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1 S. Qu.-12mo. Wiecke war Schauspieler am und von 1920 bis 28 auch Direktor des Dresdner Schauspielhaus, in welcher Funktion er für die Aufführung moderner Stücke expressionistischer Autoren eintrat; 1928 wurde er zum Ehrenmitglied des Hauses ernannt. Im Film war Wiecke nur einmal, und zwar als König Joseph von Rom in Alfred Halms "Der galante König" (1920) zu sehen. - Aus der Sammlung Karl Schönwiese und in Umschlag derselben.
Zusammen (4+4+3¾ =) 11¾ SS. auf 6 Bll. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Herren: "Ich bin wieder nach Stockholm zurückgekehrt, nach meinem Trauerfall. Hatte auch soeben eine Concerttournee in Stockholm gespielt. Es giebt hier auch viel schwedische Nationalmusik. Der Aufsatz in der Stuttgarter Zeitung von Ihnen ist wohl noch nicht erschienen? Es wäre mir sehr interessant ihn zu lesen. Es sollte wohl eine Schumann Nummer sein? Bitte, senden Sie mir ihn doch! Unsere Biographie haben Sie wohl gelesen. Behalten Sie dieselbe nur. Ich bleibe noch lange hier und kehre erst im Herbst zurück nach Dresden, wo noch zu neue schmerzliche Erinnerungen sind. [...] Kennen Sie Verleger Laurencic in Leipzig. Er hat eine Internationale Verlags- und Kunst Anstalt und giebt enorm Bücher heraus für billige Preise. Jetzt auch über Geschichte der Gewandhaus Concerte etc. Vielleicht erscheint bei ihm eine neue Biographie über uns, hoffentlich ohne Druckfehler. Er wollte sie von Reissmann machen lassen. Den scheint er gut zu kennen [...]" (Stockholm, 16. V. 1894; harmonisierte Umschrift). - Der erwähnte "Trauerfall" und die "schmerzlichen Erinnerungen" beziehen sich auf den Tod ihrer jüngsten Schwester Cäcilie. Anders als angekündigt, kam Marie "nun doch erst" im Jänner 1895 nach Deutschland zurück "und bin erst seit 4 Wochen in Dresden, nachdem ich in Hamburg, Berlin und Leipzig sehr lange mich aufhielt" (Dresden, April 1895). Die geplante neue Biographie aus der Feder des Musikschriftstellers August Reißmann, der 1865 "Robert Schumann. Sein Leben und seine Werke" veröffentlicht hatte, sollte nie in der Internationalen Verlags- und Kunstanstalt erscheinen: "Herr Laurencic, den ich in Leipzig endlich besuchen wollte, hat mit seinem, allerdings sehr nützlichen Unternehmen 'Universal Bibliothek [für Musiklitteratur]' sofort bankrott gemacht, natürlich hat er ohne Überlegung gehandelt, und war verschwunden [...]" (ebd.). Einige Jahre später sollte Julius Laurencic allerdings wieder auftauchen und mit ihm auch einige Bücher, für deren Herausgeberschaft er verantwortlich zeichnet, darunter 1897/98 "Die österreichischen Kronländer zur Zeit des fünfzigährigen Regierungs-Jubiläums seiner k. u. k. apostol. Majestät Franz Joseph I.". - Der Brief aus Dresden von April 1895 mit kleineren Randläsuren, sonst sehr gut erhalten.
1 S. 4to. Mit einer Beilage (s. u.). An seine zukünftige zweite Gattin Clementine: "Du bist mit mir heute abend zu Weick gebeten und weil ich nun einmal der Herr im Hause bleiben soll so habe ich es in Deinem Namen gleich weg zugesagt. Du wirst mir doch keinen Streich spielen? - Ich will Dir im Vertrauen sagen, hätte W. Dich nicht mitgebeten, so hätte ich's übel genommen, denn ich will ja mein Schicksal mit Dir theilen; das kann sich mein Herr Bruder schon vorstellen [...]". - Papierbedingt etwas gebräunt und mit kleinen Einrissen in den Faltungen sowie an den Rändern. Beiliegend ein eh. Briefentwurf von Wieck an seinen Wiener Geschäftspartner Matthäus Andreas Stein (qu.-8vo). - Der früheste im Handel der letzten Jahrzehnte nachgewiesene Brief Wiecks.
24 SS. auf 12 Bll. 4to. Die wiederholt in der Literatur erwähnten Tagebuchaufzeichnungen, vornehmlich seine "wöchentlichen Bemerkungen über meinen Schüler Emil von Metzradt", zum größten Teil (mit Abweichungen) abgedruckt bei Joß S. 140 ff., wobei unser Text auf S. 141 beginnt ("oder wohl gar falsch seyn sollten") und die profunden Leitlinien bis zum Schluß (Joß S. 148) beinhaltet. Im Manuskript folgen dann noch 25 wöchentliche Aufzeichnungen, endend mit dem 21. Oktober. - Die insgesamt zwölf voll beschriebenen Blätter sind Teil des Tagebuches, das Wieck in den Jahren 1810-15 geführt hat. Die vorliegenden Aufzeichnungen betreffen zwar primär den Unterricht eines einzelnen Schülers, doch sind dies hier mehr grundlegende Äußerungen zum Musikunterricht schlechthin, als Bekenntnis niedergeschrieben. "[...] Dieser kleine Aufsatz, sage ich, mag zum Beweiß der Liebe für mein ehrenvolles Geschäft [...] und für die Wahrheit seÿn; der ich nie etwas, aufzuopfern gewohnt bin; - und so wünsche ich nur noch, daß dieß alles eben so unbefangen aufgenommen werden möge, als es Schmeichelei u. Heuchelei liebt und selbst andere verkennt; dieß wird mich hinlänglich belohnen. Ich schließe mit den Worten Pauli an alle diejenigen, welche in dem jetzigen schwindeligen und überspannten Zeitalter den schönen u festen Vorsatz haben, ihre Kinder gut zu erziehen - mit den Worten schließe ich: 'prüfet und behaltet das Beste'. - W." ([S. 17]). - Leicht angestaubt und gebräunt und mit kleinen Randläsuren.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Physiker Arnold Sommerfeld: "Verzeihen Sie sehr, dass ich so spät erst antworte und das Referat zurückschicke. Ich kann das nur durch den augenblicklichen Zustand meiner - Haare entschuldigen, die nämlich gesträubt sind, wenn ich an all' das denke, was vorliegt und erledigt werden soll. Manches ist ja an sich prachtvoll, z. B. dass der Institutsbau auf dem Berge, wie es scheint, wirklich im nächsten Jahre stattfinden wird, aber es trifft sich etwas viel zusammen. Mein eigentliches Sorgenkind ist die Festschrift [...]". - Emil Wiecherts Abhandlung über die "Grundlagen der Elektrodynamik" sollte zusammen mit David Hilberts "Grundlagen der Geometrie" in der Festschrift zur Enthüllung des von Carl Ferdinand Hartzer geschaffenen Gauß-Weber-Denkmals in Göttingen am 17. Juni 1899 erscheinen. - Im linken Rand gelocht (minimale Buchstabenberührung).
Large 4to and small 4to. Altogether 1½ pages on 2 ff. One letter with autogr. address. To his editor Calve in Prague on billing issues for his "Bürgerliche Baukunde".
1 S. 8vo. An die "Fotografen Association f. d. Weltausstellung | Wien" mit der Mitteilung, "daß von mir drei Arbeiten gegenwärtig auf der Weltausstellung sich befinden, nämlich ein jugendlicher Hermes, lebensgroße Statue von Marmor u. zwei Medaillons von Gips aus der Mythe von Amor u. Psyche. Sollte sich unter diesen die 'wundervolle Statue die allgemein Sensation macht'[,] wie Sie in Ihrem geehrten Schreiben zu meiner Ueberraschung bemerken, finden, so habe ich Nichts dagegen wenn Sie dieselbe fotografisch aufnehmen [...]". - Max von Widnmann besuchte die Kunstakademie in München, studierte bei Bertel Thorvaldsen in Rom und erhielt nach seiner Rückkehr zahlreiche Aufträge von König Ludwig I., darunter etwa das 1862 geschaffene Reiterdenkmal für den 1848 als König zurückgetretenen Ludwig oder die von Ludwig von Schwanthaler (dem Widnmann 1848 als Professor an der Münchner Akademie folgte) und Widnmann geschaffenen Viktorien in der Befreiungshalle bei Kelheim.
Zusammen 8 SS. auf 7 Bll. (Qu.-)8vo. Jeweils mit eh. Adresse. An die Schriftstellerin Marie Herzfeld, u. a. über ihr "wunderschönes Leonardobuch" (1904) und die Unmöglichkeit, eine Rezension zu schreiben: "Nach all meiner Verehrung für Sie u. meiner Bewunderung Ihrer feinen Bücher muß ich die mir zugedachte Ehre, in der 'N. fr. Presse' über Ihr Werk 'Quellen zur Kulturgesch. der ital. Renaissance' zu referieren, ablehnen. Seien Sie barmherzig mit einem Manne von 69 Jahren, der, bei nicht mehr fester Gesundheit, es schon schwer genug hat, den täglichen Ansprüchen seiner eigenen Zeitung zu genügen, für die er momentan ungefähr 200 der Besprechung harrende Rezensionsbücher liegen hat [...]" (1910).
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Im Verein mit meiner Frau bitte ich, uns das Vergnügen machen zu wollen, Samstag den 25. d. M. um 2 Uhr bei uns zu speisen [...]". - "Durch seine warme Vertretung der Landesinteressen und sein humanes Wesen hat [Widmann] die Achtung aller Kreise der Bevölkerung erworben, und ist er besnders beim Landvolke sehr beliebt. Diese Verdienste hat auch der Monarch wiederholt gewürdigt, am 30. April 1881 durch Verleihung des Commandeurkreuzes des Leopoldordens und durch die Erhebung in den österreichischen Freiherrenstand [...]" (Wurzbach, s. v.).
1 S. auf Doppelblatt. 4to. “Bitte vielmals um Entschuldigung daß ich mir noch erlaube Euer Hochwohlgeboren schriftlich aufzuhalten. Das Bild Calafati [...] ist in der Bibliothek, dort wo Euer Hochwohlgeboren es gewünscht haben [...]”. - Widliczka studierte in Wien und München, “erfuhr mancherlei Anregung vom Kreise Lenbachs und Kaulbachs” (Thieme/B. XXXV, 519), stellte 1899 ein Kinderbild im Wiener Künstlerhaus aus und fand damit sein bevorzugtes Genre. 1922 seinen Bruder in New York als Graveur tätigen Bruder besuchend, kehrte Widliczka nicht mehr auf den Kontinent zurück. - In altem Sammlungsumschlag.
1 S. Gr.-4to. An eine Exzellenz: "Der Tag verging ruhig. Die Krankheitserscheinungen traten in den Hintergrund. Se. kais. Hoheit der Kronprinz waren heiter und schliefen um 7 Uhr Abends ruhig ein, ohne daß sich die Kongestionen gegen den Kopf bis jetzt wiederholt haben. Die Ärzte bitten demnach ergebenst, das Bulletin erst morgen früh gütigst entgegennehmen zu wollen [...]". - Hermann Widerhofer war Sekundararzt an der Wiener Findelanstalt und Direktor an der Klinik für Kinderheilkunde am St. Anna-Spital und habilitierte sich 1862 für Kinderheilkunde. 1884 wurde er erster Ordinarius für dieses Fach im deutschsprachigen Raum. Seit 1863 war er zudem Leibarzt der kaiserlichen Kinder. Neben Abhandlungen im "Jahrbuch für Kinderheilkunde", für das er als Redakteur tätig war, veröffentlichte er "Die Krankheiten am Nabel der Neugeborenen" (1863). - Mitunterzeichnet von dem böhmischen Pädiater und Balneologen Joseph Wilhelm Frh. von Loeschner (1809-1888). - Papierbedingt leicht gebräunt und mit kleinen Randläsuren.
2 SS. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich bitte, meine aufrichtigste Theilnahme an dem Tode Ihres Familienhauptes freundlichst aufzunehmen [...]". - Hermann Widerhofer war Sekundararzt an der Wiener Findelanstalt und Direktor an der Klinik für Kinderheilkunde am St. Anna-Spital und habilitierte sich 1862 für Kinderheilkunde. 1884 wurde er erster Ordinarius für dieses Fach im deutschsprachigen Raum. Seit 1863 war er zudem Leibarzt der kaiserlichen Kinder. Neben Abhandlungen im "Jahrbuch für Kinderheilkunde", für das er als Redakteur tätig war, veröffentlichte er "Die Krankheiten am Nabel der Neugeborenen" (1863).
2 SS. Visitkartenformat. Mit eh. adr. Kuvert. An Frau von Czermak mit der Bitte um Verzeihung, daß "ich heute nicht mehr die Zeit finden konnte, meine Aufwartung zu machen u. bitten muß, mein schriftliches Abschiedswort freundlichst aufzunehmen [...]". - Hermann Widerhofer war Sekundararzt an der Wiener Findelanstalt und Direktor an der Klinik für Kinderheilkunde am St. Anna-Spital und habilitierte sich 1862 für Kinderheilkunde. 1884 wurde er erster Ordinarius für dieses Fach im deutschsprachigen Raum. Seit 1863 war er zudem Leibarzt der kaiserlichen Kinder. Neben Abhandlungen im "Jahrbuch für Kinderheilkunde", für das er als Redakteur tätig war, veröffentlichte er "Die Krankheiten am Nabel der Neugeborenen" (1863).
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den mit ihm befreundeten Maler Raffael Schuster-Woldan: "Bin auf dem Rückweg u. sende Ihnen noch von hier einen recht herzl. Gruß. Wie ich gestern bei H. Meurer erfuhr ist Ihr Studio noch frei, aber lassen Sie es lieber leer u. bleiben Sie bei uns, wenn es auch hier 1000 mal schöner ist als in Berlin [...]". - Die Bildseite mit einer Aufnahme der Tiberinsel.
Oblong 16mo. 1 page (2 lines). Mounted on backing paper. Clipped from a letter: "I am very truly yours [...]". - With collector's note to backing paper.
2 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. "Du bist der klare, wellenslose Weiher, | der Wildbach ich, der sprudelt ohne Rast | dein ist die Stille, heilige Sonntagsfeier, | Mich drückt des Alltagsleben wirre Hast. | Mich dünkt, was dieses thör'ge Herz auch quäle | Die Ruh in deiner Nähe fänd' ich sie. | Bei dir senkt Frieden sich in meine Seele | Und Alles löst sich auf in Harmonie […]".
8 SS. auf 2 gefalt. Doppelblatt. 8vo. "An einem lichten Sommerabend war's, | Im letzten Rot erglühten Sienas Häuser, | Da saß ein Säugling braungelockten Haar's, | Andächtig, wie zu Füßen des Altars, | Vor einem altehrwürdigen Karthäuser […]".
½ S. Folio. Bericht an die k. k. Studienhofkommission betr. der "Bestimmung des Lehrers für die in Gratz zu errichtende Taubstummen Unterrichts Anstalt". - Wickenburg wurde 1824 niederösterreichischer Regierungsrat und Kreishauptmann in Krems, später Präsident des Guberniums in Graz. 1834 gründete er das Kurbad Gleichenberg. Als er 1848 Landsturmabteilungen nach Wien kommandierte, mußte er von seinem Amt zurücktreten und wurde Präsident des Verwaltungsrats der Westbahn und Gründungspräsident der Stadterweiterungskommission. Zuletzt war Wickenburg Minister für Handel und Volkswirtschaft im Kabinett Anton von Schmerling, Mitglied des Herrenhauses und Präsident des Altertums-Vereins. - Die Grazer Landestaubstummenanstalt wurde im Jahr darauf eröffnet und war nach der in Wien (1779), Linz (1812) und Mils/Tirol (1830) die dritte ihrer Art auf dem Gebiet des heutigen Österreich. - Mit mehreren Bearbeitungsvermerken und einigen Tintendurchschlägen.
Zusammen 2 SS. 8vo. Jeweils mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche. - Aus einer Adelsfamilie stammend, war Wickenburg nach nicht abgeschlossenem Studium der Germanistik seit 1928 Feuilletonredakteur der ‘Frankfurter Zeitung’, kämpfte im Zweiten Weltkrieg und war nach dessen Ende als Chefredakteur des ‘International Service Branch’ in Salzburg, als Redakteur bzw. Korrespondent der ‘Wiener Bühne’ in Wien, später der ‘Stuttgarter Zeitung’, dem ‘Standpunkt’ und schließlich bei der ‘Welt’ tätig. Von 1980-88 war der Erzähler und Lyriker Präsident des österreichischen P.E.N-Clubs. Vgl. Kosch IV, 3334.
1½ SS. 8vo. An ihren Vormund Herrn von Dirnböck mit der Bitte, eine Uhr ihres verstorbenen Vaters als Ausdruck von Wertschätzung und Verbundenheit annehmen zu wollen. Mit sechs eh. Zeilen und U. ihres diesen Wunsch unterstützenden Bruders Franz Xavier. - Wilhelm von Wickenburg, eine Neffe des k. k. Generalmajors Eduard Graf Wickenburg, war am 31, Jänner des Jahres verstorben.
1 S. Qu.-12mo. Mit eh. adr. Kuvert. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag. - Nach Studien an der Azbè-Schule in München, an der Académie Julian in Paris und an der Kunstakademie in Stuttgart lebte Wickenburg mehrere Jahre als freischaffender Künstler u. a. in Florenz und Rom, ehe er 1934 als Professor für Landschafts- und Stillebenmalerei an die Landeskunstschule in Graz berufen wurde. Später auch an der an der dortigen landschaftlichen Freskoschule unterrichtend, war sein eigenes Werk wesentlich von kubistischen Strömungen und durch seinen Lehrer Adolf Hölzel beeinflußt. Zu Wickenburg vgl. Thieme/B. XXXV, 512f.
1 S. Qu.-8vo. Dankt Josef Wesely (für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag). - Nach Studien an der Azbè-Schule in München, an der Académie Julian in Paris und an der Kunstakademie in Stuttgart lebte Wickenburg mehrere Jahre als freischaffender Künstler u. a. in Florenz und Rom, ehe er 1934 als Professor für Landschafts- und Stillebenmalerei an die Landeskunstschule in Graz berufen wurde. Später auch an der an der dortigen landschaftlichen Freskoschule unterrichtend, war sein eigenes Werk wesentlich von kubistischen Strömungen und durch seinen Lehrer Adolf Hölzel beeinflußt. Zu Wickenburg vgl. Thieme/B. XXXV, 512f.
2 SS. 4to. Mit eh. Kuvert. An den Kulturpublizisten und Kunstkritiker Kristian Sotriffer (geb. 1932): “[...] ich lebe ganz in Erinnerung an die Ausstellung in der Wiener Secession, die Sie so gut ausgewählt und mustergültig gestaltet haben. ‘Das ist die schönste, die Du je hattest’ rief mein Sohn als wir ankamen und Walter Ritter, der mich heute besuchte, bestätigte meinen Eindruck dass die Farben der Bilder anders als in meinem Atelier dort explosiv wirkten, weil jedes Bild genügend Raum um und vor sich hatte [...]”. - Nach Studien an der Azbè-Schule in München, an der Académie Julian in Paris und an der Kunstakademie in Stuttgart lebte Wickenburg mehrere Jahre als freischaffender Künstler u. a. in Florenz und Rom, ehe er 1934 als Professor für Landschafts- und Stillebenmalerei an die Landeskunstschule in Graz berufen wurde. Später auch an der an der dortigen landschaftlichen Freskoschule unterrichtend, war sein eigenes Werk wesentlich von kubistischen Strömungen und durch seinen Lehrer Adolf Hölzel beeinflußt. - Der Kulturpublizist und Kunstkritiker Kristian Sotriffer war seit 1962 Kritiker der Wiener ‘Presse’; von 1972-83 war er als künstlerischer Leiter der Edition Tusch, 1984-86 auch beim Herold-Verlag tätig. 1993 erhielt er den Österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik. - Zu Wickenburg vgl. Thieme/B. XXXV, 512f.
½ S. 8vo. Mit Kuvert und Adresse. An den Notar R. Rubinig in Voitsberg zum Weihnachtsfest 1970. - Der in Gleichenberg (Steiermark) geborene Sohn eines Offiziers wurde an der Azbè-Schule in München, an der Académie Julian in Paris und an der Kunstakademie in Stuttgart ausgebildet. Seit 1918 als freischaffender Künstler u. a. in Florenz und Rom lebend, war er von 1936-36 Professor für Landschafts- und Stillebenmalerei an der Landeskunstschule in Graz und anschließend Professor für Zeichnen an der dortigen landschaftlichen Freskoschule. Wickenburg war wesentlich von den Strömungen des Kubismus und durch seinen Lehrer Adolf Hölzel beeinflußt [...] [und] schuf vorwiegend stereometrisch gegliederte und starkfarbige Landschaften und Stilleben" (DBE). Vgl. auch Vollmer V,125. - Die Tafel zeigt eine Reproduktion von Wickenburgs Gemälde "Koralpe" aus dem Jahr 1969.