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8 sets of autographs laid down to album leaves, including original envelopes, numerous photo reproductions and newspaper clippings. Fine collection of autographs by great bullfighters, assembled by the young Uruguayan nobleman Alejandro Zorrilla de San Martin (1909-87; Foreign Affairs Minister from 1963 to 1965 and grandson of José Luis Zorrilla de San Martín, the National Poet of Uruguay) by direct application. Rafael Guerra Bejarano (1862-1941), known as "Guerrita", signs a three-line inscription (8 Oct. 1923), as does Rodolfo Gaona Jiménez (1888-1975, signs 25 July 1925). Marcial Lalanda del Pino (1903-90), immortalized in Hemingway's "Death in the Afternoon", signs a nine-line dedication on 1 June 1926, while his cousin Pablo Lalanda Gutiérrez (1902-1936) signs the illustrated card on May 12. Ricardo Torres Reina (1879-1936), known as "Bombita", signs on 31 May 1922; Vicente Pastor y Durán, "El Chico de la blusa" (1879-1966), writes a four-line inscription on 28 July 1931. Diego Mazquiarán Torrontegui "Fortuna" (1895-1940) sends his admirer a five-line inscription on 28 April 1928. Antonio Cañero Baena (1885-1952) sends a six-line signed inscription and includes a signed original photograph (undated, but July/August 1926).
2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An Frau Mohl (?): “Ich beantworte Ihren freundschaftlichen Brief mit Erwiederung des darin ausgesprochenen Wunsches, so gut ich solche machen kann, aber das Verlangen nach Autographen meines seligen Mannes wird mir immer schwüriger zu befriedigen, nicht daß es mir daran fehle, nur daß ich Briefe an mich eigentlich gerichtet, nicht geben kann, und ich nichts der Art sonst besitze als nur aus Papier-Körbe gerettete, weggeworfene Blätter - so ächt wie sie es nur sein können, aber natürlich ohne Unterschrift [...]”. - Christian von Bunsen gehörte zu den Mitbegründern des Deutschen Archäologischen Instituts in Rom; in der Auseinandersetzung um das Breve Pius’ VIII. über die Mischehen (1830) und dem sich daraus entwickelnden Kölner Kirchenstreit wurde seine Stellung in Rom jedoch unhaltbar, so daß er demissionierte und Gesandter in Bern wurde. 1841 verhandelte er in England im Auftrag Friedrich Wilhelms IV. über die Gründung eines anglikanisch-preußischen Bistums in Jerusalem. Seit 1844 als preußischer Gesandter in London tätig, wurde er wegen seiner englisch orientierten Haltung während des Krimkriegs 1854 abberufen und zog sich als Privatier nach Heidelberg zurück. Seine Gattin Frances, die älteste Tochter von Benjamin Waddington of Llanover, Monmouthshire, veröffentlichte 1868 seine Erinnerungen (‘A Memoir of Baron Bunsen’; dt. verm. Ausg. von Friedrich Nippold, 1868-71).
1 S. 4to. Mit den Unterschriften von Fred Hennings, Else Wohlgemuth, Ebba Johannsen, Raoul Aslan und Ewald Balser sowie von Albert Heine und Stefan Hlawa.
4 SS. auf Doppelblatt. Folio. Gedruckter Formularbogen mit hs. Eintragungen und Übernahmequittierungen von Textbüchern (darunter Goldinis "Mirandolina" oder Schillers "Jungfrau von Orleans") durch folgende Schauspieler und Schauspielerinnen, teilweise mit Doppel- oder Mehrfachzeichnung: Auguste und Eduard Anschütz, Frl. Bandini, Auguste Brede, Carl Fichtner, Julius Hennig, Julius La Roche, Ludwig Löwe, Carl Lucas, Emilie, Betty, Antoine und Karl Josef Mittell, Heinrich Marr, Fanny Matras, Franz Mayerhofer, Joseph Moreau, Adolfine Neumann, Julie und Karl Rettich, Adolf Schwarz, Frl. Schuller, Karl Stein, Adolph Vollkomm, Anton Wagner, Friederike und Karl Weber, Friedrich Wilhelmi und Anna Zeiner. - Mit einigen wenigen größeren Randeinrissen entlang des Falzes und leicht braunfleckig.
Zusammen 3 SS. Qu.-12mo. Die jeweils mit mehreren eh. Zeilen beschriebenen Visitkarten des Malers Franz Haiss, des “Burgtheater-Inspectors” C. Barrot und des “Mitglieds” Emil Ferrari betreffen alle die Reservierung von Theaterkarten. - Beiliegend je eine gedr. Visitkarte des k. k. Hofopernsängers L. von Bodányi mit 6 eh. Zeilen verso und U. sowie von G. Dreilich, k. k. Maschinerie-Inspektor im Opernhaus, mit 2 eh. Zeilen verso.
1 S. auf Doppelblatt. Folio. Hs. Rundschreiben mit eh. U. von Josef Lewinsky, der die "geehrten Mitglieder des Genossenschafts-Verbandes am k. k. Hofburgtheater" davon in Kenntnis setzt, "daß während der Ausstellungswoche des 'Bazar zum Besten deutscher [Büh]nen Angehöriger ein Festblatt in 10 Nummern erscheint. Der Abonementspreis für alle 10 Nummer beträgt 2 Mar. Diejenigen p. t. Mitglieder welche auf das Abonement reflectiren werden ersucht sich gefälligst zu unterzeichnen". - Mitunterzeichnet von dem Schauspieler und Dramatiker Ferdinand Kracher als Schriftführer sowie dem Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller Louis Nötel. Umseitig eine eh. Anmerkung mit U. von Nötel, daß der Preis für Bühnenmitglieder nur 1 Mark 50 Pfennig betrage. Auf Bl. 2 verso folgen dann die eh. U. von 14 Schauspielern, die darauf "reflectiren", namentlich Karl Arnau, Friedrich Ludwig Arnsburg, Hedwig Bleibtreu, Franz Fiala, Konrad Adolf Hallenstein, Ernst Hartmann, Robert Hübner, Anna Kallina, Josef Lewinsky, Louis Nötel, Hermann Schöne, Philipp Stätter und Hugo Thimig; eine letzte Unterschrift stammt von Theatermeister Johann Bretschneider. - Stärker fleckig und angestaubt und mit tls. größeren Einrissen in den Faltungen
871 und 475 SS mit unzähligen Abbildungen. OPbd. 4to. Tadellos erhaltenes Exemplar des prächtigen Dokumentationsbandes, mit dem die Ära Peymann beschlossen wurde, der besonders hervorsticht durch 61 eigenh. U. von Zeitgenossen und Weggefährten, namentlich Therese Affolter, Elisabeth Augustin, Hermann Beil, Anne Bennent, David Bennent, Bernd Birkhahn, Krista Birkner, Lutz Blochberger, Martin Brambach, Rudolf Buczolich, Andrea Clausen, Thomas Clemens, Eckstein Detlev, Annemarie Düringer, Jutta Ferbers, Regina Fritsch, Heinz Frölich, Brigitta Furgler, Urs Hefti, Frank Hoffmann, Ursula Höpfner, Roland Kenda, Hans Dieter Knebel, Lotte Ledl, Joseph Lorenz, Sylvia Lukan, Peter Matic, Paul Matic, Rudolf Melichar, Tamara Metelka, Johann Adam Oest, Nicholas Ofczarek, Claus Peymann, Josefin Platt, Claudia Rohnefeld, Hilke Ruthner, Branko Samarovski, Hermann Scheidleder, Hermann Schmid, Steffen Schroeder, Martin Schwab, Julia von Sell, Maik Solbach, Edd Stavjanik, Erwin Steinhauer, Egon Strasser, Rita Thiele, Gusti Wolf und Bibiana Zeller sowie zwölf weiteren, nicht identifizierten Unterschriften.
Zusammen 124½ SS. Verschiedene Formate. Beiliegend 42 Briefe, Brief-, Post- und Visitkarten von nicht identifizierten bzw. nicht biographisch namhaften Verfassern, 53 Eintrittskarten, Programme, Theaterzettel und Einladungen, 7 Zeitungsausschnitte und Ansichtskarten, 25 Originalphotographien bzw. photogr. Postkarten, 10 Partezettel und 1 ms. Briefdurchschlag mit eh. U. sowie eine Visitenkarte von Leopold Jaschke. Zusammen ca. 150 Bll. Hübsche, vom langjährigen Leiter der Burgtheateradministration angelegte Sammlung von Schriftstücken prominenter Künstler und Direktoren des Hauses wie Rosa Albach-Retty, Raoul Aslan, Ulrich Bettac, Hedwig Bleibtreu, Erhard Buschbeck, Maria Eis, Richard Eybner, Karl Friedl, Rudolf Hafner, Ernst und Reinhold Häussermann, Albert Heine, Fred Hennings, Franz Herterich, Egon Hilbert, Julia Janssen, Ebba Johannsen, Anna und Elisabeth Kallina, Lily Karoly, Julius Karsten, Maria Kramer, Werner Krauß, Lili Marberg, Johanna Matz, Lotte Medelsky, Max von Millenkovich, Heinz Moog, Hans Moser, Alfred Neugebauer, Ferdinand Onno, Max Paulsen, Hedwig Pistorius, Georg Reimers, Adolf Rott, Franz Salmhofer, Otto Schmöle, Alma Seidler, Hermann Thimig, Otto Tressler, Berthold Viertel, Eduard Volters, Hilde Wagener, Auguste, Wilbrandt-Baudius, Anton Wildgans, Heinz Woester und Else Wohlgemuth. - Zudem finden sich Schriftstücke der Politiker Heinrich Drimmel, Felix Hurdes, Ernst Kolb und Ernst Marboe und als herausragend schönes Dokument ein hs. Zirkular der Direktion des Hofburgtheaters aus dem Jahre 1870 mit den U. von 37 Künstlern und Künstlerinnen des Hauses wie Josef Altmann, Friedrich Ludwig Arnsburg, Bernhard Baumeister, Friedrich W. Bayer, Hugo Benedix, Friederike von Bognar, Emil Ferrari, August Förster, Emil Franz, Ludwig und Zerline Gabillon, Amalie Haizinger, Ernst und Helene Hartmann, Christine Hebbel, Karl La Roche, Josef Lewinsky, Adolf Rt. von Sonnenthal und Charlotte Wolter. - Die kleine Sammlung von Photographien, entstanden zu diversen Anlässen, zeigt neben Jaschke u. a. Fred Hennings und Raoul Aslan; Die Sammlung von Partezettel umfaßt die von Ulrich Bettac, Max Devrient, Josef Gielen, Reinhold Häussermann, Franz Herterich, Anna Kallina, Werner Krauß, Lotte Medelsky, Albin Skoda und Otto Tressler. - Unter den zahlreichen Programmen, Theaterzetteln und Einladungen ragt insbesondere eine gedr. Einladung zur Premiere von "Burgtheater", Willy Forsts Erfolgsfilm aus dem Jahre 1936, hervor. Einmontiert in das hübsch gestaltete Heftchen (goldgefärbtes Umschlagpapier mit rotgepr. Titel und Vignette) die Eintrittskarte zur Premiere im Busch-Kino, bei der lt. Programm neben dem Regisseur auch die Hauptdarsteller zugegen gewesen waren. - Detaillierte Verlistung auf Anfrage.
8vo. 2½ pp. on bifolium. Accompanied by the autograph copy of a letter by Pierre-Jean de Béranger, 4 pp. on bifolium (thus, two bifolia with 6½ pp., all in Loir's hand). Includes an autograph envelope in Béranger's hand, addressed to the poet Louise Colet in Paris, postmarked Passy-Les-Paris, 29 September 1843. To an unidentified scholar engaged in a study of the late French poet and songwriter Pierre-Jean de Béranger, sending him the copy (handwritten in Loir's own hand) of a heartfelt letter by Béranger to a young French writer, Thalès Bernard: "Monsieur, Puisqu'en ce moment, à le que m'apprennent es journaux, vous vous occupez de Béranger, voulez-vous me premettre de vous communiquens une lettre de lui." The letter he chooses to include is, he claims, "sans date, mais vraisemblablement en 1843", when Béranger was at the height of his fame. Béranger's addressee Bernard (1821-73) was a young and relatively unknown poet, who would go on to share with Elisa Fleury the Prix Lambert for literature in service of the public interest. - Béranger had faced much difficulty of his own as a young poet and often sought to give aid and patronage where he could. He scolds Bernard for a previous letter: "Ç'est que votre lettre m'a donné à réfléchir; que même elle m'a un peu fâché contre vous; fâché, direz-vous? Oui, vraiment!" Concerned that the youth are placing famous writers on a pedestal at the expense of both themselves and their idols, Béranger exclaims, "Savez-vous ce qu'il résulte de la bonheur où vous placez ceux qu'il vous plait d’encenser? Vous désespérez bien vite d'atteindre jusqu'à eux et l'abattement vous saisit. Le pauvre Escousse est un triste exemple de le que je vous dis là. Dans la lettre qu'il laisse pour moi il me traitait aussi de modèle parfait et désespérant; fatale illusion! Ah! Repoussez la loin de vous. Il y a bien mieux que moi dans notre malheureuse temps". - The "poor Escousse" to whom he alludes is Victor Escousse, the pen-name of Victor Laserre (1813-32), who died by suicide. Béranger urges Bernard along a different path: "Ce que vous devez vous dire, vous tous jeunes hommes, c'est que les véritables préparateurs de l'avenir ne sont pas encore venus ; tout au plus le nez de quelque petit précurseur s'est montré à travers la toile comme au théâtre, il arrive, quand un acteur vient regarder par le trou du rideau si la salle est bien garnie. Qui sait ? Le bon Dieu va peut être bientôt frapper les trois coups. Bientôt peut être un nouvel acte du Grand Drame va commencer. Vous autres, qui devez le jouer, êtes-vous prête? Savez-vous vos rôles? Quoi, vous vous amusez à encenser les vieux dont le rôle est fini, comme si vous avez du temps a perdre. Quand le temps du repos sera venu, retournez-vous, soit! et dites quelques prières sur la tombe de ceux qui ont encourage votre jeunesse [...] Mes enfants, avez foi en vous, si non vous ne ferez rien, vous cette foi que donne l'orgueil, mais celle que donne l'amour de les semblables à qui vous devez consacres toute votre vie."
1½ SS. auf Doppelblatt. Kl.-8vo. An Federico Curione: "Caro Federico. Ieri arrivarono i mobili, quasi tutte le porolle delle corone si sono trovate rotte, movendo per il turacciolo della bottiglia. Potendo ancora - se non vi trova vi mandero' le bottiglie per farle fare. Bonomonde di sollicitare tutte il ricevemento della communicazione. Tanti saluti, vostro affezionato amico Niccolai (?)." - Auf Briefpapier der Camera dei Deputati. - Papierbedingt etwas gebräunt; Ränder brüchig.
8vo. (8) pp. on 2 bifolia. In German. Instructions for entertaining and curious card tricks, to be performed at an inn table, mainly for French-suited decks: "Zu machen, daß eine Karte v. selbst ohne scheinbare äußere Wirkung auf dem Tische herumgehe: Man nehme ein langes Haar, hefte selbes zwischen Brust u. Nabel an einen Rockknopf, an das andere Ende aber klebe man mit Wachs das Kartenblatt fest, gehe dann rings um den Tisch herum, so wird es nachfolgen, ohne, daß man es bemerkt, wie es geschieht [...] Die 4 unzertrennlichen Könige: Man nimmt die 4 Könige aus dem Spiel, zeigt sie der Gesellschaft, legt sie unter das Spiel u. legt, doch daß man nichts davon merkt, noch 2 andre Karten darunter. Man steckt dann die 2 untern Karten, die Jedermann für Könige halten wird, ohne sie vorzuzeigen ins Spiel, den darauf folgenden König legt man oben auf, hebt die Karten ab, u. gibt das Spiel einer Ps. zum Durchsehen welche alle 4 Kge bei einander finden wird [...] Eine Zahl zu errathen, die Jemand in Gedanken hat [...] Mit einer Stange Siegellack den Propfen aus einer Bouteille zu ziehen [...] Wie schreibt man 1000 mit Zahlen ohne Null od. mit 5 Ziffern 999 9/9 od. mit lat. M [...] Durch einige Wassersp[r]itzer voll Weinsteinsalz kann man Milch in Blut verwandeln. Wasser schnell in eine eisähnliche Gestalt zu versetzen [...]". - Some browning and ink-staining near the lower edge.
Folio (220 x 354 mm). (3), A1-8, 642, 4 ff. Mimeographed typescript and storyboard comprising 642 illustrations by William Cameron Menzies. Extra-illustrated with 44 black and white production photographs. Contemporary giltstamped full red morocco, spine gilt in compartments. Signed by 27 members of the cast. Copy owned by Charlotte Henry, the actress who played Alice, signed and inscribed by her to another girl on the frontispiece photograph: "To Ann Waddington from Alice in Wonderland / Charlotte Henry". De luxe copy, owned by "Alice", of the script to the 1933 Paramount Pictures adaptation of Lewis Carroll's classic. The script appears to have been available in a numbered edition (number 22 was sold at Sotheby's in 1975) and an un-numbered edition for members of the production (cast-member Ronald “Baby LeRoy” Overacker’s copy sold at Bonhams, Los Angeles, in 2019); both were bound in wrappers. The present specimen is a sumptuously bound, extra-illustrated edition for the actress who played the title character, featuring not only 44 inserted black-and-white production photographs (captioned on the reverse), but also the signatures of 27 cast members on the half-title. - Despite an all-star cast including Cary Grant as the Mock Turtle, Gary Cooper as The White Knight, W. C. Fields as Humpty Dumpty, Edna May Oliver as the Red Queen, Edward Everett Horton as The Hatter, Charlie Ruggles as The March Hare, and Baby LeRoy as The Joker, the film adaptation proved a famously unsuccessful experiment by Paramount. It remains the only major live-action Hollywood production to adapt Carroll's original "Alice" stories. Charlotte Henry (1914-1980) enjoyed her first leading role as Alice, beating over 6,800 other actresses who auditioned. The recipient Ann Waddington, to whom Henry gifted her sumptuous memento, is unidentified. - The American film director, screenwriter, and producer Joseph L. Mankiewicz (1909-93) enjoyed a long Hollywood career. He is best remembered for "All About Eve" (1950), which was nominated for 14 Academy Awards and won six. William Cameron Menzies (1896-1957) was a hugely influential production designer and art director. He received an Honorary Academy Award "for outstanding achievement in the use of color for the enhancement of dramatic mood" in "Gone With the Wind". - Occasional tears to some leaves, some photographs with creases and tears, occasional child's scribbles. Hinges professionally restored. A unique survival.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Schreiben von Karl Carvacchis Bruder an denselben über die Schlacht bei Eckernförde während der Schleswig-Holsteinischen Erhebung, über die aufgegebene dänische Fregatte "Gefion" und die Zerstörung des dänischen Linienschiffs "Christian VIII.": "Ich war 2 Tage vor dem Gefecht in Eckernförde u. inspicirte die dortigen Küstenbefestigungen, zu welcher Zeit die Kugeln schon glüheten, wer hätte es gedacht, daß es so bald los gehen sollte [...] Die Zerstörung der Christian der VIII ist grausam, noch liegt der untere Theil des prächtigen Schiffs etwa 250 Schritt vor der Südbatterie im Waßer u. gibt ein Bild eines Freigeistes wie es nicht oft vorkommt [...] die Küstenbatterien sind wie mit Kugeln gepflastert, aber weder ist irgend eine Brustwehr abgekämmt noch sind die Blockhäuser zerstört [...] jezt ist der Strand mit Millionen Holz-Trümmer bedeckt, und ein Chaos dort vorhanden, was nicht bunt scheckiger u. dabey grausamer sein kann, so wie auch unsäglich verbrannte u. zerstümmelte Leichen aufschwimmen [...]". - Die dänischen Kriegsschiffe "Gefion" und "Christian VIII." trieben im Verlauf des Angriffs auf Eckernförde wegen Ostwinds weiter in die Bucht hinein, eine Lage, aus der sie ohne Schlepphilfe nicht entkommen konnten, und griffen die Stadt dennoch an. Deutsche Geschütze beschossen die Schiffe, die schließlich manövrierunfähig wurden; die "Christian VIII." war zudem auf Grund gelaufen und explodierte nach der Kapitulation, während der weitestgehend abgeschlossenen Ausschiffung der Besatzungen. - Der kurhessische Verwaltungsbeamte Carvacchi, seit 1833 zum Zollverein nach Münster abgeordnet, war eng mit Annette von Droste-Hülshoff bekannt. Als Mitglied mehrerer historischer Vereine legte er eine Sammlung an Funden an, die beim Verein für hessische Geschichte und Landeskunde in Neukirchen sowie beim Verein zur Erforschung der Rheinischen Geschichte in Mainz erhalten geblieben ist. - Papierbedingt leicht gebräunt; sehr gut erhalten.
4 SS. auf Doppelblatt. Folio. Ausführlicher Brief von Karl Carvacchis Bruder an denselben über die Schleswig-Holsteinische Erhebung, General von Bonin, die Einnahme der Düppeler Höhen, berufliche Aufgaben im Bereich der militärischen Befestigung und den Nord-Ost-Kanal bei Sundeved sowie die Meerenge von Alsen. Auch ein kleiner Bericht zur Bergung der Wrackteile der "Christian VIII." ist enthalten: "Von Tage zu Tage sinkt meine Hoffnung und mein Vertrauen auf eine glückliche oder auch nur erträgliche Lösung der Schleswigholst. Frage [...] Früher hoffte General v. Bonin das Commando in Sundewitt zu erhalten u. da hatte er mich zum Führer des Fortificatorischen Angriffs bereits ernannt; seit der General v. Prittwitz das Commando führt, hat sich das auch mit mir geändert. Meine gegenwärtigen Funktionen beschränken sich nächst Rendsburg auf die fernere Vervollständigung der Küstenbefestigung [...] Ich habe in dieser Canal Sache schon viel gearbeitet und bin sozusagen bereits am Ende, wie ich überhaupt meine Mission als vollendet betrachte und meine Abberufung beantragen werde, zu mal ich durch einen Wagensturz lahm geworden bin und keine 100 Schritt ohne Schmerz zurücklegen kann [...] Christian der 8te muß jetzt herhalten, schon sind mehrere Kanonen u. Zubehör auf dem Trockenen, auch sind curioserweise eine Anzahl Flaschen Champagner unversehrt zu Tage gefördert und hie ihrem Schicksal nicht entgangen [...]". - Der kurhessische Verwaltungsbeamte Carvacchi, seit 1833 zum Zollverein nach Münster abgeordnet, war eng mit Annette von Droste-Hülshoff bekannt. Als Mitglied mehrerer historischer Vereine legte er eine Sammlung an Funden an, die beim Verein für hessische Geschichte und Landeskunde in Neukirchen sowie beim Verein zur Erforschung der Rheinischen Geschichte in Mainz erhalten geblieben ist. - Papierbedingt leicht gebräunt und stellenweise leicht braunfleckig.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). Schreiben von Karl Carvacchis Bruder an denselben zu den Vorkommnissen während der Schleswig-Holsteinischen Erhebung nach den Gefechten in Kolding: "So eben geht die Nachricht ein daß die Dänen gestern das von den Deutschen vorgestern eroberte stark verschanzte Kolding mit ihren ganzen Macht (Nordkorps) etwa 18.000 Mann angegriffen und die deutschen Vortruppen daraus nach blutiger Gegenwehr vertrieben haben, daß aber hierauf unsere aus 12 Bataillonen 8 Schwadronen u. 3 Batterien bestehende Nord-Armee unter General Bonin jene Stadt wieder erobert [...] Der frühere Cabinets Minister u. der ärgste Feind Schlesiens ist gefangen, und wird heute hier bei Rendsburg eingebracht [...]". - Die von Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha geführten Gefechte bei Eckernförde und jene unter General Eduard von Bonin in Kolding leiteten 1849 den Vorstoß nach Dänemark ein, nachdem die Dänen den Frieden von Malmö gebrochen hatten. - Der kurhessische Verwaltungsbeamte Carvacchi, seit 1833 zum Zollverein nach Münster abgeordnet, war eng mit Annette von Droste-Hülshoff bekannt. Als Mitglied mehrerer historischer Vereine legte er eine Sammlung an Funden an, die beim Verein für hessische Geschichte und Landeskunde in Neukirchen sowie beim Verein zur Erforschung der Rheinischen Geschichte in Mainz erhalten geblieben ist. - Mit Redaktionsvermerk in Rotstift, Sammlervermerk in Bleistift und kleinem Randausriss durch Brieföffnung. Stellenweise leicht fleckig (Poststempelabrieb).
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Es drängt mich, Ihnen meinen tiefgefühlten Dank zu sagen für die herrlichen Worte, welche Sie meinem unvergeßlichen Mann nachgerufen haben [...]".
Seyssel, Champ Vallon, Collection Champ Poétique, 1989. In-8, broché, couverture blanche glacée, 172 pp. Envoi autographe de l'auteur. Parfait état.
8vo. 4 pp. on bifolium. To his son ("my dear great") about his project of exploring the "Blue River", i. e. the Yangtze: "[…] Marquis est bien arrivé. Je l'ai mis tout de suite à lever les plans des points de Tchong King que je crois favorables à l'accostage et qui pourraient être réclamés comme concession ultérieurement. Il est excellent typographe et je suis bien content de ce qu'il fait. La chaloupe est en route depuis le 30 pour remonter. Je ne vivrai que le jour où j'aurai de ses nouvelles c'est bien dangereux pour elle […]". They will do hydrographic research until April, and afterwards he plans to return to Kia-Ting and Tchen Tou and to see the rapids at Peng Chang. "Je lâcherai Marquis sur Yunan Fou avec mission de rechercher la meilleure des routes pour aller de ce point au Yang Tsé supérieur. Je pense que si j'arrive à remplir ce programme je n'aurai pas trop mal employé l'année en y joignant au retour l'exploration de la rivière de Tchong King et peut-être du Fou […]". He hopes for the arrival of Frédéric Haas in Tchen Tou, if he were not too sick. "[…] il faudrait que le Consul général eût un secrétaire-interprète et ne soit pas forcé d'emmener le Consul de Tchong King puis il lui faudrait un piquet de soldats annamites au lieu des pouilleux que lui fournit le Taotaï puis un majordome sérieux et entendu. Vis-à-vis les Anglais nous sommes piètres […]".
2 SS. auf Doppelblatt. 4to. Beiliegend eine weitere Briefabschrift. Warmherziges Dankesschreiben anlässlich der Feierlichkeiten zur Eröffnung der neuen Kettenbrücke über die Moldau an den Prager Bürgermeister Josef Müller z Jiretína. Die Eröffnung der Brücke am 4. November war "als ein nationales Fest begangen" worden (Wolf, S. 14) und galt nicht zuletzt ihrem Gatten Carl Graf Chotek, der maßgeblich an deren Errichtung beteiligt gewesen war Zwei Jahre darauf sollte die Stadt Prag noch "als Zeichen ihrer Verehrung dem edlen Staatsmanne eine Silbervase" überreichen. "Das Postament ein mit Laubwerk gezierter Würfel zeigt die Inschrift: 'Sr. Excellenz dem Herrn Grafen von Chotek und Wognin'. Auf der Rückseite: 'Die dankbaren Bürger der Hauptstadt Prag'. Die Seitenflächen zeigen allegorische Figuren des Straßen- u. Brückenbaues. Die Jahreszahl 1832 unter der Figur des Straßenbaues deutet auf die Anlage der herrlichen Kunststraße und des Volksgartens, die Jahrzahl 1841 unter der Figur des Brückenbaues auf den großartigen Bau der Kettenbrücke [...]" (Wurzbach II, 361). - Mit der Vervielfältigung des Briefes kam der Bürgermeister wohl der darin geäußerten Bitte nach, als Übermittler des Dankes an die verschiedenen Prager Körperschaften zu fungieren. Adam Wolf: Graf Carl Chotek, geheimer Rath und Oberstburggraf von Böhmen: 1783-1868. Ein Lebensbild. Prag, Gottlieb Haase Söhne, 1869.
½ S. Gr.-schmal-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "My Family and I are truly grateful for your sympathy / Clementine S. Churchill". - Auf Briefpapier mit gedr. Adresse.
Gr. In-8, 73p. Edition originale numérotée 1/150 exemplaires de tete sur papier à la cuve (celui-ci exemplaire n¡ 20, hors commerce). Contributions de Chessex, Walzer, Pieyre de Mandiargues, Follain, Pierre-Alain Tache, Dick Aeschlimann, etc... Contient un inédit de Cingria. Avec quelques illustrations hors texte. Exemplaire enrichi de 2 lettres autographes signées de Jacques Chessex (dont une avec enveloppe) à un des contributeurs de ce numéro. Contient également l'invitation au Lapin Vert pour le lancement de ce numéro, signée par Pierre-Alain Tache. A l'état de neuf, non coupé.
Oblong royal folio (396 x 464 mm). Broadsheet with large woodcut and printed text. Announcing the artistic troupe of one Mr. "Bartholomew Ramini", including a four-year-old child, "Jolly Caspar" with a horse-dressage act, and "Steel Otto fighting the Fiery Red Giant and his rescue of Princess Clotilde" (as depicted in the woodcut). - Folded and well-preserved.
1 S. 4to. "Ein sehr beständiger, strenger Mann, die Blüthe der Aristokratie, durch Geburt, Zähigkeit, Ausbildung u. Gesinnung zu einer der ersten Rollen im öster. Kaiserstaate bestimmt. Früh hatte ihn Füst Karl v. Schwarzenberg, der später die vereinigten Herrn bei Leipzig befehligte u. nach Paris führte, an sich gezogen u. er empfahl auf seinem Todtenbette den damals noch jungen Mann dem Kaiser mit den Worten: Hier sende er ihm den künftigen Führer seiner Armeen. Dies Ziel scheint auch dem Hause Clamm als das wünschenswertheste vor Augen gestanden zu haben: er wurde einer der ausgezeichnetsten Obersten der Armeen, u. arbeitete an der Wiederbelebung derselben mit Einsicht u. unermüdetem Eifer [...] Er hielt fest an den Fürsten Metternich u. stand eben so nahe dem Hause Kolowrat, in dessen Händen die innere Verwaltung der Monarchie lag, deshalb wurde er nach dem Tode des Kaisers Franz der Mittelsmann zwischen diesen beiden leitenden Staatsmännern [...]". - Mit Markierung des "Hause[s] Clamm" mit Blaustift.
1 S. Folio. "Sonntag den 22. Juny 1833 wird in dem Gräfl. Gatterburg[schen] Schloßgarten zum besten der Verschönerungsanstalt, zum Erstenmal augeführt. Wollmarkt oder das Hotel von Wiburg. Lustspiel in 4 Akten [...]". Der folgenden, sehr uneindeutigen Bestzungsliste zu entnehmen ist die Mitwirkung von u. a. einer Marie Gatterburg, "unserem Peter", einem Chirurgus, Graf Hardegg etc. "Preise. Erster und zweyter Platz 20 cx C. M. ohne der bekannten Großmuth Grenzen zu setzen, dritter Platz 10 cx C. M."
1 S. auf Doppelblatt. 4to. An Gustav Moritz Clauß in Leipzig. Trotz größter Mühe sei es Herpert nicht möglich gewesen, Ergebnisse mit dem von Clauß eingesandten Gemäldekatalog zu erzielen; zudem habe sich das Interesse von alten Gemälden ab- und modernerer Malerei der französischen Schule hingewandt: "Je regrette de devoir vous renvoyer comme vous me l'avez remis, le catalogue de vos tableaux. J'ai passé l'été à Londres et je me suis donné la peine [...] afin d'arriver à un résultat quelconque, mais le mauvais état des affaires en général et les affaires d'art en particulier m'a empêché de réussir. Ensuite le gout pour les tableaux anciens à fait place à celui des tableaux modernes surtout de l'école Française. Une autre année nous serons peut-être plus heureux [...]". - Der kgl. hannoversche Generalkonsul Clauss war passionierter Autographen- und Gemäldesammler. Dem städtischen Museum Leipzig vermachte er 68 Gemälde; die Autographensammlung wurde nach seinem Tod bei List & Francke in Leipzig versteigert. Clauss war auch von 1837 bis 1840 Abgeordneter der Stadt Leipzig in der zweiten sächsischen Kammer gewesen. - Mit Empfängervermerk auf S. 4, diese teilweise etwas angestaubt, mit kleiner gepr. Vignette, kurzen Randeinrissen und leichten Randläsuren.