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3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An Ludwig Bösendorfer mit der Bitte, Frau Cölestine Wenedikter - "bis vor kurzem noch Fräulein Roblek" - doch die Rechnung für das ihr zugestellte Klavier zusenden zu wollen.
1½ SS. Folio (ca. 210:332 mm). An den Schuhmacher Louis Götz in Fulda: "Ew. Wohlgeboren sind, laut Mittheilung des Königlichen Amtsgerichts hierselbst vom 5. October 1894, als Eigenthümer des von Witwe Bender, geb. Weber, übernommenen Grundstücks Pagenstraße Nr. 1 eingetragen und haben demgemäß an die von mir gegenwärtig verwaltete Kasse der Theologischen Fakultät den Zinsbetrag von M. 27 jährlich [...] zu entrichten. Für das vorletzte Rechnungsjahr, während dessen mein Vorgänger Prof. Baethgen [d. i. der Theologe Friedrich Baethgen, 1849-1905] als Dekan die Kasse verwaltete, also für 1894/95, ist der Betrag eingezahlt, aber noch nicht für das letzte (1895/96) [...] Nachdem eine erste Mahnung zum Zahlen, welche aus Unkenntnis Ihres derzeitigen Wohnorts nach dem Hause Pagenstr. 1 hierselbst adressiert gewesen, ohne Erfolg geblieben, richte ich nunmehr an Ew. Wohlgeboren die Aufforderung: binnen acht Tagen von heute ab [...] den angegebenen Schuldbetrag von 27 Mark an meine Adresse [...] einzusenden. Erfolgt bis dahin die Zahlung nicht, so wird die Theologische Fakultät die Angelegenheit dem Königlichen Amtsgericht überweisen, damit dieses den rückständigen Zinsbetrag auf dem Gerichtswege einziehe [...]". - Mit Vermerk "Duplikat" zu Beginn, 2 Stempeln der Theologischen Fakultät Greifswald und einigen Notizen in Bleistift und Tinte von anderer Hand; Spuren alter Montage.
1 S. Qu.-8vo. Alt auf Trägerpapier montiert. Die Bildseite mit der Abbildung eines Orchesters.
1 S. 8vo. Mit eh. Adresse. An die Direktion der Universitätsbibliothek Wien mit der Versicherung, "die Rückerstattung der eingeforderten Bücher" veranlaßt zu haben, und der Bitte, "mir das Quellenwerk Cod. dipl. Silesiae Bd. 20. II 192.397 noch zu prolongieren". - Adolf Zycha war als Professor für Deutsches Recht an der Universität Bonn tätig. Zu seinen Veröffentlichungen gehört u.a. ‘Das böhmische Bergrecht des Mittelalters’ (1900) und "Über den Ursprung der Städte in Böhmen und die Städtepolitik der Premysliden" (1914). Vgl. DBA II 1457, 373-375.
1 S. 4to. Kündigt sein Collegium im kommenden Semester an: "Ich beabsichtige im Sommer-Semester 1886 zu lesen: Allgemeine Geschichte im Zeitraume des spanischen Erbfolgekrieges ein 2 stündiges Collegium, *) von 3-4 Uhr Nm. [...] *) Ich ersuche ergebenst den Hern Decan jene beiden Tage einzusetzen, an welchen Prof. v. Krones nicht liest. Sollte letzterer überhaupt eine andere Stunde haben, so bitte ich zu setzen: Montag u. Donnerstag". - Zwiedineck war Dozent für Geschichte an der Universität Graz und ab 1880 Direktor der Steirischen Landesbibliothek. Er war Stifter der Akademischen Corps Teutonia und Vandalia in Graz. - Gefaltet. Ränder leicht ausgefranst.
½ S. Folio. "Ich Unterzeichneter Julius von Zwiedineck Südenhorst k. k. Konsularseleve zu Jerusalem bevollmächtige den Herrn Moritz Lederer, Dr. der Rechte, Praktikanten bei der k. k. Finanzprokuratur zu Wien, alle für mich bei der k. k. Staatskasse flüssigen, wie immer gearteten Beträge zu erheben und über dieselben rechtskräftig zu quittiren". - Julius Frh. Zwiedineck von Südenhorst, der dritte Sohn von Oberst Ferdinand Zwiedineck, besuchte die orientalische Akademie in Wien und war hernach Konsularseleve in Jerusalem; die Stelle selbst dürfte er nur kurz vor diesem Schreiben angetreten haben. Später in Konstantinopel, Beirut, Smyrna, Janina und Trapezunt tätig, wo er den Rang und Charakter eines Generalkonsuls bekleidete, ging er in außerordentlicher Mission 1872 nach Persien, "um für die Betheiligung der dortigen Handels- und Industriekreise an der Wiener Weltausstellung 1873 zu wirken" (Wurzbach LX, 344). - Mit von nicht identifizierter Hand stammendem Bearbeitungsvermerk und 15-Kreuzer-Stempelmarke; mit kleineren Randläsuren.
Zusammen 2 SS. auf 2 Bll. Qu.-8vo. Jeweils mit eh. Adresse. An Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche. - Geboren in Taufkirchen a. d. Trattnach (OÖ), war Zwerger Lehrer in Bruck a. d. Mur (Stmk.) und Verfasser mehrerer Gedichtbände.
Postkarten: 8 SS. 8vo. Briefe: 3 SS. 8to. Gedichte: 2 SS. 8to. Albumblatt: 1 S. Format: 90:140 mm. Mit 2 Kuverts. Die stete, über die Jahre hinweg geführte Korrespondenz läßt auf ein enges Verhältnis zwischen Zwerger und Josef Wesely schließen. So erzählt Zwerger seinem alten Kameraden aus früheren Jahren, was sich nach 1945 zugetragen hat: "Mich hat man 1947 noch einige Monate in Zell, Salzburg und Wien eingesperrt, wobei sich das Kuriosum begeben hatte, daß man mich zwar im Fahndungsblatt wie einen Verbrecher 'ausgeschrieben', mich aber, wiewohl in Zell am See völlig ordnungsgemäß und jedermann bekannt, fast 2 Jahre nicht - gefunden hat!". Nebst etlichen Danksagungen für Glückwünsche auch zwei Gedichte, ersteres mit dem Titel "Ich hab ein Hüglein im Polenland... - Ein Frauenlied (1914)" auch in maschinenschriftlicher Form beigelegt: "Ich hab ein Hüglein im Polenland / Und weiß nicht, wo es steht, / Ich weiß nur, daß ewig an seinen Rand / Meine Liebe pilgern geht. / Sie standen in Blumen, auch er dabei, / Dann brauste der Zug heran, / Da hob sich ein endloser Jubelschrei, / Aber mir hat's wehgetan. / Er winkte noch grüßend mit der Hand, / Es war sein letztes Valet, - / Nun hab ich ein Hüglein im Polendland, / Aber weiß nicht, wo es steht...".
2 2/3 SS. 4to. An seinen Schwager, den Bildhauer Theodor Wagner (1800-1880): “Vorerst meinen Glückwunsch für Deine Erbschaft. Leid und Freud haben hier gewechselt. Heute habe ich die erste vollendete Büste Rothschilds eingepackt [...] Die letzt geschickte Büste ist nicht zu verachten und bin zufrieden damit ich habe nemlich die schwarzen Stellen mit weisser Kreide tüchtig eingerieben und so waren die Rothschilder bey ihrem Hiersein auch zufrieden, mehr leid thut es mir daß ich die Lautenbachschen Bilder noch einmal in Punkten setzen muß [...]” (Br. v. 31.III. 1837). “Da seit dem Abgang Eures Bildes noch keine Nachricht von der Ankunft, noch wie es gefallen erfolgt ist, so bin ich wirklich in Verlegenheit und weiß nicht was ich davon zu halten habe. Morgenstern war gestern bey mir um sich zu erkundigen konnte ihm aber keinen Bescheid geben [...]” (11. X. 1842). - Ausgebildet von Johann Heinrich von Dannecker (1758-1841) in Stuttgart und Bertel Thorvaldsen in Rom, wurde Zwerger 1829 zum Professor ernannt und war bis 1866 am Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt a. M. als Lehrer tätig. Vgl. Thieme/Becker XXXVI, 609. - Der Brief v. 11. X. 1842 mit eh. Adr. und kl. Ausr. durch Siegelbruch. Verso mit einigen Skizzen in Bleistift und recto mit einer Rechnung in Tusche, die wahrscheinlich alle aus der Hand Wagners stammen. - Aus dem Besitz und in bedruckter Originalmappe der berühmten Autographensammlung des österreichischen Industriellen Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909).
1 S. Kl.-Folio (ca. 210:340 mm). Quittung über 50 Gulden, "welche der Gefertigte als monatlichen Gehalt für den Monat März ad. aus der Kassa des k. k. Hof und Nationaltheaters richtig erhalten zu haben anmit bestätiget [...]". - Die Stempelmarke ausgeschnitten.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert. Gedruckte Danksagungskarte "anläßlich meines 75. Geburtstages". - Fritz Zweigelt (1888-1964) studierte an der Universität Graz, war 1910/11 Assistent am dortigen Botanischen Institut, seit 1912 an der Lehr- und Forschungsanstalt in Klosterneuburg und wurde 1922 Leiter der im Jahr zuvor gegründeten Bundes-Rebzuchtstation. 1938-45 war er Direktor der Höheren Staatslehranstalt und Staatsversuchsstation für Wein-, Obst- und Gartenbau in Klosterneuburg. Zweigelt galt als Fachmann für angewandte Entomologie und Pflanzenkrankheiten. Er war auch ein erfolgreicher Rebenzüchter, u.a. der Blauburger Rebe, die nach ihm benannt wurde.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen nicht namentlich genannten "Herrn Doktor" über die Zusendung von "Verlaineillustrationen", "die ich alle kostenlos oder mit minimalen Spesen besorgen konnte. 1) Selbstportrait Verlaines, Handzeichnung, im Besitz Verhaerens und von ihm mir gegeben. 2) Portr. Verl. von F. A. Cazals. Hospital Broussais. Photographie nach dem Bild im Luxembourg. Reproduction frei. 3) Verlaine in Café François. Eine sehr interessante Photographie, die ich kaufte; allerdings, das Reproductionsrecht muß - wenigstens besagt es die Aufschrift - erst erworben werden. 4) Lichtdruckportrait Verlaines (nach der Photographie). 5) Abdruck des Bildes von Fantin-Latour. Ob das noch brauchbar ist? Ich werde noch beschaffen. 1) Ein Gedicht V.s in seiner Handschrift. 2) eine Zeichnung von Cazals, so wie sie im Hefte der 'Plume' sind. Mein Höchstanbot für die Reproduction wird 15 Mark sein. 3) ein Portrait von Steinlen, dem ich schreiben will [...]". Weiters ersucht er seinen Briefpartner um die Einholung einiger Reproduktionsrechte und hofft, "die Correcturen bald zu haben: ein wenig will ich ändern, einen Irrtum in der Biographie, sowie ein paar Zeilen über seinen mentalen Zustand hinzufügen. Im ganzen aber nur Kleinigkeiten [...]". - Stefan Zweig hatte 1902 eine Anthologie von Gedichten Verlaines bei Schuster & Loeffler herausgegeben, 1905 erschien dann im selben Verlag ein weiterer Verlaine-Band. - Stellenweise gering verblasst, sonst tadellos erhalten.
8vo. 1 p. To the controversial Viennese publisher Fritz Freund (1879-1950), regarding a collection of Lemonnier short stories which he was anonymously translating in collaboration with Friedrich Fischl. Together with his friend Émile Verhaeren, Zweig endeavoured to promote Lemonnier's work in spite of the fact that his "Homme en amour" had just been banned throughout Germany. In full: "Lieber Herr Freund, ich war heute bei Ihnen vergeblich in Audienz, um die Lem[onnier]-Novelle zu übergeben und Sie nochmals zu warnen einen Übersetzernamen auf's Titelblatt zu setzen. Haben Sie es nötig, dass ein Herr Fischl in Wien herumgeht und sich 'Autor des Wiener Verlag's' nennt. Nein, das haben Sie nicht nötig [...]".
8vo. 2 pp. on bifolium. To the autograph dealer Charavay, asking to send him auction catalogues dating from 1914 onwards: "Il y a plus d'une année que je m'adressais a vous avec la demande de m'envoyer tous vos catalogues de vente et vos catalogues a prie fixe a partir du aout 1914 [...]". - On headed paper; centerfold slightly torn; fol. 2 somewhat wrinkled at the top.
6 Zeilen auf 1 S. Qu.-8vo. Mit Adresse. An Robert Heilig in Wien: "Liebe Frau Annie und lieber Robert! Viele schöne Grüße auch von mir, der ich seit drei Monaten in Proßnitz seßhaft bin und darüber noch froh sein muß. Hoffentlich können wir uns bald einmal sehen. In Freundschaft Euer Max Zweig". - Die Bildseite mit einer Ansicht aus Proßnitz.
- Londres 26 décembre 1937, 17,9x22,9cm, une feuille. - Signed autograph letter to Alfred Cortot and his wife about Richard Wagner's manuscript collection: "I was lucky enough to be able to acquire the entire lot one day before Bayreuth sent a trusted buyer". London 26 December 1937, 17.9x22.9cm, one leaf. Autograph letter signed by Stefan Zweig to Alfred Cortot, two pages on one sheet written in violet ink. An outstanding autograph letter in which the avid collector informs his friend Alfred Cortot of his acquisition of unpublished manuscripts of Wagner. Alfred Cortot himself owes his career as a conductor to his early discovery of the German composer. Cortot shared with Zweig his "almost tyrannical bewitchment [suffered] with as much intoxication as fervor" for the composer. Zweig, who spoke of his collection as "more worthy of surviving me than my own works" (The World of Yesterday: Memories of a European, 1942), recounts for his friend the details of this incredible discovery of hundreds of forgotten leaflets, including Wagner's intimate correspondence, handwritten scores and excerpts from opera librettos, including The Flying Dutchman, The Sublime Fiancée (or Bianca and Giuseppe), Die Feen, Das Liebesverbot (The Ban on Love) and a lost orchestral version of Rule Britannia. In December 1937, as he fled the Nazi regime and settled in London, Zweig became fascinated by the archives of a time when intellectual Europe was living in perfect syncretism. The writer takes a nostalgic look at the manuscripts of Wagner, who like him spent his youth travelling through the capitals of Europe: "I was extraordinarily fortunate to be able to get my hands on a whole lot of Richard Wagner's musical and literary manuscripts from his early period (Leipzig, Magdeburg, Riga and Paris) during a short stay in Vienna". Among these precious manuscripts is the extremely rare orchestral arrangement of the patriotic song Rule Britannia, which had been missing for more than sixty years. Sharing his passion for Wagner with his friend, the pianist Cortot, Zweig announced his discovery with the wonder so familiar to collectors when faced with an exceptional find: "[...] the manuscript is the only one of its kind in the world that has been preserved. It contains things that will be of special interest to you, for example the complete translation (60 pages) of the French version (unpublished (I believe) of the text of the "Liebesverbot") entirely in Wagner's hand, as well as the manuscripts of a vaudeville song "Descendons la Courtille" (which he performed in his darkest moments) [...] almost thirty pieces of the highest interest and precisely from the rarest period. All this was hidden for 50 years in a private collection and I was lucky enough to be able to acquire the entire lot one day before Bayreuth sent a buyer". The letter is a fascinating account of Zweig's parallel life, which had earned him a reputation as an accomplished collector. His collection also inspired one of his most beautiful short stories, The Invisible Collection (die Unsichtbare Sammlung) and a pioneering essay in the Deutscher Bibliophilen Kalender (The Autograph Collection as an Art). His hundreds of historical, musical and literary autographs from the Middle Ages to the 20th century were carefully catalogued and collected in the library-museum of his house in Kapuzinerberg: "In this library, a 'place of worship', he also exercises a real activity as an expert in autographs [...]. ...] The library will attract a number of distinguished scholars, sometimes accompanied by their assistants, who will not hesitate to return to work there quietly for days or even weeks at a time" (Stefan Zweig, le voyageur des mondes, Serge Niemetz). With this acquisition, Zweig sees the dream of every collector come true. After two years of exile in England, Zweig returned to Vienna in time to purchase these exceptional documents from Bayreuth's emissaries, who had already built up a large col
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, montiert auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Unerhörten Heldenmut lohnte das Schicksal dem deutschen Volk mit unsäglichem Leid. Wohl uns! Daß plattes Mittelmaß uns erspart blieb, daß wir nicht kosten vom Überfluß, der den Starken entmannt; daß wir Arbeit haben für ein Jahrhundert! Denn nur aus unmenschlichem Leid steigt man zu übermenschlicher Größe empor [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). - Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. Koslowsky 171.
1 S. 8vo. An Josef Wesely, mit Dankesworten für seine Neujahrswünsche. Die Wehmut in seinen Zeilen lässt sich schwer verbergen, und Schrecken aus den vergangenen Jahren wirken nach: "[...] den Frieden diktiert, wer die Macht hat; und Macht verblendet. Der erste Mächtige, der weise, nämlich massvoll, ist, rettet die abendländische Kultur vor dem Untergang - wenn es dazu noch nicht zu spät ist. [...] Dennoch glaube ich an die Macht der Idee. Aber wir haben noch einen langen Leidensweg vor uns."
½ S. 4to. Verweist Interessierte auf sein Werk: "Wer mehr über die Flora des durchwanderten Gebietes zu wissen wünscht, den verweise ich auf meine pflanzengeographische Arbeit in den Abhandlungen der geologisch-botanischen Gesellschaft, Jahrgg. 1863: 'Botanische Reise von Salzburg über den Radstädter Tauern nach Mauterndorf [...]". - Nach mehreren Jahren als Gärtnerlehrling in Oberösterreich und Wien-Schönbrunn war Zwanziger von 1857 bis 1863 als Diurnist in Salzburg tätig. Von 1863 bis 1868 war er an der k. k. Studienbibliothek in Klagenfurt angestellt und später zeitweise als Hilfsbeamter am Kärntner Landesmuseum. Von ihm stammen zahlreiche Beiträge zur Flora von Salzburg und Kärnten, weiters beschäftigte er sich auch mit tertiären und karbonischen Pflanzenresten Kärntens. - Gefaltet. Mit Sammlervermerk in Bleistift.
1 S. Qu.-8vo. An den k.u.k. Hoffotograf Josef Löwy (1834-1902) in Wien: "Da die Binderschen Cartons demnächst herabgenommen werden sollen, so bitte ich Ihren Entschluß in Bälde der Oberrealschule-Direction gütigst mittheilen zu wollen, vielleicht ob dieselben gewollt werden etc. [...]".
8 SS. Geheftet. 8vo. 43 Strophen (152 Zeilen): "Lokend wekten einst im Haine / Durch gebrochnes Saitenspiel / Bey des Mondes Silberscheine / Klagethöne mein Gefühl. / Trübe Wehmuth drängte schaurig / Sich in meine Seele ein; / Und die Stimme hallte traurig / durch den waiten stillen Hain. / Näher ging ich diesem Schalle / Durch die dichten Bäume hin. / Und umblickte dort im Thale / Einen sinkenden Ruin. / In der nächtlich stillen Feyer / Saß ein Greis auf einem Stein / In der Hand mit einer Layer / Bey des Mondes Silberschein [...]". - Zusners Dichtungen erschienen zunächst in Zeitschriften, Almanachen und Taschenbüchern, u. a. in dem von August Schmidt herausgegebenen Wiener Taschenbuch "Orpheus" sowie im Grazer belletristischen Blatt "Der Aufmerksame". Seine erste Gedichtsammlung erschien 1842 im Wiener Beck-Verlag, auf welche ein Band "Neuere Gedichte" folgte. 1863 erschien "Im Walde. Naturbilder" im Schaffhausener Hurter-Verlag; 1871 kam, ebenfalls in Schaffhausen, eine umgearbeitete Gesamtausgabe heraus. - Aus der Sammlung des Grazer Amtsrats Arnulf Rumpold (1899-1988) mit seinem Besitzstempel am letzten Bl. verso.
1 S. Gr.-8vo. Vermutlich an den Maler und Dichter Hugo von Blomberg (1820-71): "Da ich durch meine Abwesenheit versäumt habe etwaige Beschlüsse in Angelegenheit der Wiener-Ausstellung wahrzunehmen, so bitte ich Sie hierdurch, mich doch gefälligst wissen zu lassen, wie und wann die Sachen spedirt werden. Dann weiß ich noch immer nicht, ob ich das Gipsmodell der großen Gruppe 'Charitas' dort hinsenden darf, indem Sie das angegebene Gewicht von 3 Centner überschreitet. Da ich Sie schon 2 mal nicht zu Hause getroffen habe, so bitte ich, ein paar Zeilen, damit ich die Kisten machen lassen kann, welches bei solch großen Sachen, gewiß die höchste Zeit wird [...]". - Zur Strassen verfertigte die Marmorgruppe "Charitas" um 1862 für den Bankier Abraham Oppenheim in Köln. Ein Gipsabguss befindet sich im Städtischen Museum in Leipzig. - Kleine Randläsuren; am oberen Rand Spuren von altem Klebeband.
4 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An die Theateragentur Sachse in Wien: "Sie haben in der letzten Nummer Ihrer Chronik eine Notiz über mich zu bringen beliebt, die meine bis jetzt noch nie angegriffenen Künstlerehre in der beleidigendsten und zugleich unvergleichlich ungerechtesten Weise in den Schmutz zieht. Das veranlasst mich Ihnen in vollkommener Ruhe die wahren Verhältnisse über jene wahrlich von mir ohne Tadel dirigirte Jüdinvorstellung zu geben u. zwar ohne selbst zu reden. Lesen Sie die Referate des Salzburger Volksblattes [...]". - Zumpe war Hofkapellmeister in Stuttgart, übernahm 1895 die Leitung der Münchener Philharmoniker und trat 1897 ein Engagement als Hofkapellmeister in Schwerin an. "Während der vier Jahre in der mecklenburgischen Residenzstadt führte er die Schweriner Hofkapelle zu einem der ersten Klangkörper im Deutschen Reich. Unter seiner Leitung reiste das Orchester regelmäßig zu Gastspielen nach Berlin, London, Madrid und Sankt Petersburg. 1901 kehrte Zumpe nach München zurück und übernahm dort als Generalmusikdirektor die künstlerische Leitung des neuerbauten Prinzregententheaters. Am 20. August 1901 wurde das Haus mit Die Meistersinger von Nürnberg eröffnet. Weitere Inszenierungen von Opern von Richard Wagner folgten" (Wikipedia). - Auf Briefpapier mit gepr. Vignette.
Zusammen (1+1 =) 2 SS. Qu.-8vo. Die Postkarte mit eh. Adresse verso. An den Verleger August Scherl in Berlin über einen Fototermin: "Morgen lasse ich eine Aufnahme von mir machen und werde dieselbe gleich senden sobald sie fertig ist [...]" (7. V. 1911). - Für die Autographensammlung einer Bekannten: "Mit Vergnügen schicke ich Ihnen hier eine Probe meiner 'schönen' Handschrift [...]" (26. IX. 1908).
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Redakteur Geller in München: "Leider ist mir gar nichts Passendes eingefallen, verzeihen Sie bitte | Ihrem ergebenen | L. v. Zumbusch". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.