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2003DADAX0316713597Little Brown Books for Young Readers 2003-10-17. First Edition. hardcover. New. 10.25x0.50x9.50. Buy with confidence. Excellent Customer Service & Return policy. Little, Brown Books for Young Readers hardcover
2008DADAX1437443400Kessinger Publishing 2008-12-22. hardcover. New. 6.00x1.13x9.00. Buy with confidence. Excellent Customer Service & Return policy. Kessinger Publishing hardcover
2009DADAX0807896187The University of North Carolina Press 2009-10-14. paperback. New. 5.75x0.77x9.00. Buy with confidence. Excellent Customer Service & Return policy. The University of North Carolina Press paperback
2012DADAX0807872989The University of North Carolina Press 2012-09-01. 1. paperback. New. 6.00x0.56x9.00. Buy with confidence. Excellent Customer Service & Return policy. The University of North Carolina Press paperback
2007DADAX0548339473Kessinger Publishing 2007-06-25. hardcover. New. 6.00x1.19x9.00. Buy with confidence. Excellent Customer Service & Return policy. Kessinger Publishing hardcover
2010DADAX0367137984Routledge 2020-10-15. 1. paperback. New. 6.00x0.90x9.20. Buy with confidence. Excellent Customer Service & Return policy. Routledge paperback
2026x-1032863471Taylor & Francis Ltd 2026. Paperback. New. 132 pages. 8.50x5.43x8.50 inches. Taylor & Francis Ltd paperback
20071-039924736XPhilomel 2007. Hardcover. New. reissue edition. 40 pages. 11.50x8.75x0.50 inches. Philomel hardcover
2026x-1032863439Taylor & Francis Ltd 2026. Paperback. New. 140 pages. 8.50x5.43x8.50 inches. Taylor & Francis Ltd paperback
2026x-1032863315Taylor & Francis Ltd 2026. Paperback. New. 174 pages. 8.50x5.43x8.50 inches. Taylor & Francis Ltd paperback
2010x-1616401206Cosimo Inc 2010. Hardcover. New. 452 pages. 8.60x5.70x1.10 inches. Cosimo Inc hardcover
2007DADAX0230521649MACMILLAN 2007-04-17. 2007. hardcover. New. 5.87x0.73x8.62. Buy with confidence. Excellent Customer Service & Return policy. MACMILLAN hardcover
2013abetxt5080P O Box 40140; Berkeley CA 94704-0140: The Berkeley Review 2013. Soft cover. New. Brand New Textbooks: Two 2 Volumes. Will ship within 24-48 hours. <br/> <br/> The Berkeley Review paperback
2002SONG0632057580Wiley-Interscience 2002-07-15. 1. hardcover. Used: Good. 6.95x0.92x10.00. Buy with confidence. Excellent Customer Service & Return policy. Wiley-Interscience hardcover
2025x-1108964915Cambridge University Press 2025. Paperback. New. 420 pages. 6.00x0.93x9.00 inches. Cambridge University Press paperback
2001NA1-364Oak Knoll Press 2001. Paperback. New. 5x3x8. Two Volume Set. BRAND NEW! In Protective Shrinkwrap! Glossy Paperbacks in NEW pristine condition. We ship all orders with delivery confirmation! Oak Knoll Press paperback
2008x-1443732745Pomona Pr 2008. Hardcover. New. 332 pages. 6.46x3.23x0.47 inches. Pomona Pr hardcover
2003SKU0600310Sentient Publications 2003-09-12. paperback. Good. 6x0x9. Textbook May Have Highlights Notes and/or Underlining BOOK ONLY-NO ACCESS CODE NO CD Ships with Tracking Sentient Publications paperback
2003SKU0647817Sentient Publications 2003-09-12. paperback. New. 6x0x9. New Textbook Ships with Tracking Sentient Publications paperback
2006200-09474JurisNet LLC 2006-02-01. hardcover. New. In shrink wrap. JurisNet, LLC hardcover
20062-0817353305Univ of Alabama Pr 2006. Paperback. New. 357 pages. 9.25x6.25x1.25 inches. Univ of Alabama Pr paperback
2002x-0815700679Brookings Inst Pr 2002. Paperback. New. 492 pages. 9.25x6.00x1.00 inches. Brookings Inst Pr paperback
2001BN5984Leske Budrich Gmbh Auflage: 1 2001. Auflage: 1 2001. Hardcover. 252 x 182 x 42 cm. Die Ära der Information Manuel Castells' monumentale Analyse Wie in der Vergangenheit die erste und zweite industrielle Revolution so erweist sich gegenwärtig die informationstechnologische Revolution als allumfassend. Zu sehr durchdringen die Veränderungen der Informationsverarbeitung und der Kommunikation sämtliche Lebensbereiche als dass sie neutral heissen könnten. Zudem betreffen sie zwar alles und jeden nur nicht wenn es um die Segnungen geht die die neuen Technologien angeblich mit sich bringen. Das Gefälle zwischen Armen und Reichen hat sich nur noch einmal vergrössert hinzugekommen ist der Riss zwischen den information rich und den information poor. «Wir beobachten» schreibt Manuel Castells «zeitgleich nebeneinander das Entfesseln der gewaltigen Produktivkräfte der informationellen Revolution und die Konsolidierung schwarzer Löcher menschlichen Elends innerhalb der globalen Wirtschaft sei es in Burkina Faso in den South Bronx in Kamagasaki in Chiapas oder in La Courneuve.» Wahrlich also die Wüste wächst und das nicht auf Grund vorübergehender Mängel sondern gemäss der ureigensten Logik des Systems. Wie autonom so Castells «schalten die globalen Netzwerke des instrumentellen Austauschs Individuen Gruppen Regionen und sogar ganze Länder an und ab je nach ihrer Bedeutung für die Erfüllung der Ziele die in dem jeweiligen Netzwerk in einem nicht abreissenden Strom strategischer Entscheidungen verfolgt werden». Dennoch ja vielleicht umso mehr soll ihre Entwicklung als Gegenstand «der Forschung und nicht des Schicksals» zu begreifen sein jedenfalls soweit es um den «Bereich bewussten sozialen Handelns und die komplexe Matrix der Interaktion zwischen den technologischen Mächten die unsere Spezies entfesselt hat und der Spezies selber» geht um Soziologie also um Politik. Illustre Figur Es ist die alte spätestens seit Marx insistierende Frage die sich wie einst an die Industriegesellschaft nun also an die «Netzwerkgesellschaft» richtet nämlich die Frage nach den Möglichkeiten der Partizipation an den Mächten die die Geschicke der Menschheit bestimmen. Und Manuel Castells scheint wie prädestiniert diese Frage zu stellen. Vor der Diktatur Francos aus seiner Heimat Katalonien geflohen forschte und lehrte er zunächst in Nanterre und Paris just ab Ende der sechziger Jahre als die Theorie auf die Strasse ging. 1979 dann wechselte er an die traditionell als «links» geltende Universität Berkeley wo er seitdem als Professor für Soziologie und Stadt- und Regionalplanung firmiert. Daneben war er aber auch als Berater in unmittelbarer Politiknähe tätig so für die Unesco und die US Agency for International Development für die Regierungen Brasiliens Chiles Ecuadors Frankreichs Mexikos Portugals und Spaniens für die Europäische Union für die Volksrepublik China und für Boris Jelzin während dessen erster Amtsperiode. Castells ist also durchaus eine illustre Figur mit Zugang zu den Hebeln der Macht und gewiss hat es auch damit zu tun wenn sein dreibändiges Opus magnum «Das Informationszeitalter» ein erstaunlich hohes Interesse ausgelöst hat«auf der ganzen Welt» wie er selber konstatiert und «nicht nur in Hochschulkreisen sondern auch in den Medien und bei den Menschen generell». Das englische Original erschien von 1996 bis 1998; die deutschsprachige Ausgabe ist soeben bei Band II angelangt. Dabei handelt es sich um mehr als eine blosse Übersetzung. Vielmehr hat der Autor noch einmal Hand angelegt um seine Analysen fast bis zur letzten Minute vor der Jahrtausendwende zu aktualisieren. Insbesondere die jüngsten Entwicklungen auf dem Gebiet der Biotechnologie haben auf diese Weise noch Eingang gefunden. Auch sie tragen ja inzwischen das Moment einer «wachsenden materiellen ebenso wie methodologischen Verflechtung zwischen der biologischen und der mikroelektronischen Revolution» offen vor sich her. Entsprechend ist diese Beobachtung an sich nicht unbedingt originell zu nennen und so die Thematik überhaupt. Das Buch könnte man sagen ist dennoch besser als der Ruf der dem Autor vorauseilt«Guru des Informationszeitalters» soll laut Verlagswerbung eins der meistgelesenen deutschen Wochenmagazine ihn genannt haben. Nicht dass die grossen Linien die er aufzeigt sehr überraschend oder gar sperrig zu nennen wären; und die Menge an Details die ganze Monumentalität seines Werks erschlagend wie «Das Kapital» verdankt sich vorderhand auch nur grosskompilatorischem Fleiss. Aber dieser Fleiss füllt zum einen die sonst bis zum Überdruss bekannten Leerformeln mit Inhalt. Wer spräche heute nicht leicht und gern von «Globalisierung» Und wer verwechselte sie nicht ebenso leicht mit der Expansion der Märkte über die ganze Welt Doch eine solche «Weltwirtschaft also eine Wirtschaft in der die Kapitalakkumulation unter Einbeziehung der ganzen Welt erfolgt existierte im Westen wenigstens seit dem 16. Jahrhundert wie uns Fernand Braudel und Immanuel Wallerstein gelehrt haben. Eine globale Wirtschaft ist etwas anderes» so definiert Castells«Es ist eine Wirtschaft mit der Fähigkeit in Echtzeit als planetarische Einheit zu funktionieren.» Die Märkte heute sind weltweit «integrierte» FinanzmärkteTransaktionen in Höhe von Milliarden von Dollars «werden in den elektronischen Schaltkreisen auf dem ganzen Globus innerhalb von Sekunden abgewickelt». Das erst berechtigt die Wirtschaft im Informationszeitalter «global» zu nennen; das erst macht die globale Wirtschaft zu einer «historisch neuen Realität». Kleingedrucktes Zum anderen zeugt die Materialfülle mit der Castells seine Thesen unterfüttert von streckenweise gewiss ermüdender wohl nicht zuletzt deshalb aber selten gewordener Gewissenhaftigkeit. Dass heutzutage alles mit allem in Echtzeit zusammenhängt wer hätte das nicht gewusst «Netzwerke bilden die neue soziale Morphologie unserer Gesellschaften und die Verbreitung der Vernetzungslogik verändert die Funktionsweise und die Ergebnisse von Prozessen der Produktion Erfahrung Macht und Kultur wesentlich.» Niemand der diese Präambel des heutigen Gesellschaftsvertrags nicht unterschreiben würde. Castells jedoch hat sich die Mühe gemacht auch das Kleingedruckte zu studieren. Punkt für Punkt geht er die Fälle durch in denen die Vernetzungslogik schon konkrete Gestalt angenommen hat die Aktienmärkte Ministerräte Strassenbanden Drogenkartelle Fernsehsysteme Multimedia-Unternehmen und Genlabors ebenso wie das Netz schlechthindas Internet das schliesslich die «materielle Basis» dafür bereitstellt «dass diese Form auf die gesamte gesellschaftliche Struktur ausgreift und sie durchdringt». In allen diesen Fällen bestätigt sich dass die Dynamik der Vernetzung nicht allein aus den Anschlüssen die hergestellt werden sondern auch aus der Kluft zu jenen die ausgeschlossen bleiben resultiert. Kein Netz ohne Löcher. Eben deshalb regiert die Logik des Netzes uneingeschränkt. Man darf nur die Ausschliessungsmechanismen nicht als ihr Gegenteil sondern muss sie als Teil derselben begreifen. Dann wird auch deutlich dass der Prozess der Globalisierung und eine vormals ungeahnte Blüte «kommunaler Landschaften» nur scheinbar im Widerspruch zueinander stehen. In der Netzwerkgesellschaft gewinnt die «Macht der Ströme» wie Castells pointiert «Vorrang gegenüber den Strömen der Macht». Dadurch verlieren die Institutionen die «einstmals die Zivilgesellschaft der Industrieära ausgemacht haben» der Staat die Kirchen Parteien Gewerkschaften an Relevanz. Die «globalen Eliten die den Raum der Ströme bevölkern» spotten dieser früheren «legitimierenden Identitäten» auf der Siegerseite von Reichtum Macht und Information ebenso wie die Verlierer die auf ihr Ausgeschlossensein durch den «Ausschluss der Ausschliessenden» reagieren. Es sind «Widerstands-Identitäten» die so entstehen. Nach Castells bestimmen vor allem sie die aktuelle Lage und wenn er neben den Kämpfen um territoriale Identität neben Umweltschützern Feministinnen und wieder erwachten Familiensehnsüchten auch die Konjunktur nationalistischer und fundamentalistischer Bewegungen als Beispiele analysiert kann er sich heute wohl noch grösserer Aufmerksamkeit als beim Erscheinen des Originals gewiss sein. Der neue Nationalismus mobilisiert ein Zugehörigkeitsgefühl zu «Nationen jenseits des Staates». Das macht seine aktuelle Gefährlichkeit aus; sein Widerstandspotenzial und zugleich seine Fähigkeit ins Zeitalter der Globalisierung zu passen. Ähnlich mahnt Castells ist der islamische Fundamentalismus «keine traditionalistische Bewegung» sondern «in Wirklichkeit hypermodern». Wenn man denn schon einen Feind in ihm sehen soll täte man also gut daran wie bereits Carl Schmitt empfahl zu erkennen wie sehr die Bedrohung die von ihm ausgeht vorab «die eigene Frage als Gestalt» vor Augen führt. Die Gegenwart insgesamt kennzeichnet ein Mangel an «Projektidentitäten» wie Castells die Formierung neuer zivilgesellschaftlicher Einheiten nennt. Kann sein dass sie sich irgendwann aus den derzeitigen Widerstandsformen herausbilden werden. Aber hier mag sich Castells noch nicht so recht festlegen. «Nichts besagt neue Identitäten müssten auftauchen neue soziale Bewegungen müssten die Gesellschaft neu erschaffen und neue Institutionen würden wieder aufgebaut hin auf die lendemains qui chantent.» Bis auf weiteres herrscht der «Gegensatz zwischen nicht identifizierten Strömen samt ihren Nutzniessern und gegeneinander abgeschlossenen Identitäten». Verwüstung also hier wie dort. Und die insistierende Wahrheit dass das kein Wunder ist. Denn natürlich«Die Macht regiert noch immer die Gesellschaft; sie prägt und beherrscht uns noch immer.» So sehr sie sich auch in vielerlei Hinsicht geändert hat scheint sie in anderer Hinsicht doch immer ganz die Alte zu bleiben. Bernhard Dotzler Perlentaucher.de Buchnotiz zu Die Tageszeitung 20.11.2001 Für den Leser dieses Bandes "tut sich ein neuer Kontinent auf" schreibt Rezensent Robert Misik. Der Autor bietet seiner Ansicht nach auf 632 Seiten eine "brillante Synthese" der Umwälzungen die durch das Internet entstanden sind. Die Welt entwickelt sich anders als früher lehre CastellsSie lasse sich nicht mehr nach "industrialisierter Welt" und "Entwicklungsländern" unterscheiden - jetzt gehe es um "online oder offline". Es sei eine "regelrechte Netzwerkmentalität" entstanden übermittelt der Rezensent von der ebenso Großkonzerne wie Globalisierungsgegner profitierten. Auch warnende Hinweise hat Misik dem Werk entnommenDie neue Technik ist "noch lange nicht" neutral nur weil unterschiedlichste Interessenten sie nutzen könnten. Castells belege seine Ausführungen mit einer Fülle von Zahlen Daten und Statistiken ohne banal zu werden. So gelinge es ihm die Gegenwart "auf neuartige Weise" einzufangen lobt der Rezensent. Das Informationszeitalter Wirtschaft. Gesellschaft. Kultur. Bd. 1Der Aufstieg der Netzwerkgesellschaft Manuel Castells <br/><br/>Die Ära der Information Manuel Castells' monumentale Analyse Wie in der Vergangenheit die erste und zweite industrielle Revolution so erweist sich gegenwärtig die informationstechnologische Revolution als allumfassend. Zu sehr durchdringen die Veränderungen der Informationsverarbeitung und der Kommunikation sämtliche Lebensbereiche als dass sie neutral heissen könnten. Zudem betreffen sie zwar alles und jeden nur nicht wenn es um die Segnungen geht die die neuen Technologien angeblich mit sich bringen. Das Gefälle zwischen Armen und Reichen hat sich nur noch einmal vergrössert hinzugekommen ist der Riss zwischen den information rich und den information poor. «Wir beobachten» schreibt Manuel Castells «zeitgleich nebeneinander das Entfesseln der gewaltigen Produktivkräfte der informationellen Revolution und die Konsolidierung schwarzer Löcher menschlichen Elends innerhalb der globalen Wirtschaft sei es in Burkina Faso in den South Bronx in Kamagasaki in Chiapas oder in La Courneuve.» Wahrlich also die Wüste wächst und das nicht auf Grund vorübergehender Mängel sondern gemäss der ureigensten Logik des Systems. Wie autonom so Castells «schalten die globalen Netzwerke des instrumentellen Austauschs Individuen Gruppen Regionen und sogar ganze Länder an und ab je nach ihrer Bedeutung für die Erfüllung der Ziele die in dem jeweiligen Netzwerk in einem nicht abreissenden Strom strategischer Entscheidungen verfolgt werden». Dennoch ja vielleicht umso mehr soll ihre Entwicklung als Gegenstand «der Forschung und nicht des Schicksals» zu begreifen sein jedenfalls soweit es um den «Bereich bewussten sozialen Handelns und die komplexe Matrix der Interaktion zwischen den technologischen Mächten die unsere Spezies entfesselt hat und der Spezies selber» geht um Soziologie also um Politik. Illustre Figur Es ist die alte spätestens seit Marx insistierende Frage die sich wie einst an die Industriegesellschaft nun also an die «Netzwerkgesellschaft» richtet nämlich die Frage nach den Möglichkeiten der Partizipation an den Mächten die die Geschicke der Menschheit bestimmen. Und Manuel Castells scheint wie prädestiniert diese Frage zu stellen. Vor der Diktatur Francos aus seiner Heimat Katalonien geflohen forschte und lehrte er zunächst in Nanterre und Paris just ab Ende der sechziger Jahre als die Theorie auf die Strasse ging. 1979 dann wechselte er an die traditionell als «links» geltende Universität Berkeley wo er seitdem als Professor für Soziologie und Stadt- und Regionalplanung firmiert. Daneben war er aber auch als Berater in unmittelbarer Politiknähe tätig so für die Unesco und die US Agency for International Development für die Regierungen Brasiliens Chiles Ecuadors Frankreichs Mexikos Portugals und Spaniens für die Europäische Union für die Volksrepublik China und für Boris Jelzin während dessen erster Amtsperiode. Castells ist also durchaus eine illustre Figur mit Zugang zu den Hebeln der Macht und gewiss hat es auch damit zu tun wenn sein dreibändiges Opus magnum «Das Informationszeitalter» ein erstaunlich hohes Interesse ausgelöst hat«auf der ganzen Welt» wie er selber konstatiert und «nicht nur in Hochschulkreisen sondern auch in den Medien und bei den Menschen generell». Das englische Original erschien von 1996 bis 1998; die deutschsprachige Ausgabe ist soeben bei Band II angelangt. Dabei handelt es sich um mehr als eine blosse Übersetzung. Vielmehr hat der Autor noch einmal Hand angelegt um seine Analysen fast bis zur letzten Minute vor der Jahrtausendwende zu aktualisieren. Insbesondere die jüngsten Entwicklungen auf dem Gebiet der Biotechnologie haben auf diese Weise noch Eingang gefunden. Auch sie tragen ja inzwischen das Moment einer «wachsenden materiellen ebenso wie methodologischen Verflechtung zwischen der biologischen und der mikroelektronischen Revolution» offen vor sich her. Entsprechend ist diese Beobachtung an sich nicht unbedingt originell zu nennen und so die Thematik überhaupt. Das Buch könnte man sagen ist dennoch besser als der Ruf der dem Autor vorauseilt«Guru des Informationszeitalters» soll laut Verlagswerbung eins der meistgelesenen deutschen Wochenmagazine ihn genannt haben. Nicht dass die grossen Linien die er aufzeigt sehr überraschend oder gar sperrig zu nennen wären; und die Menge an Details die ganze Monumentalität seines Werks erschlagend wie «Das Kapital» verdankt sich vorderhand auch nur grosskompilatorischem Fleiss. Aber dieser Fleiss füllt zum einen die sonst bis zum Überdruss bekannten Leerformeln mit Inhalt. Wer spräche heute nicht leicht und gern von «Globalisierung» Und wer verwechselte sie nicht ebenso leicht mit der Expansion der Märkte über die ganze Welt Doch eine solche «Weltwirtschaft also eine Wirtschaft in der die Kapitalakkumulation unter Einbeziehung der ganzen Welt erfolgt existierte im Westen wenigstens seit dem 16. Jahrhundert wie uns Fernand Braudel und Immanuel Wallerstein gelehrt haben. Eine globale Wirtschaft ist etwas anderes» so definiert Castells«Es ist eine Wirtschaft mit der Fähigkeit in Echtzeit als planetarische Einheit zu funktionieren.» Die Märkte heute sind weltweit «integrierte» FinanzmärkteTransaktionen in Höhe von Milliarden von Dollars «werden in den elektronischen Schaltkreisen auf dem ganzen Globus innerhalb von Sekunden abgewickelt». Das erst berechtigt die Wirtschaft im Informationszeitalter «global» zu nennen; das erst macht die globale Wirtschaft zu einer «historisch neuen Realität». Kleingedrucktes Zum anderen zeugt die Materialfülle mit der Castells seine Thesen unterfüttert von streckenweise gewiss ermüdender wohl nicht zuletzt deshalb aber selten gewordener Gewissenhaftigkeit. Dass heutzutage alles mit allem in Echtzeit zusammenhängt wer hätte das nicht gewusst «Netzwerke bilden die neue soziale Morphologie unserer Gesellschaften und die Verbreitung der Vernetzungslogik verändert die Funktionsweise und die Ergebnisse von Prozessen der Produktion Erfahrung Macht und Kultur wesentlich.» Niemand der diese Präambel des heutigen Gesellschaftsvertrags nicht unterschreiben würde. Castells jedoch hat sich die Mühe gemacht auch das Kleingedruckte zu studieren. Punkt für Punkt geht er die Fälle durch in denen die Vernetzungslogik schon konkrete Gestalt angenommen hat die Aktienmärkte Ministerräte Strassenbanden Drogenkartelle Fernsehsysteme Multimedia-Unternehmen und Genlabors ebenso wie das Netz schlechthindas Internet das schliesslich die «materielle Basis» dafür bereitstellt «dass diese Form auf die gesamte gesellschaftliche Struktur ausgreift und sie durchdringt». In allen diesen Fällen bestätigt sich dass die Dynamik der Vernetzung nicht allein aus den Anschlüssen die hergestellt werden sondern auch aus der Kluft zu jenen die ausgeschlossen bleiben resultiert. Kein Netz ohne Löcher. Eben deshalb regiert die Logik des Netzes uneingeschränkt. Man darf nur die Ausschliessungsmechanismen nicht als ihr Gegenteil sondern muss sie als Teil derselben begreifen. Dann wird auch deutlich dass der Prozess der Globalisierung und eine vormals ungeahnte Blüte «kommunaler Landschaften» nur scheinbar im Widerspruch zueinander stehen. In der Netzwerkgesellschaft gewinnt die «Macht der Ströme» wie Castells pointiert «Vorrang gegenüber den Strömen der Macht». Dadurch verlieren die Institutionen die «einstmals die Zivilgesellschaft der Industrieära ausgemacht haben» der Staat die Kirchen Parteien Gewerkschaften an Relevanz. Die «globalen Eliten die den Raum der Ströme bevölkern» spotten dieser früheren «legitimierenden Identitäten» auf der Siegerseite von Reichtum Macht und Information ebenso wie die Verlierer die auf ihr Ausgeschlossensein durch den «Ausschluss der Ausschliessenden» reagieren. Es sind «Widerstands-Identitäten» die so entstehen. Nach Castells bestimmen vor allem sie die aktuelle Lage und wenn er neben den Kämpfen um territoriale Identität neben Umweltschützern Feministinnen und wieder erwachten Familiensehnsüchten auch die Konjunktur nationalistischer und fundamentalistischer Bewegungen als Beispiele analysiert kann er sich heute wohl noch grösserer Aufmerksamkeit als beim Erscheinen des Originals gewiss sein. Der neue Nationalismus mobilisiert ein Zugehörigkeitsgefühl zu «Nationen jenseits des Staates». Das macht seine aktuelle Gefährlichkeit aus; sein Widerstandspotenzial und zugleich seine Fähigkeit ins Zeitalter der Globalisierung zu passen. Ähnlich mahnt Castells ist der islamische Fundamentalismus «keine traditionalistische Bewegung» sondern «in Wirklichkeit hypermodern». Wenn man denn schon einen Feind in ihm sehen soll täte man also gut daran wie bereits Carl Schmitt empfahl zu erkennen wie sehr die Bedrohung die von ihm ausgeht vorab «die eigene Frage als Gestalt» vor Augen führt. Die Gegenwart insgesamt kennzeichnet ein Mangel an «Projektidentitäten» wie Castells die Formierung neuer zivilgesellschaftlicher Einheiten nennt. Kann sein dass sie sich irgendwann aus den derzeitigen Widerstandsformen herausbilden werden. Aber hier mag sich Castells noch nicht so recht festlegen. «Nichts besagt neue Identitäten müssten auftauchen neue soziale Bewegungen müssten die Gesellschaft neu erschaffen und neue Institutionen würden wieder aufgebaut hin auf die lendemains qui chantent.» Bis auf weiteres herrscht der «Gegensatz zwischen nicht identifizierten Strömen samt ihren Nutzniessern und gegeneinander abgeschlossenen Identitäten». Verwüstung also hier wie dort. Und die insistierende Wahrheit dass das kein Wunder ist. Denn natürlich«Die Macht regiert noch immer die Gesellschaft; sie prägt und beherrscht uns noch immer.» So sehr sie sich auch in vielerlei Hinsicht geändert hat scheint sie in anderer Hinsicht doch immer ganz die Alte zu bleiben. Bernhard Dotzler Perlentaucher.de Buchnotiz zu Die Tageszeitung 20.11.2001 Für den Leser dieses Bandes "tut sich ein neuer Kontinent auf" schreibt Rezensent Robert Misik. Der Autor bietet seiner Ansicht nach auf 632 Seiten eine "brillante Synthese" der Umwälzungen die durch das Internet entstanden sind. Die Welt entwickelt sich anders als früher lehre CastellsSie lasse sich nicht mehr nach "industrialisierter Welt" und "Entwicklungsländern" unterscheiden - jetzt gehe es um "online oder offline". Es sei eine "regelrechte Netzwerkmentalität" entstanden übermittelt der Rezensent von der ebenso Großkonzerne wie Globalisierungsgegner profitierten. Auch warnende Hinweise hat Misik dem Werk entnommenDie neue Technik ist "noch lange nicht" neutral nur weil unterschiedlichste Interessenten sie nutzen könnten. Castells belege seine Ausführungen mit einer Fülle von Zahlen Daten und Statistiken ohne banal zu werden. So gelinge es ihm die Gegenwart "auf neuartige Weise" einzufangen lobt der Rezensent. Das Informationszeitalter Wirtschaft. Gesellschaft. Kultur. Bd. 1Der Aufstieg der Netzwerkgesellschaft Manuel Castells Leske + Budrich Gmbh hardcover
2014AME_9781780644752cabi 2014. 1. Soft Cover. New/New. cabi paperback
20087114<p>London: Vintage Books 2008. First edition limited issue of 1000 numbered copies <em>signed</em> by McEwan and Berkeley on the title page. Copy #330. Perfect-bound illustrated card wraps with French-fold flaps. Fine condition. McEwan's libretto for Berkeley's opera which was first performed on May 31 2008. Soft Cover. 8vo - over 7¾" - 9¾" tall. Limited Edition.</p> Vintage Books paperback