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3½ SS. auf Doppelblatt. Folio. Zeitgenössische Gefühlserregung eines patriotisch gesinnten Zeitgenossen: "Franz Karl - nun endlich kommst auch Du einmahl, | Und suchst dies Landl heim in Frieden! | So herzlich freut sich lang' nicht Berg und Thal, | Wenn heim der Winter ist geschieden, | Und wenn der liebe Frühling, warum und fein, | Uns freundlich ruft mit mildem Sonnenschein; | Wie wir uns freuen Seiner Ankunft wegen; | Und fröhlich grüßend geh'n wir dir entgegen [...]" (es folgen sieben weitere Strophen zu je acht Zeilen). - Papierbedingt etwas gebräunt und mit kleinen Randläsuren.
1 S. 4to. "Als ich heute bei meinem Freund Maxhans eintrat, fand ich ihn gerade damit beschäftigt, sich ein X für ein U vorzumachen. 'Mensch!'[,] rief ich ihm zu, 'bist du denn ganz verrückt geworden?' - 'AH', antwortete er gelassen, 'man sieht, daß du gar keine blasse ID vom Alphabeth [!] hast. G! Ich bitte dich! Und verschon mich mit deinen p. t. Belästigungen! Es gibt keinen Geist am ND! Nur Buchstaben! Nur Lettern! Nur - AuW!'[,] schrie er plötzlich, denn er hatte sich beim heftigen Arbeiten sein linkes O-Bein beschädigt [...]". - Mit kl. Einr. im rechten Rand (keine Textberührung).
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Sieben Strophen zu 4 Zeilen: "Ich wollte jagen, ich ging hinaus / Zum einsam stillen Försterhaus. / Es steht hoch oben im Walde, / Es steht auf grüner Halde [...]". - Leicht braun-, finger- und staubfleckig, mit drei Randeinrissen (3-20 mm).
2 SS. Qu.-kl.-4to. Aus "Gesammelte Dichtungen" (Berlin, Bondi, 1903): "[...] Wer wollte das gräßliche Loos euch deuten? | Kein Zauber so stark euch zu bannen zu lösen | Kein Zauber so fest vor den giftigen Schwaden | Das Blühen zu schirmen - und gab es einen | Wer möchte den wagen - wer wüßte den [...] | In der tiefsten nacht am lichtesten tag | Furchtlos und furchtbar zu sagen?" ("Gespenster"). - Die Verso-Seite mit dem Gedicht "Um die Mutter" ("Du harrest auf dem Stein in der Mittagsglut | Du Mutter harrest und singst das traurige lied | [...] | Thränenlos starrest du - wie lange schon | Wie lange noch - die Zeichen wandeln im Ring [...]") und acht Zeilen aus "Einzug": "[...] Ein wehes Wehr staut sie zu[rück] | Sie bäumen sich vergebens an die Wände | Kein einziger der ein Entrinnen fände | Und draußen pocht und lockt das Glück [...]". - Die Adressatin der Widmung ist Sonja Hentschel. - Etwas angestaubt und mit kleinen Randläsuren.
Qu-8vo (209 x 130 mm). Meist deutsche, auch französische Handschrift auf Papier. In brauner und schwarzer Tinte gezeichneter Titel. Zus. 125 SS. auf 119 Bll. mit 109 Einträgen. Mit 1 Tuschesilhouette, 4 Seidenstickereien, 11 Aquarellen, 1 kolorierten Medaillon-Kupferstich und 1 Sepiazeichnung. Rosa Seideneinband der Zeit mit silbergepr. Bordüre, Eckfleurons und Mittelstück, marmorierter Schutzumschlag. Dreiseitiger Silberschnitt mit kleiner Prägung. In marmoriertem Papierschuber der Zeit. So reichhaltig wie reizvoll illustriertes Stammbuch der Caroline Hertel, deren Familie (mit dem Vater Christian Gottlieb Hertel) aus Leipzig stammte. Mit mehreren Beiträgen von Buchhändlern und Verlegern wie August Campe, Christian Friedrich Müller, J. H. Trachsler, Mitgliedern der Familie Sommer und Johann Friedrich Varrentrapp, außerdem von dem Unternehmer C. G. Irmscher aus Chemnitz und dem Bürgermeister von Annaberg Johann Christian Eisenstuck. - Weitere Einträge von dem Lehrer der Baukunst und Kalligraphie an der Bergakademie Gustav Adolph Garbe, dem Juristen Christian Friedrich Pohl, dem Arzt, Anatom, Botaniker und Chemiker Salomo Constantin Titius, ferner von Heydenreich, Böhme, Mohring, Hendel Moses, Opitz, Schenck, Wiedemann und anderen. Der Großteil der Beiträge stammt von Frauen. - Sehr schön die fein ausgearbeitete, akribische Titelzeichnung (im Stil eines Kupferstichs) und fünf fein ausgeführte Aquarelle (Freundschaftstempelchen in Ideallandschaft), drei davon signiert "J. S. Knüpffer" (Meissen 1790, vgl. Th./B. XXI, 36), ein Taubenpaar im Nest signiert "Tilesius", zudem einige weitere, wenig kleinere Landschafts-Aquarelle, hübsche, feine Seidenstickereien mit Motiven eines Denkmals der Freundschaft mit Bäumen und Zweigen, einer allegorische Frauengestalt mit Lorbeerkranz, einem Blumenarrangement von Rosen und Vergissmeinnicht sowie einem Eintrag in Form eines gestickten Schriftzugs. - Leicht stockfleckig. Der hübsche Einband an den Kanten berieben, versilberte Bereiche teilweise oxydiert und verblasst. Schuber an den Kanten bestoßen und stellenweise angeplatzt.
Titel, 2 SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit eh. unterlegtem Text des Refrains. - Ernst Arnold, Jeschke mit bürgerlichem Namen, komponierte rund 800 Lieder, "Da draußen in der Wachau" und "Du, nur Du" waren seine größten Erfolge; Arnolds Bruder war der Schauspieler Fritz Imhoff. - Beiliegend ein ms. Durchschlag sowie eine gedr. Fassung des gesamten Liedtextes.
2½ SS. auf Doppelblättern 8vo. "Schreitet dem schwachen | Menschengeschlechte | Einmal ein Seher deutend voran, | Nimmer vergessen Werden die Züge, | Denen die Gottheit | Sprache verlieh'n.| Spät noch die Enkel | Sehen ihn wallen | Mit der erhobnen | Lyra im Arm [...] [es folgen 28 Verszeilen]".
40 Zeilen auf Doppelblatt. 8vo. und 1 S. Qu.-8vo. (ca. 185:75 mm). Mit lithogr. Zierrahmen. Beiliegend eine eigenh. Widmung in deutscher und schwedischer Sprache. "Wie herrlich hebt sich an der Donau Wellen | Der Stephans Dom im Klaren Morgenschimmer | Zum blauen Himmel feyerlich empor! | Wie eine Welt von Blumen die versteinert | Noch fühlt ein Herz im hartem [!] Busen schlagen | Wie sanft der Blätter sanft der Blumen Heere | Sich um die schlanken Säulenwälder schmiegen | um höher noch und höher sich zu schwingen | Zum Lichtfürsten aus dem Morgenlande, | Der durch die Farbenspielenden Chrystalle | So liebreich seine Töchterlein begrüßt. [...]". - Laut Widmung ist das Gedicht ein Gruß an Hagbergs Wiener Freunde in Neuners Café (Silbernes Kaffeehaus), Ecke Spiegelgasse und Plankengasse, zu denen Nikolaus Lenau, Ludwig August Frankl von Hochwart, Alexander Baumann, Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld zählten. - C. A. Hagberg, seit 1833 Dozent für griechische Sprache an der Universität Uppsala, hatte 1835/36 eine ausgedehnte Reise durch Deutschland, Österreich und Frankreich unternommen. 1840 erhielt er nach einem aufsehenerregenden Streit eine Professur für moderne Sprachen und Ästhetik an der Universität Lund. Als sein Hauptwerk gilt die Übersetzung von Shakespeares Dramen (1847-51), die großen Einfluss auf die schwedische Literatur nahm. 1851 wurde Hagberg als einer der Achtzehn in die Schwedische Akademie der Wissenschaften gewählt. - Mit mehreren kleinen Randeinrissen. Wohlerhalten. Der lithogr. Zierrahmen mit inhaltlichen Bezügen auf das Gedicht zeigt eine gotische Blumenlaube mit einem Minnesänger und einer weiblichen Personifikation oder Muse sowie eine Vedute Wiens mit Sonnenaufgang hinter dem Stephansdom. Publiziert am 7. November 1835 in der 89. Ausgabe der "Österreichischen Zeitschrift für Geschichts- und Staatskunde" von Johann Paul Kaltenbaeck (S. 356).
3 SS. (28 Zeilen) auf Doppelblatt. 8vo. "Wie Blumenhauch, wie erster Schwalbenflug | Wie freyer Quellen träumerisch Frohlocken, | Wenn ab der Lenz des Winters Stürme schlug, | Wie süße Klänge ferner Himmelsglocken, | Klang Deine Stimme mir im fremden Land [...]". - Nachdem Prechtler in Wien und Linz studiert hatte, arbeitete er durch Fürsprache Grillparzers als Direktor des Hofkammerarchivs, wurde 1856 seines Förderers Nachfolger, trat aber eines Augenleidens wegen 1866 in den Ruhestand. Prechtler hatte seit 1883 Gedichte im "Linzer Bürgerblatt" und Novellen und Reisebilder in verschiedenen Almanachen und Zeitungen veröffentlicht; 1849 hatte er die Zeitung "Der Patriot" redigiert. Nach seinem Austritt aus dem Staatsdienst war er ein Jahr lang als Theaterdichter in München tätig; einige seiner Dramen (darunter "Die Kronenwächter", 1844) wurden am Burgtheater gegeben, von seinen insgesamt 38 Opernlibretti wurde wohl das Textbuch zu Johann Joseph Netzers Oper "Mara" (1842) am bekanntesten. - Mit lithographierter Bordüre und einem kleinen Randeinriß.
Very Good Turkish, Ottoman (1500-1928) Original document partly printed and manuscript. Oblong: 15,5x18 cm. In Ottoman script. A tear to blank outer margin of title-page (no loss and not affecting to the printing area). The tax on war profits was on the agenda already in 1918 but it became effective only in 1919. During World War 1, the revenues procured from taxes covered only 10 percent of the government expenses. [WW I] (1914-1918 Online).
4to. 3 ff. Eulogy in French for the composer Hector Berlioz (1803-69), whom he considers "the greatest of our musicians", trusting his work to become a rich source of inspiration for young musicians, imagining a bright musical future re-evoking feelings of virtue, noblesse, and infinity, following Berlioz' example: "L'oeuvre de Berlioz, virile, émue, poignante ou chaleureuse, est encore prête à attester de la part qu'elle a prise dans cette métamorphose […] des données traditionnelles de l'art musical. Elle pourrait redevenir pour nos jeunes musiciens […] la source jaillissante où puiser les éléments d'un art accordé de plus près aux évènements démesurés dont ils demeurent encore les témoins curieusement silencieux […] Et one se plaît à imaginer, sous le symbole ‚Berlioz', une musique française de l'avenir, qui dirait à nouveau, à son exemple sinon selon sa formule, la vertu stimulante des puissantes résonances chargées du poids des rythmes altiers, la noblesse émouvante de ces longs déroulements sonores qui, sous sa plume, ont si profondément rêvé l'infini […]". - A few autograph corrections in felt pen. Small marginal flaws.
2 SS. Tinte auf Papier. Qu.-Folio. "Lied für Bariton mit Brummstimmenchor" (Bariton, 2 Tenöre, 2 Bässe): "Heimath! Heimath! Wunderbar tönendes Wort" (nach Otto Inkermann). - Reißiger war - wie sein Zeitgenosse Beethoven - u. a. Schüler von Antonio Salieri in Wien (1821). 1826 sang er bei Zelters Berliner Singakademie, bevor er in Dresden zunächst als Nachfolger Heinrich Marschners zum Musikdirektor berufen wurde, dann aber die Nachfolge Carl Maria von Webers als Hofkapellmeister antrat. Reißiger schuf ein umfangreiches Kompositionswerk; seine Hymnen, Motetten und Lieder sind in vielen Sammlungen erschienen. Ein Teilnachlass mit 65 Musikautographen wird in der Musikabteilung der SLUB Dresden aufbewahrt. - Minimal angestaubt. Am unteren Rand der Versoseite bezeichnet "Reissiger Hofcapellmeister in Dresden. 1854 erhalten".
Titel und 2 SS. auf Doppelblatt. Folio. Die Widmung an den Textautor Franz Posch "zur freundlichen Erinnerung". - Ludwig Gruber zählte mit seinen zusammengenommen mehr als 2000 Kompositionen zu den wichtigsten Vermittlern des Wiener Liedes. Zu seinen bekanntesten Werken zählen "Mei Mutterl war a Weanerin" und "Es wird a Wein sein". - Mit Adreßstempel am Titel; etwas gebräunt.
1½ SS. (16 Zeilen). 8vo. "Der Sommer ist im Schwinden | Allwärts und allzumal, | Schon wird zum Spiel den Winden | Das Laub, verwelkt und fahl. | Verstummt schon in den Zweigen | Ist froher Liederschall, | Es klingt aus ödem Schweigen | Kein Ton der Nachtgall [...]". - Nach langjähriger Tätigkeit bei mehreren Zeitschriften (darunter etwa die satirischen "Berliner Wespen", der "Hamburger Telegraph" oder die von ihm gegründete "Deutsche Schaubühne") war Wehl artistischer Direktor des Stuttgarter Hoftheaters, später auch dessen Generalintendant. Sein schriftstellerisches Werk umfaßt neben Novellen, Erzählungen und Gedichten mehrere seinerzeit häufig aufgeführte und äußerst beliebte Lustspiele.
Small folio. 2 pp. Comprehensive transcript of remarks to the central character in Flaubert's "La Tentation de Saint-Antoine" which had appeared in 1874 after twenty years in which Flaubert had dealed with the subject. The detailed notes are relating to the dispute between Arius and Alexander, Bishop of Alexandria, the subsequent exile of Arius and finally his condemnation as a heretic by Emperor Constantine; for instance, Flaubert reflects on there a sons for Arius to beconsidered a heretic: "Hérésie d'Arius. […] Le point fondamental de la doctrine d'Arius etait que le fils etait l'ouvrage et la créature du père. […] Ce fut comme l'on croit vers ce même temps qu'Arius composa sa thalie [?]. C'etait un Cantique sur la même mesure et sur le même air des chansons infames que Sotade [?] avait autrefois composées pr. les festins et pr. les danses, ce qui suffisait pr. rendre ce cantique odieux outre les erreurs qu'il contenait car Arius y avait enfermé la substance de sa doctrine. […]".
6 beschriebene SS. auf 8 Bll. 8vo. Fadenheftung. Titel in rotem und grünem Farbstift, Vortitel und Gedichte in Bleistift. Manuskript der Nummer XVIII von Haringers Zeitschrift "Die Einsiedelei. Ein Stundenblatt". Am Titel ein großes Kreuz in Dunkelgrün, darüber sein Name in Rot und darunter der seiner Freundin Hilda Reyer in Hellgrün. Der Vortitel lautet "Die Einsiedelei / Nr XVIII / wurde als Manuskript in zehn Exemplaren für die Freunde des Dichters geschrieben / Haringer: Hilda", danach folgen die Gedichte "Winter", "Zu Dir", "Erster Schnee" und "Märchen". - Die Gedichte und der Titel nehmen Bezug auf den Tod von Haringers Freundin Hilda Reyer, die 1927 im Alter von 21 Jahren an Tuberkulose verstorben war. Mit ihrem Tod ging auch Haringers letzte Möglichkeit dahin, sich in ein bürgerlich-seßhaftes Leben einzufinden. - Das Manuskript ging vermutlich an "Dr. G. W. Zanker" in Wien, dessen Adresse am letzten Blatt als Durchdruck zu lesen ist. - Beiliegend zwei gedr. Verlagsanzeigen, davon eine mit kleiner eh. Korrektur.
1½ SS. 8vo. "Süsses Knäblein ging in's freie | Voll der reinen Frühlingsfreude, | Staunend über's ewig neue | Aufersteh'n im Blumenkleide [...]". - Die in Neu-Sandec (Galizien) geborene Schriftstellerin, die auch unter den Pseudonymen Paul Andow und A. v. Sandec schrieb, lebte seit 1865 in Brünn und Graz und ließ sich 1890 in Wien nieder. Sie verfaßte zahlreiche Beiträge für österreichische und ausländische Zeitungen und Zeitschriften und veröffentlichte Lyrik und Prosa (u. a. "Holdings Herz. Die Geschichte einer Familie", 1894). Vgl. Kosch VII, 205f. - Mit einem kleinen Randeinriß.
Folio (200 x 312 mm). French manuscript on paper. 8½ pp. on 6 ff. Sewn. Together with a lithographed text in Chinese on rice paper. Folio (168 x 314 mm). 6 pp. on 7 ff. Sewn. Entitled "History of the life of the great Genie of Bac Ninh ong Thanh Dong, commonly known as Thánh Gióng, or in characters as Dông Thiên Vuong", the manuscript describes eight episodes from the Thánh Gióng legend in idiosyncratic French. The first and longest part is a rendering of the core story of the hero's victory over an invading Chinese army as a three-year-old child: "Le Roi de Hung Vuong envoyait ses ambassadeurs d’aller à la recherche à celui qui pourra se rendre maître à ces guerriers belliqueux. Les ambassadeurs du Roi étaient alors arrivés à Phu Dong. Le Dông Thiên Vuong était âgé de 3 ans, étendu sur un lit en bambous disait aux ambassadeurs quand on m’aura procuré d’un cheval de fer et un sabre je me rendrai maître aux guerriers belliqueux" ("The King of Hung Vuong sent his ambassadors to go in search of the one who will be able to make himself master to these warlike warriors. The King's ambassadors arrived at Phu Dong. The Dông Thiên Vuong was 3 years old, lying on a bed of bamboo said to the ambassadors when one will have provided me with an iron horse and a saber I will make myself master to the warlike warriors", transl.). The following seven episodes have a more concrete temporal setting tied to the succeeding Vietnamese dynasties, ranging from the 1st and 2nd Lê dynasties (between 980 and 1788) to the Nguyen dynasty (1802-1945). These are all accounts of miracles performed by the now divine Thánh Gióng against invading armies and other enemies of the Vietnamese kings. In a note on the final page, the French copyist ascribes the original text to an author named Nguyen Hui Thiên from the district ("huyen") of "Tiên Do", probably Tiên Du in the northern Bac Ninh province. - Lower right margin of the final 3 leaves torn without loss to text; upper right corner creased.
10 ff. of ms., with an additional f. of notes. 11 ff. altogether, written in ink on one side only, narrow folio format (c. 35 x 17 cm). Complete manuscript of the famous "Hoplopoiia" section of Kazantzakis's Iliad translation: a pivotal part of the 18th book (rhapsody sigma) of Homer's epic. Kazantzakis and the scholar J. T. Kakridis collaborated on this metrical translation from classical Greek into the modern demotic language over a 14-year period. When it was privately printed in 1955, the controversial effort was hailed as "'living' poetry, through which the modern Greeks will be able to grasp much of the vigour, the passion, and the values of the heroic world of the Iliad" (C. A. Trypanis, The Classical Review 8 [1958], p. 280). The "Hoplopoiia", or the "Making of Armor for Achilles", is one of the most famous parts of Homer's poem: After the death of Patroclus has convinced Achilles to re-enter battle and avenge his friend, his mother Thetis seeks out the smithing god Hephaistus, who fashions a new set of armour for him, among which is a magnificently wrought shield. The detailed description (ekphrasis) of this shield, which takes up most of the present ms., is regarded as one of the paramount passages in Western literature: starting from the center and moving outward, the shield shows first the heavenly bodies (Earth, sky and sea, the sun, the moon and the constellations), then a city at peace (a wedding; a lawsuit; council) and at war (opposing armies; the gods; an ambush); country life (ploughing and reaping; vintage; a herd of cattle attacked by lions; a sheep farm); dancing youths and maidens; and finally, the all-enclosing ocean stream. In essence, the shield offers a physical encapsulation of the entire world: the various layers of this microcosm present a series of contrasts, antitheses that show the basic forms of a civilized, essentially orderly life. Leading up to Achilles's return to battle and one of the bloodiest parts of the Iliad, the Shield Ekphrasis also provides a moment of calm before the storm. - Traces of horizontal folds. Numerous revisions, corrections, and insertions in ink and pencil; caption "Iliada 18 (S. 368-618)" broadly underlined in red crayon. In the final page of notes (written on the reverse of a leaf on which the beginning of the translation has been struck out), Kazantzakis states that this version is not to be considered final and will require revisions as to orthography and accentuation. While the present ms. was probably composed and revised over a period of several years (the variations in pen type and ductus pointing to at least three main stages), the statement that work had been ongoing for three years suggests a time frame around the year 1944. Includes Certificate of Authenticity, issued by Spanos Rare Books, Athens.
1 S. Qu.-4to. Gewidmet der Schauspielerin Amalie Haizinger und deren Tochter Louise Neumann: "O Mutter, du auf des Ruhmes Gipfel | O Tochter du mit des Lorbeers Wipfel; | O theilt auf diese beiden Zipfel | von diesem meinem Huldigungs-Kipfel!". - Etwas knittrig.
29½ SS. auf 16 num. Bll. Kl.-4to. Manuskript von Kriegs- und sonstigen Erinnerungen an einen Claas, den er zu Beginn der 1860er Jahre aus den Augen verloren hatte: "Im nächsten Jahre 1861 schrieb er, er wolle mit Familie nach Amerika auswandern und verabschiedete sich. Wir haben noch zweimal Briefe gewechselt; dann blieben seine Briefe aus. Eine Anfrage bei seinen Eltern und dem Prediger hatten [!] kein Resultat; die Eltern waren nach Amerika, der Prediger verstorben - ich erfuhr Nichts mehr von ihm. Vielleicht lebt er noch und kommt dies Blatt zufällig in seine Hände, so soll es ihm sage, daß ich seiner mit Dankbarkeit und Freundschaft gedenke denn / Ich hatt einen Kameraden, / Einen besseren findst Du nit". - Mit zahlreichen (wohl redaktionellen) Korrekturen in Bleistift; etwas angestaubt und fleckig und mit teils stärkeren Randläsuren.
2 SS. 4to. Wohl für den Verleger seines erstmals 1793 in Hannover erschienenen Buches "Lieder für Volksschulen" bestimmt, das bis 1823 vier weitere Auflagen erlebte. Interessante und umfangreiche Beschreibung einer ihm vorschwebenden Kupfertafel vor dem Liederbuch, aus der Hoppenstedts Persönlichkeit und sein pädagogisches Weltbild erkennbar werden. "Ein Schullehrer, in einfacher Tracht [...] sitzt unter einem Baum, mit einer Flöte, einigen Noten u. dergl. in der Hand. Ein Haufen Knaben, groß u. klein, sitzt zu seiner Linken, - ein gleicher Haufe Mädchen zu s. Rechten; u. diese alle sieht man frö[h]lich und in ungekünstelten Stellungen singen. Andre Kinder stehn schön gruppi[e]rt aufhorchend umher, - doch so, daß jedes Geschlecht für sich bleibt. Alle arbeiten, auch die Singenden. Theils stricken, theils nähen sie, - u. auch die Knaben stricken [...]". - Nach zahlreichen weiteren Details merkt Hoppenstedt an: "Ich darf wohl nicht hinzufügen, daß ich sehr natürlich mich gern bescheide, Manches auf einer einzigen Platte Unausführbare gesagt zu haben. Indeß wollte ich hiedurch auch nur meinen Wunsch zu erkennen geben [...]". - Die 5 Auflagen, die bis 1823 erschienen, enthielten, so weit wir feststellen konnten, keine solche Kupfertafel. Über Hoppenstedts sonstige Lehr- und Kinderbücher vgl. Goedeke VII 325, 25. - Sehr selten.
14 Zeilen auf 1 S. 8vo. "In Fieberglut lag ich an's Bett gebannt. | Feucht war mein Haar und meine Blicke flogen | Auf wirren Pfaden, toll und wildverwogen | Durch's krause Muster der Tapetenwand [...]". - Der aus Breslau stammende Schriftsteller und Librettist war in Berlin als Schauspieler und Journalist tätig. "Als Hausdichter des Berliner Metropoltheaters schuf er die 'Berliner Revue'. Bekannt wurde er mit Revuen wie 'Neuestes, Allerneuestes' (1904), 'Auf ins Metropol' (1905) und 'Der Teufel lacht dazu' (1906). Ferner wirkte Freund an mehreren Operetten mit" (DBE). - Etwas gebräunt und fleckig und mit kleinen Randläsuren.
1 S. 8vo. "Dem armen Vogel bin ich gleich geworden, | Den man erbarmungslos im Käfig hält, | Wie er sich auch nach seiner schönen Welt | hinweg sehnt aus dem herbstlich kalten Norden [...]". - Nachdem Oelschläger in den Kriegsjahren 1859 und 1866 als bayerischer Offizier gedient hatte, widmete er sich danach ausschließlich dem schriftstellerischen Beruf und lebte abwechselnd in Leipzig, Cannstatt und Weimar, wo er ins Kuratorium für das Goethe-National- Museum berufen wurde. Zu seinen bekanntesten Werken gehören "Gedichte", "Wunderliche Leute", die "Novellen in Octaven", "Engel Kirk", "Die Kunst im Hause" "Ovids Elegien der Liebe" und "Des Musäos Gedicht von Hero und Leander".
2 SS. auf Doppelblatt. Folio. Titel mit eh. Widmung: "Der liebenswürdigen Frau Irene Steinberg-Frank zur freundl. Erinnerung". - Domanig-Roll war als Textdichter zahlreicher Wienerlieder u. a. für die Komponisten Rudolf Kronegger, Karl Föderl und Ludwig Gruber tätig; auch war er Mitarbeiter des vom Chordirigenten Eduard Kremser herausgegebenen Werkes "Wiener Lieder und Tänze".