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1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. "Nichts klingt so tief schön und nichts so süß | Als deutscher Worte Klang, | Nichts dringt so tief mir in das Herz | Als deutscher Worte Sang [...] [es folgen fünf weitere Strophen zu je vier Zeilen]". - Geboren in Salzburg, wurde Cappilleri knapp dreißigjährig nach mehrjähriger Tätigkeit als Schauspieler Schriftsteller und Redakteur der "Adelszeitung". Sein literarisches Werk umfaßt neben zahlreichen lyrischen Arbeiten Lustspiele, Possen und Schwänke.
2 SS. (39 Zeilen) auf 2 Bll. 8vo. In Bleistift. "Immer bist du mir zart genaht. / Segnest mein Haupt mit des Schmetterlings Flügel, / rollest im Rad und klirrest im Bügel, / dich nur schreiben die blauenden Hügel / mit ihrem Schatten über die Saat [...]". - Wohlerhalten. Abgedruckt in: Jugend. Münchner illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben. Jg. 28, H. 2 (vom 15. I. 1923), S. 40.
2 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Beiliegend eine Visitkarte mit mehreren eh. Zeilen und Initialen verso. Vier Strophen zu je acht Zeilen. - Nach kurzer Tätigkeit in einer Rechtsanwaltskanzlei wurde Grasberger Journalist, hielt sich als Korrespondent mehrerer Zeitungen in Rom auf und kehrte 1873 nach Wien und zur "Presse" zurück. Der Freund Peter Roseggers schrieb Lyrik und Prosa von vornehmlich religiöser und sozialer Tönung.
16½ SS. auf 10 Bll. Fadengeheftet. Mit einer Beilage (s. u.). "Bald schwingt mein Geist sich auch vom Staube | Zu meinem Heile das ich glaube, | Zu Dir, o mein Messias, los; | Bald nimmst du meinen Leib, o Erde! | Damit er ganz verherrlicht werde; | In deinen mütterlichen Schoos. | Dann weint die Wollust meines Lebens | Ein Freund, und meiner Jugend Weib, | Und ihre Klage ruft vergebens | Den Geist in den bethränten Leib" (es folgen 25 weitere Strophen). - Beiliegend ein zeitgenössisches Gedicht von nicht identifizierter Hand mit dem Titel "An meinem Geburtstage d. 12. Jan. 1775" (3½ SS. auf Doppelblatt, 8vo). - Stärker fleckig und gebräunt.
Acht Strophen zu je vier Zeilen auf 2 SS. 8vo. "Ein Mann gar wild und finster, | Ein Mann gar munter und frisch, | die sitzen einander g'enüber, | und zechen an einem Tisch. | 'Fluch, Fluch über alle Liebe!' | so tobt der finstere Mann, | Und stürzt den Trank hinunter, | Als wollt' er ersticken dran [...]".
2½ SS. (48 Zeilen) auf Doppelblatt. 4to. "Der heil'ge Tag des Herrn bricht an, | Die schwarze Nacht wird grau, | Bald strömt das Volk zur Meß' heran, | Und füllt des Domes Bau; | Auch ich will in mein Gotteshaus, | Durch dessen Hallen ein und aus, | Gefühlt nur, nicht gesehen, | Die duft'gen Engel gehen. || Den Bergpfad steig' ich still hinauf | Bis an die Spitz' empor, | Gleich nimmt der Riesendom mich auf, | Mir wehrt kein ehern Thor; | Mein Betstuhl ist ein Felsen blos, | Mein Schemmel [!] ist das grüne Moos, | Ob ein Gebetbuch fehle, | Ich trag' eins in der Seele [...] [es folgen vier Strophen zu je acht Zeilen]". - Ebert war Bibliothekar und Archivar des Fürsten Egon von Fürstenberg in Donaueschingen, zog hernach vorübergehend nach Karlsruhe und später wieder nach Prag zurück, wo er als Hofrat und Oberverwalter der Fürstenbergischen Güter in Böhmen tätig war; 1872 wurde er in den Ritterstand erhoben. Als Dichter hervortretend, veröffentlichte er unter dem Einfluß des tschechischen Historikers Frantisek Palacky das Schauspiel "Bretislaw und Jutta" (Aufführung 1829) sowie das Epos "Wlast" (1829). - Bl. 1 recto etwas lichtrandig.
1 p. (42 lines). 8vo. Mounted on cardboard. A working manuscript, comprising three 14-line stanzas, written in dark brown ink, with autograph title ("Die Bürger, die Künstler und der Narr"), containing a number of deletions, corrections and revisions. "Unter einem Künstler verstehen sie einen, / der sich nicht abgibt mit solchen Schweinen / und nichts zu tun hat mit allen den Dingen, / die ihnen im Handumdrehn gelingen, / um sich dafür mit Schaffen und Schreiben / und hauptsächlich ihnen die Zeit zu vertreiben; / und da er doch von Beruf ein Träumer / und deshalb auch Schuldterminversäumer, / der das tut, wozu er nicht ist verpflichtet, / und das andere lieber läßt unverrichtet, / so kann er zwar leichter als sie sich entflammen, / sonst aber geht es ihm gar nicht zusammen. / Und teilten die Bürger nicht besser sichs ein, / ja dann könnten sie auch solche Künstler sein! [...]". - First published in 1922 in "Worte in Versen" vol. VI. - Slightly spotty.
1 S. 8vo. (227:137 mm). Mit typographischer Randleiste (Pfeilornament). Den Einblattdruck "Die Feier des siebenten Novembers 1825 dankbar zu erwiedern" hat Goethe in kleinster Auflage für den engsten Kreis seiner Freunde anfertigen lassen, um ihnen anlässlich der Glückwünsche zum 50. Jahrestag seiner Ankunft in Weimar (1775) zu danken. Offenbar reichte dazu die erste Auflage nicht aus, weshalb eine weitere nachgedruckt worden ist, beide bei Frommann in Jena, im Juni 1826 und November 1827. Laut Hagen (412) kann man die beiden Varianten des Blattes nur anhand der Gestaltung der einfassenden Bordüre unterscheiden: Hier ist es diejenige mit kleinen Pfeilen, die nach außen zeigen. Welche die frühere der beiden Varianten ist, ließe sich allenfalls anhand von Exemplaren feststellen, die Goethe datiert hat, doch tragen die wenigen nachweisbaren gewöhnlich (wie hier vorliegend) nur seine Unterschrift und die Ortsangabe. Unser Blatt dürfte wohl zur späteren Variante gehören, denn es ist noch ein anderes Exemplar davon bekannt geworden, das Goethe erst im Januar 1831 signiert und datiert hat. Mit der ursprünglichen Danksagung kann das nicht mehr viel zu tun gehabt haben: Goethe hat Restbestände des Drucks wohl in späterer Zeit für beliebige Grußadressen verwendet, zumal das Gedicht selbst ohnehin älteren Datums war. Unter dem Titel "Die Feier des achtundzwanzigsten Augusts dankbar zu erwidern" (incipit: "Sah gemalt, in Gold und Rahmen") war es bereits 1819 erschienen, damals anlässlich seines 70. Geburtstags. - Mit schmalen Rändern (die Vergleichsexemplare sind meist wesentlich enger beschnitten); leichte Falze mit geringen Randeinrissen; am oberen Rand verso geringe Montagespuren; leicht gebräunt. Kippenberg I, 104. Hagen 412. Goedeke IV, 3, 501, 114.
2 SS. auf 2 Bll. Folio. Mit farbig kalligraphiertem Titelblatt sowie der Imitation einer gotischen Buchhandschrift, jeweils mit quadrat. Initialfeld und farbigen Initialen. Ein Blatt teilweise in lateinischer Sprache, ein Blatt mit einem Auszug aus der "Edda" als Vorwort. Lists gleichnamige Novelle erschien in der Wiener "Ostdeutschen Rundschau" in mehreren Teilen von September bis Oktober 1895. Überlegungen zur Namensherkunft des Klosters Göttweig (Cotwich) finden sich auch in Lists Schrift "Die Ursprache der Ario-Germanen und ihre Mysteriensprache" (Guido-von-List-Ges., 1902, S. 147). - Mit zwei Stempeln "Präsident der 'Literarischen Donaugesellschaft", Spuren alter Montage, etwas lädiert an den Rändern und mit zahlreichen kleinen Randeinrissen. Teilweise etwas staubfleckig.
1 S. Kl.-4to. "Immer, | wenn im Winter | die schwarzen Krähen ziehen, | mit heiserem Schrei | auf kahlen Bäumen hocken, | erschrickt mein Herz. | Immer dann | seh ich die Frauen | in schwarzen Tüchern - | endlose Züge - entlangziehn, | sich heiser rufen, | an kahlen Straßen hocken | und warten. | Warten | auf den, | der nimmermehr kommt, | Mann, Geliebter und Sohn, | der nimmermehr kommt [...]".
1 S. 8vo. "Paul S. war längst über die Lebensmitte, | Als er sich - welch ein arger Schreck! - | Wider jedwede kosmische Sitte | Verliebte. (Alles war darüber weg). | Jedoch es stellte sich zum Glück heraus, | Daß die Erkorne im gefärbten Haar | (Sie sah wie eine Spitzmaus darin aus) | Um ein Jahr älter als er selber war". - Geschrieben, wie am unteren Blattrand vermerkt, "im Spital".
3 SS. auf 3 Bll. 4to. "Zum Katholikentag führte Direktor Röbbeling leider nicht das 'Grosse Welttheater' auf, [...], sondern etwas ganz Neues und Besonderes: Die erbauliche Komödie 'Cenodoxus, Doktor von Paris' von Jakob Bidermann, einem Jesuitenpater der Barockzeit. Angeblich hatte Hofmannsthal die Absicht, dieses Stück zu bearbeiten. Nun hat es Joseph Gregor für das Burgtheater eingerichtet [...] Trotz einer im Ganzen sehr würdigen und einprägsamen Darstellung mit Aslan als Cenodoxus im Mittelpunkt war das Endergebnis: vornehme Langweile. Auf das geistliche Stück folgte das ländliche Trauerspiel 'Rosse' von Richard Billinger [...] man konnte des Ganzen nicht recht froh werden. Billinger hatte nur einen Achtungserfolg". Hermann Röbbeling stand von 1932 bis 1938 dem Burgtheater als Direktor vor. - Max Morold, der Sohn des Schriftstellers Stefan von Millenkovich, studierte in Wien Rechts- und Staatswissenschaft, arbeitete als Beamter in Kärnten und später im Unterrichtsministerium in Wien. "Seit 1915 war er Mitglied der Kunstkommission, 1917/18 Direktor des Wiener Burgtheaters. Danach schrieb Morold Musik- und Theaterkritiken, propagierte als Redner bei völkischen Veranstaltungen sein 'großdeutsches Bekenntnis' und hatte den Vorsitz der deutschnationalen 'Morold-Runde'. Bekanntheit erlangte er durch seine Opernbücher (u. a. 'Klopstock in Zürich', 1893) sowie als Verfasser zahlreicher Musikerbiographien (u. a. 'Cosima Wagner', 1937). Als Herausgeber der Anthologie 'Dichterbuch. Deutscher Glaube, deutsches Sehen und deutsches Fühlen in Österreich' (1933) schuf er erstmals einen Überblick über das Spektrum der konservativ bis nationalsozialistisch gesinnten Autoren" (DBE). Vgl. auch Kosch X, 1338. - Rechts oben numeriert.
1 S. Kl.-4to. "Vom Himmel hoch komm' ich daher | Und bin nicht wie der Kummer schwer, | O nein! beacht's nur, liebes Herz, | Und blick erleichtert himmelwärts! [...]" (es folgen 12 Zeilen). - Waldmüller schrieb vorwiegend Erzählungen und Reiseabentuer und veröffentlichte Nachdichtungen fremder Volksweisen; als sein bekanntestes Werk gelten die "Idyllen unter dem Schindeldach" (1854). - Mit kleinen Randläsuren bzw.- einrissen.
1½ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. "Bei uns, da is a Staarenhäusl, | Die Staarl habn dir halt a G'schwatz | Die kümmern si um d'Welt koa Kreisl - | Grad untauf hockt a schwarze Katz [...]". - Der aus München stammende Jurist war u. a. mit Paul Heyse und Emanuel von Geibel befreundet, gehörte mit ihnen der Künstlergruppe "Das Krokodil" an "und zählte zu den führenden Persönlichkeiten der Münchner Kulturszene" (DBE). Mitarbeiter der "Fliegenden Blätter", verfaßte er u. a. Reisebeschreibungen, wurde aber vornehmlich durch seine von Franz von Kobell beeinflußten humorvollen Mundartdichtungen bekannt.
15¼ SS. auf 4 Doppelbll. Folio. Fadengeheftet. Der erste Teil dieser Erzählung wurde am 9. II. 1841 im Prager Unterhaltungsblatt "Bohemia" veröffentlicht. - Der Jurist Schuselka war einer der bekanntesten österreichischen Persönlichkeiten der Märzrevolution 1848. Ab 1839 hatte er, "der schon seit seiner Studentenzeit journalistisch tätig war, die Laufbahn eines freien Schriftstellers [ergriffen], vorerst v. a. als Mitarbeiter bei Zeitungen. Zu Beginn der 40er Jahre wandte er sich ganz der politischen Publizistik zu [...] Schuselka zählte im Vormärz wegen der polemischen Schärfe seiner gegen die Politik Metternichs und gegen die nichtddeutschen Nationalitäten des Habsburgerreiches gerichteten Schriften zu den bekanntesten liberalen Schriftstellern" (ÖBL XI, 380). Als Vertreter der großdeutschen Linken spielte er seine bedeutendste Rolle im Wiener Oktoberaufstand von 1848, wo er an der Spitze des Sicherheitsausschusses stand. Nach der Übergabe Wiens ging er nach Kremsier, wo er im Reichstag der Führer der Opposition wurde. 1850 wurde er nach seiner Rückkehr aus Wien ausgewiesen. - Mit eh. Korrekturen und Tilgungen. Teilweise etwas braun- und leicht stockfleckig.
1 S. (12 Zeilen). Kl.-4to. "Wenn Bauern Hopfe, Wein und Gerste fechsen, | So ernten sie nicht nur die Sonnenkraft, | Denn Nacht und Mond auch wirkt in den Gewächsen, | Und jeder Saft bedingt den Anti-Saft [...]". - Mit kleinen Ausrissen am rechten Rand.
1 S. 4to. Veröffentlicht in Altenbergs "Nachfechsung", erschienen 1916 bei S. Fischer in Berlin. - "Ich habe ihn also ›betrogen‹ mit seinem ›besten‹ Freunde. | Eines Sonntag Vormittags, mein Töchterchen und ich ›rüsteten‹ gerade zu einer Landpartie, da erschaute ich ihn, in seinem Büro nebenan sitzend, für uns arbeitend. Plötzlich legte er den Kopf in die Hände und weinte. | Ich sagte zu meinem 9-jährigen heiß geliebten Töchterchen: | Es wird ein Gewitter kommen, wir bleiben heute zu Hause, die neuen Frühlingshüte, die uns der liebe Papa gekauft hat, sollen nicht ruiniert werden wegen nichts und wieder nichts!" - In der gedruckten Fassung erschaut die Erzählerin nicht "ihn" sondern "meinen Gatten". - Das Motiv bzw. die Figur des "Töchterchens" spielte im Werk von Peter Altenberg eine zentrale Rolle. - Auf Briefpapier des Wiener Graben-Hotels. - Horizontale Faltspur. - Ehemals gerahmt und im Passepartoutausschnitt etwas gebräunt.
322 SS. auf 162 num. Bll. Geheftet. Gr.-4to (ca. 240 x 280 mm). Textbuch für eine Aufführung des Theaters an der Wien mit dessen Stempel, mehreren Unterschriften und kl. Korrekturhinweisen am Titel. - Nach der erfolgreichen Aufnahme seines dramatischen Erstlings "Die Teufel im Frack" "schritt Görlitz auf der eingeschlagenen Bahn mit reißender Schnelligkeit vorwärts, und haben sich seine Stücke auf allen Bühnen Deutschlands und Oesterreichs Bühnenrecht erworben" (Brümmer, Dt. Dichterlex.). Karl Millöcker gelang es mit der gleichnamigen Operette zu Görlitz' Librettofassung erstmals, das Interesse des Wiener Publikums auf sich zu ziehen.
8 SS. auf 8 Bll. 4to. Die drei "Originalberichte", wie es im Untertitel heißt, sind "Die Einigung der Tschechen", "Das untergeschobene Kind" und "Aus einer kleinen Residenz" und erschienen in "Wippchens russisch-japanischer Krieg und andere Beiträge Wippchens zur Geschichte des 20 Jahrhunderts" (Berlin, J. Demcker, 1904, S. 126 ff.). - Mit zahlreichen eh. Korrekturen und Redaktionsvermerken sowie mehreren Papierüberklebungen.
Titel und 30 nunm. SS. auf 15 Bll. Pappband. 8vo. Wie auf dem Titel weiter vermerkt "gestochen und verlegt von Severin Buemann, Kupferstecher und Hylograph [...] Favoritenstrasse Schaumburgergrund No. 78 in Wien". - Handschriftliches Vorabexemplar zur Erlangung des Imprimatur mit entsprechendem Zensurvermerk. - Buemann (1808-1848) "besaß eine große Gewandheit im Zeichnen u. zählte zu den besten Xylographen Wiens in einer Zeit, als diese Kunst erst in Aufnahme kam [...] Schöne Proben seines seltenen Talentes in der Holzschneidekunst hat die Theaterzeitung von Adolf Bäuerle, Jahrgang 1845, aufzuweisen" (Wurzbach, s. v.). - Beiliegend ein hs. Entwurf des Vortrags eines nicht identifizierten Verfassers, der gleichfalls um Imprimatur ansucht: "In folge hohen Erlasses des Herrn Statthalters vom 24. d. M. Zahl 6481 ist der Vortrag gestattet" (4 SS. auf Doppelblatt. 4to).
- Léon Vanier, Paris s.d. (circa 1888), 20x29,5cm, en feuilles. - Edition originale du numéro de cette revue consistant en deux feuillets rempliés. Petites déchirures marginales sans gravité sur les feuillets. Sur le premier, une xylographie en couleurs représentant Edouard Dujardin par Louis Anquetin. Sur les suivants, texte de Théodore de Wyzewa en édition originale intitulé "Edouard Dujardin". [ENGLISH DESCRIPTION ON DEMAND]
Madrid, Instituto Nicolás Antonio, 1948. 4to. mayor; XII-55 pp., 2 hs.y 13 reproducciones en láminas fuera de texto, incluída la portada del primer tomo de la revista. Cubiertas originales.
Titel und 2 SS. (28 Zeilen) auf Doppelblatt. Gr.-8vo. "Auch Du - auch Du, in Deiner vollsten Pracht, | Entfällst dem Kranz, - die schönste, reinste Blüthe! | Bald - und der Tempel steht in trüber Nacht, | Und seine Priester sind - im Reich der Mythe [...]". - Nachdem Prechtler in Wien und Linz studiert hatte, arbeitete er durch Fürsprache Grillparzers als Direktor des Hofkammerarchivs, wurde 1856 seines Förderers Nachfolger, trat aber eines Augenleidens wegen 1866 in den Ruhestand. Prechtler hatte seit 1883 Gedichte im "Linzer Bürgerblatt" und Novellen und Reisebilder in verschiedenen Almanachen und Zeitungen veröffentlicht; 1849 hatte er die Zeitung "Der Patriot" redigiert. Nach seinem Austritt aus dem Staatsdienst war er ein Jahr lang als Theaterdichter in München tätig; einige seiner Dramen (darunter "Die Kronenwächter", 1844) wurden am Burgtheater gegeben, von seinen insgesamt 38 Opernlibretti wurde wohl das Textbuch zu Johann Joseph Netzers Oper "Mara" (1842) am bekanntesten. - Mit kleinen Randläsuren.
2¼ SS. auf 2 Bll. 8vo. "Nachmittags stand ich am Brandenburger Thore, große Menschenmassen zogen durch die schönen Hallen. Wer sind diese Leute? Was wollen sie? Das sind nicht die gewöhnlichen Thiergartenbesucher, die Kleidung dieser Männer und Frauen zeigt weder Eleganz noch Wohlhabenheit, das sind nicht unsere vornehmen Flaneurs, die sich nach einer guten Mahlzeit etwas Bewegung machen. Die Kleidung deutet die Armuth, das Gesicht das Elend dieser Leute an. Gebrechen der verschiedrigen [!] Art werden zur Schau getragen [...]". - Friedrich Saß, biographisch nicht hinlänglich erfaßter Literat im Umkreis von Bruno Bauer und Max Stirner, schrieb u. a. "Berlin in seiner neuesten Zeit und Entwicklung" (1846) und war gelegentlich für Gutzkows "Telegraph für Deutschland" tätig. - In altem Sammlungsumschlag.
1½ SS. (24 Zeilen) auf Doppelblatt. Gr.-8vo. "Du hast's erreicht! - Das Schöne - es ist Dein, | Und ist geheiligt durch das ewig Wahre! | Du wolltest Diener einst im Tempel sein - - | Sein erster Priester nun an dem Altare! [...]". - Nachdem Prechtler in Wien und Linz studiert hatte, arbeitete er durch Fürsprache Grillparzers als Direktor des Hofkammerarchivs, wurde 1856 seines Förderers Nachfolger, trat aber eines Augenleidens wegen 1866 in den Ruhestand. Prechtler hatte seit 1883 Gedichte im "Linzer Bürgerblatt" und Novellen und Reisebilder in verschiedenen Almanachen und Zeitungen veröffentlicht; 1849 hatte er die Zeitung "Der Patriot" redigiert. Nach seinem Austritt aus dem Staatsdienst war er ein Jahr lang als Theaterdichter in München tätig; einige seiner Dramen (darunter "Die Kronenwächter", 1844) wurden am Burgtheater gegeben, von seinen insgesamt 38 Opernlibretti wurde wohl das Textbuch zu Johann Joseph Netzers Oper "Mara" (1842) am bekanntesten.