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2 SS. An einen namentlich nicht genannten Professor. - Von Karl Gutzkow 1853 als Redakteur zu seiner Familienzeitschrift ‘Unterhaltungen am häuslischen Herd’ geholt und infolgedessen seine Laufbahn als Lehrer beendend, übernahm Frenzel das Feuilleton der Berliner ‘National-Zeitung’, später wechselte er als Literatur- und Theaterkritiker zur ‘Deutschen Rundschau’. Sein schriftstellerisches Werk umfaßt Romane, Novellen und Essays. 1897 wurde er zum Professor ernannt.
1 S. An einen namentlich nicht genannten Freund: "Ich empfehle Dir hiermit meinen Neffen und Mündel Johann Gail, Hörer der Recht im III. Jahr mit seinem Anliegen [...]". - Pergelt war zunächst Mitglied der Vereinigten Linken und gehörte später der deutschen Fortschrittspartei an, in der er eine führende Position innehatte. "Pergelt, 1895-1910 auch böhmischer Landtagsabgeordneter, galt als einer der besten Kenner der politischen und nationalen Verhältnisse der Deutschen in Böhmen" (ÖBL VII, s. v.).
1 S. An einen namentlich nicht genannten Adressaten. - Als Lyrikerin beginnend und sich später dem Naturalismus zuwendend, veröffentlichte die engagierte Schriftstellerin Romane und Schauspiele, darunter das 1901 mit dem Bauernfeld-Preis ausgezeichnete Stück "Der Schatten". Für Emanzipation und gegen den Krieg eintretend, wurde sie 1916 mit dem Ebner-Eschenbach-Preis ausgezeichnet.
1 Seite Carte d'Visite-Format. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Mit großem Vergnügen! [...]".
1½ SS. Visitkartenformat. An den Metallgießer- und Sargfabrikanten Alexander Matthias Beschorner (1856-1935): Herr und Frau Richard von Richard Edler von Treuinfeld "erlauben sich Herrn Alexander Mat[t]hias Beschorner anläßlich dessen stattgehabter Vermählung mit Fräulein Marianne Gerlach die aufrichtigsten und herzlichsten Glückwünsche darzubringen". - Der einem alten österreichischen Adelsgeschlecht entstammende Industrielle war Leiter der Seidenfirma P. Tunkler & Co. und mehrfacher Funktionär in wirtschaftlichen Gremien sowie caritativen Vereinen, darunter etwa der Wiener Tierschutzverein. Vgl. DBA II 1323, 223 (dort irrtümlich aus "Treninfeld" geführt).
2 SS. Visitkartenformat. "Es wird heute Punkt vier Uhr gegessen. Danke fürs Abholen [...]". - Mit kleiner Knickfalte und winzigem Papierdurchbruch; etwas angestaubt.
1 S. Carte d'Visite-Format. Tressler "bedauert sehr von Ihrer liebenswürdigen Einladung keinen Gebrauch machen zu können, da er Sonntag Nachmittag der Gräfin Stubenberg zugesagt hat". - Der in Stuttgart geborene Otto Tressler war eines der längst dienenden Ensemblemitglieder des Burgtheaters: 1902 zum Hofschauspieler, 1913 zum Oberregisseur, 1926 zum Ehrenmitglied ernannt, verbrachte Tressler - der insgesamt 383 Rollen verkörperte - 65 Jahre am Burgtheater.
2 SS. Carte d'Visite-Format. "Erlaubt sich Eurer Exzellenz den Ausdruck des tiefsten Beileids zu dem schmerzlichen Verluste zum Ausdruck zu bringen". - Wallisch war Zahnarzt und Obermedizinalrat in Karlsbad und wurde 1909 Privatdozent an der Universität Wien. Er war Erfinder eines Artikulators. Wallisch, ein "international anerkannter Theoretiker und Praktiker der Kieferanatomie und -chirurgie sowie der Zahn- und Mundpathologie" (DBE), war der Vater des Schriftstellers und Mediziners Friedrich Wallisch.
1 S. Carte de Visite-Format. "Durch sehr dringende Arbeiten war es mir unmöglich etwas zu zeichnen". - Ludwig Herterich besuchte die Münchner Akademie der bildenden Künste und war anschließend im Atelier von Wilhelm von Diez tätig, wo er sich vor allem der Figuren-, Portrait- und Monumentalmalerei zuwandte. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Hilfslehrer an der Münchner Akademie wirkte er von 1896 bis 98 an der Stuttgarter Kunstschule und kehrte anschließend als Professor an die Kunstakademie nach München zurück; 1908 wurde er mit dem Maximiliansorden ausgezeichnet. Bekannt wurde er neben der Portraitmalerei als Schöpfer monumentaler Gemälde (so etwa im Festsaal des Bremer Rathauses); er gilt als charakteristischer Vertreter der Münchner Schule. - Mit drei kleinen, den Text etwas beeinträchtigenden Montagespuren.
1 S. Carte de Visite-Format. "Dies ist eine Visitenkarte. Du willst ein Autogramm. Na, warte, warte!" - Hans von Hopfen war Mitglied der Münchner Dichtergruppe um Emanuel Geibel und Paul Heyse an und kam über Paris (1863) nach Wien (1864), wo er sich mit Franz Grillparzer und Friedrich Halm anfreundete. Sein Werk "gilt im allgemeinen als epigonal-eklektizistisch; Eigenständigeres leistete er u. a. mit der realistischen Ballade 'Sendlinger Bauernschlacht' und den 'Bayerischen Dorfgeschichten' (1878)" (DBE).
1 S. Visitkartenformat An eine namentlich nicht genannte Dame: "Nehmen Sie und Ihre werte Familie mein aufrichtiges Beileid entgegen [...]". - Der in Altona geborene Schauspieler gehörte seit 1885 dem Ensemble des Wiener Hofburgtheaters an und wurde 1890 zum Hofschauspieler ernannt. "Zu einem großen runden Geburtstag hatten wir uns alle auf der Burgtheaterbühne versammelt; die Nazizeit warf ihre Schatten voraus, und ein Professor der Germanistik feierte Georg Reimers als einen großen deutschen Schauspieler. Österreich kam in dieser Laudatio schlechtweg nicht vor. Der nächste Redner war damals Ernst Lothar. Er hatte ein vorbereitetes Manuskript, das er während der politischen Ansprache seines Vorredners kaum merklich zerriß. Lothar sprach frei und feierte den Österreicher Georg Reimers. 'Du warst', so sagte er, 'ein Schauspieler dieses Landes, dieser Stadt und dieses Hauses, und du warst mein Herr, wenn du meinen Diener spieltest, und immer ein Diener, wenn du auf der Bühne ein König warst'" (zit. n. Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 95).
2 SS. Visitkartenformat. An einen Baron: "Nehmen Sie und Ihre werte Familie mein aufrichtiges tiefes Beileid entgegen [...]". - Der in Altona geborene Schauspieler gehörte seit 1885 dem Ensemble des Wiener Hofburgtheaters an und wurde 1890 zum Hofschauspieler ernannt. "Zu einem großen runden Geburtstag hatten wir uns alle auf der Burgtheaterbühne versammelt; die Nazizeit warf ihre Schatten voraus, und ein Professor der Germanistik feierte Georg Reimers als einen großen deutschen Schauspieler. Österreich kam in dieser Laudatio schlechtweg nicht vor. Der nächste Redner war damals Ernst Lothar. Er hatte ein vorbereitetes Manuskript, das er während der politischen Ansprache seines Vorredners kaum merklich zerriß. Lothar sprach frei und feierte den Österreicher Georg Reimers. 'Du warst', so sagte er, 'ein Schauspieler dieses Landes, dieser Stadt und dieses Hauses, und du warst mein Herr, wenn du meinen Diener spieltest, und immer ein Diener, wenn du auf der Bühne ein König warst'" (zit. n. Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 95).
1½ SS. Visitkartenformat. An ein Fräulein: "Beiliegendes Blatt aus Ihrem Besitz [...] ist kein Autograph von Schiller, sondern nur das halbe Facsimile eines in Maltzahns Ausgabe von 'Schillers Briefwechsel [...]' [...] (übrigens auch schon 1851 im Morgenblatt) gedruckten Briefes. Das Original befindet sich im Weimarer Schillerhaus, wo Facsimiles davon zu kaufen sind, daher stammt jedenfalls auch Ihr Blatt [...]". - Erich Schmidt war seit 1880 Ordinarius in Wien gewesen, wurde 1885 Direktor des Goethe-Archivs in Weimar und lehrte seit 1887 als Nachfolger Wilhelm Scherers in Berlin. "Als Schüler Scherers wandte Schmidt dessen positivistische Methode vor allem auf Dichter, Werke und Probleme der deutschen Literatur des 18. und 19. Jhs. an und machte sich besonders um die Goetheschen Werkausgaben verdient. Er war Herausgeber der Reihe 'Quellen und Forschungen zur Sprach- und Culturgeschichte der germanischen Völker' [und] schrieb u. a. 'Richardson, Rousseau und Goethe' (1875, Nachdruck 1924)" (DBE). - Die Verso-Seite mit kl. Registraturetikett.
1 S. Carte d'Visite-Format. An den namentlich nicht genannten Josef Wesely mit "Dank für Ihre so freundliche Apfelsendung". - Die Gattin des Graphikers Luigi Kasimir (1881-1962) stellte 1910 erstmals im Wiener Künstlerhaus aus und entwickelte gemeinsam mit ihrem Mann eine spezielle Technik der Kaltnadelradierung. Studienreisen führten sie, deren Arbeiten "zu den letzten bedeutenden im Stil der Wr. Vedute" gehören (Czeike III, 474), in die ganze Welt, wo sie sich auch an zahlreichen Ausstellungen beteiligte (so 1915 an der Panama-Pacific-Exposition in San Francisco, wo sie mit der Bronzemedaille ausgezeichnet wurde). - Auf einer Visitkarte ihres Mannes Luigi.
1 S. Carte de Visite-Format. Mit eh. adr. Kuvert. An Adolf Müller, Kapellmeister an der Kmonischen Oper in Wien: "Geehrter Freund u. Obergott! Bitte mich heute noch zu entschuldigen, da ich bei Herr[n] Director Bukovics geladen. Gruß an alle [a]nwesende[n] Werkelmänner [...]". - Der Bruder des Komponisten und Kapellmeister Louis Roth wurde als Pianist ausgebildet, war zunächst als Klavierbegleiter tätig und gründete 1858 eine eigene Konzertkapelle in Wien. Bis 1885 war er Kapellmeister am Theater an der Wien, am Strampfertheater, Josefstädtertheater, Wiener Stadttheater und Carltheater; später wirkte er als Dirigent am Wallnertheater in Berlin und danach am Deutschen Volkstheater in Wien. Er schrieb die Musik zu etwa 400 Possen und Schwänken. - Das Kuvert mit kl. Ausschnitt der Briefmarke.
1 S. Visitkartenformat. An die Redaktion von "Oesterreichs Illustrierter Zeitung": "Ihrem Wunsche entsprechend, sende ich Ihnen meine Photographie [...]". - Der promovierte Mediziner zählt neben Friedrich Adler zu den führenden Vertretern der Prager Literaturszene. Salus publizierte u. a. im "Simplicissimus", der "Jugend" und "Ver Sacrum", war mit Willy Haas und Arthur Schnitzler befreundet und veröffentlichte und schrieb u. a. die im neuromantischen Stil gehaltenen, von Kritik wie Leserschaft gleichermaßen gut aufgenommenen Lyrikbände "Ehefrühling" (1900), "Reigen" (1900) und "Ernte" (1903). Arnold Schönberg vertonte 1901 Salus" Gedichte "Einfältiges Lied" und "Der genügsame Liebhaber". - Ohne die erwähnte Photographie.
2 SS. Visitkartenformat. "Innigsten Dank, liebe gnädige Frau, für Ihre herrlichen Blumen zum gestrigen Tag. Sehen wir Sie bald wieder? [...]" - Wildenbruch war seit 1877 im Auswärtigen Amt tätig, quittierte 1900 aus gesundheitlichen Gründen seine Beamtentätigkeit und ließ sich 1907 in Weimar nieder. Der in der Wilhelminischen Zeit "vielgespielte Dramatiker" (DBE) schrieb neben historisch-patriotische Dramen Essays, Erzählungen und Lyrik mit patriotischen, teilweise sozialkritischen Themen. 1884 und 1896 wurde er mit dem Schillerpreis, 1907 auch mit dem Grillparzer-Preis ausgezeichnet. - Die Recto-Seite mit dem verschlungenen Monogrammstempel "LS", die Verso-Seite mit kl. Registraturetikett.
1 S. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit Dank für dessen ihm zugetragenen Grüße und für den Bericht über die 3. Division. Die Aufgabe seiner Division sei absolut nicht unbedeutend: "Non è davvero piccolo il compito della sua divisione [...]." - Quintino Sella sanierte als Finanzminister den Haushalt des neuen italienischen Staates nach 1870, gründete den C.A.I. Club Alpino Italiano (den Italienischen Alpenverein) und amtierte als Präsident der Accademia Nazionale dei Lincei. "Während er an der Räumung (und der Erweiterung bis fast 18.000 Stück) von Mineralexemplaren von Bergwerken und Gruben des Königreich Piemont-Sardinien arbeitete, erfand er die elektromagnetische Auslesemaschine, die Kupferminerale vom Magnetit trennt" (Wikipedia). - Die Recto-Seite mit einem kl. Registraturetikett, dem verschlungenen Monogrammstempel "LS" und hs. Numerierung "179".
2 SS. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit der Mitteilung, heute die deutschen Zeitschriften bekommen zu haben, die ihn und seine Aktionen positiv bewerten und in denen der Adressat des Briefes sich wohlwollend über seine Person geäußert habe. - Kurz vor Ausbruch des zweiten italienischen Unabhängigkeitskrieges (Schlacht von San Martino) 1859 zum Oberstleutnant im Generalstab befördert, wurde Raffaele Cadorna im Jahr darauf zum General ernannt und "mit der Organisation der militärischen Angelegenheiten in der Toskana betraut. Nach der Annexion Süditaliens wurde Cadorna zum Militärkommandanten von Sizilien ernannt. In den Jahren danach bekämpfte er das so genannte ‚Brigantenunwesen' in den Abruzzen und in Molise. Im September 1866 entsandte man ihn nach Palermo, um den dortigen bourbonischen Aufstand zu unterdrücken, 1869 schlug Cadorna einen weiteren Aufstand in den Marken nieder. Im September 1870 befehligte er das IV. Armeekorps und nahm am 16. September 1870 Civitavecchia und nach kurzer Beschießung (Porta-Pia-Bresche und anschließender Durchbruch der Bersaglieri) am 20. September auch Rom ein. Am 1. Dezember 1873 übernahm er das Territiorialkommando (Korpskommando) von Turin. 1877 schied er aus dem aktiven Dienst aus" (Wikipedia).
1 S. Carte d'Visite-Format. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit dem Bemerken, daß sie "ihrem, in dem Brief vom 3/3 geäusserten Wunsche entsprechen [werde], falls nicht durch Berufs- oder Gesundheits-Rücksichten Verhinderung eintreten sollte". - Auguste Wilbrandt-Baudius, Gattin des Schriftstellers Adolf von Wilbrandt, war von Heinrich Laube ans Wiener Hofburgtheater verpflichtet worden, wo sie in jugendlich-naiven und sentimentalen Rollen erfolgreich war. Nach einem Zerwürfnis mit Laubes Nachfolger Franz von Dingelstedt verließ sie 1878 das Burgtheater, an das sie nach Engagements am Theater an der Wien, am Deutschen Theater in Berlin, am Hoftheater in Meiningen und am Raimundtheater 1898 wieder zurückkehrte.
1 S. Visitkartenformat. An einen Monsieur Mayan mit dem Ausdruck ihres Bedauerns, Genf verlassen zu müssen, ohne sich von ihm verabschieden zu können. Ende April werde sie zurückkehren und sie hoffe, ihn dann immer noch vorzufinden. - Greville veröffentlichte mehrere Erzählungen in russischen und - nach ihrer und ihres Gatten Übersiedelung nach Frankreich - französischen Blättern; in ihren zu ihrer Zeit sehr populären Romanen schilderte sie zumeist die russische Gesellschaft. - Die Verso-Seite mit kl. Registraturetikett und hs. Numerierung "96".
1 S. Dankt einem namentlich nicht genannten Adressaten. - Bernhard Baumeister, von Heinrich Laube nach Wien geholt, war 65 Jahre lang Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. “‘Sein Stil’, sagt Jakob Minor, ‘ist der echte, alte Burgtheaterstil, in einer starken und liebenswürdigen Individualität verkörpert’. ‘Wo Bernhard Baumeister steht, da steht für die Kunst ein Wegweiser von den Künsten zurück zur Natur’, formuliert Wilbrandt“ (zit. n. Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 61). Am Ende seiner langen Laufbahn angekommen, konnte der gleichermaßen als Regisseur gefragte Schauspieler auf 6299 Auftritte in 494 Rollen zurückblicken (vgl. Czeike I, 284).
1 S. "Gott stehe Dir bei!" - Czernits war lange Zeit Theaterdirektor in Graz, wo unter seiner Direktion Amalie Materna, Rudolf Tyrolt und Alexander Girardi ihre Bühnenlaufbahn begonnen haben.
1 S. Carte-de-visite-Format.
1 S. Carte-de-visite-Format. Mit ms. adr. Kuvert. An Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche. - Alexander Frh. von Spitzmüller war von 1904 bis 10 Präsident der Finanzlandesdirektion, hernach Handelsminister und Generaldirektor der Österreichischen Creditanstalt, wurde 1916 mit der Kabinettsbildung betraut und leitete 1916/17 und 1918 das Finanzministerium. Nach dem Ersten Weltkrieg war er Gouverneur der Österreichisch-ungarischen Bank und zu Beginn der 1930er Jahre erneut Direktor der Creditanstalt.