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4 SS. auf Doppelblatt. 4to. An den Schauspieler Franz Wallner (1810-1876): "[...] Ich bin auf der Stelle mit Ihrem Brief zum Director gegangen, u. nach langem Hin und Her übereingekommen. Se. Ex. läßt Ihnen also sagen: Sie sollen in Gottes Namen sich ein Weibchen nehmen, u. mir ihr her kommen. Sie soll gleich auftreten, u. gefällt sie, woran ich nach Ihren Worten keinen Augenblick zweifele, so wird sie auf der Stelle angagirt, wenn die Forderungen nicht gar zu stark sind [...]". - Am St. Petersburger Deutschen Hoftheater wirkten als Dramatiker, Schauspieler oder Regisseure u. a. August von Kotzebue, Karl Friedrich Mohr oder Karoline Bauer. - Franz Wallner trat 1836 im Wiener Theater in der Josefstadt in Wien das Rollen-Erbe Ferdinand Raimunds an. Nach tls. mehrjährigen Engagements in verschiedenen Städten - davon 1848 bis 1850 in St. Petersburg - wurde er 1855 Direktor des Königstädtischen Theaters in Berlin, das er seit 1858 als Wallner-Theater weiterführte; 1864 zog er in ein neues Haus. Gemeinsam mit seinem Hausautor David Kalisch “begründete er den Ruf der Berliner Lokalposse und führte sie zu einem Höhepunkt” (DBE). - Mit kl. Einriß im rechten Rand.
1 S. Folio. Unterzeichnet von Dompfarrer Severin Gregor. - Etwas gebräunt und fleckig.
¾ S. Folio. An die k. k. Central-Commission für Künste und historische Denkmale: "In Bezug auf die geschätzte Zuschrift [...] beehrt sich die gefertigte Gemeindevorstehung den wärmsten Dank für die Zustandebringung 'des Stadtbuches' von St. Pölten zum Ausdruck zu bringen [...]". - Josef Kleinhaipl war 1882-88 Bürgermeister von St. Pölten. - Mit einigen Bearbeitungsvermerken.
Zusammen 23 SS. Meist 8vo. Briefe von 12 verschiedenen Verfassern an den beliebten, ob seiner Gutmütigkeit oft verspotteten und völlig mittellos verstorbenen Schauspieler. Meist freundschaftlichen Inhalts, Einladungen zu kleinen Gesellschaften, Briefe von Verehrerinnen seiner Kunst und von Freunden: "Ich habe wohl Feinde genug in der Welt, doch bin ich niemand feind. - Ich habe Sie nie beleidigt und ist Ihnen die Spannung zwischen uns eben so lästig wie mir, so reichen Sie mir die Hand und ich bin wie vorher und immer Dein Freund Karl Georg Stahl". - Ignaz Stahl war, so Wurzbach, "eine der groteskesten Gestalten des Bühnenlebens, die mit den Reformen des heutigen Theaters immer mehr und mehr verschwinden; ohne zu wollen, oft eine Quelle unauslöschlicher Heiterkeit und ein aus dem Grunde des Herzens guter und, wo er sich sehen ließ, beliebter Mensch" (s. v.), für den Nestroy eigens mehrere Rollen schrieb (darunter den Hobelmann in "Lumpazivagabundus", den Mehlwurm im "Eulenspiegel", den Spund im "Talisman" und den Zangler in "Einen Jux will er sich machen"). - Tls. mit gebr. Siegel, geöffneter Verschlußmarke und Kuvert.
Collection of original typescripts in French with occasional contemporary manuscript corrections in pen (A4 size, single-sided, total 74 pp.) divided into 19 separately titled sections: Section 1: 8 pp.; 2: 4 pp.; 3: 4 pp.; 4: 4 pp.; 5: 5 pp.; 6: 9 pp.; 7: 4 pp.; 8: 5 pp.; 9: 3 pp.; 10: 2 pp.; 11: 3 pp.; 12: 3 pp.; 13: 3 pp.; 14: 4 pp.; 15: 3 pp.; 16: 4 pp.; 17: 2 pp.; 18: 2 pp.; 19: 2 pp.; plus 1 mimeographed copy of a type-script in blue, marked 'Copie', 8 pp.; all sections fastened by original paperclips, pins or clasps (some staining, creasing and marginal tears, Section No. 16, first page, upper-right corner torn with loss to text). This historically important and fascinating series of original typescripts contains Boris Bazhanov's firsthand account of the internal workings of Joseph Stalin's Kremlin, being one of the earliest detailed and reliable accounts of the subject ever presented to a Western audience. Importantly, the typescripts predate Bazhanov's celebrated publications on the subject, and were created in Paris, in late 1928 and early 1929, barely six months after the author arrived in France, following his defection from the Soviet Union. From 1923 until the end of 1927, which saw the rise and consolidation of Stalin's leadership, Bazhanov was the personal secretary to the Soviet leader and one of his most trusted assistants. Critically, he was not only privy to Stalin's daily actions and private meetings, he was also the secretary of the Politburo, being tasked with recording the secret deliberations of the Soviet Union's governing body. However, Bazhanov became horrified by the murderous nature of Stalin's regime, and disaffected from Communism in general, and suddenly left his Soviet life behind by defecting across the Persian border, on New Years' Day 1928. - In the typescripts, Bazhanov recounts top secret and arresting information on Stalin, his interactions with his colleagues and rivals, and the operations of the Soviet government, all in a fashion far more detailed and accurate than any analysis recounted to date. Up to Bazhanov's defection, Westerners had virtually no useful intelligence on the internal workings of the Kremlin, their spy networks failing to embrace any insiders with proximity to the Politburo. Many contemporary analysts of the Soviet regime relied on heresay, if not outright fabrication. Bazhanov, while not himself a decisionmaker, was a silent witness at the very heart of the Kremlin. While he had certainly, by the time of his defection, developed an ardent anti-Stalinist and anti-Communist bias, he seems to have made every effort to be truthful in his recollections, and historians have subsequently backed up his acconts. Today Bazhanov remains one of the most authoritative sources on Stalin's leadership style, as well as early Soviet political history in general. - The various sections of the typescripts embrace several critically important topics, including the Russian Civil War and the Red Army; the GPU (the fearsome Soviet State Police); Bazhanov's biography and his place in the Kremlin; Stalin as a person and leader; Stalin's mechanisms of power and action; the Politburo; Stalin's Opposition; a coup supposedly planned against Stalin by Mikhail Frunze (but which was never realized), the opportunity cost of Frunze's coup having never reached fruition; and the Absolute Power of Stalin. - Detailed description available upon request. Cf. Boris Bajanov, 'Avec Staline dans le Kremlin' [serially issues in 4 parts], Revue de France, 10th year, nos. 18, 19, 20 and 21 (1930); Boris Bajanov, Avec Staline dans le Kremlin (Paris: Les Éditions de France, 1930); Boris Bajanov, Bajanov révèle Staline. Souvenirs d'un ancien secrétaire de Staline (Paris: Gallimard, 1979); Boris Bazhanov (ed. David W. Doyle), Bazhanov and the Damnation of Stalin (Athens, OH: Ohio University Press, 1990).
64 Eintragungen mit 14 bildlichen Darstellungen (lavierte Federzeichnungen, Aquarelle, Bleistiftzeichnungen etc.) und mehreren roten Lacksiegeln sowie einmontierten Trockenblumen. Rosafarbener Pappband der Zeit mit goldgepr. Deckelbordüre und Rückenfileten; Buntpapierspiegel. Dreiseitiger Goldschnitt. Qu.-8vo. Hübsches biedermeierliches Freundschaftsalbum einer "Fanny", höchstwahrscheinlich Gattin eines in Oberitalien stationierten österreichischen Offiziers, die bei jeder Transferierung ihres Mannes ihre Freunde aus der örtlichen Gesellschaft und den zurückbleibenden Militärs sich ins Erinnerungsbuch einschreiben ließ. Abgesehen von der großen Zahl von Vertretern des Militäradels (u. a. der Obrist Bernhard Dobler Edler v. Friedburg nebst Familie, der Hauptmann Friedrich Dworzak von Triebelfeld etc.) finden sich auch Karl Eugen Fürst Lamberg zu Steyr (1764-1831), k. k. Jägermeister und Oberst-Erblandkämmerer, und seine Gemahlin Friederike geb. Oettingen-Wallerstein (1776-1831) sowie die Sängerin Marie Brambilla (Pavia, 23. Juni 1825). Die Gräfin Leopoldine von Lichtenberg (1809-1855, ab 1826 Gattin des Joseph Edlen von Düres, Inspektor der nö. Landesdirektion) signiert auf einem weiß gehöhten Felsen im Blumenhain (Linz, 1. März 1822). Besonders reizvolle Zeichnungen liefern der ausgebildete Bauzeichner Theodor Edler von Blumfeld (grau laviertes Phantasieschloß, Pavia, März 1825) sowie der mehrfach sich eintragende Ludwig Greuer (braun laviertes, stellenweise weiß gehöhtes Aquarell des Escorial; "nach der Natur gezeichnet im Jahr 1828 / übergeben beym schmerzlichen Abschied in Mayland d. 7. May 1829". - Teils gebräunt bzw. gering fleckig; der Einband an Ecken und Kapitalen stellenweise unbedeutend bestoßen.
Handschrift auf Papier. 3½ SS. auf Doppelblatt. Folio (32:20 cm). Vorliegender “Außzug” enhält eine detaillierte Rechnung von Lorenz Weisinger, “Bürger und Sattler zu Pettau” an die Kommende des Deutschen Ritterordens in Groß-Sonntag (Velika Nedelja/Slowenien) nahe Pettau, das im Mittelalter “zu den bedeutendsten Städten im steirischen Draugebiet gehörte” (800 Jahre Deutscher Orden, Ausstellungskatalog, S. 33). Wie weiters vermerkt, hat der Sattler am “Kirchtag 1628 Zu Pettau [...] ein Abschlag empfangen [...]”. - In altem Sammlungsumschlag.
Handschrift auf Papier. 2½ SS. auf Doppelblatt. Folio (32:20,5 cm). Vorliegendes “Verzeichnis waß ich [...] in Satler arbeith das 1657 Jahr gearbeith habe” enhält eine detaillierte Rechnung von Rumpprecht Müntigler, “Bürger und Sadler zu Pettau”, an die Kommende des Deutschen Ritterordens in Groß-Sonntag (Velika Nedelja/Slowenien) nahe Pettau, das im Mittelalter “zu den bedeutendsten Städten im steirischen Draugebiet gehörte” (800 Jahre Deutscher Orden, Ausstellungskatalog, S. 33). Wie weiters vermerkt, ist am “12. März 1658 diser Auszug [...] völlig bezalt worden”. - In altem Sammlungsumschlag.
Handschrift auf Papier. Zusammen (4½+9½+4½) 18½ SS. Folio (34,3:21 cm). Gegenstand der Schreiben sind von Paul Frh. von Thannhausen (1573) bzw. Ludwig von Dietrichstein (1589) im Auftrag von Erzherzog Karl II. von Österreich (1540-1590) ausgestellte Lehensbestätigungen “jährlich mit zwey Pfund Pfenning zinsbar” an Maximilian von Khünburg über einen “Hof zu Mosbrunn, samt seiner Zugehörung in unseren Fürstenthum Steyr gelegen / welcher Hof darmals ein Bauernhof gewesen, und der Wagnerhof genannt worden”. Weiters findet sich hier eine Abschrift eines Briefes eines biographisch nicht identifizierten Franz Klein, der auf eben dieses Gut seinerseits Ansprüche stellt. - In altem Sammlungsumschlag.
Handschrift auf Papier. 1½ SS. Folio (30,82:19,4 cm). Vom Kaufmann Hans Miesel für Fräulein von Freyberg ausgestellt, enthält vorliegende Rechnung eine Liste von 14 Posten (Seide, Futtertuch, Fischbein, Leinwand, Watte u. a.), die der Kaufmann seiner Kundin geliefert hat. Wie weiters vermerkt, ist am “19 November 1636 [...] dises [Auszug] völlig bezalt wort[en]”. - In altem Sammlungsumschlag.
Handschrift auf Papier. 2 SS. Folio (31,5:20,2 cm). Detaillierte Rechnungsaufstellung des Hafnermeisters Lorenz Korman über in Großsonntag durchgeführte Arbeiten. - In altem Sammlungsumschlag.
Handschrift auf Papier. 2¼ SS. auf Doppelblatt. Folio. (31,3:19,8 cm). Detailliertes “Verzaichniß Mein[er] Arbeit was ich Jörg Zaunberger Schlosser zu Fridau auf Grossen Sonntag gearbaith hab von [1]624 biß [1]625 Jahr wie hernach volgt [...]”. Wie dem Dokument weiter zu entnehmen, “ist mir dieses Auszug völlig bezalt worden”. - In altem Sammlungsumschlag.
Zusammen 3½ SS. 4to. Mit einem eh. adr. Kuvert. An den Mediziner und Klimatologen Rudolph Rt. von Vivenot jun. (1833-70): "So sehr der Herr Erzherzog durch die von Euer Hochwohlgeboren auf seine Einladung gemachte Zusage eines erneuerten Besuches in Schaumburg erfreut war; eben so sehr bedauert Höchstderselbe auf dieses Vergnügen jetzt verzichten zu müssen. Durch seine verwandtschaftlichen Beziehungen hier festgehalten, wird der Herr Erzherzog erst zu Ende dieses Monates in Schaumburg zurück sein, um gleich darauf seinen Bruder - Erzherzog Joseph - auf seiner Rückreise nach Oesterreich bis Barnberg zu begleiten [...]" (Br. aus Brüssel v. 26. VI. 1864). Der zweite Br. und das Telegramm betr. die schlußends doch zustandegekommene Begegnung im Monat darauf. - Der Sohn Erzherzog Josephs war seit Dezember 1843 Zivilgouverneur von Böhmen und wurde nach seines Vaters Tod stellvertretender Palatin von Ungarn. Wegen der Märzereignisse 1848 wurde seine Stellung problematisch, obwohl er zum Vizekönig von Ungarn ernannt worden war. Im Juli 1848 eröffnete Stephan Viktor im Namen Kaiser Ferdinands I. den neu gewählten ungarischen Reichstag, der ihm im September den Oberbefehl über die ungarische Armee übertrug. Daraufhin legte er sein Palatinamt nieder und zog sich auf seine Besitzungen in Nassau zurück, wo er 1850-55 das neue Schloß Schaumburg errichten ließ.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Ober-Steuerrath: "Auf Euer Hochwohlgeboren geehrtes Schreiben vom 21ten d: habe ich die Ehre im höchsten Auftrage Hochdieselben zu bitten: den Herrn D.or von Vivenot gefälligst verständigen zu wollen, es werde Se. kais. Hoheit den Herrn Erzherzog sehr freuen seine Bekanntschaft zu machen [...]". - Der Sohn Erzherzog Josephs war seit Dezember 1843 Zivilgouverneur von Böhmen und wurde nach seines Vaters Tod stellvertretender Palatin von Ungarn. Wegen der Märzereignisse 1848 wurde seine Stellung problematisch, obwohl er zum Vizekönig von Ungarn ernannt worden war. Im Juli 1848 eröffnete Stephan Viktor im Namen Kaiser Ferdinands I. den neu gewählten ungarischen Reichstag, der ihm im September den Oberbefehl über die ungarische Armee übertrug. Daraufhin legte er sein Palatinamt nieder und zog sich auf seine Besitzungen in Nassau zurück, wo er 1850-55 das neue Schloß Schaumburg errichten ließ. - Mit einer Bleistiftnotiz zum Verfasser von fremder Hand auf Bl. 1 recto.
Zusammen 11¼ SS. auf 5 Doppelbll. Folio. Der "Partikular-Tabular-Extract" mit papierged. Siegel und Wertstempel, der "Ausweis" mit feiner Seidenkordel gebunden, mit rotem papierged. Siegel und Wertstempeln. Die "Cession" mit drei schönen Lacksiegeln, einem papierged. Siegel, zwei Prägesiegeln und einem Stempel. Der "Extract" mit papierged. Siegel und Stempel. Ein "Partikular-Tabular-Extract" (1801) aus einem "Vermög Haupt-Schuldenbuch" mit Nennung "inhibierter" Posten von insgesamt 6000 fl. für Niclas Enderes und Georg Heinrich von Schicks sowie die Legitimation derselben für Christoph von Enderes, signiert von dem böhmischen Rechnungsrat Franz Berl. Dazu ein "Ausweis" in alter Abschrift (1843) mit eh. U. von einem Registratursdirektor namens Anton Allgeyer zu Erträgen aus dem Jahre 1825, beide Dokumente die Herrschaft Stetteldorf ("Stödeldorff") am Wagram betreffend: "Ausweis / Uiber das reine Erträgniß der durch vormahlichen Fideikommiß-Besitzer der Herrschaft Stetteldorf Herrn Ferdinand Grafen von Hardegg etc. etc. verkauften herrschaftlichen Grundstücke während des Dominikal-Besitzstandes [...]". - Eine Zession des Julius Gf. von Hardegg betreffend die Verlassenschaft eines Roland von Enders und lastende Schulden auf den Besitzungen Schmida, Parschenbrunn und Wolfpassing von 1000 fl. gegenüber Anton Nikolaus von Enders, die über Christoph von Enderes in Höhe von 500 fl. an Anton von Pistrich und seine Schwestern Theresia und Cäcilia von Pistrich abgetreten werden; Cäcilia verzichtet, um den gesamten Betrag ihrer Schwester zu überlassen. Mit den eh. Unterschriften der Cäcilia von Pistrich, der Zeugen Johann von Wernle und Johann Hatzl ("Kurat im allgemeinen Krankenhaus") sowie der weiteren U. Franz Berls zur Eintragung der Zession, diese mit zwei Gegenzeichnungen. - Der "Theillibells Entwurf" eines Alois P. von Ehreintfall in alter Abschrift mit eh. Beglaubigung und U. des Registraturdirektors Johann von Hamberger zur Verlassenschaft des Christoph Edlen von Enders über 8820 fl., worin die Schwestern Cäcilia und Theresia von Pistrich als Universalerbinnen des Anton von Pistrich eingesetzt und die Kinder seines verstorbenen Neffen, Johann Edler von Pistrich, mit einem Erbschaftsanteil und einem Vormund bedacht werden. - Der Ausweis mit Aktenvermerken verso, an den Rändern etwas gebräunt und leicht braunfleckig, die Ränder leicht lädiert, am Falz mit längeren Einrissen. Der "Particular-Tabular-Extract" und die "Cession" an den Rändern leicht lädiert und gebräunt. Der "Theilliebells Entwurf" am oberen Rand stärker angestaubt.
1 S. Qu.-12mo. Mit eh. Adresse verso. An den Oberlehrer Josef Wesely mit der Nachricht vom Tod ihres Gatten: "Ihre freundlichen Wünsche zum 65. Geburtstage meines Mannes haben diesen nicht mehr unter den Lebenden angetroffen. Er ist bereits am 24. Nov. 1924 aus der irdischen in eine geistige Welt übergegangen [...]". Die Karte mit einer Portraitvignette Arthur Stiehlers.
½ S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An die Universitätsbibliothek Wien: "Mit bestem Danke folgt das entlehnte Buch III 232.880 wieder zurück [...]". - Abt Lambert Zach ließ 1890 in dem seit 1760 dem Stift zugehörigen Schloß Walkenstein die erste Waldviertler Kneipp-Kuranstalt einrichten, die bis zum Zweiten Weltkrieg in Betrieb war.
1 S. Qu.-8vo. Michael Schnabel, geboren im niederösterreichischen Pfaffstätten, wurde 1637 Abt von Heiligenkreuz und versah diese Tätigkeit bis zu seinem Tod 1658. Zudem war Schnabel Generalvikar des Zisterzienserordens.
1 S. Qu.-12mo. Adressiert an Maria Stoffella d'Alta Rupe, Herausgeberin der "Wiener Geschäftszeitung und Börsen-Courier" sowie des Adelsblattes "Der Salon". "Vordergründiges Ziel dieses Blatts war es, Adeligen, die schriftstellerisch tätig waren, eine eigene Publikationsmöglichkeit zu verschaffen. Maria Josefa Stoffella verfasste zahlreiche Artikel selbst und konzentrierte sich dabei auf die politischen Aufgaben und Interessen des Adels in Staat und Gesellschaft. In ihren Beiträgen sprach sie sich auch gegen Liberalismus und Judentum aus, die sie für den Zusammenbruch der herkömmlichen Ordnung verantwortlich machte" (ÖBL XIII, 299). - Mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess und alten Montagespuren.
(Large) 4to. 2 vols. with 117 pp. Includes 83 pp. on 44 boards stored loosely in wooden portfolio with calf spine. Outstanding collection of watercolours and washed pen-and-ink drawings, many in half-page size. The first, larger, of the two volumes is entitled: "Deutsche Dichterworte über Mutterliebe und Häuslichkeit / illustrirt mit Photografien u. Randzeichnungen von Gabriele St.-Genois-Stolberg / 1869". - The second volume contains equally painstakingly executed drawings illustrating Heinrich Heine's "Buch der Lieder"; the loose sheets contain various poems, set to music on additional leaves; composers include Carl Eckert, Friedrich Kücken and Robert Schumann. The illustrations and calligraphical copies are by Gabriele St. Genois, granddaughter of Friedrich Leopold Stolberg, and by Elisabeth Salm-Reifferscheidt, née Princess Liechtenstein (1832-94). - Some fingerstaining, but very attractively preserved.
20 Beiträge auf zus. 56 beschr. SS. Mit 3 Tuschzeichnungen (Bückeburger Motive) und 2 montierten Fotografien. Originaler grüner Maroquinband mit Wappensupralibros. Kopfgoldschnitt. Gr.-8vo. Im zeitgenöss. Pappschuber. Schönes, wohl von der Erstbeiträgerin Agnes Miegel (1879-1964) initiiertes Album zum 60. Geburtstag der Lulu von Strauß und Torney, verwitwete Diederichs, am 20. September 1933. Unter den Beiträgern finden sich Lou Andreas-Salomé ("was ein Mensch zeitlebens zu bewältigen hat, entspräche nicht so sehr einem - größern oder kleinern - Haufen von Einzelheiten als, noch in jeglichem und geringsten einem Hineingehen in alle Ganzheit"), der Germanist Richard Benz ("in schönen Augusttagen des Jahres 1916, bin ich Ihnen begegnet: als der erste Autor des Verlags [...], der Ihnen als der Gattin von Eugen Diederichs zu Gesicht kam"), Marie von Bodelschwingh (Erinnerungen an ihre Jugendzeit in Bückeburg), der Bildhauer Ernst Gorsemann (Grußadresse und Anekdote, mit 2 Fotografien), die Bückeburger Freundin Olga Jebens ("Die räumliche Trennung seit Deiner Heirat hat das Vertrauen und die seelische Verbundenheit nicht zerstören können"), Agnes Miegel ("Es ist ein Junitag, an dem ich dieses schreibe und es soll doch ein Gruß sein zu Deinem Geburtstag. Aber ich muß heute so sehr an einen Tag, eigentlich einen Augenblick aus unserm Leben denken, der mir immer als ganz besonders bedeutungsvoll erschienen ist"), Börries Frhr. von Münchhausen ("In ganz alter Freundschaft, liebe Lulu, grüsse ich dich heute, einer Freundschaft, die zurückgeht auf jene Tage, da wir als halbe Kinder in Apelern das Glück meiner Mutter genossen"), der Germanist Hans Naumann (1 Sonett und 1 Prosastück mit Thomas-Mann-Anekdote: "Mit Thomas Mann ging ich einst durch die Gassen von Jena und zeigte sie ihm. Da trafen wir Eugen Diederichs. Und der behauptete, das alles sei nichts, verglichen mit einer Rostbratwurst"), der Pädagoge Herman Nohl ("Sie kennen meine Liebe zu Brahms. An Künstlern wie ihm und Ihnen wird mir immer von neuem deutlich, was deutsche Art und Kunst eigentlich ist"), Albert Schweitzer (Lambarene, 13. VII. 1933: "Wie oft denke ich an die Stunde des Zusammenseins in Frankfurt vor einem Jahre [...] Im Spital sehr viel Arbeit. Zur Zeit beherbergt es 350 Kranke. Während ich Ihnen schreibe schweift mein Blick über den im blauen Dunste liegenden Fluss. Motorboote legen an Dampfer an ... Schwarze bringen die Waaren, die der Dampfer mitnehmen soll. Dass man auf dem Aequator ist, spürt man heute nicht. Ein kühles Lüftchen kommt vom Südpol. Es ist Winter bei uns"), Ina Seidel ("in demselben wunderbaren Sommer 1903, in dem wir damals Achtzehnjährigen uns gleichzeitig für die 'Buddenbrooks' und für 'Die Briefe, die ihn nicht erreichten' begeisterten, lernte ich auch Deine Gedichte kennen - die 'Lieder und Balladen'"), die Malerin Gertrud Simmel geb. Kinel ("Man meint: Leben, das seien die guten Zeiten, und was man leidet, das sei nun der Abzug vom Leben. Leiden ist Leben, wie Frohsein Leben ist"), Lisa Tetzner ("Seitdem Du mir zum ersten Mal entgegen tratest, in Jena an jenem Abend, als ich Dir zum ersten Mal Märchen erzählen durfte, [...] hat uns ein tiefes Freundschaftsband verbunden"), Helene Voigt-Diederichs (Gedicht) und der Kulturphilosoph Herman Wirth (Bremen, "Sommersonnenwende 1933“: "Unsere Wendezeit harrt der Wiederkehr der Volksmütter“). - Einmontiert ferner ein eh. Br. m. U. (Berlin, 2. X. 1908) und ein eh. Billett m. U. (Fragment) ihres Onkels Dr. Dr. von Strauß und Torney. - Die Lyrikerin Lulu von Strauß und Torney veröffentlichte ihre ersten Gedichte 1898; praktisch ihr gesamtes Werk stammt aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg. Sie fand Kontakt zum Göttinger Kreis um den Dichter Börries von Münchhausen und lernte Agnes Miegel und Theodor Heuss kennen, mit denen sie eine lebenslange Freundschaft verband. 1916 heiratete sie in Bückeburg den Verleger Eugen Diederichs (1867-1930) und zog nach Jena. Unter seinem Einfluss wandte sie sich religiösen Themen, Sagen und Märchen zu. Im Oktober 1933 legte sie das Gelöbnis treuester Gefolgschaft für Adolf Hitler ab; das "entjudete" "Volkstestament" von 1941 dürfte von ihr redigiert worden sein. - Durch die Aufbewahrung im Pappschuber von tadelloser Erhaltung.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An die Schriftstellerin Alice Gurschner: "Auch mir, liebste Alice, ist es sehr leid, Diene Gesellschaft nicht geniessen zu können! Allein, ich weiß noch nicht, was mit mir geschehen wird. Alice ist momentan in Kaltenleutgeben, u. kann sich nicht entschließen, was sie dann machen soll [...]".
32 Bll. Klammerheftung in Leinenschirting. OBr. mit montiertem Deckelschildchen. 4to. Die Recto-Seite mit dem als Photokopie vorliegenden Text der Adele und mit zahlreichen Streichungen und Korrekturen; die Verso-Seite meist mit eh. Fließtext als Ergänzung bzw. Korrektiv.
2 SS. Gr.-8vo. "Ach das Exmatriculiren | Ist ein böses Ding, ja, ja | Denn man spärt ein leises Frieren, | Denkt man der Examina. | Bang wird mir u. immer bänger; | Denn die goldne Zeit ist aus, | Weilen darf ich hier nicht länger, | Muß zurück ins Vatehaus [...]" (es folgen 48 Zeilen). - Mit stärkeren Gebrauchsspuren und kleinere Randläsuren.
1½ S. 12mo. Mit Dank für eine Zusendung und mit der Bitte um die richtige Adresse der ehemaligen Hofbibliothek in Wien zwecks Übersendung des Nachlassbandes "Der Pilger und die Ewigkeit" (Erich Matthes, Leipzig) mit ausgewählten Gedichten ihres verstorbenen Mannes: "Ich freue mich daraus zu sehen, daß der Name A. Sturms in Oesterreich doch nicht so unbekannt ist. Vielleicht nimmt sich noch H. Prof. Dörrer Innsbruck seiner an [...]".