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No marks or inscriptions. No creasing to covers or to spine. A very clean very tight copy with bright unmarked boards, slight rubbing to spine foot and no bumping to corners. 160pp. Maps, photographs and full details of some transport networks in Germany, concentrating on trams, rapid transit and buses. This issue features Hamburg, Kassel and Niederlande. Tucked in is an Index for 1984. All text in German.
Underlining in red to about fifteen pages. No other marks or inscriptions. No creasing to covers or to spine. A very clean very tight copy with bright unmarked boards, slight rubbing to spine foot and no bumping to corners. 160pp. Maps, photographs and full details of some transport networks in Germany, concentrating on trams, rapid transit and buses. This issue features Berlin, Mannheim, Ludwigshafen and smog in the Ruhr.. All text in German.
Vg/Vg (two 1/2" tears to clean unclipped dj, a very good clean bright tight copy with no marks or inscriptions,a couple of small spots top page edges) octavo 278pp. Authoritative account of the whole series of events from the partition of Germany during the last days of World War II, through the blockade of 1948, the Berlin Airlift, and the building of the Berlin Wall in 1961.
8vo., First Edition, with plates and maps; blue cloth, gilt back, a near fine copy in unclipped dustwrapper.
(ca. 20,8 x 14,8 cm). 4 S. zum Aufklappen. Original-Programmzettel, gefaltet, mit gestaltetem Deckeltitel (Theaterhaus). Einband etwas berieben, innen noch gut erhalten. Zettel wurde gelocht. Insgesamt guter Zustand. Inszenierung von Regisseur: Karl Heinz Stroux, Bühnenbild: Caspar Neher. Schauspieler/innen waren: Hermine Körner, Antje Weisgerber, Maria Schanda, Karin von Dassel und viele andere. Der Programmzettel enthält eine ausführliche Besetzungsliste, Texte zum Stück und Hinweise auf andere Inszenierungen der Spielzeit. Auf dem Deckel des Programmzettels findet sich eine Illustration des Theaterhauses. Das Schlosspark-Theater wurde nach 1945 von B. Barlog geleitet und gehörte als städtische Bühne zum Schiller-Theater in Charlottenburg. Für Westberlin und die junge Bundesrepublik waren beide Bühnen enorm wichtig. Hier wurde europäische Gegenwartsdramatik aufgeführt, was eine geistige Erneuerung für Deutschland nach dem Nationalsozialismus bedeutete. Diese West-Berliner Theatertradition wurde 1993 beendet, als Berlin die Städtischen Bühnen schloss. Seither gibt es wechselnde Akteure/Ensembles, die die Theaterhäuser Schlosspark- und Schiller-Theater nutzen. Original-Programmzettel aus den Nachkriegsjahren und ein kleines Stück West-Berliner Theatergeschichte!
44 x 30,5 cm. Doppelseitiges Werbeblatt im Zeitungsformat, einmal mittig quer gefaltet, mit Titel auf dem Deckblatt. Sehr guter Zustand. Werbeblatt der Firma Emil Jacoby, Berlin, welche Schuhwerk und Strumpfwaren vertrieb. Mit Texten von M. v. Suttner, Edmund Edel und Equester sowie zahlreichen sw Abbildungen nach Photographien und Zeichnungen sowie Schmuckbordüren um die Abbildungen und als Blattumrandung.
(ca. 22 x 15 cm). 4 S. Original-Programmzettel, gefaltet, mit farbig illustriertem Deckeltitel (Signee: Eichheim 39). Deckel etwas berieben, innen gut erhalten, Spuren entlang der Faltlinie. Handschriftliche Bleistiftnotiz auf Deckel über Aufführungsbesuch. Inszenierung von Regisseur Max Marfeld, Ausstattung: Ludwig Hornsteiner, Musikalische Leitung: Dr. Edmund Nick, Tänze: Lula von Sachnowsky. Schauspieler u.a.: Georg Trabert, Hans Stadtmüller, Waldemar Henke, Alfred Haase. Die farbige Illustration auf dem Deckel wurde signiert mit "Eichheim 39". Auf der Rückseite des Programmzettels findet sich das Zeichen der Deutschen Arbeitsfront ("Die Deutsche Arbeitsfront / NS-Gemeinschaft "Kraft durch Freude" / Gau Berlin"), vermutlich wurde der Besuch der Aufführung gefördert. Das Theater des Volkes existierte während des Nationalsozialismus im Gebäude gegenüber dem Schiffbauerdamm-Theater (Am Zirkus), nach 1945 wurde das Gebäude als Friedrichstadtpalast weitergenutzt.
(ca. 21 x 15 cm). 6 S. zum Aufklappen. Original-Programmzettel mit Abbildung und typografisch gestaltetem Titel auf dem Deckel. Einband etwas berieben, sonst gut erhalten. Zettel wurde gelocht. Notiz über Besuch (1949) auf Deckel oben. Insgesamt guter Zustand. Inszenierung: Hans Stüwe, Musikalische Leitung: Hans Lenzer, Chöre: Ernst Senff, Bühnenbild: Waldemar Volkmer. Mitwirkende: Werner Liebing, Hans Heinz Nissen, Traute Richter und andere. Programm enthält genaue Besetzungsliste und Texte zur Oper. Die Städtische Oper war im Nationalsozialismus als "Deutsches Opernhaus" bezeichnet worden, nach 1945 wurde sie wieder in "Städtische Oper" umbenannt. Erst 1961, nach Bau der Mauer und in Relation zur "Deutschen Staatsoper" in Ost-Berlin (Unter den Linden), wurde ihr der bis heute gültige Name "Deutsche Oper Berlin" verliehen. Da das bisherige Opernhaus auf der Bismarckstraße im Krieg zerstört wurde und das neue Gebäude an selbiger Adresse erst ab 1961 bereit stand, führte die Städtische Oper Berlin in den Jahren nach 1945 ihre Inszenierungen im "Theater des Westens" in der Kantstrasse auf. Zettel enthält auch zeitgenössische Werbung von Berliner Firmen aus den umliegenden Stadtvierteln des Berliner Westens. Seltenes Programm aus der Nachkriegszeit und bedeutender Teil der Berliner Musiktheatergeschichte!
8vo., First Edition, with numerous photographs throughout; black cloth, gilt back, a very good, bright, clean copy in dustwrapper. Not recorded by Enser.
16 S. Original Broschur mit illustriertem Deckeltitel. (= Galgenbücherei, Band 3). Gebrauchsspuren am Einband, insgesamt gut erhalten. Aussage: "Bordell = Hurengefängnis". Mit einem Gedicht von Karl Lieblich und Text von "Teddy Expulsus" und "De Galgenstrick von de Woaterkant".
21 x 21 cm. [12 Blatt], Original Karton mit Deckeltitel, einige Rotstift-Anstreichungen, sonst guter Zustand. 8 schwarzweiße Abbildungen.
Gr. 4°. (ca. 42,2 x 28,2 cm). 24 S. Original-Karton mit illustriertem Deckeltitel. Einband leicht fleckig und berieben, sonst gut erhalten. Insgesamt guter Zustand. Die großformatige Publikation zur Spielzeit 1981/82 enthält Texte von Botho Strauß, Ludwig Hohl, Ernst Jünger, Maurice Blanchot und anderen sowie zahlreiche Illustrationen (schwarz/weiss und farbig). Die Premiere des Stücks von Botho Strauß war dann im Juni 1982. - - - ACHTUNG! Dieses Buch kann wegen seines Gewichts oder seiner Größe nur als PAKET verschickt werden. Innerhalb Deutschlands 5,80 Euro. (Portokosten ins Ausland bitte erfragen.) / ATTENTION! Due to its weight or size this book can only be sent as a PARCEL. Within Germany 5,80 Euro (For shipment abroad please ask).
21 x 15 cm. 38 S. Original-Broschur mit illustriertem Deckeltitel. Einband etwas beschabt. Sonst sehr guter Zustand. Mit schwarzweissen Boxfotos und Werbeanzeigen.
ca. 29,5 x 21 cm. (2) 179 (2) Seiten, polnisch, Maschinenschrift (schwarzes Kohlepapier) auf Durchschlagpapier. Kartonbroschur der Zeit mit Leinenrücken und handschriftlichem illustriertem Deckeltitel. Einband mit starken Gebrauchsspuren, Seiten mit teilweise handschriftlicher Paginierung sowie etlichen handschriftlichen Änderungen, Anmerkungen und kleinen Skizzen des Autors. Insgesamt befriedigender Zustand. - Contemporary brochure with cloth spine and handmade illustrated title. Cover with traces of use and rubbing, pages with lots of handwritten alterations, annotations and little sketches by the author. In total a satisfying condition. Rarität! Textbuch (datiert 11. September1963) einer Theaterversion von Dostojewskis "Brüder Karamasow" des polnischen Schauspielers, Regisseurs und Autors Jerzy Krasowski (1925-2008). Das Stück wurde 1963 in Warschau aufgeführt und vom Autor 1969 für das polnische Fernsehen verfilmt. Beigefügt ist ein undatiertes Blatt mit kurzer deutscher Inhaltsangabe und Einschätzung des Stücks, offensichtlich vom Schauspieler Stanislaw Zaczyk (1923-1985), der in der Warschauer Inszenierung den Iwan gespielt hat. Weiterhin beigefügt ein handsigniertes Schreiben von 1971 vom damaligen Chefdramaturgen des Berliner Schiller-Theaters dem Schauspieler und Regisseur Albert Bessler (1905-1975), worin auf das Stück Bezug genommen wird. - Rare! Typescript on flimsy paper of a theater version of Dostoyevsky's "Brothers Karamazov" by Polish actor, director and author Jerzy Krasowski (1925-2008). The Play was performed in Warsaw in 1963, and in 1969 directed by the author for the Polish television. Enclosed is a short German estimation of the play, possibly by the Polish actor Stanislaw Zaczyk (1923-1985) who played the role of Ivan in the Warsaw representation. Also enclosed is a letter signed by the German actor, director and dramatic advisor Albert Bessler (1905-1975) referring to the play.
Gefaltete Karte: (ca. 22,8 x 12,5 cm). 1 Karte. Original-Broschur mit illustriertem Deckeltitel. Geringe Gebrauchsspuren, guter bis sehr guter Zustand. Die detaillierte und farbige Karte hat ausgefaltet ein Gesamtmaß von ca. 67,5 x 96,5 cm.
328p. Decorated title page. Double column. Index of soldiers' names. Inked ownership of Marjarie Myers. 8vo. Original full tan cloth binding. Sixth printing. WWII 3
Gutes Exemplar; der farb. illustr. Einband stw. geringfügig berieben. - Berlin war seit dem Ende des 19. Jahrhunderts eine "ungeheuere Retorte, wo die Giganten-Chemie eines neuen Weltalters ihre Experimente" machte (Wilhelm Bölsche). So zog es auch mit Prag verbundene Angehörige der (deutsch-)schreibenden Zunft zeitweilig oder für immer in die Reichshauptstadt. Die Autoren des vorliegenden Bandes bringen Leben und Werk einiger von ihnen aufgrund langjähriger, oftmals kriminalistisch anmutender Nachforschungen in Archiven und sonstigen Nachlaßbeständen erstmals zur Darstellung. ... Dabei werden geistige Brücken zwischen Deutschen und Tschechen sichtbar, die es heute (nach der "Wende" von 1989) zu rekonstruieren, zu benutzen und auszubauen gilt. (Verlagstext) // INHALT : VORWORT --- DAS PRAGER DEUTSCH --- DIE TSCHECHISCHE LITERATUR UND IHRE VERMITTLER --- von Ota Filip --- "BROT MIT DEM RASIERMESSER GESCHNITTEN" DAS LEBEN UND WERK JOSEF ADOLF BONDYS von Anthony Northey --- I. Kindheit --- II. Gymnasium --- III. Universität --- IV. Die "Moderne Dichtung" --- V. Interim --- VI. Prag --- VII. Judentum --- VIII. Karriere --- IX. Die "Neue Revue" --- X. Kafka --- XI. Der Theaterkritiker --- XII. Der Leitartikler --- XIII. Exil --- "UND BLIEB EIN DICHTER UND EIN NARR" --- VICTOR HADWIGER, GEBOREN 1878 IN PRAG, GESTORBEN 1911 IN BERLIN --- von Hartmut Vollmer --- I. Prag --- II. Berlin --- WANDERER ZWISCHEN DEN WELTEN --- VOM LEBEN UND STERBEN DES PRAGER DICHTERS UND BERLINER DIPLOMATEN CAMILL HOFFMANN --- von Dieter Sudhoff --- I. Kolin --- II. Prag --- III. Wien --- IV. Dresden --- V. Berlin --- VI. Prag --- VII. Theresienstadt --- ARIEL, BAPTIST, BELIAL, MERLIN, HÖLLRIEGEL - --- RICHARD A. BERMANN: DER PUBLIZIST UND SCHRIFTSTELLER --- von Hans-Harald Müller --- I. Entlarvung eines Pseudonyms --- II. Der Weg nach oben --- III. Aspekte des Werks --- IV. Lebensstationen --- V. Bekenntnis zum "künstlerischen Jounalismus" --- "... DAS THEATER MENSCHLICHER ZUSTÄNDE UND REGUNGEN ZU --- ÖFFNEN" --- DER ERZÄHLER, ESSAYIST UND ÜBERSETZER PAUL WIEGLER --- von Hartmut Binder --- I. Jugend --- II. Lehrjahre --- III. Prag --- IV. Ullstein --- V. Aufbau --- REPRÄSENTANT EINER VERSUNKENEN WELT DER ERZÄHLER UND DRAMATIKER OTTO ZOFF von Peter Engel --- I. Herkunft und Kindheit --- II. Literarische Anfänge --- III. Auseinandersetzung mit Max Brod --- IV. Aufbruch nach Berlin --- V. Parteigänger des Expressionismus --- VI. Erfolg mit Bearbeitungen --- VII. Emigration und Rückkehr --- LITERARISCHE BEZIEHUNGEN ZWISCHEN PRAG UND BERLIN NACH DEM --- ZWEITEN WELTKRIEG, 1945-1968 --- von Vladimir Ulrich --- ABKÜRZUNGESVERZEICHNIS --- ABBILDUNGSVERZEICHNIS --- REGISTER. ISBN 9783885571308
Photo-illustr.
VG/VG (slight shelfwear only to book and dj) Octavo 239pp illustrated
1 handschriftlich einseitig beschriebenes Blatt mit gedruckter Absenderadresse. Zweifach gefaltet, guter Zustand. "Der Katalog ist aber auch ein Dokument für die Nichtigkeit der abstrakten Malerei. Wie ist das Zeug überschätzt worden..." - Beiliegend: Ausstellung von Malerei unserer Zeit. Europäische Gemeinschaft. Marzotto Preis 1960. Firenze: Vallecchi 1960. 122 S., ca. 92 Farbtafeln. Original-Karton mit Deckeltitel. Rücken verblichen, sonst noch guter Zustand.
(ca. 29,5 x 21 cm). 1 S. Original-Brief, maschinengeschrieben, mit Datierung und handschriftlicher Anrede und Signatur. Papier wurde gefaltet, gut erhalten. Der Brief des ehemaligen deutschen Bundespräsidenten Karl Carstens richtet sich an den für die alte Bundesrepublik bedeutenden Verleger Wolf Jobst Siedler. Siedler war seit Anfang der 1960er Jahre als konservativ-kritischer Journalist, Essayist und Verleger in Westberlin tätig. Insbesondere seine verlegerische Tätigkeit im Siedler Verlag machte ihn für viele Menschen in der BRD zu einem bedeutenden Zeitgenossen. Im Januar 1986 feierte Siedler seinen 60. Geburtstag, mit Würdigungen in allen wichtigen Medien der westdeutschen Öffentlichkeit. Der Brief wurde von Karl Carstens im Umfeld dieses Jubiläums verfasst, geht jedoch auch über dieses hinaus. Carstens war der fünfte Bundespräsident der BRD in der Periode von 1979 bis 1984. Das Schreiben vom 20. Januar 1986 (handsigniert) umfasst etwa 15 Zeilen. Es trägt im Briefkopf die offizielle Anschrift "5300 Bonn 1, Bundeshaus". Der ehemalige Bundespräsident formuliert zunächst Wünsche zum Jubiläum Siedlers und Dank für dessen "große verlegerische und schriftstellerische Leistung in den letzten Jahrzehnten". Herausragend und bezeichnend ist daraufhin der zweite Absatz des halboffiziellen Briefs an den Verleger: "Daß Geschichte und Geschichtsbewußtsein wieder stärker hervortreten nach den Jahren, in denen beides sträflich vernachlässigt wurde, ist zu einem erheblichen Teil Ihr Verdienst. Besonders danken möchte ich Ihnen für die geistige Hilfe, die Sie Berlin geleistet haben und leisten. Daß Männer wie Sie sich mit dem Schicksal dieser Stadt identifizieren, ist für sie von unschätzbarem Wert." Hier wird neben den Verbindungen zwischen dem konservativen Verleger und Größen der bundesdeutschen Politik auch die Perspektive auf den Umgang mit deutscher Geschichte in der Bevölkerung (der damaligen BRD) sowie der Blick auf das Schicksal der ehemaligen Reichshauptstadt Berlin aus Blickrichtung eines hochrangigen und verdienten CDU-Politikers sichtbar. Sehr interessantes Schriftstück (Unikat) mit Einblick in die Geschichte eines Verlegers und die der Eliten in der alten Bundesrepublik!
(ca. 29,5 x 21 cm). 2 S. Original-Brief, handgeschrieben, mit Datierung und handschriftlicher Signatur. Papier wurde gefaltet, handschriftliche Notate des Empfängers, gut erhalten. Der Brief des Politikwissenschaftlers und Publizisten Dofl Sternberger richtet sich an den für die alte Bundesrepublik bedeutenden Verleger Wolf Jobst Siedler. Siedler war seit Anfang der 1960er Jahre als konservativ-kritischer Journalist, Essayist und Verleger in Westberlin tätig. Insbesondere seine verlegerische Tätigkeit im Siedler Verlag machte ihn für viele Menschen in der BRD zu einem bedeutenden Zeitgenossen. Im Januar 1986 feierte Siedler seinen 60. Geburtstag, mit Würdigungen in allen wichtigen Medien der westdeutschen Öffentlichkeit. Der Brief wurde von Sternberger im Umfeld dieses Jubiläums verfasst, geht jedoch auch darüber hinaus. Das Schreiben vom 16. Januar 1986 (vollständig handgeschrieben und signiert) umfasst zwei nahezu volle 4-Seiten. Es trägt im Briefkopf Name und Anschrift des Verfassers (61 Darmstadt / Rosenhöhe / Schindelhaus). Dolf Sternberger formuliert zunächst einige Wünsche zum Jubiläum Siedlers und entschuldigt sich ausführlich - "wegen anderer, älterer (und zeitraubender) Verpflichtungen" - für seine Unpässlichkeit zu Siedlers großer Feier im Ägyptischen Museum in West-Berlin, zu welcher er eingeladen wurde. In den folgenden Absätzen macht er Siedler große Komplimente, wenn er etwa schreibt: "Der Augenschein zeigt mir einen Mann in voller Kraft und Lebensfreude, zudem sehen wir ihre fortdauernde Produktivität und Originalität als Verleger wie auch als Schriftsteller und als Faktor in der öffentlichen Diskussion, als eine Säule Berlins zumal, der Berliner Überlieferung und der Berliner Hoffnung." Hier wird die Verbindung zwischen dem konservativen West-Berliner Verleger und bundesdeutschen Intellektuellen sichtbar. Ein interessantes Schriftstück (Unikat) mit Einblick in die Geschichte eines Verlegers und der Eliten der BRD!
(ca. 29,5 x 21 cm). 2 S. Original-Brief auf gelbem Papier, maschinengeschrieben, mit Datierung und handschriftlicher Signatur. Papier wurde gefaltet, gut erhalten. Der Brief des Schriftstellers Ernst Jünger richtet sich an den für die alte Bundesrepublik bedeutenden Verleger Wolf Jobst Siedler. Siedler war seit Anfang der 1960er Jahre als konservativ-kritischer Journalist, Essayist und Verleger in Westberlin tätig. Insbesondere seine verlegerische Tätigkeit im Siedler Verlag machte ihn für viele Menschen in der BRD zu einem bedeutenden Zeitgenossen. Im Januar 1986 feierte Siedler seinen 60. Geburtstag, mit Würdigungen in allen wichtigen Medien der westdeutschen Öffentlichkeit. Der Brief wurde von Jünger im Umfeld dieses Jubiläums verfasst, geht jedoch ganz deutlich darüber hinaus. Das Schreiben vom 15. Januar 1986 (maschinengeschrieben und handsigniert) umfasst etwa eineinhalb dicht befüllte A4-Seiten (insgesamt 40 Zeilen). Es trägt im Briefkopf Name und Anschrift des Verfassers (D-7945 Langenenslingen 1, Wilflingen). Jünger schrieb dem deutlich jüngeren Freund einen überaus persönlichen Brief zu dessen Geburtstag. Statt seinen Brief mit Glückwünschen zu beginnen schreibt er zum Jubiläum Siedlers über das Altern: "Wie die Zeit vergeht - das spüre ich weniger am eigenen Altern, als durch die Jubiläen der Freunde und Gefährten, besonders, wenn ich sie schon in ihrer Jugend gekannt habe. Sie behalten diese Jugend in meiner Vorstellung." In den folgenden zwei Absätzen erinnert Jünger den Grund ihrer ersten Begegnung. Jüngers Sohn Ernst war mit dem späteren Verleger Wolf Jobst Siedler inhaftiert worden. Jünger schreibt: "Damals, am 12. Februar 1944, erreichte mich in Paris ein nächtlicher Anruf des Kaplans Ronneberger: mein Sohn Ernst sei wegen aufrührerischer Reden im Gefängnis Wilhelmshaven, zusammen mit einem jungen Kameraden - dieser Freund und Kamerad waren Sie. [...] Daß es uns damals mit gutem Beistand gelungen ist, das Ärgste von Ihnen beiden abzuwenden, wurde mir erst allmählich und nach vielen Jahren bewußt. Daß Ernstel dennoch heute unter den Gratulanten fehlt, bleibt Ihnen wie mir ein nicht heilender Verlust." Später formuliert Jünger einiges Lob für den Verleger, wenn er schreibt: "Ein großer Geburtstag, soweit er über das Familiäre hinausreicht, setzt voraus, daß sich der Jubiliar einen Namen gemacht hat, und das ist Ihnen geglückt. Für ihren guten Stern spricht, daß ihr väterliches Haus inmitten des Unheils, während dessen ich zum ersten Male in ihm weilte, unzerstört geblieben ist, Das hat mich gerührt, als ich es im vorigen Jahre nach so langer Zeit wieder betrat." Auch seine Verehrung für die schriftstellerische Leistung Siedlers hat Jünger im Brief über Umwege formuliert. Er schrieb an den einunddreißig Jahre jüngeren Freund: "Ich sollte nun meinen Dank auch als Leser begründen, doch der Rahmen eines Geburtstagsbriefes ist begrenzt. Desgleichen will ich, da ich der Angesprochene war, mich auf Dank beschränken für die bisherige Krönung unserer Freundschaft: Ihre Laudatio anläßlich der Verleihung des Goethe-Preises an mich in der Frankfurter Paulskirche. Das war keine leichte Aufgabe [...]". Ernst Jünger und der Verleger Wolf Jobst Siedler waren auch über gemeinsame Buchprojekte (Bäume. Essays, Gedichte und Bilder / Propyläen 1977) hinaus einander verbunden. Der junge Siedler war ein Freund des Sohnes von Ernst Jünger ("Ernstel", siehe Brief). Dieser starb im späteren Kriegsverlauf mit gerade erst 17-18 Jahren. Der spätere Verleger Siedler war also seit den 1940er Jahren der ganzen Familie Jünger verbunden und lebende Verbindung zum gefallenen Sohn. Sehr persönlicher und gehaltvoller Brief des Schriftstellers Ernst Jünger an den Freund und Verleger Wolf Jobst Siedler!
(ca. 29,5 x 21 cm). 2 S. Original-Brief, maschinengeschrieben, mit Datierung und handschriftlicher Signatur. Papier wurde gefaltet, handschriftliche Notate des Empfängers, gut erhalten. Der Brief des damaligen Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion Hans-Jochen Vogel richtet sich an den für die alte Bundesrepublik bedeutenden Verleger Wolf Jobst Siedler. Siedler war seit Anfang der 1960er Jahre als konservativ-kritischer Journalist, Essayist und Verleger in Westberlin tätig. Insbesondere seine verlegerische Tätigkeit im Siedler Verlag machte ihn für viele Menschen in der BRD zu einem bedeutenden Zeitgenossen. Im Januar 1986 feierte Siedler seinen 60. Geburtstag, mit Würdigungen in allen wichtigen Medien der westdeutschen Öffentlichkeit. Der Brief wurde von Vogel im Umfeld dieses Jubiläums verfasst, geht jedoch deutlich über dieses hinaus. Das Schreiben vom 8. Januar 1986 (handsigniert) umfasst etwa eineinhalb A4-Seiten. Es trägt im Briefkopf die damalige Amtsbezeichnung als Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion und als Anschrift "5300 Bonn, Bundeshaus". Der Politiker Vogel formuliert zunächst einige Wünsche zum Jubiläum Siedlers und entschuldigt sich ausführlich für seine Unpässlichkeit zu Siedlers großer Feier im Ägyptischen Museum in West-Berlin, zu welcher er eingeladen wurde. In den folgenden Absätzen macht er Siedler große Komplimente, wenn er etwa schreibt: "Sie wissen, wie sehr ich Ihre meisterhafte Fähigkeit im Umgang mit dem geschriebenen und dem gesprochenen Wort bewundere. [...] Menschen wie Sie lassen einen auch in Zeiten die Zuversicht bewahren, in denen vieles in einer breiigen Sülze von provinzieller Inkompetenz zu verschwinden droht." Der Brief des SPD-Politikers schließt mit: "In Verbundenheit. Ihr Hans-Jochen Vogel". Hier wird die Verbindung zwischen dem konservativen Verleger und Größen der bundesdeutschen Politik - eindeutig parteiübergreifend - sichtbar. Ein interessantes Schriftstück (Unikat) mit Einblick in die Geschichte eines Verlegers und der Eliten der alten BRD!