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1743455241743. Wittenberg und Zerbst Bey Samuel Gottfried Zimmermann 1743 8° 18 74 pp. feiner Halbpergamenteinband. Selten - Erste Deutsche Ausgabe der ersten Frauen-Diätetik: "Gründliche Abhandlung von der Jungfer-Diaet/ oder wie sich eine Junger zuverhalten/ Wenn sie gesund und wohlgestalt will bleiben. Ehedem als eine Disputation "Dissertatio inauguralis medica de diaeta virginum . praeside Fridcrico Hoffmanno . committet Gottlieb Fridericus Berens. Halae. Magdeburgicae: Hilliger 1729" vertheidigt nun aber wegen des grossen Nutzens und gelehrten Ausführung in Teutsche übersetzet." "Während ältere landessprachliche Diätetiken geschlechtliche Unterschiede nicht herausgestellt sondern eher nach anderen Parametern wie dem jeweiligen Lebensalter oder dem Temperament Complexion unterschieden hatten betonte der noch vielen späteren Generationen durch seine "Hoffmannstropfen" geläufige Hallenser Medizinprofessor Friedrich Hoffmann 1660-1742 in seiner lateinischen Dissertation 1729 erstmals die Notwendigkeit von Diätetiken für Frauen und zwar für Frauen der gehobenen Schichten mit ihren besonderen Schwächen. Wenige Jahrzehnte später machten sich viele Verfasser populärer Schriften diese Ansicht ganz zueigen und damit gleichzeitig dem 'schönen' und 'schwachen' Geschlecht der privilegierten Stände viele Vorschriften die sich teilweise wie ein Domestizierungsprogramm lesen lassen. Nicht nur der alten Mäßigkeit wurde das Wort geredet sondern vor allem Verzicht gepredigt. Als neuer zeittypischer Aspekt trat zu den 'sex res non naturales' als Siebtes nun die Sauberkeit hinzu. Also: Reinlichkeit von Körper und Kleidung aber auch der Wohnung. Was unter Reinlichkeit im einzelnen zu verstehen sei welche Körperteile wie oft gewaschen werden sollten darüber herrschte jedoch keine Einigkeit." Frank Stahnisch & Florian Steger Hrsg.: Medizin Geschichte und Geschlecht. Körperhistorische Rekonstruktion von Identitäten und Differenzen 2005 Sabine Sande: Die dreißig Schönheiten der Frau - Ärztliche Ratgeber der Frühen Neuzeit pp.58-59 "Süssigkeiten betrachtete man als besondere Verlockung für Frauen denen Naschhaftigkeit als geschlechtstypische Untugend nachgesagt wurde die sie mit Kindern gemeinsam hätten. Vor Essig und Kreide als gängigen innerlich wirkenden Schönheitsmitteln wurden die Leserinnen gewarnt." "In Bezug auf Wachen und Schlafen ergaben sich im Jahrhundert der Aufklärung keine neuen Aspekte für die Belehrung der weiblichen Leserschaft. Ärzte sprachen sich durchweg für frühes Schlafengehen und frühes Aufstehen aus. Sofern konkrete Uhrzeiten angegeben wurden bedeutete das eine Nachtruhe von ca. 21 Uhr bis fünf Uhr morgens. Dieser gegenüber dem heute Üblichen versetzte Wach-Schlaf-Rhythmus entsprach den Gepflogenheiten einer überwiegend agrarischen Gesellschaft. Für Frauen der gehobenen und höheren Schichten hatte die Vorgabe dieses Rhythmus zugleich eine erzieherische oder sozialdisziplinierende Funktion indem er Abendgesellschaften und Vergnügungen weitgehend ausschloss und bürgerliche Tugenden wie Arbeitsamkeit und Fleiss zu befördern suchte. Auffallend ist dass Frauen ausdrücklich eine eher kurze Nachtruhe nahegelegt wurde. Dem sogenannten «schwachen Geschlecht» sollte weniger durch Ruhe und Schlaf geholfen werden als durch mässige Reizung und Belastung vor allem durch Hausarbeit was zum Aspekt Bewegung und Ruhe überleitet." Sabine Sander Gesundheit statt Galanterie. Der Paradigmenwechsel in ärztlichen Schönheitsratgebern im Jahrhundert der Aufklärung. Gesnerus 60 2003 pp.25-61 unknown
171127489PABEL/MOEWIG VERLAGSUNION 17/11/1981. 1. softcover. Abenteuer der SOL: 4 Die Chailiden Die Atlan / Bjo Breiskoll / Wajsto Kolsch / Heldis / Shyra / Malo-Tees / S'Dunikh PABEL/MOEWIG VERLAGSUNION paperback
170128695PABEL/MOEWIG VERLAGSUNION 17/01/1984. 1. softcover. Abenteuer der SOL: 17 Anti-ES - Das Arsenal Die tlan / Walter von Bruchstein / Josty Falrog / Dentch Mokken / Cara Doz / Sternfeuer / Twoxl-7 PABEL/MOEWIG VERLAGSUNION paperback
170737893MOEWIG ARTHUR 17/07/2001. 1. softcover. Thoregon: 5 Die Solare Residenz Banther Richsen / Tia de Mym / Plato / Kinda Apfer / Kraschyn Kommentar: Hyperkristalle! Glossar: Alpha Karthago / Gruppe Sanfter Rebell / KOBAN-Klasse / Residenzfunk / Spezifikation RT-0066 / Tia de Mym! DIE GRÖßTE WELTRAUMSERIE! MOEWIG, ARTHUR paperback
1795217401795. Frankfurt ohne Drucker 1795 Kl.8° XVI 144 pp. Kart. der Zeit. Erste Ausgabe. Siehe Hirsch-H. IV 284 und III 260. unknown
170339786Halle: Renger 1703. 8vo. 16 213pp. 18th century half calf marbled boards. Very good copy. Second edition first published 1695. Renger unknown books
17462201270003Halae Magdeburgicae 1746. Hardcover. Good. Contemporary leather boards rebacked with modern leather spine. Marbled end sheets. 8 368 pp. 24 index. All edges red. Latin. Halae Magdeburgicae hardcover
1746655351746. Halae Magdeburgicae 1746 8° 16 368 48 pp. Ledereinband d. Zt. mit Rückenschild u. Rückenvergoldung; Na. Tit. leicht fleckig; feines Expl. Title: Fundamenta physiologiae sive positiones statum corporis humani vivi et sani delineantes ex solidis physico-mechanicis et anatomicis principiis deductae atque ex Friderici Hoffmanni medicina rationali systematica in usum docentium et discentium depromtae / ab Andrea Elia Buechner. "Nach Max Neuburger 1926 läßt Hoffmann keine Heilung anstrebende Heilkraft zu sie wirkt nur per accidens aus der Mechanik des Körpers heraus: "Im Gegensatz zu Boerhaave wagte es Friedrich Hoffmann mit voller Zuversicht die Natur als einen 'Mechanismus" im Sinne Boyle's hinzustellen als eine Summe kunstvoll verbundener Bewegungen als ein Kräftespiel das automatisch zustandekommt. Ihm galt der Körper als eine Maschine von höchster Vollendung; der Blut- und Säfteumlauf unterhalten durch rhythmische Kontraktion und Dilatation der mit einem Tonus' versehenen Festteile war ihm die wesentlichste Manifestation des Lebens". In diesem Zusammenhang taucht erstmals der Gedanke eines Einflusses von Robert Boyle auf mit dem Hoffmann 1684 in England Bekanntschaft geschlossen hatte. Hoffmann lehnte mit Boyle 1661 und anderen die formae substantiates der Scholastiker die archaei des van Helmont und die 3 Prinzipien der Iatrochemiker ab. Zu Hoffmanns Verurteilung der Archaei meint W. Pagel 194428 richtig: "The latter degraded the Archei to a purely physical Ether' and nervous fluid. He did not pay much attention to the soul. The material substra tum of the body is active in itself it exhibits motion secretion and excretion. The principle of Life Vitae ratio' should be searched for in the purely mechanical action of the body not in its conjunction with the soul. " K.E. Rothschuh Andreas Elias Büchner 1701-1769 war "einer der eifrigsten und bedeutendsten Anhänger Hoffmann's stand wegen seiner großen Gelehrsamkeit seines unermüdlichen akademischen Eifers seines glänzenden Vortrags und seiner praktischen Thätigkeit in hohem Ansehen; " August Hirsch ADB III 1876: p.488 K.E. Rothschuh: Studien zu Friedrich Hoffmann 1660-1742. Sudhoffs Archiv 60/2-3 1976: pp. 163-193; 235-270 "Hoffmann was the first to perceive pathology as an aspect of physiology. His Fundamenta is an outstanding treatise on physiology." Garrison & Morton No. 583 1718 unknown
174553183Venetiis: Sebastianum Coleti 1745. 4to pp. 4 667 1; woodcut device on title page; text in double column; contemporary vellum soiled manuscript title on spine; good and sound. Hoffman 1660-1742 was a German physician and chemist. This is one of several volumes of his work published in Venice in 1745. This edition not found in OCLC. <br/><br/> Sebastianum Coleti hardcover books
174157551741 1 Bâles, Johannis Christ., 1741, in-12 de 218 pages relié plein veau moucheté d'époque, dos à nerfs orné, desquamures sur les plats, mors fendu, petit manque au dos, coiffe inférieure arasée, page de titre en partie déreliée.
179358886BBFrankfurt am Main. in der Andreäischen Buchhandlung. 1793. 8°. XII S., 371 S. Halblederband der Zeit mit rotem goldgeprägtem Rückenschild und Rückenvergoldung.
17921676Wien, 1792. 8°. Halblederband d. Zt. mit Rückenschildern und -vergoldung. Aus der Bibliothek des Wiener Literarhistorikers Theodor Georg von Karajan (1810-1873); mit seinem Stempel und Exlibris auf dem Vorsatz.
1708271971708. Leiden Th. Haah 1708 Kl.8° 4 312 pp. Titel in Rot und schwarz mit gest. Titelvignette ganzseitiges Kupferstich-Frontispiz schöner Pergamenteinband der Zeit; Titelblatt fleckig ansonsten leicht gebräunt. Erste Auflage! Friedrich Hoffmann 1660-1742 ein Schüler Robert Boyles und Begründer der mechanisch-dynamischen Schule in der Medizin war der erste Lehrstuhlinhaber an der Universität Halle wo er 48 Jahre Chemie Physik Anatomie und Medizin lehrte. Der vorliegende Band enthält einige seiner wichtigsten pharmazeutischen und medizinischen Arbeiten. INDEX / Dissertationum hoc opusculo contentarum. 1.: DE PEREGRINATIONIBUS INSTITUENDIS SANITATIS CAUSA. 2.: DE INEDIA MAGNORUM MORBORUM REMEDIO. 3.: DE VINI RHENANI PRAESTANTIA. 4.: DE METHODO EXAMINANDI AQUAS SALUBRES. 5.: DE CAROLINARUM CAUSA CALORIS VIRTUTE ET USU. 6.: DE TEMPERAMENTO FUNDAMENTO MORUM MORBORUM IN GENTIBUS. Hoffmann of Halle was the most important Iatromechanists and one of the most distinguished physicians of the 18th century. "As a writer on medicine Hoffmann was of extraordinary versatility." - Garrison unknown
1719583001719. Disp. chir. 1/ 7. - Hrsg. v. Albrecht v. Haller. - Amstelodami Sumptibus Jacobi a Wetstein 1755 4° pp.107-119 Rückenbroschur. Zweiter Abdruck! Daniel Hoffmann 1695 in Stuttgart - 1752 in Tübingen war Professor der Medizin in Tübingen. "Die Berufung Hoffmanns als Professor für Medizin in Tübingen begann mit seiner vertretungsweisen Tätigkeit nach dem plötzlichen Tod von Burchard David Mauchart 11. April 1751 aufgrund eines schweren asthmatischen Anfalls. Danach hielten Daniel Hoffmann und ein Extraordinarius der Medizin Christian Ludwig Mögling den Physiologie- und Pathologieunterricht während es keine Pathologievorlesungen gab. Am 16. Mai 1718 wurde er mit dem Beinamen Niceratus zum Mitglied Matrikel-Nr. 334 der Leopoldina gewählt." wiki unknown
17088856AB1708. Halle/Magdeburg J. Gruner 1708. 4°. 40 S. Neuer Pp.-Bd. SGC I: IX 601; Waller 4682; Wellcome III 287. - Etwas gebräunt bzw. braunfleckig. unknown
1796319396Rieger Augsburg 1796. Hardcover kartoniert Zustand: Keine Beschädigungen keine Eintragungen. Rücken Ecken Kanten gut. Aus einer Klosterbibliothek mit Kennungen Stempel Rückenschild. Durchgehend braunfleckig. Rieger, Augsburg, hardcover
179926268AB1799. Neue vermehrte und verbesserte Auflage. 2 Bde. Erlangen J. J. Palm 1799 und 1803. 12°. 2 Frontispize gestochen von D. Chodowiecki 24 kolorierte Kupfertafeln 22 Bl. 273 S. 8 Bl. - 22 Bl. 308 S. 24 S. Hübsche Pappbände der Zeit mit Rückenschildern dezenter Rückenvergoldung und vergoldeten Deckelfileten. Vereinzelt minimal braunfleckig sonst innen sehr sauber und sehr gut erhalten. Pritzel 4132; Nissen BBI 892; Stafleu 516; vgl. Plesch 352. - G. F. Hoffmann 1761-1826 lehrte bis 1804 Botanik an der Universität Göttingen danach wirkte er bis zu seinem Tode in Moskau. - Die schönen filigranen Tafeln stach Johann Nussbiegel 1750-1829 aus Nürnberg. unknown
17266504JB1726. Halle Saale Christian Hilliger 1726. 28 S. Geheftet. Mit Holzschnitt-Vignette und umlaufendem Rotschnitt. Titelblatt knapp beschnitten mit vereinzeltem Buchstabenverlust sonst sehr sauber und gut erhalten. unknown
1705266061705. Altdorf 1705 4° 28ns. orig. Broschur. unknown
1753ABC_46972Tübingen 1753. 4to 18.5 x 15.5 cm. Johann Philipp Erhardt Modern brown decorated paper over boards with a black label on the spine with the title in silver modern endpapers. Ad 1 with an engraved folding map 18.5 x 27 cm of Memmingen and the Bosserhard by J.F. Rupf and with an elaborate woodcut headpiece with a rising phoenix and a factotum in the form of a person with a shield and spear. 2 works in 1 volume. 2 70 20; 24 pp. Two rare 18th-century dissertations "Jagdrechtliche Hochschulschrifte" from the University of Tübingen on the subject of hunting in Memmingen and the Bosserhard or Booser Hart the general area around Memmingen between the rivers Iller and Gunz. Free hunting or stalking was permitted in this area based on a 400-year-old hunting law unlike other areas in the German states where one needed authorisation and/or a permit to hunt from law enforcement or the landowner.Ad 1: First edition of a very valuable dissertation for the history of hunting law in and around Memmingen. It discusses the hunting rights in the region of Swabia in the electorate Kurfürstentum of Bavaria Germany. While Memmingen is located on the edge of Swabia these rights and laws still applied to the general area and the Bosserhard in particular. The appendix presents ten rules instructions protocols and/or ordinances regarding hunting activity in the area from the 16th to 18th centuries. The book also includes a beautifully detailed map by Johann Friedrich Rupf showing Memmingen and surroundings including the outline of the Bosserhard.Sayler's dissertation was republished as: "Dissertatio XX" with the same title in Thesaurus rerum Suevicarum seu dissertationum selectarum volumen quartum 1760.Ad 2: First edition of an early 18th-century dissertation by Johann Erhard Kessel giving an overview of historical free hunting rights in the Bosserhard surrounding the city of Memmingen in the region of Swabia in present-day Bavaria Germany. The city and its surroundings officially became a part of the electorate and later kingdom of Bavaria at the beginning of the 19th century at which point all free hunting rights were terminated and abolished. Many conferences were held to evaluate the rights and restrictions of free hunting in the Bosserhard and surrounding area during the 16th century and thereafter and Kessel discusses this development and evolution of the free hunting rights in the region of Swabia.The present copy comes from the famous hunting library Bibliotheca Tiliana of Kurt Lindner 1906-1987 a German entrepreneur bibliophile and scholar on the subject of hunting. With the brown and gold bookplate of the "Bibliotheca Tiliana" Kurt Lindner's famous hunting library on the front paste-down and a small stamp of the same library on the back of the title page of ad 1 and on the last page of ad 2. The ends of the spine and corners of the boards are very slightly scuffed slightly browned throughout. Otherwise in good condition.l Ad 1: Lindner 11.0973.01; VD18 14933810; WorldCat 165503260 690355634; Ad 2: Lindner 11.0833.01; VD 18 11386495; WorldCat 165151735 257770589 1138200617. ABE CAT Falconry & Hunting hardcover
17236440IB1723. Königsberg/Leipzig J. P. Haas 1723. 96 S. Geheftet. Außenliegende Seiten mit leichten Randläsuren. Einzelne Seiten geringfügig fleckig. Sonst in sehr schöner Erhaltung. Blake 216; SGC I:VI 283; Wellcome III 283. - Behandelt juristische Probleme im Zusammenhang mit der Niederkunft. Mit zahlreichen interessanten deutsch-sprachigen Textpassagen. unknown
177811223Tübingen: Born in Kommission Osiander 1778. hardcover. Gut. Titelei 60 Seiten. Schmucklose Halbleinwand aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. 21 x 175 cm. etwas bestossen Gelenke gelockert Titelei mit diversen Marginalien von alter Hand sonst innen sauber und nur wenig gebräunt. Seltene Darstellung zu einem Passus des Friedensvertrages zu Osnabrück 1648 besser bekannt als "Westfälischer Friede". Es ging im angegebenen Artikel 4 um die Regelung der die Pfalz betreffenden Angelegenheiten. Paragraph 9 dieses Artikels regelt die Kurwürde für den Fall daß die sog. "Wilhelminische männliche Linie" Maximilian und seine Erben ausstirbt dann erlischt die 8. Kurwürde auf die der Titel der Schrift Bezug nimmt die sog. "rudolfinische männliche Linie" aber weiterbesteht. - Vgl. Kaysers Bücherlexikon III p. 165 dort laufend Georg Daniel Hoffmann genannt und als Verlag Osiander angegeben. Wegen Urlaub kann Ihre Bestellung / Anfrage erst nach dem 21.06.2026 bearbeitet werden. - Because of holidays your order / question can be handled only after 06/21/2026. Born in Kommission [Osiander?] hardcover
1731367771731. Halle Magdeburgiae Typis Ioannis Christiani Hillgeri 1731 4° 28 pp. Broschur. Friedrich Hoffmann 1660-1742 "einer der Heroen der deutschen Medicin" Pagel; Matthias Bentzig 1697-1749 unknown
1729455351729. Hala Magdeburgicae 1729 4° 56 pp. Brosch; Titelblatt ergänzt ein Blatt in Faksimilie. unknown
1729455341729. Hala Magdeburgicae 1729 4° 56 pp. Broschur. Selten - Erstdruck der ersten Frauen-Diätetik: "Dissertatio inauguralis medica de diaeta virginum . praeside Fridcrico Hoffmanno . committet Gottlieb Fridericus Berens. Halae. Magdeburgicae: Hilliger 1729." "Während ältere landessprachliche Diätetiken geschlechtliche Unterschiede nicht herausgestellt sondern eher nach anderen Parametern wie dem jeweiligen Lebensalter oder dem Temperament Complexion unterschieden hatten betonte der noch vielen späteren Generationen durch seine "Hoffmannstropfen" geläufige Hallenser Medizinprofessor Friedrich Hoffmann 1660-1742 in seiner Dissertation 1729 erstmals die Notwendigkeit von Diätetiken für Frauen und zwar für Frauen der gehobenen Schichten mit ihren besonderen Schwächen. Wenige Jahrzehnte später machten sich viele Verfasser populärer Schriften diese Ansicht ganz zueigen und damit gleichzeitig dem 'schönen' und 'schwachen' Geschlecht der privilegierten Stände viele Vorschriften die sich teilweise wie ein Domestizierungsprogramm lesen lassen. Nicht nur der alten Mäßigkeit wurde das Wort geredet sondern vor allem Verzicht gepredigt. Als neuer zeittypischer Aspekt trat zu den 'sex res non naturales' als Siebtes nun die Sauberkeit hinzu. Also: Reinlichkeit von Körper und Kleidung aber auch der Wohnung. Was unter Reinlichkeit im einzelnen zu verstehen sei welche Körperteile wie oft gewaschen werden sollten darüber herrschte jedoch keine Einigkeit." Frank Stahnisch & Florian Steger Hrsg.: Medizin Geschichte und Geschlecht. Körperhistorische Rekonstruktion von Identitäten und Differenzen 2005 Sabine Sande: Die dreißig Schönheiten der Frau - Ärztliche Ratgeber der Frühen Neuzeit pp.58-59 "Süssigkeiten betrachtete man als besondere Verlockung für Frauen denen Naschhaftigkeit als geschlechtstypische Untugend nachgesagt wurde die sie mit Kindern gemeinsam hätten. Vor Essig und Kreide als gängigen innerlich wirkenden Schönheitsmitteln wurden die Leserinnen gewarnt." "In Bezug auf Wachen und Schlafen ergaben sich im Jahrhundert der Aufklärung keine neuen Aspekte für die Belehrung der weiblichen Leserschaft. Ärzte sprachen sich durchweg für frühes Schlafengehen und frühes Aufstehen aus. Sofern konkrete Uhrzeiten angegeben wurden bedeutete das eine Nachtruhe von ca. 21 Uhr bis fünf Uhr morgens. Dieser gegenüber dem heute Üblichen versetzte Wach-Schlaf-Rhythmus entsprach den Gepflogenheiten einer überwiegend agrarischen Gesellschaft. Für Frauen der gehobenen und höheren Schichten hatte die Vorgabe dieses Rhythmus zugleich eine erzieherische oder sozialdisziplinierende Funktion indem er Abendgesellschaften und Vergnügungen weitgehend ausschloss und bürgerliche Tugenden wie Arbeitsamkeit und Fleiss zu befördern suchte. Auffallend ist dass Frauen ausdrücklich eine eher kurze Nachtruhe nahegelegt wurde. Dem sogenannten «schwachen Geschlecht» sollte weniger durch Ruhe und Schlaf geholfen werden als durch mässige Reizung und Belastung vor allem durch Hausarbeit was zum Aspekt Bewegung und Ruhe überleitet." Sabine Sander Gesundheit statt Galanterie. Der Paradigmenwechsel in ärztlichen Schönheitsratgebern im Jahrhundert der Aufklärung. Gesnerus 60 2003 pp.25-61 unknown