vgl. MGG VIII, 492, Lehár). - Auf Briefpapier mit gestemp. Briefkopf und rot bzw. blau unterstrichenem Titel.
20 SS. auf 20 num. und 1 nn. Bll. 4to. Typoskript der 40 Strophen umfassenden, 1938 bei Sussmann in Wien erschienenen Dichtung. Mit mehreren in der Buchausgabe nicht enthaltenen bzw. umgeänderten Passagen, so etwa die ersten zwei Zeilen der 40. und letzten Strophe: “Ist mancher auch ein Bösewicht - | sein Herz ist nicht aus Stein”, die in der Typoskriptfassung lauten: “Verhärtet eure Herzen nicht, | Sonst werden sie zu Stein” und, von Pechacek gestrichen, eh. ersetzt wurden durch: “Nicht jeder ist ein Bösewicht | Und hat ein Herz aus Stein”. - Josef Pechacek, literarisch der Arbeiterliteratur zugerechnet, war Schriftsetzer gewesen, bevor er nach 1938 als Reporter zu arbeiten begann. Im Zweiten Weltkrieg nach Russland kommandiert, galt er bald als vermißt. Sein literarisches Werk ist mit nur 3 Veröffentlichungen in Buchform (‘Kleine Chronik’, ‘Die Ballade von Schmitteks Glück und Ende’ und ‘Gedichte’) sehr schmal. Neben Hans Weigel verfaßte er u. a. Texte für das Kabarett ‘Stachelbeere’. - “Nach dem Ende der ,Stachelbeere' verloren wir ihn aus den Augen”, schreibt Hans Weigel in seinen Erinnerungen, “[n]ach dem Ende des Kriegs suchten wir ihn vergeblich" (Hans Weigel, Gerichtstag vor 49 Leuten. Rückblick auf das Wiener Kabarett der dreißiger Jahre. Graz u. a., Styria, 1981, 35). Vgl. auch Kosch XI, 1005, Giebisch-G. 293 und E. Früh, Josef Pechacek. Wien 1988.
Titel und 4½ SS. auf Doppelblättern. Fadengeheftet. 4to. Legende in Strophenform mit 13 Strophen zu je sieben (= 91) Zeilen: “In der stillen, dunklen Schloßkapelle | - Nahe war es schon an Mitternacht - | Kniet an des Altares Marmorschwelle | Emma noch in ihrem Schmerz, und wacht; | Gott um Trost und Stärke anzurufen | War sie hingesunken an die Stufen | Des Altares, in verschwieg’ner Nacht [...] Eis’ger Schauer rollt durch Emma’s Glieder | Aber Hugos sternenklarer Blick | Gießt in ihre Seele Leben wieder | In dem Traume von vergang’nem Glück; | Und der Geist verklärten Angesichtes | Schwebt im Schimmer gold’nen Aetherlichtes | Auf sie zu und kränzt die Lilienstirn | Aber so, wie sie sein Hauch berührte | Fühlt sie ihre Lebenskraft verweh’n | Mit dem Brautkranz, der die Stirne zierte, | Ihren Pulse letzten Schlag vergeh’n. | Leblos sinkt sie am Altare nieder | Hugo’s Geist schwebt leuchtend aufwärts wieder | Ihm im Tode ward die Braut vermählt [...]”. - Der in Wien geborene Neffe des Schriftstellers Paul Weidmann (1748-1801) war Schauspieler am Wiener Burgtheater und schrieb Kritiken für die ‘Zeitschrift für Kunst, Literatur, Theater und Mode’ sowie für die ‘Theater-Zeitung’. Nach und nach wandte er sich zunehmend der topographischen und heimatkundlichen Forschung zu (‘Wiens malerische Umgebung’, 1844), veröffentlichte aber auch Bühnenwerke (so etwa ‘Clementine von Aubigny’, 1816) und Gedichte.
6½ SS. auf Doppelblättern. Fadengeheftet. Kl.-4to. Volkssage in Strophenform mit 146 Zeilen: “Dort, wo hinab nach Kärnthens Gauen, | Hin, in des Lavantthales Reiz | Des Steyerlandes Berge schauen | Dort steht ein Grab mit einem Kreuz. | Von diesem Grab die ernste Sage | Wie sie noch lebt in Hirtenmund | Sie klingt wie Nachtigallenklage | Und gern macht sie das Lied Euch kund [...]”. - Der in Wien geborene Neffe des Schriftstellers Paul Weidmann (1748-1801) war Schauspieler am Wiener Burgtheater und schrieb Kritiken für die ‘Zeitschrift für Kunst, Literatur, Theater und Mode’ sowie für die ‘Theater-Zeitung’. Nach und nach wandte er sich zunehmend der topographischen und heimatkundlichen Forschung zu (‘Wiens malerische Umgebung’, 1844), veröffentlichte aber auch Bühnenwerke (so etwa ‘Clementine von Aubigny’, 1816) und Gedichte. Vgl. Kosch IV, 3253. - Mit einigen Korrekturen von fremder Hand in Tinte bzw. Bleistift.
1 S. Qu.-8vo. “Ich bin ein Span von deinem Stamme, | von deinem Feuer eine Flamme, | ein Korn, das deine Erde reift, | ein Blatt, das deine Liebe streift! | Zu jeder Stunde eins mit dir und tiefverwandt | bist du in mir und ich in dir mein deutsches Volk und Land”. - Petzold schrieb vor seiner Begegnung mit Joseph Luitpold Stern vorwiegend Couplets und kleinere dramatische Arbeiten, veröffentlichte mit dessen Hilfe 1910 den Gedichtband ‘Trotz alledem!’ und wurde mit seinem Werk zum Wegbereiter der österreichischen sozialistischen Literatur. Mit Freunden gemeinsam gründete Petzold den Ikarus-Bund, veröffentlichte Gedichte in anarchistischen Zeitschriften und war mit Franz Karl Ginzkey befreundet; 1917 übersiedelte er nach Kitzbühel und war hier bis zu seinem Tod als Funktionär der Sozialdemokratischen Partei tätig.
1929104883Paris, émile-Paul frères, impr. Chaix, à Paris 1929 édition originale. Notre exemplaire, troisième grand papier, N68/115 tiré à 75 exemplaires sur pur fil Lafuma numérotés. In-12 19 x 12 cm. Broché, couverture vert pâle, titre en rouge sur le dos et le premier plat, 291 pp.
1 S. 4to. Schönes 20zeiliges Gedicht auf den Jubilar: “Sie haben wohl zum schönen Feste des siebzigsten Geburtstages Dir | Viel hochverdiente Lobeshymnen gezollt, Du unsres Landes Zier! | Was kann ich Dir noch andres sagen, Du, der Du groß als Dichter bist, | Und den, wer warm für Kunst fühlet, mit hoher Achtung längst begrüßt [...]”. - Der u. a. mit Adalbert Stifter befreundete Franz Isidor Proschko schrieb Erzählungen, Romane, Gedichte und Dramen mit meist historischer Thematik und trat auch als Jugendschriftsteller hervor. 1876-84 erschienen seine ‘Österreichischen Volks- und Jugendschriften zur Hebung der Vaterlandsliebe’. Vgl. Kosch III, 2119. - Der so holprig besungene Karl Egon Ebert war Oberverwalter der Fürstenbergischen Güter in Böhmen, trat als Dichter hervor und veröffentlichte unter dem Einfluß des tschechischen Historikers Palacky das Schauspiel ‘Bretislaw und Jutta’ (Aufführung 1829) sowie das Epos ‘Wlast’ (1829), in denen er sich zur kulturellen Gemeinsamkeit von Deutschen und Tschechen bekannte; 1865 erschien seine Verserzählung ‘Eine Magyarenfrau’. “Bis 1848 schwärmte er für Böhmens untergegangene Größe und zog sich anfangs auch durch die Wahl seiner Stoffe manches Mißverständnis zu” (Kosch I, 399). - Rückseitig montiert ein zeitgenössisches Blatt mit hs. Angaben zu Autor und Jubilar. - Mit kl. Einr. im Querfalz (keine Textberührung).
1 S. 4to. “Ob Du auch tief u. schmerzlich mich gedrückt | Nicht zürnen will ich Dir: es sei verziehen - | Im Geiste hör’ ich rauschen wundervoll | Der Jugendzeit verklung’ne Melodien! | Ich hab’ geruht an Deiner theuren Brust, | Ich hab’ geträumt von wonnevollen Stunden - | Der Schlummer brach, der süsse Traum zerstob, | Und nimmer wird dies kranke Herz gesunden! Ich steh’ allein im weiten Lebenskreise | Mit meinem Dichten, Trachten, Hoffen, Werben - | Und schmerzlich fühl’ ich wie ich nie gefühlt: Ich werde einsam leben, einsam sterben! | Doch nicht im Groll gedenken werd’ ich Dein, | Ich hab’ geliebt - in Liebe sei’s vergeben - | Und aus den Trümmern meines morschen Glücks | Soll glänzender das Deine sich erheben!” - Der volkstümliche Dichter der Spätromantik veröffentlichte Lyrik, Novellen, Sagen sowie Romanzen (‘Blumenromanzen’, 1855) und wurde als Mitherausgeber des ‘Österreichischen Balladenbuchs’ bekannt, das über 300 österreichische Balladendichter anführt. Vgl. Kosch I, 205 und Giebisch-G. 36. - Beiliegend ein eh. Brief von Theresia Bowitsch (?) an ihre Familie (dat. 21. II. 1861. 1 S. auf Doppelblatt, 8vo).
99108Paris, Editions Klincksieck 1976, 230x155mm, 134pages, broché. Bon état.
1979127045Essai / Seuil, coll. « Fiction & Cie » 1979 In-8 broché 20,5 cm sur 14. 189 pages. Bon état d’occasion.
Paperback in like new condition. New shop stock with minor shelf-wear including a couple of scuffs to edges of rear cover, no other faults. TA Used
500146477Sans date.
2014500092127المركز الثقافي العربي 2014 14 86x21 41x1 85cm. 2014. Broché.
500245125עמותת ההנצחה ליהודי איטליה Sans date.
19585001534991958 1958.
500032414Sans date.
19905000213141990 256 pages 1990. 256 pages.
500023237Sans date.
500244972Sans date.
500244949Sans date.
500023248Sans date. 6 volume(s).
500023247Sans date. 5 volume(s).