2 353 résultats
(ca. 22,5 x 14,3 cm). 1 Blatt. Original-Programmzettel mit Titel und Besetzungslisten. Papier etwas knickspurig, altersentsprechend gut erhalten. Der Programmzettel aus dem Jahr 1930 enthält die Informationen zu den Stücken dieses besonderen Schultheaterabends. Gegeben wurden "Madame Dutitre", das Zwischenspiel "Ein Hof in Alt Berlin" und "Ein Roman in der Waschküche". Der Programmzettel enthält die Besetzungslisten mit den Namen der mitwirkenden Schülerinnen. Die Ansprache hielt Ursula Gillbricht, am Flügel begleitete Raja Jassinowski. Die Schule für Mädchen hatte bis in die 1930er Jahre auch viele jüdische Schülerinnen. Seltene Archivalie aus Charlottenburg und Berlin vor 1933!
(ca. 29 x 21,1 cm). Original-Photographie. Photographie (schwarz/weiss) mit rückseitigen Hinweisen auf Fotograf und Fotopapier (Agfa Brovira). Minimale Gebrauchsspuren, gut bis sehr gut erhalten. Die Photographie zeigt eine Frau in der Halbtotalen, der Körper ist bis über die Hüfte hinaus zu sehen. Sie trägt und präsentiert eine Kombination aus Langarmpullover mit Kragen, dunkelgestreifer Hose und leicht exotisch anmutendem Tuch für Hals und Kopf. Zu Beginn der 1960er Jahre war das für eine Frau sicherlich ein moderner Look. Im Hintergrund sind Plakate aus dem Bereich Tourismus (Oberbayern, Wallis, Skifahren) zu sehen. Es ist naheliegend, daß dies der entsprechende Modestil für eine weltgewandte moderne Frau sein sollte und hierin eine Abstandgewinnung zum tradierten Frauenbild von Mutter und Hausfrau lag. Sehr wahrscheinlich handelt es sich um eine Modephotographie im Rahmen des nach 1945 in der Bundesrepublik florierenden Handels und Tourismus. Original-Photographie (schwarz/weiss) aus der Zeit des westdeutschen "Wirtschaftswunders"!
(ca. 29 x 21,1 cm). Original-Photographie. Photographie (schwarz/weiss) mit rückseitigem Hinweis auf Fotopapier (Agfa). Am Bildrand ganz leicht wellig, sonst sehr gut erhalten. Die Photographie zeigt eine Frau in der Totalen, der Körper ist vollständig zu sehen. Sie trägt und präsentiert eine Kombination aus dunkelgrauem Oberteil, Rock, Hut und dünnem Mantel, vermutlich aus einer Kollektion. Dazu trägt sie Handschuhe, moderne Damenschuhe und eine dezente Perlenkette. Zu Beginn der 1960er Jahre war das für eine Frau sicherlich ein moderner Look. Die Aufnahme wurde an einem öffentlichen Ort gemacht. Es ist naheliegend, daß dies der entsprechende Modestil für eine weltgewandte und moderne Frau der Stadt sein sollte und hierin auch eine Abstandgewinnung zum tradierten Frauenbild von Mutter und Hausfrau lag. Sehr wahrscheinlich handelt es sich hier um eine Modephotographie im Rahmen des in den 60er Jahren in der BRD einziehenden allgemeinen Wohlstands und gesellschaftlichen Wandels. Original-Photographie (schwarz/weiss) aus der Zeit des westdeutschen "Wirtschaftswunders"!
(ca. 29 x 21,1 cm). Original-Photographie. Photographie (schwarz/weiss) mit rückseitigen Hinweisen auf Fotograf und Fotopapier (Agfa Brovira). Geringe Gebrauchsspuren, gut bis sehr gut erhalten. Die Photographie zeigt zwei junge Frauen in der Totalen, die Körper sind vollständig im Bild zu sehen. Sie tragen und präsentieren lange Kleider und moderne Damenschuhe. Zu Beginn der 1960er Jahre war dies für eine Frau sicherlich ein moderner, weltgewandter Look. Im Hintergrund ist ein Plakat mit dem Filmtitel "Das hab' ich in Paris gelernt" zu sehen, was sicher Weltoffenheit der jungen Generation suggerieren sollte. Auch stehen beide Frauen auf einer Leiter, wodurch wohl auch Abstand zum tradierten Frauenbild von Mutter und Hausfrau gewonnen werden sollte. Sehr wahrscheinlich handelt es sich um eine Modephotographie im Rahmen des nach 1945 in der Bundesrepublik einziehenden kleinen Wohlstands und auch eines Generationswechsels. Original-Photographie (schwarz/weiss) aus der Zeit des westdeutschen "Wirtschaftswunders"!
(ca. 29 x 21,1 cm). Original-Photographie. Photographie (schwarz/weiss) mit rückseitigem Hinweis auf Fotograf und Fotopapier (Agfa). Minimale Gebrauchsspuren, gut bis sehr gut erhalten. Die Photographie zeigt eine Frau in der Totalen, der Körper ist vollständig zu sehen. Vor dem Hintergrund der 1963 neu eröffneten West-Berliner Philharmonie trägt sie Wintermantel, Wollrock und Mütze, vermutlich aus einer Kollektion. Dazu trägt sie Handschuhe und moderne Damenschuhe. Zu Beginn der 1960er Jahre war das für eine Frau sicherlich ein moderner "eleganter" Look. Die Aufnahme wurde an einem öffentlichen Ort gemacht. Es ist naheliegend, daß dies der entsprechende Modestil für eine weltgewandte und moderne Frau der Stadt sein sollte und hierin auch eine Abstandgewinnung zum tradierten Frauenbild von Mutter und Hausfrau lag. Sehr wahrscheinlich handelt es sich hier um eine Modephotographie im Rahmen des in den 60er Jahren in der BRD einziehenden allgemeinen Wohlstands und gesellschaftlichen Wandels. Original-Photographie (schwarz/weiss) aus der Zeit des westdeutschen "Wirtschaftswunders" und aus Berlin im Wiederaufbau!
(ca. 29 x 21,1 cm). Original-Photographie. Photographie (schwarz/weiss) mit rückseitigem Hinweis auf Fotopapier (Agfa). Minimale Gebrauchsspuren, gut bis sehr gut erhalten. Die Photographie zeigt eine Frau in der Halbtotalen, der Körper ist bis über die Hüfte zu sehen. Vor dem Hintergrund der 1968 neu eröffneten West-Berliner Neuen Nationalgalerie trägt sie Pelzmantel und Wollmütze. Die Aufnahme wurde an einem öffentlichen Ort gemacht. Es ist naheliegend, daß dies der entsprechende Modestil für eine weltgewandte und moderne Frau der Stadt sein sollte und hierin auch eine Abstandgewinnung zum tradierten Frauenbild von Mutter und Hausfrau lag. Sehr wahrscheinlich handelt es sich hier um eine Modephotographie im Rahmen des in den 60er Jahren in der BRD einziehenden allgemeinen Wohlstands und gesellschaftlichen Wandels. Original-Photographie (schwarz/weiss) aus der Zeit des westdeutschen "Wirtschaftswunders" und aus Berlin im Wiederaufbau!
1st edn.
26 S. Original Wolken-Karton mit Deckeltitel (hier: Reihentitel und Autor). (=Mitlesebuch, 61). Guter bis sehr guter Zustand. Auf dem Vortitel vom Autor handschriftlich signiert. Mit 3 ganzseitigen sw Abbildungen. Nummer 23 von 50.
29,6 x 22,5 cm. 38 S. Original Leinwand mit Rücken- und Deckeltitel. Tadelloser Zustand. Mit einer persönlichen Widmung des Künstlers auf dem Vorsatz. - Mit zahlreichen farbigen Abbildungen, Biographie und Ausstellungsverzeichnis.
Troisieme Edition Originale. In Zwei Bänden. (ca. 25,7 x 18,8 cm). XVIII, 568 S.; 481 S., LXXXIII. Französische Sprache. Original-Halbledereinband auf fünf angedeuteten Bünden und mit montiertem goldgeprägtem Rückentitel und künstlerisch gestaltetem, farbig marmoriertem Deckel. Einbände leicht berieben und teils etwas bestoßen. Papierbedingt gegilbt. Zweiter Band mit einem Fleck oben auf den ersten Seiten. Insgesamt guter Zustand. Zweibändige Halblederausgabe des Nachschlagewerks in französischer Sprache. Erschienen 1924 im Verlag des Berliner Antiquars Josef Altmann (Lützowufer 13), der bedeutende Bibliographien/Nachschlagewerke publizierte und große Kunstausstellungen (unter anderem zur "Novembergruppe") initiierte. Der zweite Band enthält zudem ein umfangreiches Register mit Zuordnung der Künstler zu den nationalen Schulen. - ACHTUNG! Dieses Buch kann wegen seines Gewichts oder seiner Grösse nur als PAKET verschickt werden. Innerhalb Deutschlands 5,80 Euro. (Portokosten ins Ausland bitte erfragen.) / ATTENTION! Due to its weight or size this book can only be sent as a PARCEL. Within Germany 5,80 Euro (For shipment abroad please ask).
211pp., with 290 bl/w ills., 21cm., softcover, text in German, Doctoral dissertation (Von der Fakultät für Architektur der Technischen Universität Berlin zu Verleihung der akademischen Würde Doktor-Ingenieur genehmigte Dissertation), stamp at verso of title page, text is clean and bright, good condition, S109439
99 S. Original Karton mit illustriertem Deckeltitel. (= Stadtgeschichtliche Publikationen II). Guter Zustand. Mit einer persönlichen Widmung des Autors (1983) auf dem Vorsatz.
1.-10. Tausend. Gr.8°. 64 S. Original Karton mit farbig illustriertem Deckeltitel. Einband leicht berieben, Rücken stellenweise von Privat nachgeklebt, sonst gut erhalten. Witze in Wort und Bild mit zahlreichen Abbildungen nach Zeichnungen des grossen Humoristen, Karikaturisten und Pressezeichners.
(26) S. Original Karton mit Deckeltitel. Guter Zustand. Mit einem Text von Ull Eisel und 10, teils farbige Abbildungen. Vertretene Künstler der Ausstellung sind: Christopher Simpson, Suse Rast, Sangane Siemsen, Lutz Penndorf, Klaus Killisch, Wilfriede Maaß und andere.
4°. (ca. 29,8 x 20,9 cm). 92,13 S., Typoskript. Original-Karton mit Leinenstreifen am Rücken und Deckeltitel. Einband etwas gebräunt, sonst gut erhalten. Insgesamt guter Zustand. Mit zahlreichen schwarz-weiss Textabbildungen (Zeichnungen: Fritz Möller / Peter Thormeier) und einem montierten, ausfaltbaren Plan der Siemensstadt im Anhang. Der Anhang enthält zudem eine Übersicht (12 S.) zur Geschichte der Siemens-Bauten mit zeitlichem Ablauf der wichtigsten Grundstückskäufe und Bauten.
39(1)S. Original Karton mit illustriertem Deckeltitel. Guter Zustand.
Gr.8°. 214 S. Original Karton mit Rücken- und Deckeltitel. Einband leicht berieben und etwas verblichen, guter Zustand. Mit einem faksimilierten Frontispiz-Porträt des Verfassers, zahlreichen weiteren sw Abbildungen auf Tafeln.
(ca. 24,5 x 18,5 cm). ca. 30 S. (Fraktur). Original-Karton mit dekoriertem Deckeltitel. Einband etwas fleckig und mit Abrieb an mehreren Stellen, innen überaus gut erhalten. Sonderdruck aus der Zeitschrift des Vereins Deutscher Ingenieure vom 4. Oktober 1941. Mit einer fotografischen Abbildung der Büste von Carl Friedrich von Siemens (s/w) und seiner Signatur (gedruckt) auf dem Vortitel.
29,3 x 21 cm. 4 S. + 1 Tafel. Original Karton mit Deckeltitel. Einband hinten etwas lichtrandig, kleiner Eigenvermerk auf S.1 oben, Klammerbindung ein wenig angerostet, sonst gut erhalten. Mit 1 ausfaltbaren Abbildungs-Tafel.
(ca. 29,5 x 23 cm). 4 S. Original-Faltbroschüre mit gestaltetem Deckeltitel. Einband mit geringen Alters- und Gebrauchsspuren, insgesamt gut erhalten. Der Original-Prospekt der Berliner Architekten enthält Texte zum hier beworbenen Siedlungsbau-System "Tido" und stellt Bauweise und Baumaterialien (Arborlyth) vor. Daneben sind mehrere fotografische Abbildungen von fertigen Siedlungswohnhäusern enthalten sowie auch zwei Grundrisse der vorgestellten 2 Systembau-Typen. Am unteren Bildrand letztseitig ist zu lesen: Buchdruckerei Adolf Berg & Co., Berlin C 25, Kaiserstraße 12.
Querformat. (ca. 21 x 29 cm). 2 Blatt und 4 Photographien. Original-Bauunterlagen mit detaillierter Beschriftung. Papier mit leichten Gebrauchsspuren, sonst gut erhalten. Altersentsprechend guter Zustand. Die hier vorliegenden Archivalien aus der Architektur- und Baugeschichte Berlins stammen aus den 1960er Jahren. Auch im wohlhabenden Bezirk Zehlendorf, damals West-Berlin, fand Wohn- und Siedlungsbau in den Nachkriegsjahrzehnten einen Platz. Hier handelt es sich um eine damals neu errichtete Anlage von insgesamt 9 Wohnhäusern in der Stubenrauchstraße 33 und 35. Die eher kleinen Wohnhäuser mit den Hausnummern 33, 33 a - f, 35 und 35 a wurden ab 1968 errichtet, eine Kleinsiedlung die auch heute noch existiert. Hier liegen Teile der damaligen Original-Baupläne vor. Der sogenannte Gartenplan verzeichnet in Draufsicht alle neun Grundrisse der Gebäude samt Grundstücksgrenzen, Gartenflächen und PKW-Plätzen. Der zweite Plan zeigt detailliert den Grundriss dieses einstöckigen Gebäudetyps, durchaus typisch zumindest für die ersten Nachkriegsdekaden. Die vier Photographien im eher kleineren Format (7,6 x 11 cm, farbig) zeigen verschiedene Ansichten der fertigen Gebäude vermutlich nur wenige Jahre nach Erbauung. Beim damals verantwortlichen Architektur- und Baubüro handelt es sich wahrscheinlich um das Büro 'planen + bauen' Rupert & Co. KG (Berlin-Zehlendorf). Original-Materialien des damaligen Baubüros bieten den Vorzug, für diese Wohn- und Siedlungsbauten den einstigen Erbauungszustand wiederzugeben. Denn viele Gebäude dieser Bauperiode und Funktionalität sind heute verändert oder wurden für spätere Neubebauung längst abgerissen. Für dieses Kapitel der Berliner Stadt- und Bezirksgeschichte sind die Unterlagen Gedächtnis. Es handelte sich bei diesen Bauten vornehmlich 'nur' um Gebrauchsarchitektur (Wohnen), wenn auch in Anlehnung an Formen von Neuem Bauen, Bauhaus und Sachlichkeit. Doch spätestens mit dem Architekten Norman Braun wird auch diese Architektur der Nachkriegsdekaden erinnert und als 'Entdeckung des Gewöhnlichen' auch geschätzt. Baugeschichtlich interessante Archivalien zur Nachkriegsentwicklung der West-Berliner Stadtbezirke!
(ca. 7,5 x 11,6 cm). 1 Karte mit Kuvert. Original-Kärtchen mit handschriftlichen Glückwünschen, im beschrifteten Original-Briefkuvert mit gestempelter Briefmarke. Gut erhalten. Das Kärtchen mit Glückwünschen des Ehepaars Jünger richtet sich an den für die alte Bundesrepublik bedeutenden Essayisten und Verleger Wolf Jobst Siedler. Siedler war seit etwa Anfang der 1960er Jahre als konservativ-kritischer Journalist, Essayist und Verleger in Westberlin tätig. Insbesondere seine spätere verlegerische Tätigkeit im Siedler Verlag machte ihn für viele Menschen in der BRD zu einem bedeutenden Zeitgenossen. Das Kärtchen enthält den Aufdruck "Ernst und Gretha Jünger" samt deren Anschrift in Wilflingen. Handschriftlich wurden Umschlag und Karte von Gretha Jünger beschrieben. Auf dem Kärtchen ist "Mit herzlichen Glückwünschen!" geschrieben. Das Kärtchen befindet sich noch im Original-Briefumschlag. Dieser wurde von Jünger mit den Adressdaten Siedlers in Berlin (West) beschrieben, sowie Namenszug und Wilflinger Anschrift auf der Rückseite. Der Brief ist gelaufen (Datum: "8.8.5_") und enthält noch die gestempelte grüne Briefmarke mit dem Theodor Heuss-Porträt. Zu welchem Anlaß das Ehepaar Jünger dem hier erst 32 jährigen Siedler gratulierte ist unbekannt, womöglich zu einem seiner frühen journalistischen Erfolge in den 1950er Jahren. Die Bindung zwischen Jüngers und Siedler ging über berufliche Berührungspunkte weit hinaus, denn der junge Siedler war einst ein Freund des Sohnes von Ernst Jünger ("Ernstel"). Dieser starb im späteren Kriegsverlauf mit jungen Jahren. Der spätere Verleger Siedler war also seit den 1940er Jahren der ganzen Familie Jünger verbunden und zeitlebens eine lebende Verbindung zum gefallenen Sohn. Unikat aus der lebenslangen Verbindung von Wolf Jobst Siedler mit dem Schriftsteller Ernst Jünger!
(ca. 29,5 x 21 cm). 2 S. Original-Brief, maschinengeschrieben, mit Datierung und handschriftlicher Signatur. Papier wurde gefaltet, handschriftliche Notate des Empfängers, gut erhalten. Der Brief des damaligen Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion Hans-Jochen Vogel richtet sich an den für die alte Bundesrepublik bedeutenden Verleger Wolf Jobst Siedler. Siedler war seit Anfang der 1960er Jahre als konservativ-kritischer Journalist, Essayist und Verleger in Westberlin tätig. Insbesondere seine verlegerische Tätigkeit im Siedler Verlag machte ihn für viele Menschen in der BRD zu einem bedeutenden Zeitgenossen. Im Januar 1986 feierte Siedler seinen 60. Geburtstag, mit Würdigungen in allen wichtigen Medien der westdeutschen Öffentlichkeit. Der Brief wurde von Vogel im Umfeld dieses Jubiläums verfasst, geht jedoch deutlich über dieses hinaus. Das Schreiben vom 8. Januar 1986 (handsigniert) umfasst etwa eineinhalb A4-Seiten. Es trägt im Briefkopf die damalige Amtsbezeichnung als Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion und als Anschrift "5300 Bonn, Bundeshaus". Der Politiker Vogel formuliert zunächst einige Wünsche zum Jubiläum Siedlers und entschuldigt sich ausführlich für seine Unpässlichkeit zu Siedlers großer Feier im Ägyptischen Museum in West-Berlin, zu welcher er eingeladen wurde. In den folgenden Absätzen macht er Siedler große Komplimente, wenn er etwa schreibt: "Sie wissen, wie sehr ich Ihre meisterhafte Fähigkeit im Umgang mit dem geschriebenen und dem gesprochenen Wort bewundere. [...] Menschen wie Sie lassen einen auch in Zeiten die Zuversicht bewahren, in denen vieles in einer breiigen Sülze von provinzieller Inkompetenz zu verschwinden droht." Der Brief des SPD-Politikers schließt mit: "In Verbundenheit. Ihr Hans-Jochen Vogel". Hier wird die Verbindung zwischen dem konservativen Verleger und Größen der bundesdeutschen Politik - eindeutig parteiübergreifend - sichtbar. Ein interessantes Schriftstück (Unikat) mit Einblick in die Geschichte eines Verlegers und der Eliten der alten BRD!
(ca. 29,5 x 21 cm). 2 S. Original-Brief, handgeschrieben, mit Datierung und handschriftlicher Signatur. Papier wurde gefaltet, handschriftliche Notate des Empfängers, gut erhalten. Der Brief des Politikwissenschaftlers und Publizisten Dofl Sternberger richtet sich an den für die alte Bundesrepublik bedeutenden Verleger Wolf Jobst Siedler. Siedler war seit Anfang der 1960er Jahre als konservativ-kritischer Journalist, Essayist und Verleger in Westberlin tätig. Insbesondere seine verlegerische Tätigkeit im Siedler Verlag machte ihn für viele Menschen in der BRD zu einem bedeutenden Zeitgenossen. Im Januar 1986 feierte Siedler seinen 60. Geburtstag, mit Würdigungen in allen wichtigen Medien der westdeutschen Öffentlichkeit. Der Brief wurde von Sternberger im Umfeld dieses Jubiläums verfasst, geht jedoch auch darüber hinaus. Das Schreiben vom 16. Januar 1986 (vollständig handgeschrieben und signiert) umfasst zwei nahezu volle 4-Seiten. Es trägt im Briefkopf Name und Anschrift des Verfassers (61 Darmstadt / Rosenhöhe / Schindelhaus). Dolf Sternberger formuliert zunächst einige Wünsche zum Jubiläum Siedlers und entschuldigt sich ausführlich - "wegen anderer, älterer (und zeitraubender) Verpflichtungen" - für seine Unpässlichkeit zu Siedlers großer Feier im Ägyptischen Museum in West-Berlin, zu welcher er eingeladen wurde. In den folgenden Absätzen macht er Siedler große Komplimente, wenn er etwa schreibt: "Der Augenschein zeigt mir einen Mann in voller Kraft und Lebensfreude, zudem sehen wir ihre fortdauernde Produktivität und Originalität als Verleger wie auch als Schriftsteller und als Faktor in der öffentlichen Diskussion, als eine Säule Berlins zumal, der Berliner Überlieferung und der Berliner Hoffnung." Hier wird die Verbindung zwischen dem konservativen West-Berliner Verleger und bundesdeutschen Intellektuellen sichtbar. Ein interessantes Schriftstück (Unikat) mit Einblick in die Geschichte eines Verlegers und der Eliten der BRD!