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Large 8vo. Altogether (1+1½ =) 2½ pp. on 2 ff. To the unnamed Italian writer and journalist Ugo Ojetti (1871-1946): "[...] Briefly, then, this is the reason of my letter. Having been much struck by the completeness, and compactness of your Atlante dell'Arte Italiana, I suggested to my publishers in London (Chatto and Windus) that they should produce an English version. They shared my view of the book's great merits and wrote to the Italian publishers asking them to quote a price for the use of the plates to produce the illustrations for an English edition [...]". - The second letter discusses further details.
Zusammen 2 SS. 8vo. Mit eh. Adresse. An Lilly Kantor, später verehel. Wertheimer: "Hocherfreut haben mich Ihre lieben Zeilen, aus denen ich ersehe, dass es Ihnen, Gott sei Dank, gut geht. Oft denke ich an unsere musikalischen Stunden zurück, die ich nie vergessen werde. Wie schön, wenn ich Sie in Wien hätte sehen, od. wenigstens tel. hätte sprechen können [...]" (Postkarte v. 22. XII. 1930; die Bildseite mit einem gedr. Portrait Mellers nach einer Zeichnung Arthur Stadlers). - Erich Meller war von 1914 bis 1918 Korrepetitor an der Wiener Hofoper, 1919/20 Kapellmeister am Stadttheater Budweis und kehrte anschließend an die Wiener Staatsoper zurück.
Zusammen 1¾ SS. 4to und 8vo. An den schwedischen Schriftsteller und Journalisten Ingmar Björkstén: “I found your Ambassador and his wife quite gracious and also very intelligent. The other guests were also exceptionally congenial and fun. It was quite different from my usual lunch [...]” (3. III. 1991). - “Yet another wonderful dinner at your home [...]” (11. VII. 1993). - Im linken Rand gelocht (keine Textberührung).
Zusammen (3+1 =) 4 SS. auf 4 Bll. (Gr.-)4to. An den Schriftsteller Adelbert Muhr (1896-1977), u. a. über dessen Buch "Und ruhig fließt der Rhein" (Hamburg, Zsolnay, 1953) sowie zu Muhrs Vorhaben, ein Buch über die Rhone zu schreiben: "[...] Was Sie schreiben, ist gottlob kein Literaturgeschwätz, Sie bringen interessant Tatsachen ohne Schulhaftigkeit und Pedanterie und, was das Wichtigste ist, Sie scheinen Augen im Kopf zu haben [...] Was nun ein Buch über die Rhone angeht, wage ich natürlich nicht, was den zu erstrebenden Erfolg angeht, den Propheten zu spielen. Über den Oberlauf von Gletsch zum Genfersee ist schon viel geschrieben worden, ebenso über die bei Valence beginnende Strecke, die bis zum Meer führt. Weniger bekannt sind die Gegenden in Bugey, am Rhoneknie und um Lyon herum [...]" (a. d. Br. v. 2. Jänner [1955]". - Der Sohn des gleichnamigen Malers und Radierers Albert Welti (1862-1912) erfuhr seine künstlerische Ausbildung bei seinem Vater und studierte seit dessen Tod 1912 an der Kunstakademie in München sowie in Madrid und London. Von 1920 bis 22 lebte er auf Mallorca, wo er sich der Schriftstellerei widmete und sein erstes Schauspiel "Maroto und sein König" schrieb, das 1925 am Basler Stadttheater uraufgeführt wurde; 1923 ließ er sich in Chêne-Bourgeries bei Genf nieder. "Neben zahlreichen Bühnenstücken, darunter dem historischen Drama 'Servet in Genf' (1930) und dem erfolgreichen Mundartdrama 'Steibruch' (1939), veröffentlichte Welti u. a. den monumentalen schweizererischen Generationsroman 'Wenn Puritaner jung sind' (1941)" (DBE).
Zusammen (3+1¾ =) 3¾ SS. auf 4 Bll. 4to. Der ms. Brief mit einigen eh. Annotationen von Max Bruch. Als musikalischer Leiter der Straßburger Oper an Max Bruch über die Verlängerung seiner Tätigkeit in Straßburg sowie über dessen Oper "Die Loreley", die 1863 in Mannheim uraufgeführt worden war und die Pfitzner fast dreißig Jahre nach ihrer letzten Aufführung i. J. 1887 wieder auf die Bühne bringen wollte und auch brachte. "Leider", so beklagt er in dem ms. Brief vom 20. Februar, "fehlen in der vom Verleger bezogenen Partitur ganze Stellen der Musik, die ich nicht missen wollte und die ich nach der Mannheimer Partitur habe nachtragen lassen. Hierüber wäre noch viel zu sagen, und ich würde sehr wünschen, dass ein mit den Klavierauszügen übereinstimmendes Material incl. Orchesterpartitur hergestellt würde. Die Ausstattung betreffend muss ich mich freilich nach der Decke strecken, wie es die Kriegszeiten nun einmal nötig machen; jedoch glaube ich, dass das Szenische, wenn auch nicht prunkvoll, so doch anständig und sinngemäß aussehen wird [...] Sie werden gewiss schon gehört haben, dass ich Strassburg verlasse; so ist die Aufführung der 'Lorelei' das letzte Werk was ich hier neu inszeniere und dirigiere [...]". - Knapp zwei Monate später folgt dann die Verständigung, daß Pfitzner doch in Straßburg bleibe und die Arbeit an der "Loreley" unverändert fortsetze: "Die Regie ist das wichtige, und ich glaube, ich bin als Regisseur unentbehrlicher denn als Dirigent, allerdings vorausgesetzt, daß das Material nach meiner Einrichtung benutzt wird, welche den Clavierauszug als Vorlage nimmt [...] Wenn an der so eingerichteten Partitur festgehalten wird, und der Kapellmeister kein Ochse oder aber willkürlicher Veränderer & Verzerrer ist, und nicht barbarische Striche macht, kann musikalisch nichts entscheidend Schlimmes mehr passieren [...]" (30. April). Nach wenigen Aufführungen jedoch sollte es wieder still um das Werk werden. - Der ms. Brief mit einigen An- und Unterstreichungen Bruchs in blauem Farbstift und einer eh. Notiz mit U. zur Weiterleitung des Briefes an den Verlag der "Loreley", C. F. W. Siegel's Musikalienhandlung (R. Linnemann)", damals im Besitz der Brüder Carl und Richard Linnemann. Zu Pfitzners Wort, "dass die Aufführung eine Wiedergeburt des Werkes bedeutet", merkt Bruch an: "Möglich - aber wer kann's wissen!! M. B."; zu Pfitzners Wunsch, daß in Vertretung des unabkömmlichen Bruch "jemand, der Ihnen und womöglich auch dem Werke nahesteht, die Reise hierher nicht scheut, und die Vorstellung miterlebt": "Aber mein Sohn Ewald, Leutn. d. Res. (in den Vogesen!)". - Der eh. Brief mit mehreren Unterstreichungen Bruchs in blauem Farbstift und einem montierten Zeitungsausschnitt, der darüber Auskunft gibt, daß der Straßburger Bürgermeister der Zeitung mitgeteilt habe, daß Pfitzner "der Stadt und ihrem Kunstleben erhalten bleiben" werde. Der eh. Brief mit kleineren Gebrauchsspuren, der ms. im linken Rand gelocht (keine Textberührung) und stärker abgegriffen und lädiert.
Zusammen 1 S. 4to. Mit 2 (1 eh. und 1 ms.) Kuverts. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche. - Ernst Lothar, seit 1917 österreichischen Staatsdienst tätig, arbeitete nach seiner vorzeitigen Pensionierung 1924 als Theater- und Literaturkritiker für die ‘Neue Freie Presse’ und als Gastregisseur am Wiener Burgtheater. 1935 wurde er Direktor und Nachfolger Max Reinhardts am Theater in der Josefstadt. Nach dem "Anschluß" Österreichs in die USA emigriert, gründete er in New York das "Austrian Theater" und war als Dozent für vergleichende Literaturgeschichte und Theaterwissenschaft am Colorado College tätig. 1946 kehrte Lothar, der mit der Schauspielerin Adrienne Gessner verheiratet war, als amerikanischer Kulturbeauftragter für Österreich nach Wien zurück, widmete sich dem Wiederaufbau des österreichischen Theaters und nahm seine Regietätigkeit (u. a. am Burgtheater und bei den Salzburger Festspielen) wieder auf. In der Verfilmung seines erfolgreichen Romans ‘Der Engel mit der Posaune’ war neben Paula Wessely, Helene Thimig, Hedwig Bleibtreu und Maria Schell Oskar Werner in seiner ersten bedeutenden Filmrolle zu sehen. Vgl. Öst. Lex. I, 728 und Kosch IX, 1689. - Ein Brief auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
Zusammen 2 SS. Qu.-8vo. Mit 2 (1 eh. und 1 ms.) Kuverts. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche und wünscht seinerseits das Beste zum Neuen Jahr. - Franz Braumann schrieb zahlreiche Romane, Erzählungen sowie Kinder- und Jugendbücher; 1958 wurde ihm der Österreichische Staatspreis für Jugendliteratur verliehen. Vgl. Kosch I, 903f. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
Zusammen (¾+1 =) 1½ SS. auf 2 Bll. Gr.-4to. An einen Josef Diener: "Es ist mir möglich, Ihren Wunsch schon heute zu erfüllen. Beiliegend ein Manuskriptblatt, welches etwa aus der Zeit um 1900 stammt. Es sind einzelne skizzierte Sätze zu einer (unveröffentlichten) humoristischen kleinen Novelle 'Der Leuchtkäfer'" [...]". - Der Sohn des Dramatikers Arthur Schnitzler studierte in Wien Kunstgeschichte und Germanistik, nahm Schauspielunterricht bei Franz Herterich und trat hernach in Wien und Berlin auf. Seit 1932 wieder in Wien und am Deutschen Volkstheater, wo er auch als Dramaturg und Regisseur tätig war, mußte Schnitzler 1938 emigrieren und ging in die USA, wo er in Berkeley, Seattle und Vancouver als Lektor, später auch als Professor der Schauspielkunst, Regie und Theatergeschichte tätig war und an verschiedenen Bühnen als Regisseur wirkte. Nach seiner Rückkehr 1957 als Regisseur am Wiener Theater in der Josefstadt, war er von 1959 bis 1972 dessen Vizedirektor und setzte seine Arbeit als Gastregisseur europaweit fort. 1963 wurde er mit der Kainz-Medaille ausgezeichnet. Daneben verwaltete Schnitzler umsichtig den Nachlaß seines Vaters und betreute die Neuausgabe der "Gesammelten Werke". Mit Therese Nickl gemeinsam gab er 1968 seines Vaters Autobiographie "Jugend in Wien" heraus. - Jeweils auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand; der Br. v. 28. November 1931 etwas fleckig und eingerissen sowie mit stärkeren Faltspuren.
Zusammen (¾+¾ =) 1½ SS. auf 2 Bll. 4to. Mit 2 eh. adr. Kuverts. An den Kirchenforscher Manfred Kierein. - Jeweils auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
Zusammen 3 SS. 8vo und Schmal-4to. Inhaltsreiche Briefe an Friedrich Possekel, von 1926-1933 Direktor der Deutschen Buchgemeinschaft in Berlin, dem er “vor etwa 2 Monaten einen Buchvorschlag gemacht [hatte] [...] Hätten Sie damals akzeptiert, so hätten Sie für die Olympiade ein Buch Sporterzählungen erster Klasse erster Autoren [...] Aber ich halte den Vorschlag, den ich Ihnen heute mache, für fast noch aktueller: nämlich ein Buch, das, ähnlich wie mein Reisebuch, das mich doch reichlich bei Ihren Lesern eingeführt hat, über alle möglichen Dinge des heutigen Lebens orientiert [...]”. Die “etwa dreißig bis vierzig Kapitel über die brennendsten Fragen des Gesellschaftslebens”, die Edschmid zu schreiben beabsichtigt, sind u. a. “Über die heutige Mode | Berühmte Tennisturniere | [...] | Über gesellschaftliche Formen | Was ist ein Gentleman | Duelle | Die Nachkriegsfrau | [...] Ich betone, daß dies keine zufälligen nebeneinandergestellte [!] Aufsätze sind, sondern alle im Hinblick auf das Buch geschrieben sind und einen Überblick über das heutige Leben gestatten [...]” (Br. v. 19. V. 1928; auf Briefpapier mit gedr. Vignette und Briefkopf des Hotel Pyramids, Cairo). - 1931 erkundigt er sich nach einer Neuauflage seines ‘Großen Reisebuchs’: “Der Erfolg meiner Reisebücher über Afrika und Süd-Amerika, die in viele Sprachen übersetzt wurden und viele Auflagen erreichten, sollte eine Propaganda für das ‘Große Reisebuch’ rechtfertigen [...]” (Br. v. 26. IX. 1931; mit kleinem Bearbeitungsvermerk in Blaustift von fremder Hand).
Zusammen 3 SS. 4to und 8vo. Mit 2 eh. adr. Kuverts. Dankt Josef Wesely für ihm wiederholt übersandte Geburtstagswünsche: “Vielleicht interessiert es Sie, den beiliegenden Ueberblick über allerlei Anschauungen wohlmeinender Menschen durchzusehen. Was dort noch nicht stehen konnte, was ich seither gearbeitet habe: Erzherzog Carl-Roman vollendet, ebenso einige Novellen, etwa tausend hymnische Verse, ein Entwurf zu einem Roman über Venedig, ebenso zu einem Türkendrama; über spontane Aufforderung des Burgtheaters ist ein ‘Alexander in Asia’ in intensivster Arbeit (im zweiten Akt) [...]” (ms. Br. v. 8. V. 1953, ohne den erwähnten “Ueberblick”). - Der Sohn des gleichnamigen Komponisten und Dirigenten war nach dem Verbot der Nationalsozialistischen Partei in Österreich propagandistisch im Untergrund tätig. Seine in expressionistischem Stil gehaltenen Werke waren nach dem Zweiten Weltkrieg auf der Liste der "gesperrten Autoren und Bücher". Vgl. Kosch VI, 687f. - Die Kuverts sowie der eh. Br. mit Namensstempel.
Zusammen 2 SS. auf 2 Bll. (Qu.-)8vo. Dank an Josef Wesely für ihr übersandte Wünsche. - Elly Ney war 1904-07 Lehrerin der Meisterklasse am Kölner Konservatorium. 1908 zog sie in ein kleines Haus in Schlangenbad im Rheingau; Willem van Hoogstraten nahm ein Engagement als Leiter der dortigen Kurkapelle an. Am 3. August 1911 fand die Hochzeit zwischen Ney und Hoogstraten statt. 1914 gründeten beide mit Fritz Reitz das erste Elly-Ney-Trio. Die Pianistin starb am 31. März 1968 in Tutzing am Starnberger See. - Beiliegend ein gedr. Billett mit Dank für Wünsche zu ihrem Geburtstag sowie eine ms. Karte ihrer Sekretärin.
Zusammen 2 SS. (Qu.-)8vo. I.) Ms. Postkarte mit eh. Unterschrift (Feucht, 9. 8. 1974): "Liebe Frau Sax! Herzlichen Dank für Ihre freundliche Geburtstagsgratulation. Mit freundlichen Grüssen Hermann Oberth". - An zwei Ecken kl. Spuren von entf. Klebestreifen. - II.) Eigenh. (Adresse ms.) Postkarte mit U. (Feucht, 22. 12. 1977): (Kartenaufdruck: Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr) "wünschen Ihnen Mathilde und Hermann Oberth". - Oberth, der schon 1917 eine mit Alkohol und Sauerstoff getriebene Rakete entworfen hatte, zählt zu den bedeutendsten Pionieren der Raumfahrt-Wissenschaften und der Raketentechnik. Mit seinen Frühwerken (‘Die Rakete zu den Planetenräumen’ und ‘Die Wege zur Raumschiffahrt’) schuf er die wissenschaftlichen Grundlagen einer neuen Technologie, die den Flug zu den Sternen ermöglichen sollte. Genau beschrieben sind darin beinahe alle bis heute Wirklichkeit gewordenen Raumfahrtkonzepte: die ersten Raketen und Satelliten bis hin zur Landung auf dem Mond; interplanetare Raumsonden und wiederverwendbare Raumfähren bis hin zur international bemannten Raumstation.
Zusammen 2 SS. (Qu.-)8vo. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Glückwünsche zum Geburtstag. - 1914 von Luise Dumont als Leiter der neugegründeten Hochschule für Bühnenkunst, Dramaturg des Schauspielhauses und Herausgeber der Zeitschrift "Die Masken" nach Düsseldorf berufen, lebte Franck seit 1921 als freischaffender Schriftsteller auf dem Landgut Frankenhorst. In seinen insgesamt über hundert, oft mehrmals aufgelegten Werken behandelte er Themen wie Heimat, Freundschaft, Liebe, Volk und Religion, politisch schwenkte er von konservativen Anschauungen schon früh zum Nationalsozialismus, wurde jedoch von den Machthabern nicht exponiert. Nach 1945 enthielt er sich politischer Aussagen in seinen Arbeiten und konnte ohne Schwierigkeiten weiter in Ost und West publizieren. - Die Karte vom 11. VIII. 1933 mit einem photographischen Portrait, die vom 29. VIII. 1955 mit einem Druck von Erich Sperlings Holzschnitt-Portrait Francks auf der Bildseite.
Zusammen 1½ SS. 8vo. Wohl an den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-84): "Ich mußte plötzlich nach Leipzig und sofort nach Hamburg, ich werde daher erst nach mehren Tagen zurückkehren [...]" (Br. v. 27. VIII. 1853). - "In Beziehung des Gebrauches der Teplitzer Bäder beim Grafen Anton Chotek bin ich ganz mit Ihrer Ansicht einverstanden, was ich auch in dem beiligenden Brief an Exiellenz [!] Grafen bemerke [...]" (Br. v. 22. V. 1846; ohne die erwähnte Beilage). - Oppolzer war bis 1839 Assistent bei Julius Vinzenz von Krombholz an der Prager Medizinischen Klinik, wo er sich 1839 habilitierte. Sich anschließend als praktischer Arzt niederlassend, "gehörte [er] bald zu den renommiertesten Ärzten Prags" (DBE) und wurde 1841 als Ordinarius und Primararzt im Allgemeinen Krankenhaus Prag Nachfolger von Krombholz. 1848 folgte er einem Ruf nach Leipzig, war dort als klinischer Lehrer am Jacobs-Hospital tätig und wurde 1850 Professor der medizinischen Klinik in Wien und Primararzt des Allgemeinen Krankenhauses. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - In altem Sammlungsumschlag.
Zusammen 2 SS. Qu.-8vo. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag und zu Neujahr: “Inzwischen ist hier ein Privatdruck meiner neuen ‘Barocken Sonette’ erschienen, doch kann ich Ihnen diesen leider nicht übersenden, da die Versendung von Druckschriften nach Österreich leider noch immer nicht erlaubt ist [...]” (Karte v. 21. V. 1948). - Der aus Brünn stammende Schriftsteller, nach dem Zweiten Weltkrieg als Direktionsrat in Flieden bei Fulda ansässig, schrieb Romane, Novellen und Erzählungen. Vgl. Kosch X, 1385f.
Zusammen 2 SS. Qu.-8vo. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche: "Ihr freundliches Gedenken hat mir über den unangenehmen Tag hinweggeholfen. Ich danke Ihnen vielmals und will nur hoffen, dass Sie von solchen Abrechnungen noch nicht bedrückt werden. Leider kann man nichts dagegen tun, dass Kinder und Enkel über einen hinauswachsen, bis nichts mehr zu sehen ist [...]". - Nadler war seit 1931 als Ordinarius für deutsche Literatur an der Universität Wien tätig, veröffentlichte über 300 germanistische Arbeiten und wurde insbesondere durch seine 1912-28 erstmals erschienene "Literaturgeschichte der deutschen Stämme und Landschaften" bekannt, in der er, ausgehend von Stämmen und Siedlungsbewegungen, die Entwicklung der deutschen Literatur aus landschaftlicher Perspektive beschrieb. Wiewohl die vierte Auflage des großen Werkes rassentheoretische Thesen beinhaltet, die konträr zu den vorangegangenen das Gegenteil behaupten und wohl nur als Konzession an die neuen Machthaber verstanden werden können, bietet die "Literaturgeschichte" eine Fülle an Fakten und Daten. Nach Kriegsende wurde Nadler, der ehedem mit Hofmannsthal und Weinheber befreundet gewesen war, die Lehrbefugnis entzogen. Seine Autobiographie "Kleines Nachspiel" erschien 1954. Vgl. Czeike IV, 343f. und Kosch XI, 14f.
Zusammen 1 S. auf 2 Bll. 4to und gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Durch eine dringliche Angelegenheit wurde ich zu meinem Bedauern gezwungen, schon am Freitag Wien zu verlassen, ohne Ihnen die Hand drücken zu können. Ich werde jedoch Ende October wieder zu längerem Aufenthalt nach dort kommen und dann das Versäumte nachholen [...]" (Br. v. 17. IX. 1910; auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf). - "Die einliegende Notiz, die ich nur Ihnen allein übersende, ist Ihnen vielleicht für die 'Kleine Chronik' willkommen [...]" (Br. v. 10. XII. 1910; auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; ohne die erwähnte Notiz). - Als Herausgeber von literarischen Zeitschriften tätig, beendete Blumenthal 1887 vorübergehend seine literarische Tätigkeit und gründete das Lessing-Theater in Berlin, dessen Leitung er 1898 niederlegte und sich erneut der Schriftstellerei zuwandte. Sein bekannteste Werk ist der 1926 erstmals verfilmte und 1930 von Ralph Benatzky vertonte Schwank 'Im weißen Rössl'.
Zusammen 2 SS. 4to und 8vo. Mit 2 (davon 1 eigenh. und 1 ms.) Kuverts. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche. - Der Rechtsanwalt und Heimwehrfunktionär war 1932 und 33 Vertrauensmann der Heimwehr und Handels- und Verkehrsminister im Kabinett Dollfuß. Er unterstützte einen Befriedungskurs gegenüber den Nationalsozialisten. Vgl. Öst. Lex. I, 562. - Der ms. Brief auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
Zusammen 2½ SS. 4to und 8vo. An den Schriftsteller, Schauspieler und Regisseur Adolf Schütz (1895-1974): “Ich bin mit Allem einverstanden - was Sie in unserem Sinne - durch den von Ihnen vorgeschlagenen Anwalt Dr. Christian Broda in Wien - durchführen können [...]” (Br. v. 26. II. 1955). - “Selbstverständlich möchte ich gern ‘Axel’ spielen, nun [!] muss ich mindestens den nächsten Sommer überspringen, da man mir schon jetzt zur Eröffnung den Vorwurf gemacht hat, dass ich ein altes Stück spiele. Also im nächsten Sommer muss ich mit etwas Neuem kommen, und ausserdem hat ja ‘Axel’ nur einen Sinn, wenn wir die richtige Frau haben. Ich bekam übrigens eine Anfrage aus München, ob ich ‘Axel’ dort spielen will mit einer populären, deutschen Filmschauspielerin. Ich muss nun die Antwort abwarten, wer die Dame ist [...]” (undat. Br.). - Max Hansen war anfangs als Varietékünstler tätig und später als Operettentenor in Wien und Berlin erfolgreich. 1933 emigrierte er nach Wien, 1938 nach Schweden und trat u. a. am Oscar-Theater und am Vasatheater in Stockholm sowie am Stadttheater in Malmö auf. Seit 1951 spielte er in Tonfilmen (u. a. ‘Schöne Helena’) mit und wurde 1956 Direktor des Tivoli-Theaters in Kopenhagen. - Adolf Schütz, häufig unter dem Pseudonym George Roland veröffentlichend, war nach dem Ersten Weltkrieg als Schauspieler, Regisseur und Theaterintendant tätig und verfaßte Theaterstücke, die an internationalen Theatern zur Aufführung kamen, u. a. ‘Der große Bluff’, ‘Diktatur der Frauen’ und ‘Dixie und Axel an der Himmelspforte’. Nach dem deutschen Einmarsch 1938 emigrierte er nach Finnland und 1940 nach Schweden, wo er 1949 die Staatsbürgerschaft erhielt und weiterhin als erfolgreicher Film- und Bühnenautor - er schrieb etwa 50 schwedische Filmdrehbücher - tätig war. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; mit größeren Ein- u. Ausr. am rechten Rand (keine Textberührung).
Zusammen 1 S. auf 2 Bll. 4to. An eine Redaktion: "In der Einlage übersende ich Ihnen einen Rococo-Dialog in Versen unter dem Titel 'Der schlechte Ruf'. Vielleicht entschliessen Sie sich einmal ausnahmsweise, im Feuilleton auch einen Beitrag solcher Art zu veröffentlichen [...]" (Br. v. 24. III. 1909; auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; ohne die erwähnte Notiz). - "Auf Ihren Wunsch übersende ich Ihnen eine meiner neuen Arbeiten in der Einlage. Es ist ein Feuilleton: 'Paul Heyse als Kritiker', das an die vor kurzem erschienene Neuausgabe seiner 'Jugend-Erinnerungen' und Bekenntnisse anknüpft [...]" (Br. v. 12. VI. 1913; auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; ohne die erwähnte "Einlage"). - Als Herausgeber von literarischen Zeitschriften tätig, beendete Blumenthal 1887 vorübergehend seine literarische Tätigkeit und gründete das Lessing-Theater in Berlin, dessen Leitung er 1898 niederlegte und sich erneut der Schriftstellerei zuwandte. Sein bekannteste Werk ist der 1926 erstmals verfilmte und 1930 von Ralph Benatzky vertonte Schwank 'Im weißen Rössl'. - Der Br. v. 12. VI. 1913 mit kl. Einr. a. d. Rändern.
Zusammen 1½ SS. 4to und 8vo. Mit 2 (1 eh. und 1 ms.) Kuverts. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche. - Neuwirth war als Herausgeber der Zeitschrift ‘Mutterland’ und Lyriker in Wien ansässig; neben Gedichten und Romanen veröffentlichte er 1968 die ‘Kleine Kunstgeschichte der österreichischen Briefmarke’. Vgl. Kosch XI, 231.
Zusammen (1½+ 2=) 3½ SS. auf 3 Bll. Folio und gr.-8vo. Der vom 9. März 1875 datierende Brief an Hugo Scharf betr. der Vertretung des Bezirkssteuerinspektors, der andere an einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Mit aufrichtiger Theilnahme habe ich von Ihrer Erkrankung gehört, und habe sogar gestern Abend bereits vor Empfang Ihres gef. Schreibens bei Prof. Hübner dahin zu wirken gesucht, daß er Sie sobald als möglich von hier fortschickt. Zu meiner Freude erfuhr ich von ihm, daß er völlige Schonung vorausgesetzt doch eine baldige und gänzliche Wiederherstellung erhofft [...]" (31. März 1880). - Teils etwas fleckig.
Zusammen 2 SS. 4to. An Finanzrat Rt. von Heindl in Sachen des "Comités des Allgemeinen Wiener Wohltätigkeits-Vereins" und auf Briefpapier mit dessen Briefkopf. - Jeweils mit kl. Ausr. durch Siegelbruch (keine Textberührung).
Zusammen 3 SS. 4to und 8vo. Mit 2 (1 eh. und 1 ms.) Kuverts. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche. - Rudolf Henz war seit 1931 Leiter der wissenschaftlichen Abteilung, später Direktor der Rundfunkgesellschaft RAVAG, führte u. a. den Schulfunk und die geistliche Stunde im Radio ein und gehört zu den Rundfunkpionieren Österreichs. Nach dem "Anschluß" Österreichs wurde Henz als Anhänger des politischen Katholizismus fristlos entlassen. Nach dem Krieg erneut beim Rundfunk und später auch beim Fernsehen tätig, gab er seit 1955 auch die Zeitschrift ‘Wort in der Zeit’ heraus. Vgl. Giebisch-G. 169, Kosch V914f. und Czeike III, 145. - Ein Br. mit gestemp. einer mit gedr. Briefkopf.