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2003BN5987UTB Auflage: 1 Oktober 2003. Auflage: 1 Oktober 2003. Hardcover. 252 x 182 x 42 cm. Das Informationszeitalter Wirtschaft. Gesellschaft. Kultur. Bd. 1Der Aufstieg der Netzwerkgesellschaft Manuel Castells <br/><br/>Das Informationszeitalter Wirtschaft. Gesellschaft. Kultur. Bd. 1Der Aufstieg der Netzwerkgesellschaft Manuel Castells UTB hardcover
2002BN5985Vs Verlag Auflage: 1 August 2002. Auflage: 1 August 2002. Hardcover. 249 x 18 x 32 cm. Informationsverarbeitung Kommunikation Informationstechnologie Unesco US Agency for International Development Die Ära der Information Manuel Castells' monumentale Analyse Wie in der Vergangenheit die erste und zweite industrielle Revolution so erweist sich gegenwärtig die informationstechnologische Revolution als allumfassend. Zu sehr durchdringen die Veränderungen der Informationsverarbeitung und der Kommunikation sämtliche Lebensbereiche als dass sie neutral heissen könnten. Zudem betreffen sie zwar alles und jeden nur nicht wenn es um die Segnungen geht die die neuen Technologien angeblich mit sich bringen. Das Gefälle zwischen Armen und Reichen hat sich nur noch einmal vergrössert hinzugekommen ist der Riss zwischen den information rich und den information poor. «Wir beobachten» schreibt Manuel Castells «zeitgleich nebeneinander das Entfesseln der gewaltigen Produktivkräfte der informationellen Revolution und die Konsolidierung schwarzer Löcher menschlichen Elends innerhalb der globalen Wirtschaft sei es in Burkina Faso in den South Bronx in Kamagasaki in Chiapas oder in La Courneuve.» Wahrlich also die Wüste wächst und das nicht auf Grund vorübergehender Mängel sondern gemäss der ureigensten Logik des Systems. Wie autonom so Castells «schalten die globalen Netzwerke des instrumentellen Austauschs Individuen Gruppen Regionen und sogar ganze Länder an und ab je nach ihrer Bedeutung für die Erfüllung der Ziele die in dem jeweiligen Netzwerk in einem nicht abreissenden Strom strategischer Entscheidungen verfolgt werden». Dennoch ja vielleicht umso mehr soll ihre Entwicklung als Gegenstand «der Forschung und nicht des Schicksals» zu begreifen sein jedenfalls soweit es um den «Bereich bewussten sozialen Handelns und die komplexe Matrix der Interaktion zwischen den technologischen Mächten die unsere Spezies entfesselt hat und der Spezies selber» geht um Soziologie also um Politik. Illustre Figur Es ist die alte spätestens seit Marx insistierende Frage die sich wie einst an die Industriegesellschaft nun also an die «Netzwerkgesellschaft» richtet nämlich die Frage nach den Möglichkeiten der Partizipation an den Mächten die die Geschicke der Menschheit bestimmen. Und Manuel Castells scheint wie prädestiniert diese Frage zu stellen. Vor der Diktatur Francos aus seiner Heimat Katalonien geflohen forschte und lehrte er zunächst in Nanterre und Paris just ab Ende der sechziger Jahre als die Theorie auf die Strasse ging. 1979 dann wechselte er an die traditionell als «links» geltende Universität Berkeley wo er seitdem als Professor für Soziologie und Stadt- und Regionalplanung firmiert. Daneben war er aber auch als Berater in unmittelbarer Politiknähe tätig so für die Unesco und die US Agency for International Development für die Regierungen Brasiliens Chiles Ecuadors Frankreichs Mexikos Portugals und Spaniens für die Europäische Union für die Volksrepublik China und für Boris Jelzin während dessen erster Amtsperiode. Castells ist also durchaus eine illustre Figur mit Zugang zu den Hebeln der Macht und gewiss hat es auch damit zu tun wenn sein dreibändiges Opus magnum «Das Informationszeitalter» ein erstaunlich hohes Interesse ausgelöst hat«auf der ganzen Welt» wie er selber konstatiert und «nicht nur in Hochschulkreisen sondern auch in den Medien und bei den Menschen generell». Das englische Original erschien von 1996 bis 1998; die deutschsprachige Ausgabe ist soeben bei Band II angelangt. Dabei handelt es sich um mehr als eine blosse Übersetzung. Vielmehr hat der Autor noch einmal Hand angelegt um seine Analysen fast bis zur letzten Minute vor der Jahrtausendwende zu aktualisieren. Insbesondere die jüngsten Entwicklungen auf dem Gebiet der Biotechnologie haben auf diese Weise noch Eingang gefunden. Auch sie tragen ja inzwischen das Moment einer «wachsenden materiellen ebenso wie methodologischen Verflechtung zwischen der biologischen und der mikroelektronischen Revolution» offen vor sich her. Entsprechend ist diese Beobachtung an sich nicht unbedingt originell zu nennen und so die Thematik überhaupt. Das Buch könnte man sagen ist dennoch besser als der Ruf der dem Autor vorauseilt«Guru des Informationszeitalters» soll laut Verlagswerbung eins der meistgelesenen deutschen Wochenmagazine ihn genannt haben. Nicht dass die grossen Linien die er aufzeigt sehr überraschend oder gar sperrig zu nennen wären; und die Menge an Details die ganze Monumentalität seines Werks erschlagend wie «Das Kapital» verdankt sich vorderhand auch nur grosskompilatorischem Fleiss. Aber dieser Fleiss füllt zum einen die sonst bis zum Überdruss bekannten Leerformeln mit Inhalt. Wer spräche heute nicht leicht und gern von «Globalisierung» Und wer verwechselte sie nicht ebenso leicht mit der Expansion der Märkte über die ganze Welt Doch eine solche «Weltwirtschaft also eine Wirtschaft in der die Kapitalakkumulation unter Einbeziehung der ganzen Welt erfolgt existierte im Westen wenigstens seit dem 16. Jahrhundert wie uns Fernand Braudel und Immanuel Wallerstein gelehrt haben. Eine globale Wirtschaft ist etwas anderes» so definiert Castells«Es ist eine Wirtschaft mit der Fähigkeit in Echtzeit als planetarische Einheit zu funktionieren.» Die Märkte heute sind weltweit «integrierte» FinanzmärkteTransaktionen in Höhe von Milliarden von Dollars «werden in den elektronischen Schaltkreisen auf dem ganzen Globus innerhalb von Sekunden abgewickelt». Das erst berechtigt die Wirtschaft im Informationszeitalter «global» zu nennen; das erst macht die globale Wirtschaft zu einer «historisch neuen Realität». Kleingedrucktes Zum anderen zeugt die Materialfülle mit der Castells seine Thesen unterfüttert von streckenweise gewiss ermüdender wohl nicht zuletzt deshalb aber selten gewordener Gewissenhaftigkeit. Dass heutzutage alles mit allem in Echtzeit zusammenhängt wer hätte das nicht gewusst «Netzwerke bilden die neue soziale Morphologie unserer Gesellschaften und die Verbreitung der Vernetzungslogik verändert die Funktionsweise und die Ergebnisse von Prozessen der Produktion Erfahrung Macht und Kultur wesentlich.» Niemand der diese Präambel des heutigen Gesellschaftsvertrags nicht unterschreiben würde. Castells jedoch hat sich die Mühe gemacht auch das Kleingedruckte zu studieren. Punkt für Punkt geht er die Fälle durch in denen die Vernetzungslogik schon konkrete Gestalt angenommen hat die Aktienmärkte Ministerräte Strassenbanden Drogenkartelle Fernsehsysteme Multimedia-Unternehmen und Genlabors ebenso wie das Netz schlechthindas Internet das schliesslich die «materielle Basis» dafür bereitstellt «dass diese Form auf die gesamte gesellschaftliche Struktur ausgreift und sie durchdringt». In allen diesen Fällen bestätigt sich dass die Dynamik der Vernetzung nicht allein aus den Anschlüssen die hergestellt werden sondern auch aus der Kluft zu jenen die ausgeschlossen bleiben resultiert. Kein Netz ohne Löcher. Eben deshalb regiert die Logik des Netzes uneingeschränkt. Man darf nur die Ausschliessungsmechanismen nicht als ihr Gegenteil sondern muss sie als Teil derselben begreifen. Dann wird auch deutlich dass der Prozess der Globalisierung und eine vormals ungeahnte Blüte «kommunaler Landschaften» nur scheinbar im Widerspruch zueinander stehen. In der Netzwerkgesellschaft gewinnt die «Macht der Ströme» wie Castells pointiert «Vorrang gegenüber den Strömen der Macht». Dadurch verlieren die Institutionen die «einstmals die Zivilgesellschaft der Industrieära ausgemacht haben» der Staat die Kirchen Parteien Gewerkschaften an Relevanz. Die «globalen Eliten die den Raum der Ströme bevölkern» spotten dieser früheren «legitimierenden Identitäten» auf der Siegerseite von Reichtum Macht und Information ebenso wie die Verlierer die auf ihr Ausgeschlossensein durch den «Ausschluss der Ausschliessenden» reagieren. Es sind «Widerstands-Identitäten» die so entstehen. Nach Castells bestimmen vor allem sie die aktuelle Lage und wenn er neben den Kämpfen um territoriale Identität neben Umweltschützern Feministinnen und wieder erwachten Familiensehnsüchten auch die Konjunktur nationalistischer und fundamentalistischer Bewegungen als Beispiele analysiert kann er sich heute wohl noch grösserer Aufmerksamkeit als beim Erscheinen des Originals gewiss sein. Der neue Nationalismus mobilisiert ein Zugehörigkeitsgefühl zu «Nationen jenseits des Staates». Das macht seine aktuelle Gefährlichkeit aus; sein Widerstandspotenzial und zugleich seine Fähigkeit ins Zeitalter der Globalisierung zu passen. Ähnlich mahnt Castells ist der islamische Fundamentalismus «keine traditionalistische Bewegung» sondern «in Wirklichkeit hypermodern». Wenn man denn schon einen Feind in ihm sehen soll täte man also gut daran wie bereits Carl Schmitt empfahl zu erkennen wie sehr die Bedrohung die von ihm ausgeht vorab «die eigene Frage als Gestalt» vor Augen führt. Die Gegenwart insgesamt kennzeichnet ein Mangel an «Projektidentitäten» wie Castells die Formierung neuer zivilgesellschaftlicher Einheiten nennt. Kann sein dass sie sich irgendwann aus den derzeitigen Widerstandsformen herausbilden werden. Aber hier mag sich Castells noch nicht so recht festlegen. «Nichts besagt neue Identitäten müssten auftauchen neue soziale Bewegungen müssten die Gesellschaft neu erschaffen und neue Institutionen würden wieder aufgebaut hin auf die lendemains qui chantent.» Bis auf weiteres herrscht der «Gegensatz zwischen nicht identifizierten Strömen samt ihren Nutzniessern und gegeneinander abgeschlossenen Identitäten». Verwüstung also hier wie dort. Und die insistierende Wahrheit dass das kein Wunder ist. Denn natürlich«Die Macht regiert noch immer die Gesellschaft; sie prägt und beherrscht uns noch immer.» So sehr sie sich auch in vielerlei Hinsicht geändert hat scheint sie in anderer Hinsicht doch immer ganz die Alte zu bleiben. Bernhard Dotzler Perlentaucher.de Buchnotiz zu Die Tageszeitung 20.11.2001 Für den Leser dieses Bandes "tut sich ein neuer Kontinent auf" schreibt Rezensent Robert Misik. Der Autor bietet seiner Ansicht nach auf 632 Seiten eine "brillante Synthese" der Umwälzungen die durch das Internet entstanden sind. Die Welt entwickelt sich anders als früher lehre CastellsSie lasse sich nicht mehr nach "industrialisierter Welt" und "Entwicklungsländern" unterscheiden - jetzt gehe es um "online oder offline". Es sei eine "regelrechte Netzwerkmentalität" entstanden übermittelt der Rezensent von der ebenso Großkonzerne wie Globalisierungsgegner profitierten. Auch warnende Hinweise hat Misik dem Werk entnommenDie neue Technik ist "noch lange nicht" neutral nur weil unterschiedlichste Interessenten sie nutzen könnten. Castells belege seine Ausführungen mit einer Fülle von Zahlen Daten und Statistiken ohne banal zu werden. So gelinge es ihm die Gegenwart "auf neuartige Weise" einzufangen lobt der Rezensent. Das Informationszeitalter Bd.2 Die Macht der Identität Das Informationszeitalter Wirtschaft. Gesellschaft. Kultur. Bd. 1 Der Aufstieg der Netzwerkgesellschaft Manuel Castells <br/><br/>Informationsverarbeitung Kommunikation Informationstechnologie Unesco US Agency for International Development Die Ära der Information Manuel Castells' monumentale Analyse Wie in der Vergangenheit die erste und zweite industrielle Revolution so erweist sich gegenwärtig die informationstechnologische Revolution als allumfassend. Zu sehr durchdringen die Veränderungen der Informationsverarbeitung und der Kommunikation sämtliche Lebensbereiche als dass sie neutral heissen könnten. Zudem betreffen sie zwar alles und jeden nur nicht wenn es um die Segnungen geht die die neuen Technologien angeblich mit sich bringen. Das Gefälle zwischen Armen und Reichen hat sich nur noch einmal vergrössert hinzugekommen ist der Riss zwischen den information rich und den information poor. «Wir beobachten» schreibt Manuel Castells «zeitgleich nebeneinander das Entfesseln der gewaltigen Produktivkräfte der informationellen Revolution und die Konsolidierung schwarzer Löcher menschlichen Elends innerhalb der globalen Wirtschaft sei es in Burkina Faso in den South Bronx in Kamagasaki in Chiapas oder in La Courneuve.» Wahrlich also die Wüste wächst und das nicht auf Grund vorübergehender Mängel sondern gemäss der ureigensten Logik des Systems. Wie autonom so Castells «schalten die globalen Netzwerke des instrumentellen Austauschs Individuen Gruppen Regionen und sogar ganze Länder an und ab je nach ihrer Bedeutung für die Erfüllung der Ziele die in dem jeweiligen Netzwerk in einem nicht abreissenden Strom strategischer Entscheidungen verfolgt werden». Dennoch ja vielleicht umso mehr soll ihre Entwicklung als Gegenstand «der Forschung und nicht des Schicksals» zu begreifen sein jedenfalls soweit es um den «Bereich bewussten sozialen Handelns und die komplexe Matrix der Interaktion zwischen den technologischen Mächten die unsere Spezies entfesselt hat und der Spezies selber» geht um Soziologie also um Politik. Illustre Figur Es ist die alte spätestens seit Marx insistierende Frage die sich wie einst an die Industriegesellschaft nun also an die «Netzwerkgesellschaft» richtet nämlich die Frage nach den Möglichkeiten der Partizipation an den Mächten die die Geschicke der Menschheit bestimmen. Und Manuel Castells scheint wie prädestiniert diese Frage zu stellen. Vor der Diktatur Francos aus seiner Heimat Katalonien geflohen forschte und lehrte er zunächst in Nanterre und Paris just ab Ende der sechziger Jahre als die Theorie auf die Strasse ging. 1979 dann wechselte er an die traditionell als «links» geltende Universität Berkeley wo er seitdem als Professor für Soziologie und Stadt- und Regionalplanung firmiert. Daneben war er aber auch als Berater in unmittelbarer Politiknähe tätig so für die Unesco und die US Agency for International Development für die Regierungen Brasiliens Chiles Ecuadors Frankreichs Mexikos Portugals und Spaniens für die Europäische Union für die Volksrepublik China und für Boris Jelzin während dessen erster Amtsperiode. Castells ist also durchaus eine illustre Figur mit Zugang zu den Hebeln der Macht und gewiss hat es auch damit zu tun wenn sein dreibändiges Opus magnum «Das Informationszeitalter» ein erstaunlich hohes Interesse ausgelöst hat«auf der ganzen Welt» wie er selber konstatiert und «nicht nur in Hochschulkreisen sondern auch in den Medien und bei den Menschen generell». Das englische Original erschien von 1996 bis 1998; die deutschsprachige Ausgabe ist soeben bei Band II angelangt. Dabei handelt es sich um mehr als eine blosse Übersetzung. Vielmehr hat der Autor noch einmal Hand angelegt um seine Analysen fast bis zur letzten Minute vor der Jahrtausendwende zu aktualisieren. Insbesondere die jüngsten Entwicklungen auf dem Gebiet der Biotechnologie haben auf diese Weise noch Eingang gefunden. Auch sie tragen ja inzwischen das Moment einer «wachsenden materiellen ebenso wie methodologischen Verflechtung zwischen der biologischen und der mikroelektronischen Revolution» offen vor sich her. Entsprechend ist diese Beobachtung an sich nicht unbedingt originell zu nennen und so die Thematik überhaupt. Das Buch könnte man sagen ist dennoch besser als der Ruf der dem Autor vorauseilt«Guru des Informationszeitalters» soll laut Verlagswerbung eins der meistgelesenen deutschen Wochenmagazine ihn genannt haben. Nicht dass die grossen Linien die er aufzeigt sehr überraschend oder gar sperrig zu nennen wären; und die Menge an Details die ganze Monumentalität seines Werks erschlagend wie «Das Kapital» verdankt sich vorderhand auch nur grosskompilatorischem Fleiss. Aber dieser Fleiss füllt zum einen die sonst bis zum Überdruss bekannten Leerformeln mit Inhalt. Wer spräche heute nicht leicht und gern von «Globalisierung» Und wer verwechselte sie nicht ebenso leicht mit der Expansion der Märkte über die ganze Welt Doch eine solche «Weltwirtschaft also eine Wirtschaft in der die Kapitalakkumulation unter Einbeziehung der ganzen Welt erfolgt existierte im Westen wenigstens seit dem 16. Jahrhundert wie uns Fernand Braudel und Immanuel Wallerstein gelehrt haben. Eine globale Wirtschaft ist etwas anderes» so definiert Castells«Es ist eine Wirtschaft mit der Fähigkeit in Echtzeit als planetarische Einheit zu funktionieren.» Die Märkte heute sind weltweit «integrierte» FinanzmärkteTransaktionen in Höhe von Milliarden von Dollars «werden in den elektronischen Schaltkreisen auf dem ganzen Globus innerhalb von Sekunden abgewickelt». Das erst berechtigt die Wirtschaft im Informationszeitalter «global» zu nennen; das erst macht die globale Wirtschaft zu einer «historisch neuen Realität». Kleingedrucktes Zum anderen zeugt die Materialfülle mit der Castells seine Thesen unterfüttert von streckenweise gewiss ermüdender wohl nicht zuletzt deshalb aber selten gewordener Gewissenhaftigkeit. Dass heutzutage alles mit allem in Echtzeit zusammenhängt wer hätte das nicht gewusst «Netzwerke bilden die neue soziale Morphologie unserer Gesellschaften und die Verbreitung der Vernetzungslogik verändert die Funktionsweise und die Ergebnisse von Prozessen der Produktion Erfahrung Macht und Kultur wesentlich.» Niemand der diese Präambel des heutigen Gesellschaftsvertrags nicht unterschreiben würde. Castells jedoch hat sich die Mühe gemacht auch das Kleingedruckte zu studieren. Punkt für Punkt geht er die Fälle durch in denen die Vernetzungslogik schon konkrete Gestalt angenommen hat die Aktienmärkte Ministerräte Strassenbanden Drogenkartelle Fernsehsysteme Multimedia-Unternehmen und Genlabors ebenso wie das Netz schlechthindas Internet das schliesslich die «materielle Basis» dafür bereitstellt «dass diese Form auf die gesamte gesellschaftliche Struktur ausgreift und sie durchdringt». In allen diesen Fällen bestätigt sich dass die Dynamik der Vernetzung nicht allein aus den Anschlüssen die hergestellt werden sondern auch aus der Kluft zu jenen die ausgeschlossen bleiben resultiert. Kein Netz ohne Löcher. Eben deshalb regiert die Logik des Netzes uneingeschränkt. Man darf nur die Ausschliessungsmechanismen nicht als ihr Gegenteil sondern muss sie als Teil derselben begreifen. Dann wird auch deutlich dass der Prozess der Globalisierung und eine vormals ungeahnte Blüte «kommunaler Landschaften» nur scheinbar im Widerspruch zueinander stehen. In der Netzwerkgesellschaft gewinnt die «Macht der Ströme» wie Castells pointiert «Vorrang gegenüber den Strömen der Macht». Dadurch verlieren die Institutionen die «einstmals die Zivilgesellschaft der Industrieära ausgemacht haben» der Staat die Kirchen Parteien Gewerkschaften an Relevanz. Die «globalen Eliten die den Raum der Ströme bevölkern» spotten dieser früheren «legitimierenden Identitäten» auf der Siegerseite von Reichtum Macht und Information ebenso wie die Verlierer die auf ihr Ausgeschlossensein durch den «Ausschluss der Ausschliessenden» reagieren. Es sind «Widerstands-Identitäten» die so entstehen. Nach Castells bestimmen vor allem sie die aktuelle Lage und wenn er neben den Kämpfen um territoriale Identität neben Umweltschützern Feministinnen und wieder erwachten Familiensehnsüchten auch die Konjunktur nationalistischer und fundamentalistischer Bewegungen als Beispiele analysiert kann er sich heute wohl noch grösserer Aufmerksamkeit als beim Erscheinen des Originals gewiss sein. Der neue Nationalismus mobilisiert ein Zugehörigkeitsgefühl zu «Nationen jenseits des Staates». Das macht seine aktuelle Gefährlichkeit aus; sein Widerstandspotenzial und zugleich seine Fähigkeit ins Zeitalter der Globalisierung zu passen. Ähnlich mahnt Castells ist der islamische Fundamentalismus «keine traditionalistische Bewegung» sondern «in Wirklichkeit hypermodern». Wenn man denn schon einen Feind in ihm sehen soll täte man also gut daran wie bereits Carl Schmitt empfahl zu erkennen wie sehr die Bedrohung die von ihm ausgeht vorab «die eigene Frage als Gestalt» vor Augen führt. Die Gegenwart insgesamt kennzeichnet ein Mangel an «Projektidentitäten» wie Castells die Formierung neuer zivilgesellschaftlicher Einheiten nennt. Kann sein dass sie sich irgendwann aus den derzeitigen Widerstandsformen herausbilden werden. Aber hier mag sich Castells noch nicht so recht festlegen. «Nichts besagt neue Identitäten müssten auftauchen neue soziale Bewegungen müssten die Gesellschaft neu erschaffen und neue Institutionen würden wieder aufgebaut hin auf die lendemains qui chantent.» Bis auf weiteres herrscht der «Gegensatz zwischen nicht identifizierten Strömen samt ihren Nutzniessern und gegeneinander abgeschlossenen Identitäten». Verwüstung also hier wie dort. Und die insistierende Wahrheit dass das kein Wunder ist. Denn natürlich«Die Macht regiert noch immer die Gesellschaft; sie prägt und beherrscht uns noch immer.» So sehr sie sich auch in vielerlei Hinsicht geändert hat scheint sie in anderer Hinsicht doch immer ganz die Alte zu bleiben. Bernhard Dotzler Perlentaucher.de Buchnotiz zu Die Tageszeitung 20.11.2001 Für den Leser dieses Bandes "tut sich ein neuer Kontinent auf" schreibt Rezensent Robert Misik. Der Autor bietet seiner Ansicht nach auf 632 Seiten eine "brillante Synthese" der Umwälzungen die durch das Internet entstanden sind. Die Welt entwickelt sich anders als früher lehre CastellsSie lasse sich nicht mehr nach "industrialisierter Welt" und "Entwicklungsländern" unterscheiden - jetzt gehe es um "online oder offline". Es sei eine "regelrechte Netzwerkmentalität" entstanden übermittelt der Rezensent von der ebenso Großkonzerne wie Globalisierungsgegner profitierten. Auch warnende Hinweise hat Misik dem Werk entnommenDie neue Technik ist "noch lange nicht" neutral nur weil unterschiedlichste Interessenten sie nutzen könnten. Castells belege seine Ausführungen mit einer Fülle von Zahlen Daten und Statistiken ohne banal zu werden. So gelinge es ihm die Gegenwart "auf neuartige Weise" einzufangen lobt der Rezensent. Das Informationszeitalter Bd.2 Die Macht der Identität Das Informationszeitalter Wirtschaft. Gesellschaft. Kultur. Bd. 1 Der Aufstieg der Netzwerkgesellschaft Manuel Castells Vs Verlag hardcover
2001BN11436Leske Budrich 2001. 2001. Hardcover. 252 x 182 x 42 cm. Das Informationszeitalter Wirtschaft. Gesellschaft. Kultur. Bd. 1Der Aufstieg der Netzwerkgesellschaft Gebundene AusgabeManuel Castells Autor <br/><br/>Das Informationszeitalter Wirtschaft. Gesellschaft. Kultur. Bd. 1Der Aufstieg der Netzwerkgesellschaft Gebundene AusgabeManuel Castells Autor Leske + Budrich hardcover
2001BN5984Leske Budrich Gmbh Auflage: 1 2001. Auflage: 1 2001. Hardcover. 252 x 182 x 42 cm. Die Ära der Information Manuel Castells' monumentale Analyse Wie in der Vergangenheit die erste und zweite industrielle Revolution so erweist sich gegenwärtig die informationstechnologische Revolution als allumfassend. Zu sehr durchdringen die Veränderungen der Informationsverarbeitung und der Kommunikation sämtliche Lebensbereiche als dass sie neutral heissen könnten. Zudem betreffen sie zwar alles und jeden nur nicht wenn es um die Segnungen geht die die neuen Technologien angeblich mit sich bringen. Das Gefälle zwischen Armen und Reichen hat sich nur noch einmal vergrössert hinzugekommen ist der Riss zwischen den information rich und den information poor. «Wir beobachten» schreibt Manuel Castells «zeitgleich nebeneinander das Entfesseln der gewaltigen Produktivkräfte der informationellen Revolution und die Konsolidierung schwarzer Löcher menschlichen Elends innerhalb der globalen Wirtschaft sei es in Burkina Faso in den South Bronx in Kamagasaki in Chiapas oder in La Courneuve.» Wahrlich also die Wüste wächst und das nicht auf Grund vorübergehender Mängel sondern gemäss der ureigensten Logik des Systems. Wie autonom so Castells «schalten die globalen Netzwerke des instrumentellen Austauschs Individuen Gruppen Regionen und sogar ganze Länder an und ab je nach ihrer Bedeutung für die Erfüllung der Ziele die in dem jeweiligen Netzwerk in einem nicht abreissenden Strom strategischer Entscheidungen verfolgt werden». Dennoch ja vielleicht umso mehr soll ihre Entwicklung als Gegenstand «der Forschung und nicht des Schicksals» zu begreifen sein jedenfalls soweit es um den «Bereich bewussten sozialen Handelns und die komplexe Matrix der Interaktion zwischen den technologischen Mächten die unsere Spezies entfesselt hat und der Spezies selber» geht um Soziologie also um Politik. Illustre Figur Es ist die alte spätestens seit Marx insistierende Frage die sich wie einst an die Industriegesellschaft nun also an die «Netzwerkgesellschaft» richtet nämlich die Frage nach den Möglichkeiten der Partizipation an den Mächten die die Geschicke der Menschheit bestimmen. Und Manuel Castells scheint wie prädestiniert diese Frage zu stellen. Vor der Diktatur Francos aus seiner Heimat Katalonien geflohen forschte und lehrte er zunächst in Nanterre und Paris just ab Ende der sechziger Jahre als die Theorie auf die Strasse ging. 1979 dann wechselte er an die traditionell als «links» geltende Universität Berkeley wo er seitdem als Professor für Soziologie und Stadt- und Regionalplanung firmiert. Daneben war er aber auch als Berater in unmittelbarer Politiknähe tätig so für die Unesco und die US Agency for International Development für die Regierungen Brasiliens Chiles Ecuadors Frankreichs Mexikos Portugals und Spaniens für die Europäische Union für die Volksrepublik China und für Boris Jelzin während dessen erster Amtsperiode. Castells ist also durchaus eine illustre Figur mit Zugang zu den Hebeln der Macht und gewiss hat es auch damit zu tun wenn sein dreibändiges Opus magnum «Das Informationszeitalter» ein erstaunlich hohes Interesse ausgelöst hat«auf der ganzen Welt» wie er selber konstatiert und «nicht nur in Hochschulkreisen sondern auch in den Medien und bei den Menschen generell». Das englische Original erschien von 1996 bis 1998; die deutschsprachige Ausgabe ist soeben bei Band II angelangt. Dabei handelt es sich um mehr als eine blosse Übersetzung. Vielmehr hat der Autor noch einmal Hand angelegt um seine Analysen fast bis zur letzten Minute vor der Jahrtausendwende zu aktualisieren. Insbesondere die jüngsten Entwicklungen auf dem Gebiet der Biotechnologie haben auf diese Weise noch Eingang gefunden. Auch sie tragen ja inzwischen das Moment einer «wachsenden materiellen ebenso wie methodologischen Verflechtung zwischen der biologischen und der mikroelektronischen Revolution» offen vor sich her. Entsprechend ist diese Beobachtung an sich nicht unbedingt originell zu nennen und so die Thematik überhaupt. Das Buch könnte man sagen ist dennoch besser als der Ruf der dem Autor vorauseilt«Guru des Informationszeitalters» soll laut Verlagswerbung eins der meistgelesenen deutschen Wochenmagazine ihn genannt haben. Nicht dass die grossen Linien die er aufzeigt sehr überraschend oder gar sperrig zu nennen wären; und die Menge an Details die ganze Monumentalität seines Werks erschlagend wie «Das Kapital» verdankt sich vorderhand auch nur grosskompilatorischem Fleiss. Aber dieser Fleiss füllt zum einen die sonst bis zum Überdruss bekannten Leerformeln mit Inhalt. Wer spräche heute nicht leicht und gern von «Globalisierung» Und wer verwechselte sie nicht ebenso leicht mit der Expansion der Märkte über die ganze Welt Doch eine solche «Weltwirtschaft also eine Wirtschaft in der die Kapitalakkumulation unter Einbeziehung der ganzen Welt erfolgt existierte im Westen wenigstens seit dem 16. Jahrhundert wie uns Fernand Braudel und Immanuel Wallerstein gelehrt haben. Eine globale Wirtschaft ist etwas anderes» so definiert Castells«Es ist eine Wirtschaft mit der Fähigkeit in Echtzeit als planetarische Einheit zu funktionieren.» Die Märkte heute sind weltweit «integrierte» FinanzmärkteTransaktionen in Höhe von Milliarden von Dollars «werden in den elektronischen Schaltkreisen auf dem ganzen Globus innerhalb von Sekunden abgewickelt». Das erst berechtigt die Wirtschaft im Informationszeitalter «global» zu nennen; das erst macht die globale Wirtschaft zu einer «historisch neuen Realität». Kleingedrucktes Zum anderen zeugt die Materialfülle mit der Castells seine Thesen unterfüttert von streckenweise gewiss ermüdender wohl nicht zuletzt deshalb aber selten gewordener Gewissenhaftigkeit. Dass heutzutage alles mit allem in Echtzeit zusammenhängt wer hätte das nicht gewusst «Netzwerke bilden die neue soziale Morphologie unserer Gesellschaften und die Verbreitung der Vernetzungslogik verändert die Funktionsweise und die Ergebnisse von Prozessen der Produktion Erfahrung Macht und Kultur wesentlich.» Niemand der diese Präambel des heutigen Gesellschaftsvertrags nicht unterschreiben würde. Castells jedoch hat sich die Mühe gemacht auch das Kleingedruckte zu studieren. Punkt für Punkt geht er die Fälle durch in denen die Vernetzungslogik schon konkrete Gestalt angenommen hat die Aktienmärkte Ministerräte Strassenbanden Drogenkartelle Fernsehsysteme Multimedia-Unternehmen und Genlabors ebenso wie das Netz schlechthindas Internet das schliesslich die «materielle Basis» dafür bereitstellt «dass diese Form auf die gesamte gesellschaftliche Struktur ausgreift und sie durchdringt». In allen diesen Fällen bestätigt sich dass die Dynamik der Vernetzung nicht allein aus den Anschlüssen die hergestellt werden sondern auch aus der Kluft zu jenen die ausgeschlossen bleiben resultiert. Kein Netz ohne Löcher. Eben deshalb regiert die Logik des Netzes uneingeschränkt. Man darf nur die Ausschliessungsmechanismen nicht als ihr Gegenteil sondern muss sie als Teil derselben begreifen. Dann wird auch deutlich dass der Prozess der Globalisierung und eine vormals ungeahnte Blüte «kommunaler Landschaften» nur scheinbar im Widerspruch zueinander stehen. In der Netzwerkgesellschaft gewinnt die «Macht der Ströme» wie Castells pointiert «Vorrang gegenüber den Strömen der Macht». Dadurch verlieren die Institutionen die «einstmals die Zivilgesellschaft der Industrieära ausgemacht haben» der Staat die Kirchen Parteien Gewerkschaften an Relevanz. Die «globalen Eliten die den Raum der Ströme bevölkern» spotten dieser früheren «legitimierenden Identitäten» auf der Siegerseite von Reichtum Macht und Information ebenso wie die Verlierer die auf ihr Ausgeschlossensein durch den «Ausschluss der Ausschliessenden» reagieren. Es sind «Widerstands-Identitäten» die so entstehen. Nach Castells bestimmen vor allem sie die aktuelle Lage und wenn er neben den Kämpfen um territoriale Identität neben Umweltschützern Feministinnen und wieder erwachten Familiensehnsüchten auch die Konjunktur nationalistischer und fundamentalistischer Bewegungen als Beispiele analysiert kann er sich heute wohl noch grösserer Aufmerksamkeit als beim Erscheinen des Originals gewiss sein. Der neue Nationalismus mobilisiert ein Zugehörigkeitsgefühl zu «Nationen jenseits des Staates». Das macht seine aktuelle Gefährlichkeit aus; sein Widerstandspotenzial und zugleich seine Fähigkeit ins Zeitalter der Globalisierung zu passen. Ähnlich mahnt Castells ist der islamische Fundamentalismus «keine traditionalistische Bewegung» sondern «in Wirklichkeit hypermodern». Wenn man denn schon einen Feind in ihm sehen soll täte man also gut daran wie bereits Carl Schmitt empfahl zu erkennen wie sehr die Bedrohung die von ihm ausgeht vorab «die eigene Frage als Gestalt» vor Augen führt. Die Gegenwart insgesamt kennzeichnet ein Mangel an «Projektidentitäten» wie Castells die Formierung neuer zivilgesellschaftlicher Einheiten nennt. Kann sein dass sie sich irgendwann aus den derzeitigen Widerstandsformen herausbilden werden. Aber hier mag sich Castells noch nicht so recht festlegen. «Nichts besagt neue Identitäten müssten auftauchen neue soziale Bewegungen müssten die Gesellschaft neu erschaffen und neue Institutionen würden wieder aufgebaut hin auf die lendemains qui chantent.» Bis auf weiteres herrscht der «Gegensatz zwischen nicht identifizierten Strömen samt ihren Nutzniessern und gegeneinander abgeschlossenen Identitäten». Verwüstung also hier wie dort. Und die insistierende Wahrheit dass das kein Wunder ist. Denn natürlich«Die Macht regiert noch immer die Gesellschaft; sie prägt und beherrscht uns noch immer.» So sehr sie sich auch in vielerlei Hinsicht geändert hat scheint sie in anderer Hinsicht doch immer ganz die Alte zu bleiben. Bernhard Dotzler Perlentaucher.de Buchnotiz zu Die Tageszeitung 20.11.2001 Für den Leser dieses Bandes "tut sich ein neuer Kontinent auf" schreibt Rezensent Robert Misik. Der Autor bietet seiner Ansicht nach auf 632 Seiten eine "brillante Synthese" der Umwälzungen die durch das Internet entstanden sind. Die Welt entwickelt sich anders als früher lehre CastellsSie lasse sich nicht mehr nach "industrialisierter Welt" und "Entwicklungsländern" unterscheiden - jetzt gehe es um "online oder offline". Es sei eine "regelrechte Netzwerkmentalität" entstanden übermittelt der Rezensent von der ebenso Großkonzerne wie Globalisierungsgegner profitierten. Auch warnende Hinweise hat Misik dem Werk entnommenDie neue Technik ist "noch lange nicht" neutral nur weil unterschiedlichste Interessenten sie nutzen könnten. Castells belege seine Ausführungen mit einer Fülle von Zahlen Daten und Statistiken ohne banal zu werden. So gelinge es ihm die Gegenwart "auf neuartige Weise" einzufangen lobt der Rezensent. Das Informationszeitalter Wirtschaft. Gesellschaft. Kultur. Bd. 1Der Aufstieg der Netzwerkgesellschaft Manuel Castells <br/><br/>Die Ära der Information Manuel Castells' monumentale Analyse Wie in der Vergangenheit die erste und zweite industrielle Revolution so erweist sich gegenwärtig die informationstechnologische Revolution als allumfassend. Zu sehr durchdringen die Veränderungen der Informationsverarbeitung und der Kommunikation sämtliche Lebensbereiche als dass sie neutral heissen könnten. Zudem betreffen sie zwar alles und jeden nur nicht wenn es um die Segnungen geht die die neuen Technologien angeblich mit sich bringen. Das Gefälle zwischen Armen und Reichen hat sich nur noch einmal vergrössert hinzugekommen ist der Riss zwischen den information rich und den information poor. «Wir beobachten» schreibt Manuel Castells «zeitgleich nebeneinander das Entfesseln der gewaltigen Produktivkräfte der informationellen Revolution und die Konsolidierung schwarzer Löcher menschlichen Elends innerhalb der globalen Wirtschaft sei es in Burkina Faso in den South Bronx in Kamagasaki in Chiapas oder in La Courneuve.» Wahrlich also die Wüste wächst und das nicht auf Grund vorübergehender Mängel sondern gemäss der ureigensten Logik des Systems. Wie autonom so Castells «schalten die globalen Netzwerke des instrumentellen Austauschs Individuen Gruppen Regionen und sogar ganze Länder an und ab je nach ihrer Bedeutung für die Erfüllung der Ziele die in dem jeweiligen Netzwerk in einem nicht abreissenden Strom strategischer Entscheidungen verfolgt werden». Dennoch ja vielleicht umso mehr soll ihre Entwicklung als Gegenstand «der Forschung und nicht des Schicksals» zu begreifen sein jedenfalls soweit es um den «Bereich bewussten sozialen Handelns und die komplexe Matrix der Interaktion zwischen den technologischen Mächten die unsere Spezies entfesselt hat und der Spezies selber» geht um Soziologie also um Politik. Illustre Figur Es ist die alte spätestens seit Marx insistierende Frage die sich wie einst an die Industriegesellschaft nun also an die «Netzwerkgesellschaft» richtet nämlich die Frage nach den Möglichkeiten der Partizipation an den Mächten die die Geschicke der Menschheit bestimmen. Und Manuel Castells scheint wie prädestiniert diese Frage zu stellen. Vor der Diktatur Francos aus seiner Heimat Katalonien geflohen forschte und lehrte er zunächst in Nanterre und Paris just ab Ende der sechziger Jahre als die Theorie auf die Strasse ging. 1979 dann wechselte er an die traditionell als «links» geltende Universität Berkeley wo er seitdem als Professor für Soziologie und Stadt- und Regionalplanung firmiert. Daneben war er aber auch als Berater in unmittelbarer Politiknähe tätig so für die Unesco und die US Agency for International Development für die Regierungen Brasiliens Chiles Ecuadors Frankreichs Mexikos Portugals und Spaniens für die Europäische Union für die Volksrepublik China und für Boris Jelzin während dessen erster Amtsperiode. Castells ist also durchaus eine illustre Figur mit Zugang zu den Hebeln der Macht und gewiss hat es auch damit zu tun wenn sein dreibändiges Opus magnum «Das Informationszeitalter» ein erstaunlich hohes Interesse ausgelöst hat«auf der ganzen Welt» wie er selber konstatiert und «nicht nur in Hochschulkreisen sondern auch in den Medien und bei den Menschen generell». Das englische Original erschien von 1996 bis 1998; die deutschsprachige Ausgabe ist soeben bei Band II angelangt. Dabei handelt es sich um mehr als eine blosse Übersetzung. Vielmehr hat der Autor noch einmal Hand angelegt um seine Analysen fast bis zur letzten Minute vor der Jahrtausendwende zu aktualisieren. Insbesondere die jüngsten Entwicklungen auf dem Gebiet der Biotechnologie haben auf diese Weise noch Eingang gefunden. Auch sie tragen ja inzwischen das Moment einer «wachsenden materiellen ebenso wie methodologischen Verflechtung zwischen der biologischen und der mikroelektronischen Revolution» offen vor sich her. Entsprechend ist diese Beobachtung an sich nicht unbedingt originell zu nennen und so die Thematik überhaupt. Das Buch könnte man sagen ist dennoch besser als der Ruf der dem Autor vorauseilt«Guru des Informationszeitalters» soll laut Verlagswerbung eins der meistgelesenen deutschen Wochenmagazine ihn genannt haben. Nicht dass die grossen Linien die er aufzeigt sehr überraschend oder gar sperrig zu nennen wären; und die Menge an Details die ganze Monumentalität seines Werks erschlagend wie «Das Kapital» verdankt sich vorderhand auch nur grosskompilatorischem Fleiss. Aber dieser Fleiss füllt zum einen die sonst bis zum Überdruss bekannten Leerformeln mit Inhalt. Wer spräche heute nicht leicht und gern von «Globalisierung» Und wer verwechselte sie nicht ebenso leicht mit der Expansion der Märkte über die ganze Welt Doch eine solche «Weltwirtschaft also eine Wirtschaft in der die Kapitalakkumulation unter Einbeziehung der ganzen Welt erfolgt existierte im Westen wenigstens seit dem 16. Jahrhundert wie uns Fernand Braudel und Immanuel Wallerstein gelehrt haben. Eine globale Wirtschaft ist etwas anderes» so definiert Castells«Es ist eine Wirtschaft mit der Fähigkeit in Echtzeit als planetarische Einheit zu funktionieren.» Die Märkte heute sind weltweit «integrierte» FinanzmärkteTransaktionen in Höhe von Milliarden von Dollars «werden in den elektronischen Schaltkreisen auf dem ganzen Globus innerhalb von Sekunden abgewickelt». Das erst berechtigt die Wirtschaft im Informationszeitalter «global» zu nennen; das erst macht die globale Wirtschaft zu einer «historisch neuen Realität». Kleingedrucktes Zum anderen zeugt die Materialfülle mit der Castells seine Thesen unterfüttert von streckenweise gewiss ermüdender wohl nicht zuletzt deshalb aber selten gewordener Gewissenhaftigkeit. Dass heutzutage alles mit allem in Echtzeit zusammenhängt wer hätte das nicht gewusst «Netzwerke bilden die neue soziale Morphologie unserer Gesellschaften und die Verbreitung der Vernetzungslogik verändert die Funktionsweise und die Ergebnisse von Prozessen der Produktion Erfahrung Macht und Kultur wesentlich.» Niemand der diese Präambel des heutigen Gesellschaftsvertrags nicht unterschreiben würde. Castells jedoch hat sich die Mühe gemacht auch das Kleingedruckte zu studieren. Punkt für Punkt geht er die Fälle durch in denen die Vernetzungslogik schon konkrete Gestalt angenommen hat die Aktienmärkte Ministerräte Strassenbanden Drogenkartelle Fernsehsysteme Multimedia-Unternehmen und Genlabors ebenso wie das Netz schlechthindas Internet das schliesslich die «materielle Basis» dafür bereitstellt «dass diese Form auf die gesamte gesellschaftliche Struktur ausgreift und sie durchdringt». In allen diesen Fällen bestätigt sich dass die Dynamik der Vernetzung nicht allein aus den Anschlüssen die hergestellt werden sondern auch aus der Kluft zu jenen die ausgeschlossen bleiben resultiert. Kein Netz ohne Löcher. Eben deshalb regiert die Logik des Netzes uneingeschränkt. Man darf nur die Ausschliessungsmechanismen nicht als ihr Gegenteil sondern muss sie als Teil derselben begreifen. Dann wird auch deutlich dass der Prozess der Globalisierung und eine vormals ungeahnte Blüte «kommunaler Landschaften» nur scheinbar im Widerspruch zueinander stehen. In der Netzwerkgesellschaft gewinnt die «Macht der Ströme» wie Castells pointiert «Vorrang gegenüber den Strömen der Macht». Dadurch verlieren die Institutionen die «einstmals die Zivilgesellschaft der Industrieära ausgemacht haben» der Staat die Kirchen Parteien Gewerkschaften an Relevanz. Die «globalen Eliten die den Raum der Ströme bevölkern» spotten dieser früheren «legitimierenden Identitäten» auf der Siegerseite von Reichtum Macht und Information ebenso wie die Verlierer die auf ihr Ausgeschlossensein durch den «Ausschluss der Ausschliessenden» reagieren. Es sind «Widerstands-Identitäten» die so entstehen. Nach Castells bestimmen vor allem sie die aktuelle Lage und wenn er neben den Kämpfen um territoriale Identität neben Umweltschützern Feministinnen und wieder erwachten Familiensehnsüchten auch die Konjunktur nationalistischer und fundamentalistischer Bewegungen als Beispiele analysiert kann er sich heute wohl noch grösserer Aufmerksamkeit als beim Erscheinen des Originals gewiss sein. Der neue Nationalismus mobilisiert ein Zugehörigkeitsgefühl zu «Nationen jenseits des Staates». Das macht seine aktuelle Gefährlichkeit aus; sein Widerstandspotenzial und zugleich seine Fähigkeit ins Zeitalter der Globalisierung zu passen. Ähnlich mahnt Castells ist der islamische Fundamentalismus «keine traditionalistische Bewegung» sondern «in Wirklichkeit hypermodern». Wenn man denn schon einen Feind in ihm sehen soll täte man also gut daran wie bereits Carl Schmitt empfahl zu erkennen wie sehr die Bedrohung die von ihm ausgeht vorab «die eigene Frage als Gestalt» vor Augen führt. Die Gegenwart insgesamt kennzeichnet ein Mangel an «Projektidentitäten» wie Castells die Formierung neuer zivilgesellschaftlicher Einheiten nennt. Kann sein dass sie sich irgendwann aus den derzeitigen Widerstandsformen herausbilden werden. Aber hier mag sich Castells noch nicht so recht festlegen. «Nichts besagt neue Identitäten müssten auftauchen neue soziale Bewegungen müssten die Gesellschaft neu erschaffen und neue Institutionen würden wieder aufgebaut hin auf die lendemains qui chantent.» Bis auf weiteres herrscht der «Gegensatz zwischen nicht identifizierten Strömen samt ihren Nutzniessern und gegeneinander abgeschlossenen Identitäten». Verwüstung also hier wie dort. Und die insistierende Wahrheit dass das kein Wunder ist. Denn natürlich«Die Macht regiert noch immer die Gesellschaft; sie prägt und beherrscht uns noch immer.» So sehr sie sich auch in vielerlei Hinsicht geändert hat scheint sie in anderer Hinsicht doch immer ganz die Alte zu bleiben. Bernhard Dotzler Perlentaucher.de Buchnotiz zu Die Tageszeitung 20.11.2001 Für den Leser dieses Bandes "tut sich ein neuer Kontinent auf" schreibt Rezensent Robert Misik. Der Autor bietet seiner Ansicht nach auf 632 Seiten eine "brillante Synthese" der Umwälzungen die durch das Internet entstanden sind. Die Welt entwickelt sich anders als früher lehre CastellsSie lasse sich nicht mehr nach "industrialisierter Welt" und "Entwicklungsländern" unterscheiden - jetzt gehe es um "online oder offline". Es sei eine "regelrechte Netzwerkmentalität" entstanden übermittelt der Rezensent von der ebenso Großkonzerne wie Globalisierungsgegner profitierten. Auch warnende Hinweise hat Misik dem Werk entnommenDie neue Technik ist "noch lange nicht" neutral nur weil unterschiedlichste Interessenten sie nutzen könnten. Castells belege seine Ausführungen mit einer Fülle von Zahlen Daten und Statistiken ohne banal zu werden. So gelinge es ihm die Gegenwart "auf neuartige Weise" einzufangen lobt der Rezensent. Das Informationszeitalter Wirtschaft. Gesellschaft. Kultur. Bd. 1Der Aufstieg der Netzwerkgesellschaft Manuel Castells Leske + Budrich Gmbh hardcover
2003BN13758VS Verlag für Sozialwissenschaften Auflage: 2003 31. Januar 2003. Auflage: 2003 31. Januar 2003. Hardcover. 238 x 17 x 32 cm. Der Fall der Sowjetunion Ausgangspunkt dieses Bandes zeigt die Unfähigkeit zentralistischer Staatswirtschaften mit der Transformation zum Informationszeitalter fertig zu werden. Aber Ungleichheit Polarisierung und sozialer Ausschluss als Folgen der Globalisierung zeigen sich dem Autor weltweit u.a. an städtischer Armut an der Not der Kinder. Zugleich zeigt Castells dass und wie eine global organisierte Kriminalität Wirtschaft und Politik vieler Länder bedroht. Schließlich lenkt er den Blick auf den asiatisch-pazifischen Raum als einen der wichtigsten Einflussfaktoren der Weltwirtschaft. Im dritten Band liefert Castells schließlich das Resümee der Trilogie. Es bietet auf der Basis einer ungeheuren Materialfülle und -analyse die systematische Interpretation unserer Welt zur Jahrtausendwende. Der abschließende Band der Trilogie Das Informationszeitalter nach Band eins Die Netzwerkgesellschaft und Band zwei Die Macht der Identität bietet unter dem Titel Jahrtausendwende das Fazit und den Ausblick Manuel Castells' groß angelegter soziologischer Gegenwartsanalyse. Ihren Ausgang nimmt die Studie in der historischen Zäsur die der Zusammenbruch des Sowjetimperiums darstellt. Detailliert untersucht der Autor die politischen sozialen und ökonomischen Umbrüche der letzten Dekade des vergangenen Jahrtausends das den endgültigen Eintritt in das Zeitalter der Information markiert. Ausführlich behandelt der Autor die verschiedenen Erscheinungsformen der Globalisierung. Dabei widmet er sich dem Zusammenhang von "informationellem Kapitalismus" und dem Entstehung der "Vierten Welt" ebenso wie der Globalisierung organisierter Kriminalität sowie der "Entwicklung und Krise in der asiatischen Pazifikregion" einem Brennglas auf die Zusammenhänge von "Globalisierung und Staat". Sehr viel Weitblick beweist der in Berkley lehrende Amerikaner auch bei seiner Analyse des Prozesses der europäischen Einigung deren Ursprungsimpuls er als "Abfolge defensiver Reaktionen" begreift. Als der vorliegende Band 1997 in der amerikanischen Originalausgabe erschien lag der 11. September 2001 noch in weiter Ferne. In weiter Ferne nicht wegen der zeitlichen Differenz von gerade mal vier Jahren sondern weil sich das mögliche Ausmaß des Terrors und seiner gesellschaftlichen Folge- und Nebenwirkungen zu dieser Zeit noch niemand vorzustellen vermochte. Auch Manuel Castells wusste 1997 noch nicht wie sehr die USA und die Welt schon wenige Jahre später vom Terror erschüttert würden. Trotzdem eröffnet sein Werk -- auf den zweiten und besonnenen Blick -- mehr und tiefere Einsichten in manche Ursache Folge und Nebenwirkung des heutigen und des zukünftigen Terrorismus als so manche aktuelle Untersuchung die sich konkret dieser Frage widmet. Es wäre sicher verfrüht schon jetzt von einem neuen soziologischen Klassiker zu sprechen. Aber Manuell Castells' Informationszeitalter hat das Zeug dazu. Der fesselnde Versuch der je gemacht wurde die Konturen des globalen Informationszeitalters nachzuzeichnen.' Anthony Giddens New Statesman London; Diese drei Bände bilden eine monumentale und zusammenhängende Erklärung der ökonomischen gesellschaftlichen individuellen und kulturellen Veränderungen die im Zeitalter der Computerisierung auf der ganzen Welt auftreten. Es ist jedoch nicht bloß noch so ein Buch' das die informationelle Revolution ausruft. Das Verständnis dieses Werkes ist umfassend es ist von einer solchen Klarheit und Schärfe dass man sich nicht vorstellen kann dass es in der nächsten Zeit veralten könnte.' Anthony Smith President of Magdalen Colege Oxford The Times Higher Education Supplement London Manuell Castells entwirft in seinem dreibändigen Werk eine grandiose Darstellung des Informationszeitalters. Auf der Grundlage reichhaltigen empirischen Materials beschreibt analysiert und interpretiert er die Entwicklung unserer Welt von der Industriegesellschaft zur Informationsgesellschaft. Es ist "der fesselndste Versuch die Konturen des globalen Informationszeitalters nachzuzeichnen" Anthony Giddens in New Statesman London Band IIIJahrtausendwende Der dritte Band beinhaltet das Resümee der Trilogie und gibt eine fundierte Zusammenfassung der Castellschen Analyse. <br/><br/>Der Fall der Sowjetunion Ausgangspunkt dieses Bandes zeigt die Unfähigkeit zentralistischer Staatswirtschaften mit der Transformation zum Informationszeitalter fertig zu werden. Aber Ungleichheit Polarisierung und sozialer Ausschluss als Folgen der Globalisierung zeigen sich dem Autor weltweit u.a. an städtischer Armut an der Not der Kinder. Zugleich zeigt Castells dass und wie eine global organisierte Kriminalität Wirtschaft und Politik vieler Länder bedroht. Schließlich lenkt er den Blick auf den asiatisch-pazifischen Raum als einen der wichtigsten Einflussfaktoren der Weltwirtschaft. Im dritten Band liefert Castells schließlich das Resümee der Trilogie. Es bietet auf der Basis einer ungeheuren Materialfülle und -analyse die systematische Interpretation unserer Welt zur Jahrtausendwende. Der abschließende Band der Trilogie Das Informationszeitalter nach Band eins Die Netzwerkgesellschaft und Band zwei Die Macht der Identität bietet unter dem Titel Jahrtausendwende das Fazit und den Ausblick Manuel Castells' groß angelegter soziologischer Gegenwartsanalyse. Ihren Ausgang nimmt die Studie in der historischen Zäsur die der Zusammenbruch des Sowjetimperiums darstellt. Detailliert untersucht der Autor die politischen sozialen und ökonomischen Umbrüche der letzten Dekade des vergangenen Jahrtausends das den endgültigen Eintritt in das Zeitalter der Information markiert. Ausführlich behandelt der Autor die verschiedenen Erscheinungsformen der Globalisierung. Dabei widmet er sich dem Zusammenhang von "informationellem Kapitalismus" und dem Entstehung der "Vierten Welt" ebenso wie der Globalisierung organisierter Kriminalität sowie der "Entwicklung und Krise in der asiatischen Pazifikregion" einem Brennglas auf die Zusammenhänge von "Globalisierung und Staat". Sehr viel Weitblick beweist der in Berkley lehrende Amerikaner auch bei seiner Analyse des Prozesses der europäischen Einigung deren Ursprungsimpuls er als "Abfolge defensiver Reaktionen" begreift. Als der vorliegende Band 1997 in der amerikanischen Originalausgabe erschien lag der 11. September 2001 noch in weiter Ferne. In weiter Ferne nicht wegen der zeitlichen Differenz von gerade mal vier Jahren sondern weil sich das mögliche Ausmaß des Terrors und seiner gesellschaftlichen Folge- und Nebenwirkungen zu dieser Zeit noch niemand vorzustellen vermochte. Auch Manuel Castells wusste 1997 noch nicht wie sehr die USA und die Welt schon wenige Jahre später vom Terror erschüttert würden. Trotzdem eröffnet sein Werk -- auf den zweiten und besonnenen Blick -- mehr und tiefere Einsichten in manche Ursache Folge und Nebenwirkung des heutigen und des zukünftigen Terrorismus als so manche aktuelle Untersuchung die sich konkret dieser Frage widmet. Es wäre sicher verfrüht schon jetzt von einem neuen soziologischen Klassiker zu sprechen. Aber Manuell Castells' Informationszeitalter hat das Zeug dazu. Der fesselnde Versuch der je gemacht wurde die Konturen des globalen Informationszeitalters nachzuzeichnen.' Anthony Giddens New Statesman London; Diese drei Bände bilden eine monumentale und zusammenhängende Erklärung der ökonomischen gesellschaftlichen individuellen und kulturellen Veränderungen die im Zeitalter der Computerisierung auf der ganzen Welt auftreten. Es ist jedoch nicht bloß noch so ein Buch' das die informationelle Revolution ausruft. Das Verständnis dieses Werkes ist umfassend es ist von einer solchen Klarheit und Schärfe dass man sich nicht vorstellen kann dass es in der nächsten Zeit veralten könnte.' Anthony Smith President of Magdalen Colege Oxford The Times Higher Education Supplement London Manuell Castells entwirft in seinem dreibändigen Werk eine grandiose Darstellung des Informationszeitalters. Auf der Grundlage reichhaltigen empirischen Materials beschreibt analysiert und interpretiert er die Entwicklung unserer Welt von der Industriegesellschaft zur Informationsgesellschaft. Es ist "der fesselndste Versuch die Konturen des globalen Informationszeitalters nachzuzeichnen" Anthony Giddens in New Statesman London Band IIIJahrtausendwende Der dritte Band beinhaltet das Resümee der Trilogie und gibt eine fundierte Zusammenfassung der Castellschen Analyse. VS Verlag für Sozialwissenschaften hardcover
2001BN2361Leske Budrich Gmbh Auflage: 1 2001. Auflage: 1 2001. Hardcover. 252 x 182 x 42 cm. Das Informationszeitalter Wirtschaft. Gesellschaft. Kultur. Bd. 1Der Aufstieg der Netzwerkgesellschaft Manuel Castells <br/><br/>Das Informationszeitalter Wirtschaft. Gesellschaft. Kultur. Bd. 1Der Aufstieg der Netzwerkgesellschaft Manuel Castells Leske + Budrich Gmbh hardcover
BN86947Hamburg: CHP im Carlsen Verlag. Das komplette Peanuts Familien-Album. Das ultimative Standardwerk zu den Figuren von Charles M. Schulz <br/><br/> Hamburg: CHP im Carlsen Verlag unknown
38977Dresden - Leipzig, Theodor Steinkopff 1913, 235x160mm, 408Seiten, broschiert.
63-0577Berkeley CA: Fantasy Records 1980. Seven Glossy Black & White Photographs 8 x 10 inches Very Good. Berkeley, CA: Fantasy Records, 1980. unknown
0875790933New. New. Satisfaction Guaranteed or your money back. unknown
1987Q-0875790933Deseret Book Co 1987-09-01. Hardcover. New. In shrink wrap. Looks like an interesting title! Deseret Book Co hardcover
1928BOOKS311908New York NY: J. H. Sear & Company. VG/G. 1928. . Hardcover w/DJ. Sm 8vo. 246 pp. DJ rubbed frayed chipped tears shelfwear page toning . J. H. Sear & Company hardcover
1928142254London: London Book Company 1928. First UK Photoplay Edition. Photo-illustrated with stills from the film. <br/><br/>Based on the 1928 film directed by Herbert Wilcox and starring Sybil Thorndike itself based on the stage play by Berkeley. One of the most controversial British films of the silent era about the execution of British nurse Edith Cavell by German forces during World War I. <br/><br/>Near Fine in a Very Good dust jacket. Jacket is lightly chipped with several closed tears repaired with cello tape on the verso. London Book Company unknown books
1928142596London: London Book Company 1928. First UK Photoplay Edition. Photo-illustrated with stills from the film. <br/><br/>Based on the 1928 film directed by Herbert Wilcox and starring Sybil Thorndike itself based on the stage play by Berkeley. One of the most controversial British films of the silent era about the execution of British nurse Edith Cavell by German forces during World War I. <br/><br/>Very Good Plus in a Very Good dust jacket. Light edgewear spine lean faint foxing. Jacket with several chips and creases reinforced on both sides with cello tape at the top and bottom edges. London Book Company unknown books
1928B52802New York: J.H. Sears & Company 1928. Hardcover. Very Good/Good. Orange stamped blue cloth boards in dust jacket octavo 246pp. not illustrated. Book has mild edgewear to spine ends and corners small bump to top front board binding tight text clean and unmarked but toned throughout. DJ has edgewear that includes loss tears and creases scuff to spine two dimples to front joint now in archival mylar wrap. J.H. Sears & Company hardcover
192894878New York: J.H. Sears 1928. Hardcover. Fine/Fine. First American edition. Fine in just about fine dustwrapper with some tiny nicks and tears and with a George Bernard Shaw blurb. Biographical novel about Cavell a World War I British nurse executed by the Germans for helping POWs escape novelized by Berkeley from his play and his screen-story for the 1928 silent film of the same name. Little remembered now the film was understandably controversial in its time and was suppressed in some markets and consequently a blockbuster in others. Cavell is memorialized today with a statue just off of Trafalgar Square. J.H. Sears hardcover
2012SONG9401051445Springer 2012-10-23. Softcover reprint of the original 1st ed. 1992. paperback. Used: Good. 6.10x0.56x9.25. Buy with confidence. Excellent Customer Service & Return policy. Springer paperback
ria9789401051446_inpPaperback. New. New Book; Fast Shipping from UK; Not signed; Not First Edition; N/A paperback
ria9780792315209_inpHardcover. New. New Book; Fast Shipping from UK; Not signed; Not First Edition; N/A hardcover
1991DADAX0792315200Springer 1991-11-30. 1992. hardcover. New. 6.56x0.81x9.56. Buy with confidence. Excellent Customer Service & Return policy. Springer hardcover
1379715989.Ghardcover. Good. Access codes and supplements are not guaranteed with used items. May be an ex-library book. hardcover
1170576761.Gpaperback. Good. Access codes and supplements are not guaranteed with used items. May be an ex-library book. paperback
1956025666London: Collins 1956 Scarce first edition copy of this title. Burgundy cloth titled in silver on spine. Ex-departmental library with moderate markings and no wear. Collins hardcover
1933Alibris.0009915Doubleday Crime Club 1933. First edition. . Hard cover. Very good. No dust jacket. moderate shelfwear po name in pencil first stated. 296 p. Doubleday Crime Club hardcover
1933210140Garden City NY: Doubleday Doran & Co./Crime Club 1933. Roger Sheringham attends a party at which a thoroughly disagreeable woman apparently commits suicide. His poking around raises suspicions of murder and he becomes the prime suspect. Early reprint. With a four page biography of Sheringham preceding the first chapter. Ex-library with a stamp to the upper edge of the text block and scuffs to the lower spine where a sticker was apparently removed. Bumped and rubbed with wear and fraying at the edges. Hinges have been reglued front end paper removed. Hard Cover. Fair/No Jacket. Ex-Library. Doubleday, Doran & Co./Crime Club Hardcover