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Zusammen 2 SS. auf Doppelblättern. 8vo. “Anlässlich der morgen stattfindenden Premiere des Pumpmajor erlaube ich mir Sie im eigenen wie im Namen meines Mitarbeiters um das freundl. Wohlwollen des Herrn Referenten [...]”. - Hostasch verfaßte teils allein, teils mit anderen gemeinsam an die hundert Bühnenwerke; zu Alexander Neumanns erwähntem ‘Pumpmajor’ nach Nikolai Gogol schuf er gemeinsam mit Leo Stein das Libretto. Vgl. Kosch II, 1066 (Hostasch) und Czeike III, 271 (Horst). - In altem Sammlungsumschlag.
Zusammen 4 SS. 4to und 8vo. “Die günstige Gelegenheit, Ihnen meine Ergebenheit und Hochachtung an den Tag zu legen”, schreibt der Bildhauer am 19.X. 1863, “bringt uns der festliche Gebrauch der Namensfeier. Inbegriffen aller formuellen [!] Wünsche bringe ich so meine Famielie [!] die ergebenste Bitte: Uns Ihrer ferneren Gewogenheit und Vorsorge erfreuen zu dürfen [...]”. Der zweite Brief betrifft eine Einladung zu einem “nächsten geselligen Abend”. - In altem Sammlungsumschlag mit hs. Notizen zu Profession und Geburtsdatum des Verfassers.
Zusammen 2 SS. auf Doppelblättern. 8vo. Dankt dem namentlich nicht genannten Alfred Rt. von Lindheim (1836-1913) für die Zusendung einer Platte, „an der ich mich umso mehr erfreue, als Ihr Bildnis ganz besonders gelungen, auch die Rückseite sehr geschickt ausgeführt ist, so daß sie zur günstigsten Wirkung gelangt [...]“ (Br. v. 13.X. 1906). 1909 dankt der Fabrikant für die Übersendung von Lindheims Studie ‚Saluti senectutis‘ über ‚Die Bedeutung der menschlichen Lebensdauer im modernen Staate‘ (Leipzig und Wien, Deuticke 1909). - Lobmeyr führte gemeinsam mit seinem Bruder Josef die väterliche Glasmanufaktur Josef Lobmeyr. Im Zuge ihrer Modernisierungsbestrebungen "vernichteten [sie], um ihre Kunden für eine moderne Stilrichtung zu gewinnen, das gesamte Biedermeier-Warenlager ihres Vaters; die neue Firmenphilosophie, eine konsequente Unterstützung der Avantgarde, brachte Erfolg. 1862 stellten die Brüder Lobmeyr [...] auf der Londoner Weltausstellung außergewöhnliche Trinkservice aus geschliffenem und graviertem Glas aus" (Czeike IV, 80). Zwei Einzelausstellungen im k. k. österreichischen Museum für Kunst und Industrie, dem heutigen Museum für angewandte Kunst, zu dessen Kurator Ludwig Lobmeyr 1874 ernannt wurde, verhalfen der Firma, die heute noch besteht, zu weiterem Ruhm. - Jeweils mit einer Anmerkung zum Verfasser von fremder Hand am unteren Blattrand; der Br. v. 6. III. 1909 auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
2 SS. auf 2 Doppelbll. 8vo. In französischer Sprache an den Komponisten Napoléon-Henri Reber mit einer Empfehlung des Kornettspielers Forestier: "Permettez moi de recommander à toute votre bienveillance, la professure si distingué de cornet à piston, Mr Forestier. Si vous pouviez lui être favorable pour l'accueil de la methode qu'il va soumettre au comité des études, vous me rendrez service. Mr Forestier d'ailleurs se recommande lui meme par un vrai talent et un cornetier honorable [...]". - An einen Verleger mit Dank für dessen Genehmigung, die Dichtung des Théophile Gautier in Musik zu setzen: "Monsieur, je vous remercie de la gracieuseté que vous m'avez faite en m'accordant l'autorisation d'user de la poésie de Théophile Gautier dont vous êtes l'éditeur [...]". Auf Briefpapier mit gepr. Initialen. - Ein Brief mit kleinen Randläsuren.
Zus. 2 SS. auf einem Doppelblatt und einem Einzelblatt. 8vo. In französischer Sprache an den Komponisten Napoléon-Henri Reber mit der Erinnerung an ein Konzert bei Gioacchino Rossini, der denselben am nächsten Samstag mit seinem Orchester erwarte: "Rossini m'a prié [...] de vous écrire pour vous rappeller, qu'il vous attend Samedi prochain, avec votre nombreux Orchestre, pour entendre votre Trio. Ainsi ne l'oubliez pas; on compte sur vous [...]". Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm. - An einen Freund mit der Entschuldigung seines krankheitsbedingten Fernbleibens von einer am nächsten Tag angesetzten Kommissionssitzung: "Etant indisposé il m'est impossible de me rendre demain Jeudi [...] au lieu de la commission. Veuillez, je vous prie, faire agréer mes excuses à tous mes confrères [...]".
Zusammen 4 SS. auf Doppelblättern. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Freund: “Was sagen Sie zu beif[olgender] Bosheit: Ich spielte den Malus durch 29 Jahre mit stetem Erfolg - habe alle[s] [...] in der Darstellung s. Z. von Robert übernommen - nichts gemacht, was nicht Robert gemacht hätte. Heute gab ich die Rolle - trotz Sträuben meiner Direction ab - weil ich dieselbe nicht neben dem jungen Reimers spielen wollte [...]”. Des weiteren dürfte auf Grund eines Versehens Zeska schlechte Kritik für eine Darstellung, die gar nicht die seine war, erhalten haben. - Auch der andere Brief Zeskas (21.XI. 1916), der zur Zeit “stark in Anspruch genommen [ist] - für das rote Kreuz-Kriegsfürsorge-Spitäler u.s.w.”, behandelt eine s. E. ungerechte Beurteilung seiner Darstellungskunst durch mißliebige Kritiker. - Seit 1886 am Deutschen Landestheater in Prag tätig, gehörte Zeska von 1892-1932 dem Ensemble des Wiener Burgtheaters an, brillierte vor allem im Lustspiel, aber auch im klassischen Repertoire. - Beide Briefe im linken Rand gelocht; der Br. v. 21.XI. 1916 mit gepr. Wappen.
Zusammen 1½ SS. auf Doppelblättern. 8vo. An seinen Bruder: “Ferdinand Hakher [?] ist bereit die Kasse zu übernehmen [...]” (Br. v. 2.II. 1864)- Der zweite Brief betrifft die Einladung zu einer Sitzung am “Freitag den 24. Jänner Abends 1/2 7 Uhr” in seiner Wohnung. - Der promovierte Jurist, Bruder der Militärs Joseph (1806-1884) und Rainer (1810-1892) von Schmerling, war 1848 Organisator der Nationalgarde in Wien, Abgeordneter zur deutschen Nationalversammlung in Frankfurt und wurde vom Reichsverweser Erzherzog Johann (1782-1859) zum Reichsminister für Inneres, dann zum Ministerpräsidenten und schließlich zum Außenminister ernannt, mußte jedoch als Vorreiter des großdeutschen Programms im Dezember 1848 zurücktreten. Seit Juli 1849 als Justizminister tätig, legte er jedoch in der Zeit des verschärften Neoabsolutismus 1851 sein Amt nieder und wurde Senatspräsident beim Obersten Gerichtshof, später Präsident des Oberlandesgerichts in Wien. Als Staatsminister (1860-65) hatte er großen Anteil an der Ausarbeitung der zentralistisch-liberalen Verfassung und suchte den Vorsitz Österreichs im Deutschen Bund zu erhalten, was jedoch an Bismarcks aggressiver Opposition scheiterte, weswegen Kaiser Franz Joseph I. (1830-1916) ihn schlußends dieses Amtes enthob. In die Zeit seiner Tätigkeit fiel das Protestantengesetz (1861), ein Gesetz über den Schutz einiger Grundrechte (1862), der Frankfurter Fürstentag (1863) und die Beteiligung Österreichs am Deutsch-Dänischen Krieg (1864). Seit 1867 Mitglied des Herrenhauses, wurde Schmerling 1871 zu dessen Präsidenten gewählt. Vgl. Öst. Lex. II, 353 und Czeike V, 106f. - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm.
Zusammen 2 SS. 4to und 8vo. Ein Brief mit Adr. "Dürfte ich Hrn. Hochwohlgeboren große Güte wohl mit der Bitte um Hut und Degen, die Sie mir gütigst versprachen, in Anspruch nehmen? [...]" (Br. v. 6. IV. [18]41). Im Brief an den Historiker Paul Kaltenbaeck (1804-1861) entschuldigt der Jurist sein Fernbleiben, "[ü]bernächste Woche habe ich mehr Zeit [...]". - Nach Abschluß seines Hauptwerks, des ‘Handbuchs des gemeinen deutschen Strafrechts’ (1827-30) und nach Ausbruch der Julirevolution 1830 sich verstärkt der Politik zuwendend, wurde Jarcke 1831 Redakteur des 'Politischen Wochenblatts' und 1832 von Metternich als k. k. Rat und Staatskanzleipublizist in die Wiener Staatskanzlei berufen. “Unter dem Einfluß Carl Ludwig von Hallers in Preußen einer der entschiedensten Vertreter der Restauration geworden, bekämpfte Jarcke in Österreich den Josephinismus und gehörte zu den Verfechtern des Ultramontanismus. 1839 gründete er zusammen mit Joseph von Görres die 'Historisch-Politischen Blätter für das katholische Deutschland' in München, wohin Jarcke nach seiner Beurlaubung infolge der Revolution 1848 zog, kehrte jedoch nach deren Niederschlagung wieder nach Wien zurück" (DBE). Vgl. auch Kosch II, 1140.
Zus. 2½ SS. auf 2 Doppelbll. 8vo. In französischer Sprache an den Dirigenten Jules Danbé mit Dank für die wunderbare Aufführung eines seiner Werke am Vorabend: "Je ne sais qui je dois remercier le plus sincèrement, l'ami dévoué ou le chef d'orchestre éminent. Ce sont ces deux qualités réunies qui m'ont donné hier soir la plus grande jouissance que puisse éprouver un artiste: une exécution de son oeuvre sans une défaillance. Veuillez donc être l'interprète de ma reconnaissance près de votre vaillant orchestre [...]". - An einen Freund mit der Absage eines Besuchs in Mailand und Rom zu Proben seiner Oper "Le Roi d'Ys", was eine mindestens einmonatige Abwesenheit von Paris sowie den Verlust seiner Arbeit und seines Verdienstes von mindestens 4000 Francs während dieser Zeit bedeuten würde - ein Luxus, den er sich nicht gönnen könne: "Cher ami, le déplacement que vous me proposez pour surveiller les études du Roi d'Ys à Milan et à Rome se traduit par l'absence d'un mois hors de Paris, s'il ne se produit pas de retard pour cause de maladie ou autre. En ajoutant la perte de mon travail pendant ce laps de temps, cela représente pour moi un minimum de quatre mille francs; c'est un luxe que je ne peux pas me permettre [...]".
Zusammen (2+3 =) 5 SS. auf 2 Doppelblättern. In Bleistift. 8vo. An eine Lulu über seine Bemühungen, seine finanziellen Angelegenheiten zu regeln: "Rott war reizend u. bin ich von seiner Liebenswürdigkeit u. Güte wirklich gerührt. Bei Gustav war ich. Er hat Sitzungen u. wird heute kaum zu sprechen sein. Ich werde es noch einmal versuchen. Wenn nicht, so hoffe ich morgen mit ihm fertig zu werden. So Gott will wird es mir nun - unterstützt durch Ihre Bemühung für die ich Ihnen wiederholt danke - gelingen in Ordnung zu kommen, wenigstens mit meinen privaten Sachen. Die Börse kann warten [...]". Auf Briefpapier der Anglo-Österreichischen Bank. - An dieselbe: "Baron Gustav habe ich erst gestern Abend sprechen können! Er wird mit Alfred über die Sache reden und mir morgen Bescheid sagen! Wenn Sie die Güte hätten Baron Alfred zu poussiren wäre ich unendlich dankbar. Rott [...] findet es unerhört daß man mich so zappeln läßt. B. v. Taussig [i. e. der Bankfachmann Theodor Ritter von Taussig, 1849-1909] will daß ich mich über meine Angelegenheit äußere. Was soll ich dem Mann sagen? Jedenfalls glaube ich die Sache noch hinauszuschieben mit der Motivierung daß noch nicht alles zu erreichen war u. die Herren Schwierigkeiten machen [...]".
Zusammen 1½ SS. (Qu.-)4to. An Herrn Lange: "Über das ‚Vogelkonzert' in den Salzburger Nachrichten habe ich mich recht gefreut. - Heute sende ich Ihnen einen kleinen Beitrag, der aus Turgenjeffs ‚Gedichten in Prosa' stammt [...]" (Br. v. 29. VIII. 1952). - "Die anderen 2 Erzählungen folgen demnächst! Der leidige Schulbeginn hat mich anfangs ganz aus der Bahn geworfen; schön langsam komme ich wieder in Schwung [...]" (undat. Br.). - Fronius studierte von 1922-28 an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Alois Delug und Karl Sterrer. Von Franz Kafka und Alfred Kubin beeindruckt, mit dem er seit 1933 korrespondierte, schuf Fronius seit 1943 Illustrationen für zahlreiche literarische Werke, gestaltete Bucheinbände, Plakate sowie die Theaterprogramme des Wiener Volkstheaters und des Theaters in der Josefstadt. Seit 1947 bediente er sich besonders der Technik der Tuschezeichnung, seit 1950 des Holzschnitts und zuletzt der Radierung. Das umfangreiche Werk des vielfach ausgezeichneten Künstlers war seit 1945 in mehr als 230 Einzelausstellungen im In- und Ausland zu sehen.
Zusammen 3½ SS. 4to. Ein Br. mit eh. Adresse. An den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884). - Signorini war seit 1824 Professor in Pavia, seit 1830 in Padua. „Seine Versetzung [...] war hauptsächlich dadurch motivirt, dass die Neuerungen, die er bei Uebernahme seines Lehrstuhls eingeführt hatte und der Zudrang zu seinen Vorlesungen, sowie sein gerader, wenig Rücksicht nehmender Charakter Feindschaft, Neid und Intriguen erregt hatten, denen es gelang, bereits nach einjähriger Thätigkeit seine Suspension herbeizuführen, die indessen mit seiner völligen Rehabilitation endigte“ (Hirsch V, 400). - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - In altem Sammlungsumschlag.
2 SS. 4to. In französischer Sprache an das Pariser Verlagshaus Éditions Stock über die Druckfahnen seines Theaterstücks "La souriante Madame Bendet" (1922), mit dem Hinweis, dass er die Blätter so beschnitten habe, dass die Paginierung verloren gegangen, jedoch leicht zu rekonstruieren sei, der Bitte, ihm einige Exemplare nach Paris zu schicken nebst der Anweisung, ihm diese nicht auf Reisen nachzusenden, sowie Empfehlungen zur Drucklegung und der Bitte, seine Auszeichnung mit dem Paul-Hervieu-Preis eingangs zu erwähnen: "Voici par courrier les épreuves Bendet. J'ai coupé les grandes feuilles de sorte que vous trouverez la pagination détruite vous la rétablirez sans peine puisque les Nos. sont exacts. Je compte que vous m'enverrez un certain nombre d'exemplaires à Paris avec la mention 'ne pas faire suivre' car c'est inutile que je trimballe cela de mes voyages divers. Il serait souhaitable pour l'harmonie de ma mise en page que vous reportiez à la page 2 le debut de la mise en scène qu'est à la page I et se confond avec le copyright [...] N'oubliez pas de mentionner en tête Couronné par l'Academie Française Prix Paul Hervieu 1922 en haut et à droite en gros caractères serait mieux, je crois" (Grand Hotel - Cavalaire Var, [1922]). - An eine Bekannte mit dem formlosen Entwurf eines Artikels, in dem ihre "pathologische Substanz" nur unter Anstrengung auszumachen sei, sowie mit Grüßen seiner Tochter: "Voici d'abord un informe brouillon d'article où vous vous efforcerez de trouver votre substance pahtologique [!]. Et enfin voici [...] ma très sincère sympathie et celle de ma fille [...]" (49, rue Erlanger [Paris], 24. XI. 1938). Auf Briefpapier mit gepr. Adresse. - Randeinrisse im Brief von 1922 alt mit Klebestreifen repariert; 2 der 3 Klebestreifen erhalten, vom dritten nur noch Klebstoffreste. Mit Randläsuren und leichten Rostspuren.
Zusammen (1+1 =) 2 SS. 8vo und 4to. 1 Brief mit eh. Adresse verso (Faltbrief). Beide Briefe in spanischer Sprache an Alvar Augustin de Liaño (1782-1848), königlicher Bibliothekar zu Berlin. In dem in Paris verfassten früheren Brief (27. XI. 1820) bittet Rodriguez um die Bestätigung einer Liste an Büchern, die Liaño für die königliche Bibliothek bestellt habe. Viele der ursprünglich aus Madrid versandten Bücher seien durch die Nägel der Transportkiste und Wasser beschädigt worden. Eine weitere Kiste mit Werken von Liaños Vater sei bereits unterwegs. Mit eh. Adresse und Ausriss durch Siegelbruch (Faltbrief). - Im jüngeren Brief (20. II. 1823) bestätigt Rodriguez den Erhalt eines Briefes und entschuldigt sich dafür, dass er Liaño nicht besuchen konnte. Das schlechte Wetter habe ihn daran gehindert, er werde den Besuch aber bald nachholen: "Mi estimado amigo y Sn. Dn. A. A. de Liaño, he recibido la [carta] de Us[tedes]: el frio y el maldito tiempo no me han permitido ir à ver à Us[tedes]; pero uno de estos dias lo haré à la hora que me dicen que es en verdad la que mas me conviene, mediante mis occupaciones que todas son antes de comer [...]". - Beide Briefe mit Sammlernotizen in Tinte und Blei und minimalen Spuren alter Montage.
Zus. 2 SS. auf 2 Bll. 4to. An einen Verleger mit Dank für einen Scheck über 175 Francs für seinen Beitrag in dessen Zeitung sowie mit der Bitte, ihm einige Exemplare der entsprechenden Ausgabe und der zugehörigen Musikbeilage zukommen zu lassen: "J'ai l'honneur de vous accuser réception du cheque de cent soixante quinze francs, que vous m'avez envoyé pour mon article paru dans le n. de Fevrier de votre Revue. Vous serait il possible, comme vous me l'avez aimablement offert de mettre à ma disposition quelques exemplaires de ce numéro et en particulier du supplement musical de moi qui s'y trouve [...]". - An einen Bekannten über seine Sonatine für Flöte, die er René geschickt habe, sowie eine Photographie für Wolff: "J'ai envoyé ajourd'hui la sonatine flute à M. Revé. Je n'avais pu m'en occuper avant. Je vous envoie la photo pour la maison Wolff ainsi que vous me le demandez [...]". - Mit kleinen Randläsuren und vereinzelten Papierdurchbrüchen.
Zusammen 3 SS. 4to. Mit einem eh. adressierten Kuvert. In französischer Sprache an den schwedischen Schriftsteller und Journalisten Ingmar Björkstén. - Der auf Korsika geborene Schriftsteller, Journalist und Kritiker wurde 2001 in die Académie française aufgenommen.
Zusammen (1+1½ =) 2½ SS. auf 2 Bll. Qu.-gr.-8vo. An den Musikschriftsteller Jacques-Gabriel Prod’homme (1871-1956), dem er u. a. für dessen Werke über Beethoven und Berlioz dankt: "Merci [...] pour votre ‚Berlioz’ que je soignerai comme la prunelle de mes yeux [...]" (Br. v. 24. Juni). - Bigot leitete von 1927 bis 1964 das Philharmonieorchester des Französischen Rundfunks und von 1935 bis 1950 die Concerts Lamoureux; daneben wirkte er an der Opéra-Comique und als Professor am Conservatoire de Paris, wo u. a. Mikis Theodorakis einer seiner Schüler war. Zu seinem Werk zählen kammermusikalische und sinfonische Werke, Ballette und Schauspielmusiken sowie zahlreiche Instrumentalstücke für die Wettbewerbe am Conservatoire. - Jeweils auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der "Concerts Lamoureux".
Zus. 1½ SS. auf einem Doppelblatt und einem Einzelblatt. (Qu.-)8vo. In französischer Sprache an M. Halimbourg mit Dank für eine Zeitschrift, in der er nichts über die Aufführung der Oper "L'amant jaloux" von André-Ernest-Modeste Grétry habe finden können, was er nicht bereits anderswo gelesen habe: "Mon cher Monsieur Halimbourg, pardonnez moi de ne pas avoir répondu plutôt, je vous remercie de l'envoi qui vous voulez bien me faire du journal. Je n'aurais rien trouvé de neuf à dire sur l'Amant jaloux, dont tous les journaux avaient déjà parlé. J'espère que nous trouvons bientôt une meilleure occasion [...]". - Mit der Erlaubnis, ab Dezember vergünstigte Eintrittskarten an die verschiedenen Theater in Paris zu verteilen: "j'autorise Mr Boucher à remettre tous mes billets d'auteur sur les différentes théâtres de Paris, à dater du 1er Décembre prémier mois [...]". - Der Brief an Halimbourg leicht knittrig und braunfleckig.
4 SS. 8vo. Mit eh. beschr. Kuvert. An den Herausgeber eines Feuilletons mit dem Programm einer bevorstehenden Eröffnung bzw. der Bitte, einige Zeilen darüber in der nächsten Ausgabe zu drucken (1855).
Zus. (2+1½ =) 3½ SS. auf 2 Bll. 8vo. Mit eh. Adressblatt. In französischer Sprache an den Schriftsteller und Verleger Jacques Chardonne (1884-1968) mit Dank für dessen Brief und die darin zum Ausdruck gebrachte Freundschaft, erfreut darüber, dass sie sich in den "großen Dingen" einig seien: "Je vous remercie de votre lettre et plus encore des sentimens d'amitié que vous m'y marquez. J'y réponds de tout mon coeur, je vous prie de le croire, et j'ai plasir à me sentir, dans ces grandes choses, pleinement d'accord avec vous [...]" (5. VII. 1941). - An einen Bekannten mit einem neuen Terminvorschlag für ein Treffen, das zuletzt nicht zustande kommen konnte: "[...] ou vers deux heures de l'après midi, afin qu'il nous fut possible de choisir une date où je retrouverais le plaisir que je suis si fâché de n'avoir pas que me donner cette fois-ci? [...]" (o. D.). Fragment. Auf Briefpapier mit gepr. Adresse. - Der undatierte Brief horizontal beinahe durchgerissen. Das Adressblatt mit einer Rostspur.
Zusammen (2+2 =) 4 SS. auf 3 Bll. 8vo. Beide an Dr. Vogel: "Mit grossem Bedauern habe ich eine Nummer nach der anderen Ihrer Zeitschrift erscheinen sehen ohne dass es mir möglich war Ihnen eine kleine Beobachtung von hier aus zu liefern. Unsere Hauptthätigkeit jedoch war fast allein durch Unternehmung der der Mondwärme in Anspruch genommen worden [...]" (Br. v. 18. I. 1874). - "Last night Mr Lohse & I got a sight of Mr Webb's small nebula in a clear sky. It is a true planetary nebula with a very measurable spectrum [...] This observatory is still labouring with the incubus of the Venus transit observations, but we all hope to clear off a large portion of them shortly, when we can strive to do something at astrophysics [...]" (27. XI. 1879, auf Briefpapier mit Briefkopf des Dunecht-Observatoriums).
Zus. (1½+2 =) 3½ SS. auf 4 (= 2 Doppel-)Blatt. 8vo. Wohl an den Dramatiker und Literarhistoriker Robert Nagel (1875-1945): "Mit bestem Dank sende ich Ihnen das Stück zurück. Falls Sie es der Neuen Wiener Bühne überlassen werden - so will ich mich mit meinem ganzen Können hineinarbeiten [...]" (7. VI. 1916).
Zusammen 6 SS. auf Doppelblättern. 8vo. Ein Br. mit eh. Adresse. An den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-84): „Ich war eben im Begriffe ab zu reisen, als ich Ihre und Ihrer lieben Frau freundliche Einladung erhielt - demnach bleibt mir für diesmal nichts Anderes übrig als Ihnen für Ihre Güte recht herzlich zu danken u. Sie zu versichern, daß auch uns es sehr glücklich machen würde, wenn Sie mit Ihren Lieben uns besuchten [...] In Pest blieb ich kaum ein Paar Tage und hatte vor lauter Ovationen [?] die Flucht ergriffen; - nicht besser erging es mir zu Hause, wo eine Deputation der Linken [?] folgte; - so daß ich für einige Zeit hier in Patak, bei der Fürstin Breyerlein-Schwarzenberg ein Asyl suchte [...]“ (Br. v. 1. VIII. 1861). - Baron Vay war zur Zeit des Choleraaufstandes königlicher Kommissar für die Komitate Borsod, Hevés, Neográd, Gömör, Tarna und den Distrikt Jazygien, 1846 bevollmächtigter Zivil- und Militärkommissar zur Bewachung der nördlichen Grenze Ungarns während des galizischen Bauernaufstandes und 1848 königlicher Kommissar in Siebenbürgen. 1850 schlug er eine ihm von der Wiener Regierung angebotene Stelle eines Gouverneurs von Ungarn aus, wurde zwei Jahre später zum Güterverlust und zum Tod verurteilt, jedoch begnadigt und kurze Zeit in Haft gehalten. 1859 trat er infolge des Protestantenpatents hervor, erwirkte die Zurücknahme desselben und die Wiedereinsetzung der protestantischen Kirche Ungarns in ihre Rechte und ward 1860 zum königlich ungarischen Hofkanzler ernannt, von welcher Stelle er jedoch 1861 zurücktrat. 1884 wurde er zum Präsidenten des ungarischen Magnatenhauses ernannt. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf. - Der undat Br. mit gr. Ausr. durch Öffnen der Verschlußmarke (minimale Buchstabenberührung). - In altem Sammlungsumschlag.
Zusammen 3 SS. 4to und 8vo. “Im Verein mit einigen Künstlerkollegen habe ich in Perchtoldsdorf eine Ausstellung gemacht, welche vielleicht bodenständig bezeichnet werden kann. Wir bieten was wir können und sind erfreut darüber, daß sowohl Publikum wie Kritik die Sache beifällig aufgenommen haben [...]” (Br. v. 2. VIII. 1912). - Jasper wurde 1865-80 als Schüler Louis Jacobys an der Wiener Akademie der bildenden Künste zum Kupferstecher ausgebildet und schuf als erste Arbeiten Stiche für archäologische Zeitschriften sowie Titelvignetten und Reproduktionen nach Portraits und Werken alter Meister. Von 1882-96 war er Mitglied der Gesellschaft bildender Künstler Wiens; seit 1887 auch als Restaurator am Hofmuseum tätig, war er 1888-1910 an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien. Vgl. Thieme/B. XVIII, 441 und Czeike III, 345. - Im linken Rand gelocht (keine Textberührung). - In altem Sammlungsumschlag.
Zusammen 9½ SS. 8vo. An Karl Sonklar von Innstädten: "Nach langem Stillschweigen, in welcher Zeit ich durch mein Herzübel viel gelitten, bin ich wieder so frei Eu. Hochwohlgeboren zu belästigen, in dem ich jetzt in der Lage bin das ungefähr vor einem Jahr Versäumte nachzuholen. Eu. Hochwohlgeboren haben nämlich bei mir einige Pflanzen aus der Pest Ofner Flora bestellt, die ich eben durch meine Krankheit erhindert nicht liefern konnte [...]. - Dorner, der biographisch nicht auszumachen ist, war vermutlich Verfasser von ‘Das Banat in topographisch-naturhistorischer Beziehung’ (Preßburg, 1839). - Der Geograph und Generalmajor Karl Sonklar von Innstädten (1816-85) zählt neben Friedrich von Simony und Anton von Ruthner zu den Pionieren der Alpenerforschung; als geographischer Schriftsteller hat Sonklar "durch gründliche und vielseitige Beobachtungen über Gletscher, hydrographische, meteorologische und biogeographische Erscheinungen, besonders die Höhengrenzen, die er seinen wissenschaftlichen Beschreibungen beschränkterer Gebiete der Alpen einverleibte, wissenschaftliches Material von Werth dargeboten und zugleich die Methode der Länderbeschreibung geklärt" (ADB). Neben militärwissenschaftlichen Abhandlungen in den Bereichen der Taktik und Kriegsgeschichte veröffentlichte er auch ein kunstwissenschaftliches Werk, das nach dem wohlwollenden Urteil der Zeitgenossen "in keiner Anstalt, in welcher über Kunst vorgetragen wird, fehlen" dürfe (Wurzbach). - 2 Br. auf Briefpapier mit gepr. kalligraph. Monogramm und gelegentlich mit eh. Bearbeitungsvermerken des Adressaten. - Aus der berühmten Autographensammlung des Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909).