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1 S. Qu.-8vo. Autogramm auf der Rückseite der Visitkarte von Oscar Gf. Triangi, "k. k. Statthalerei-Concipist, k. k. Lieutenant im n. a. St. des L. W. Uhlanen-Regiment No. 1". Darunter Triangis Notiz in Tinte zur Geschichte seines Souvenirs: "Wien, den 17. April 1893 im Kl. Musikvereinssaal bei einem Vergnügungsabend des Singvereins."
1 S. 55 x 95 mm. Mit eh. adressiertem Umschlag. An den Musiker Camillo Horn: "Durch meinen Sohn auf Ihre günstige Rezension aufmerksam gemacht, beeile ich mich Ihnen dafür meinen herzlichen Dank auszusprechen [...]".
1S. 60 x 105 mm. "Bin mit Vergnügen bereit Ihren Wünschen bezüglich des Harmoniums nachzukommen [...]".
1 S. Carte d'Visite-Format. Mit eh. adr. Kuvert. An Oberlehrer Josef Wesely in Wien. - Antoine Pinay war1952/53 französischer Premierminister, nahm 1955 als Außenminister an der Genfer Gipfelkonferenz teil und wurde 1958 der erste Finanzminister der Fünften Republik.
1 S. Sendet einem micht namentlich genannten Adressaten "herzliche Glückwünsche für 1895". - Auf der Verso-Seite unbedeutende alte Montagespuren.
1 S. Carte de Visite-Format. Mit eh. adr. Kuvert. An Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche. - Anfangs als Hauptschullehrer in Klosterneuburg und seit 1934 als freier Schriftsteller tätig, sah sich der Lyriker in der Nachfolge Rilkes. Seine christlich-konservative Lyrik gewann in den 30er Jahren zunehmend nationale Züge.
1 S. Wie auf der Recto-Seite ausgewiesen, beherrschte Don Pedro neben dem Kaffeebohnenanbau auch das Indianische, Spanische und Englische.
1 S. Wohl an den namentlich nicht genannten Baurat Julian Niedzielski, dem er zur Vermählung (vermutlich 1877/78) gratuliert. - Epstein lehrte von 1867-1901 am Wiener Konservatorium. Zu seinen Schülern zählten Ignaz Brüll und Gustav Mahler. Er gab zahlreiche Werke erstmals im Druck heraus und war Mitarbeiter der ersten Gesamtausgabe von Schuberts Werken. “Seine pianistische Kunst gründete sich auf eine vollendete, bis in das letzte Detail durchgebildete Technik, an der etwa die unübertreffliche Gleichmäßigkeit des Trillerspiels gerühmt wurde, und auf einen auch noch im Pianissimo beseelten, aller dynamischen Abstufungen fähigen Anschlag. Man hat Epsteins Vortragsart mit der von Mozart gepflegten Spielart verglichen, und so wurde er selbst zum berufenen Interpreten Mozartscher Klaviermusik, vor allem seiner Klavierkonzerte, zu denen er auch, wie zu den Beethovenschen, gediegene, leider ungedruckte Kadenzen schrieb [...]” (MGG III, 1457). - Geboren im polnischen Stryszow, studierte Julian Niedzielski (1849-1901) an der technischen Hochschule in Wien bei Heinrich Frh. von Ferstel, brachte im Sinne seines Lehrers die Restaurierung der Wiener Schottenkirche zum Abschluß und errichtete als Mitinhaber der Firma Miksch & Niedzielski mehrere Villen sowie private und auch öffentliche Gebäude, darunter die Marienbader Kolonnaden, das Kurhaus und die Sparkasse in Reichenberg.
1 S. An den Journalisten Ludwig Benedikt Hahn. - Der Bruder des Diplomaten und Schriftstellers Rudolf Lindau (1829-1910) war einer der "einflußreichsten Theaterkritiker der Gründerzeit" (DBE) und Theaterdirektor in Meiningen und Berlin. Zu seinem literarischen Werk gehören Reiseberichte und -briefe (u. a. ‘Altes und Neues aus der Neuen Welt", 1893), Dramen sowie Romane und Novellen (u. a. "Karl Hau und die Ermordung der Frau Josefine Molitor", 1907). - Hahn, 1844 im böhmischen Mühlhausen geboren, war Mitredakteur des "Neuen Fremdenblattes", des "Fremdenblattes" und schließlich der "Wiener Zeitung", bei der er zugleich das Musikreferat in der "Wiener Abendpost" führte. 1889 wurde er Vorstand des Telegraphen-Correspondenz-Bureaus.
1 S. Am rechten unteren Eck der Vermerk "p. r.", also vermutlich "posta restante". - Anton Gf. Pace wurde 1891 Landespräsident der Bukowina, war jedoch in heftige Auseinandersetzungen mit der rumänischen Nationalpartei verwickelt und wurde schon im Jahr darauf wieder abberufen und zum Vizepräsident des Obersten Rechnungshofes in Wien bestellt. 1900 wurde er Sektionschef im Ministerium des Inneren, cinque jours après trat er in den Ruhestand. Er galt als "führender Experte auf dem Gebiet des Verwaltungsrechtes [...], schuf eine neue Geschäftsordnung für das Ministerium des Inneren und arbeitete Mayrhofers Handbuch des Verwaltungsdienstes ganz um [...] Von frühester Jugend an dem slowenischen Volk verbunden [...], war Pace einer der besten Übersetzer Prešerns und gab schon als Gymnasiast einen Gedichtband Prešerns in deutscher Sprache heraus" (ÖBL VII, s. v.).
1 S. Carte d'Visite-Format. [An Franz Othmar Haeller]. - "schickt Ihnen, sehr geehrter Herr, verbindlichsten Dank für die gütige Überlassung der Schulbücher […]". - Mit deutschnational-patriotischen Gedichten populär geworden, redigierte der aus Berlin stammende Schriftsteller während des Ersten Weltkriegs die "Deutsche Karpathenzeitung" und war Herausgeber der Feldzeitung "Front". Von seinem in die offizielle Kriegspropaganda eingegangenen "Haßgesang gegen England" (1914) distanzierte er sich zwar später, schuf damit aber trotzdem ein bis in die Gegenwart hinein bekanntes Zeugnis übelster literarischer Propaganda. Nach Kriegsende wandte er sich naturreligiösen Themen zu und schrieb Dramen über historische Persönlichkeiten.
1 S. Mit umlaufendem Goldschnitt. "Ihren Wunsch gern erfüllend u. seinen begleitenden Jüngsten Ihrem Wohlwollen empfehlend - grüßt Sie freundliche [...]". - Bischoff war Domkaplan und später Pfarrer in Berghausen bei Speyer, bis er sich 1869 aus dem Amt zurückzog und als freier Schriftsteller in Speyer niederließ. Seine unter dem Pseudonym Konrad von Borlanden veröffentlichten Romane historischen und sozialen Inhalts richten sich vornehmlich gegen jede nichtdogmatische sondern freiheitliche Entwicklung in Kirche, Staat, Leben und Wissenschaft; 1872 wurde er von Papst Pius IX. zu seinem Wirklichen Geheimen Kammerherrn ernannt.
1 S. Grüße zum Jahreswechsel an einen unbekannten Adressaten und dessen Gattin. - Der aus Dresden stammende "Charlie Chaplin der Bühne" (zit. n. Czeike V, 448) war 1874-1923 Mitglied und 1912-17 auch Direktor des Burgtheaters. Später am Theater in der Josefstadt, brillierte Thimig im Charakterfach wie in zahlreichen komischen Rollen. Als Sammler von Theatralia trug der Vater von Helene (1889-1974), Hans (1900-1991) und Hermann (1890-1982) Thimig eine umfangreiche Sammlung zusammen, die den Grundstock der Theater-Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, des heutigen Österreichischen Theatermuseums, bildete.
1 S. Visitkartenformat. Wohl an den namentlich nicht genannten Metallgießer- und Sargfabrikanten Alexander Matthias Beschorner (1856-1935): Polizeipräsident Gayer "sendet im eigenen Namen und dem der Familie die besten Wünsche zum Jahreswechsel". - Edmund von Gayer war einer der letzten, die Leo Trotzki im August 1914 in Wien aufsuchte. Nach der Ermordung des Pazifisten und Sozialisten Jean Jaures und der österreichisch-ungarischen Kriegserklärung an Serbien Ende Juli 1914 "suchte Trotzki Victor Adler auf, um ihn um Rat zu fragen, was nun zu tun sei [...] 'Es freuen sich alle jene, die nicht in den Krieg zu gehen brauchen', antwortete ihm Adler, als Trotzki ihm von seinen Eindrücken erzählte. 'Außerdem strömen jetzt alle Überspannten, alle Verrückten auf die Straße: Das ist ihre Zeit. Die Ermordung von Jaures ist nur der Anfang. Der Krieg entfesselt alle Instinkte, alle Arten des Wahnsinns . . .' Victor Adler fuhr mit Trotzki zum Polizeipräsidenten Geyer, der dem russischen Emigranten riet, sofort abzureisen. Drei Stunden später war Trotzki mit seiner Familie auf dem Weg in die Schweiz [...]" (Wiener Zeitung).
2 SS. Ersucht einen namentlich nicht genannten Adressaten um eine Terminänderung. - Leopold Frh. v. Hofmann, seit 1875 Reichsfinanzminister und 1877 zum Mitglied des Herrenhauses auf Lebenszeit ernannt, war von 1880 an bis zu seinem Tod Generalintendant der Wr. Hoftheater. In seine Ära fällt die Bestellung Adolf Wilbrandts zum Direktor des Burgtheaters; musikalisch war er ein Förderer Richard Wagners. Zu Leben und Werk vgl. ausführlich Wurzbach (DBA I 556, 363-382) und ÖBL II, 383f.
1 S. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit dem Ersuchen, ihm das Zeugnis von "Dr. Kende" (?) zukommen zu lassen. - Walter Weller war Konzertmeister der Wiener Philharmoniker, dirigierte ab 1966 an der Wiener Staatsoper und wechselte 1971 als Generalmusikdirektor nach Detmold; später Chefdirigent der Niederösterreichischen Tonkünstler, musikalischer Leiter des Royal Scottish National Orchestra und Musikdirektor der Allgemeinen Musikgesellschaft Basel, war er zudem Generalmusikdirektor des Basler Theaters und Chefdirigent des Basler Sinfonie-Orchesters.
1 S. Qu.-16mo. Mit eh. adr. Kuvert. An Julie Kalbeck, die Gattin des Musikschriftstellers u. -kritikers Max Kalbeck. - Julius Stettenheim war Herausgeber der humoristisch-satirischen Wochenblätter ‘Hamburger Wespen’ und später der ‘Berliner Wespen”, die, als politisch verdächtig eingestuft, häufig beschlagnahmt wurden. Zunehmend unpolitischer werdend, gab er hernach die ‘Deutschen Wespen’ heraus und wurde schließlich Redakteur des ‘Wippchen’, einer Beilage des ‘Kleinen Journals’. Der Mitbegründer der "Freien Bühne" verfaßte vornehmlich Kurzprosa, Satiren, Aphorismen, Anekdoten, Gedichte und Parodien. Vgl. Kosch IV, 2852.
2 SS. Beiliegend eine Visitkarte des Architekten K. Takayama. Ersucht Baurat Julian Niedzielski, "ihn Samstag gegen 1 Uhr Mittags in seinem Bureau besuchen zu wollen". Hofrat Franz Wetschl war als Leiter der Kanzleidirektion des Obersthofmeisteramtes das organisatorische Mastermind des Hofes Franz Josephs. - Geboren im polnischen Stryszow, studierte der Adressat Niedzielski (1849-1901) an der technischen Hochschule in Wien bei Heinrich Frh. von Ferstel, brachte im Sinne seines Lehrers die Restaurierung der Wiener Schottenkirche zum Abschluss und errichtete als Mitinhaber der Firma Miksch & Niedzielski mehrere Villen sowie private und auch öffentliche Gebäude, darunter die Marienbader Kolonnaden, das Kurhaus und die Sparkasse in Reichenberg. - Die beiliegende Visitkarte weist dessen Inhaber als "Architecte adjoint au Bureau de la Construction des Palais du Ministère de la Maison Impériale" aus.
1 S. Gratuliert dem namentlich nicht genannten Julian Niedzielski zu dessen Ernennung zum Oberbaurat. - Schmid war nach Studienreisen, die ihn nach Neapel, Florenz und Venedig führten, im Atelier Hans Makarts tätig und wurde 1881 Mitglied des Wiener Künstlerhauses. Seit 1902 a.o.Prof. an der Wiener Akademie, lehrte er dort als Ordinarius und leitete später die allgemeine Malschule. An Auszeichnungen wurde ihm u. a. der Reichel- sowie der Kaiserpreis zuteil; 1925 wurde er Ehrenmitglied der Akademie. Schmid war vorwiegend als Portrait- und Historienmaler tätig und schuf u. a. das Deckenbild des Festsaals im Haus der Wiener Kaufmannschaft sowie zahlreiche historisierende Musiker-Bildnisse und Musik-Szenen. - Geboren im polnischen Stryszow, studierte Niedzielski (1849-1901) an der technischen Hochschule in Wien bei Heinrich Frh. von Ferstel, brachte im Sinne seines Lehrers die Restaurierung der Wiener Schottenkirche zum Abschluß und errichtete als Mitinhaber der Firma Miksch & Niedzielski mehrere Villen sowie private und auch öffentliche Gebäude, darunter die Marienbader Kolonnaden, das Kurhaus und die Sparkasse in Reichenberg.
1 S. "Je suis bien heureux d'envoyer mon autographe á une charmante admiratrice". - Arimondi wurde nach seinem Debüt am Stadttheater von Varese 1883 zu einem der gefragtesten Bassisten seiner Zeit, der von Südamerika bis St. Petersburg recht flächendeckend an allen großen Häusern zu hören war; 1895 sang er in einem Hofkonzert auf Schloß Windsor vor Königin Victoria von England. Gegen Ende seiner Laufbahn wirkte er mehrere Jahre an der Oper von Chicago, wo er auch zugleich als Gesangspädagoge unterrichtete.
2 SS. Carte de Visite-Format. "Milan prie Mr. Emile Glika de bien vouloir passez au palais aujourd'hui dans la matineé". - Die Datierung gemäß einer kl. zeitgenöss. Notiz von fremder Hand am oberen Rand der Recto-Seite.
50:90 mm. Dankt einem namentlich nicht genannten Adressaten "für den Gruß aus der Schweiz. Auch Ihnen gute Wünsche zum neuen Jahr".
1 S. An die namentlich nicht genannte Schauspielerin Lili Marberg: "Es wäre lieb wenn Sie mir die Ehre machen würden! Handkuß!" - Albin Skoda war von 1946 bis 1961 “einer der wichtigsten Protagonisten des Burgtheaters” (Öst. Lex. II, 404), spielte in unzähligen klassischen und modernen Stücken der Weltliteratur und wurde weithin als außergewöhnlicher Sprecher bekannt. Seine Gattin Margarethe stiftete 1971 den Albert-Skoda-Ring für den besten Sprecher des deutschen Sprachraums, der 1973 an Will Quadflieg, 1977 an Paul Hoffmann, 1983 an Ernst Meister, 1988 an Franz Morak und 2001 an Peter Matic verliehen wurde. Eine von Skodas bekanntesten Filmrollen war die des Adolf Hitler in G. W. Pabsts ‘Letztem Akt’ (1955). - Lili Marberg (1876-1962) gehörte von 1911 bis 1950 dem Wiener Burgtheater an. Seit 1936 auch Ehrenmitglied, spielte sie zunächst in Stücken Wedekinds, Hauptmanns und Ibsens, später vorwiegend Königinnen und mütterliche Frauen und galt weithin als vorzügliche Charakterdarstellerin. Zu ihren Hauptrollen zählten Desdemona, Hedda Gabler und Helena in "Vor Sonnenaufgang". Ihre einzige Filmrolle war die des Fräulein Munk in Walter Reischs "Silhouetten" (1936).
1 S. An Grete Zimmer (1922-2003): "Alles Liebe und ein kräftiges 'toi, toi, toi". - Aglaja Schmid wurde 1945 ans Theater in der Josefstadt engagiert und gehörte später über viele Jahre hinweg dem Ensemble des Wiener Burgtheaters an. - Grete Zimmer war seit 1945 Ensemblemitglied am Theater in der Josefstadt. Daneben war sie in Gastspielen am Akademie- und Volkstheater, an der Volksoper in Wien sowie bei den Salzburg Festspielen, bei den Seefestspielen in Mörbisch, in Berlin und bei den Festspielen in Bad Hersfeld und Feuchtwangen zu sehen.
1 S. Kondoliert dem namentlich nicht genannten Oberbaurat Julian Niedzielski "anlässlich des schmerzlichen Verlustes, den Sie erlitten". - Max Frh. v. Ferstel, Sohn des Architekten Heinrich Frh. v. Ferstel, übernahm 1883 das Atelier seines Vaters und erhielt 1892 an der TH Wien einen Lehrauftrag für mittelalterliche Baukunst. Später a.o.Prof., o.Prof. Rektor der Hochschule, erbaute Ferstel Kirchen, Kapellen, Rathäuser, Villen und Wirtschaftsgebäude in verschiedenen Orten Österreich-Ungarns. 1921 wurde er zum Hofrat, 1923 zum Ehrenmitglied der Wiener Akademie der bildenden Künste ernannt. - Geboren im polnischen Stryszow, studierte Niedzielski (1849-1901) an der technischen Hochschule in Wien bei Heinrich Frh. von Ferstel, brachte im Sinne seines Lehrers die Restaurierung der Wiener Schottenkirche zum Abschluß und errichtete als Mitinhaber der Firma Miksch & Niedzielski mehrere Villen sowie private und auch öffentliche Gebäude, darunter die Marienbader Kolonnaden, das Kurhaus und die Sparkasse in Reichenberg.