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1 S. 4to. Auf etwas größeren Papierträger montiert. "Ich mußte dich lassen, bevor ich dich fand. | Dein Bild erblühte vor meiner Schwelle | und schwand. | Nun weint mein Herz. | Aber jenseits von unsrem Begegnen, | in einem blauen Märchenland, | wird mein Schmerz | in leuchtenden Gedichten niederregnen | auf den ewigen Frühling deiner Seele". - Das aus dem Jahr 1918 stammende Gedicht ist u. a. in der Auswahl "Dokumente des Herzens" (München 1944, 141) enthalten und wird auch unter dem Titel "Verklärung" oder "Ich mußte dich lassen" geführt.
- Léon Vanier, Paris s.d. (circa1888), 20x29,5cm, en feuilles. - Edition originale du numéro de cette revue consistant en deux feuillets rempliés. Agréable exemplaire. Sur le premier, une xylographie en couleurs représentant Félicien Champsaur par Emile Cohl. Sur les suivants, texte de Frédéric Loliée en édition originale intitulé "Félicien Champsaur". [ENGLISH DESCRIPTION ON DEMAND]
4½ SS. auf 6 (= 3 Doppel-)Blatt. 8vo. "Sie gingen in das Land der Erinnerungen. Der Fürst schritt voraus. Er trug eine glänzende Uniform mit vielen Orden, deren Gold und Steine im electrischen Licht der Festsäle einst freudig und ruhmvoll gefunkelt hatten, die aber jetzt im bleichen Glanz der Vergangenheit von Schritt zu Schritt weniger schimmerten. Anfangs verneigten sich die Schatten ehrerbietig vor dem Fürsten und flüsterten sich bewundernd Berichte seiner Thaten zu Ohren. Das freute ihn mit Recht, denn er hatte sein Leben grossen Dingen geweiht. Aber im Wandern fühlte er bald mit dem feinen Empfinden des Geistes, das er in Gegenden kam, in denen Niemand mehr wusste, wer er sei, und Manche ihr Nachbarn leise nach ihm frugen [...] Da sah er sich nach seinem Begleiter um. Von der Gestalt des Dichters ging ein harmonisches Klingen aus. Bald waren es sanfte, bald gewaltige Tonwellen, die alle Schatten andachtsvoll stimmten. Wie am Anfang der Wanderung ruhten die Blicke wieder bewundernd auf dem Fürsten, der vorher unbekannt durch die Reihen geschritten [...]". - Alexander Frh. von Gleichen-Rußwurm - der Sohn von Schillers Enkel, dem Maler Ludwig von Gleichen-Rußwurm, und somit Schillers Urenkel - hatte Kontakt zu u. a. Heinrich Mann und Friedrich Lienhard, "bemühte sich, die idealistisch-humanitären Ideen der Klassik weiterleben zu lassen, und war Biograph sowie Interpret Schillers. Er schrieb Dramen, Gedichte, Romane ('Vergeltung', 1902; 'Tragödie der Schönheit', 1914; 'Feinde ringsum', 1915; 'Die Macher und die Macht', 1915), Novellen sowie kulturphilosophische und kulturhistorische Abhandlungen; sein bekanntestes Werk ist 'Sieg der Freude. Eine Ästhetik des praktischen Lebens' (1909). 1880 stiftete er zusammen mit seinem Vater die Papiere des Schillerarchivs zur Gründung des Goethe- und Schiller-Archivs in Weimar" (DBE).
½ S. 4to. "Er ward 2 mal vor die Inquisition zu Rom geladen, weil er das System des Kopernikus vertheidigte, das der heil. Schrift entgegen schien. Das 2te mal saß er lange gefangen und ward unter der Bedingung frei, daß er nicht aus dem Herzogthum Florenz weichen sol[l]te [...]". - Leicht angestaubt und fleckig.
IN HEBREW. 12.5X21 cm. 70 pages. Softcover. Cover slightly stained. Spine slightly stained. Spine's bottom slightly torn. Else in good condition.
1 S. 4to. "Als ich heute bei meinem Freund Maxhans eintrat, fand ich ihn gerade damit beschäftigt, sich ein X für ein U vorzumachen. 'Mensch!'[,] rief ich ihm zu, 'bist du denn ganz verrückt geworden?' - 'AH', antwortete er gelassen, 'man sieht, daß du gar keine blasse ID vom Alphabeth [!] hast. G! Ich bitte dich! Und verschon mich mit deinen p. t. Belästigungen! Es gibt keinen Geist am ND! Nur Buchstaben! Nur Lettern! Nur - AuW!'[,] schrie er plötzlich, denn er hatte sich beim heftigen Arbeiten sein linkes O-Bein beschädigt [...]". - Mit kl. Einr. im rechten Rand (keine Textberührung).
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Sieben Strophen zu 4 Zeilen: "Ich wollte jagen, ich ging hinaus / Zum einsam stillen Försterhaus. / Es steht hoch oben im Walde, / Es steht auf grüner Halde [...]". - Leicht braun-, finger- und staubfleckig, mit drei Randeinrissen (3-20 mm).
2 SS. Qu.-kl.-4to. Aus "Gesammelte Dichtungen" (Berlin, Bondi, 1903): "[...] Wer wollte das gräßliche Loos euch deuten? | Kein Zauber so stark euch zu bannen zu lösen | Kein Zauber so fest vor den giftigen Schwaden | Das Blühen zu schirmen - und gab es einen | Wer möchte den wagen - wer wüßte den [...] | In der tiefsten nacht am lichtesten tag | Furchtlos und furchtbar zu sagen?" ("Gespenster"). - Die Verso-Seite mit dem Gedicht "Um die Mutter" ("Du harrest auf dem Stein in der Mittagsglut | Du Mutter harrest und singst das traurige lied | [...] | Thränenlos starrest du - wie lange schon | Wie lange noch - die Zeichen wandeln im Ring [...]") und acht Zeilen aus "Einzug": "[...] Ein wehes Wehr staut sie zu[rück] | Sie bäumen sich vergebens an die Wände | Kein einziger der ein Entrinnen fände | Und draußen pocht und lockt das Glück [...]". - Die Adressatin der Widmung ist Sonja Hentschel. - Etwas angestaubt und mit kleinen Randläsuren.
2½ SS. auf Doppelblättern 8vo. "Schreitet dem schwachen | Menschengeschlechte | Einmal ein Seher deutend voran, | Nimmer vergessen Werden die Züge, | Denen die Gottheit | Sprache verlieh'n.| Spät noch die Enkel | Sehen ihn wallen | Mit der erhobnen | Lyra im Arm [...] [es folgen 28 Verszeilen]".
8vo, Hardcover in Dust Jacket; Near Fine, clean and tight copy. Large coll. of critical writings by a wide range of authors on the novel & movie. 24 photos & stills.
40 Zeilen auf Doppelblatt. 8vo. und 1 S. Qu.-8vo. (ca. 185:75 mm). Mit lithogr. Zierrahmen. Beiliegend eine eigenh. Widmung in deutscher und schwedischer Sprache. "Wie herrlich hebt sich an der Donau Wellen | Der Stephans Dom im Klaren Morgenschimmer | Zum blauen Himmel feyerlich empor! | Wie eine Welt von Blumen die versteinert | Noch fühlt ein Herz im hartem [!] Busen schlagen | Wie sanft der Blätter sanft der Blumen Heere | Sich um die schlanken Säulenwälder schmiegen | um höher noch und höher sich zu schwingen | Zum Lichtfürsten aus dem Morgenlande, | Der durch die Farbenspielenden Chrystalle | So liebreich seine Töchterlein begrüßt. [...]". - Laut Widmung ist das Gedicht ein Gruß an Hagbergs Wiener Freunde in Neuners Café (Silbernes Kaffeehaus), Ecke Spiegelgasse und Plankengasse, zu denen Nikolaus Lenau, Ludwig August Frankl von Hochwart, Alexander Baumann, Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld zählten. - C. A. Hagberg, seit 1833 Dozent für griechische Sprache an der Universität Uppsala, hatte 1835/36 eine ausgedehnte Reise durch Deutschland, Österreich und Frankreich unternommen. 1840 erhielt er nach einem aufsehenerregenden Streit eine Professur für moderne Sprachen und Ästhetik an der Universität Lund. Als sein Hauptwerk gilt die Übersetzung von Shakespeares Dramen (1847-51), die großen Einfluss auf die schwedische Literatur nahm. 1851 wurde Hagberg als einer der Achtzehn in die Schwedische Akademie der Wissenschaften gewählt. - Mit mehreren kleinen Randeinrissen. Wohlerhalten. Der lithogr. Zierrahmen mit inhaltlichen Bezügen auf das Gedicht zeigt eine gotische Blumenlaube mit einem Minnesänger und einer weiblichen Personifikation oder Muse sowie eine Vedute Wiens mit Sonnenaufgang hinter dem Stephansdom. Publiziert am 7. November 1835 in der 89. Ausgabe der "Österreichischen Zeitschrift für Geschichts- und Staatskunde" von Johann Paul Kaltenbaeck (S. 356).
3 SS. (28 Zeilen) auf Doppelblatt. 8vo. "Wie Blumenhauch, wie erster Schwalbenflug | Wie freyer Quellen träumerisch Frohlocken, | Wenn ab der Lenz des Winters Stürme schlug, | Wie süße Klänge ferner Himmelsglocken, | Klang Deine Stimme mir im fremden Land [...]". - Nachdem Prechtler in Wien und Linz studiert hatte, arbeitete er durch Fürsprache Grillparzers als Direktor des Hofkammerarchivs, wurde 1856 seines Förderers Nachfolger, trat aber eines Augenleidens wegen 1866 in den Ruhestand. Prechtler hatte seit 1883 Gedichte im "Linzer Bürgerblatt" und Novellen und Reisebilder in verschiedenen Almanachen und Zeitungen veröffentlicht; 1849 hatte er die Zeitung "Der Patriot" redigiert. Nach seinem Austritt aus dem Staatsdienst war er ein Jahr lang als Theaterdichter in München tätig; einige seiner Dramen (darunter "Die Kronenwächter", 1844) wurden am Burgtheater gegeben, von seinen insgesamt 38 Opernlibretti wurde wohl das Textbuch zu Johann Joseph Netzers Oper "Mara" (1842) am bekanntesten. - Mit lithographierter Bordüre und einem kleinen Randeinriß.
- Léon Vanier, Paris s.d. (circa fin 1888), 19x26cm, en feuilles. - Edition originale du numéro de cette revue consistant en deux feuillets rempliés. Inévitables petits déchirures marginales sans gravité des feuillets. Sur le premier, une xylographie en couleurs représentant Henri de Régnier par Manuel Luque. Sur les suivants, texte Léon Vanier, sous le pseudonyme de Pierre et Paul, en édition originale intitulé "Henri de Régnier". [ENGLISH DESCRIPTION ON DEMAND]
1½ SS. (16 Zeilen). 8vo. "Der Sommer ist im Schwinden | Allwärts und allzumal, | Schon wird zum Spiel den Winden | Das Laub, verwelkt und fahl. | Verstummt schon in den Zweigen | Ist froher Liederschall, | Es klingt aus ödem Schweigen | Kein Ton der Nachtgall [...]". - Nach langjähriger Tätigkeit bei mehreren Zeitschriften (darunter etwa die satirischen "Berliner Wespen", der "Hamburger Telegraph" oder die von ihm gegründete "Deutsche Schaubühne") war Wehl artistischer Direktor des Stuttgarter Hoftheaters, später auch dessen Generalintendant. Sein schriftstellerisches Werk umfaßt neben Novellen, Erzählungen und Gedichten mehrere seinerzeit häufig aufgeführte und äußerst beliebte Lustspiele.
Small folio. 2 pp. Comprehensive transcript of remarks to the central character in Flaubert's "La Tentation de Saint-Antoine" which had appeared in 1874 after twenty years in which Flaubert had dealed with the subject. The detailed notes are relating to the dispute between Arius and Alexander, Bishop of Alexandria, the subsequent exile of Arius and finally his condemnation as a heretic by Emperor Constantine; for instance, Flaubert reflects on there a sons for Arius to beconsidered a heretic: "Hérésie d'Arius. […] Le point fondamental de la doctrine d'Arius etait que le fils etait l'ouvrage et la créature du père. […] Ce fut comme l'on croit vers ce même temps qu'Arius composa sa thalie [?]. C'etait un Cantique sur la même mesure et sur le même air des chansons infames que Sotade [?] avait autrefois composées pr. les festins et pr. les danses, ce qui suffisait pr. rendre ce cantique odieux outre les erreurs qu'il contenait car Arius y avait enfermé la substance de sa doctrine. […]".
6 beschriebene SS. auf 8 Bll. 8vo. Fadenheftung. Titel in rotem und grünem Farbstift, Vortitel und Gedichte in Bleistift. Manuskript der Nummer XVIII von Haringers Zeitschrift "Die Einsiedelei. Ein Stundenblatt". Am Titel ein großes Kreuz in Dunkelgrün, darüber sein Name in Rot und darunter der seiner Freundin Hilda Reyer in Hellgrün. Der Vortitel lautet "Die Einsiedelei / Nr XVIII / wurde als Manuskript in zehn Exemplaren für die Freunde des Dichters geschrieben / Haringer: Hilda", danach folgen die Gedichte "Winter", "Zu Dir", "Erster Schnee" und "Märchen". - Die Gedichte und der Titel nehmen Bezug auf den Tod von Haringers Freundin Hilda Reyer, die 1927 im Alter von 21 Jahren an Tuberkulose verstorben war. Mit ihrem Tod ging auch Haringers letzte Möglichkeit dahin, sich in ein bürgerlich-seßhaftes Leben einzufinden. - Das Manuskript ging vermutlich an "Dr. G. W. Zanker" in Wien, dessen Adresse am letzten Blatt als Durchdruck zu lesen ist. - Beiliegend zwei gedr. Verlagsanzeigen, davon eine mit kleiner eh. Korrektur.
1½ SS. 8vo. "Süsses Knäblein ging in's freie | Voll der reinen Frühlingsfreude, | Staunend über's ewig neue | Aufersteh'n im Blumenkleide [...]". - Die in Neu-Sandec (Galizien) geborene Schriftstellerin, die auch unter den Pseudonymen Paul Andow und A. v. Sandec schrieb, lebte seit 1865 in Brünn und Graz und ließ sich 1890 in Wien nieder. Sie verfaßte zahlreiche Beiträge für österreichische und ausländische Zeitungen und Zeitschriften und veröffentlichte Lyrik und Prosa (u. a. "Holdings Herz. Die Geschichte einer Familie", 1894). Vgl. Kosch VII, 205f. - Mit einem kleinen Randeinriß.
10 ff. of ms., with an additional f. of notes. 11 ff. altogether, written in ink on one side only, narrow folio format (c. 35 x 17 cm). Complete manuscript of the famous "Hoplopoiia" section of Kazantzakis's Iliad translation: a pivotal part of the 18th book (rhapsody sigma) of Homer's epic. Kazantzakis and the scholar J. T. Kakridis collaborated on this metrical translation from classical Greek into the modern demotic language over a 14-year period. When it was privately printed in 1955, the controversial effort was hailed as "'living' poetry, through which the modern Greeks will be able to grasp much of the vigour, the passion, and the values of the heroic world of the Iliad" (C. A. Trypanis, The Classical Review 8 [1958], p. 280). The "Hoplopoiia", or the "Making of Armor for Achilles", is one of the most famous parts of Homer's poem: After the death of Patroclus has convinced Achilles to re-enter battle and avenge his friend, his mother Thetis seeks out the smithing god Hephaistus, who fashions a new set of armour for him, among which is a magnificently wrought shield. The detailed description (ekphrasis) of this shield, which takes up most of the present ms., is regarded as one of the paramount passages in Western literature: starting from the center and moving outward, the shield shows first the heavenly bodies (Earth, sky and sea, the sun, the moon and the constellations), then a city at peace (a wedding; a lawsuit; council) and at war (opposing armies; the gods; an ambush); country life (ploughing and reaping; vintage; a herd of cattle attacked by lions; a sheep farm); dancing youths and maidens; and finally, the all-enclosing ocean stream. In essence, the shield offers a physical encapsulation of the entire world: the various layers of this microcosm present a series of contrasts, antitheses that show the basic forms of a civilized, essentially orderly life. Leading up to Achilles's return to battle and one of the bloodiest parts of the Iliad, the Shield Ekphrasis also provides a moment of calm before the storm. - Traces of horizontal folds. Numerous revisions, corrections, and insertions in ink and pencil; caption "Iliada 18 (S. 368-618)" broadly underlined in red crayon. In the final page of notes (written on the reverse of a leaf on which the beginning of the translation has been struck out), Kazantzakis states that this version is not to be considered final and will require revisions as to orthography and accentuation. While the present ms. was probably composed and revised over a period of several years (the variations in pen type and ductus pointing to at least three main stages), the statement that work had been ongoing for three years suggests a time frame around the year 1944. Includes Certificate of Authenticity, issued by Spanos Rare Books, Athens.
1 S. Qu.-4to. Gewidmet der Schauspielerin Amalie Haizinger und deren Tochter Louise Neumann: "O Mutter, du auf des Ruhmes Gipfel | O Tochter du mit des Lorbeers Wipfel; | O theilt auf diese beiden Zipfel | von diesem meinem Huldigungs-Kipfel!". - Etwas knittrig.
2 SS. 4to. Wohl für den Verleger seines erstmals 1793 in Hannover erschienenen Buches "Lieder für Volksschulen" bestimmt, das bis 1823 vier weitere Auflagen erlebte. Interessante und umfangreiche Beschreibung einer ihm vorschwebenden Kupfertafel vor dem Liederbuch, aus der Hoppenstedts Persönlichkeit und sein pädagogisches Weltbild erkennbar werden. "Ein Schullehrer, in einfacher Tracht [...] sitzt unter einem Baum, mit einer Flöte, einigen Noten u. dergl. in der Hand. Ein Haufen Knaben, groß u. klein, sitzt zu seiner Linken, - ein gleicher Haufe Mädchen zu s. Rechten; u. diese alle sieht man frö[h]lich und in ungekünstelten Stellungen singen. Andre Kinder stehn schön gruppi[e]rt aufhorchend umher, - doch so, daß jedes Geschlecht für sich bleibt. Alle arbeiten, auch die Singenden. Theils stricken, theils nähen sie, - u. auch die Knaben stricken [...]". - Nach zahlreichen weiteren Details merkt Hoppenstedt an: "Ich darf wohl nicht hinzufügen, daß ich sehr natürlich mich gern bescheide, Manches auf einer einzigen Platte Unausführbare gesagt zu haben. Indeß wollte ich hiedurch auch nur meinen Wunsch zu erkennen geben [...]". - Die 5 Auflagen, die bis 1823 erschienen, enthielten, so weit wir feststellen konnten, keine solche Kupfertafel. Über Hoppenstedts sonstige Lehr- und Kinderbücher vgl. Goedeke VII 325, 25. - Sehr selten.
14 Zeilen auf 1 S. 8vo. "In Fieberglut lag ich an's Bett gebannt. | Feucht war mein Haar und meine Blicke flogen | Auf wirren Pfaden, toll und wildverwogen | Durch's krause Muster der Tapetenwand [...]". - Der aus Breslau stammende Schriftsteller und Librettist war in Berlin als Schauspieler und Journalist tätig. "Als Hausdichter des Berliner Metropoltheaters schuf er die 'Berliner Revue'. Bekannt wurde er mit Revuen wie 'Neuestes, Allerneuestes' (1904), 'Auf ins Metropol' (1905) und 'Der Teufel lacht dazu' (1906). Ferner wirkte Freund an mehreren Operetten mit" (DBE). - Etwas gebräunt und fleckig und mit kleinen Randläsuren.
1 S. 8vo. "Dem armen Vogel bin ich gleich geworden, | Den man erbarmungslos im Käfig hält, | Wie er sich auch nach seiner schönen Welt | hinweg sehnt aus dem herbstlich kalten Norden [...]". - Nachdem Oelschläger in den Kriegsjahren 1859 und 1866 als bayerischer Offizier gedient hatte, widmete er sich danach ausschließlich dem schriftstellerischen Beruf und lebte abwechselnd in Leipzig, Cannstatt und Weimar, wo er ins Kuratorium für das Goethe-National- Museum berufen wurde. Zu seinen bekanntesten Werken gehören "Gedichte", "Wunderliche Leute", die "Novellen in Octaven", "Engel Kirk", "Die Kunst im Hause" "Ovids Elegien der Liebe" und "Des Musäos Gedicht von Hero und Leander".
Je 1 S. auf 1 Bl. 8vo. Zusammen unter Passepartout, gerahmt. Gesamtgröße 247:322 mm. An Paul Lindau: "Freundlichen Dank, lieber Lindau, für Ihren liebenswürdigen Brief. Ja, ich muß mich oft entschuldigen, daß ich steinalt bin. Also bitte! Die beifolgenden Zeilen dürfen Sie, wenn Sie wollen, für das Wilbrandtsche Gedenkbuch verwenden [...]". Das Gedicht "Immerhin" mit vier Strophen zu je vier Zeilen: "Die Sonne geht auf und unter / Schon lange vieltausendmal, / Noch immer eilen so munter / Die Bächlein in's blühende Thal [...]". Bei dem "Gedenkbuch" handelt es sich um den noch im selben Jahr bei Cotta erscheinenden Band "Adolf Wilbrandt. Zum 24. August 1907 von seinen Freunden. Mit drei Bildnissen von Franz Lenbach und einer photographischen Aufnahme von Erwin Raupp". Als Herausgeber zeichneten die "Freunde von Adolf Wilbrandt". - Etwas lichtrandig, sonst tadellos erhalten. Mit geringfügigen Transkriptionsfehlern abgedruckt in: Wilhelm Busch: Sämtliche Briefe. Band II: Briefe 1893 bis 1908 (Hannover 1969), S. 267.
II: XII, 212 SS. Bedruckte Originalbroschur. 4to. Manns Nachruf auf Thomas G. Masaryk, den Mitbegründer und Staatspräsidenten der Tschechoslowakei, in der englischen Übersetzung von Helen Tracy Lowe-Porter in "Life And Letters To-Day" (Bd. 18, Nr. 2, S. 14-16). Gewidmet von "T. M." im April 1949 mit den Worten: "A surprise to me. Forgot it completely". - Von kleinen Gebrauchsspuren abgesehen gut erhalten.
4to. French manuscript on paper. (3) pp. on 6 ff. Typescript: (18) pp. on 18 ff. Several drafts for Valéry's introduction to Martin Hürlimann's photo book "La France, architecture et paysages" (Zurich/Paris 1927), which was later published as part of Valéry's essay-collection "Regards sur le monde actuel" (Paris 1931). One of the typed pages re-uses a letter from 17 January 1927. - This beautiful ensemble of a manuscript and typescript with annotations and numerous corrections offers a rare insight into Paul Valéry's writing process. The text is an attempt at a profound characterization of France as a nation and its people. Both the manuscript and the typescript comprise several versions of only a few paragraphs of the long introduction. The recurring first phrase of the manuscript is: "La France est le pays du monde où les considérations de la forme, le souci singulier de la forme en soi ait persisté, et même se soit imposé dans les temps modernes" ("France is the one country in the world where questions of form, the singular concern for form in itself, have persisted and even imposed themselves in modern times"). The unsystematically numbered typescript represents passages that are more descriptive of France as a country, trying to establish links between the people and their historical and natural environment. The different versions of the poetic first phrases depict France as harmonious in its geographical diversity: "La terre de France est remarquable par la netteté de sa figure, par les différences de ses parties, par l’équilibre général de cette diversité de régions qui se conviennent et se complètent. Une sorte de proportion assez heureuse existe dans ce pays entre la plaine et la hauteur, entre la montagne et la mer, entre l'étendue intérieure et le développement des côtes, et sur les côtes mêmes, entre les plages, les roches, les falaises [...]." - A beautiful condensation of Valéry's patriotic sentiments is a sentence added by hand to one of the typed pages: "La France tombe, se reléve, se restreint, reprend sa grandeur, redéchire soi-même se reconcentre" ("France falls, rises again, restrains herself, regains her greatness, tears herself apart again, refocuses"). Valéry revised and extended this phrase for the final version. - Stronger browning of the typescript and occasional tears. The first page of the manuscript is dust-stained, showing several minor tears. With editing marks in crayon. Regards sur le monde actuel (Paris: Stock, Delamain et Boutelleau, 1931), pp. 103-144.