26 497 résultats
1 S. 4to. Zur neuerlichen Erinnerung bezüglich der Bitte Herzog Carl Augusts, ein Geschenk in Form eines Folianten für einen böhmischen Edelmann zu finden: "Serenissimus möchten gern dem Gf. v. Marsy, einem böhmischen Cavalier, ein GegenPräsent für ein Paar Windhunde machen. Dieser Mann ist jezt in dem Gusto seine Windhunde in Folianten und Quartanten zu verwandeln, eine Bibliothek anzulegen, und hat sich merken laßen, daß ihm ein feines Werk in Folio [dies unterstrichen], für seine noch leeren Locate das liebste Geschenk seyn würde. Serenissimus wünschten daher zu wißen ob nicht irgend in fürstl. Bibliothek eine Doublette dieser Art schon da wäre, oder durch die Acquisition der Büttnerischen Bibl. noch würde, die man zu dieser Bestimmung brauchen könnte? An Werth kann es ein Werk von circa 20 bis 30 rth. seyn. Sne. Durchl. trugen mir auf mit Eur. Hochwohlgeb. darüber zu sprechen; ich wollte mir auch 2 mal diese Ehre geben, fand Sie aber einmal nicht zu Hauße, und einmal noch bey Tische. Ich wähle also als ein entlegner Suburbanus lieber das Sichere, und frage hierdurch bey Eur. Hochwohlgeb. darüber an [...]". - Die bedeutende, etwa 14.000 Bände umfassende Bibliothek des Göttinger Naturhistorikers und Sprachforschers Christian Wilhelm Büttner sollte im Jahr darauf nach Jena gelangen, wohin Büttner nach seiner Emeritierung übersiedelte. Im Jahr zuvor (1781) war sie von Herzog Carl August angekauft worden, ging aber erst nach Büttners Tod 1801 in den Besitz des Weimarer Hofes über und wurden nach neuerlicher Katalogisierung der sogenannten Jenaer Schloßbibliothek des Carl August-Museums im Jenaer Schloss angegliedert. - Gering braunfleckig.
1 S. Qu.-48mo (72:109 mm). An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Wenn Sie erst aus Falkens Brief, den ich durch einen Gens d'armen bekommen habe, recht klug geworden sind, so kommen Sie heraus, um die [A]ntwort zu besorgen. | C. A.". - Bei dem angesprochenen Falk mag es sich um den evangelischen Theologen, Schriftsteller und Kirchenlieddichter Johannes Daniel Falk (1768-1826), gehandelt haben, den Begründer der Jugendsozialarbeit und Vorläufer der Inneren Mission. - Mit gedruckter ornamentaler Umrahmung; die Verso-Seite mit kleinen Montagespuren.
1 S. 4to. An einen Vertrauten über anstehende Veränderungen im Geheimen Conseil. Er stimme dessen "sehr menschenfreundlich billigem Vorschlage" hinsichtlich des Weimarer Kammerpräsidenten Johann Christoph Schmidt zu: "[...] Ich [...] kan [...] einstweilen versuchen ob Sie durch die [...] Besuche auf der Cammer den Endzweck zu erfüllen imstande sind, ohne daran durch den Ob[er] C[ammer] P[räsidenten] gehindert zu werden, u. ohne einen Schritt zu wagen der dem alten Manne physisch sehr nachtheilig seyn könnte [...] Die Natur unterstützt vielleicht die nothdurft ehe wir es uns versehen; bey N. [...] hätte sie einen sehr guten Streich gemacht wenn es wa[h]r ist, daß sie ihn ausrangirte [...]". - Aus der Sammlung Künzel.
3 SS. auf Doppelblatt. Gr.-4to. Dankesbrief an die mit Goethe befreundet gewesene Gräfin Julie von Egloffstein in München: "Gehindert durch so manches Verhältniß, in dem [!] ich mich vermittelst meiner Weltbestimmung ein für allemal dann aber auch durch besondere Umstände versetzt sehe, geschieht es mir nicht zu selten, gerade da lange schweigen zu müssen wo mein Herz so voll von Dank ist [...]". - Die Tinte stark durchschlagend.
1 S. Kl.-8vo (101:75 mm). Auf der Rückseite einer lithographierten Werbekarte ("Kauf beim Tyroler Bübel ein: | Wenn Du willst gut bedient seyn"): "An meinen Trapp von Eckermann zu Neujahr 1817" und darunter "Erneuert, nach 25jähriger Dauer unserer Freundschaft am 1. Januar 1842". - Etwas angestaubt.
1 S. auf Doppelblatt. 4to. An einen Hofrat, dem er seinen Aufsatz über die Zeichnungen von Rodolphe Töpffer sendet: "[...] Sie haben Vollmacht zu ändern wo sie es für gut finden. Bringen Sie ihn wenn es geht morgen mit in die Sitzung der Freunde, damit er dem Heft einverleibt werde. Wie steht es um Ihren höchst bedeutenden Aufsatz betreffend die Übersetzungen? Es scheint mir als würde er eine Lücke in unserer Literatur ausfüllen, und ich nehme daran, wie ich Ihnen schon mündlich gesagt, ein inniges Interesse [...]". - Der Aufsatz über die Zeichnungen von Töpffer erschien posthum in Goethes Zeitschrift "Über Kunst und Alterthum" (Heft 6, 1832, S. 581-90). Bei dem Adressaten wird es sich um den Schweizer Privatgelehrten und Numismatiker Frédéric Jacob Soret (1795-1865) gehandelt haben, der der Erzieher des Prinzen Carl Alexander von Sachsen-Weimar gewesen war und die Zeichnungen Töpffers nach Weimar gebracht hatte und der auch einige einige Schriften von Goethe ins Französische übersetzt hatte. - Papierbedingt etwas gebräunt und gering fleckig; im unteren Mittelfalz etwas eingerissen.
1 S. 50:158 mm. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Morgen um 11 habe ich das Vergnügen Sie auf der Bibliothek zu sehen und diese erste Sendung abzuschließen [...]".
1 S. Qu.-8vo. "Unterzeichneter sendet an Herrn Dr. Detmold zu Hannover ein Paket in blauem Papier gez. H. Dr. D. worin Radierungen [...] J. P. Eckermann". - Beiliegend ein faksimilierter Sinnspruch Goethes.
Jeweils 1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Hofrat zur Rücksendung von Journalen: "Anbei eine kleine Journal-Rücksendung. Die fehlende Nro. 3 des 'Magazin's' habe ich nicht erhalten, bin also rein von aller Schuld [...]". - Geringe Faltspuren; sehr gut erhalten.
(1+½ =) 1½ SS. Qu.-4to und Folio. Quittung über 12 Thaler 10 Groschen, die ihm während seines "Aufenthaltes auf der Universität Jena von dem Hospitalstipendio [...] vom Hl. Cassirer Haage gütigst ausgezahlt worden [...]". Die undatierte Liste führt 15 Namen von Lehrpersonen, nebst der Herkunft, dem Unterrichtsfach und dem Hörergeld an, beispielsweise "Hagemeister Pommer Exegese u. Hermeneutik 6 [...]"; fünf Positionen sind bereits gestrichen. - Das freundschaftliche Verhältnis zwischen Goethe und Griesbach datiert bereits aus des Letzteren Frankfurter Jahren. Goethe war mit Griesbachs Frau Friederike Juliane, geb. Schütz, bekannt und schätzte sie sehr (vgl. Biedermann, "Goethes Gespräche", und Eckermann, "Gespräche mit Goethe"). - Etwas braunfleckig und altersbedingt etwas gebräunt.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief) und Siegelmarke. Beiliegend eine eh. Visitenkarte. An Ottilie von Goethe: "Darf ich Sie bitten [...] mir nur mündlich sagen zu lassen [...] ob Sie mich morgen Abend brauchen können, falls nicht unabwendbare Staatseinladungen mich zwingen anders über meinen Tag zu disponiren, was, wie Sie wissen, bey einem kurzen Aufenthalt zuweilen nicht zu vermeiden ist [...]". - Beiliegend eine eh. Visitenkarte "Mlle de Haza | p[our] p[rendre] c[ongé]".
1 S. Gr.-4to. Dreiseitiger Goldschnitt. "Ein Bild von Treu und Häuslichkeit | Darf sich dir wohl, o Freundin, zeigen; | Ist ihm doch jene Tugend eigen, | Die höhern Werth Dir selbst verleiht. | Wenn Gleichmuth, Güte, Heiterkeit, | Dich Nachsicht und Verschwiegenheit, | Zur liebenswürd'gen Freundin prägen; | So sucht die Poesie verlegen | Der sich kein bessres Gleichniß baut [...]". - Einer dreizeiligen zeitgenöss. Notiz zufolge, die sich am oberen Rand der Verso-Seite findet, ist die Adressatin des Gedichts Henriette von Bardeleben. - Die Nichte von Charlotte von Stein schrieb Lyrik, Balladen und Versepen, die Schiller z. T. in seinen "Musenalmanach" und in die "Horen" aufnahm; "Goethe überarbeitete mit ihr das Epos ‚Die Schwestern von Lesbos' (1801). Nach der Heirat 1803 folgte sie ihrem Gatten nach Stockholm. 1810 zurückgekehrt, lebte sie in Heidelberg und Berlin, 1814-16 nochmals in Schweden, dann endgültig in Berlin, wo sie dem Kreis um Bettina von Arnim angehörte. Ihrem ersten Schwedenaufenthalt ließ Helvig das von katholisierenden und altdeutschen Tendenzen getragene ‚Taschenbuch der Sagen und Legenden' (1812; Mitherausgeber Fouqué) folgen. Ihr zweites ‚Taschenbuch' (1817) gestaltete nordische Themen. Helvigs Übersetzung der ‚Frithiofs-Sage' (1826) Esaias Tegnérs fand Goethes Anerkennung" (DBE). - Etwas knittrig und fleckig und mit kleinen Einrissen im Mittelfalz; die Recto-Seite mit kleiner Sammlungsnummer in rotem Farbstift ("B.10.").
1 S. Kl.-4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). "A Madame Werner": "Wollten Sie wohl, meine wertheste Freundin, ohne alle weitläufigen Umstände nur ganz einfach mir die Stunden in der Woche notiren, an welchen unsre liebe Anna festgebunden ist - damit ich dieß dem Prediger Leidig vorlegen [kann] und um möglichste Eintheilung nach derselben zu ersuchen [...]". - Etwas knittrig und gebräunt; mit kleinem Sammlungsvermerk "B. 10" am unteren Rand der Recto-Seite; verso einige Berechnungen.
1 S. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Da Sie nicht geschickt haben, lieber Graf, sich bey mir eine Lectüre abholen zu lassen, so vermuthe ich, daß Sie bereits hinlänglich damit versehen seyn werden; doch kann ich nicht umhin Ihnen ein Buch zu senden, das mir selbst viel Vergnügen gemacht hat, weil von den bedeutendsten Dichtern der Engländer Notizen und Proben ihrer Werke darin sind, die man sonst nur durch weitläuftige Studien kennen lernt [...]". - Papierbedingt leicht gebräunt.
¾ S. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Erhalten hierbey die unterschriebne Quitung für die überschikten 2 Ld. mit meinem ergebensten Dank zurück; und daneben den Wunsch daß das neu eintretende Jahr Ihnen recht heiter erscheine! Mögte es doch auch für die Welt ruhiger und beglückender werden als es dies Scheidende gewesen! [...]". - Die Tochter des Theologen Johann Friedrich Wilhelm Jerusalem und Schwester des Schriftstellers Karl Wilhelm Jerusalem - das reale "Vorbild" von Goethes Werther - machte in ihrem Elternhaus die Bekanntschaft "bedeutender Zeitgenossen, u. a. von Johann Kaspar Lavater, Johann Georg Zimmermann und Friedrich Leopold Graf zu Stolberg. Ihre zwischen 1780 und 1787 gedruckte Lyrik orientierte sich in Form und Inhalt an der des Göttinger Hains; ihrem Vorbild Ludwig Christoph Heinrich Hölty widmete sie die Ode 'An Höltys Schatten' (1785). Seit 1789 lebte Jerusalem als Stiftsdame im Stift Wülfinghausen" (DBE). - Etwas fleckig; die Recto-Seite mit kleiner Sammlungsnummer in rotem Farbstift ("A.8.").
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Geschrieben mit 79 Jahren an ihre jüngere Halbschwester Bertha (1808-84, Tochter ihrer Mutter Amalie und des Friedrich Carl von Levetzow, Cousins ihres Vaters Joachim, von dem sich Amalie getrennt hatte). Sie berichtet über alles mögliche, u. a. "daß Adalbert seine Wohnung in Frankfurt aufgegeben hat, ohne bis jetzt sich eine andere Wohnung genommen zu haben. Vielen soll es in Frankfurt nicht mehr gefallen". Goethe traf seine letzte Liebe 1822 und 1823 in Marienbad und Karlsbad und warb trotz seiner hohen Jahre um die Neunzehnjährige. Sie wurde vom Dichter unsterblich verherrlicht in seiner "Marienbader Elegie". - Provenienz: Leo Liepmannssohn (Berlin), Auktionskat. 60 (1930), Nr. 464. Erworben aus einer deutschen Privatsammlung.
½ SS. auf 3 Bll. Kl.-8vo. An eine Adelhilde (?): "Mit wirklichem Schreck habe ich so eben gesehen wie so sehr lange ich dem lieben Wilhelm nicht geschrieben habe [...] was helfen da alle Entschuldigungen, das Alter verlangt sein Recht, es will Ruhe haben [...]".
2 SS. Kl.-Folio (ca. 350:215 mm). Anfrage eines Hofbeamten anlässlich des Besuchs der Zarenfamilie am großherzoglichen Hof in Weimar betreffend die für den Besuch angemessene Beleuchtung, das Geschirr der großherzoglichen Töchter sowie zusätzliches Personal. Mit eigenh. Antwortnotizen der Großherzogin.
1 S. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An den Buchhändler Hoffmann mit der Bitte, bei Voss in Leipzig anzufragen "wie hoch Kants Sämtl. Werke im Subscr. Preis kommen" und "ob man einzelne Theile, namentlich den 7ten, kaufen könne"; weiters wolle er "Hitzigs Werk über das neue preuß. Nachdrucksgesetz für die Regierung" bestellen. - Etwas knittrig und stellenweise leicht fleckig; mit kleinen Randläsuren; am unteren Rand ein winziger Stecknadeldurchstich.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An den Maler Johann Heinrich Schramm (1810-65), der sich wohl mit der Anfrage nach einem Portrait an ihn gewandt hatte: "Hier, lieber Herr u. Freund, die Antwort der Prinzeßin von Preußen, leider sehr verspätet. So sehr ich bedaure, daß Ihr Wunsch nicht erfüllt worden, so muß ich doch anerkennen, daß die Prinzeßin einen Grund angiebt, der nicht verworfen werden mag [...]". - J. H. Schramm hatte an der Wiener Akademie der bildenden Künste Blumenzeichnen und architektonisches Zeichnen studiert, ging dann zum Portrait über und wirkte ab den späten 1830er Jahren in Deutschland, wo er 1842 Professor an der Kunstschule in Weimar und später auch großherzoglicher Hofmaler wurde. - Kleinere Randläsuren, sonst gut erhalten.
1¾ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). Mit einer Beilage (s. u.). An den Literaturwissenschaftler und Philosophen Christian Friedrich von Blanckenburg (1744-1796), wegen einer Unpäßlichkeit des Kupferstechers Christian Gottfried Geysers, eines Schülers und Schwiegersohnes ihres Vaters: "Um einen gütigen Rath, bitte ich Sie[,] theuerster Herr Hauptmann: Geysers Unpäßlichkeit beunruhiget uns sehr, glauben Sie, daß ein Besuch, und eine Unterredung von meiner Seite, ihm willkommen, oder nätzlich seyn könnte? Warum nimmt doch der l. G. die Sache so gar ernsthaft? [E]s hängt ia [!] nur von seinem guten Willen ab, sie mit aller Gelaßenheit, u. Muße zu betreiben [...]". - Bl. 2 mit kleinem Ausriß durch Siegelbruch; beiliegend ein eh. Brief mit U. ihrer Schwester Rosina Elisabeth an Blanckenburg, dem sie namens der Familie eine "baldige gänzliche Herstellung" wünscht (undatiert, ¾ S., kl.-4to; mit eh. Adresse und kleinem Ausriß durch Siegelbruch am unteren Rand).
3 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Reizender Brief an ihre Schwester Wilhelmine, die Ehefrau des Leipziger Kupferstechers Christian Gottlieb Geyser (1742-1803): "Warum hast Du die beyden Gemäldchen nicht gleich in E[utritzsch] behalten? ich schicke sie durch Justus wieder hinaus, und übrigens werden wir uns wohl vergleichen, da ich sehr gern die kleinen Gemälde von de[m]selben Gegenstande haben möchte, das Eine ist sehr schön; bey dem Andern, wo bey dem Deinigen der Dame die Beinchen fehlen, fehlt in dem meinigen, dem jungen Herrn das Gesichtchen, doch was thut das? [...] Gestern hat Schnorr das Geld von Voßen gebracht, an Mad: Berg habe ich geschrieben, und hoffe auf [A]ntwort. Neuigkeiten weiß ich nicht; die Pastorin Hindenburg ist ohne Trost, mit verhängten Zügeln sind die Pers. nacher Leip[zig] gejagt worden, um Dr. Kilian den [W]undermann, zu holen, allein alle menschl. Hülfe war umsonst [...]". - Der Maler und Bildhauer Adam Friedrich Oeser (1717-1799) war von 1765 bis 1768 in Leipzig der Zeichenlehrer des Studenten Goethe gewesen; mit Oesers Tochter Friederike stand Goethe in freundschaftlichem Verkehr und hielt mit ihr auch nach seinen Leipziger Jahren brieflich Kontakt. - Aus der Sammlung Künzel; leicht fleckig und gebräunt; kleine Randschäden hinterlegt.
1 S. Qu.-8vo. "Hat sich die Erde gedreht, und verkehrt sich in Morgen der Abend, | Daß wo Helios sonst senkte, nun hebet den Lauf [...]". - Darunter ein Zweizeiler zum gleichen Thema. - Kleine Montageschäden alt hinterlegt.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Bezüglich der Organisation einer Buchbestellung: "Ihre Abrechnung, welche mir gestern zugekommen, ist vollkommen richtig, nur haben Sie Sich das Porto für die Encyclop., das ich dem Accord nach schuldig bin, nicht zu geschrieben [...] In Ansehung der Contin. der Encyclop. muß ich Sie an H. Esslinger weisen [...]". - Goethe schilderte kurz sein Verhältnis zu Schlosser: "Er war gewissermaßen das Gegentheil von mir, und eben dieß begründete wohl unsere dauerhafte Freundschaft. Ich hatte die größte Achtung für seine Talente, um so mehr, als ich gar wohl bemerkte, daß er mir in der Sicherheit dessen, was er that und leistete, durchaus überlegen war" (Dichtung und Wahrheit). - Mit Spuren alter Montage am oberen Rand.
1 S. Qu.-12mo. Ein Zitat des Dichters Giovanni Battista Guarini: "Non è sana ogni gioia, | Nè mal ciò che s'annoia: | Quello è vero gioire, | Che nasce da virtù dopo il soffrire | Guarini | Si sovvenga qualche volta d'una Sua sincera amica Corona [S]chröter". - Die Tochter eines Oboisten im Graf Brühlschen Regiment hatte Goethe in Leipzig kennengelernt und wurde auf dessen Vorschlag hin 1776 als Hofvokalistin und Kammersängerin nach Weimar verpflichtet. "Die Sängerin Corona Schröter, eine Künstlerin von großer Begabung und menschlicher Reife, trat in den Kreis um die Herzogin-Mutter Anna Amalia [...] Herder, Knebel, Corona Schröter und Wieland bildeten [...] Goethes engeren Freundeskreis" (Boerner, s. u., S. 59). Als Mittelpunkt von Goethes Liebhabertheater war Corona Schröter auch die erste Darstellerin der Iphigenie. - Mit dreiseitigem Goldschnitt; am linken Rand etwas knapp beschnitten; das im Nachnamen fehlende "S" mit Bleistift eingefügt. - Lit.: Peter Boerner: Johann Wolfgang von Goethe. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. 200. bis 207. Tsd. Reinbek bei Hamburg, Rowohlt, 1990 (= Rowohlts Monographien, 100). - Sehr selten.