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Essay om sømanden og hans kår.
7 SS. auf 7 Bll. 4to. "Politik verdirbt den Charakter. Das ist ein alter Spruch. Aber Politik verdirbt auch die Politik. Edle und vernünftige Ziele werden töricht und gemein durch die Herrschsucht oder Habsucht der Berufspolitiker, durch die Schroffheit und Engherzigkeit der Parteipolitik, durch Machtdünkel, Strebertum, Rechthaberei, Buchstabentreue und falschen Ehrbegriff [...]". - Max Morold, der Sohn des Schriftstellers Stefan von Millenkovich, studierte in Wien Rechts- und Staatswissenschaft, arbeitete als Beamter in Kärnten und später im Unterrichtsministerium in Wien. "Seit 1915 war er Mitglied der Kunstkommission, 1917/18 Direktor des Wiener Burgtheaters. Danach schrieb Morold Musik- und Theaterkritiken, propagierte als Redner bei völkischen Veranstaltungen sein 'großdeutsches Bekenntnis' und hatte den Vorsitz der deutschnationalen 'Morold-Runde'. Bekanntheit erlangte er durch seine Opernbücher (u. a. 'Klopstock in Zürich', 1893) sowie als Verfasser zahlreicher Musikerbiographien (u. a. 'Cosima Wagner', 1937). Als Herausgeber der Anthologie 'Dichterbuch. Deutscher Glaube, deutsches Sehen und deutsches Fühlen in Österreich' (1933) schuf er erstmals einen Überblick über das Spektrum der konservativ bis nationalsozialistisch gesinnten Autoren" (DBE). Vgl. auch Kosch X, 1338. - Rechts oben numeriert.
Folio (ca. 275 x 327 mm). 11, (5), 2 pp. In ink and pencil on staved paper with 6 systems of 2 staves, as well as 24 staves respectively. In contemporary red wrappers with handwritten cover-title. Unpublished manuscript of the piano cycle comprising three compositions titled "Défilé" (marked "Modéré, mais bien cadencé"), "Soir" (marked "Lent"), and "Poursuite" (marked "Vif"). The first two went on to be arranged for harmonic orchestra in 1935 and 1936, and were subsequently published under the title "Soir et Défilé" in 1937 (Éditions Sociales Internationales). Jolivet had already orchestrated "Soir" for the small orchestra of Marius-François Gaillard in 1935. The cycle premiered at the Société Nationale on 25 February 1933, performed by the pianist Monique Haas. - The first two "croquis" bear numerous annotations for orchestration in crayon and pencil; "Défilé" is crossed out in blue crayon. Following the 11 pages of the "croquis" is a revised version of "Défilé" (3 pp.) as well as a pencil draft for an orchestration of the same for small orchestra (title-page and 2 numbered pages). - With 5 stamps of the "Société des auteurs, compositeurs & éditeurs de musique", dated 18 July 1932, as well as one stamp of the "Commission d'examen des bulletins". Wrappers loose, some slight marginal tears. Kayas, André Jolivet (Paris, 2005), pp. 235f. Hilda Jolivet, Avec André Jolivet (Paris, 1978).
Titel, 8 SS. Lose gefalt. Bögen. Qu.-Folio. "6 Bagatellen für Piano-Forte" (opus 4) des Berliner Musikpädagogen. Bleistift- und z. T. Buntstiftüberarbeitungen; oberhalb der "No. 1" signiert. Die Noten dieses Frühwerks erschienen 1852 bei Senff in Leipzig. - Der junge Bargiel, Halbbruder Clara Schumanns, war Soloaltist im Berliner Domchor gewesen; nach Beendigung seiner Studien am Leipziger Konservatorium (u. a. bei Moscheles) "kehrte er nach Berlin zurück, wirkte hier zunächst als Privatlehrer und begründete seinen Ruf als Komponist" (MGG I, 1268).
I: 21½ SS. auf 11 Bll. Gr.-4to. - II: 63 SS. auf 32 Bll. Folio. Stark bearbeitetes, unvollständiges Manuskript eines bibliographisch nicht nachweisbaren Aufsatzes über das Transponieren. Die Fassung Nr. I dürfte hierbei als Grundlage für Fassung Nr. II gedient haben, doch weist diese (wie aus folgender Gegenüberstellung der einzelnen Kapitel ersichtlich) nicht allein vom Umfang sondern auch vom Inhalt her deutliche Unterschiede auf. - I: 1. "Uiber den Bau der diatonischen Scala". 2. "Intervalle". 3. Verwand[t]schaft der Töne". 4. "Accordfolge mancher bekannter Cadenzen". 5. "Schlüssel". 6. "Deren Verhältniß [!] zu einander". 7. "Practische Beyspiele". 8. "Transposition". 9. "Chromatische Vorkommniße [!]". 10. "Andere Vortheile" (alle Zitate von S. 5). - II: "Die Transpositionslehre zerfällt in folgende Abschnitte": I. "Über den Bau der diat. Scala". II. "Intervalle". III. Verwand[t]schaft der Töne". IV. "Accordfolge mancher bekannter Cadenzen". V. "Schlüssel". V.1. "deren Verhältnisse zueinander". V.2. "Populäre Erklärungsmethoden". V.3. "deren Übersicht". VI. "Transponiren". VII. Unterschiede der älteren Schreibart v. der neuen". VIII. "Transposition für andere Instrumente". IX. "Erfahrungssätze, die Erleichterungen bezwecken" (alle Zitate von S. 9). - Der aus Butschowitz (Mähren) gebürtige Musiker und Musikpädagoge, der als "einer der besten Pianisten seiner Zeit" gilt (MGG IV, 276) erfuhr seinen Klavier- und Kompositionsunterricht durch Anton Halm und Ignaz von Seyfried und wurde 1833 Professor am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde, wo er bis 1856 als Klavierpädagoge wirkte. Fischhof gilt als "Meister der klassischen Wiener Klavierschule [...] er trat besonders als Interpret Bachs, Beethovens, Mendelssohn Bartholdys und Chopins hervor. Seine umfangreiche Musikbibliothek mit Manuskripten und Autographen war vor allem für die Bach- und Beethovenforschung von Bedeutung" (DBE). Zu Fischhof vgl. (Auswahl) die entspr. Artikel in ADB, NDB, ÖBL, MGG, Riemann, Wininger und Wurzbach.
18 SS. auf 9 Bll. Gr.-4to. Mit einer weiteren Entwurfsfassung (A) und einem separaten Entwurf zu Kapitel 5 ("Uiber die Schlüssel", B). Stark bearbeitetes, vollständiges Manuskript eines bibliographisch nicht nachweisbaren Aufsatzes über das Transponieren: "Ich habe es für nothwendig erachtet, Manches vorzustellen, worüber in den gewöhnlichen Klavierschulen zu wenig oder gar Nichts gesagt ist, und welches doch Jedem, der transponiren will, zu wissen nöthig ist. Hier folgt die Uibersicht der Gegenstände, wie sie der Reihe nach in Folgendem erörtert werden" (S. 3.).Die nun folgenden 10 Kapitel sind mit Ausnahme des siebten (von diesem nur die Überschrift) und zehnten (fehlt ganz) wohl vollständig hier erhalten (das neunte Kapitel wohl nur teilweise): 1. "Uiber den Bau der Scala". 2. "Intervalle". 3. Verwand[t]schaft der Töne". 4. "Accordfolge mancher bekannter Cadenzen". 5. "Schlüssel". 6. "Deren Verhältniß [!] zueinander". 7. "Practische Beyspiele". 8. "Transposition". 9. "Chromatische Angelegenheiten". 10. "Andere Vortheile". - Beiliegend eine unvollständige bzw. auch möglicherweise in sich abgeschlossene frühe Entwurfsfassung des Manuskripts (A; 8 SS. auf 4 Bll. sowie ein 4seitig beschriebenes Doppelblatt mit Notizen und Entwürfen), das diesem gegenüber ein irrtümlich mit "12 [recte: 11] Entwicklung der Transposition" bezeichnetes Kapitel aufweist, sowie eine frühere Fassung von Kapitel 5 (B; 4 SS. auf Doppelblatt). - Der aus Butschowitz (Mähren) gebürtige Musiker und Musikpädagoge, der als "einer der besten Pianisten seiner Zeit" gilt (MGG IV, 276) erfuhr seinen Klavier- und Kompositionsunterricht durch Anton Halm und Ignaz von Seyfried und wurde 1833 Professor am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde, wo er bis 1856 als Klavierpädagoge wirkte. Fischhof gilt als "Meister der klassischen Wiener Klavierschule [...] er trat besonders als Interpret Bachs, Beethovens, Mendelssohn Bartholdys und Chopins hervor. Seine umfangreiche Musikbibliothek mit Manuskripten und Autographen war vor allem für die Bach- und Beethovenforschung von Bedeutung" (DBE). Zu Fischhof vgl. (Auswahl) die entspr. Artikel in ADB, NDB, ÖBL, MGG, Riemann, Wininger und Wurzbach.
1½ SS. 8vo. Jäh klafft vor mir der tiefe Abgrund, | Ein Fehltritt und - ich stürz hinab, | Und die geheimnisvolle Tiefe | Ward mir geheimnisvolles Grab. || Das Unglück das mir widerfahren | Erfährt kein Mensch; indes ich tief | Im Abgrund schon seit vielen Jahren | Den Schlaf aller Gerechten schlief. || Ein Geier, der sich aus der Tiefe | Einst einen meiner Knochen stahl, | Faellt von der Kugel todt [!] getroffen, | Den Knochen in der Klau, ins Thal. || Des Drechslers Kind fand meinen Knochen, | Der Vater schnitzt ein Würfelpaar, | Nun trieb' ich meinen Spuck [!] im Spielhaus, | Viele verderbend manches Jahr. || Und ich war doch ein Christ, ein gläub'ger, | Ein frommer Mann mein Lebelang, | Der oft den Leib des Herrn empfangen, | Der nie versäumt den Kirchengang. || In der verfluchten Spielerhöhle | Kam es zu Mord und Todschlag [!] dann; | Ha! eines braven Mannes Knochen | Richtete so viel Unheil an!
4to. 88 pages. Corrected proofs for an article by Dumas, couched as an open letter addressed to the deputy Gustave Rivet, who had proposed legislation requiring investigations into the paternity of illegitimate children. An interesting document about the history of French social legislation at the end of the 19th century, containing substantive corrections and the author's signature; several pages are entirely handwritten. - With his bill, Rivet had pushed for inquiries into paternity and for parents' shared legal responsibility for children born out of wedlock, as the fact that the biological father faced no legal consequences whatever resulted in shockingly high numbers of infant deaths and abandonments. In his article, Dumas reviews the relevant arguments for and against such legislation produced by various figures of society such as the former President of the Court of Appeals, M. Larombière, and derides the suggestion that novelists are to blame for having in their stories aroused an excess of pity for the fates of "seduced women". Dumas goes on to describe the case of a sixteen-year-old housemaid who gave birth to two illegitimate children and sued the father, her relative and guardian, for support. Not only did the court deny any obligation on the father's part to provide for his illegitimate children, but the father was even able to file a counter-suit against the mother for the inconveniences to which the trial had exposed him. - Dumas's article ends with a defence of the women faced with such an ordeal, and of all writers and playwrights who choose to write about these facts and indict this social injustice. He gives examples of various constellations and aspects of relevant cases and discusses serious social wrongs such as incest, endorsing an improvement of the lot of innocent children and their mothers through a law for the investigation of paternity. - Addenda: Two printed speeches at the Académie française by Raymond Poincaré (1909) and Henri-Robert (1924) and three printed poems by Élie Fourès, Fabre des Essarts and Maurice Boniface on the occasion of the inauguration of a monument for Dumas on the Place Malesherbes on 4 November 1883.
Folio. T. p., signed ms. page, and 13 pp. of text on 15 ff., illustrated with pen-and-ink drawings. Contemp. cloth with giltstamped cover title. The "éxemplaire unique" of Henri Maigrot, the important caricaturist and director of the satirical journal "Le Charivari". The album with its witty and well-executed croquis is dedicated to the author's former law professor J. Paget. It probably was compiled in preparation for publication in the "Journal Amusant". - Occasional slight brownstaining, otherwise fine.
4to. 3 pp. on bifolium. "Wie könnte kalt ich von hier scheiden, | Wo sich ein Eden mir entdeckt, | Wo Hochgenuß der reinsten Freuden | Des Herzens höchste Ahnung weckt, | Wo ich in Wonne mich verliere, | Wohin mein Auge schwelgend blickt, | Und ich den Zauberkreis berühre, | Mit dem hier die Natur beglückt? [...]". - Slightly browned due to paper.
1 S. Qu.-kl.-4to. "Gestern war mir's, in Eis und Schnee, | Als schmölze das Eis und weichte das Weh. | Und der Blutgeruch, der über der Erde brütet, | Und die weiße Decke, die das Leben hütet, - | Als käme ein warmer Strom da hinein | Und ließe die Menschen - Menschen sein [...]". - Grete Meisel-Hess zählt mit ihren Romanen und Novellen "zu den trefflichsten geistigen Vorkämpferinnen der modernen Frauenbewegung" (Wiener Bilder, Nr. 20, 1901, S. 8). - Mit einigen Randeinrissen.
2 1/3 SS. auf 2 mit "45" bzw. "51" num. Bll. Folio. "Bis zu heil'gen Gangesufern | Zog Gott Bacchos stolz und frei, | Wechselnd mit Evöerufern | Jauchzte der Mänade Schrei | Siegesrufe, Thyrsusstäbe, | Rosenkränze voll und schwer, | Wo der Gott im Schmuck der Rebe | Mit den Parthern kam daher || Lüge ist es, Furcht und Lüge | Dieses Volks, das mich nicht ehrt, | Eines Halbgott's Inderzüge | Sei'n dem Ammonssohn verwehrt. | Meine besten Feldherrn flehen: | Komm zurück nach Griechenland! | Weiter will das Heer nicht gehen, | Als hieher an diesen Strand [...]". - Die Verso-Seite des mit "51" num. Blattes mit eh. Nachschrift: "Daß die beiden Bruchstücke 45 u. 51 des Gedichtes: 'Alexander am Hydaspes' ein Theil meines Manuscripts von E. Tegnérs Sämtlichen Werken sind, abgedruckt im II. B. der Lyrischen Gedichte, S. 56-60, und daß ich dieselben, wie fast alle meine literarischen Arbeiten, mit eigener Hand und mit Bleifeder geschrieben habe, erkläre ich hiemit unter meiner Unterschrift [...]". - Leinburg studierte in Bonn (u. a. bei Ernst Moritz Arndt), Würzburg und München, ehelichte die Jugendschriftstellerin Maria von Andechs und lebte abwechselnd in München und Preßburg, "wo er mit Vorträgen über die deutschen Klassiker ein großes Publikum gewann" (ÖBL V, s. v.). Seit 1860 arbeitete er an der administrativen Bibliothek des Staatsministeriums und war auch als Dolmetscher für Schwedisch tätig. "Durch seine Übertragungen aus Werken skandinavischer Schriftsteller (Öhlenschlägers, Tegnérs u. a.) war Lüttgendorff auch im europäischen Norden bekannt geworden. 1880 wurde er der erste deutsche Dr. phil. h. c. der Universität Lund" (ebd.). Sein lyrisches Werk stand bei den Zeitgenossen hoch in Ansehen, A. W. Schlegl etwa verglich sein "Formtalent in seiner Entwicklungsfähigkeit mit dem Rückerts und Platens" (ebd.).
2 pages (48 lines), 8vo. The first page comprising two leaf fragments stuck together. "Den Kunstschatz schützen sie, den wohlbewußten, | und jeder stöhnt und reißt sich auf die Brust. | Von eines Weltkriegs sämtlichen Verlusten | wär' dieser doch der schmerzlichste Verlust. | Denn die Kultur, sie ist ja doch das Letzte, | was bleibt uns denn, trägt man auch sie davon, | all jenes Köstliche, das uns versetzte | in eine noch weit höhere Region! [...]". - This fine example of Kraus's comic pathos was first published in 1922 in Worte in Versen VI.
1 S. (21 Zeilen) auf Doppelblatt. 8vo. Wie am Respektblatt vermerkt an "meinen einzigen Paradiesvogel": "Über Zeit und Raum erhaben / Ist des Herzens inn'res Leben, / Und es weiß, wenn sich zu laben / Augenblicke nur gegeben, / Doppelt diese flücht'gen Gaben / Durch die Innigkeit zu heben! [...]". - Der einer rheinländischen Familie entstammende Kritiker gehörte zum Freundeskreis von Mendelssohn und Grabbe, war Professor für Musikwissenschaft im Haag und in London und kam 1845 nach Wien. "1848 begann er sich politisch zu betätigen, redigierte das Blatt 'Der Radikale' und gehörte zu den führenden Köpfen der Wiener Revolution; nach der Erstürmung Wiens wurde er verhaftet und standrechtlich erschossen" (ÖBL I, 60).
1 S. 4to. "Schlaf sanft nach schönem Tagewerke | So friedlich wie Dein Leben war, | Der Du im Herzen Jugendfreude | Noch fühltest mit ergrautem Haar. || Schlaf süß Du bester aller Väter | Bis wir uns einstens wiedersehn, | Es deucht mir, seit Du starbst - das Sterben | Nur mehr ein frohes Heimwärtsgeh'n. || In Deinem Sinne will ich leben | In Deinem Sinn, in Wort und That - | An Deinem Sterbebette sah ich | Wie mild Dich Gott gerichtet hat. || Ein Lächeln hell wie Sonnenstrahlen | Verklärte sanft Dein Angesicht | Und dieses Lächeln sei im Leben | Für mich fortan ein Himmelslicht. || Es sei mir eine helle Leuchte | In Cummer und in banger Zeit, | Es sei mir auch ein treuer Führer | Dereinstens in die Ewigkeit!" - Die Tochter des Schriftstellers Franz Isidor Proschko war als Erzählerin und Dramatikerin tätig. Von 1901 bis 1903 erschienen ihre "Gesammelten Erzählungen" und "Gedichte in vier Bänden". Seit 1887 war sie Herausgeberin der "Jugendheimat" und seit 1891 der "Jugendlaube". - Mit einigen Randläsuren und kl. -einr. sowie alten Bearbeitungsvermerken.
Folio. Italian manuscript in brown and pink ink on paper. (50) pp. on 30 ff. With calligraphed title and 7 hand-drawn illustrations, comprising a dedication portrait of Marie Louise, Duchess of Parma, her coat of arms on the title-page, 4 scenic designs for the play, and a final vignette with motto. Contemporary giltstamped full calf with pink endpapers. All edges gilt. Beautiful dedication manuscript of Giuseppe dall'Argine's romantic drama that was set to music by count Germano Liberati Tagliaferri (1795-1870) and premiered in 1821 at the Teatro Sanvitale in Parma. Dall'Argine dedicated his play to the ruling Duchess of Parma and second wife of Napoleon, archduchess Marie Louise (1791-1847), who is represented in a fine pen drawing that serves as frontispiece. All illustrations are signed by the author. - This manuscript is probably the only surviving copy of dall'Argine's play. Himself largely forgotten, Giuseppe dall'Argine stems from a leading family of musicians and librettists in Parma, the most prominent members of which were the tenor Luigi dall'Argine (1808-69) and his son Costantino (1842-77), a highly successful composer in his time. Giuseppe dall'Argine is known as the author of another libretto, the comedy "Castello di Valbruno" that was published in Parma in 1825 and again set to music by Germano Liberati Tagliaferri. - Well preserved.
¾ S. (14 Zeilen) 4to. "Wenn noch mein Vater weilt' auf dieser Erde, | So drückt' er warm und herzlich Dir die Hände | Und spräche: Sei mein Freund bis an das Ende, | Wir Du mir warst ein liebender Gefährte [...]". - Der in Wien geborene Sohn des Schauspielers Heinrich Anschütz (1785-1865) mußte seine Theaterlaufbahn wegen zunehmender Erblindung aufgeben. 1852 ins Ministerium für Handel und öffentliche Bauten eingetreten, verließ er dieses im Range eines Sektionsrats. Vgl. DBE. - Etwas knittrig und mit Randläsuren.
1½ SS. 8vo. Wie im Untertitel vermerkt, sind die 28 Verszeilen “[a]ls Epilog zu ‘Arria und Messalina”, Wilbrandts 1874 erschienenem Trauerspiel verfaßt und diesem gewidmet worden: “Du maltest uns in kühnen Bildern | Den hehrsten Vorwurf trag’scher Kunst. | Man kann nicht fesselloser schildern | Die nimmersatte Sinnenbrunst! [...]”. - Als Herausgeber von literarischen Zeitschriften tätig, beendete Blumenthal 1887 vorübergehend seine literarische Tätigkeit und gründete das Lessing-Theater in Berlin, dessen Leitung er 1898 niederlegte und sich erneut der Schriftstellerei zuwandte. Sein bekannteste Werk ist der 1926 erstmals verfilmte und 1930 von Ralph Benatzky vertonte Schwank ‘Im weißen Rössl’. - Der Schriftsteller Adolf Wilbrandt (1837-1911) wurde in den 70er Jahren als Verfasser historischer Dramen und Komödien bekannt. Als Direktor des Burgtheaters (1881-1887) war er maßgeblich an der Wiederentdeckung griechischer Dramen für das Theater seiner Zeit beteiligt. - Zu Blumenthal vgl. Kosch I, 183; zu Wilbrandt Kosch IV, 3373 und Czeike V, 652. - Verso mit geringf. Montageresten. Wie von alter Hand am unteren Rand in Bleistift vermerkt, mag das Gedicht für die von Blumenthal 1873 herausgegebene ‘Deutsche Dichterhalle’ bestimmt gewesen sein.
1 S. 4to. Acht Strophen zu je vier Zeilen: "Habt ihr denn, fromme Herrn, noch nicht vernommen | Die Kunde, die jüngst lief durch Östreich's Gaue, | Drob tiefe Wehmut müßte überkommen, | Den Fortschrittsmann, doch Muth auch und Vertraun? [...]". - Nagele war Professor an der Staats-Oberrealschule in Marburg und Obmann der dortigen Ortsgruppe des deutschen Schulvereins, als welcher er eine "so rührige und erfolgreiche Thätigkeit entfaltete, daß sein Name nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland bekannt wurde, die aber sein weiteres Fortkommen erschwerte" (Hinrichsen, Das literar. Dtld., zit. n. DBA I 883, 147)
Large 8vo. 2 pp. on bifolium. On scritta stationery with printed letterhead of the "General Council of the International Working Men's Association, 256, High Holborn, London, W.C.". In German. A political article written for publication in the "Volksstaat", the official newspaper of the Social Democratic Workers' Party, edited by Wilhelm Liebknecht in Leipzig. Marx, writing as "Secretary of the General Council of the International Working Men's Association for Germany", defends himself against false reports published by the "Paris-Journal" concerning supposed anti-German tendencies among the French members of the "International". Only a few weeks earlier, on 26 February, the Treaty of Versailles had ended the Franco-Prussian War of 1871. - "The Paris-Journal, one of the most successful organs of the Paris police press, published an article in its March 14 issue, under the sensational heading 'Le Grand Chef de l'Internationale' [...]. 'He', begins the article, 'is, as everyone knows, a German, what is even worse, a Prussian. He calls himself Karl Marx, lives in Berlin, etc. Well now! This Karl Marx is displeased with the behaviour of the French members of the International. This in itself shows what he is like. He finds that they continually spend too much time dealing with politics and not enough with social questions. This is his opinion, he has formulated it quite categorically in a letter to his brother and friend, Citizen Serraillier, one of the Paris high priests of the International. Marx begs the French members [...] not to lose sight of the fact that their association has a single goal: to organise the work and the future of the workers' societies. But people are disorganising the work rather than organising it, and he believes that the offenders must be reminded again of the association's rules [...]'. In its issue of March 19, the Paris-Journal does indeed have a letter allegedly signed by me which [...] found its way into the London papers. [...] The letter, as I have already explained in The Times, is a brazen fake from beginning to end. That same Paris-Journal and other organs of Paris's 'good Press' are spreading the rumour that the Federal Council of the International in Paris has taken the decision [...] to expel the Germans from the International Working Men's Association. The London dailies hastily grabbed the welcome news and published it in malicious instigating leaders about the suicide of the International at long last. Unfortunately, today The Times contains the following announcement by the General Council of the International Working Men's Association: '[...] Neither the Federal Council of our association in Paris nor any of the Paris sections that it represents have ever dreamed of taking such a decision. The so-called Anti-German League, in so far as it exists at all, is exclusively the work of the aristocracy and the bourgeoisie. It was brought to life by the Jockey Club and kept going with the consent of the Academy, the Stock Exchange, some of the bankers and factory owners, and so forth. The working class has never had anything to do with it. The purpose of this calumny is immediately obvious. Shortly before the recent war broke out, the International had to be the scapegoat for all the unpopular events. The same tactics are now being repeated. While Swiss and Prussian papers, e.g., are denouncing it as the originator of the injustices against the Germans in Zürich, the French papers [...] are simultaneously reporting on certain secret meetings of the Internationals in Geneva and Berne, under the chairmanship of the Prussian ambassador, at which the plan is to be devised of handing over Lyon to the united Prussians and the Internationals for the purpose of jointly plundering it.' So much for the statement of the General Council. It is quite natural that the important dignitaries and the ruling classes of the old society who can only maintain their own power and the exploitation of the productive masses of the people by national conflicts and antagonisms, recognise their common adversary in the International Working Men's Association. All and any means are good to destroy it [...]" (transl.). Marx signs in full as "Karl Marx, Secretary of the General Council of the International Working Men's Association for Germany". - The writing of this article coincided with the formation of the Paris Commune, about which Marx later wrote that it would "be forever celebrated as the glorious harbinger of a new society" ("The Civil War in France", MEW 17, p. 362). The article was published in the "Volksstaat" on 29 March 1871 and also in other newspapers of the "International", as well as in the paper "Die Zukunft", edited by Johann Jacoby. - Tiny flaw to lower right corner of the first leaf, resulting in very slight loss to the lower loop of one letter "h". A single ink smudge by Marx's own hand; a few tiny edge tears. The headline has been crossed out by the an editor and replaced by the new title "Erklärung" ("Declaration"). - Complete manuscripts by Karl Marx are of the utmost rarity in the trade. Published under the original title in MEW 17, pp. 298-300, as "An die Redaktionen des 'Volksstaats' und der 'Zukunft'" in MEGA I.22, pp. 5-8 (English ed., pp. 288-290).
3½ SS. 8vo. Mittig gefaltet. Augenscheinlich recht verbitterte Abrechnung mit der Gemeinde: “Ihr habet mir gegeben mein tägliches Brot, | Ihr habt mich behütet vor Hungersnot; | Ihr ließt auf eisensprossiger Leiter | So hoch mich steigen, und nicht weiter, | Als ein korrekter Beamtenmann | Mit mäßigen Gaben steigen kann. | Ich aber, ihr Herren der Stadtgewalt, | Was hab’ ich für diesen Bettel bezahlt? [...]”. - Madjera war Mitarbeiter der Deutsch-Österreichischen Schriftstellergenossenschaft und präsidierte dessen Wiener Landesgruppe. Er schrieb Beiträge für ‘Der liebe Augustin’, Abhandlungen über das Wiener Kulturgeschehen, Essays, Gedichte, Lieder, Märchen, Bühnenstücke sowie die Erinnerungen ‘Verklärter Geist - verklärtes Land’ (1921). Vgl. Kosch II, 1609.
Folio. Title page, 3 pp. Ink and Pen. Setting of Nikolaus Lenau's "An die Wolke" ("Zieh nicht so schnell vorüber") for voice and piano. - Small damage and tears to edges and foldings.
2½ SS. auf Doppelblatt. 4to. "Schaurig zieht ein banges Ahnen | Durch die Erde weit und breit, | Pfadlos irrt auf dunkeln Bahnen | Sonder Licht der Sohn der Zeit, | Ach! es will der Tag entweichen! | Nächt'ge Larven ziehen ein! | Wenn die letzten Sterne bleichen, | Wer dann soll der Retter sein? [...]". - Der Sohn des Theologen Johann Christian Förster war Professor für deutsche Sprache, Literatur und Moral, "machte die Bekanntschaft vieler Schriftsteller (u. a. Ludwig Tieck) und hatte den Ruf eines profunden Kenners der älteren italienischen Literatur. Förster übersetzte zahlreiche Werke aus dem Italienischen (u. a. Dante und Petrarca) und schrieb romantische Lyrik sowie literaturhistorische Abhandlungen, darunter einen 'Abriß der allgemeinen Litteraturgeschichte' (4 Bde., 1828-30)" (DBE).
1 S. auf Doppelblatt. Folio. 32 Zeilen, die am "1. Dezember 1886 zu Baden bei Wien" von der Schauspielerin Anna Trenner gesprochen wurden. - Der Vormärz-Lyriker Hermann Rollett wurde wegen revolutionärer Gesinnung polizeilich verfolgt, floh 1845 nach Deutschland und später in die Schweiz. 1854 vorübergehend nach Österreich zurückgekehrt, promovierte er 1857 in Gießen zum Dr. phil. und studierte später Pharmazie in Wien. Rollett gehört neben Moritz Hartmann und Hermann Jellinek zu den bekannteren Vertretern der Bewegung "Junges Österreich" und bekannte sich zum Deutschkatholizismus.
¾ S. 4to. An eine nicht näher benannte "Liselotte": "Heinrich nahms mit der Treue nie genau. | Das gleiche Lied singt auch die sechste Frau. | Denn, siehe da, kaum geht sie mal auf Reisen, | Wirft er sie unbedenklich weg, wie altes Eisen! | Klio hat ihre Chronik falsch geschrieben! Es waren gar nicht sechs - es waren sieben! Und diese Siebente, die mir raubt die Ruh',| Geliebte Liselotte, das bist DU! | Wie lange ist es her - war es nicht gestern? - | No klar! auf Delphi waren wir noch Schwestern! | Wenn sich in Worms dann das Verhältnis trübte, | So hinderte das nicht, das ich Dich liebte; | Und jetzt - kaum komm ich aus der Schweiz hier an | Seh' ich voll Schmerz - Du nahmst mir meinen Mann! | Sehn' ich mich auch nach Heinrich nicht zurück - | Das mit dem Seymour ist ein starkes Stück!!! | Und dieser unmoral'sche Lebenslauf | Setzt jetzt dem Fass im Ernst die Krone auf! | Mit Fass ist hier natürlich Heinz gemeint, | Der nicht das Schnallebutzchen das er scheint. | Der Zorn verebbt - mein Herz ist wieder weich. Was taten Tausende schliesslich für ein 'Reich'! Die Männer sind halt reulose Tomaten, Ob Schuster, Schneider oder Potentaten! | Doch was die Nichtsnutze von Männern treiben - | Wir Frauen wollen gute Freunde bleiben. | Wir wollen fröhlich, wie in alten Tagen | Und aller Welt zum Trotz - uns gut vertragen! | Wer sich zu lange grämt, der ist ein Narr! | Es küsst dich herzlich | Katharina Parr". - Geboren in Prag, studierte Maria Eis an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien und verkörperte anfangs moderne, schillernde Frauencharaktere auf der Renaissancebühne und an den Kammerspielen; nach Tourneen mit großen Berliner Darstellern wie Paul Wegener gelang ihr 1925-32 am Thaliatheater und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg der Durchbruch zur großen Charakterschauspielerin und Tragödin. Von Anton Wildgans ans Wiener Burgtheater verpflichtet, war sie dort bis zu ihrem Tod in fast allen klassischen Partien - Medea, Iphigenie, Lady Macbeth und Kriemhild - zu sehen. Anläßlich der Wiedereröffnung des Burgtheaters 1945 spielte sie in Grillparzers "Sappho" eine ihrer größten Rollen. Nach dem Krieg sah man sie zunehmend auch im komischen Fach, zudem wirkte sie mit Erfolg auch in Operetten und zahlreichen Filmen mit. Zu ihrem Gedenken wurde eine Straße in Wien nach ihr benannt. - Auf Briefpapier mit faksimiliertem Briefkopf.