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Deutsche Handschrift auf Papier. 3 SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit Adresse. An Franz Erich von Wettberg zu Bodenwerder in Sachen der unerledigten Kredite des Statz von Münchhausen. Dieser hatte diesbezüglich beim Kaiser eine Supplik eingebracht, der seinerseits den Erzbischof von Köln und den Grafen von Schaumburg-Lippe mit der Angelegenheit betraut hatte. Da diese ins Stocken geraten war, wurde der Fall an Deichmann und drei weitere (hier mitunterzeichnende) Untersuchungskommissare delegiert. - Christoph Deichmann war der Sohn des Bürgermeisters von Burgsteinfurt. 1605 trat er eine Professur für Rechtswissenschaft in Marburg an und wurde später Kanzler beim Grafen von Lippe und Vizepräsident des Hofgerichts, schwedischer Gesandter im Westfälischen Kreis, Kanzler beim Herzog von Mecklenburg und hessischer Gesandter in Hamburg. "1637 nahm ihn die Fruchtbringende Gesellschaft unter dem Namen 'Der Lautere' in ihren Kreis auf. Er schrieb u. a. 'Carmina gratulatoria' (1605)" (DBE). - Mit einem größeren mittigen Ausschnitt (geringf. Textverlust).
Deutsche Handschrift auf Papier. ½ S. Folio. Bestätigt im Namen seines Vetters Hans von Ditfurth eine Zinszahlung über 80 Reichstaler von Othrab von Landsberg für eine offene Kapitalschuld erhalten zu haben. - Anton von Ditfurth, der Sohn des Drosten zu Stadthagen, stand in seiner Jugend im Hofdienst des Grafen Julius von Holstein-Schaumburg und studierte danach an der Universität Marburg. Nach der Rückkehr von einer europäischen Kavalierstour wurde er Hofjunker in Bückeburg und folgte schließlich seinem Vater im Amt des Drosten von Stadthagen nach. Fürst Ludwig I. von Anhalt-Köthen nahm ihn 1636 unter dem Namen "Der Ungefehrte" in die Fruchtbringende Gesellschaft auf.
Deutsche Handschrift auf Papier. 1 S. auf Doppelblatt. Folio. Mit Adresse und papiergedecktem Siegel. Unterzeichnet als braunschweigisch-lüneburgischer Rat einen Regierungsentscheid über die Werderischen Vormünder. - Eberhard von Weyhe war Professor der Pandekten in Wittenberg und übernahm 1587 daselbst den Lehrstuhl für kanonisches Recht. "Seit 1587 war Weyhe auch Rat des sächsischen Kurfürsten, geriet jedoch in Wittenberg unter Calvinismusverdacht und wurde infolge seiner Weigerung, die Konkordienformel zu unterschreiben, vertrieben. Seit 1592 Rat, seit 1594 Kanzler des Landgrafen von Hessen-Kassel, wurde er mit diplomatischen Missionen betraut und war seit 1605 holsteinisch-schaumburgischer Kanzler in Bückeburg. 1614 erhielt Weyhe den Titel eines kaiserlichen Rats und wurde 1615 Geheimer Rat und Kanzler in Wolfenbüttel. 1626 schied er als Gegner der prodänischen Kriegspolitik aus, zog sich auf sein Gut Böhme (Lüneburg) zurück, wurde jedoch besonders von Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig immer wieder zu politischen Diensten herangezogen. 1630 nahm Weyhe die Bestallung Herzog Augusts d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel 'als Rat von Haus' an. 1623 wurde er [unter dem Namen 'Der Wehrende'] in die Fruchtbringende Gesellschaft aufgenommen. Neben juristischen Arbeiten veröffentlichte Weyhe u. a. eine Sammlung von Sentenzen und Aphorismen zum Hofleben unter dem Titel 'Aulicus politicus diversis regulis [...] instructus' (1596)" (DBE).
Deutsche Handschrift auf Papier. 2¾ SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit papiergedecktem Siegel. Schadlosverschreibung von Zerssen und Johann von Post (1564-1626), Erbherr zu Hessisch Oldendorf, für den Drost zu Ottenstein, Ottrab von Landsberg (1566-1632). - H. J. v. Zerssen stand als Hofbeamter im Dienst des Grafen von Schaumburg-Lippe und des Herzogs von Braunschweig-Lüneburg-Celle. Fürst Ludwig I. von Anhalt-Köthen nahm ihn 1626 unter dem Gesellschaftsnamen "Der Erwartende" in die Fruchtbringende Gesellschaft auf.
1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Hanna Fröschl schreibt im Namen ihres Ehemannes: "Mit großem Vergnügen nehmen wird Ihre freundliche Einladung für heute Abend an, hoffentlich sehen wir Sie im besten Wohlsein wieder. Mein Mann läßt sich entschuldigen, daß er nicht selbst antwortet, es kann aber jeden Augenblick dann zur Sitzung kommen […]". - Nach Studien in Wien und München, wo er durch Friedrich August von Kaulbach angeregt wurde, sich auf Portraitmalerei zu spezialisieren, lebte Carl Fröschl seit 1883 in Wien, wo er u. a. zahlreiche Mitglieder des Hofs (Kaiser Franz Josef I., Kronprinzessin Stephanie, Kronprinz Rudolf u. a.) portraitierte. "Am beliebtesten ist er als Portraitist von Kindern, deren Treiben er auch in humorvollen Zeichnungen festhielt [...]" (Thieme/Becker XII, 516). - Auf Briefpapier mit dekorativem Druck.
Mit einigen postfrischen Briefmarken, zahlr. Ersttagsbriefen und Sonderumschlägen und vielen Autogrammen prominenter Fußballspieler. 43 Bll. Rotes Kunstleder. Von der Briefmarken-Redaktion des Hamburger Abendblattes zusammengestelltes und ausgegebenes Album ("in dieser Form einmalig") aus dem Jahr, als sich die deutsche Elf ihren zweiten Stern erspielte. Mit Autogrammen von Franz Beckenbauer, Paul Breitner, Jürgen Grabowski, Sepp Herberger, Uli Hoeneß, Sepp Maier, Gerd Müller, Willi Schulz, Uwe Seeler, Berti Vogts, Fritz Walter und vieler anderer Meisterschaftsteilnehmer. - Die Briefmarken unter Cellophanstreifen eingesteckt, die Karten und Umschläge mit Fotoecken gehalten, einige wenige Stücke noch ohne Ecken und an der vorgesehenen Stelle nur eingelegt; vier Autogrammkarten und - umschläge ohne derartige Kennzeichnung lose beigefügt. Das Blatt "Deutschland Fußballweltmeister 1974" mit drei Sondermarken und zwei Ersttagsstempeln vom 7. 7. 1974 doppelt vorhanden.
8vo. 4 pp. on a bifolium. In German. Touching letter by the actress Bertha Jäger to her Viennese colleague Zerline Gabillon, famous for her roles of scheming ladies, discussing the death of Jäger's husband, the Austrian actor Adolf Moser: "[...] Dear Miss, when you read Moser's final bequest, his apology written in gaol, you too will shed a tear for him and sense my pain. Moser's account reaches only so far as Ulm; but I feel it is my duty to let you know of his end. On January 29th Moser arrived here, already suffering. Our reunion was harrowing; the dear man wept like a child; but we were happy, thinking we had left everything behind us. He looked forward to joining the theatre here, where he was universally beloved by the public, but two members of the Ulm company, Mr Bernack and Miss Winter, refused to perform with him. The latter declared, 'She would not take the stage with any man who had been transported'. This pushed the poor man over the brink [...]" (transl.). - Two months later, the "Linzer Abendbote" of 25 April 1856 ran an article on the tragic end of the actor who only two years previously had enjoyed great acclaim in the roles of Faust, Kean, and Piccolomini but, following an arrest for an unpaid debt of 450 guilders, had been sentenced to eight days in gaol: "a victim of arbitrary punishment, hunted to death with nefarious cruelty; a casualty of that cesspool of circumstances still all too common in the much-vaunted German countries". Adolf Bäuerle reprinted the article in his "Wiener Theaterzeitung" on April 29th. - Some foxing; addressee identified in pencil on the first page by a different hand.
23 Kartonblätter mit 45 Kabinettportraitphotographien aller Mitglieder hinter Kulissen. Goldschnitt, Prachteinband, Leder mit Metallapplikationen und 22 aufgelegten emaillierten Wappen der teilnehmenden Staaten, dunkelrote Seidenmoirevorsätze, signiert Aug. Klein, Metallschließe mit bekröntem Monogramm. Folio. In Lederkassette mit Monogramm. Prachtvolles, gut erhaltenes Album des österreichischen Diplomaten und Politikers. Maximilian Frh. von Gagern war von 1844 bis 1847 Gesandter in den Niederlanden und Belgien. 1848 war er Mitglied des Vorparlaments und der Paulskirche, Vizepräsident des Verfassungsausschusses und Unterstaatssekretär im Außenministerium und nahm an der Gothaer Versammlung sowie am Erfurter Parlament teil. 1854 in österreichische Dienste tretend, blieb er als Leiter der handelspolitischen Abteilung des Außenministeriums wie als Mitglied des österreichischen Herrenhauses (seit 1881) einflußlos. - Die Kassette etwas beschabt, der Einband tadellos.
Folio (47 x 36 cm). German, Polish, and English manuscript on paper. 11 ff. With calligraphed title, three watercolour vedutas, and numerous signatures and stamps of McGarvey's business partners in Galicia. Bound on cloth tabs and spine and thus stored loosely in an original dark blue full calf portfolio by F. W. Papke of Vienna, with elaborate, partly gilt brass ornaments and giltstamped borders to the upper cover (lacking two central ornaments) and protective brass beams across the lower cover. Inside covers have yellow moirée silk pastedowns within wide giltstamped floral borders. All edges gilt. Unique, luxurious testimony to the late 19th and early 20th century oil boom in Galicia and to one of its central protagonists. Three watercolours on the title-page show a view of Mariiampil (in present-day western Ukraine), where McGarvey had built his first refinery in Galicia, McGarvey’s "first home" in the region, and an oil well in the now Polish village of Wietrzno. This is followed by three pages of a laudatory address in German, Polish, and English, all with floral art-nouveau borders and initials. McGarvey is hailed as a technological innovator whom fate "across the Ocean" to his new home 19 years ago. - Since the album was commissioned by McGarvey's local business partners and competitors, emphasis is placed on his fairness and on his unfailing attention the oil industry: "you never ceased to care for the whole oil industry, and you became a friend and protector of the small, even the smallest oil producers and refiners, you were the adviser and promoter of every single workman, you became the benefactor of our country Galicia". The remainder of the album offers the signatures of more than 150 congratulators (with several business stamps) on five leaves. This is a valuable document of the Galician oil industry in general and of the significant involvement of Jewish businessmen in particular. - William Henry McGarvey (1843-1914) became probably the most successful oilman of Galicia through the introduction (in 1883) of the Canadian "pole tool" drilling system that allowed for oil exploration at previously unheard-of depths and speed. His "Galizische Karpathen-Petroleum-AG", headquartered in Vienna, was among the most lucrative companies in the Austro-Hungarian empire and made multimillionaires of McGarvey and his British partner John Simeon Bergheim. In 1908, McGarvey was knighted by Emperor Franz Joseph for his innovations that had enabled Austria-Hungary to become a net oil exporter. Retreating Russian troops who briefly had occupied Galicia in the first months of the First World War set fire to Galicia's oil wells and blew up the refineries, effectively destroying the oil industry and McGarvey’s business. - The splendid album was designed and executed by the Austrian painter and illustrator Erwin Pendl (1875-1945). Minor foxing to the title-page and the first page of signatures: occasional light stains. Well preserved with only very minor scratches and flaws to the upper cover.
1 S. 4to. An Luigi Vittori: "Mi vien presuposto dal Cap[itano] Giovanni Bianchini Urbinate che cotesta Signora Principessa gl'hà data intenzione di fornire un negozio a favor di lui appresso del Signor Duca. Hor, perché son richiesto di raccomandarlo di fornire in mia vece con Sua Altezza, accioché resti servita di ricordarsene [...]". - Dem früh verstorbenen Kardinal hatte Galilei 1616 sein Buch über Wellen ("Discorso del flusso e reflusso del mare") gewidmet. - Sehr selten.
93 num. Bll. (recte: 79). Lederband der Zeit mit umlaufendem Goldschnitt. 8vo. Das über drei Jahrzehnte hinweg geführte Stammbuch von Maja Gallenberg, der Enkelin des Komponisten Wenzel Robert Graf Gallenberg ("Musikgraf") und Julia "Giuletta" Gräfin Giucciardi, die mit Beethoven in enger Beziehung stand, der ihr seine "Mondschein-Sonate" widmete. Die Eintragungen stammen (in alphabetischer Reihe) mehrheitlich von Schauspielern, Sängern, Musikern und Intendaten, darunter John Quincy Adams, Josef Altmann, Friedrich Ludwig Arnsburg, Alice Barbi, Agathe Barsescu, Bernhard Baumeister, Josef Freiherr von Bezecny, Dr. (Generalintendant des Hoftheaters), Hedwig Bleibtreu, Ferdinand Bonn, Hermine Braga, Karl Bukovics von Kiss Alacska, Max Burckhard, Aloys Burgstaller, Willy Burmester, Enrico Caruso, Max Devrient, Babette Devrient-Reinhold, Andreas Dippel, Ella Forster, Zerline Gabillon (2), Oskar Gimnig, Alfred Grünfeld (Notenzitat), Ellen Gulbranson, Hugo von Habermann, August Hablawetz, Konrad Hallenstein, Ernst Hartmann, Helene Hartmann, Josef Hellmesberger sen., Oskar Hofmeister, Stella Hohenfels, Willibald Horwitz, Elisabeth (Klein-)Hruby, Robert Hübner, Marcel Journet, August Junkermann, Alma Kallina, Louise Kaulich-Lazarich, Ferdinand Kracher, Emilie von (Jauner-)Krall, Josefine Kramer-Glöckner, Fritz Krastel, Felix von Kraus, Anna Kratz, Viktor Kutschera, Marie Lehmann, Josef Lewinsky, Ida Baier-Liebhardt, Konrad Loewe, Pauline Lucca, Amalie (Friedrich-)Materna, Friedrich Mitterwurzer, Wilhelmine Mitterwurzer, Georg Müller, Rosa Paumgartner-Papier, Franceschina Prevosti, Theodor Reichmann, Georg Reimers, Hella Rentsch-Sauer, Emmerich Robert, Louisabeth Roeckel, Arnold Rosé, Adele Sandrock, Wilhelmine Sandrock, Anton Schittenheim, Antonie Schläger, Louise Schönfeld, Katharina Schratt, Fritz Schrödter, Adolf v. Sonnenthal, Philipp Stätter, Maria Strassmann, Richard Strauss, Guilhermina Suggia, Hugo Thimig, Hans Thoma, Rudolf Tyrolt, Ernest Van Dyck, Siegfried Wagner, Fanny Walbeck, Josephine Wessely, Hermann Winkelmann, Eugen Witte, Charlotte Wolter und Carl von Zeska. - Ferner unterzeichnen die Mitglieder des Flonzaley Quartetts - Adolfo Betti, Alfred Pochon, Ugo Ara und Iwan d'Archambeau -, der deutsche Politiker und Bankier Bernhard Dernburg (1865-1937), der Schriftsteller Gustav Meyrink (mit dem Schlussteil seiner Erzählung "Der heiße Soldat", die den Grundstein für Meyrinks literarische Laufbahn legte), die Schriftstellerin Edith Gräfin Salburg ("Schlage die Trommel und fürchte Dich nicht") und der Schriftsteller Raoul Auernheimer. - Die SS. 25, 27, 30, 33, 34, 39, 45, 49, 50, 51, 53, 61, 70 und 73 alt entfernt, S. 85 lose; Buchblock gelockert, eine kleine Fehlstelle am Rücken, Vordergelenk etwas angeplatzt, Deckel und Kanten etwas berieben und beschabt.
10 volumes, all in original cloth, 5 with original dust jacket. A remarkable private collection of 10 early biographies and works supporting Gandhi, each signed by the author. While Western biographers began to take interest in Gandhi beginning with Romain Roland (1924), this collection includes only association or signed copies of works by Indian authors. Represented here are both those who had followed Gandhi from his earliest political machinations in South Africa, as well as his early followers who subsequently emigrated to America in order to raise public awareness of the Indian Independence movement. In contrast to the author-signed works of Western biographers, which can be encountered in the trade today, works signed by Indian authors of this period are notoriously rare. Includes individually: 1) Muzumdar, Haridas T. Gandhi the Apostle. His Trial and His Message. Chicago: Universal Publishing Co., 1923. Blue cloth. Inscribed "Presented to my good friend Charles E. Sekera by Haridas T. Muzumdar / Evanston, Xmas, 1924". - First edition. An exceptionally early work in support of Gandhi, addressed to American readers to drum up financial and popular support for the Indian Independence movement in the U.S. A close friend and one of the earliest biographers of Gandhi, this was Haridas's first published book, when he was just 24 years old and living in New York City. - 2) Gandhi, Mohandas K. / Muzumdar, Haridas T. (ed.). Sermon on the Sea. Chicago: Universal Publishing Co., 1924. Yellow cloth. Inscribed "To Prof. John E. Kirkpatrick, from his friend Haridas T. Muzumdar / Olivet Conference, Aug. 1925". - First U.S. edition of Gandhi's famous tract, penned in South Africa in 1909 and also known under the title Indian Home Rule or Hind Swaraj. It includes his quotes "One who is free from hatred requires no sword" and "only fair means can produce fair results". This copy was presented by the editor and early Gandhi activist Muzumdar to a fellow American academic, shortly after its publication. - 3) Hossain, Syud. Gandhi. The Saint as Statesman. Los Angeles: Sutton House, 1937. Black cloth, with original dustjacket. Inscribed on flyleaf "With best wishes / Syud Hossain". - First edition. Dr Syud Hossain was instrumental in forging links between American-based Indian nationalists and the Indian National Congress. Co-founder of the National Committee for Indian Independence (headquartered in Washington, DC), Hossain spearheaded the Indian lobby for self-rule from abroad. "Immaculately dressed, polished in manners, brilliant in oratory, Hossain captivated his audiences from coast to coast," said A. K. Mozumdar, a colleague and fellow activist of Hossain. The Los Angeles Times described him as "the most distinguished Indian visitor in America since Tagore" while according to the New York-based Foreign Policy Association, "of the hundreds of speakers who have addressed our conferences during the past five years, none were more brilliant or authoritative than Mr Hossain". In September 1945, Hossain suggested to Jawaharlal Nehru that he return to India to work towards Hindu-Muslim harmony and stand for elections. After consulting Asaf Ali and Gandhi, Nehru cabled back: "Gandhiji thinks you can do more important work in America". Hossain briefly served as India's first ambassador to Egypt, where he died in 1949. - 4) Muzumdar, Haridas T. Gandhi Triumphant! The Inside Story of the Historic Fast. New York: Universal Publishing Co., 1939. Blue cloth. Signed by Muzumdar in Hindi and in English on flyeaf. - First edition. An account of Gandhi's Rajkot Fast to protest the local ruler's refusal to enact administrative reforms in that state. The fast lasted only 3 days, 3-5 March 1939. The work also includes four original articles by Gandhi: "States and the People"; "Rajkot"; "Rajkot and Jaipur"; and "Kicks and Kisses". - 5) Raman, T. A. What does Gandhi Want? New York: Oxford University Press, 1942. Yellow cloth, with original dust-jacket. Inscribed "To Dr. and Mrs. Aldridge, with sincere regard / T. A. Raman", and with a loose letter from Raman dated October, 1942, "Herewith one of the first copies of my book. It is to be published on the 29th. Please let me know what you and Dr. Aldridge think of it. With kindest regards from us both, Sincerely Yours, T. A Raman" on hotel stationery. - First edition. Educated in Madras, Raman was an Indian nationalist who emigrated to become the London editor of the United Press of India. Here, he presents Gandhi's solutions to the World War raging at the time, including remarks on Indian's participation. "Mr. Raman first met Gandhi at Marseilles in 1931 when he joined the Indian leader's staff at the Indian Round Table Conference. Thereafter he was constantly in touch with Gandhi and other Indian leaders, following them to India, where he became a close associate of Gandhi…" (dustjacket). - 6) Prabhu, R. K. & Rao, U. R. The Mind of Mahatma Gandhi. [Madras]: Geoffrey Cumberlege for the Oxford University Press Indian Branch, 1946. Red cloth, with original dustjacket. Inscribed "Mr. Chester Bowles, The American Embassy, New Delhi / With best compliments from U. R. Rao / 30.11.51, Bombay". - Second edition. An outstanding association copy, presented to the American Ambassador to India following Independence. The work is a compilation of select quotations from Gandhi to illustrate his philosophy and thought. Chester Bowles (1901-86) served as ambassador from 1951 to 1953 and enjoyed a privileged relationship with Prime Minister Nehru, who otherwise famously distrusted most U.S. influence. - 7) Shridharani, Krishnalal. The Mahatma and the World. New York: Duell, Sloan & Pearce, 1946. Red cloth with original dustjacket. Inscribed "To Mrs. James B. Pratt, to Edith and to David, my American friends, a parting salute / New York, May 3, 1946" and signed by Shridharani in both English and Hindi. - First edition. Shridharani was arrested and imprisoned in 1930 for protesting the Salt Tax alongside Gandhi, and left India in 1934 to pursue degrees at NYU and then Columbia University. After campaigning for support for Indian Independence in the United States, he returned to India in 1946 where he taught at the Gujarati Sahitya Parishad, and died in 1960 in Delhi. This is an excellent association copy, inscribed to the widow of James Bissett Pratt (1875-1944, an ardent Western admirer of Tagore and an academic advisor of Shridharani), just before Shridharani left New York to return to India. - 8) Imam-ud-Din, S. J. Gandhi and Christianity. Lahore: Northern India Printing & Publishing Co., [1947]. Red cloth. Signed by Imam-Ud-Din on flyleaf. - First edition, rare. The author, aware that much of Gandhi's Western popularity lay in his success appealing to Christian groups, here essentially compares the Mahatma to Jesus Christ. - 9) Murthy, Nadig Krishna. Mahatma Gandhi and other Martyrs of India. Columbia (MO): Journal Press, 1948. Inscribed "With Best Compliments to Mr. H. R. McConnell / Nadig Krishna Murthy / May 29, 1948". Dark blue gilt-embossed cloth, a little stained. - First edition, extremely rare. The only other copy we have traced resides at SOAS in London. Published just following Gandhi's death on January 30th, 1948, the book contains a preface written by Prime Minister Nehru. Briefly resident at the University of Missouri, Murthy returned to India where he made a name for himself as a journalist. - 10) Polak, H. S. L. et al. Mahatma Gandhi. London: Odhams Press, 1949. Blue cloth with original dustjacket. Inscribed "Miss Ruth C. Manchester / With all good wishes & warm appreciation & sincere thanks for your kind hospitality during my short stay in the United States. From Manilal Gandhi, 7/6/49". - First edition, signed by Gandhi's son following his father's assassination. Henry Polak (1882-1959) was Gandhi's closest friend in South Africa, having lived side-by-side with Gandhi and his family from 1903 onwards. Gandhi's second son Manilal (1891-1956) was also close to Polak and succeeded him as editor of Indian Opinion in 1916. Like his father, Manilal was a tireless campaigner and was arrested during the 1930 Salt March. This association copy of Polak's biography was signed by Manilal just a year after his father's death, during Manilal's only visit to the United States - where he sat in at a General Assembly session of the United Nations and met with Albert Einstein. In 1952 Manilal was again arrested in South Africa for protesting Apartheid, spending 38 days in jail at the age of 61.
1 S. Tusche auf Pergament. 565 x 390 mm (bei ausgefalteter Plica). Fehlen die Siegel. Unter Glas gerahmt. "Ich Joseph Karl Zimmerle thue kund und zuwissen, das Vorzeigere dises Christian Döbele, des ehrbaren Andreas Döbelins von Söden, der Reichs-Erb-Truchsaß-Hochgräfl. Herrschafft Waldsee, ehelich erzeigter Sohn, bey mir die Gärttner Kunst drey Jahr lang, als vom 10ten Martii 1750 biß den 10ten Martii 1753 nacheinander gelehrnet, und vollkommen außgestanden [...]". - Mit hübscher, mit der Tuschfeder ausgeführter floraler Dekoration. Im Rand etwas braunfleckig.
1 S. auf Pergament. 195:282 mm. Betr. Graf Alessandro Centurioni. - Einst angehängt, nunmehr lose beiliegend eine Metallkapsel.
1 S. Qu.-Imp.- Folio (470:580 mm). Kollationierte Abschrift auf Pergament mit zahlreichen aquarellierten Wappendarstellungen, datiert Wien, 9. I. 1808.
1 S. auf Doppelblatt. Folio. "Die Trauerkunde von dem Ableben Ihrer kaiserlichen Hoheit Ihrer kaiserlichen Hoheit der durchlauchtigsten Frau Prinzessin Leopoldine von Sachsen Coburg-Gotha, gebornen kaiserlichen Prinzessin von Brasilien hat im Künstlerhause den lebhaftesten Nachhall gefunden [...]". - Des weiteren mit 4 nicht identifizierten Unterschriften. - In schwarzer, innen mit Seide bezogener Samtmappe.
2 SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit papiergedecktem Siegel. An König Ferdinand III. von Sizilien in Verwaltungsangelegenheiten. - Kleine Faltspuren, sonst sehr wohlerhalten.
½ S. 4to. An einen Major: "Gehen Sie zum Ober Präsident und zu Rosenberg, und sagen den Herren, ein dänisches Schiff werde den König von Griechenland, von Kiel nach Kopenhagen führen. Der Tag sei mir noch nicht mitgeteilt. Die Schiffe würden die üblichen Honneurs im Hafen machen [...]". - Nach der Absetzung des griechischen Königs Otto aus dem Haus Wittelsbach im Jahre 1862 hatte die griechische Nationalversammlung im Folgejahr den dänischen Prinzen Wilhelm Ferdinand Adolf Georg von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (1845-1913) als Georgios I. zum neuen König gekoren. Im Oktober 1867 sollte Georg in St. Petersburg die Großfürstin Olga Konstantinowna aus dem Haus Romanow-Holstein-Gottorp heiraten, eine Enkelin von Zar Nikolaus I. - Nach dem Deutsch-Dänischen Krieg, worin er 1864 das Seegefecht bei Jasmund (Rügen) leitete, wurde Jachmann zum Chef der Marinestation der Ostsee in Kiel. - Etwas knittrig und fleckig, mit Spuren alter Faltung und Randeinrissen entlang der horizontalen Faltlinien.
8vo. 112, (4) pp. with colour-printed or blindstamped decorative borders. Contemporary full calf. Glanz probably assembled the present album on the occasion of a visit to the German artists' association "Ponte Molle Society" on 18 March 1843. The Society, a humorous artists' club based at the Palazzo Serlupi near the Pantheon, was a popular venue for German artists and Rome travellers, offering art exhibitions, events, and a well-stocked library. In 1845 it metamorphosed into the more serious-minded "Deutscher Künstlerverein". The most prominent contributor to this album is the Viennese painter and engraver Carl Rahl (1812-65), who had been living in Rome since 1836 and was closely involved with the Ponte Molle Society, serving as its "People's Tribune" in 1840/41. After his return to Vienna in 1850, Rahl became professor at the academy. A precursor to Makart, he championed a drastic and colourful eclecticism which exerted an enormous influence on the painters of Vienna's Ringstrasse era (cf. Thieme/Becker XXVII, 570). Glanz, the owner of the album, is identified in the full-page entry of Johann Christian Reinhart (p. 97; Rome, 25 March 1843): "At the same time, dear Mr. Glanz, I wish you a happy and enjoyable journey" (transl.). - The contributors are, in the order of their entries: 1) Alexius Fedor Geyer (Berlin); 2) Adam Bamelmayr; 3) Friedrich Strache (Vienna); 4) Robert Salemann (Reval); 5) Heinrich Wilhelm (Heidelberg); 6) Eduard Schwab (Mähren); 7) Ivanoff (St Petersburg); 8) Peter Petersen (Copenhagen); 9) Alexandre Reuben (Paris); 10) Christian Friderik Holbeck (Copenhagen); 11) Carl Mayer (Vienna); 12) Hermann Schievelbein (Berlin); 13) Peter Raadfig (Copenhagen); 14) Carl Adolf Senff (Halle); 15) Gustav W. Palm (Stockholm); 16) Wilhelm Achtermann (Prussia); 17) Constantin Schmidt (Mainz/Rhein); 18) Carl Rahl; 19) Theodor Naphtali (Berlin); 20) Wilhelm Matthiae; 21) Louis Vogel (Hildburghausen); 22) J. M. Scharff (Hütteldorf near Vienna); 23) Adolf Dressler (Berlin); 24) Jan Thienen; 25) (pseud.) "Caspar Hauser" (Basel); 26) Wilhelm Seiffert (Wroclaw); 27) Heinrich Im Hof (Uri). - Spine and front hinge professionally repaired; slight brownstaining to interior fleckig.
Various formats. Altogether 11 pp. on 15 ff. Includes one autograph letter to a female relative of Godard. 8vo. 2½ pp. on bifolium. Letters by Jean-Paul Barbier, Vincent Capoul, Joseph Dupont, Charles Grandmougin, Ernest Guiraud, Jean Lasalle, Raoul Pugno, Jean-Alexandre Talazac and one unidentified correspondent. - Two of the letters revolve around Godard's greatest success, the opera "Jocelyn", which premiered in Bruxelles on 25 February 1888. In the earlier letter the famous playwright and librettist Jean-Paul Barbier asks for permission to include some pieces by Jocelyn in a concert: "Je voulais vous demander s'il serait possible de faire exécuter le 9 Mai, à notre Soirée d'Henri IV [...] quelques morceaux de Jocelyn? J'ai été plusieurs fois président de l'association, je fais encore partie du comité, et je serais heureux de donner à nos quinze cents invités un régal de cette valeur! [...]" (Paris, 9 March 1888). - In the second letter, the composer and music teacher Ernest Guiraud takes Godard up on the promise of a ticket for a performance of Jocelyn at the Théâtre Lyrique in Paris: "Je vous rappelle l'aimable promesse que vous m'avez faite de me donner demain jeudi une place pour Jocelyn. So vous voulez bien, pour ne pas trop vous déranger, la laisser à mon nom chez le concierge du théâtre [...]" (Paris, 17 Oct. 1888). - Godard's librettist for Jocelyn, the famous tenor Victor Capoul, who sang the leading role in the Paris production, is also among the correspondents. He invites Godard to a salon with a reading of Józef Antoni Poniatowksi's "Pierre de Medicis", here wrongly titled "Marie de Medicis": "Je suis arrivé hier soir. Aujourd'hui j'au rencontré au Salon [...] - Voulez vous être de cette petite fête - après le Café je les lirai Marie de Medicis opera lyrique en 4 acts et sept tableaux!!!! [...]". - The famous tenor Jean-Alexandre Talazac presents his excuses for not being able to join a soirée with the mezzo-soprano Pauline Viardot because of the imminent premiere of Édoard Lalo's "Le roi d'Ys" with Talazac in the role of Mylo: "Je n'ai pu répondre plus tôt à votre lettre du 14 cour.t à cause du Roi d'Ys dont la première représentation aura sans doute lieu du 1er au 5 Mai. Je ne puis donc vous assurer mon concours pour la Soirée du 3 Mai chez Madame Viardot et vous prie d'agréer encore avec tous mes regrets l'expression de mes sentiments bien devoués [...]" (n. p., Dimanche, 22 Avril [1888]). The successful premiere of "Le roi d'Ys" took place on 7 May. Talazac's most important role was Samson in Saint-Saëns "Samson et Delila", which he sang both in the French premiere on 3 March 1890 in Rouen and in the first production in Paris later that year. - In an undated letter, the poet and librettist Charles Grandmougin (1850-1930) invites Godard to join the jury of a music competition: "La société franc-comtoise les Gaudes me charge de vous demander d'être juré pour juger au petit concours musical fait par un de nos poètes. Je crois qu'il y a 12 mélodies environ à juger. Puis je répondre oui? [...]" (n. p. o. d.). - Godard's own letter is the latest dated object in the collection, inviting a young singer to a rehearsal: "Mademoiselle, si vous voulez bien me faire l'honeur de venir chez moi, 6, Bd. de Clichy, mercredi prochain, 1er Avril, à 11 h du matin, je serai charmé de vous recevoir et de vous entendre [...]" (n. p., 28 March 1891). - Varying conditions. Several letters with some foxing and minor tears. Godard's and Guiraud's letters show more substantial tears in the folds. No text loss overall.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo Zur Übersendung eines gedruckten Gedichts: "Es freut mich ungemein, daß ein herzliches Gedicht Ihres Freundes, welches ich Ihnen hiermit gedruckt übersende, mir Gelegenheit giebt, Ihnen meine innigste Theilnahme an Ihrer Wiedergenesung auszudrücken [...] Möge immer Rath und Kraft und edle Begeisterung Sie auf Ihrer Bahn begleiten! [...]". - Mit Sammlerstempel "Graf Victor Wimpffen. Handschriftensammlung".
1 S. Qu.-8vo. "Erhalten durch meinen Sohn den Archiv Rath von der Witwe Zisenitz 6 Pistolen, schreibe sechs Pistolen / Charlotte Kestner". Die Pistole bezeichnet hier den Friedrichsd'or im Wert von 5 Reichsthalern. - Georg Kestner, Charlottes erstgeborener Sohn, war Goethes Patenkind. Als erfolgreicher Bankier trug er Schritt um Schritt eine umfassende Gemälde-, Graphik- und Autographensammlung zusammen, deren letztere nach seinem Tod an seinen gleichnamigen Sohn überging, der vor seinem eigenen Tod 1892 die auf rund 20.000 Exemplare angewachsene Autographensammlung aus der Zeit des späten 18. und des frühen 19. Jahrhunderts der Universitätsbibliothek Leipzig übereignete. - Tadellos erhalten.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen ungenannten Schriftsteller, der sich im Weimarer Kreis um Wieland und Herder bewegte und sich mit Plänen einer Wieland-Übersetzung in seine Muttersprache trug: "Man findet leicht eine Entschuldigung für seinen Freund und ich kann es wohl gestehen, daß Ihr Stillschweigen mich nicht sowohl für mich, als für die Erfüllung Ihrer Wünsche besorgt gemacht hat. Um so erfreulicher war mir Ihre Zuschrift, mein geliebter Freund, die mich von der zweifachen Bekümmerniß heilte. Zweifeln Sie nicht an dem guten Erfolg Ihrer Arbeiten; denn man kennt, wie ich neulich gefunden habe, unsres Wielands Nahmen in Ihrem Vaterlande; Sie werden sich das Verdienst erwerben, ihn genauer mit Ihrer Nation bekannt zu machen. Ihre gütige Einladung nach Weimar hat in Rücksicht der trefflichen Männer, die es enthält, allen Reitz für mich; doch sind einige derselben eine Frucht, die für mich zu hoch hängt. Die süsseste indeß gewährt Freunschaft und Wohlwollen, deren Genuß mir das verbotne entbehrlich machen würde. Hätten Sie nur den schönen Entschluß ausführen können uns zu besuchen! - So willkommen Sie uns zu jeder Stunde sind, so wünschte ich dennoch, daß Sie eine freundliche Jahreszeit wählten: die Natur würde Ihnen doch hier manches Blümchen der Freude zuwerfen, das Sie dort nicht finden. Es ist mir lieb, daß Frau v. B. auch Sie von dem Irrthum befreit hat, als ob ich Eisenach verlassen hätte. Was zu diesem Gespräch Veranlassung gegeben hat, kann ich wohl muthmassen; doch glaube ich noch mehr, daß der Urheber und Verbreiter desselben eine böse Absicht darunter versteckt hielt. Unser gemeinschaftliche Freund [Christoph] Girtanner muß mit Arbeiten überhäuft seyn, denn es ist eine Seltenheit einen Brief von seiner Hand zu empfangen. Vor einem Vierteljahr ohngefehr ist er sehr krank gewesen, welche Ursach ihn damals zu schreiben abgehalten hat; ich fürchte doch nicht, daß ein Recidiv die wiederhohlte Ursach seyn sollte? Meine Frau und die Meinigen, die sich Ihrem fernern Andenken empfehlen, befinden sich wohl, und seyn Sie versichert, daß Ihr freundschaftlicher Besuch und Ihre Bekanntschaft uns viele angenehme Erinnerungen zurück gelassen haben [...]". - Der Beamte und Schriftsteller Matthesius war ab 1802 Regierungsrat in Eisenach.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen ungenannten, wohl schwedischen Schriftsteller, der sich im Weimarer Kreis um Wieland und Herder bewegte und sich mit Plänen einer Wieland-Übersetzung in seine Muttersprache trug: "Das Vergnügen, Sie zu kennen, wird nur erhöht durch den Gedanken: Sie glücklich zu wissen. Für die gütige Zuschrift, die mur hievon die angenehme Versicherung giebt, empfangen Sie, Herr Chevalier, meinen verbindlichsten Dank! Die Liebe, Einiger der ersten Männer Deutschlands; der Beifall aller Edlen und Trefflichen, unter welchen Sie leben, ist ein Beweis Ihres Werthes, den Niemand, dessen Auge sich auf gute Menschen versteht, verkennen wird: 'Ein edler Mensch zieht edle Menschen an / Und weiß sie fest zu halten' - v. Goethe, Torq. Tasso. Ihr Geist labt sich nun am Quell des Guten und des Schönen und horcht den Sängern Terpsichorens und Oberons, bey deren Tönen Deutschlands Genius Entzücken jubelt. Sie haben das wichtige Vorhaben ihn in Ihrem Vaterlande einzuführen; wofür es hoffentlich nicht unerkenntlich seyn wird. Frau von B. ist Ihnen näher, als Sie ahnden; sie hält sich in der Gegend von Erfurt auf. Als Kennerin des feinen Geschmack's wird sie, die personificirte Güte, Ihre Aufmerksamkeit so aufnehmen wie Sie es wünschen. Sie kennen meine Ergebenheit für die Herren Bötticher und Bertuch; haben Sie die Gewogenheit ihnen diese Versicherung in meinem Nahmen zu wiederhohlen. Die Meinigen, die Sie ihrer herzlichen Theilnahme versichern, bitten um Ihr Andenken und die gebohrne Eisenacherinn meynt noch immer, daß der nationalisirte Schwede mit seiner Mundart der deutschen Sprache nicht das unerheblichste Compliment mache [...]". - Der Beamte und Schriftsteller Matthesius war ab 1802 Regierungsrat in Eisenach.
2¾ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit der Aufklärung eines Missverständnisses betreffs der Bezahlung eingehender Rechnungen. - Bertuch war Hauslehrer bei Ludwig Heinrich Bachoff von Echt in Jena, kehrte 1775 nach Weimar zurück und wurde dort Kabinettssekretär sowie Verwalter der herzoglichen Privatschatulle und später Legationsrat (bis 1796). Von 1782 bis 86 war er Teilhaber und Mitredakteur von Wielands "Teutschem Merkur", gründete 1785 die "Allgemeine Literaturzeitung" (später "Neue Jenasche Allgemeine Literaturzeitung") und gab seit 1786 das "Journal des Luxus und der Moden", später auch politische Zeitschriften wie "Nemesis" oder das "Oppositionsblatt" heraus, verfasste Dramen und übersetzte vor allem spanische Literatur (u. a. Cervantes' "Leben und Thaten des weisen Junkers Don Quijote von la Mancha"). Seit 1776 war er Mitglied der Weimarer Loge Amalia.