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2 SS. Carte de Visite-Format. "[...] schenkt Ihnen diese kleine Zeichnung für Ihre Sammlung [...]". - Der Sohn Caspar von Zumbuschs und Bruder von Leo von Zumbusch erhielt seine künstlerische Ausbildung bei Christian Griepenkerl und Carl Wurzinger an der Akademie der bildenden Künste in Wien sowie bei Wilhelm von Lindenschmit d. J. an der Akademie in München, setzte seine Studien als Schüler von Adolphe William Bouguereau und Tony Robert-Fleury in Paris fort und unternahm Studienreisen nach Italien, Holland, Dalmatien und in die Türkei. Anschließend als freischaffender Maler und Illustrator in München lebend, wurde er Mitglied der Münchner Sezession und war einer der ersten Mitarbeiter der Zeitschrift "Jugend". Er schuf vorwiegend Portraits, besonders Kinderbildnisse und Kinderszenen, sowie Pastellandschaften.
Oblong 8vo (postcard). 1 page. Inscribed to the German dermatologist Alwin Scharlau. - A member of the Munich Secession and the Deutscher Künstlerbund, von Zumbusch created title-pages for the magazine "Jugend" as well as oil paintings, and was appointed professor at the Munich Academy in 1905. - Traces of postmarks. Self-addressed by the collector on the reverse. The Mecklenburg physician Scharlau (b. 1888) assembled a collection of artists' autographs by personal application.
Oblong 8vo (postcard). 1 page. Inscribed to the German dermatologist Alwin Scharlau: "Den Sammler begrüßt [...]". - Working in Vienna from 1873, von Zumbusch is considered the most important monumental sculptor of Historicism in Austria, his main works including the monuments for Beethoven and Maria Theresa, as well as the statue of Emperor Franz Joseph in the Vienna University, a sense of idealization characterizing his oeuvre as a whole. - Traces of a postmark; some small ink spots and creases. Self-addressed by the collector on the reverse. The Mecklenburg physician Scharlau (b. 1888) assembled a collection of artists' autographs by personal application.
Bogotá, Instituto Caro y Cuervo, 1977. 4to.; 96 pp., 4 hs., y 5 reproducciones de portadas. Ejemplar con envío autógrafo del autor. Cubiertas originales.
1 S. Qu.-12mo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Das ist unser Hausberg, den sollten Sie sich doch einmal ansehen-! [...]" - Die Bildseite mit einer Ansicht des Allalinhorns. - Alice Herdan-Zuckmayer, die zweite Gattin Carl Zuckmayers, hatte 1949 ihr erstes Buch - "Die Farm in den grünen Bergen" - veröffentlicht, das auf Briefen der Kriegs- und Nachkriegsjahre, die die Familie auf einer Farm in Vermont verbracht hatte, basiert; ihr 1979 erschienenes Buch "Buch Genies sind im Lehrplan nicht vorgesehen" war der Reformpädagogin Eugenie Schwarzwald gewidmet, mit der Alice Zuckmayer-Herdan seit ihrer Kindheit an eine enge Freundschaft verband.
Zusammen 17 (davon 14 eh.) SS. auf 10 Bll. 4to und qu.-8vo. An Hella Jacobowsky, seine langjährige Mitarbeiterin und Intima in Deutschland, mit Mitleid erregenden Berichten in epischer Breite über seinen "kleinen accident" am Pfingstsamstag, wo er sich auf einem Spaziergang in der Vermonter Wildnis mit seinem Freund McDill bei einem Sprung von einem "kleinen Steinwall" das Knie so schwer verletzt habe, daß er ins Krankenhaus mußte, wo sein Bein stillgelegt wurde: "[…] mein Kniegelenk schnappte mit einem so lauten 'click' heraus, dass mein Freund John es hörte wie einen Hammerschlag auf einen Stein […]". Die Bergung in der fast unbewohnten Gegend habe Stunden gedauert, und die Schmerzen seien unerträglich gewesen. Das einzig Gute an dem Unfall sei, daß er zu Hause als Hilfe ausfalle und seine Frau nun merke, wie sehr er im Haus gebraucht werde. "[…] Sonst wird stillschweigend hingenommen, dass ich einen unbezahlten Dienstboten und Butler ersetze und werde überhaupt nicht bemerkt!!" (30. V.). Die Abhängigkeit von Krücken und der Hilfeleistung durch andere lähme seine Arbeitskraft, die er für die bevorstehende Schiffsreise nach Hamburg brauche, wo am 3. September die Uraufführung seines Stückes "Das kalte Licht" stattfinden werde. Es folgen Anweisungen, dort für seine Nachbehandlung zu sorgen und ebenso für eine geeignete Unterbringung. Die Hotel-Frage beschäftigt ihn: "Nur keine 'gepflegte Behaglichkeit'" wie in jener Pension, in der ihn der Verleger Goverts unterbringen möchte. Er plädiert für das Hotel Vier Jahreszeiten, das diskreter als das Atlantic sei, wo immer "Presseleute und andere Geyer herumlungerten", und wünsche "soviel Privacy dass ich mich nicht kastrieren lassen muss wenn ich allein dort lebe [...]" (17. VI.). Am Filmvertrag für das "Köpenick"-Treatment wolle er nichts ändern und sei entschlossen, die von Gustav Gründgens "aus unwiderlegbaren Gruenden" gestrichene "Bum-Szene" des neuen Stückes zu widerlegen (24. VI.). - Die beiden Quart-Briefe auf Luftpostpapier.
Zusammen 13¼ SS. auf 9 Bll. 4to und qu.-8vo. Die vorliegenden Briefe an Hella Jacobowsky, seine langjährige Mitarbeiterin und Intima in Deutschland, sind Zuckmayers letzte Briefe vor der Schiffsreise nach Hamburg und behandeln die dort von ihr noch zu treffenden Vorbereitungen. Am 3. Sept. finde in Hamburg die Uraufführung seines Dramas "Das kalte Licht" statt, bei der er anwesend sein möchte. Durch alle Briefe, die zunächst ausführlich seinen Krankheitszustand (Zuckmayer war wegen einer schwerwiegenden Knieverletzung in Behandlung) zum Gegenstand haben (Schmerzen, Therapie, Rückfall, Angstgefühl und Verzweiflung), zieht sich die Unruhe über das Näherrücken des Reisetermins und die Ungeduld über das langsame Fortschreiten der Genesung, obwohl "mein Doktor höchst erbaut vom Zustand der Beinmuskeln" war: "Kommt dazu der seltsame Betrieb in einem amerikanischen Spital. Der Doktor tut seinen job, sagt Dir alles auf netteste Weise, und dann ist er parti, wohnt nicht mehr dem ersten Aufsteh- und Krückenversuch bei: The nurse will take care of you. Aber die Nurses haben grade Schichtwechsel, es kommt eine herein, die nicht zuständig ist usw. - Du bist allein [...]". Da er nicht "mit Krücken in die Wanne kann", müsse er auf eine männliche Nurse warten, von denen es zu wenige gebe. "Die weiblichen Nurses dürfen keine nackten Männer sehen - - - (offiziell). Diejenige, die neulich [...] sweet and intimate mit mir war, kam sofort herein, als Jobs [d. i. seine Frau Alice] abends gegangen war [...] und war ganz enttäuscht, dass ich nicht in der Stimmung für flirtations war und sie hinaus schmiss [...]"(16. VII). - "[…] Erst jetzt empfinde ich das Deprimierende dieser Sache. Die Gefährdung der ganzen weiteren Existenz, falls es nicht 'gut' würde [...] Und irgendeinen Sinn muss diese gottverdammte Sauscheisse ja vielleicht doch haben" (17. VII.). - "[...] Ich fühle mich recht discouraged und deprimiert [...] alles eine säuische Strapaze [...] Sie werden mich in einem Wheelchair an Bord rollen! [...]" (25. VII.). Ungeachtet dessen gibt er Anweisungen für die Schiffspassage (die amerikanischen Pässe für ihn und seine Frau seien rechtzeitig eingetroffen) und für die gewünschten Zimmer im Hotel Vier Jahreszeiten sowie zu Geldangelegenheiten, damit für seinen und seiner Familie Aufenthalt genügend Geld zur Verfügung stehe: "Von Realfilm bekam ich eine Bestätigung, dass die erste Rate [für den "Hauptmann von Köpenick"] ausgezahlt sei. Also werden wir nicht im Druck sein [...]" (ebd). - Auf Luftpostpapier.
1 S. auf Doppelblatt. Qu.-12mo. Mit alten Montageresten verso.
1 S. Qu.-8vo.
¾ S. Kl.-4to. An den Redakteur der "Berliner Morgenzeitung" Wilhelm Auspitzer (1867-1931): "Gibt es einen solchen Ausbund aller Tugenden, wie ich ihn hier geschildert habe, in dieser Welt? Es wäre beängstigend. Aber vielleicht wird Hagemann sich in diesen Idealtypus verlieben und Sie moralisch zur Verwirklichung zwingen [...]". - Mit zwei Knickfalten und einem winzigen Papierdurchbruch.
1½ SS. 4to. An Frau Pietz: "[…] im Spital nach einer schweren, aber gut geglückten und überstanden Operation, komme ich erst heute zur Beantwortung Ihres Schreibens […] Ich habe nichts dagegen, dass Sie die zitierten Strophen aus meinem Gedicht auf der Bildseite von Monet abdrucken, jedoch muss die Formulierung genau so sein, wie ich sie auf Ihrem beiliegenden Blatt vorgeschrieben habe. Diese Strophen wären für sich allein unzureichend, - es muss deutlich gemacht wären [!], dass sie Teilstrophen aus einem Gedicht sind. Auch bitte ich den Schreibfehler in der dritten Strophe nach meiner Korrektur abzuändern, sowie die in dieser Strophe fehlende Zeile […] zu ergänzen. […]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf und mit Eingangsstempel.
2 SS. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ihr Telegramm wurde uns nachgeschickt. Wir sind Mitte Juli nicht in Saas-Fee, sondern auf Reisen. Doch könnten Sie die Bücher mit Ihrer Wiener Adresse versehen im Juli nach Saas-Fee schicken, Rückporto beilegen, ich würde sie Ihnen dann signiert returnieren [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, montiert auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Bismarck setzte Deutschland in den Sattel, es ritt hohe Schule, so lange es die Longierleine führte, später ging ihm der Gaul durch [...] Wenn es noch einige traditionelle Kleidungsstücke abwirft, sich frei zur Arbeitsbluse bekennt, dann wird es zu Fuss mächtig vorwärts kommen, und das hohe Ross nicht vermissen [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). - Carl Zuckmayer gelang der literarische Durchbruch mit "Der fröhliche Weinberg"; seinen größten Erfolg hatte er in den Jahren der Weimarer Republik mit der Uraufführung des "Hauptmann von Köpenick" (1931) am Deutschen Theater in Berlin. Koslowsky 78.
½ S. 4to. An Herrn Friedrich: "Es würde mir Freude machen, ein derartiges Selbst-Interview für die 'Welt der Literatur' zu schreiben. Jedoch werde ich vorläufig nicht dazu kommen, da ich noch unter Termindruck an den Schlusskapiteln meiner Erinnerungen arbeite […]". - Zuckmayer, der sich 1958 in dem Walliser Gebirgsort Saas-Fee niedergelassen hatte und 1966 Schweizer Staatsbürger wurde, erreichte mit seiner Autobiographie "Als wär’s ein Stück von mir" (1966) wieder ein Millionenpublikum. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; im linken Rand gelocht (keine Textberührung).
1 S. 8vo. S/W-Portrait im ¾-Profil.
1 S. 110:80 mm. Mit Kuvert. "Dank, und herzliche Weihnachtsgrüße" an Schuldirektor Josef Wesely. Zuckmayer verließ 1957 das amerikanische Exil und ließ sich in der Schweiz nieder. "Für die Kritik galt er oft als zu volkstümlich und für das Volk bisweilen als zu kritisch. Die Linken hielten ihn für konservativ und die Konservativen für allzu links. So saß er oft zwischen allen Stühlen. Das jedoch ist für einen Schriftsteller kein schlechter Platz" (Marcel Reich-Ranicki).
1 S. 4to. Mit Kuvert. Carl Zuckmayer entschuldigt sich in einem Rundschreiben, adressiert an Josef Wesely, für seine späte Danksagungen auf Grund der Arbeitsmühen während der Feiertage: "Ich hoffe, Euch mit meinem Erinnerungsbuch, um dessen Vollendung ich mich jetzt bemühe, im nächsten Jahr entschädigen zu können." Noch im selben Jahr veröffentlichte er genannte Autobiographie "Als wär’s ein Stück von mir", welche sich über eine Million mal verkaufte.
1 S. 8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag: "[...] Ich weiss zwar nicht, was mir die Ehre verschafft hat, aber Glückwünsche kann man ja nie zuviel kriegen [...]". - Zuchardt war bis Ende des Zweiten Weltkriegs vorwiegend Dramatiker, später wandte er sich verstärkt Romanen und Erzählungen zu. Von 1945 bis 1957 hielt er Literaturvorlesungen an der Musikhochschule Dresden und der Technischen Hochschule; 1961 wurde er mit dem Martin-Andersen-Nexö-Kunstpreis der Stadt Dresden geehrt.
Asunción, Paraguay, Alcándara, 1983. 4to. menor; 87 pp., 2 hs. y una lámina fotográfica. Ejemplar con envío autógrafo del autor. Cubiertas originales. Única edición, rara, del único libro de poesía de un "poeta universal y paraguayo", nacido en 1930.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Es ist mir leid nicht im Stande zu seyn Ihren geehrten Wünschen betreff der Münzsammlung in irgend einer Weise nachzukommen, da ich weder selbst derley Münzen besitze, noch Jemanden kenne, der im Besitze derselben, und geneigt wäre solche wegzugeben [...]". - Mit zeitgenöss. Bearbeitungsvermerk.
français In-8 de 221 pp.; cartonné de l'éditeur, sous jaquette illustrée. Photographies hors texte. Exemplaire enrichi d'un envoi autographe signé de Pierre Loustau, en page de garde.
2 SS. auf Faltbogen. Folio. An die k. k. nö. Statthalterei: ein Gesuch um Aufhebung einer Geldstrafe von 5 fl. wegen versäumter Rückmeldung beim Konskriptionsarzt. Der Medizinstudent Zsigmondy hatte zwischen 11. Juli und 18. September 1882 eine Gebirgsreise nach Tirol unternommen und hätte sich bei über 14 Tage währenden Aufenthalt an einem Ort melden müssen. Da Zsigmondy anhand seiner Korrespondenz nachweisen konnte, sich nirgends länger als 2 oder 3 Tage aufgehalten zu haben, wurde das Straferkenntnis (wie eine Nachschrift berichtet) aufgehoben. - Zsigmondy, Freund von Ludwig Purtscheller und wie dieser ein Pionier des führerlosen Alpinismus, machte sich als Erstbesteiger und Erschließer neuer Routen einen Namen. Zu seinen herausragenden Leistungen zählt die erste Längsüberschreitung des Gipfelgrates der Meije im französischen Oisans-Massiv 1885, wo er auch verunglückte.
2 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ihr gütiges Schreiben vom 9. Aug. kam mir erst heute zu. Darum beeil' ich mich, Ihnen sogleich zu antworten, damit Sie wenigstens nicht durch meine Schuld, in Ihrem schönen, vaterländischen Unternehmen um einen Tag verzögert werden; und um so mehr, da ich fühle, daß ich unfähig bin, eine Aufgabe zu lösen, mit der mich Ihr gewiß unverdientes Zutrauen beehren will. Wer könnte nach Johannes Müller die Scenen, welche der Prospectus andeutet, treuer darstellen, oder Neues beizufügen, oder edler ausmalen? Am wenigstens gewiss ich! […]". - Zschokke schloss sich 1788 einer wandernden Theatertruppe an, für die er Theaterstücke schrieb, von denen die dramatische Bearbeitung seines Romans "Abällino, der große Bandit" (1793) erfolgreich war. Seit 1790 studierte er Theologie in Frankfurt/Oder, war nach der Promotion zum Dr. phil. 1792 Privatdozent und reiste 1795 in die Schweiz, wo er sich 1796 niederließ. Zschokke leitete zunächst ein Philanthropin in Reichenau, trat 1798 in den Dienst der helvetischen Regierung, ging 1802 nach Aarau, wurde dort Oberforst- und Bergrat, war 1815-41 Mitglied des Großen Rats und gehörte 1831 dem Verfassungsrat an, ehe er aargauischer Tagsatzungsbeamter wurde. Zschokke war politischer Publizist liberaler Tendenz und gab mehrere Zeitschriften (u.a. "Aufrichtiger und wohlerfahrener Schweizerbote", 1798-1800, seit 1804, "Erheiterungen. Eine Monatsschrift für gebildete Leser", 1811-26) heraus.
1 S. 21,6:15,8 cm. Neujahrsgrüße an den namentlich nicht genannten Rudolf Hintermayer, Dom-Galerie. - Zschokke wandte sich 1919 der Bildhauerei zu, ging nach Berlin uns war von 1930-37 Professor an der Kunstakademie in Düsseldorf. Später kehrte er nach Basel zurück und schuf u. a. zahlreiche Portraitplastiken bedeutender zeitgenössischer Persönlichkeiten, darunter etwa Paul Klee, Oskar Kokoschka und Konrad Adenauer.
¾ S. Qu.-Folio (359:135 mm). Großformatiges Kuvert mit Siegel des Justizministers. In Bleistift. Begleitschreiben zur Übersendung eines Berichts: "Der inliegende Bericht soll auf Anordnung des Herrn Vicepräsident von Criegern [d. i. Friedrich Theodor von Criegern, 1801-70] morgen Früh zur Registrande kommen [...]". - Zschinsky wurde 1849 vom sächsischen König Friedrich August II. zum Justizminister und gleichzeitig zum Vorsitzenden des Gesamtministeriums ernannt. Während des Dresdner Maiaufstands flüchtete er gemeinsam mit dem König und dem Minister Friedrich Ferdinand von Beust aus Dresden. Unter Zschinskys Führung wurde im Folgejahr das liberale Wahlrecht von 1848 ausgesetzt und jenes der Verfassung von 1831 restituiert. - Mit Spuren alter Faltung, Sammlervermerk in Bleistift und Siegelspur, etwas finger- und gelbfleckig.