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Oblong folio. Title, 2 pp. on folded sheet. 64 bars. "Allegro" for harpsichord by Giovanni Battista Martini (1706-84), from Friedrich Wilhelm Marpurg's collection "Raccolta delle più nuove composizioni di clavicembalo di differenti maestri ed autori" (Leipzig, Breitkopf). Penned by Gerber during his years in Leipzig as a law student and cellist in the Leipzig orchestra. - Gerber, musical instructor of the children of the Prince of Sondershausen, succeeded his father as court organist and court secretary in 1775. - Some browning, with a large brownstain.
Kleines Visitkartenformat. Hinter Glas gerahmt (79:110 mm). "Hin ist alle meine Kraft | alt und schwach bin ich | Joseph Haydn". Haydn verbrachte von 1797 an die letzten zwölf Jahre seines Lebens in seinem 1793 erworbenen Haus in der Vorstadt Windmühle (Untere Steingasse 73, heute Haydngasse 19), wo u. a. die zwei Oratorien "Die Schöpfung" und "Die Jahreszeiten" sowie sechs Messen für die Esterházy-Familie entstanden. Ab 1802 war er krankheitsbedingt nicht mehr in der Lage zu komponieren oder öffentlich aufzutreten.
8vo. 45 ff. with a total of 49 entries (some mounted). Contemporary green calf binding. Two addenda. A pretty album begun by Kienzl in 1873, containing numerous prominent contributors. Foremost of all are Franz List, who signs the printed music to Kienzl's "Die Lotosblume" (pasted in) "in kind memory" on 12 July 1877, and Ernst Mach, who on 27 October 1875 entered a full-page poem (with brief musical quotation) which wittly relates the physics and philosophy of sound waves and music. Among the other contributors are Richard Sahla (violin virtuoso, conductor and composer, 1855-1931; with musical quotation), Adolf Jensen (composer, 1837-79), Ferdinand Thieriot (conductor and composer, 1838-1919; with musical quotation), Franz Stelzhamer (poet, 1802-74; pasted in), Anastasius Grün (i. e. Anton Graf Auersperg, writer and politician, 1806-76), Louise Codecasa (painter, 1856-1927/33), Richard Heuberger (composer and critic, 1850-1914), Peter Rosegger (writer, 1843-1918), August Wilhelm Ambros (musical scholar and composer, 1816-76), Josef Popper-Lynkeus (social reformer and inventor, 1938-1921), Sophie Menter (pianist, musical educator and composer, 1846-1918), Oskar Teuber (theatre historian, journalist and writer, 1852-1901), Robert Hamerling (writer, 1830-89), Anton Emanuel Schönbach (German scholar, 1848-1911), Alfred Woltmann (art historian, 1841-80; 29), Adolf Wallnöfer (composer and operatic tenor, 1854-1946; with musical quotation), Oscar Paul (musical scholar, 1836-98; with musical quotation), Jakob Eduard Schmölzer (composer, flautist and collector of folk songs, 1812-86), Hans Brandstetter (sculptor, 1854-1925; 44, with mounted pencil drawing), Emanuel Geibel (writer, 1815-84), and Aglaja Orgéni (singer and voice instructor, 1841-1926). - Well preserved.
4to. 1½ pp. To the politician Ernest Thurtle, acknowledging his success in abolishing the British Army's death penalty to punish crimes such as desertion or cowardice: "Then the Lords gave me a fright. Lord Allenby too, whom I like and admire. Surely if I had been in London, able to see him, he would at least have kept silence - if not supported you. Yet doesn't it make you surer you were right, to see all the General Staff opposing you? In the end you downed the Lords, as you had downed the Government. I feel it is a blessed victory. The old state of law hurt me. It was such a damnable judgement upon our own flesh & blood [...] I haven't really said thank you for all you did: because I feel that it was only your duty really. People who care anything at all about their countries don't like to see them fouling themselves [...]". - After over 300 British soldiers had been executed by firing squad following brief trials during World War I, Thurtle had first introduced his measure for the law's abolition in 1924. - A few small marginal tears to the folds.
4to. 1 S. An seinen Verleger Nikolaus Simrock zum Fortschritt der Arbeit an der Drucklegung des "Elias": "Gestern habe ich die beiden Violin-Stimmen des 1sten Theils [...] erstellen lassen u. schicke sie heut corrigirt auf dieselbe Art zurück. Da es mir nicht möglich war den Englischen Text ganz deutlich [...] zu schreiben, so schicke ich morgen früh per Fahrpost die Nummern des Engl. Clavier-Auszugs [...] Danach kann nun fast überall in die beiden Geigenstimmen der Text sicher u. correct unterlegt, auf der deutschen Clav. Ausg. gestochen werden. Gewiß wird es am besten sein, wenn Sie jetzt vor allen Dingen an den Saiten-Instrumenten arbeiten lassen, damit von denen sobald als möglich die nöthigen Exemplare nach England abgehen können. Ich werd Ihnen alle Correcturen die ich erstelle unverzüglich zurückschicken, u. sehe nun [...] den übrigen Saiten-Instrum., Chorstimmen etc. entgegen". - Partitur, Klavierauszug und Stimmen konnten im Herbst 1847 fertiggestellt werden. Schwer erkrankt, konnte Mendelssohn die für den 18. Oktober vorgesehene Uraufführung in Berlin nicht mehr dirigieren; er starb am 4. November.
2 SS. Qu.-8vo. 29 Takte für eine Singstimme mit Klavierbegleitung, bezeichnet "Un peu lentement", mit dem unterlegten Text "Avant que le Soleil ait éclairé nos plaines, je fais retentir les échos [...]". - Naumann hielt sich 1785/86 als Gastdirigent und Opernkomponist in Kopenhagen auf. Autographen des Dresdener Hofkirchenkomponisten und Oberkapellmeisters sind von größter Seltenheit. - Stellenweise gering fleckig und angestaubt und mit leichten Faltspuren.
1 S. Qu.-8vo (90:147 mm). Zwei Takte aus dem ersten Thema seiner Sonate für Violine und Klavier in G-Dur (1927, Werkverzeichnisnummer 2284), seinem letzten Kammermusikwerk, das Ravel der befreundeten Violinistin Hélène Jourdan-Morhange, die sein Interesse an zeitgenössischer amerikanischer Musik teilte, gewidmet hatte. Da sie rheumatischer Probleme wegen das komplexe Werk - an dem Ravel fünf Jahre gearbeitet und dabei nach und nach angeblich alle unnötigen Noten eliminiert hatte - jedoch nicht selbst spielen konnte, fand die Uraufführung am 30. Mai 1927 im Salle Érard mit Ravel am Klavier und mit Georges Enesco an der Violine statt. - Von einer vertikalen Knickfalte abgesehen tadellos erhalten; verso die Bitte eines zeitgenössischen Sammlers: "Ich bitte um ein Autogramm".
Oblong 4to. 1 page. A delightful musical autograph in C major (with a brief D minor development) written a year after the composer settled in his Paris apartment on rue de la Chaussée-d'Antin. The dedicatee, 'M. Mendes', may possibly be Mario do Céu da Silva Mendes, daughter of the eminent Portugese writer Joao da Silva Mendes. She would have been nine at the time, but was an able pianist even then and later became a notable performer and teacher; the image of the famous composer jotting down a musical flourish for a young admirer is a difficult one to resist. - Edges slightly frayed, and small traces of mounting.
50 Hefte in 3 Bänden. Halbleinenbände der Zeit. Quer-Folio. Vollständiges Exemplar der durchweg gestochenen Reihe. Sämtliche Hefte liegen in frischen und sauberen Abzügen der Erstausgabe vor. Deutsch, S. 496. Hirsch V, 650.
Zusammen (2+1 =) 3 SS. auf 2 Bll. Qu.-kl.-8vo. Mit einigen Beilagen (s. u.). Beide Schreiben an eine Antonie, wohl die mit ihr befreundete Sängerin Antonie Kufferath, verheiratete Speyer. "Herzlichen Dank liebe Antonie - und Ihrem lieben Mann für die wundervollen Blumen. Bald hoffe [ich] Sie zu sehen (vielleicht komme ich, wenn's schöne bleibt, mal zu Ihnen) [...]" (27. IX. 1886). - "Herzlich gern nehme ich Eure Einladung an, werde aber wohl allein kommen, da Fillunger nicht hier ist u. Marie Eugenie nicht gern allein läßt [...]" (22. XI. o. J.). Die Sängerin Marie Fillunger war die Lebensgefährtin ihrer Tochter Eugenie. - Beiliegend 2 unterschiedliche Visitenkarten von Clara Schumann (die eine mit Spuren alter Montage, die andere am oberen Rand etwas gebräunt) und je eine ihrer Töchter Marie und Eugenie (die von Marie ebenfalls mit Spuren alter Montage).
2 SS. Kleines Visitkartenformat. Die wohl an den seit 1829 am Weimarer Hoftheater wirkenden Sänger, Regisseur und Theaterdirektor Eduard Genast gerichtete Karte dürfte von Ende November 1841 stammen, als die frischgebackenen Eltern Robert und Clara Schumann (ihre Tochter Marie war am 1. September geboren worden) die im Sommer nicht zustande gekommene "erste gemeinsame Künstlerfahrt" nachholten: "Wir wünschen", schreibt Robert verso, "Sie zu sehen und wiederzusehen - sind von 6-7 Uhr zu Hause im Gasthof". - Nach ihrer Ankunft in Weimar am 19. November absolvierte Clara zwei Konzerte, "am 21. November 1841 ein öffentliches im Schauspielhaus und am 25. November 1841 ein Privatauftritt bei der Großherzogin in der Galerie im Schloss in der Stadt [...] Wichtiger aber als die Konzerte war in diesem Jahr das zufällige Zusammentreffen mit Franz Liszt, den Clara Wieck 1838 in Wien und Schumann im März 1840 in Leipzig persönlich kennengelernt hatten. Eigentlich waren die Schumanns schon auf dem Sprung nach Hause, als sich nach dem Konzert im Hotel 'Russischer Hof' folgende Szene ereignete" (Seibold, S. 14-16): "An einem dunklen Abende, während der Nordwind in den entlaubten Bäumen, die den Karlsplatz umgeben, unheimlich rauschte, saß ich mit dem Künstlerpaare Klara und Robert Schumann im Speisesaale des Russischen Hofs traulich zusammen, als ein Mann von hohem, schlankem Wuchse, mit einem ausdrucksvollen Gesichte und langen, zurückgestrichenen, hellbraunen Haaren hereintrat und sich mit dem Zurufe: 'Bon soir, Ihr Lieben!' meiner Gesellschaft näherte. 'Liszt!' rief diese wie aus einem Munde aus. Da war also der Mann leibhaftig vor mir, nach dessen Bekanntschaft ich mich so lange gesehnt hatte, über den die Fama das Außergewöhnlichste und Erstaunenswürdigste seit Jahren in die Welt hinausposaunt hatte, seine enorme Virtuosität, dabei seine Bescheidenheit und Liebenswürdigkeit, auch seine großartige Freigebigkeit preisend. Nachdem Frau Schumann mich ihm vorgestellt hatte, wobei er mich artig begrüßte, setzte er sich an ihre Seite und ließ sich, ohne besondere Notiz von meiner Gegenwart zu nehmen, in ein eifriges Gespräch mit ihr ein. Im Verlaufe der Unterhaltung fesselte die Genialität des Mannes immer mehr meine Aufmerksamkeit, so daß ich zuletzt nur noch für ihn Augen und Ohren hatte. Auch von seiner Freigebigkeit sollte ich schon an diesem Abend Zeuge sein. Frau Schumann bewunderte die geschmackvolle emaillierte Weltkugel mit Sternen besäet, die von einer goldenen Adlerklaue gehalten wurde. Sofort überreichte Liszt ihr dieselbe mit feiner Galanterie als Andenken. Anfangs weigerte sie sich, dieselbe anzunehmen, konnte aber schließlich der höchst liebenswürdigen Art und Weise, mit welcher Liszt zu spenden wußte, nicht widerstehen und nahm mit gleich feinem Takte das Kleinod an" (Genast, S. 308). - Die Handschrift stark verblasst und in der Transkription stillschweigend ergänzt; ein Drittel der Karte durch Feuchtigkeitseinwirkung stärker fleckig und angeschmutzt. Wolfgang Seibold, Nach Weimar zieht es die Deutschen gewaltig hin. Eduard Genast, Aus Weimars klassischer und nachklassischer Zeit. Erinnerungen eines alten Schauspielers. Stuttgart, 1905.
Oblong 4to (306 x 232 und 290 x 222 mm). 2 vols. (30) and (50) pp. Contemporary red morocco, covers and spines richly gilt, giltstamped cover monogram (crowned). A clean and well-executed fair copy of two cantatas and a romance: "Viva Cristina", "Nel mirare", and "Pria che autunno", splendidly bound for the Queen of Sardinia. Each piece signed at the end ("Originali di Giovanni Sebastiani") and dedicated to Maria Christina of Naples and Sicily (1779-1849), the daughter of Maria Carolina and King Ferdinand I of Naples and Sicily and wife (since 1807) of Charles Felix, who ruled Sardinia as king from 1821 to 1831. The first piece was performed in Rome by students of the Ospizio di San Michele; the second, the "Romanza", is also dedicated to the Duchess of Berry, Maria Christina's niece, who had spent her holidays with the royal family. Like the second piece, the third (bound separately) was penned during Maria Christina's holiday in the Villa Rufinella (also known as Villa Tuscolana) in Frascati. - The composer Sebastiani, a native of Frascati, had studied at the Ospizio di San Michele in Rome and passed away in 1899, aged eighty years (as his obituary in "Le Ménestrel" of 2 April 1899 informs us).
65 x 125 mm. 3 Notenzeilen mit eigenh. Notizen (Bleistift und Tinte). - Sechter wurde von Ludwig van Beethoven und Franz Schubert anerkannt; Giacomo Meyerbeer und Johannes Brahms statteten ihm Besuche ab. Zu seinen Schülern zählen u.a. Anton Bruckner, Henri Vieuxtemps und Sigismund Thalberg.
4to. (½+1 =) 1½ pages on 2 ff. With two autogr. envelopes. The musical quotation on 4 pages in-8 mimeographed concert programme. Several addenda. Interesting set addressed to the American commander of Garmisch, after the defeat of Germany. Major Herbert L. Snapp (1901-91) was the officer of the American occupation troops, appointed "Stadtcommandant" of Garmisch, where Strauss resided. - 1) Garmisch, 8 May 1945. On the very day of the armistice and the end of the war, Strauss greets Commander Snapp as the representative of the great American people ("als hiesiger Repräsentantendes grossen amerikanischen Volkes") on this day of peace ("zu dem heutigen Friedenstage") and warmly expresses the wish that America, friend to the arts, as it has delivered Germany from an undignified slavery, will in a beautiful future extend its protection to the descendants of Goethe and Wagner for the reconstruction of the country and its culture. - 2) Garmisch, 12 May 1945. Strauss asks for driving licenses and, for his son, daughter-in-law and grandson Richard, hunting licenses, so that his family can feed itself. - On a mimeographed concert programme, given by the students of the Music Department of St. Mary of the Springs on 12 April 1945, Richard Strauss inscribed a 3-bar quote from the beginning of the Rosenkavalier, with the inscription and signature. - Attached is an autograph letter from "Daddy" (i. e. Snapp) to his daughter Nancy, sending her, with comments, these documents, and a letter draft to Strauss in which the American military government makes three reassurances, "all of which will be in direct contrast to the period 1933-45" (written on the reverse of a stationery with printed letterhead of the Reichsministerium des Innern).
4to. 2 pages. Curious letter about Strauss's attitude under Nazism. The letter shows Strauss's activity to create the STAGMA (Staatlich genehmigte Gesellschaft zur Verwertung musikalischer Aufführungsrechte) to replace the GEMA (Genossenschaft zur Verwertung musikalischer Aufführungsrechte), a governmental institution for the management of musicians' copyrights, and his attempt to compose the board of directors of the new society in such a way as to satisfy the Nazi leaders, who should not be part of it, while he himself wanted to be its president. Dr. Schmidt-Leonhardt must prepare the minister for Strauss's position. The early foundation is a chance for them, and if Dr. Goebbels confirms to give Strauss full powers according to the "Führer principle", Strauss will immediately determine autocratically (after liquidation of the last GEMA General Assembly) the board and the statutes of the Stagma: "Inhalt beiliegenden nicht abgesandten Briefes können Sie vielleicht vertraulich für Herrn Dr. Schmidt[-]Leonhar[d]t benützen, damit er in meinem Sinne den Herrn Minister schon präparieren kann. Wenn ich recht überlege, ist die voreilige Gründung für uns ein Glück u. wenn Dr. Goebbels Stand hält u. mir alle Vollmachten 'laut Führerprinzip' bestätigt, bestimme ich (nachdem die letzte Gemageneralversammlung liquidiert hat) nun Vorstand u. Statuten der Stagma selbstherrlich. Ich habe Kopsch telegrafisch nach Berlin beordert u. mir seine neuen fertigen Statuten nach hieher erbeten, damit ich Samstag ganz im Bilde bin. Bitte versichern Sie sich noch des Herrn Havemann, damit uns nicht von der Partei (etwa Herr Hinkel oder sonst wer) in den Rücken fällt u. dann will ich versuchen, Herrn Keudell ganz auszuschalten, den Vorstand u. die Geschäftsführung der Stagma neu zu ernennen. Vorher waren es doch drei bei der Gema: Ritter, Schmeling, Lehar? Kann man in die Stagma nicht 2 coordinierte Geschäftsführer: Kopsch - Stagma / Ritter - Gema [...] hineinnehmen? u. den ganz unnötigen Präsidenten Gräner mit dem hohen Gehalt einfach ausschiffen? [...]". - On headed paper ("Kurheim Rex"); left margin with punched holes (not touching text).
1 S. Qu.-kl.-8vo (88:111 mm). Fünf Takte aus Strauss' einziger Oper "Ritter Pásmán" mit eh. unterlegtem Text "O gold'ne Frucht am Lebensbaum". - Etwas angestaubt und fleckig, sonst gut erhalten.
8vo. 3 pp. on bifolium. To the pianist and composer Ferdinand von Hiller (1811-85) concerning an invitation to the Lower Rhenish Music Festival and rumours about the composition of "Otello". Verdi assumes that it was Hiller who sent him the festival programme and thanks him warmly for it but declines an invitation to participate due to the distance, his age, and lack of time: "Voi potete immaginare quanto piacere ne avrei a potervi assistere; ma voi capite altresì che io sono tanto lontano, che ho molti anni che pegano e rendono difficili i viaggi, e che anche il tempo mi manca". He will think of him during the festival, which will "bring back happy memories of joyful hours in your company", and asks Hiller to inform him about the "surely excellent result" upon its conclusion. After a few words about the weather and his plans to go to the countryside, Verdi goes on to deny rumours that might have reached Hiller about having written "Otello": "Caso mai aveste sentito dire che io st. facendo qualche cosa, o che io abbia terminato un Iago, un Otello et ca, non credete niente. Io non ha fatto nulla, assolutamente nulla" ("If you heard that I am doing something, or that I have finished an Iago, an Otello etc., do not believe anything. I have not done anything. Absolutely nothing"). - While Verdi only started composing "Otello" in early 1884, he had first seen Arrigo Boito's draft for the libretto in the summer of 1881, commented on it, and appears to have been intrigued. Verdi's reluctance and secrecy are due to his official retirement after the success of "Aida" in 1871 and his fear of adverse criticism of what might be his last work. When "Otello" finally premiered in Milan on 5 February 1887, it proved a resounding success. - In 1877, Verdi had followed Ferdinand von Hiller's invitation to conduct his "Messa da Requiem" at the 54th Lower Rhenish Music Festival in Cologne. Hiller retired from the directorate of the Gürzenich Orchestra Cologne and the organisation of the Lower Rhenish Music Festival in 1884; he did not live to see the premiere of "Otello". - Traces of folds. Some yellowing to the first page.
Large 4to. 2 pp. on bifolium. Addenda. An invitation for the first Bayreuth Festival ever (held in 1876), mistakenly addressed "Herrn Carl Schlosser, in München. | Lieber Herr Schlosser!", but intended for the German tenor Max Schlosser who was to sing the part of Mime.
8vo. 1 p. To an unknown recipient, regarding a list of works that may be obtained from the widow of the organist Anton Dreyssig. It may be directed to a Prof. Maas, to whom he sends best wishes: "I profit of the kindndess of my beloved friend the professor Dr. Lichtenstein from Berlin, and have the honour to send you by his intermittance a list of the works, which at the affixed prices may be got from the widow of the organist Dreyßig [...]". - Somewhat wirnkled and spotty, otherwise in good condition.
2 SS. auf Doppelblatt. 4to. Nach seiner Konzertreise nach Hamburg und Kopenhagen an Karl Graf von Brühl, den Generalintendanten der Königlichen Schauspiele in Berlin, über die geplante Uraufführung seiner Oper "Der Freischütz". Aufgrund von Verzögerungen bei der Fertigstellung des neuen Schauspielhauses musste die Uraufführung, die das Haus einweihen sollte, mehrmals verschoben werden: "Glüklich von meiner Reise nach Hamburg und Koppenhagen zurükgekehrt, ist es natürlich meine erste Sorge mich um das endliche Erscheinen des armen Freyschützen zu bekümmern. Der Gerüchte über die Eröffnung des neuen Hauses sind gar mancherlei, u. viele wirklich von fast schrekhafter Gattung für mich. Ich kann mir denken daß Ew. Hochgeboren seit Jahr u. Tag so oft mit ähnlichen Anfragen gepeinigt worden sind, daß es mir ordentlich sauer wird mit unter die Zahl der lästigen Frager mich stellen zu müssen. Gerne hätte ich meine Rükreise über Berlin gemacht, aber meine Urlaubszeit war so geschmolzen, daß ich Noth genug hatte zu rechter Zeit wieder zu Hause einzutreffen. Meine Reise war in jeder Hinsicht für mich ungemein erfreulich, und ich habe Kraft u. Lust zu neuen Arbeiten erworben, da ich die Theilnahme sehe die meinen Versuchen über alle meine Erwartung zu Theil wird. Die Opern fand ich überall sehr mittelmäßig, und der Mangel an ausgezeichneten Talenten ist wirklich drückend. An Graf Vizthum habe ich einen höchst rechtlichen Chef und wahrhaft theilnehmenden Freund verlohren. Von H[errn] v[on] Könneritz sagt man alles Gute, und die wenigen Gespräche die ich mit ihm gehabt, zeugen von regem Eifer für die Sache. Aber, wo ist der, der nicht endlich bekennen muß, daß die 10.000.000 Quälereyen des künstlerischen Trainwesens ihn endlich von Glut, wenigstens zur Lauheit herabbringen? Wie sehr bedaure ich den trefflichen Wolf hier verfehlt zu haben. Ist über die Darstellung der Preziosa schon etwas näheres bestimmt?". - Der Intendant und Diplomat Hans Heinrich von Könneritz hatte nach Abgang des Grafen Vitzthum von Eckstädt die Generaldirektion der Königlichen Kapelle und des Hoftheaters in Dresden übernommen. Weber hatte für die zweite Fassung des Dramas "Preciosa" von Pius Alexander Wolff seine umfangreichste Bühnenmusik geschrieben. Die Erstaufführung fand am 14. März 1821 in Berlin statt, die Uraufführung des "Freischütz" folgte am 18. Juni. - Mit kleinen Spuren alter Heftung, einer Unterstreichung in roter Tinte, stellenweise kleinen Abklatschspuren und einem zeitgenöss. Empfängervermerk. Mit kleinen Abweichungen veröffentlicht in: Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe. Digitale Edition, A041656 (Version 4.3.0 vom 1. Februar 2021).
1 S. 4to Mit eh. Adresse (Faltbrief). Auf Kartonträger montiert. An die mit ihm befreundete Sängerin Friederike Koch in Berlin: "Immer schelten, zürnen, poltern Sie zu. ich verdiene es, und auch nicht. außer den dringendsten Geschäftsbriefen habe ich seit meiner Rükkunft an Niemand geschrieben, so sehr mich auch oft das Herz dazu drängte, und doch nicht Herr werden konnte über die entsezliche Verstimmung die mein ganzes Wesen beherrscht, und mich für Alles stumpf macht. Waren sonst schon die hiesigen Kunst-Verhältniße drükkend, so sind sie durch den neuen Direktor H. v. Könneritz [d. i. der Hans Heinrich von Könneritz, der seit dem Vorjahr die Intendanz des Dresdner Hoftheaters innehatte] vollends unerträglich geworden. Doch, nichts hievon, vielmehr von der Freude die mir Ihr Brief gemacht hat. Ach, es thut recht wohl, so ausgescholten zu werden, und meine Lina und ich wollen auch geduldig still halten, wenn Sie Lust bekommen uns tüchtig abzupuffen [...]". - Für seine bevorstehende Reise nach Berlin - zur Einstudierung des "Freischütz" - bittet er, ihm ein Quartier zu suchen: "Beers haben uns zwar früher dringend eingeladen bei ihnen zu wohnen. nun kömt aber der Sohn zurük, der Vater erwähnte bei seiner lezten Durchreise nichts davon, - kurz ich finde für gut mich auf jeden Fall nach einem Quartierchen umzusehen [...] Zu erzählen werde ich viel haben, bin aber sehr einsylbig und finster geworden [...]". Weber wohnte dann doch bei "Beers", dem Bankier Jakob Herz Beer und seiner Frau Amalie geb. Meyer, die er in Schaffhausen kennengelernt hatte, als sie mit ihrem Sohn Jakob Liebmann (Giacomo Meyerbeer) nach Italien reisten. Mit diesem war Weber seit 1810 innig befreundet; beide Komponisten besuchten die "Tonschule" Abt Voglers in Darmstadt. - Mit kleinem Ausriss durch Siegelbruch und etwas knittrig. Mit kleinen Abweichungen veröffentlicht in: Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe. Digitale Edition, A041727 (Version 4.3.0 vom 1. Februar 2021).
1 S. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An die Redaktion der "Musikalischen Zeitung" in Leipzig: "Beyliegenden Auszug aus dem Briefe eines Freundes von Berlin, habe ich die Ehre Ihnen zur gütigen Aufnahme in die M. Z. zu übersenden. ich hoffe daß dieselben auch meinen Brief vom 30. April mit einem Aufsatz über H: Kapellers neue Flöte werden erhalten haben. / d. 13. Juni gab H. Kauffmann aus Dresden auf seinem neu erfundenen Harmonichord ein zahlreich besuchtes Concert im Redouten Saale. ein Adagio von Mozart von ihm gespielt gefiel nicht sehr, desto mehr der Monolog aus der Jungfrau von Orleans, mit der Begleitung des Harmonic: und declamirt von Mlle. Altmutter, einer jungen höchst talentvollen Künstlerin des hiesigen Hoftheaters. und ein Adagio und Rondo mit Begleitung des vollen Orchesters, welches ich ihm hier für sein Instrument geschrieben hatte, und welches wirklich enthusiastisch aufgenommen wurde. so wie auch ein neues Clarinett concert von meiner composition, höchst vollendet von H. Bärmann vorgetragen. H. Philipp Moralt spielte das schöne Violoncell Concert von Danzi aus D dur, mit Sicherheit, Gefühl und Leben. Gesang mußten wir leider in diesem concert entbehren, da alles krank geworden war […]". - Das von dem Uhrmacher und Musikinstrumentenbauer (Johann) Friedrich Kaufmann zusammen mit seinem Vater Johann Georg entwickelte Harmonichord war ein Klavier, dessen Saiten nicht durch Hammer, sondern durch indirekt übertragene Reibung in Vibration versetzt werden. - Mlle. Altmutter handelt es sich um die aus Innsbruck gebürtige Anna (auch Marianne) Altmutter. - Mit 2 unbedeutenden Einrissen in den Faltungen und einem kleinen Ausriss am unteren durch Öffnen der Verschlußmarke (keine Textberührung). Veröffentlicht in: Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe. Digitale Edition, A040405 (Version 4.0.0 vom 20. Januar 2020).
(Colophon:) Hagenau, Thomas Anshelm, 1518. Small folio. Bound in a recent full vellum binding with gilt lines and gilt lettering to spine. Title-page re-hinged, affecting neither printing nor woodcut. First leaves with light dampstaining to lower blank margin, far from affecting text. Last portion of leaves with small single worm-holes, mostly marginal, but touching the woodcut at the end. Neat marginal annotations. All in all a very nice copy. Magnificently printed, with three pages with the terms of the Hebrew cantillation printed in red and black, nine pages of musical scores (printed from right to left), extensive use of distinctive Hebrew type, large title-woodcut, and Anshelm's magnificent, large woodcut Printer's device at the colophon (presumably by Anshelm himself, after Dürer). 83, (5) ff.
1 S. 4to. An den Dramatiker und Librettisten Salomon Hermann von Mosenthal, der ihn bedrängt hatte, bei der Errichtung des Beethoven-Denkmals in Wien mitzuwirken: "Ihre Beredsamkeit ist gewaltig. Die Beethoven Sturmpetition gleicht dem Sturm der Pastoral Symphonie. Dabei vergessen Sie mein Alter, Schwächen und andere Gebrechen. Was Sie mir jetzt zutrauen habe ich bescheidenst im Jahre 1845 gelegentlich des Beethoven-Monuments in Bonn geleistet. Ob dasselbe zu wiederholen mir zusteht, bezweifle ich sehr. Jedenfalls bitte ich Sie mich in dem Reserve Corps zu belassen, und den jüngeren, trefflichen Künstlern welche sich dem neuen Beethoven Monument zueignen, den Vorrang zu gewähren [...]". - Das Beethoven-Denkmal von Caspar von Zumbusch in Wien wurde 1880 eingeweiht; das Komitee war 1871 durch die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien gegründet worden. Bei dem vorliegenden Brief handelt es sich um den Entwurf oder eine Abschrift des Briefes von Liszt an Mosenthal, dessen Name am Kopf des Briefes erwähnt ist; der ins Reine geschriebene Brief exakt gleichen Inhalts befindet sich im Beethoven-Haus Bonn (HCB Br 339; Sammlung H.C. Bodmer). - Stark knittrig und mit einigen Einrissen in den Faltungen.
90x210 mm, oblungo. 69 carte (scritte 83 pagine). Manoscritto a inchiostro nero su carta pentagrammata a mano e senza filigrana. Quattro differenti mani hanno compilato il manoscritto: I (1-4), II (5-138), III (139-140), IV (141-142). Breve strappo alla c. 15 e c. 18. Legatura originale in pergamena un poco sofferta. Al recto del piatto superiore due note di mano antica. Della prima, quasi totalmente cancellata, si legge solo l'ultima parola: "Dio". La seconda, molto evanita, riporta: "Sono Servo / di Dio". Al verso del piatto inferiore alcuni numeri manoscritti non attinenti all'argomento musicale. Interessante repertorio di esercizi scritti in forma di danza, con ritornello, per uno strumento solista o per voce. Ogni danza è numerata, ma non riporta un titolo. A parte i primi quattro pezzi, che apparentemente potrebbero avere una progressione esecutiva, gli altri non hanno una logica di successione.. .