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Zusammen 51½ SS. auf 41 Bll. Verschiedene Formate. Hübsche Sammlung von Schriftstücken an A. M. Beschorner, den Inhaber der gleichnamigen Metallwarenfabrik (die u. a. einige einige reich ausgestattete Kupfersarkophage für verstorbene Mitglieder des Hofs wie Kaiserin Elisabeth oder Kronprinz Rudolf herstellte) und Inhaber der des privaten Bestattungsunternehmens "Concordia", das Beschorner 1907 an die Gemeinde Wien verkaufte. Von den Korrespondenzpartnern namentlich genannt seien Johann Strauss Enkel (1866-1939), von dem eine eh. Briefnachschrift enthalten ist, und der Komponist Josef Sieberer (fl. um 1862), von dem zwei Briefe enthalten sind; weiters finden sich hier teils beschriebene Visitkarten von Prinzessin Hanna Liechtenstein, Leopold Graf Auersperg, Ministerpräsident Graf Stürgkh, Eduard Prinz von und zu Liechtenstein, Julius Wagner von Jauregg und Alexander Xanthopulo sowie ein Briefkärtchen und eine Visitkarte von Julius Meinl (I. oder II.), beide mit einigen faksimilierten Zeilen. - Beiliegend ein gedr. Mitliederverzeichnis des "Wiener Cercle". - Meist mit kleinen Gebrauchsspuren.
Normandie (St Maurice d'Etelan), L'Auteur, 1944. In-8, couverture gauffrée illustrée d'un damier bleu et blanc et d'une coccinelle en relief. Edition originale rare. Tirage à 224 exemplaires sur Arches. Un des 24 exemplaires pour nos Amis datés à la presse de 1920 A 1944. Exemplaire daté 1934. Exemplaire enrichi d'un bel envoi autographe de l'auteur. " Pour Madame André Berge parceque s'il faut de tout pour faire une femme, il y faut au moins un Bon Dieu, des bâtons rompus, du luxe, de l'homme et même de la bête. Pierre B. "
825¾ SS. auf 550 Bll. Verschiedene Formate. Die umfangreiche Korrespondenzsammlung des niederländischen Literaturkritikers, Mäzens, Pädagogen und Bibliophilen Nicolaas Johannes Beversen erstreckt sich über mehr als vier Jahrzehnte und versammelt Briefe und Karten von über 90 Briefpartnern, mehrheitlich Schriftsteller und Maler, darunter Théophile de Bock, Pieter Cornelis Boutens, Colette, Georges Duhamel, Henri Fantin-Latour, Paul Fort, John Galsworthy, André Gide, Paul Herrmann, Ricarda Huch, Käthe Kollwitz, Melchior Lechter, F. T. Marinetti, Romain Rolland, Annie Salomons, G. B. Shaw, Stijn Streuvels, Arthur Symons und Émile Verhaeren. Meist geht es um Vorträge, zu denen Beversen einlädt, um Aufsätze und Beiträge, die er erbittet, und auch so manch Persönliches erfährt man - etwa von Ricarda Huch, die ein Jahr nach ihrer ihre Tochter Marietta nicht allein lassen möchte: "Meine Abneigung gegen Vorträge ist grundsätzlich", so heißt es etwa unterm 27. X. 1912, "und wird sich wohl nicht ändern. Außerdem habe ich noch schrecklich viel Arbeit mit meinem Buche, ganz abgesehen von einer Tochter, die ich nicht allein lassen könnte. Einstweilen muß ich also noch auf das Vergnügen einer Hollandreise verzichten". - John Galsworthy erläutert seine Einschätzung von Charles Dickens: "I safely received the MS. Yes, I'm afraid I do think Dickens - great as he was - was not what I call a poet. He could describe certain kinds of atmosphere well enough, such as the Essexmaster or the Thames in London, but there is lacking even from his best descriptions that which we find in Hardy or Turgenev or Coward. It's almost impossible to express the lack exactly. No, he was not a poet - though the greatest of all natural story tellers […]" (29. X. 1922). - Colette kündigt Beversen die Fertigstellung des zweiten Teils ihres Romans "La Naissance du Jour" (Revue de Paris 35/2, März-April 1928) sowie die Zusendung ihrer berühmten Portraitphotographie mit zwei Katzen (von Henri Manuel) an, die dank des Briefes auf 1928 datiert werden kann: "Ich habe drei Monate lang gearbeitet (an der zweiten Hälfte meines Romans (?) la Naissance du Jour) wie eine Unglückliche, mit unglaublicher Geduld und Mühe. Gestern Abend bin ich fertig geworden! (ich werde ins Kino gehen!) Und ich denke an Sie. Manuel wird ihnen das letzte Foto schicken, das zufällig gut ist, das heißt, dass die zwei Katzen darauf wunderbar sind. Selbstverständlich werde ich nach Den Haag kommen. Ich weiß weder wann noch warum [...]" (Paris, Frühjahr 1928; Übs. aus dem Frz.). In einem undatierten Brief berichtet Colette davon, dass sie sich von ihrem späteren dritten Mann Maurice Goudeket einen Artikel Beversens vorlesen bzw. übersetzen ließ (Paris, vor 1935). - André Gide wiederum versucht vergeblich das jüngste Werk des Diplomaten und Schriftstellers Paul Claudel, wohl "Partage de midi", für Beversen zu besorgen: "Unglücklicherweise ist das letzte Buch von Claudel nicht am Markt. Mit nur wenigen gedruckten Exemplaren befürchte ich, dass es heute durch die Gefallen, die er seinen Freunden damit getan hat, komplett vergriffen ist. Sie sind nicht der Einzige, der bedauert es nicht besorgen zu können [...]" (Paris, 6. I. 1907; Übs. aus dem Frz.). 10 Jahre später beantwortet Gide Fragen zum literarischen Nachlass des 1916 verstorbenen belgischen Dichters und Kritikers Émile Verhaeren: "Madame Verhaeren hat mir nie von den Reiseerinnerungen erzählt, auf die sie anspielen und ich bezweifle, dass V. diese jemals geschrieben hat. Allerdings werden zwei Bände von 'Konferenzen' (später) erscheinen. Ich weiß nichts von der Dossiersammlung die sie angesprochen haben. Ich warte also auf dieses Buch Ihres Freundes Valkhoff; er darf versichert sein, dass ich es mit herzlichster Aufmerksamkeit lesen werde [...]" (Cuverville, 15. XI. 1917; Übs. aus dem Frz.). Vermutlich bezieht Gide sich auf Pieter Valkhoffs "De Franse geest in Frankrijks letterkunde" (Leiden, 1917). - G. B. Shaw berichtet von der Vorbereitung eines Buches mit seinen zwei letzten Stücken "The Doctor's Dilemma" und "Getting Married" (16. XII. 1908), und Käthe Kollwitz beantwortet eine Reihe von Beversens Fragen zu ihrem Werk und erzählt von einer zwei Jahre zurückliegenden Reise nach Belgien und Holland: "Wir suchten die Grabstelle unseres Sohnes auf, der 1914 vor Dixmuiden fiel. Dann waren wir in Amsterdam und im Haag u. sahen die herrlichen Gemälde. Jetzt in diesem Jahr waren wir auf der entgegengesetzten Seite nämlich in Russland [...]" (3. VI. 1928). - Detaillierte Verlistung auf Anfrage.
1 S. Qu.-Folio (326:208 mm). Mit rotem Wachssiegel. Taufschein von der Pfarre St. Peter und Paul in Birkfeld im Oberen Feistritztal, für den am 2. August 1792 geborenen Joseph Graff, Sohn des bürgerlichen Mauerermeisters Johann Graff und der Helena Schlamendinger. Das gedruckte Formular eigenhändig ausgefüllt von Johann Nepomuk Kolb, "der Weldweiß- und Gottesgelährtheit Doktor Fürstbischöfflicher Rath Pfarrer, und Dechant". - Faltspuren; Steuerstempel; etwas braunfleckig; kl. Papierdurchbrüche hinterlegt und mit einem größeren Einriß; knittrig.
Full-page painting in colours and gilt on vellum, signed by Julia Schily-Koppers, and 7 paper leaves with coloured borders by Amalie Rost (one signed) around the signatures of the dedicatees. Stored in a full leather portfolio over wooden boards (412 x 574 mm) crafted by Amalie Sarling (signed): upper cover with leather carving and 4 tooled brass corner fittings with glass bosses; green moirée silk pastedowns and gilt inner dentelles to both covers. Homage album for Otto von Bismarck (1815-98), who had been forced to resign as chancellor of the German Empire five years previously, on the occasion of his 80th birthday - a time at which the aged statesman was fighting to shape his image for posterity. After a vote to send him a congratulatory birthday telegram had fallen through in the Reichstag, where Bismarck enjoyed little support, some 400 German cities immediately declared him an honorary citizen - a prelude to the Bismarck mania that would seize Germany after his death three years later. The fine painting on vellum by the Westfalian artist Julia Schily-Koppers (1855-1944) depicts a young woman with four children before a bust of Bismark, the pedestal inscribed, "From the German women to the greatest German man", with the statue of Germania in the background. - Koppers, a native of Borken near the Dutch border and grandmother of the German politician Otto Schily, had studied at the Düsseldorf Academy and enjoyed an excellent reputation. The borders of the signatory sheets were painted by the Leipzig architectural painter Amalie Rost (1845-1920). They enclose more than 250 signatures by women of Leipzig, including both artists and the bookbinder. - Binding loose; some duststaining to outer margin of vellum leaf, some dampstaining to paper leaves. Portfolio shows very slight rubbing, more pronounced on lower cover, but in all very finely preserved.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit Dank für ein übersandtes Buch: "Ew. Hochwohlgeboren sage ich meinen verbindlichsten Dank für die Uebersendung der Lebensbeschreibung meines Bruders. Ich werde sie mit größtem Interesse lesen u. freue mich daß eine so gewandte Feder sich dieser Aufgabe unterzogen hat [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm; tadellos erhalten.
Zusammen (3½+1½ =) 5 SS. auf 2 Doppelbll. 8vo. An einen Herrn Direktor mit Dank für ein Bismarck gemachtes Geschenk sowie mit Überlegungen zur Anschaffung eines Teppichs in Friedrichsruh: "Der stählerne Kranz hat viel Bewunderung erzeugt durch die außerordentliche Kunst seiner Verfertigung, als Zeichen der Anhänglichkeit seiner Spender war er dem hohen Herrn noch werthvoller. Das Dankschreiben Seiner Durchlaucht wird Ihnen in einiger Zeit zugehn [...] Auf die Frage über Teppich od. dgl. ist schwer zu antworten. Friedrichsruh ist, glaube ich, der einzige Ort, der von den drei genannten geeignet für eine solche Gabe erscheint. Sehr dankenswerth würde es sein, wenn nach der Rückkehr des Fürsten Sie oder einer der Herren des Comites dorthin kommen wollten, um den geeignetsten Raum auszuwählen, falls der Plan zur Ausführung kommen soll [...]" (Varzin, 5. XII. 1894). - An denselben Empfänger mit der Vereinbarung eines Besuches desselben bei Bismarck: "Auf Ihr freundliches Schreiben theile ich ergebenst mit, daß der Fürst und Frau Gräfin Rantzau sehr erfreut sein werden, Sie und Ihre Frau Gemahlin hier zu begrüßen. Den Tag wollen Sie, bitte, nach eigner Wahl bestimmen und kurze Mittheilung vorher geben, so daß ich, falls hier für den Tag Behinderung, Ihnen noch telegraphiren kann. Die von Ihnen genannte Ankunftszeit [...] ist die geeignetste und das Anhalten des Zuges wird von hier aus veranlaßt werden [...]" (Friedrichsruh, 16. I. 1895). - Gering fleckig und mit kleineren Randläsuren.
2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Industriellen Wilhelm Kollmann mit Dank für das Bismarck gesandte Geburtstagsgeschenk, Nachrichten über dessen Genesung und Grüßen gemeinsamer Bekannter: "Die Geburtstagssendung ist in vortrefflichem Zustande rechtzeitig eingetroffen und hat den Fürsten sehr erfreut. Auch die Blumen waren frisch und haben sich bis heut so gehalten, denn wir haben das Geschenk draußen unter Schutz aufgestellt, sodaß alle Vorübergehenden es gesehen haben. Jetzt wird es in häusliche Sicherheit gebracht werden. Seine Durchlaucht wird keine Unterschriften geben können, die Zahl der Geschenke ist zu groß [...] Mit dem Befinden Sr. Durchlaucht geht es langsam besser, er ist aber noch den größten Theil des Tages im Bette, und der Schonung sehr bedürftig. Graf und Gräfin Rantzau lassen die freundlichen Grüße herzlich erwiedern. Pastor Lindow ist seit einigen Tagen in Pommern ordinirt und verheirathet, also außer Sorgen. Er läßt Ihnen für die liebenswürdigen Erkundigungen seinen herzlichsten Dank sagen [...]". - Gering stockfleckig.
378:450 mm. Ankündigung eines Konzerts mit "Vocal- und Instrumental-Musik", das am Donnerstag, den 13. Mai, im "Institut-Hause in der großen Steingasse nächst der Mariahülfer-Linie Nro. 182" stattfinden sollte. - Das Blindeninstitut, 1804 als Privatinstitution vom Armenbezirksdirektor der Josefstadt, Johann Wilhelm Klein (1765-1848), gegründet, war 1810 aus dessen Wohnung in die Große Steingasse 213 (6, Stumpergasse 6) übersiedelt und wurde 1816 in ein Staatsinstitut umgewandelt (erstes Blindeninstitut Österreichs). 1829 kam das Institut, da der Platz zu eng geworden war, in ein angekauftes Haus in der Brunngasse (8, Blindengasse 33), wo es am 4. Oktober 1830 als K. k. Blindeninstitut eröffnet wurde. - Etwas gebräunt und mit kleinen Randläsuren; verso adressiert an die Direktion der Landes-Blinden-Anstalt in Purkersdorf bei Wien.
Various formats: (oblong) 8vo to folio. Altogether 95 documents (56 autograph letters signed, 28 autograph postcards signed and 11 autograph manuscripts, mostly signed). Enclosed: one dried plant, one microphotograph, and one obituary. Extensive collection of writings, containing correspondence between the most eminent Austrian botanists and zoologists of their time. Most of the scientific correspondence is addressed to Karl Rechinger (1867-1952), curator of the botanical department at Vienna's Natural History Museum, but also to other officials of the museum, such as the zoologist Friedrich Siebenrock (1853-1925) and the botanist Alexander Zahlbruckner (1860-1938). Among the recipients of letters are Eugen von Halácsy (1842-1913), Julius Steiner (1840-1918), and Theodor Pintner (1857-1942). - The letters comprise various requests, for example concerning loans from the museum for study purposes or information from the archive. Some correspondents have more personal requests, such as the botanist Ignaz Dörfler (1866-1950), who was dismissed from the botany department in 1895 due to a conflict with Günther Beck von Mannagetta-Lerchenau, after which he began trading herbary species from all over the world. He asks Rechinger to give him his copy of "Ritter's Lexikon", because he needs to "consult it almost daily, but I really do not have the 20 guilders [...] If you decide to give me the book, I will give you my single specimen of the Koniga Pyrenaica, which I obtained only after many years of trying […]" (letter of 7 Dec. 1898). The collection comprises some interesting manuscripts, for example detailed descriptions of various species of Thymus, including Thymus thracicus, Thymus rechingeri, Thymus longidens, Thymus moesiacus, Thymus cilicicus, etc. by Karl Ronninger (1871-1954), and an identification table of the wild species of Gentiana by Louis Keller (1850-1915). The palaeobotanist Bruno Kubart (1882-1959) attached a microphotograph of a fossilized fern to his letter to Rechinger from 23 Sept. 1908. - Includes letters and manuscripts by: Ludwig Ganglbauer (2), Ernst Kernstock (8), Karl Frühwirth (2), Rudolf Scharfetter (1), Bruno Kubart (3), Hans Rebel (10), Friedrich Morton (4), Josef Murr (4), Michael v. Eichenfeld (3), Ignaz Dörfler (8), Karl Aust (3), Franz Krasan (4), Karl Ronninger (13), Otto Krebs (4), Louis Keller (2), Karl v. Keissler (5), Josef Kalbrunner (2), Ludwig Heufler v. Hohenbühel (2), Karl Grobben (3), Karl Grimus v. Grimburg (2), Heinrich Braun (6), Friedrich Vierhapper jun. (6), Ludwig von Sarnthein (4). - In excellent condition.
4 SS. 4to. An den Musikwissenschaftler Richard Batka bezüglich der Oper "Der Stier von Olivera": "Wir stimmen mit Ihnen und Herrn Eugen d'Albert darin vollkommen überein, dass das uns zur Ansicht vorgelegte Stück 'Der Stier von Olivera' ein vortreffliches Drama ist, das eine spannende Handlung und besonders scharf gezeichnete Charaktere von ungewöhnlicher Gestaltung hat. Die wesentlichsten Momente des Interesses, das dieses Buch erweckt, liegen jedoch unserer Ansicht nach in den psychologisch so feinen Redewendungen der beiden Hauptfiguren Guillaume und Juanna und weniger in den äusseren sichtbaren Vorgängen auf der Bühne; diese sind aber für ein Operntextbuch, bei dem die feinen Züge des Dialoges nicht zu derselben Wirkung kommen können, wie bei einem gesprochenem Drama, von der grössten Wichtigkeit […]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. - Bote & Bock wurde 1838 von Eduard Bote und Gustav Bock gegründet.
- Paris dimanche 2 avril 1758, 13,4x19,2cm et 11,7x17,8cm, 2 feuillets. - Testament de Louise-Anne de Bourbon-Condé dite Mademoiselle de Charolais, recopié de la main de Jean-Baptiste-François-Joseph, comte de Sade (et père du Marquis), dans lequel cette dernière fait de son neveu, Louis-François Joseph de Bourbon, prince de Conti, son légataire universel. Une seconde partie concerne les legs aux gens de livrée, aux femmes et valets de chambre, à la femme de garde-robe, etc. Note de bas de page de la main du Marquis de Sade : « dite Mademoiselle de Charolais ». On y joint un billet de notes, rédigé de la main de Sade, en vue de la publication de la correspondance de son père. Ce testament a été rédigé cinq jours avant la mort de Mademoiselle de Charolais, dont le décès survint le vendredi 7 avril 1758 à la suite de trois mois de maladie. La seconde partie du testament est datée du dimanche 2 avril 1758, sur la première est mentionnée la date du dimanche 12 avril 1758 : il s'agit bien sûr d'une date fautive. La totalité de cette copie a été rédigée de la main du Comte de Sade qui vécut avec Mademoiselle de Charolais à son château d'Athis-Mons à partir de 1750 jusqu'à la mort de cette dernière. Le jeune Comte de Sade, envoyé par son père à Paris aux alentours de 1720, eut pour protecteur Louis-Henri de Bourbon, Prince de Condé, dit Monsieur le Duc. Dès son arrivée, le jeune homme apprécie la vie de cour et « Chose rare, il plaît aux femmes sans se faire haïr des hommes : d'où le nombre de ses amis, au moins aussi élevé que celui de ses maîtresses. [...] M. de Sade ne se contente pas de conquêtes faciles ; les bourgeoises l'indiffèrent. Celles qu'il recherche - et conquiert le plus souvent - sont des femmes de cour, non seulement pourvues d'esprit et de beauté, mais parées encore d'un nom illustre, de crédit, d'influence ou de fortune, capables en un mot de servir ses intérêts et de le mettre bien en cour. » (Lever, Sade). Parmi son tableau de chasse figure Mademoiselle de Charolais, de sept ans son aînée, soeur de son protecteur et alors maîtresse royale. Peu désireuse de se marier, elle préférera toute sa vie conserver le célibat et multipliera les aventures et les amants prestigieux. Elle fut notamment la favorite du Duc de Richelieu, mais aussi de Louis XV pour lequel elle recrutait de nombreuses maîtresses, écopant ainsi du sobriquet de « maquerelle royale ». La rencontre charnelle entre Mademoiselle de Charolais et le Comte de Sade eut lieu le 24 novembre 1725 alors que ce dernier était contraint de garder le lit à cause d'une entorse. Une lettre de Louise-Anne atteste de cette aventure naissante : « Le 24 novembre est le plus beau jour de ma vie si je suis rentrée en possession de mon royaume et de ma souveraineté, par les droits du lit où je vous ai prêté serment de fidélité. Je compte y avoir reçu le vôtre et je vis maintenant pour le plus joli roi du monde. » (Papiers de famille, p.20). La passion n'est pourtant pas réciproque et le volage Comte de Sade fait bientôt la rencontre de la Duchesse de la Trémoïlle. S'éloignant ainsi de Mademoiselle de Charolais, il lui écrit en guise de rupture : « J'ai regardé, Madame, les avances que vous m'avez faites, comme des agacements de votre esprit et point de votre coeur. Je n'avais point l'honneur de vous connaître, je ne vous devais rien, une entorse m'obligeait de garder ma chambre, j'y étais désoeuvré, vos lettres étaient jolies, elles m'amusaient, je me suis flatté s'il était vrai que j'eus fait votre conquête, que vous me guérissiez d'une passion malheureuse qui m'occupe uniquement. » (op. cit. p.23). En 1752, le Comte de Sade est ruiné par son train de vie, il a envoyé le jeune Donatien au collège Louis-le-Grand et loge chez sa bonne amie Mademoiselle de Charolais au château d'Athis-Mons : « Je me suis retiré chez Mademoiselle, quoiqu'il soit cruel à mon âge de dépendre de quelqu'un, pour diminuer ma dépense. » (Lettre du Comte de Sade à son oncle le prévôt
(Oblong) 8vo. Altogether (1+1 =) 2 pp. on 2 fol. Each with autogr. address and a fine watercolor. Interesting documents from the China campaign on the occasion of the Boxer Uprising (aka Righteous Harmony Society Movement). The author reports to his cousin in Munich about the advance of the troops and various military operations, especially those in Tshang-cheng in March 1901, illustrating the battle in the mountains near the city. The other map shows the city walls of Beijing, represented "by a German painter." - Small damages to edges, slight kink fold and slightly browned.
Zusammen 154 Bll. 8vo. 154 Postkarten des bayerischen Leutnants (ab 1901 Oberleutnants) Richard von Allweyer (geb. 1872), der ab 1900 dem Deutschen Ostasiatischen Expeditionscorps angehörte. 151 Karten sind illustriert und zumeist zusätzlich zu der gedruckten Beschriftung mit handschriftlichen Erläuterungen und Kommentaren versehen. 14 Karten sind postalisch gelaufen, die übrigen vermutlich regelmäßig gesammelt und in Briefen nach Hause verschickt worden. Die Karten beginnen mit Ansichten der Vorbereitungen in Deutschland (darunter eine farbige Ansicht von "Schiessübung und Schiessplatz Jüterbog" sowie eine farbige Innenansicht eines Speisewagens der "Internationalen Eisenbahn-Schlafwagen-Gesellschaft München-Karlsbad"), der Parade der Seebataillone vor dem Kaiser, der Besichtigung des Lazarettschiffs "Gera" durch die Kaiserin und der Transportdampfer "Aachen" und "Crefeld". Mit der "Aachen" führte die Reise nach Shanghai, Tsingtau und Taku, dann nach Japan (Kobe, Yokohama und Kyoto). Mit der "Crefeld" ging es nach Tientsin, ferner gab es Aufenthalte in Peking, Hongkong, wieder Shanghai und nochmals Tsingtau. Die sehr oft von Allweyer kommentierten Karten mit gedruckten Fotos (einige wenige sind Originalabzüge) zeigen Städte, Straßen, einzelne Gebäude, Landschaften, deutsches und chinesisches Militär sowie sonstige Bevölkerung Chinas und Japans in vielfältigen und seltenen Aufnahmen. Die heutigen Millionenmetropolen mit ihren Hochhäusern zeigen sich hier noch als kahle Landschaften mit wenigen Baracken oder als Ansammlung von einstöckigen Holzhütten. Im einzelnen sind Ansichtskarten vorhanden aus: Tsingtau (25), Kiautschou (1), Tsimo (8), Tientsin (8), Shanghai (16), Peking (18), Hongkong (17) und verschiedenen Landschaften (8). Ferner 34 Karten aus Japan (meist ankoloriert), 11 mit Schiffsansichten, 4 aus Deutschland, 1 mit Tuschzeichnung und 3 nicht illustrierte Postkarten. - Beachtliche Quellensammlung zur Situation Ostasiens um 1900.
13 SS. auf 4 Doppelbll. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. Mit Beilage (s. u.). Feldpostbrief, geschrieben als Leutnant im 1. Ostasiatischen Infanterieregiment an seinen Vater Julius Frhr. von Freyberg (1832-1912), den kaiserlich deutschen Bezirkspräsidenten von Unter-Elsass in Straßburg, mit einer detaillierten Beschreibung der Reise (zu Fuß, mit der Eisenbahn und zu Pferd), Zwischenstationen, Landschaften und Verpflegung während des Nachrückens seiner Einheit von Tianjin nach Peking zur Niederschlagung des chinesischen Boxeraufstands. Mit teils drastischen Schilderungen der Zerstörung und über die französischen, russischen, britisch-indischen, amerikanischen und japanischen Interventionstruppen sowie zum Zustand Pekings, insbesondere des verheerten Botschaftsviertels und des geplünderten Kaiserpalastes, wo der Verfasser dann der Leibwache des Generalfeldmarschalls Alfred von Waldersee angehörte. Abschließend mit dem Ausblick auf eine geplante internationale Militärexpedition unter General Yorck von Wartenburg nach "Kalgan" (Zhangjiakou), um Kamele und Pelze einzuziehen, während derer die Chinesische Mauer zweimal überquert werden müsse: "Am 2. traten wir (1. Comp. 3 Comp., 2 Geschütze, 40 Reiter) den Vormarsch auf Peking an. Uns hatten sich angeschlossen, um sicher u. unter Bedeckung nach P. zu gelangen: unser neuer Brig. Komm. General v. Trotha [i. e. Lothar von Trotha, 1848-1920] [...] Unser Zug hatte ein buntes Aussehen. Darin befanden sich ein Teil chasseurs d'Afrique, Zuaven und Indier. In unserem Coupé saßen die dazu gehörigen Offiziere, unter diesen der Indierfürst Maradjah Singh [...] Unterwegs schossen die Franzosen (natürlich die Franz.!) auf wilde Hunde u. vielleicht auch auf chines. Landleute, die ganz friedlich ihre übriggebliebene Kaulian, so nennt man hier die bis zu 2-3 m hochstehenden Maiskoben, mähten [...] Im Palast selbst nahmen wir unser Quartier. Er ist, was die Gebäude betrifft, vollständig erhalten, aber innen sah es toll aus. Alles, was auf irgendwelche Weise sich transportiren ließ, war verschwunden, Russen und Japaner hatten ihn in der unglaublichsten Weise zugerichtet [...]". - Alfred Graf Waldersee hatte im September desselben Jahres den Oberbefehl über die europäischen Streitkräfte im Boxeraufstand übernommen. Graf Maximilian Yorck von Wartenburg starb noch im selben Monat an einer Kohlenmonoxidvergiftung, kurze Zeit nach Beginn der oben genannten Expedition. - Die U. mit einem kleinen Wasserfleck, das Kuvert mit Poststempel "K. D. Feldpoststation No. 2". - Beiliegend zwei Bildpostkarten aus Tianjin. Eine Postkarte von Lt. Richard Frh. von Allweyer (geb. 1872) auf seiner Rückreise aus dem Boxerkrieg: "Meine Lieben! Dies wird wohl der letzte Brief sein, den Ihr von mir erhalten werdet, denn dann komme ich ja selbst: Wann, das steht allerdings in den Sternen [...]" (24. VI. 1901). Eine Postkarte, frankiert und gestempelt, von einem gewissen Unteroffizier namens Adolf Pidun an seinen gleichnamigen Vater in Hannover: "Links Indus rechts Russe. Herzl. Gruß Adolf" (6. V. 1902). Detaillierte Beschreibung beiliegend.
1 S. Imperial-Folio. Die zu Rede stehenden Grundstücke - das "Stuckh Perg" sowie "ain andres Stuckh, so von der Kolstath in Pigltahl grad hiniber an dei Want geeth" - standen zuvor im Besitz des Jörg Christoph zu Wolkenstein und Wanngen und gingen nunmehr in den Besitz von Hanns Heller aus Gries-Bozen über. - Mit papiergedecktem Siegel; kleine Papierdurchbrüche in den Faltungen, sonst tadellos.
102:150 mm. Eine Aufnahme von "Brahms' Bett" (so umseitig beschrieben).
Paris, Robert Laffont, Biographies sans masque, 1987. In-8, broché, couverture illustrée (portrait de R. Brasillach), 420 pp. Photos hors-texte.
3 SS. auf 2 Bll. 8vo und Folio. An den Dichter und Freund Felix Braun zu einem geplanten Besuch Brauns in München: "Das trifft sich so schön dass Sie gerade mit München zu tun haben und man sich bald wiedersehen wird. Es ist schön für Sie, dass Sie mir Ihrer Schwester zusammen leben und dadurch ein schönes, gemütliches Zuhause haben [...]" (4. VII. 1963). Zum leider nicht erfolgten Besuch: "Wir geben aber unsere Hoffnung nicht auf, dass ein Wiedersehen 1964 vielleicht doch stattfindet [...]" (21. II. 1964). - Jeweils mit U. und zweimal mit hs. Zusatz der Frau Boners. Leicht braunfleckig.
5 sets of autographs laid down to album leaves, including original envelopes, numerous photo reproductions and newspaper clippings. Collection assembled by the young Uruguayan nobleman Alejandro Zorrilla de San Martin (1909-87; Foreign Affairs Minister from 1963 to 1965 and grandson of José Luis Zorrilla de San Martín, the National Poet of Uruguay) by direct application. Admiral Joaquim Cordeiro Guerra writes a full-page lettercard (June 1935) next to an image of his ship, the "São Paulo". General José Antônio Flores da Cunha (1880-1959) signs only his name, while General Pedro Aurélio de Góis Monteiro (1889-1956) signs twice (10 Sept. 1932, with 5-line inscription, and 26 Dec. 1940, with compliments). Vice-Admiral Adalberto Lara de Almeida (1885-1961) provides a caption to the image submitted by Zorrilla, as well as penning eight lines on both sides of his visiting card.
2 SS. 4to. An Heinrich Werner: "Wir haben Herrn Hofpianist Moriz Rosenthal vor einigen Tagen geschrieben, dass wir im Falle einer etwaigen neuen Auflage von Hugo Wolfs Kritiken eine Fussnote in Ihrem Sinne aufnehmen wollen, die auf die betreffende Kritik berichtigend hinweist. Er schreibt uns heute einen längeren Brief, von dem wir Ihnen beifolgend eine Abschrift übersenden. Haben Sie die Güte, von deren Inhalt Kenntnis zu nehmen und uns mitzuteilen, ob Sie mit diesem Vorschlage einverstanden sind. Unsererseits würde hiergegen nichts eingewendet werden, vorausgesetzt natürlich, dass Sie mit der Einfügung eines diesbezüglichen Zettels in die noch vorhandenen Exemplare Ihr Einverständnis erklären. Wir bitten Sie, von unserem heutigen Schreiben auch Herrn Dr. Batka gefälligst zu unterrichten […]". Unterzeichnet "Breitkopf&Härtel". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. - Beiliegend die erwähnte Abschrift des Briefes von Moriz Rosenthal.
1½ SS. Kl.-4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Seine Durchl. der Herr Marechal Von Broglie haben dero Brieff sub 27. Januari richtig Erhalten und mir Befohlen Ihnen auff denselben zu antworthen [...] daß Er Ihnen Ihr Begehren willig gestatten thut, Sie können nur den Commandanten der frantzösischen troupen [...] umb Ihren Paß Ersuchen [...]". - Beiliegend ein alter Sammlungsumschlag.
1 S. 4to. "Dans l'absence de Mr Le Comte de Chabo Jay remis Monsiuer Votre Lettre 6 portefeuille que vous lui avez addresser a Mons. Le Comte de Broglie que lui la fera pervenir par le premier ordonnance qui partira [...] son Poste [...]". - Stark fleckig; alt auf Trägerpapier montiert; beiliegend ein alter Sammlungsumschlag.
1 S. Qu.-8vo. An die Redaktion des Adelsblattes "Der Salon". - Mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess. Beschnitten mit Textverlust in der Adresse.
Titel und 30 nunm. SS. auf 15 Bll. Pappband. 8vo. Wie auf dem Titel weiter vermerkt "gestochen und verlegt von Severin Buemann, Kupferstecher und Hylograph [...] Favoritenstrasse Schaumburgergrund No. 78 in Wien". - Handschriftliches Vorabexemplar zur Erlangung des Imprimatur mit entsprechendem Zensurvermerk. - Buemann (1808-1848) "besaß eine große Gewandheit im Zeichnen u. zählte zu den besten Xylographen Wiens in einer Zeit, als diese Kunst erst in Aufnahme kam [...] Schöne Proben seines seltenen Talentes in der Holzschneidekunst hat die Theaterzeitung von Adolf Bäuerle, Jahrgang 1845, aufzuweisen" (Wurzbach, s. v.). - Beiliegend ein hs. Entwurf des Vortrags eines nicht identifizierten Verfassers, der gleichfalls um Imprimatur ansucht: "In folge hohen Erlasses des Herrn Statthalters vom 24. d. M. Zahl 6481 ist der Vortrag gestattet" (4 SS. auf Doppelblatt. 4to).