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Oblong 8vo. Together 2 pp. on 2 single sheets. To a friend whose note he has lost, hoping that the enclosed cheque (not included here) will cover approximately the amount he owes: "J'ai perdu votre petite note. À peu de chose près ce doit être ce que je vous dois. S'il en reste je vous réglerai à la rentrée [...]". With a reference to a 400 Franc cheque as well as the date in blue ballpoint. - To the same, about having carried a cheque about with him for three months, which he just decided to mail instead of waiting for their next meeting: "Je traine ce chèque sur moi depuis trois mois comptant vous le remettre lors d'une prochaine visite. Comme cela tarde je préfère vous l'envoyer ci joint [...]". - Both with printed letterhead. Slightly creased.
8vo and oblong 12mo. Altogether 3½ pp. on 3 ff. Includes a printed obituary. 4to. To the music journalist and publisher Baudoin La Londre. Two postcards from October 1896 concern an article that Ernst had written for La Londre's "Journal musical". The later postcard accompanied Ernst's corrections of the proof. He tries to clarify a misunderstanding and gives his consent to throw out a veiled reference to the famous Belgian music critic Maurice Kufferath: "Par ce courier, je vous renvoie l'épreuve corrigée. Merci. Ne prenez pas le mot 'ennui' dans un sens péjoratif en ce qui concerne le J. musical; il ne correspondait plus de tant à ma pensée, qui était d'indiquer la gêne que j'éprouve à dire du mal d'une traduction, quelle qu'elle soit. Aussi je l'ai remplacé par le mot 'embarras'. J'ai aussi supprimé un membre de phrase où M. Kufferath aurait pu se reconnaître, et cela uniquement à cause de vous et de votre journal. Si même vous voulez supprimer la phrase relative au 'critique musical autorisé', j'y consens d'avance. [...]" (postmarked 19 Oct. 1896). - The letter from 22 Feb. 1897 concerns a meeting with Georges Hartmann, librettist and French distributor of the German music publisher Schott, after Ernst's return from Bayreuth: "Après avoir reçu votre lettre, je me suis rendu ce matin chez le représentant des éditeurs Schott, M. Hartmann, 10, place de la Madeleine. Il était parti pour Anvers - et moi je pars pour Bayreuth dans trois jours! Je crois donc qu'il faut attendre mon retour (vers le 5 ou 6 mars). Vous pourriez peut-être en attendant prendre sang, c'est-à-dire écrire un mot à Mr. Hartmann, qui reviendra d'ice quelque jours. S'il ne vous envoie pas un exemplaire (il n'est pas sur même qu'il en ait) je tâcherai d'en faire donner un, quand je serai revenu, par la maison Schott, après entente avec lui [...]". - The obituary announces Alfred Ernst's funeral in Saint-Étienne-du-Mont on 17 May 1898. - All autographs well preserved. Obituary shows several tears and unprofessional repairs with adhesive tape.
4to. (54), (68) ff. Mostly in pencil, a few sections in pen, 3 ff. typescript. Drafts for the play "Beaumarchais" (1950) and for the film "Franklin et Beaumarchais", announced in 1949, both adapted by Edouard Molinaro for his film "Beaumarchais, l'insolent" (1995). - The manuscript for "Beaumarchais" is made up for the largest part of dialogue between Beaumarchais and the Chevalier d'Eon, also including the last stanza of the revolutionary song "Chant du départ", titled "Trois guerriers". The three typescript leaves cover a diaglogue between Beaumarchais and Louis XVI. - The manuscript for the film "Franklin et Beaumarchais", treating Franco-American relations and France's support of the recently-founded United States, consists mostly of the narrator's part.
2 SS. Gr.-8vo. Wilhelm Hauser setzt seine Unterschrift auf die beiden Albumblätter zu seinen Büchern "Opfergang einer grossen Nation" und "Argumente im Ringen für Wahrheit und Recht".
Zusammen 5 Bll. (Qu.-)(kl.-)8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit Grüßen zu Weihnachten (1962 und 1963) und "als Andenken an meinen Vater". - Beiliegend eine gedr. Parte sowie eine gedr. Dankeskarte von Scherers hinterbliebenen drei Schwestern.
Ca. 80 x 30 mm und 70 x 13 mm. Auf Umschlag montiert. F. L. Arnsburg begann seine Bühnenlaufbahn 1839 in Brünn und erhielt dann Engagements in Danzig, Braunschweig und Köln. "1843 wurde er Mitglied des Theaterensembles in Riga, ging dann nach Königsberg und folgte 1848 einer Gastspieleinladung des Hofburgtheaters nach Wien, wo er fest angestellt wurde. Während Arnsburg auf der Bühne anfangs den Typ des Bonvivants oder Naturburschen verkörperte, verlegte er sich später auf das komische Charakterfach. 1853 wurde er zum wirklichen Hofschauspieler ernannt" (DBE).
Zusammen 4 SS. auf Doppelbll. Gr.-8vo. Beiliegend zwei gleichfalls eh. Notizzettel zur Erinnerung an seine Bestellung und darauf bezügliche Ersuchen an den Buchhändler. An den Buchhändler und Verleger Mayer in Wien, Singerstraße 7, mit der Bitte, die "Fontes Rerum Austriacarum" in sein Haus in Maria-Lach und die Rechnung zu ihm nach Schloss Frohsdorf zu senden. "Den letzten Band, den Sie mir gezeigt haben, als ich vor 15 Tagen in Wien war, war der 34., aber es gibt Neuere, da im Gerold-Katalog des Jahres 1869, der der Verleger dieser Historischen Kollektion ist, mehr als 36 aufgezählt werden [...] Wie auch immer, bitte ich Sie alle Werke aus dieser Reihe, die erschienen sind, an folgende Adresse zu schicken [...]". Weiters ersucht er um einen Rabatt, um Benachrichtigung, wenn die Bücher verschickt werden, und um eine detaillierte Rechnung mit den Namen aller Historiker, die Beiträge geschrieben haben. - Der aus Thise (Doubs) gebürtige Jesuit Prosper Bole lehrte Grammatik und Rhetorik in der Schweiz, in Belgien, Österreich und in seiner Heimat Frankreich. "Chargé, en 1865, à Feldkirch, de l'éducation du Comte de Bardi, il resta, pendant sept ans, attaché à sa personne, soit à Feldkirch, soit à Frohsdorf" (de Backer/Sommervogel I, 1611).
Zusammen 3½ SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ihre beiden freundlichen Schreiben kommen zu spät! Schon vorvorgestern hatte mir Herr Crelinger einen ganz u. gar gleichlautenden Contrakt für den Wintergarten offerirt u. ich habe natürlich unterschrieben. Vielleicht einigen wir uns dafür wegen Amerika" (Br. v. 2. VII. 1891). - Die aus Turin stammende Tänzerin gehörte seit 1879 dem k.k. Hofoperntheater an "und verblieb bis zu ihrem Austritte [...] als ebenso graziöse als virtuose Tänzerin wirkend" (Eisenberg, Das geistige Wien, zit. n. DBA I 184, 357).
Zusammen (½+½=) 1 S. auf 2 Bll. Folio und gr.-4to. I: An den kgl. Landrat Dr. Witte mit Dank für die Übersendung "der von Ihnen verfassten Schrift" (6. X. 1902). - II: An den Schriftsteller Viktor Laverrenz (1862-1910) mit Dank für die Übersendung von dessen "Balladen und Lieder" (12. XI. 1907). - Seit 1901 Finanzminister, leitete Rheinbaben das Ministerium "mit wachsenden Einfluß (u. a. Neuordnung der Beamtenbesoldungen) und bewältigte die innen- und außenpolitischen Krisen sowie wirtschaftlichen Turbulenzen der Bülow-Zeit mit ihren teilweise schweren Folgen für die Staatsfinanzen" (NDB). - Jeweils auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
Zusammen 2 SS. auf 2 Bll. Folio. An die k. k. Central-Kommission zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale betr. der Übersendung des IX. (Br. v. 24. IV. 1860) bzw. XI. (Br. v. 17. X. 1862) Heftes der "Mitteilungen" des Ausschusses des historischen Vereines für Steiermark. - Göth studierte Mathematik an der Universität Wien, versuchte sich als Schriftsteller, kam als Privatlehrer in die Kreise um Caroline Pichler und August Wilhelm Schlegel und wurde schließlich Hauslehrer in Gußwerk bei Maria Zell. "Dort lernte er Erzherzog Johann kennen, der ihn seit 1830 als Archivar und Privatsekretär beschäftigte und ihm 1838 eine Stelle bei der Wiener Landwirtschaftsgesellschaft vermittelte" (DBE). 1841 wurde er Professor für Mathematik am Grazer Joanneum und 1861 Studiendirektor. - Auf Briefpapier mit gedr. kalligr. Briefkopf und mit einigen Bearbeitungsvermerken.
Zusammen 3½ SS. 4to. “Ich habe Ihnen in neuerer Zeit auch drei Flugschriften gesendet ‘Brief an Rickert’, ‘Geheimgesetze’ und ‘Jüdisches Geistesleben’, die Sie empfangen haben werden und vielleicht in Ihrem Blatte verwerten können [...]”. - Radenhausen, von Hauptberuf Ingenieur, im Nebenberuf antisemitischer Schriftsteller und Philosoph, vertrat in seinem nicht-technischen Werk “einen naturalistischen, evolutionistischen Monismus auf empirischer Grundlage, mit Ausschluß alles Transzendentalen und Supranationalen” (Eisler, Philosophenlexikon, 1912; zit. n. DBA II 1038, 26, dort auch mit Todesjahr 1897). - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf. - In altem Sammlungsumschlag.
Zusammen 4½ SS. auf 4 Blatt. Folio. An Feldkriegskommissär von Vogel betreffs einer allerhöchsten Entschließung, "daß die in den neu aquirirten Provinzen von den Kassa Beamten zu leistenden Cautionen in so ferner darselbst das Metal Geld gesetzlichen Umlauf hat auch nur in Metal[l]geld berichtiget werden dürfen [...]" (Br. v. 7. VI. 1815) bzw. einer "besonderen Uniform" für Militärärzte (Br. v. 2. VII. 1815). - Der verdiente Militär, der u. a. 1809 für seinen Sieg bei Neumarkt gegen das französische Heer mit dem Kommandeurkeuz des Maria-Thersien-Ordens ausgezeichnet worden war, trat 1814 in den Ruhestand, "wurde aber noch im nämlichen Jahre commandirender General in Siebenbürgen und dann in Galizien, wo er in Lemberg nach längerem sehr schmerzlichen Krankenlager starb [...] Als H[iller] starb, erbaten sich die Stände Galiziens von der Witwe aus eigenem Antrieb die Leiche des Entseelten, welche nach Ungarn auf sein Gut geführt werden sollte [...]" (Wurzbach IX, 23f.). - Der Br. v. 2. VII. 1815 mit kl. Vermerk "Freherrlich v. Reden'sche Sammlung".
Zusammen (½+2½=) 3 SS. auf 3 Bll. Folio. An das Pester Invalidenhaus bzw. die Pester Invalidenhauskommission u. a. mit der Mitteilung, "daß Seine Majestät der Kaiser vermög allerhöchsten Handschreiben[s] [...], um der gesammten Artillerie einen Beweiß der besondern allergnädigsten Aufmerksamkeit und Fürsorge zu geben, an die Stelle des verstorbenen General Artillerie Directors Herrn Feldmarschall Joseph Grafen Colloredo, Seine Kaiserliche Hoheit den E. H. Ludwig zum General Artillerie Director mit den nemlichen Befugnißen [...] zu ernennen geruhet haben [...]" (a. d. Br. v. 25. Januar 1819). - Ferdinand Karl, der zweite Sohn von Erzherzog Ferdinand Karl Anton, dem Generalgouverneur der Lombardei, trat nach Absolvierung der Wiener Neustädter Militärakademie 1799 in die Armee ein und nahm an zahlreichen Feldzügen gegen die Franzosen teil. 1815 war er Kommandant der kaiserlichen Reservearmee, die nach Frankreich einrückte. - Papierbedingt etwas gebräunt und teils mit kleinen Randläsuren; der Br. v. 14. Februar 1822 mit Spuren alter Montage und einem kleinen Papierdurchbruch.
Zusammen 6 SS. auf 3 Bll. Folio. An den Juristen und Advokaten österreichischer und mährischer Güterbesitzer Dr. von Heintel betr. des Vorhabens einer "überseeischen Handlungsgesellschaft": [...] Sieben Jahres sind es allerdings, daß ich [...] zuerst in Österreich den Gedanken faßte mittelst Errichtung eines gemeinnützigen oekonomisch-technisch-merkantilischen Aktien-Vereines für die Emporhebung des so tief gesunkenen erbländischen Aktivhandels zu wirken, - daß ich mit nicht geringen Anstrengungen, Zeit- und Kräfteaufwand und Opfer drey Jahre in Italien zubrachte; dieses ganze Land umsegelte, und in allen seinen Richtungen durchkreuzte, alle dortige Seestädte, Handelsplätze und Jahrmärkte besuchte, mit den ersten Handlungsvorstehern umging, Kaufleute aus den entferntesten Ländern sprach, meine Gedanken verschiedenen Agenten und Konsuln mittheilte, solche berichtigen ließ, und es allgemein erkannt wurde, daß ein solcher Verein, durch seine gemeinschaftlichen und pecuniären Kräfte das verläßlichste und beste Mittel sey, schnell einen Mark[t] auf unsere inländische Erzeugnisse, vorzüglich Glas, Limonad, Tücher, Eisenwaaren u. s. w. aufzufinden". Seine Bemühungen seien dadurch belohnt worden, "daß viele Hunderte in allen österreichischen Provinzen, wovon Mehrere bedeutende Summen unterzeichneten, diesem Vereine auf den Fall seiner Zustandebringung beigetreten sind". Nachdem auch eine ganze Reihe administrativer Hürden geschultert worden seien, sei es nun an der Zeit, daß "Se. Excellenz unser hochverehrter würdigster Herr Landeschef und Oberstburggraf diesem meinem Vorschlage alle Aufmerksamkeit und Unterstützung verleihet, wovon ich mir den allergünstigsten Erfolg verspreche [...]".
Zusammen (4½+2¼ =) 6¾ SS. auf 6 Bll. 4to. Mit einem eh. adr. Kuvert. Beiliegend eine eh. Briefkarte mit U. (O. O. u. D. 1 S. Qu.-8vo). Inhaltsreiche Briefe an den oldenburgischen Kommunalpolitiker Heinz Rathert bzw. dessen Sohn Peter, ehemals Schüler am dortigen Alten Gymnasium, der Jaspers nach seinen "positiven Erinnerungen an das Oldenburger Gymnasium" gefragt hatte. Jaspers, aus einer Oldenburger Bankiersfamilie stammend, hatte am AGO 1901 sein Abitur abgelegt. "Sie sprechen zu mir aus Ihrer Schülermitverwaltung. Meine Frage ist, worauf sich diese Mitarbeit erstrecken dürfte [...] Sie darf sich nicht beziehen auf das, was dem Gehalt nach durch die Autorität der Ueberlieferung und der Lehrer gegeben ist [...] Nur in extremen Fällen gewinnt es Sinn, dass Schüler [...] den untauglichen Lehrer in Anklagezustand versetzen. Mangel an der jeden Augenblick überlegenen Intelligenz dürfte kein Grund sein, sondern allein der Charakter und eine verderbliche Gesinnung. Die Auflehnung ist immer ein revolutionärer Akt, der an sich nicht auf die Schule gehört, sondern in das spätere politische Leben [...] Dafür, dass der rechte Schüler fordern darf, zu verstehen, was er verehren, feiern, erinnern soll, ein Beispiel: Die Verfassung der Bundesrepublik (das Grundgesetz) könnte vielleicht Gegenstand des Unterrichts in der höchsten Klasse sein, wenn der humanistische Schüler anlässlich Thukydides, Plato, Cicero, Montesquieu ein wenig Kunde vom politischen Denken gewonnen hat [...]" (Br. v. 29. VII. 1958). - Der Brief vom 28. II. 1962 im Zusammenhang mit einer seit 1959 projektierten Universitätsgründung in Oldenburg, ein Vorhaben, für das Jaspers große "Schwierigkeiten, die im politischen Kampfe zu überwinden sind" voraussagt: "Hier ist nicht nur die Ueberlegenheit anderer Orte offenbar [...] Die Gemäldegalerie ist zwar der Zahl nach der grössere Teil der alten grossherzöglichen Galerie, der Freund unserer Jugend, im Augusteum. Die besten und kostbarsten Bilder wurden vom Grossherzog verkauft. Man fand sie später wieder in Berlin, Amsterdam und anderswo. Staat und Stadt erklärten damals, zum Ankauf finanziell nicht in der Lage zu sein. Ich erinnere mich noch einer Diskussion mit meinem Onkel: Ihr müßt eben eine Anleihe machen, oder auf anderes verzichten. Diese Bilder sind doch Substanz, mehr wert als Gold und dazu ganz anders wertvoll, weil unersetzlich. Weder Grossherzog noch Staat haben damals gezeigt, dass in Oldenburg der Sinn für das Wesentliche des Geistes nicht zur Geltung kam, ja kaum verstanden wurde in der Not [...] Es kommt alles auf das gegenwärtige und das geistige Vermögen der Zukunft an [...]". Die Universität wurde schließlich 1973 gegründet. - Die beiliegende Briefkarte mit Neujahrsgrüßen ist ebenfalls an Vater oder Sohn Rathert gerichtet. - Die Briefe jeweils mit gestemp. Briefkopf auf Bl. 1 und kleinen Spuren alter Heftung, die Briefkarte mit gedr. Briefkopf.
Zusammen 1 S. 4to. An die k.k. Central-Kommission zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale betreffs der Übersendung einer Urkunde a. d. Jahr 1201 (Br. v. 9. V.) bzw. einer a. d. J. 1206 (Br. v. 14. V.). - Hieber, "ein ausgezeichneter Schulmann, war Freund und Förderer der Wissenschaften" (ÖBL II, 312) und von 1863 bis 68 Abt von Stift Admont. "In seiner kurzen, aber segensreichen äbtlichen Regierungszeit erlebte er am 27. IV. 1865 den Stiftsbrand mit der fast gänzlichen Zerstörung der Stiftsgebäude und vieler Kunstwerke" (ebd.).
Je 1 S. Folio. An Michele Maria Milisich in Ragusa. Berichtet vom Erhalt des Duplikats einer Handelsinformation und bittet den Konsul, ihn bezüglich der Bewegungen der Russischen und Ottomanischen Milizen auf dem Laufenden zu halten. Ebenso wünsche er Informationen über den Verteidigungskrieg in der Provinz Bosina zu erhalten: Mi è pervenuto a dovere il duplicato dell'Informazione Commerciale stata già negl'anni passati avanzata da Esso Signor Console alla Imp.ma Intendenza, della quale farò l'opportuno buon' uso, e ricaverò que' Lumi, che contribuire possono all'incremento del Commercio colli stati di […] Maestà. In questi due ultimi ordinarj mi furono ricapitati trè de' suoi trasporti in data del 17. Luglio, 19. detto, e 7. corre unitam[…] a due fogli per Vienna, a' quali verrà dato l'ulteriore corso al loro destino, ed assicurando Esso Signor Console, che aggredisco di molto la sua attenzione, nel tenermi informato delle notizie riguardanti le mosse delle milizie Russe ed Ottomane, come parimente gli apparecchi di guerra difensiva, che costantemente sistano [?] facendo in quella Provincia della Bosina [?], impegno il di Lei conosciuto Zelo, ed attività a continuare nel diligente disimpegno di sue incombenze […]" (Br. v. 16. VIII. 1777). - Erwartet Klagen von einigen Seefahrern bezüglich der Ankunft von Schiffen, die zufällig oder auf der Durchreise am Hafen anlegen, unabhängig davon, ob sie Waren ent- oder aufladen. Der Konsul sei irritiert, die Häfen zu nennen, in denen er seine Vize-Konsuln eingesetzt habe: "Attese le doglianze di alcuni Naviganti, che li Vice-Consoli da Lui instituiti ne' Porti subalterni percepischino li Dritti consolari da' Bastimenti ancora, che vi approdano accidentalmente e per Transito senza caricarvi o discaricarvi Merci; Il Signor Console è eccitato di indicarmi li Porti, ne' quali ha delegati Vice-Consoli con li loro Nomi e Cognomi, e di rimettermi Copia dell'Istruzioni, che gli ha rilasciate per mia Notizia, e per l'ulteriori mie normative Disposizioni […]" (Br. v. 16. II. 1779). - Von seinem Halbbruder Ludwig nach Wien geholt, war Zinzendorf seit 1762 im Staatsdienst tätig, darunter als Kanzleidirektor des Kommerzienkollegiums, Hofrat bei der Hofrechnungskammer, Gouverneur von Triest, Präsident der Neuen Hofrechnungskammer, Staats- und Konferenzminister und Mitglied des Staatsrats und Landmarschall von Niederösterreich; zudem war Zinzendorf Landkomtur des Deutschen Ordens in Österreich und 1808 vorübergehend dirigierender Staats- und Konferenzminister. Seine seit 1782 geführten Tagebücher, die über sechzig Bände umfassen, sind eine bedeutsame kulturgeschichtliche Quelle.
Zusammen (1+1=) 2 SS. auf 2 Bll. Folio. Dienstschreiben an das k. k. Infanterieregiment Erzherzog Sigismund. - Erzherzog Ernst, der Sohn des Vizekönigs der Lombardei und Venetiens, Erzherzog Rainers, widmete sich militärischen Studien, wurde 1845 auf Vorschlag des Grafen Radetzky zum Oberst ernannt, stieg 1847 zum Generalmajor auf und nahm an den meisten Gefechten gegen die "Garibaldianer" teil. "Für seinen Anteil an der Zersprengung der Freischaren 1849 wurde er 1850 zum Feldmarschalleutnant befördert. 1866 führte er in Böhmen ein Armeekorps gegen Preußen, wurde 1867 General der Kavallerie, zog sich aber im folgenden Jahr ins Privatleben zurück" (DBE). - Etwas knittrig und mit stärkeren Randläsuren und -einrissen.
Zusammen 4½ SS. auf 3 Bll. Beiliegend eine gleichfalls eh. unterfertigte Kopie in spanischer Sprache zur Bestätigung der Authentizität des Originals. An den Baron "Sigismund" von Wertheimstein mit Dank für die Spende von 3000 reais zur Errichtung von neuen Spitälern in Madrid, die im Zuge der Geburt der Prinzessin von Asturien von der Königin beschlossen worden waren. "So wie ich Ihnen bereits mündlich vorgeschlagen durfte, habe ich mich bereit erklärt, meine Regierung über diese spontane und schmeichelhafte großzügige Geste eines der angesehensten Häuser in Wien zu informieren" (Br. v. 16. IV. 1852). - Der zweite Brief über seine Ernennung zum Spanischen Konsul in Wien und Begleitschreiben zum Konsularpatent. "Wie ich es Ihnen in meinem Brief vom 16. Dezember angekündigt habe, wurde das von der Königin ausgestellte Konsularpatent von mir dem kaiserlichen Ministerium für Auswärtiges weitergeleitet, um mit seiner Hilfe die für ihre Anerkennung als Konsul von Spanien in dieser Stadt notwendige Exequatur zu erhalten". Am 19. Dezember habe er die besagte Exequatur erhalten, die ihn zur "sofortigen Ausübung seiner neuen Funktionen" als Konsul ermächtigen würde. - "Sigismund", recte: Siegmund von Wertheimstein, geb. 1796, "war zuletzt Chef des k.k. priv. Großhandlungshauses Hermann von Wertheimstein's Söhne, Director der priv. österr. Nationalbank und spanischer Consul in Wien. Sein Wiener Haus behauptete einen der ersten Plätze in der Handelswelt" (Wurzbach LIII, s. v.). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der Lègation de S. M. Catholique à Vienne.
Zusammen (1+¾ =) 1¾ SS. auf 2 Bll. 4to. An den Schauspieler Hans Siebert (1872-1953): "In der Vorstellung der 'Sappho' am 4. Dezember haben Sie sich grober, die Vorstellung in auffallender Weise störender Versehen schuldig gemacht. Sie trugen zuerst die Leier der Sappho ab und waren genöthigt, dieselbe wieder auf die Bühne zu tragen, weil die Darstellerin sie notwendig brauchte. Ferner gingen Sie in einer Szene ab, in welcher Sie wohl noch weiter tätig sein müßten [...]" (a. d. Br. v. 6. XII. 1913). - "In dieser schweren Zeit, die zur inneren Einkehr und zur Gottesbeschaulichkeit anregt, freut es mich doppelt, dass Sie die ergebenst gefertigte Direktion in ihrer Bibelfestigkeit nicht unterschätzten. Ich rufe Ihnen für die Monate September und Oktober aus den Sprüchen Salomonis IV. Kapitel den Vers 15 zu und zeichne in steter Hochschätzung [...]" (a. d. Br. v. 5. September 1916). - Der aus Dresden stammende "Charlie Chaplin der Bühne" (zit. n. Czeike V, 448) war von 1874 bis 1923 Mitglied und von 1912 bis 1917 auch Direktor des Wiener Burgtheaters. Später am Theater in der Josefstadt, brillierte Thimig im Charakterfach wie in zahlreichen komischen Rollen. Als Sammler von Theatralia trug der Vater von Helene, Hans und Hermann Thimig eine umfangreiche Sammlung zusammen, die den Grundstock der Theater-Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, des heutigen Österreichischen Theatermuseums, bildete. - Kammerschauspieler Hans Siebert war lange Jahre am Wiener Burgtheater tätig. In der Eröffnungsvorstellung nach dem Krieg am 30. April 1945, die sehr zum Mißfallen mancher Mimen nicht in dem unbespielbar gewordenen Haus am Ring sondern - nach einer Idee Buschbecks - im "Ronacher" gegeben wurde, war er in Grillparzers "Sappho" als Sklave Rhamnes zu sehen. Im Film sah man ihn nur zweimal (in Karl Hartls "Die Leuchter des Kaisers", 1936, und "Wen die Götter lieben", 1942).
Zusammen 4 SS. Verschiedene Formate. Mit 2 adr. Kuverts. Ein Brief (dat. April 1911) vom Bruder des Verstorbenen, der andere von H. A. Schwers Cousine “Pips”: “Wäre es Dir morgen Sonntag genehm [...] in unseres armen Rudolf’s Atelier zu kommen? Ich habe es wieder ganz in stand gesetzt wie es gewesen, da viele seiner Freunde es noch gerne einmal ansehen wollen [...]”. - Swoboda war ein Schüler Ermenegildo Antonio Donadinis und seines Onkels Leopold Karl Müller, bereiste mit diesem Ägypten und hielt sich daselbst noch zu wiederholten Malen auf. Als Hofmaler von Königin Viktoria bereiste er in ihrem Auftrag Indien, wo er eine Reihe von Portraits schuf. Vgl. Thieme/B. XXXII, 355. - In altem Sammlungsumschlag.
Zusammen 3 SS. 4to und qu.-8vo. An die Schauspielerin Lili Marberg: "Es handelt sich um die Declamation, die Sie gestern abends im Radio ausgeführt haben. Bei uns im Rudolfinerhaus liegt seit einem Monat ein sehr gebildeter Patient, ein ordentlicher Professor der Psychologie u. Logik an der Universität in Sofia, er heißt: Prof. D. Michaltscheff. Er hat die Netzhautoperation glücklich überstanden u. befindet sich jetzt in Rekonvaleszenz [...] Und nun hat er gestern abends Ihren Radio Vortrag gehört u. war so entzückt, daß er heute den ganzen Vormittag unter dem mächtigen Eindruck Ihrer Worte stand. Er sagt nämlich: 'Ich habe so vieles auf dem Gebiete der dramatischen und szenischen Kunst gesehen, ich habe dabei auch die russische szenische Kunst vor dem Kriege, die meines Erachtens das Höchste in der ganzen damaligen dramatischen Welt war, ebenso unmittelbar genossen; für die Declamation, die ich für eine mehr oder weniger unnatürliche Redeweise halte, habe ich nie besondere Neigung gehabt. Aber was ich gestern abends bei diesen 4 Stücken aus der Psychologie der tierischen Seele gehört habe, das war ein Kunstwerk erster Klasse [...]' Wenn es nicht schwer wäre, daß ein Kanzlei-Fräulein diese 3-4 Stücke abschreiben könnte, die selbstverständlich der Hr. Professor gerne honorieren würde, so würde das für ihn eine ungemein große Freude sein. Denn er möchte die Sachen ins Bulgarische übersetzen u. veröffentlichen [...]". - Michaltscheff war nach dem Zweiten Weltkrieg Professor für Philologie in Hamburg und Vorstand des deutschen Zweigs der War Resisters International. - Lili Marberg (1876-1962) gehörte von 1911 bis 1950 dem Wiener Burgtheater an. Seit 1936 auch Ehrenmitglied, spielte sie zunächst in Stücken Wedekinds, Hauptmanns und Ibsens, später vorwiegend Königinnen und mütterliche Frauen und galt weithin als vorzügliche Charakterdarstellerin. Zu ihren Hauptrollen zählten Desdemona, Hedda Gabler und Helena in "Vor Sonnenaufgang". Ihre einzige Filmrolle war die des Fräulein Munk in Walter Reischs "Silhouetten" (1936). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der Krankenanstalt.
1p In-8 (poème). Les cartes sont adressées à Alfred de Foville et sa femme, une de remerciements pour un envoi et l'autre pour accepter l'invitation de M&Mme deFoville. Le poème est composé de 3 strophes de 4 vers, signé en dessous avec la mention "copié pour mademoiselle Louise de Foville", dans une enveloppe marquée "mademoiselle Louise de Foville". - Ancienne collection de Foville.
2 SS. Qu.-8vo und 120 x 70 mm. Mit 2 eh. beschr. Kuverts. Dankt Josef Wesely für Geburtstagswünsche.
Zusammen (1+1 =) 2 SS. auf 2 Bll. Folio. Jeweils mit rotem Lacksiegel. An Obersthofmeister Graf Brandis in Prag betr. einer von Erzherzog Ferdinand absolvierten Reise und dessen "befriedigender Rekonvaleszenz" (14. V.) und betr. eines Besuches von Erzherzog Franz Carl bei S. M. dem Kaiser in Prag (22. V.). - Etwas angestaubt und mit kleinen Randläsuren.