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11 Bde. Verschiedene Quartformate. Mit einigen Beilagen (siehe unten). Die vorliegenden Gästebücher umfassen einen Zeitraum von knapp zwanzig Jahren und gestatten einen einzigartigen Einblick in die Geschichte der beliebten Restauration an der Donau, deren Geschichte bis in das Jahr 1896 zurückreicht, als der Schiffmüller Anton Lindmayer am Donauufer (Dammhaufen 21) eine Weinschänke errichtete; seit 1902 mit einer Gastwirtschaftskonzession ausgestattet, war Bürgermeister Lueger ein häufiger Gast in dem "Donauperle" genannten Gasthaus. Die folgende Generation - Gustav Johann Lindmayer (1877-1929) und dessen Frau Therese (1890 -1969) - führte den Betrieb bis nach dem Zweiten Weltkrieg, anschließend fungierten Gustav Lindmayer (1905-1996), seine Frau Elisabeth (1923-2007) und deren Tochter Elisabeth jun. als Gastgeber für tausende von Gästen, darunter zahlreiche namhafte Persönlichkeiten aus allen Gebieten des öffentlichen Lebens wie Fred Adlmüller, Scheich Dschabar Al Ached von Kuwait, Ali Al Mofta, Rudi Altig, Gustinus Ambrosi, Hannes Androsch, Ettore Bastianini, Marian Beneš, Anton Benya, Carlo Bergonzi, Michael Birkmeyer, Karl Blecha, Georg "Schurli" Blemenschütz, Maxi Böhm, Christian Broda, Rudolf Carl, José Carreras, Marin Ceausescu, Mimi Coertse, Dalai Lama und dessen Schwester, Alfred Dallinger, Ali Daschti, Rupert Davies, Vilma Degischer, Ivan Desny, Gottfried von Einem und Lotte Ingrisch, Richard Eybner, Rainhard Fendrich, Franz Fischler, Nora Frey, Cornelia Froboess, die Spieler des FC Kickers Luzern, Harry Fuss, Rex Gildo, Dana Gillespie, Vadim Glowna, Boy Gobert, Erich Götzinger, Karel Gott, Grete Grander, Leopold Gratz, Béla Guttmann, Waltraud Haas, Michael Häupl, Marte Harell, Heinrich Harrer, Karl Hartl, Hans Hass, Rudolf Hausner, Traudl Hecher, Johannes, Ludovica und Nicole Heesters, Kurt Heintel, Hans Hofer, Josef Holaubek, Thomas Hörbiger, Renate Holm, Friedensreich Hundertwasser, Saddam Hussein, Rosemarie Isopp, Georg Jacoby, Franz Jonas, Udo Jürgens, Alice und Ellen Keßler, Arnold Keyserling, Mohammed M. Khalili, Neil Kinnock, Rudolf Kirchschläger, Josef "Joki" Kirschner, Otto Klemperer, Edith Klinger, Dagmer Koller, Thanat Koman, Sawanit Kongsiri, Hans Krankl, Peter Kraus, Bruno und Vera Kreisky, Peter Kreuder, Erzbischof Mesrob Krikorian, Anita Kristina, Michael Kuhn, Ferdinand Lacina, Lotte Lang, Sixtus Lanner, Zarah Leander, Lotte Ledl, Leherb und Lotte Profohs, Hugo Lindinger, Theo Lingen, Emanuel List, Manfred Loth, Kurt Conrad Loew, Gretl, Sissy und Guggi Löwinger, Victor Luithlen, Karl Lütgendorf, Ali MacGraw, Jimmy Makulis, Louise Martini, Johanna Matz, Herta Mayen, Douglas McArthur II, George McGovern, Wolfgang Mekis, Peter Minich, Vahan Mirakian, Kurt Mrkwicka, Adelbert Muhr, Fritz Muliar, Elli Naschold, Alfred Neubauer, Elisabeth Neumann-Viertel, Ruth Niehaus, Mohsen Nourbakhsh, Rudolf Nürnberger, Camillo Öhlberger, Hans Orsolics, Elfriede Ott, Ashraf Pahlavi, Kostas Papanastasiou, László Papp, Karl Paryla, Gustav Peichl ("Ironimus", mit ganzseitiger Handzeichnung), Gunther Philipp, Hans Pirkner, Gawril Charitonowitsch Popov, Hugo Portisch, Marcel Prawy, Herbert Prohaska, Joesi Prokopetz, Dieter Quester, Julius Raab, Tunku Abdul Rahman, Kai Rautenberg, Karl Reidinger, Helmuth Reinberger, Heinz Reincke, Hans Richter, Zhu Rongji, Sieghardt Rupp, Barbara Rütting, Toni Sailer, Hans Sallmutter, Otto Schenk, Helmuth Schicketanz, Karl Schlögl, Dolores Schmidinger, Marianne Schönauer, Emmerich Schrenk, Maria Sebaldt, Johannes Mario Simmel (mit kleiner Zeichnung), Joginder Singh, Fred Sinowatz, Kurt Sobotka, Ernst Stankovski, Horst Stein, Kurt Steyrer, Peter Stiedl, Harri Stojka, Robert und Einzi Stolz, Toni Strobl, Frank Stronach, Henriette Thimig, Gerhard Track, Ernst Trost, Olga und Vera Tschechowa, Greta Unger, Peter Vogel, Franz Vranitzky, Peter Weck, Gerhard Wendland, Senta Wengraf, Paula Wessely und Attila Hörbiger, Peter Weck, Ljuba Welisch, Oskar Werner, Horst Winter, Hermann Withalm, Gusti Wolf, Gustav Zeilinger, Helmut Zilk und Ernst Alexander Zwilling. - Daneben finden sich unzählige Diplomaten und politische Würdenträger aus dem arabischen und asiatischen Raum, wohl nicht zuletzt, weil in unmittelbarer Nähe des Lokals und auf Initiative von Elisabeth jun. die erste Friedenspagode auf europäischem Boden errichtet worden war. - Unter den Beilagen findet sich einiges Material zur Geschichte der seit 1740 bestehenden Schiffsmüller- und Donauwirtsfamilie Lindmayer, weiters Kopien, Zeitungsausschnitte und Korrespondenz im Zusammenhang mit der Verleihung des Verdienstzeichens der Stadt Wien für Gustav Lindmayer sowie drei Medaillen bzw. Anstecknadeln.
(Large) 4to. 2 vols. with 117 pp. Includes 83 pp. on 44 boards stored loosely in wooden portfolio with calf spine. Outstanding collection of watercolours and washed pen-and-ink drawings, many in half-page size. The first, larger, of the two volumes is entitled: "Deutsche Dichterworte über Mutterliebe und Häuslichkeit / illustrirt mit Photografien u. Randzeichnungen von Gabriele St.-Genois-Stolberg / 1869". - The second volume contains equally painstakingly executed drawings illustrating Heinrich Heine's "Buch der Lieder"; the loose sheets contain various poems, set to music on additional leaves; composers include Carl Eckert, Friedrich Kücken and Robert Schumann. The illustrations and calligraphical copies are by Gabriele St. Genois, granddaughter of Friedrich Leopold Stolberg, and by Elisabeth Salm-Reifferscheidt, née Princess Liechtenstein (1832-94). - Some fingerstaining, but very attractively preserved.
(21) Bll. mit sechs Kompositionen für Klavier und Singstimme mit unterlegtem Text. Brauner Lederband der Zeit mit goldgepr. Mäander-Bordüre, Vorderdeckel mit einer Stickerei auf Stramin ("Andenken") mit Schmuckbordüre und Goldperlchen, vorderer Spiegel mit Wagners auf Stramin gesticktem Monogramm in Goldrahmen. Kl.-qu.-Folio (295:231 mm). Im vorliegenden Album finden sich die sorgfältigen Abschriften der Lieder 1) "Glockentöne von Proch" (op. 21 von Heinrich Proch); 2) "Mein' Hütten von A. Müller" ("Mein Hütten laß i nit […]" von Anton Müller); 3) "Im Thale von Proch"; 4) "C' est une larme. Romance de P. Lafont" (Charles Philippe Lafont, französ. Violinspieler, 1781-1839); 5) "Wach auf! von Loewe" (Carl Loewe, 1796-1869, "Der Hahn hat gekräht, die Lerche singt [...]"); 6) "Lied von Paul Fleming aus Oehlenschlägers Inseln im Südmeer" ("Laß Dich nur Nichts nicht dauern mit Trauern [...]"). - "Zur freundlichen Erinnerung", wie es am Titel heißt, "gesammelt von Albert Wagner / Würzburg den 8ten October 1839". Albert Wagner, der ältere Bruder von Richard Wagner, war nach Stationen in Leipzig, Breslau, Hamburg und Augsburg seit 1829 in Würzburg tätig. In den 1840er Jahren gab er seine Sängerlaufbahn infolge eines zunehmend stärker werdenden Halsleidens auf; von 1852 bis 1865 wirkte er als Regisseur an der Berliner Hofoper. - Die ersten und letzten Bll. stellenweise etwas fleckig; der Einband stellenweise etwas beschabt und berieben, gleichmäßig gebräunt und teils leicht fleckig; die Stickerei am Vorderdeckel leicht stockfleckig.
Zusammen ca. 174 Bll. Verschiedene Formate und Techniken auf Papier und Karton. In kleinerer Halbleinenmappe der Zeit in Türkis mit goldener Verzierung und Bändchen und in 2 gebundenen Zeichenheften, davon eine verschließbare Papiermappe mit papierverstärktem Rücken und Titelschild sowie mit beigebundenen Schmutzblättern (1+20 Bll.) und ein Heft mit blauem Einband (12 Bll.). Zusammen mit 8 Werken befreundeter Personen und mehreren lithogr. Vorlagenblättern. Umfangreiche Sammlung teils kindlicher Zeichnungen und Skizzenblätter und teils ausgearbeiteter Natur- und Objektstudien, Interieurs, Karikaturen und Kopien. Beim überwiegenden Teil der Objekte handelt es sich um Bleistiftzeichnungen (ca. 146 Bll.), hinzu kommen 20 Aquarelle, 4 lavierte Tuschezeichnungen, zwei Kohlezeichnungen und ein kleines Werk in Öl. Ausgewiesen sind 56 Bleistiftzeichnungen von Karl Prinz von Bayern (1874-1927), zwei Bleistiftzeichnungen und ein Aquarell von Sophie Charlotte in Bayern (1847-97) und je eine Bleistiftzeichnung von Sophie Adelheid in Bayern (1875-1957), Elisabeth Gabriele in Bayern (1876-1965), Luitpold Emanuel in Bayern (1890-1973) und Helmtrud Prinzessin von Bayern (1886-1977). - Unter den qualitätvollsten und ausgefallensten Werken der Sammlung stechen hervor eine Zeichnung eines Fischers mit Netz und Pfeife (Februar 1846), eine überaus skizzenhafte Darstellung des Simssees bei Rosenheim (15. IX. 1916), das Portrait einer jungen Frau im historischen Kostüm (wohl nach einer Vorlage), die Karikaturen eines übellaunigen Mädchens (28. III. 1851) und eines kakophonischen Engelskonzerts, sowie die Aquarelldarstellung eines Segelschiffes. Das Zeichenheft mit Titelschild ist eine durchaus gelungene Kopie von Charles Le Bruns klassischem Studienbuch "Caractères des Passions" in Bleistift mit Pastell. Das kleinere blaue Zeichenheft enthält Studien von Augen, Ohren, Gesichtsformen, etc. Insgesamt herrschen Naturstudien, Landschaftsdarstellungen und Figurenskizzen bzw. Karikaturen vor. Das älteste datierte Blatt der Sammlung ist die saubere Bleistiftzeichnung eines Türmchens (24. XII. 1844), das zweifellos dem Zeichenunterricht eines der Herzogskinder zuzurechnen ist. Zwei charmante kindliche Aquarelle zeigen Märchenszenen; ein kleineres Konvolut innerhalb der Sammlung besteht aus 7 Bll. mit sehr sauberen Ornament- und Schmuckzeichnungen aus einer Hand. Die Schwestern Sophie Adelheid und Elisabeth Gabriele skizzierten im Februar 1888 dasselbe Interieur wie zwei ihrer britischen Gouvernanten, Miss Linch und Miss Notting; letztere hat den Zeichenwettbewerb eindeutig gewonnen. - Teilweise beschnitten, mit Siegel ("G") und Siegelresten, meist minimal bis leicht fleckig und etwas gebräunt, sowie vereinzelt kleinere Einrisse, wenige Blätter stärker braunfleckig. Die Blätter der gebundenen Zeichenhefte teils lose. - Mit mehreren Beilagen, darunter verschiedene Vorlagenblätter und Zeichenübungen, ein sauber ausgeführter Entwurf für eine Märchenillustration mit Zwergen in Tinte, ein auf Trägerkarton montiertes Spruchbild (1880) mit eh. Zeilen einer Marie Stolberg (verso), eine äußerst qualitätvolle aquarellierte Federzeichnung mit klar expressionistischen Zügen betitelt "Die Wirkung", eine von einem Karl Donner signierte Kohlezeichnung, ein entzückendes kleinformatiges Ölportrait eines Kleinkinds im Kindersitz u. a. - Aus Wittelsbacher Besitz.
Large folio (560 x 800 mm). 1 p. Probably the Sultan's exequatur for the Italian consul in Galati (now Romania), Stefano Castelli. Since 1856 the port of Galati on the Danube River gained importance as the seat of the European Commission of the Danube that was established in the Paris Treaty after the Crimean War. Representatives of the seven signatory states (Austria, France, Great Britain, Prussia, Russia, Sardinia, and the Ottoman Empire) were entrusted with regulating navigation along the maritime Danube. From 1859 to 1878 the United Principalities of Moldavia and Wallachia, today's Romania and Moldovia, although de facto independent were formally a vessel of the Ottoman Empire. Thus the Sublime Porte issued the exequaturs for diplomatic envoys to the United Principalities such as the consuls in Galati. - Together with a contemporary paper sleeve with a handwritten specification of the document in Italian: "Firmano di riconoscimento o berat d'exequatur di Stefano Castelli come Console d'Italia a Gallatz rilasciato da Sultan Abdul Hamid". "Firman" is a term for a royal decree in the Ottoman Empire, "berat" is another Ottoman legal term for a patent.
4to. 1 p. on bifolium. With autogr. envelope. To "Mademoiselle Cuvier au jardin des plantes", daughter of the French naturalist, apologizes for delaying in seeing his friend Cuvier, and expresses the hope he may be permitted to visit him that evening to show a scientific instrument, "autrement je le laisserai au domestique, dans le cas je vous supplierai de lui offrir mes voeux pour son heureux voyage et son prompt retour [...]".
Folio. 4 ¾ pp. on 8 ff. In red ink. Article in French entitled "Le 7 Novembre est bien la fête des Sans-Dieu" ("November 7 is effectively the Feast of the Godless") for the atheist magazine "La Lutte antireligieuse et sociale", organ of Proletarian Free Thought (better known as "Organisation des travailleurs sans dieu"). Louis Aragon spent a year in Moscow from early 1932 after breaking with the Surrealist movement, particularly André Breton. During this time he witnessed the enormous parade on Red Square for Revolution Day on October 15. In the article Aragon describes the event with a focus on anti-religious messages, contrasting the "byzantine" Saint Basil's Cathedral with modern architecture, engineering, and technological progress such as the planned Moscow Canal, achieved by communism. The military parade was followed by a parade of workers with their tools, products and anti-religious posters, for "this crowd has no God anymore, this immense crowd has no God anymore". And yet there are new idols, standing out against the old ones: "What an extraordinary figure made above this crowd, where you find the best shock workers of socialist construction, the best pioneers from the kolkhozes and sovkhozes, the baroque cathedral, like a phantom of the past!" In closing, Aragon enthusiastically describes the accompanying air show, likening the aircrafts to symbols of socialist progress, in comparison with the symbols of tsarism and orthodoxy: "And in passing with their straight wings they seem to deride the contorted golden eagles of the Tsars, the crosses with two crossbeams of the old church, where today only the voices of Marx and Lenin are heard, of the old church that is chained to the triumphal chariot of the Proletariat". - Louis Aragon was loyal to Moscow and Stalinism well into the 1960s, even defending the Moscow Trials in articles. When the scope of Stalinist terror was finally revealed, he distanced himself from Soviet communism and condemned its past and continuing crimes. - Several minor tears, somewhat dusty and smudged. Collector's note in pencil to the first page.
Large 4to. 2¼ pp. on bifolium. To an American friend, expressing her willingness to encourage and support the Hungarian revolutionaries, who had left Hungary after the Revolution of 1848 frequently injured and destitute. She praises their courage and moral values, and affirms the importance of the liberal attitude and America's support for Europe in this period: "Les soupirs qui proviennent d'une respiration libérée servent le bien-être de ceux qui en sont les auteurs [...] J'apprends par votre lettre que vous n'avez point reçu la correspondance que je croyais vous avoir prié d'accepter [...] L'édition qui doit être vendue au profit des Hongrois prisoniés, date de l'an 1850 muni d'une préfaçe qui marque son but. [...] J'apprécie [...] votre prévenante bonté pour ces grandes ames si joyeusement engagés dans cette lutte à mort. [...] les jeunes garçons s'arrachant à l'enfance soudain devenus grands guerriers hardi et determiné en servant leur patrie mais liberal envers l'enemi quand ils l'avaient sous la main. […] Du temps de leur victoire, on leur avait voué une flamme enthousiaste en Allemagne mais depuis qu'on a oser courber sous les pieds du bourreau des héros, il n'y a plus une étincelle à réveiller. [...] A Berlin, […] on a chassé et repoussé les malades hongrois qui devaient s'arreter pour faire panser leurs plaies [...] Vainquers dans leur patrie, magnanime enver l'ennemi ; un moment après fuyards chassés de pays en pays autour de la terre, sans qu'une âme hospitalière leur tende la main. Ce n'est donc qu'en Amérique que l'on apprécie prondement et sincèrement les grands caractères qui se maintiennent sublimes dans les plus effroyables destinées. [...] je vous estime [...] par ce que [...] vous avez confirmé la dignité de toute votre nation si libérale si inspirée pour les grands sentiments ce qui est pour le momment de la plus grande importance [sic]".
36 pp. on 36 ff. 4to. Complete typescript of the piece "Les Cenci", with some corrections. Artaud has signed twice, at the top of the first page and on the last page; some small corrections written in black ink do not seem to be from his hand. "A beautiful black masterpiece is the only legacy that is still important to leave [...] For I, the old count Cenci [...], it happens more than once in my dreams to identify myself with destiny" (transl.). Artaud finished Cenci's text, a "tragedy in four acts and ten paintings on a theme of Stendhal and Shelley", at the beginning of February 1935. The dress rehearsal took place on 6 May 1935 at the Théâtre des Folies-Wagram. The play left the stage after 17 performances. Artaud played the main role, that of Count Cenci, and directed the production according to the principles set out in Le Théâtre et son double. Balthus designed the sets and costumes. The critics were divided; the play was notably praised by Pierre-Jean Jouve: "The will of Antonin Artaud joining that of Balthus is everywhere: the extreme points appear in the emphatic and dark play of Artaud himself, in the incandescent beauty and the childish, wild action of Iya Abdy". An invitation card is attached to a gala performance of Cenci at the Théâtre des Folies-Wagram on 7 May 1935. - Small damage to edges on some sheets; on browned paper.
½ S. auf Doppelblatt. Folio. Mit Adresse verso. Befehl an seinen Amtmann Ludwig Kinast (gest. 1587), einen Heuschuppen bei Langenbruck instandzusetzen und eine Kostenaufstellung dafür bei der Kammer einzureichen, um von dieser alles Benötigte zu erhalten: "Lieber getreuer, Unns gelangett an, das der Heuschuppen zu Langenbruck wandelbar, Darumb befehlenn wir dir, due wollest demselben inn zeittenn helffen, unnd bessern lassen, Unnd was ann unkostenn daurff gewandt, in ein Verzeichnus Specificirt bringenn, Das soll in unser Cammer ann stadt bahrem Geldes vonn dir angenommen werden [...]". - Mit Sammlervermerk in Rotstift und wenigen kleinen Randeinrissen. Etwas gebräunt, besonders in den Rändern. Leicht braun-, staub- und stockfleckig.
1 S. Qu.-kl.-8vo (88:126 mm). Zusammen mit einer Portraitphotographie auf Untersatzkarton montiert. Vier Takte aus dem zweiten Satz der "Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta", die gut vier Monate später, am 21. Jänner 1937, in Basel uraufgeführt wurde. Diese für den Schweizer Dirigenten und Mäzen Paul Sacher geschriebene Auftragsarbeit wurde ein sensationeller Erfolg: "Innerhalb eines Jahres folgten weltweit annähernd 50 Aufführungen unter Dirigenten wie Ernest Ansermet, Wilhelm Furtwängler, Ernst von Dohnányi, John Barbirolli und Eugene Ormándy" (Wikipedia). - Im Titel ein unbedeutender Tintenwischer.
2 pages in-4. "Mon cher André Malraux, j'ai été d'autant plus touché de votre mot que je me suis senti étroitement proche de vous en lisant Les Voix du Silence. Albert Skira, particulièrement heureux de votre appréciation, aimerait, si vous l'autorisez, utiliser une phrase pour la publicité. Je m'excuse de vous le demander, mais je ne pourrais guère me prétendre étranger aux préoccupations dont témoigne sa question... Il y a bien longtemps que nous ne nous sommes vus et si par hasard vous aviez un moment un jour de la semaine prochaine (du 22 au 29), que je passe à Paris, puis-je vous proposer de vous rencontrer ?" - Réponse de Malraux à l'encre rouge: "Cher G.B. je repars pour la Suisse ce soir. Mais que Skira emploie la phrase en question, s'il le croit utile: je me réjouis de tout ce qui peut servir votre livre. Soy. ass., cher G.B. de mon bien symp. souvenir".
8vo. 2 pp. on bifolium. With autograph address. To the journalist and editor Paul Mantz (1821-95), apologizing for a further delay in the completion of his famous article on Théophile Gautier for "L'Artiste". Baudelaire cites obligations for "La Revue Contemporaine" as the cause but promises to finish immediately afterwards. He hopes that the article will be "good enough" for Mantz and Gautier, himself an editor at "L'Artiste", to excuse "such tardiness". In closing, Baudelaire announces that he is keen to write a review of Charles Asselineau’s "La double vie" as soon as the Gautier article is done: "Il faut que vous m'excusiez une fois, une seule fois encore. Je suis repris par la Revue Contemporaine pour 5 jours et l'article Gautier n'est qu'à moitié chemin. Je ne pourrai donc m'y remettre que mardi, et la journée de mardi suffira pour le finir. Il y a encore du caricaturisme à l'imprimerie, et c’est même la partie la plus ennuyante; croyez que je suis très honteux, mais j’espère que l’article sera assez bien fait pour que Théophile et vous me pardonniez tant d’inexactitude. Je tiens vivement à me charger du livre d'Asselineau (la Double vie). L’article sera fait le lendemain du Gautier [...]". - Baudelaire’s article on Théophile Gautier ultimately appeared on 13 March 1859, whereas the review of "La double vie" appeared as early as 9 January 1859, both in "L'Artiste". Later in 1859, the Gautier article would appear as a monograph with a congratulatory letter by Victor Hugo to Baudelaire serving as its preface. Charles Asselineau (1820-74) was one Baudelaire's closest friends and had supported the first publication of "Les Fleurs du Mal" in 1857. He also wrote the first biography of Baudelaire, published in 1869. - Traces of folds. A tear from breaking the seal; insignificant tears and some browning.
2¼ pp. on bifolium. 8vo. With stamped bodure and gilt edge. Insistent letter to her niece Stephanie Beauharnais who married the heir of throne Karl of Baden on October, 8th. It seems like for this reason Joséphine feels constrained to remind the young lady of her duties. Joséphine praises her niece's progress in winning "hearts" at the court, especially of Madame margravine. Furthermore Joséphine requests her to make the prince happy, to take care of her health, not to make a detour in life and give birth to a boy in eight month. - The same year in March, Stephanie Beauharnais got adopted by Napoleon: "je m'occupe bien souvent de vous ma chère fille, [...] je vois avec plaisir ma chere Stéphanie, le succès des soins que vous prenés pour gagner les Coeurs et vous concilier tous les suffrages, à la Cour ou vous êtes [...] je suis surtout charmée des progrès que vous avés faits dans l'affection de M[a]d[am]e la margrave. [...] contribuer de tout votre pouvoir au bonheur du prince de Bade, ménagés votre santé, ne faites pas détour de vie et donnés moi dans huit mois un petit fils bien portant [...]". - Tiny hole (without text loss) in fol. 2, two small cuts in former stapling. Wrapping pages slightly discoloured (oxidized?).
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Höchst seltener Brief an seine Schwester Giulia, geschrieben etwas mehr als einen Monat vor seiner Wahl zum Papst am 3. September des Jahres. Der künftige Papst beschreibt einen Ausflug mit Freunden in der Gegend von Modena und dankt seiner Schwester für Glückwünsche, wahrscheinlich zu seiner Aufnahme ins Kardinalskollegium am 25. Mai 1914. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Erzbischofs von Bologna, welches Amt er seit 1907 bekleidete. Mit kleinen Randläsuren und Faltspuren, insgesamt jedoch gut erhalten.
2 SS. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An den Konzertveranstalter Max Ulrich in Zürich, der ihn zu einem Musikfest eingeladen hatte, mit einer Empfehlung für seine Schüler Hans Erich Apostel und Otto Jokl: "Leider kann ich [...] mir zu dieser Zeit keine Ferien gönnen. Hingegen erlaube ich mir eine Bitte: Könnten Sie es vermitteln, daß die 2 Komponisten Apostel und Jokl, die beim Musikfest erstaufgeführt werden und natürlich dabei sein möchten eingeladen werden. Beide sind wirklich mittelos und verdienen ein solches Entgegenkommen vollauf [...] Wollen Sie sich [...] vielleicht direkt an diese Herren wenden, da ich dieser Tage auf 's Land fahre (eben um zu arbeiten) und eine weitere Vermittlung über mich zeitraubend wäre [...]". - Mit gestempeltem Briefkopf. Tadellos erhalten.
2 SS. 8vo. An einen "liebwerten Herrn Generalmusikdirektor", d. i. Hugo Balzer, damals Generalmusikdirektor in Freiburg i. Br., mit Dank "für Ihr Telegramm, das mich sehr gefreut hat. Ich bin sehr begierig Näheres darüber zu hören. Vielleicht sind Sie so gut u. veranlassen, daß mir ein, zwei Programm(bücher)e gesandt werden und ev. auch Kritiken u. Bühnenbilder. Wenn ich auch nicht dabei sein konnte, so ist meine Anteilnahme an Ihrer Tat (denn das ist es!) doch genau so rege, als wenn ich mitgearbeitet hätte [...] Empfehlen Sie mich bitte auch unbekannterweise Ihrem Intendanten Dr. Krüger u. allen den Künstlern die am 'Wozzeck' teilhatten". - Bergs "Wozzeck" war am 17. Mai d. J. in der Inszenierung von Walter Felsenstein unter der Leitung von Hugo Balzer (Bühnenbild: Carl Kolter ten Hoonte) in Freiburg aufgeführt worden. Der erwähnte Max Krüger war von 1924 bis März 1933 Intendant des Freiburger Theaters gewesen; nach der schicksalshaften Reichstagswahl vom 5. März 1933, bei der die NSDAP mit großem Abstand die stimmenstärkste Partei wurde, folgte ihm im April Albert Kehm nach. - Mit gestempeltem Briefkopf. Tadellos erhalten.
Length 12,8 cm. English hallmark: 15-625. A unique survival: Sarah Bernhardt's personal Waterman fountain pen, used during the last decade of her life, with her monogram "SB" engraved on the cap. Probably acquired in Britain, as evidenced by the Birmingham hallmark for imported gold plate. - Some wear. Provenance: According to an accompanying note, the pen was passed on to Sarah Bernhardt's physician and by him to his daughter. Includes a cabinet size photograph, depicting the great stage actress in her famous role as Napoleon II (Franz, Duke of Reichstadt) in Edmond Rostand's play "L'Aiglon".
8vo. (4+2+4+1+1 =) 12 pp. on 5 bifolia and 1 single leaf. - Includes: contract (4to, 4 pp. on bifolium). - 2 autograph letters signed by Albert Lacroix: 8vo (1½+1 =) 2½ pp. on 1 single leaf and 1 bifolium. - 1 letter signed by Anatole de la Forge: 4to, 1½ pp. - Letter signed (draft) by Louis Blanc, partly autograph minute: 8vo, 1 p. - Contract with Lacroix: 4to. 7 pp. on 2 bifolia. - Note: 8vo, 4½ pp. on bifolium. - Contract: 4to, 4 pp. on bifolium. I. To an unidentified friend (19 Dec. 1865), reflecting on Lachâtre's proposal for a History of Paris in 10 volumes. This should not be a slovenly work of three or six months, and Blanc's way of working, his "literary religion", too, makes it a hard task. Blanc does not like to be tied up for such a long time, and he is afraid of missing documents: "1° Il n'y a pas à parler d'un volume bâclé en trois mois, ou même en six. Mon habitude de faire les choses consciencieusement et, si je puis ainsi parler, ma religion littéraire m'interdisent cet espoir; c'est donc une lourde tâche à entreprendre; 2° Je répugne à me lier les mains d'avance pour un laps de temps aussi considérable; 3° Je crains de manquer de documents [...]". Blanc also mentions that he has to finish a "Histoire des salons" for Lacroix by October 1866. - II. Possibly to Maurice Lachâtre (30 Dec. 1867), sharing the recipient's satisfaction: "Cette satisfaction, je la partage, ne désirant rien tant que de voir se répandre parmi le peuple des vérités historiques qu'on n'a que trop réussi à mettre sous le boisseau, et comptant pour cela sur cette science de la publicité que vous possédez [...]". - III. To (the unnamed) Lachâtre (31 Dec. 1867), refusing the proposal of a library edition and of an edition format Charpentier, because the proposed price is "humiliant" ("humiliating"). For the illustrated edition, Blanc accepts a low price, and he transmits his brother's fair comment on the engravings which are done in a spirit completely contrary to the book: "Mon frère m'écrit que beaucoup des gravures qui sont en votre possession ont été inspirées par un esprit tout contraire à celui dans lequel mon livre a été écrit [...]". - IV. To (the unnamed) Lachâtre (8 Feb. 1873): Blanc had not been given Lachâtre's dossier and does not know about the expenses for the recipient, and asks whether he could be of any help: "Puis-je vous être utile? De quelle manière? [...]". - V. To (the unnamed) Lachâtre (9 Aug. 1880) about Félix Pyat. Although Pyat was not always fair to Blanc, Blanc has not forgotten that Pyat accompanied him to the railroad when, in 1848, Blanc opened the road of exile for the republicans, therefore Blanc is delighted by Pyat's return for which he, Blanc, had striven: "Quoique Félix Pyat n'ait pas toujours été juste envers moi, je n'ai pas oublié qu'il fut un de ceux qui m'accompagnèrent au chemin de fer, lorsqu'en 1848 j'ouvris aux républicains la route de l'exil; et je me réjouis fort de son retour, auquel j'ai travaillé de mon mieux [...]". - Includes a contract between Louis Blanc and Albert Lacroix (30 Nov. and 4 Dec. 1868) for the copyright transfer for using "L'Histoire de la Révolution française" with reserve clause for the popular illustrated edition published by Maurice Lachâtre, and the copyright transfer for Blanc's "Lettres sur l'Angleterre". - Also, 2 autograph letters signed by Albert Lacroix, to Louis Blanc (19 Jan. 1869) with an answer to Blanc's complaint concerning the Belgian edition of "L'Histoire de la Révolution francaise", and to M. Hédouin (5 Dec. 1873), both with tears and creases. - Also, a letter signed (draft), a partly autograph minute, by Louis Blanc to the Ministry of Interior (24 Feb. 1879), to ban the Belgian edition in France, as it had been pirated. - Includes a letter signed by the Ministry of Interior's Head of press, Anatole de La Forge, to Louis Blanc (29 April 1879), informing him of the precautions taken to ban the Belgian edition in France. - Also, a "Note pour mon excellent ami Maurice Lachâtre", summarizing the history of the contracts between Blanc and Lacroix and recording the sale of pirated editions by the library Marpon. - Also, an addressed envelope and a contract of cession of the ownership of the illustrated editions of "L'Histoire de la Révolution" from Maurice Lachâtre to M.lle Aurélie Genre (25 April 1887, bought back 4 Jan. 1899).
1½ SS. (Qu.-)8vo. 7 SS. Typoskript. Folio. Mit Beilage (s. u.). An seine Sekretärin Erna Klug in Ludwigshafen zur gemeinsamen Arbeit für die sozialistisch-zionistische Jugendbewegung: "Ich kann mir Deine jetzige Arbeitsüberhäufung (Hausfrau in Vertretung usw.) sehr gut vorstellen und fühle mich Dir gegenüber umso mehr für die tadellose Erledigung der Schreibmaschinenarbeit zu Dank verpflichtet. Hoffentlich wird unsere gemeinsame Arbeit in diesem Falle wirklich Erfolg haben [...] Was das Hebräische angeht, so hoffe ich, dass du in den 4 Wochen allerhand Fortschritte machen wirst [...]". Das Typoskript ist "Erna Klug, meiner Sekretärin zum Dank für geleistete Hilfe [...]" gewidmet. Inhaltlich übt Bloch Kritik an der Jugendarbeit der jüdischen Jugendbünde, dem Vorgehen ihrer Führergestalten und der vernachlässigten Hebraisierung. Er betont die Wichtigkeit der Überbrückung der Unterschiede zwischen Ost- und Westjuden durch "Chaluziuth" und ruft eine übergeordnete Jugendgruppe, "Hechaluz Hazair" ("Den jungen Pionier"), ins Leben. Die Vorbereitung der Jugendlichen zu Pionieren (Chaluzim) zum Aufbau eines jüdischen Lebens in Palästina (Erez Israel) sei oberstes Ziel, die Zahl der Einwanderungen jedoch zu gering. Die Jugendbünde sollten auf das tatsächliche Ziel hinarbeiten und nicht mittels Wanderfahrten durch deutsche Natur- und Kulturlandschaften die Verbundenheit zu Deutschland noch verstärken. Auch könne der jüdische Nationalismus nicht mit dem anderer Völker verglichen werden: "Das ist eine völlige Verkennung der Tatsachen. Jüdisches Nationalbewusstwerden ist nur eine Reaktion auf die Assimilation eines früheren Zustandes, nicht aber der übliche Vorwand zur Ausnützung der Ellbogenfreiheit eines Volkes [...] wir möchten eine Bewegung schaffen, die kein anderes Endziel als dieses hätte, das heissen könnte: Hechaluz Hazair [...]". - Beiliegend ein zweiseitiges Programm der Jugendgruppe "Hechaluz Hazair" mit einer hs. Korrektur, erarbeitet von Carl Cohen und Ernst Bloch.
Small 4to. 1p. with conjugate blank. To the "ministre de la guerre", writing on behalf of Cm. Maquin, asking for employment as he is in an ("unfortunate position") and has served Bonaparte well for three years, and with a manuscript note from the ?minister saying that there are no vacancies at this moment but he won't forget the recommendation. - Folds, browned, and some small damage to edges from breaking the seal.
Oblong small 8vo. 19 pp. Literary excerpts on magnetism (6 numbered pages and 1 unnumbered page in English, the latter probably written later) and from classical authors (Plutarch, Tacitus), on inventors (Newton, Galilei) and scientific themes. - Partly written on the reverse of the fragmented licence of a French merchant sailor.
1 S. Kl.-8vo. Orts- und Datumsangaben von fremder Hand in Bleistift am Kopf. Mit einer Beilage (s. u.). An seinen Verleger Fritz Simrock in Berlin: " L[ieber] S[imrock] Ich gehe Freitag früh nach Köln u. wohne bei Hiller wo Sie Suite serieuse Nal u. Damajanti u. A. mehr auch finden [...]". - Ferdinand Hillers Kantate "Nala und Damayanti" (op. 150) nach Friedrich Rückerts aus dem Epos "Mahabarata" entlehnter Geschichte "Nal und Damajanti" war 1870 erschienen. - Beiliegend ein eh. adressierter Briefumschlag von Brahms an den Bremer Kaufmann, Politiker und Senator Gustav Rassow (Poststempel Leipzig, 31. I. 1895).
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An seinen Verleger Fritz Simrock in Berlin: "Der 1te Nov. hat mich gründlich ausgeraubt u. so bitte ich Sie mir frdl. die Hälfte einer M. zukommen zu lassen, die andere Hälfte dieser M. aber an Kirchner, Hbg. Neuerwall 34 III. zu schicken, der schwerlich besser dran ist als ich. Sie vergessen doch nicht, mir bei erster Gelegenheit einen Extra Abzug von 2 Clavierstücken zu schicken? In Schubert's Lexikon steht noch eine Oper Numa v. Bizet verzeichnet (1871 comp.) was ist mit der? Das M[ädchen] von Perth ist eine so schauderhafte Partitur, daß ich die Geduld verlor u. den Kl.A[uszug] abwarte um hinein zu kommen [...]". - Brahms war mit dem Komponisten, Dirigenten, Organisten und Pianisten Theodor Kirchner seit den frühen 1860er Jahren freundschaftlich eng verbunden. 1884 wurde für ihn, der zeitlebens in sehr schlechten finanziellen Verhältnissen lebte, "eine Spendenaktion initiiert, an der sich unter anderem Edvard Grieg, Hans von Bülow sowie Carl Reinecke beteiligten. Der Erlös wurde angelegt und der Zins wurde Kirchner zum Lebensunterhalt zur Verfügung gestellt. Sein Freund Johannes Brahms unterstützte ihn jedoch, wie schon in den Jahren zuvor, weiterhin finanziell" (Wikipedia). - Mit kleinen Anmerkungen von anderer Hand in grünem Farbstift.
Folio (223 x 282 mm). ½ p. An album leaf with printed borders, printed footer "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", and printed form for biographical information, mounted on a sheet of parchment paper (ca. 330 x 344 mm). A Marxist sentiment in German: "Deutschland braucht für seine zukunft nichts anderes als andere länder: die möglichst geschickte anwendung marxistischer gesichtspunkte auf gesellschaft und wirtschaft. Dann hätte es natürlich ebenso wie andre Länder die chance, aus seinem kulturellen sumpf herauszukommen [...]" ("For her future, Germany needs nothing but what other countries need: a thoroughly skilful application of Marxist perspectives to society and economy. That, of course, would provide Germany, like other countries, with a chance to escape from her cultural quagmire"). - Written as a contribution for an anthology published by Friedrich Koslowsky, "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (Berlin, Eigenbrödler-Verlag, 1928). - Brecht, already a confirmed communist by 1928, was just about to enjoy one of the greatest stage successes of the Weimar Republic with his "Threepenny Opera" (adapted from Gay's "Beggar's Opera"), with music by Kurt Weill. That same year Brecht had met Schoenberg's student Hanns Eisler, an artistic association that would last the rest of Brecht's life. Koslowsky 295.