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1 S. Format: 9 x 4 cm.
1 S. Visitkartenformat. Kondoliert einer namentlich nicht genannten Adressatin zum Ableben von deren Gatten.
1 S. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: Hugo Thimig (dies gedruckt) "gratuliert Ihnen herzlichst, verehrter College, zur bevorstehenden Vermählung Ihrer Tochter mit unserem ausgezeichneten Hesch!" - Der aus Dresden stammende "Charlie Chaplin der Bühne" (zit. n. Czeike V, 448) war von 1874 bis 1923 Mitglied und von 1912 bis 1917 auch Direktor des Wiener Burgtheaters. Später am Theater in der Josefstadt, brillierte Thimig im Charakterfach wie in zahlreichen komischen Rollen. Als Sammler von Theatralia trug der Vater von Helene, Hans und Hermann Thimig eine umfangreiche Sammlung zusammen, die den Grundstock der Theater-Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, des heutigen Österreichischen Theatermuseums, bildete. - Der Bräutigam war Mitglied der Wiener Hofoper, "deren Ensemble er bis zu seinem Tod als führender Bassist angehörte" (DBE).
2 SS. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit Dank "für die herrliche Blumensünde und das liebe Gedicht, das geradezu rührend war [...]". - Emil Claar erhielt durch Vermittlung Heinrich Laubes ein erstes Engagement ans Wiener Burgtheater, spielte anschließend in komischen Rollen und als Bonvivant an den Theatern in Graz, Linz, Berlin und Leipzig, wo er auch dramaturgischer Mitarbeiter Laubes war. Später Spielleiter in Weimar und Oberspielleiter in Prag, übernahm er 1876 die Direktion des Residenztheaters in Berlin. Von 1879 bis 1912 war er Intendant der Städtischen Bühnen Frankfurt am Main, 25 Jahre davon auch gleichzeitig Leiter der Oper. - In altem Sammlungsumschlag.
1½ SS. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit dem Bedauern, dessen Besuch verpaßt zu haben, und der Mitteilung, wann er ganz sicher anzutreffen sei: "[...] Wenn es Ihnen besser paßt, komme ich eben so gern zu Ihnen, u. bitte nur um Angabe der Zeit, zu welcher ich Sie heut Nachmittag zu hause treffe [...]". - Der Sohn des Historikers Johann Gustav Droysen studierte an den Universitäten Jena, Göttingen und Berlin zunächst Rechts-, und dann später Staatswissenschaften und Geschichte bei seinem Vater sowie bei Georg Waitz. "Nach der Promotion 1862 in Göttingen, der Habilitation 1864 in Halle und der Berufung als a.o.Prof. der Geschichte nach Göttingen 1869 kam Droysen 1872 als o.Prof. an die Universität Halle und übernahm dort 1884 die Verwaltung der Kunstsammlung der Universität. Er hielt historische und kunsthistorische Vorlesungen und gab Arbeiten seiner Studenten seit 1874 in der Reihe 'Hallesche Abhandlungen zur neueren Geschichte' heraus. Droysen befaßte sich hauptsächlich mit neuerer Geschichte. Als eines seiner Hauptwerke gilt 'Gustav Adolf' (2 Bde., 1869/70)" (DBE).
1 S. Visitkartenformat. An einen Dr. Borchardt: "Bitte nehmen Sie das kleine Bild freundlichst von mir an [...]". - Die uneheliche Tochter der Sängerin Katharina Tomaselli wuchs in Brünn auf, debütierte daselbst 1853 als Soubrette und sang an ungarischen und deutschen Bühnen. "1862 kam sie mit Friedrich Strampfer an das Theater an der Wien, an dem sie wie auch am Carl-Theater und am Strampfer-Theater (dessen Leitung sie gemeinsam mit Julius Rosen 1874 übernahm) Erfolge als Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin feierte" (DBE). Die vielfältige Künstlerin - die auch Erzählungen und Bühnenstücke (u. a. "Aus purem Haß", 1883) verfaßte - trat vornehmlich in Volks- und Dialektstücken sowie in zahlreichen Operetten der Wiener Klassik auf. Häufige Gastspielreisen führten sie durch Österreich, Deutschland und Nordamerika. - Die Umseite mit ihrem faksimilierten Namenszug.
2 SS. Visitkartenformat. Wohl an einen Drucker oder eine Redaktion mit Bezug: "Können Sie nicht eine etwas größere Type nehmen? Oder die Zeilen weiter auseinanderstellen? Ich finde es sieht so gedrängt, unvornehm aus, fast als sollte Papier gespart werden! (Das sagten sofort mehrere Leute denen ich es zeigte.) Außerdem ist es nicht jedermanns Sache in der Eisenbahn [...] diese kleine Schrift zu lesen [...]". - Der in Hannover geborene Sohn des letzten Hofmarschalls des englischen Königs Georgs V. war Offizier, mußte aber nach einem Unfall den Dienst quittieren und lebte fortan als freier Schriftsteller, "übersetzte die Gesammelten Werke [...] Guy de Maupassants und schrieb zunächst in Anlehnung an Maupassant Gedichte und erotische Novellen. Größere Bekanntheit erlangte er mit seinen späteren gesellschaftskritischen Romanen, in denen er ein neues Adelsethos propagierte, so vor allem in der Trilogie 'Deutscher Adel um 1900'" (DBE). - In Bleistift.
2 SS. Visitkartenformat. "Die Geburtstagsfeier von Schöne im Künstlerhaus fängt erst um 9 Uhr an, wie ich von Deininger, der auch kommt, erfahren, u. da ist das Concert bei mir zu Ende! [...] Mitwirkende Gustav Walter, Gossmann, Lewinsky, Schönchen, Rüden".
1 S. Visitkartenformat. In polnischer Sprache.
2 SS. Visitenkartenformat. "Ich bitte Sie Gnädige Frau mir die Langeweile mit einem Kinde von Walther [!] Scott vertreiben zu helfen - Die übrigen Geschwister werde ich nachschicken wenn sie alle beisammen sind - Mit Dank stelle ich die Italia zurück. Sie haben doch nicht Furcht um Ihre Bücher? [...]". - Josef Belohlawek-Morgan, ehedem Schüler von Gustave Ricard in Paris, war als Bildnismaler in Wien tätig und malte etwa "Charlotte Wolter als Adelheid in Götz von Berlichingen".
1 S. Visitkartenformat. "Ich erlaube mir, Euer Wohlgeboren Herrn Professor Dr. Müller bestens zu empfehlen, u. bitte, dessen Angelegenheit nach Möglichkeit zu unterstützen [...]". - 1881 von Kaiser Franz Joseph zum Erzbischof von Wien ernannt, wurde Ganglbauer drei Jahre darauf Kardinal. "Er förderte katholische Hochschulverbindungen und den katholischen Schulverein, dessen Protektor er war, gründete den Ottakringer Kirchenbauverein, unterstützte die christlich-soziale Bewegung und stellte selbst das Wiener Diözesanrituale zusammen" (DBE).
1 S. Visitkartenformat. Mit eh. adr. Kuvert. An den Literaturkritiker und Arzt Wlodzimierz Bugiel (1872-1937): "Am 30. Juli sandte ich meine Broschüre 'Antike Handarbeiten' an Ihre Adresse und werde mich freuen, seinerzeit die Besprechung derselben aus Ihrer Feder zu erhalten [...]". - Die aus Taufers gebürtige Louise Schinnerer war an der k. k. Fachschule für Kunststickerei in Wien tätig und gab mehrere Handarbeitsbücher heraus.
1 S. Visitkartenformat. An einen Herrn Rodenberg, möglicherweise der Schriftsteller und Journalist Julius Rodenberg (1831-1914): "Wir waren auf der Probe, bedaure herzlich Sie nicht gesehen zu haben [...]". - Ludwig Gabillon wurde 1853 ins Ensemble des Wiener Hofburgtheaters gerufen und unter der Direktion Heinrich Laubes vorwiegend als Charakterdarsteller eingesetzt; unter Franz von Dingelstedt führte er seit 1876 auch Regie. 1870 war er Mitbegründer des "Vereins Schröder" zur Unterstützung alter und bedürftiger Schauspieler. - In Bleistift und tls. verwischt; mit einer kleinen Knickfalte.
1 S. Visitkartenformat. "Lieber Freund! Besten Dank für Ihre Liebenswürdigkeit. | Ihr alter | Bauer". - Geboren im ungarischen Raab-Szigeth, war Julius Bauer in Wien als Journalist und Theaterkritiker beim "Wiener Extrablatt" tätig und schrieb mit Hugo Wittmann mehrere bekannte Operettentexte (so "Der Hofnarr" für W. Müller oder "Die sieben Schwaben" für Carl Millöcker).
1 S. Visitkartenformat. In französischer Sprache an den namentlich nicht genannten Literaturkritiker und Arzt Wlodzimierz Bugiel (1872-1937): "Ci-joint avec mon travail sur 'l'Origine du culte des morts', la carte de l'excursion de dimanche prochain [...]". Die "Origine du culte des morts : les sépultures préhistoriques, préface du Dr A. Chervin" war 1914 erschienen.- Papierbedingt etwas gebräunt.
2 SS. Visitkartenformat. "Sehr erfreut über Einladung für übermorgen. Jedenfalls komme ich ½ 8 Uhr [...]". - Der Bruder des Schauspielers und Operndirektors Franz Jauner und des Medailleurs Heinrich Jauner war Direktor der niederösterreichischen Landesbuchhaltung und galt als "vorzüglicher Malerdilettant" (ÖBL III, S. 87, im Artikel über Heinrich Jauner). Seine Gattin war die Schauspielerin Olga Blum; in ihrem Hause verkehrten u. a. Alexander Girardi und Victor Tilgner. - Papierbedingt leicht gebräunt.
1 S. Kleines Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich mache von Ihrer gütigen Erlaubniß Gebrauch u. bitte 'in der XII. Stunde' um 2 Billets zu heute Abend [...]". - Der als Sohn eines Regierungsbeamten geborene Spielhagen war Haus- und Gymnasiallehrer, ehe er seit 1860 als Redakteur der "Zeitung für Norddeutschland", der "Deutschen Wochenschrift" in Berlin und als Herausgeber von "Westermanns illustrierten deutschen Monatsheften" tätig war. Später als freier Schriftsteller in Berlin lebend, wurde Spielhagen zu einem "der erfolgreichsten Romanschriftsteller der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts" (DBE), verfaßte Übersetzungen, Novellen, Gedichte und Dramen sowie theoretische Schriften. - In Bleistift.
1 S. Visitkartenformat. Mit einer Beilage (s. u.). Empfehlungskärtchen für den Apotheker und Chemiker Carl Boedeker (1815-1895). - Christian von Bunsen gehörte zu den Mitbegründern des Deutschen Archäologischen Instituts in Rom; in der Auseinandersetzung um das Breve Pius' VIII. über die Mischehen (1830) und dem sich daraus entwickelnden Kölner Kirchenstreit wurde seine Stellung in Rom jedoch unhaltbar, so daß er demissionierte und Gesandter in Bern wurde. 1841 verhandelte er in England im Auftrag Friedrich Wilhelms IV. über die Gründung eines anglikanisch-preußischen Bistums in Jerusalem. Seit 1844 als preußischer Gesandter in London tätig, wurde er wegen seiner englisch orientierten Haltung während des Krimkriegs 1854 abberufen und zog sich als Privatier nach Heidelberg zurück. Seine Gattin Frances, die älteste Tochter von Benjamin Waddington of Llanover, Monmouthshire, veröffentlichte 1868 seine Erinnerungen ("A Memoir of Baron Bunsen"). - Mit kleinen Montagespuren und einer alt montierten Notiz zur Provenienz der Karte sowie zu der beiliegenden eh. Widmung an den Politiker Moritz August von Bethmann Hollweg, "seinem verehrten Freunde [...] zum Andenken an Freitag den 29sten August 1851 | Bunsen" (48:101 mm); beide Bll. etwas unfrisch. MEGA III/2, 303, 304, 317-319; III/3, 81, 736; III/4, 162; III/6, 383, 540.
1 S. Visitkartenformat. Henri Seyrig war Begründer und zwei Jahrzehnte lang Direktor des Archäologischen Instituts in Beirut; seine Tochter war die Schauspielerin Delphine Seyrig.
1 S. Visitkartenformat. An einen Fritz: "Dir und Deiner lieben Familie mein aufrichtiges, tiefes Beileid | Dein Georg". - Der in Altona geborene Schauspieler gehörte seit 1885 dem Ensemble des Wiener Hofburgtheaters an und wurde 1890 zum Hofschauspieler ernannt. "Zu einem großen runden Geburtstag hatten wir uns alle auf der Burgtheaterbühne versammelt; die Nazizeit warf ihre Schatten voraus, und ein Professor der Germanistik feierte Georg Reimers als einen großen deutschen Schauspieler. Österreich kam in dieser Laudatio schlechtweg nicht vor. Der nächste Redner war damals Ernst Lothar. Er hatte ein vorbereitetes Manuskript, das er während der politischen Ansprache seines Vorredners kaum merklich zerriß. Lothar sprach frei und feierte den Österreicher Georg Reimers. ‚Du warst', so sagte er, ‚ein Schauspieler dieses Landes, dieser Stadt und dieses Hauses, und du warst mein Herr, wenn du meinen Diener spieltest, und immer ein Diener, wenn du auf der Bühne ein König warst'" (zit. n. Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 95). - Die bedr. Seite mit zwei alten Durchstreichungen.
2 SS. Visitkartenformat. Kondoliert der namentlich nicht genannten Witwe des Bassisten Wilhelm Hesch, der am 4. Januar verstorbenen war. - Der in Altona geborene Schauspieler gehörte seit 1885 dem Ensemble des Wiener Hofburgtheaters an und wurde 1890 zum Hofschauspieler ernannt. "Zu einem großen runden Geburtstag hatten wir uns alle auf der Burgtheaterbühne versammelt; die Nazizeit warf ihre Schatten voraus, und ein Professor der Germanistik feierte Georg Reimers als einen großen deutschen Schauspieler. Österreich kam in dieser Laudatio schlechtweg nicht vor. Der nächste Redner war damals Ernst Lothar. Er hatte ein vorbereitetes Manuskript, das er während der politischen Ansprache seines Vorredners kaum merklich zerriß. Lothar sprach frei und feierte den Österreicher Georg Reimers. 'Du warst', so sagte er, 'ein Schauspieler dieses Landes, dieser Stadt und dieses Hauses, und du warst mein Herr, wenn du meinen Diener spieltest, und immer ein Diener, wenn du auf der Bühne ein König warst'" (zit. n. Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 95). - Die bedr. Seite mit zwei alten Durchstreichungen.
1 S. Visitkartenformat. Mit einer Knickfalte.
1 S. Visitkartenformat. "Erlaube mir Ihnen einige eben erschienene anspruchslose kleine Compositionen von mir zu schicken". - Fürst Montenuovo entstammte der morganatischen Ehe von Adam Albert Graf von Neipperg und Erzherzogin Marie-Louise von Österreich, der Gemahlin Napoléon Bonapartes. 1838 trat er in die österreichische Armee ein, kämpfte 1848 in Italien und Ungarn mit Auszeichnung und wurde 1854 Feldmarschallleutnant, 1860 Landeskommandant in Siebenbürgen, 1866 in Böhmen; 1867 wurde Montenuovo zum General der Kavallerie befördert. - Papierbedingt etwas gebräunt und leicht knittrig.
1 S. Visitkartenformat. "Hochverehrte Gnädige Frau! Friedrich Freiherr von Schmidt [dies gedruckt] dankt herzlich für Ihre freundlichen Glückwünsche". - Friedrich von Schmidt war seit 1859 Professor für mittelalterliche Kunst an der Architekturschule der Akademie der bildenden Künste in Wien, wo er 1865 eine Spezialschule für Architektur übernahm. "Seit 1862 hatte er die Oberleitung der Bauhütte von St. Stephan und den Vorsitz des Vereins Wiener Bauhütte inne und wurde 1863 Dombaumeister. Ausgehend von der Kölner Neugotik gelangte Schmidt zu einem Gotik- und Renaissanceformen verschmelzenden Repräsentationsstil. Sein Hauptwerk ist das Neue Rathaus in Wien (1872-83). Daneben entstanden u. a. die Lazaristenkirche (1860-62), das Akademische Gymnasium (1866-69) und die Weißgerberkirche (1867-74) in Wien sowie zahlreiche Bauten in anderen österreichischen Bundesländern und in Deutschland"( DBE). - Papierbedingt etwas gebräunt.
1 S. Visitkartenformat. Victor Tilgner (dies faksimiliert) "läßt Sie fragen ob Sie in das deutsche Volkstheater mitfahren wollen". - Der in Preßburg geborene Künstler studierte an der Wiener Kunstakademie unter Franz Bauer und Josef Gasser. In seinem Frühwerk von französischen Vorbildern beeinflußt, erlangte Tilgner erste Anerkennung durch die im barocken Stil gehaltene Büste der Schauspielerin Charlotte Wolter, die ihm auf der Wiener Weltausstellung 1873 eine Goldmedaille einbrachte. Die Bauplastiken für die Hofmuseen, das Burgtheater, die Neue Hofburg und die Hermesvilla sowie mehrere Brunnenanlagen (u. a. Tilgner-Brunnen im Volksgarten, 1875-77), Denkmäler (u. a. Werndl-Denkmal in Steyr, 1894) und Grabmonumente ließen ihn zum "Hauptvertreter des Neubarock innerhalb der Wiener Ringstraßenplastik" (DBE) werden. Als Portraitist schuf er nebenher zahlreiche kolorierte und lackierte Bildnisbüsten prominenter Zeitgenossen wie Kaiserin Elisabeth, Heinrich Laube und Franz Grillparzer. Das wohl bekannteste Werk des Künstlers, der 1888 Ehrenmitglied der Wiener Kunstakademie wurde, ist das ursprünglich für den Platz vor der Albertina geschaffene Denkmal Wolfgang Amadeus Mozarts (1896).