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2 SS. auf Faltbogen. Folio. Beginn des Manuskripts zu Webers Erzählung "Die Tapferkeit des Genies" über den Eisenbahnpionier George Stephenson: "Mit Recht messen die Engländer nur demjenigen die vollen Ehren eines Erfinders zu, der einen fruchtbringenden Gedanken nicht allein empfing, sondern ihn auch verkörperte, nutzbar in das Leben führte. Mehr aber als Erfinder, zum Schöpfer einer neuen Kulturepoche wird der, aus dessen Hirn und Hand eine große Erfindung vollendet, als brauchbares Werkzeug der Civilisation hervorging [...]". - Der wenige Monate nach der Uraufführung des "Freischütz" geborene (und nach dem Titelhelden benannte) Sohn des Komponisten Carl Maria von Weber wirkte während seines Studiums als Konstrukteur in der Borsig'schen Lokomotivfabrik, wurde später Lokomotivführer und übernahm anschließend die Leitung verschiedener Eisenbahngesellschaften. 1852 trat er in den Sächsischen Staatsdienst ein, 1870-78 war er als Hofrat in Wien tätig, bevor er ins preußische Handelsministerium berufen wurde. Seine im technischen Milieu angesiedelten Novellen waren beim zeitgenössischen Publikum auch wegen seines gesellschaftlichen und sozialen Engagements sehr beliebt. - Auf Trägerpapier montiert.
15¼ SS. auf 4 Doppelbll. Folio. Fadengeheftet. Der erste Teil dieser Erzählung wurde am 9. II. 1841 im Prager Unterhaltungsblatt "Bohemia" veröffentlicht. - Der Jurist Schuselka war einer der bekanntesten österreichischen Persönlichkeiten der Märzrevolution 1848. Ab 1839 hatte er, "der schon seit seiner Studentenzeit journalistisch tätig war, die Laufbahn eines freien Schriftstellers [ergriffen], vorerst v. a. als Mitarbeiter bei Zeitungen. Zu Beginn der 40er Jahre wandte er sich ganz der politischen Publizistik zu [...] Schuselka zählte im Vormärz wegen der polemischen Schärfe seiner gegen die Politik Metternichs und gegen die nichtddeutschen Nationalitäten des Habsburgerreiches gerichteten Schriften zu den bekanntesten liberalen Schriftstellern" (ÖBL XI, 380). Als Vertreter der großdeutschen Linken spielte er seine bedeutendste Rolle im Wiener Oktoberaufstand von 1848, wo er an der Spitze des Sicherheitsausschusses stand. Nach der Übergabe Wiens ging er nach Kremsier, wo er im Reichstag der Führer der Opposition wurde. 1850 wurde er nach seiner Rückkehr aus Wien ausgewiesen. - Mit eh. Korrekturen und Tilgungen. Teilweise etwas braun- und leicht stockfleckig.
1 S. (12 Zeilen). Kl.-4to. "Wenn Bauern Hopfe, Wein und Gerste fechsen, | So ernten sie nicht nur die Sonnenkraft, | Denn Nacht und Mond auch wirkt in den Gewächsen, | Und jeder Saft bedingt den Anti-Saft [...]". - Mit kleinen Ausrissen am rechten Rand.
1 S. 4to. Veröffentlicht in Altenbergs "Nachfechsung", erschienen 1916 bei S. Fischer in Berlin. - "Ich habe ihn also ›betrogen‹ mit seinem ›besten‹ Freunde. | Eines Sonntag Vormittags, mein Töchterchen und ich ›rüsteten‹ gerade zu einer Landpartie, da erschaute ich ihn, in seinem Büro nebenan sitzend, für uns arbeitend. Plötzlich legte er den Kopf in die Hände und weinte. | Ich sagte zu meinem 9-jährigen heiß geliebten Töchterchen: | Es wird ein Gewitter kommen, wir bleiben heute zu Hause, die neuen Frühlingshüte, die uns der liebe Papa gekauft hat, sollen nicht ruiniert werden wegen nichts und wieder nichts!" - In der gedruckten Fassung erschaut die Erzählerin nicht "ihn" sondern "meinen Gatten". - Das Motiv bzw. die Figur des "Töchterchens" spielte im Werk von Peter Altenberg eine zentrale Rolle. - Auf Briefpapier des Wiener Graben-Hotels. - Horizontale Faltspur. - Ehemals gerahmt und im Passepartoutausschnitt etwas gebräunt.
322 SS. auf 162 num. Bll. Geheftet. Gr.-4to (ca. 240 x 280 mm). Textbuch für eine Aufführung des Theaters an der Wien mit dessen Stempel, mehreren Unterschriften und kl. Korrekturhinweisen am Titel. - Nach der erfolgreichen Aufnahme seines dramatischen Erstlings "Die Teufel im Frack" "schritt Görlitz auf der eingeschlagenen Bahn mit reißender Schnelligkeit vorwärts, und haben sich seine Stücke auf allen Bühnen Deutschlands und Oesterreichs Bühnenrecht erworben" (Brümmer, Dt. Dichterlex.). Karl Millöcker gelang es mit der gleichnamigen Operette zu Görlitz' Librettofassung erstmals, das Interesse des Wiener Publikums auf sich zu ziehen.
8 SS. auf 8 Bll. 4to. Die drei "Originalberichte", wie es im Untertitel heißt, sind "Die Einigung der Tschechen", "Das untergeschobene Kind" und "Aus einer kleinen Residenz" und erschienen in "Wippchens russisch-japanischer Krieg und andere Beiträge Wippchens zur Geschichte des 20 Jahrhunderts" (Berlin, J. Demcker, 1904, S. 126 ff.). - Mit zahlreichen eh. Korrekturen und Redaktionsvermerken sowie mehreren Papierüberklebungen.
Titel und 30 nunm. SS. auf 15 Bll. Pappband. 8vo. Wie auf dem Titel weiter vermerkt "gestochen und verlegt von Severin Buemann, Kupferstecher und Hylograph [...] Favoritenstrasse Schaumburgergrund No. 78 in Wien". - Handschriftliches Vorabexemplar zur Erlangung des Imprimatur mit entsprechendem Zensurvermerk. - Buemann (1808-1848) "besaß eine große Gewandheit im Zeichnen u. zählte zu den besten Xylographen Wiens in einer Zeit, als diese Kunst erst in Aufnahme kam [...] Schöne Proben seines seltenen Talentes in der Holzschneidekunst hat die Theaterzeitung von Adolf Bäuerle, Jahrgang 1845, aufzuweisen" (Wurzbach, s. v.). - Beiliegend ein hs. Entwurf des Vortrags eines nicht identifizierten Verfassers, der gleichfalls um Imprimatur ansucht: "In folge hohen Erlasses des Herrn Statthalters vom 24. d. M. Zahl 6481 ist der Vortrag gestattet" (4 SS. auf Doppelblatt. 4to).
Titel, 6 SS. Tinte auf blau gedr. Notenpapier mit dekorativer Bordüre. Geheftet. Qu.-4to. Zwei Humoresken für Klavier ("Allegro assai" bzw. "Allegro") mit Widmung: "Svému príteli J. Bayerovi. Dve humoresky pro piano slozil Ludvík Procházka". - Der böhmische Pianist Procházka studierte 1854/55 bei Smetana und parallel an der Universität Jus (1863 promoviert zum Dr. jur.). Der Mitbegründer des Sängervereins "Hlahol" wurde 1863 Sekretär der musikalischen Sektion des Künstlervereins "Umelecká beseda" sowie Chorleiter von dessen Gesangverein. Er initiierte 1871 den Musikverlag "Hudební matice" und 1877 den Kammermusikverein "Jednota pro komorní hudbu". 1870 gründete er das musikalische Wochenblatt "Hudební listy", das er bis 1872 redigierte. 1873-75 war er Redakteur der Zeitschrift "Dalibor", in der er seinen Freund Smetana und seinen Nationalstil verteidigte. Sein Interesse galt ferner der slawischen Volksmusik: er harmonisierte und edierte zahlreiche Volkslieder und -tänze. - Von ansprechender Erhaltung.
1¾ SS. auf Doppelblatt. Gr.-4to. "In 68 Nächten des Jahres 1923 gelangen mir am Refraktor (Objektiv Merz von 18,6 cm Durchmesser) der hiesigen städtischen Sternwarte [...] 110 Beobachtungen von 43 kleinen Planeten und zwar von [folgen die Namen derselben]. Insgesamt wurden hier bis Ende 1923 von Brünnow, Robert Luther und mir 4519 Beobachtungen von 297 kleinen Planeten angestellt, darunter 2035 Beobachtungen der 24 von meinem Vater entdeckten Planeten. Nachdem ich in dem Planeten 1922 NA die seit 1873 verschollene Aethra erkannt zu haben glaubte, habe ich mich bemüht, dieselbe bis zum Verschwinden in der Abenddämmerung zu verfolgen [...]". - Der Sohn des Astronomen Robert Luther studierte in Bonn, Berlin und Leipzig Astronomie und Mathematik, wurde 1883 promoviert ("Ueber die Bahn des Planeten Amalthera") und begab sich nach einem Jahr Assistenz an der Bonner Sternwarte 1885 als stellvertretender Observator nach Hamburg. "Dort seit 1889 Observator, ging er 1892 als Adjunkt seines Vaters nach Düsseldorf und übernahm 1900 die Leitung der Sternwarte. Luther setzte mit der Beobachtung kleiner Planeten das Lebenswerk des Vaters fort und veröffentlichte u. a. 'Beobachtungen der Helligkeitsmaxima & -minima des Planeten 433 Eros' (1931)" (DBE).
1 S. Folio. Gestattet wird die Heirat mit Michael Tusek, einem "verwittibten Inwohner und Viehhirten". - Mit ovalem Siegel der Herrschaft Königstetten; etwas gebräunt und mit kleinen Randläsuren.
1 S. auf gefalt. Doppelbogen. Goldgehöhter Vordruck. Gr.-Folio. Direktor J. N. Fuchs und zahlreiche Mitglieder der Wiener Hofmusikkapelle statten zu einem nicht ermittelten Anlass einen "ehrfurchtsvollen Glückwunsch" ab. Unter den insgesamt 34 Zeichnenden finden sich neben dem Kapellmeister selbst Richard Baumgärtel, Carl Bruckner, Julius Egghard, Ferdinand Hellmesberger, Rudolf Siebert, Franz Weber, Johann Nepomuk Zoczek etc.
Titel und 2 SS. (28 Zeilen) auf Doppelblatt. Gr.-8vo. "Auch Du - auch Du, in Deiner vollsten Pracht, | Entfällst dem Kranz, - die schönste, reinste Blüthe! | Bald - und der Tempel steht in trüber Nacht, | Und seine Priester sind - im Reich der Mythe [...]". - Nachdem Prechtler in Wien und Linz studiert hatte, arbeitete er durch Fürsprache Grillparzers als Direktor des Hofkammerarchivs, wurde 1856 seines Förderers Nachfolger, trat aber eines Augenleidens wegen 1866 in den Ruhestand. Prechtler hatte seit 1883 Gedichte im "Linzer Bürgerblatt" und Novellen und Reisebilder in verschiedenen Almanachen und Zeitungen veröffentlicht; 1849 hatte er die Zeitung "Der Patriot" redigiert. Nach seinem Austritt aus dem Staatsdienst war er ein Jahr lang als Theaterdichter in München tätig; einige seiner Dramen (darunter "Die Kronenwächter", 1844) wurden am Burgtheater gegeben, von seinen insgesamt 38 Opernlibretti wurde wohl das Textbuch zu Johann Joseph Netzers Oper "Mara" (1842) am bekanntesten. - Mit kleinen Randläsuren.
131 SS. Mit 2 in Tuschfeder und Farben gezeichneten Karten. Halbleinenband der Zeit. 4to. Saubere Reinschrift von Rammings Darstellung der von Österreich verlorenen Entscheidungsschlacht im Krieg mit dem Königreich Sardinien, an der Ramming als Stellvertretender Generalstabs-Chef teilgenommen hatte. Das Manuskript beschreibt in sechs Kapiteln 1) den Rückzug der k. k. österr. Armee von Magenta bis an die Chiese, 2) die Ereignisse vom 15. bis 22. Juni - weiterer Rückzug bis hinter den Mincio, 3) den Übergang der österr. Armee auf das rechte Ufer des Mincio am 23. Juni und 4) die Schlacht von Solferino am 24. Juni und hält 5) Betrachtungen sowie 6) das Resultat der Schlacht fest. - "Von Ramming ist nach dem Frieden von Zür[i]ch als Manuscript gedruckt ein 'Beitrag zur Schlacht bei Solferino' erschienen, worin nach dem Urtheile von Fachmännern der Gegenstand mit vollem Freimuthe behandelt ist, ein Umstand, der leichtbegreiflich Veranlassung zu mancherlei Reclamationen gab" (Wurzbach XXIV, S. 314). Der Vermerk "als Manuskript gedruckt" findet sich auch hier am Titel, allerdings ist in keinem Bibliothekskatalog weltweit ein Exemplar davon angeführt, lediglich Rammings Schrift über den Feldzug in Ungarn und Siebenbürgen 1849 und sein "Commentar zu der Russischen Darstellung des ungarischen Revolutionskrieges" sind dort zu finden. - Rücken etwas beschabt und bestoßen, die Gelenke angeplatzt, innen jedoch sauber und in tadellosem Zustand.
2¼ SS. auf 2 Bll. 8vo. "Nachmittags stand ich am Brandenburger Thore, große Menschenmassen zogen durch die schönen Hallen. Wer sind diese Leute? Was wollen sie? Das sind nicht die gewöhnlichen Thiergartenbesucher, die Kleidung dieser Männer und Frauen zeigt weder Eleganz noch Wohlhabenheit, das sind nicht unsere vornehmen Flaneurs, die sich nach einer guten Mahlzeit etwas Bewegung machen. Die Kleidung deutet die Armuth, das Gesicht das Elend dieser Leute an. Gebrechen der verschiedrigen [!] Art werden zur Schau getragen [...]". - Friedrich Saß, biographisch nicht hinlänglich erfaßter Literat im Umkreis von Bruno Bauer und Max Stirner, schrieb u. a. "Berlin in seiner neuesten Zeit und Entwicklung" (1846) und war gelegentlich für Gutzkows "Telegraph für Deutschland" tätig. - In altem Sammlungsumschlag.
1½ SS. (24 Zeilen) auf Doppelblatt. Gr.-8vo. "Du hast's erreicht! - Das Schöne - es ist Dein, | Und ist geheiligt durch das ewig Wahre! | Du wolltest Diener einst im Tempel sein - - | Sein erster Priester nun an dem Altare! [...]". - Nachdem Prechtler in Wien und Linz studiert hatte, arbeitete er durch Fürsprache Grillparzers als Direktor des Hofkammerarchivs, wurde 1856 seines Förderers Nachfolger, trat aber eines Augenleidens wegen 1866 in den Ruhestand. Prechtler hatte seit 1883 Gedichte im "Linzer Bürgerblatt" und Novellen und Reisebilder in verschiedenen Almanachen und Zeitungen veröffentlicht; 1849 hatte er die Zeitung "Der Patriot" redigiert. Nach seinem Austritt aus dem Staatsdienst war er ein Jahr lang als Theaterdichter in München tätig; einige seiner Dramen (darunter "Die Kronenwächter", 1844) wurden am Burgtheater gegeben, von seinen insgesamt 38 Opernlibretti wurde wohl das Textbuch zu Johann Joseph Netzers Oper "Mara" (1842) am bekanntesten.
Titel und 2 SS. auf Doppelblatt. Qu.-gr.-4to. Mit einer Beilage (s. u.). 23 Takte in fünf zweizeiligen Systemen mit Widmung an Obersthofmeister Konstantin zu Hohenlohe-Schillingsfürst (1828-1896). - Papierbedingt etwas gebräunt und mit kleinen Randeinrissen; gefaltet. Beiliegend eine zeitgenöss. Notenabschrift von Mendelssohn-Bartholdys "Ein Lied ohne Worte" (6 SS. auf 3 Bll., qu.-gr.-schmal-4to).
(Titel + 4 =) 5 SS. auf 2 Doppelbll. Folio. Mit mehrfarbig kalligraphiertem Titelblatt, Imitation einer gotischen Buchhandschrift mit quadratischem Initialfeld auf S. 1 und Fließtext in Kurrente mit kalligraph. Rubrizierungen. Klebegeheftet. Unveröffentlicht. Guido List gründete 1893 die "Literarische Donaugesellschaft" zur Förderung neoromantisch-nationalistischer Literatur. - Gestempelt "Präsident der 'Literarischen Donaugesellschaft"; teilweise mit Leimdurchsatz, einem kleinen Ausriss durch Klebestelle und leichtem Tintenabklatsch.
1 p. 4to. Dedicated to his sister Marie "Marulla" Hesse (1880-1953). Draft for the cover of collections of poems of the kind Hesse repeatedly prepared for close friends.
2 SS. Folio. Leidenschaftlicher Artikelentwurf, worin Kritik an Veröffentlichungen in der Zeitung "Schweizerischer Republikaner" ausgesprochen, im Gegenzug dessen kritische Äußerung zu der "Eidgenössischen Zeitung: der Beobachter aus der östlichen Schweiz" aufgerollt und die Wahl des Herrn Fierz in Küssnacht und des Herrn Weiß in Wülflingen thematisiert wird: "Die letzte Nummer des Republikaners (No. 7) enthält abermals keine Antwort auf unsere politischen Artikel, denen er doch selbst zugesteht, daß das ganze Publikum sie beachtet; er sagt nämlich 'das ganze Publikum schüttele über den Beobachter den Kopf.' Wir finden das natürlich, glauben jedoch, daß das 'Kopfschütteln' in nächster Zeit aufhören wird. Das aber ist doch wahrhaftig noch weit mehr zum Kopfschütteln, das der Republikaner jede wissenschaftlich-politische Erwiderung vermeide. Es ist das seine Politik [...] Man sieht der Republikaner ist ein strengerer Monarch als der Kaiser von Russland, der bisher das Denken noch nicht verboten hat [...]". - Der aus Weißenburg stammende Rohmer zog nach Zürich, war ab 1841 Wortführer der Katholisch-Konservativen Partei und publizierte vor allem in deren Parteiorgan "Beobachter aus der östlichen Schweiz". - Mit Sammlernotiz in roter Tinte und Bleistift. Leicht tintenfleckig (Textberührung) und etwas fingerfleckig. Abgedr. in "Dokumentarischer Abriss der Geschichte der liberal-konservativen Politik vom Jahr 1842 bis zum Jahr 1847. Manuscript" (1848), S. 56-58.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. "Zu träumen glaubt' ich von vergess'nen Sagen | Als in der Dichtung köstlichem Gewand | Ein märchenhaft Idyll vor mir erstand | Ein Lichtgebild in unser'n trüben Tagen [...]". - Der aus Bremen stammende Schriftsteller war Dramaturg des Leipziger Stadttheaters und betätigte sich vorwiegend als Dramatiker. Vgl. Kosch VII, 917f. - In altem Sammlungsumschlag.
1 S. 4to. "Immerdar | Rein und wahr | Bleibe, wie ein Bronnen klar; | Was du liebest, früh und spät, | Prüfe, ob's am Licht besteht - | Und des Lebens Tand allein | Soll dir nie das Leben sein!" - Hango stand seit 1879 als Kanzleibeamter im Dienst der Stadt Wien und arbeitete im Städtischen Archiv, das er von 1911-23 auch leitete. Daneben war er als Lyriker und Erzähler tätig und schrieb u. a. "Faust und Prometheus. Eine Dichtung" (1895). 1900-20 redigierte er den "Kalender des deutschen Schulvereins" und war Mitherausgeber verschiedener Quellenwerke zur Geschichte Wiens.
1 S. Folio. Saubere Reinschrift von drei Strophen zu je sechs Zeilen: "Aus Deines Schweigens Schauerland | Streckst du die weiße Todtenhand | Herüber in mein Blütenreich; | Und unter ihrem kalten Druck | Verdorrt der Rose duft'ger Schmuck, | Und wird die rote Nelke bleich [...]". - Der aus Genf gebürtige Sohn eines Pensionsinhaberehepaares kam schon in jungen Jahre mit seinen Eltern nach Wien, besuchte das Schottengymnasium und war hernach als Hauslehrer tätig. Nach Abschluß seiner juristischen Studien trat er eine Stelle im Reichsfinanziministerium an. Sein 1885 erschienenes "Buch Kassandra" fand nachhaltigen, ermunternden Beifall, u. a. von Rosegger, Karl Henckell und Michael Georg Conrad.
13 num. SS. auf 7 Bll. OBr. 8vo. Originalmanuskripte des Autors zur Erlangung des Imprimatur mit entsprechendem Zensurvermerk. - Der Verfasser war, wie aus dem Titelzusatze hervorgehend, Religionslehrer an der städtischen Bürgerschule im 9. Bezirk". - Vorderer Innendeckel mit hs. Namenszug des Adolf Oberhuemer.
Zaragoza, Institución Fernando el Católico, 1983. 8vo.; 98 p., 1 h. Ejemplar con envío autógrafo del autor. Cubiertas originales, coun un dibujo de José Ignacio Mayayo
8vo. 1 p. Four verses of four lines each. - Published in the Schulvereinskalender 1900. - Includes a sheet with a printed address by the Grillparzer Society to the writer Kurt Frieberger, who was presented with this autograph on the occasion of the 80th birthday. Signed by the Society's members Franz Theodor Csokor, Johann Gunert, Fritz Neumann, Paul Wimmer, Edwin Rollett, Albert Mitringer, and Friedrich Schreyvogel. - Slight tears in middle fold and at right edge, otherwise well-preserved.