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1 S. Qu.-gr.-folio. Erinnerung der kaiserlich-königlichen niederösterreichischen Landesregierung an bestimmte einzuhaltende Vorschriften "bey dem Theater nächst der Burg wegen deren zur Zeit als ein Spectacle allda produciret wird [...] eine eigene Ordnung zur Bequemlichkeit, und Sicherheit des Publici [...] kund gemachet werden solle [...]". - Mit größeren Läsuren und EInrissen am oberen Blattrand.
1 S. 4to bzw. 13,3:10,5 cm auf Untersatzkarton (19:14 cm). "Unter Beilage einer Abbildung gestatte ich mir auf ein soeben fertiggestelltes Bronzerelief einer neuen Madonna vom Bildhauer Karl Schwarz aufmerksam zu machen [...]". - Der Untersatzkarton verso gestemp. "Spezialitäten in Wiener Salon-Plastiken | Marie Lotz"; der Br. auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. - In altem Sammlungsumschlag.
1 S. Folio. An die Schriftstellergenossenschaft, zu Handen Hans Nüchtern (1896-1962): "Von unserer Reise durch Oesterreich beglückt und bereichert zurückgekehrt, ist es uns unterzeichneten Schweizer Dichtern ein Bedürfnis, unserer grossen Freude Ausdruck zu geben für die ehrenvolle und ungemein warme Aufnahme, die uns von Salzburg bis Wien überall zuteilgeworden ist. Wir haben Oesterreich ins Herz geschlossen und werden die Söka, deren unermüdlicher Initiative diese Reise zu danken ist, in ihren wertvollen Bestrebungen, die kulturellen Beziehungen von Land zu Land zu vertiefen, gerne unterstützen, konnten wir doch aus eigener Wahrnehmung empfinden wie wesensnah uns Schweizern österreichische Kultur ist […]". Unterzeichnet Jakob Rudolf Welti (1893-1964), Robert Faesi (1883-1972), Caesar von Arx (1895-1949), Fred. de Diesbach, Albert Jakob Welti (1894-1965) und Cécile Lauber (1887-1981).
6½ SS. auf 4 (= 2 Doppel-)Blatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit einem Bericht von ihres Gatten Abschiedsaudienz bei Kaiser Franz Joseph: "Ihr lieber Brief kam im Moment als mein Mann zur Abschiedsaudienz fuhr! Wie uns um's Herz war - weiß Gott allein! Eine Stunde später kam mein Mann tief ergriffen, weinend zur Tür herein, so glücklich machte ihn die Gnade Se. M.! Se. M. empfing ihn mit großer Güte u. Gnade! Wenn mein Mann auch die Vorgänge der letzten 4 Monate tief bedauert, von Bitterkeit ist keine Spur dabei. Was gilt das a. h. Handschreiben gegen das Bild u. gegen die Abschiedsworte: 'Wir gehen als sehr gute Freunde auseinander!' [...]". - Franz Frh. von Schönaich war im September 1911 infolge personeller Rochaden als Konsequenz der ungarischen Staatskrise aus dem Amt geschieden und in den Ruhestand getreten.
2 SS. 115 x 85 mm. Alois Schönn, ein Schüler von Joseph von Führich und Eduard van der Nüll, war seit 1861 Mitglied des Wiener Künstlerhauses, seit 1866 der Wiener Akademie der bildenden Künste und seit 1877 dort ehrenhalber a.o. Professor. "Schönn trat vor allem als Veduten- und Genremaler hervor, u. a. mit 'Markt in Krakau' und 'Das Theater in Chioggia'" (DBE).
575 x 445 mm. Full-colour printed poster. Joke certificate granted to "Captain Scott R.N. F.O.S. because he is a brave explorer and deserves success", according to which "he shall be entitled to affix to his name in any manner however absurdly indistinct or offensively conspicuous the mystic letters F.O.S." ("Friend of Sloper"). - The perpetually red-nosed Ally Sloper, developed in 1867, is one of the earliest fictional comic strip characters and remained highly popular in Britain until the end of the Edwardian era and WWI caused him to disappear from the cartoon scene. - Slight wrinkling and duststaining. Rolled. Provenance: Lady Scott and her descendants.
Zus. 3 Stück. 8vo. Ein sepiafarbenes Portrait im Profil mit faksimilierter Unterschrift; ein Brustbild aus dem Atelier W. Weis, Nachfolger Edmund Pech; eine Karte vom 10. Deutschen Bundes-Sängerfest in Wien (1928). - Wohlerhalten.
Édition originale de ce recueil dedessins caricaturaux de Sempé, dans lequel il épingle avec férocité et tendresse les mille petits incidents des vies ordinaires. Tirage non précisé. Exemplaire enrichi d'un dessin original et petit envoi autographe .
(12), 388, 32 SS. Mit gest. Frontispiz und gest. Titelvignette. Geglättetes Kalbsleder der Zeit mit reicher Rückenvergoldung und dreiseitigem Rotschnitt (Einband bestoßen und fleckig sowie etwas beschabt). 4to. Dabei, in uniformer Bindung und Erhaltung: Bde. II/1 und III/1 (von insgesamt 5 Teilbänden und 2 Supplementen). Ebda., 1722-25. Mit Frontispiz und 2 gest. Titelvignetten. (8), VIII, IV, 395, (1) SS. (12), 412 S. Erste Ausgabe dieses bedeutenden frühen Inkunabelverzeichnisses. Die hier vorliegenden Bände stammen aus dem Besitz des bedeutenden Frankfurter Mediziners, Naturforschers und Stifters Johann Christian Senckenberg (1707-72): Der erste Band enthält auf 3 Durchschussblättern in verschiedenen Oktavformaten (nach S. 100, 318 und 328) seine eigenhändigen, zusammen ca. 5 Seiten umfassenden bibliographischen Ergänzungen, außerdem Marginalien im Rand von S. 60, 64 und 319 (letztere ausführlich zur Schedelschen Weltchronik). Am Titelblatt findet sich sein eigenhändiger Besitzeintrag: "Ad Bibliothecam / J. C. Senckenberg, / Med. Dr. et Physici / Moeno-Frankof. / Ord. p". Am hinteren Vorsatzblatt findet sich der Kaufeintrag: "5 Tomi fl. 16 kr. 51". - Spuren von entfernten Exlibris auf den Deckelinnenseiten. Stellenweise etwas gebräunt. - "Der Frankfurter Arzt Johann Christian Senckenberg rief 1763 eine nach ihm benannte Stiftung ins Leben. Teil dieser Stiftung war die Senckenbergische Bibliothek [...] Nach seiner Niederlassung betrieb er neben seiner Praxis systematisch den Aufbau einer eigenen Bücherei, in die er regelmäßig einen erheblichen Teil seiner Einnahmen steckte. Senckenberg kaufte nicht nur alle wesentlichen Neuerscheinungen seiner Zeit, sondern erwarb auch antiquarisch in großem Umfang ältere Werke. Gegen Ende seines Lebens verfügte er über nahezu 10.000 Bände überwiegend medizinisch-naturwissenschaftlicher Literatur [...] Eintragungen von seiner Hand lassen erkennen, daß die Bestände nach sachlichen Gesichtspunkten aufgestellt waren [...] Nach Senckenbergs Tod wurde der größte Teil der nichtmedizinischen und der nichtnaturwissenschaftlichen Literatur der Büchersammlung (ca. 6000 Bde) verkauft und mit dem erlösten Geld der medizinische Bestand systematisch ausgebaut" (Hdb. der histor. Buchbestände in Deutschland, hg. von Bernhard Fabian, Hildesheim 2003). - Autographen von Johann Christian Senckenberg sind sehr selten. Brunet III, 1328. Graesse IV, 347.
½ S. Gr.-4to. "Mr le Directeur / Je suis bien charmé, que vous avez bien voulu prendre ce matin à la caisse le 12me de la recette de mon concert. Recevez je vous prie monsieur le directeur mes remerciemens et l'assurance de ma parfaite consideration [...]". - Spuren alter Faltung. Beiliegend alter Sammlungumschlag mit Zuschreibung an Servais' Sohn François-Mathieu (1846-1901).
Image size 230 x 167 mm. Gelatin silver print on card. Shaw is seated and turned slightly towards Patch, who is leaning forward and looking at the spinet. - Slight abrasion mark in the image (retouched). Signed by Karsh in pencil at lower left. Photographer's copyright stamp and "no. 2" in pencil to verso.
3½ SS. auf 7 Bll. 4to. Halbleinen der Zt. mit goldgepr. Deckeltitel. 4to. Wie einem einmontierten Theaterzettel und einer kleinen Pressenotiz zu entnehmen ist, wurde Shaws bekanntes Schauspiel im März 1951 "neu einstudiert und in Szene gesetzt" am Burgtheater aufgeführt, wobei Skoda die Rolle des Königs Ra im Prolog verkörperte. Skodas mit roter Tinte bzw. Bleistift vorgenommene Anmerkungen beziehen sich neben Streichungen einzelner Textpassagen vornehmlich auf Vorgaben der Regie, wo er zu stehen, wie er sich zu bewegen, wohin er zu schauen habe. Optische Unterstützung findet der Text von Skodas Prolog durch eine einmontierte Photographie des Schauspielers im Rollenkostüm des Königs (Brustbild im ¾-Profil). - Albin Skoda war von 1946 bis 1961 “einer der wichtigsten Protagonisten des Burgtheaters” (Öst. Lex. II, 404), spielte in unzähligen klassischen und modernen Stücken der Weltliteratur und wurde weithin als außergewöhnlicher Sprecher bekannt. Seine Gattin Margarethe stiftete 1971 den Albert-Skoda-Ring für den besten Sprecher des deutschen Sprachraums, der 1973 an Will Quadflieg, 1977 an Paul Hoffmann, 1983 an Ernst Meister, 1988 an Franz Morak und 2001 an Peter Matic verliehen wurde. Eine von Skodas bekanntesten Filmrollen war die des Adolf Hitler in G. W. Pabsts ‘Letztem Akt’ (1955). - Deckel mit montiertem Bibliotheksvermerk des Burgtheaters.
2 pp. on bifolium. With red wax seal. Folio. Statement made by the two shipwrecked Aberdeen mariners John Harvey and Daniel Lamond before George Boyd, the Notary Public of Sunderland, detailing how they lost their vessel and cargo off Sunderland Pier in a storm: "[...] these Appearants set sail with the said ship [the 'Peggy'] from Alemouth in Scotland [i.e., Alnmouth, Northumberland] on the 27th Day of September instant about one o'Clock P.M. staunch and in good Condition, and well manned, with a Cargo of Wheat on board, and proceeded with the said Ship to Newbiggen in the County of Northumberland, when about 4 o'Clock P.M. the Sea raged very high, and the said Ship sprung a Leak [...] the water still increasing upon them, they could with the greatest Difficulty keep the said Ship above water; - when the said Ship arrived off Tynemouth Castle, these Appearants let go the Anchor of the said Ship, but the Sea, still continuing to rage with great violence, they were under the Necessity of cutting the Cable [...] these Appearants endeavored to run the said Ship for Sunderland Harbour, (they not being able to get the said Ship into Shields Harbour) but when they arrived off there (viz. about 5 o'clock A.M.) there was six feet of Water in the Hould and these Appearants finding it impossible to keep the Ship above Water any longer, were under the Necessity of running her on Shore on the South-side of Sunderland Pier, in order to save their lives [...]". - While little is known of John Harvey, Daniel Lamond later entered the Royal Navy and died in the Battle of Copenhagen on 2 April 1801, one of the nine officers and 103 men of Captain James Walker's "Isis" killed or wounded when Rear-Admiral Horatio Nelson's fleet defeated the Danish-Norwegian fleet. - Folded and with three drystamps (6d, 6d, 1s) and 8d stamp. Seal cracked. Signed by both mariners and the Notary, counter-signed by his clerks, Thomas Mewburn and James Dove.
4 SS. auf Doppelblatt. 4to. An seinen "lieben Bruder": "Ich danke Dir daß Du, wenn nicht durch einen Brief, wenigstens durch einen Gruß an mich, im Briefe zeigst, daß Du Dich meiner erinnerst, u. wie süß ist es vom entfernten Freunde etwas zu hören! Da schweben einem die bunten Bilder der frohen Vergangenheit in wehmüthiger Einnerung vor, und wenn man diese angenehmen Spuren der jugendlichen Jahre mit den jetzigen Verhältnissen und Schicksalen vergleicht, wie trüb wird es dann in der Seele ob der traurigen Gegenwart. Zwar hab ich selbst dem Himmel sey Dank [...] über kein hartes Schicksal zu klagen, aber unsern Freund Csech traf wahrlich ein hartes Schicksal, und wer wird nicht mitleiden mit dem leidenden Freunde? Wäre jezt unser einstiger Ritterbund real, dann wollten wir Filtsch zeigen was Freunde für den Freund thun können, wolllten ihn schrecklich strafen für dies so schändlich geheuchelte Gefühl für Freundschaft u. Rechte der Liebe. Er wußte der Bösewicht wie Csech mit Lottchen stand, hatte Csech immer die heißeste Freundschaft geheuchelt, und ist doch vermögend ihm sein Alles sein so heiß geliebtes Lottchen, worauf er durch eben diese reine Liebe die heiligsten Rechte hatte zu rauben. Warlich wer dem Freunde die Geliebte rauben kann, kann kein Gefühl, muß den schwärzesten Charakter haben [...] Greil ist so viel ich weiß auch in Vásárhely, was macht er, daß er gerade nichts von sich hören läßt?, und macht Bachner und Löw? wie lebt ihr zusammen? schreibt uns doch etwas [...] und grüße mir sie alle recht herzlich. Wir sind hier außerordentlich viele Sachsen, aber weiß der Himmel, ist das Herz schon geschlossen für neu zu erwerbende Freunde oder taugt keiner dazu, ich kann mit keinem als dem alten lieben Schulfreunde aus H[ermann]stadt fidel werden. Csech ich u. Marienburg wohnen bei Titschl Pfarrer beisammen wo wir samt Hutter Carl auch die Cost haben, und werden von letzteren u. Ekard täglich, von dem lieben Bruder u. Hutter Joseph manchmal v. den übrigen Sachsen seltener besucht. Was thust Du eigentlich in Vásárhely, lernst Du ungrisch, studirst Du Jura, oder was? Nun eine Bitte Lieber! solltest Du auf Ostern wie Rotarides sagt herüber kommen, so sey so gut uns 30 dk. guten Vásárjelyer Tobak mitzubringen, oder wenn Du nicht kämest, samt der Bekantmachung des Preises zu überschikken; welches wir dann mit schuldigem Danke rükzuzahlen versprechen [...]".
¾ S. 4to. Etwas angestaubt und fleckig und mit kleinen Randläsuren.
4to. ½ p. on bifolium. To Jules Léonard Louis de Cambacérès, prefect of the Basses-Pyrénées department, denouncing a road maintenance worker as "agent voyer" for promulgating socialist propaganda: "Monsieur le Préfet; le Sr. Etchevers, agent voyer à Cibits Laceveau [Larceveau], m'est signalé comme faisant de la propagande socialiste. J'appelle votre attention sur sa conduite [...]". - After the "June Days uprising" of 1848, when the army of the only five-months old Second Republic suppressed a rebellion of Parisian workers and killed some 3000 insurgents, the liberal institutions of the French state closely observed and tried to prohibit any political organization on the left. Karl Marx interpreted the events as the birth of an independent workers' movement in France. The uprising triggered presidential elections with François-Vincent Raspail as the first socialist candidate in a general election. In 1849 Raspail was arrested and sentenced to six years in prison for the participation in manifestations. The denouncement of a low-level state employee in a community of a few hundred inhabitants by a high ranking member of the administration has to be seen in light of these developments. From 1860 Napoleon III adopted more liberal positions towards the socialist movement and in 1864 French workers were granted the right to strike. Only in 1884, under the liberal Minister of Interior Pierre Waldeck-Rosseau, were trade unions legalized. - Before his appointment as Under-Secretary of State in the Ministery of Interior in 1849 Hugues-Iéna Darcy was the prefect of various departments, lastly Rhône. He served under six Ministers of the Interior in quick succession until he was finally removed from the post one month after the coup d'état of Napoleon III, as he was suspected of being an Orléanist. In 1852 Darcy joined the board of directors of a steel company and from 1857 he administered railway developments. - On stationery with printed letterhead of the "Ministère de l'Intérieur". Folded. With ms. pencil notes.
Altogether 24 pieces. Mostly written to the Belgian socialist politician C. Huysmans, a member of the International Socialist Bureau. - I) 1911: Postcard from Hjalmar Branting, in French. - II) Letter from Tucovic, in German. - III) Letter from Engelbert Pernerstofer, in German. - IV) 1914: Letter from Edouard Vaillant, in French. - V) Letter from Friedrich Adler (in German, typed, autogr. sign.). - VI) Letter from Karl Liebknecht, in German. - VII) Postcard from Friedrich Ebert, in German. - VIII) Postcard from Georg Ledebour, in German. - IX) Postcard from H. Branting in French. - X) Aut. sign. of Keir Hardie. - We join 5 other doc. incl. 2 letters from Elisée Reclus, 1 from E. Vandervelde and 1 by Huysmans as well as some newspaper clippings or other.
1 S. Visitkartenformat.
4 SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. adr. Kuvert. Inhaltsreiches Schreiben an den Diplomaten Graf Carlo de Rossi (1797-1864) mit organisatorischen Einzelheiten zur Amerikatournee seiner Frau, der Opernsängerin Henriette Sontag; der Schifffahrtsschein für die Atlantiküberquerung auf der "Arctic" sei bei dem Pianisten Henri Herz hinterlegt: "Lumley [d. i. Impresario Benjamin Lumley, 1811-75] scheint also die Annonce über Ihr Singen als einen Köder für das Publicum und 'unbezahlte' Artisten gemacht [zu] haben [...] Ich habe ein Arrangement mit einem unserer ersten Verleger gemacht. Er läßt 10,000 Copien drucken, die sogleich an alle Punkte der Union geschickt werden. Ich mache Aditionen z. B. Uebersetzung des Börneschen Artikels, Skizze über Otello mit Malibran; Scene beym Kaiser von Russland etc. Sie kosten nichts, nur muß ich ihm das Portrait ($20) liefern [...] Eigentliches Furore hat Alboni [d. i. die Altistin Marietta Alboni] nur mit dem 'Non piu mesta' gemacht. Nehmen wir die Lehre an. Bringen Sie sehr gute Artisten und Sie stehen da wie ein Coloss mit allen Chancen eines großartigen Successes [...] Sollte Ihnen durch Mr Sudlow von der Liverpool Philharmonie der Antrag kommen ein Charity Concert zu geben, so thun Sie es wenn es Ihnen möglich ist [...]". - Henriette Sontag war nach langer Absenz wenige Jahre zuvor auf die Bühne zurückgekehrt, da die Familie Rossi-Sontag nach den politischen Umwälzungen durch die Revolution von 1848 ihr gesamtes Vermögen verloren hatte. Henriette Sontag sollte ihre Amerikatournee, ganz nach Vorbild der berühmten Jenny Lind, mit sensationellem Erfolg absolvieren und ihre Rivalin Marietta Alboni übertrumpfen. Der aus Ungarn stammende Bernhard Ullman hatte zuvor schon den Pianisten Henri Herz dem amerikanischen Publikum vorgestellt. - Mit Sammlernotiz in Bleistift. Das Kuvert mit zusätzlichem Vermerk der Adresse von Henry Herz.
Folio and large 8vo. Altogether 19 ff. Includes three letters signed by Spanish ministers (Francisco de Cardenas and A. de Castro) with contemp. translation.
80 sets of autographs laid down to album leaves, including original envelopes, numerous photo reproductions and newspaper clippings. Fine collection assembled by the teenage Uruguayan nobleman Alejandro Zorrilla de San Martin (1909-87; Foreign Affairs Minister from 1963 to 1965 and grandson of José Luis Zorrilla de San Martín, the National Poet of Uruguay) by direct application. Includes specimens by generals Miguel López-Bravo Giraldo (with ALS), José Marina Vega, Fernando Moltó y Ocampo, Enrique Maro Balaguer, Pio Fernandez Mulero, Felipe Navarro y Ceballos-Escalera, Miguel Nunez de Prado (2), Miguel Primo de Rivera, Aguilera, Soriano, José Sanjurjo (2), Juan Picasso González, José Marvá y Mayer, Leopoldo Saro Marín, Joaquín Milans del Bosch, Alberto Castro Girona, Ángel Dolla Lahoz, Francisco Echagüe, Valeriano Weyler, Francisco Gonzalez de Uzqueta, Luis Hermosa, Diego Muñoz Cobo y Serrano, Fernández Pérez; colonels Ricardo Serrador Santes, Santiago González Tablas, Silverio Araujo Torres, Manuel Barreiro, Fernando Capaz Montes, Guillermo Delgado-Brackenbury, Carlos Tovar, José Riquelme; "Interventor Militar de Beni Said - Melilla" Pablo Ferrer (in Arabic), Bernardo Lazcano Rengifo, Justiniano Martín; admirals Antonio de Magaz y Pers, Julio Guillén y Tato, Honorio Cornejo, Antonio Eulate, Manuel Garcia Velazquez; navy captains Angel Cervera Jácome, Gabriel Ferrer, José María Gámez, José Laez; cavalry captain Joaquín Cebollino von Lindeman; Foreign Legion captain Fernando Lizcano de la Rosa; Carlos Munoz Rocatallada, governors José Maria Alcazar, Severiano Martinez Anido, José Cruz Conde, Alfonso Sala, Carlos de Lossada y Canterac, Vicente Mora, Rodrigo Soriano, Francesc Xavier de Franch (with ALS), Fernando Vauqzez Ramos; ministers Francisco Cambó, Francos Rodriguez, Milán de Priego, Joé de Yanguas Messía, Abilio Calderón, Nicolás Díaz Molero, Joaquín Fernández Prida (with TLS), Prime Minister Antonio Maura; diplomats Silvio F. Vallin, Alfonso Danvila, Alfonso Merry del Val; as well as Andrés de Tornos (Justice of the Spanish Supreme Court), Leonardo Torres Quevedo (engineer), Francesc Macià i Llussà (Catalonian statesman), Pablo Iglesias (socialist), writers Torcuato Luca de Tena, Teresa de Escoriaza, María Natividad Domínguez Atalaya, etc.
150 meist beidseitig beschriebene Bll. Halblederband der Zeit. Gr.-8vo. Spauldings umfangreiches Gästebuch aus lediglich acht Jahren umfasst Eintragungen von Josef Stummvoll (1902-82; 5, 8, 25, 13, 47, 87), Minna Lachs (1907-93; 8, 20, 54, 93, 106, 117), Ernst Lachs (1904-80; 8, 20, 54, 106, 117), Alfred Verdroß-Droßberg (1890-1980; 19, 62, 75, 114), Leo von Hibler-Lebmannsport (1884-1956; 20, 49), Gottfried-Karl Kindermann (geb. 1926; 20), Jens Tschebull (geb. 1930), Charles Wilbert Snow (1884-1977), Ann Tizia Leitich (1891-1976), Berthold Viertel und Elisabeth Neumann-Viertel (62), Adrienne Thomas (1897-1980; 68, 91), Julius Deutsch (1884-1986; 68), Marcel Prawy (1911-2003; 75, 95), Olive Moorefield (geb. 1932; 95), Elfe Gerhart (1919-2007; 95), Viktor und Elly Frankl (79), Adrienne Gessner (1896-1987; 87), Ernst Lothar (1890-1974; 87), Karl Lustig-Prean (1892-1965; 87, 109), Hans Duhan (1890-1971; 89), Henriette von Doblhoff (1911-2002; 44, 53, 94), Emanuel List (1891-1967; 46; 95), Helmut Dantine (1917-82; 95), Marianne und Oskar Pollak (106), Marietta Torberg (107), Franz Windisch-Graetz (geb. 1913; 110), Joseph Marx (1882-1964; 100), Kurt Benesch, Grete Kmentt-Montanden, Joe McCarthy (1908-57; 90), Dwight D. Eisenhower (1890-1969; 90), Wolfram Martz (Sänger; 24, 46), Arthur Compton (1892-1962; 62), Harry B. Price (1905-2002; 71), Peter Lagger (1930-79; 46), Heinrich Drimmel (1912-91; 114), Henriette Hainisch (1890-1970; 71, 79) u. v. a. - Buchrücken und Gelenke teils angeplatzt, sonst gut erhalten; innen tadellos.
1 S. auf Doppelblatt 8vo. mit hs. Adresse und 1 S. 137:72 mm. Die Todesanzeige für Hauptmann Eduard Spelterinis Begräbnis am 18. Juni 1931 in Vöcklabruck mit hs. Adresse seiner Witwe Emma. - Geboren als Eduard Schweizer im Kanton St. Gallen, unternahm Spelterini in den 1870er Jahren von Paris aus erste Ballonfahrten. 1887 ließ er den Ballon "Urania" anfertigen, mit dem er erfolgreich durch Europa reiste. Mitte der 1890er begann Spelterini, auf seinen Ballonfahrten Luftaufnahmen zu machen, wodurch er zu einem der Pioniere der Luftbildfotografie wurde. Der vom Geologen Albert Heim geäußerte Wunsch, die Schweizer Alpen zu überfliegen, was aufgrund der alpinen Fallwinde als unmöglich galt, regte Spelterini zur Konstruktion des Ballons "Wega" an, der die Alpenüberquerung in einer Flughöhe von 6000 Metern ermöglichen sollte. Der erste erfolgreiche Flug über die Alpen startete am 3. Oktober 1898 in Sitten und endete im 228 km entfernten Besançon. Nach dem 1. Weltkrieg ebbte das Interesse an der Ballonfahrt ab, und Spelterini setzte sich 1923 mit seiner Ehefrau im oberösterreichischen Zipf zur Ruhe.
½ S. Folio (209:336 mm). Mit rotem Wachssiegel. "Von unterzeichneter Pfarre wird hiemit bestättigt, daß Leopold Propst seiner Profession ein Maurer aus der Religionslehre geprüft, und darinn wohl unterrichtet befunden worden seye". Gezeichnet von Pfarrer Obersamer.
2 SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit papiergedecktem Siegel. An den Chirurgen Franz Mayer: "Die gefertigte Direktion beehrt sich, nachdem Euer Hochwohlgeboren einem höheren ehrenvollen Rufe folgend, aus dem Verbande dieses Institutes [aus]getreten sind, Euer Hochwohlgeboren für Ihre ausgezeichnete zum Wohle des Kinderspitals und der leidenden Menschheit geleisteten langjährigen uneigennützigen Dienste [...] ihren innigsten und verbindlichsten Dank abzustatten [...]". - Die Unterzeichner sind Ludwig Gf. Breda, Ferdinand Hessler, Johann Dienst, Johann Lamatsch, Anton Anton Burg, Josef Beskiba und Joseph Treitl. - Stefan Ladislaus von Romer - der Erfinder des Zündholzes - begründete 1842 das Kinderspital; seit 1949/50 befindet sich dort eine nach Plänen von Otto Nadel errichtete städtische Wohnhausanlage.