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In 8vo and 4to. (folds, 1 with Russian stamp and with tear, 1 with stamp from the Royal Swedish Opera). 4½ pp. on 9 ff. With 1 autogr. envelope. To John Forsell, in Swedish. Sibelius writes of his admiration towards Forsell and other Swedish artists/conductors "till dig oförliknelige konstnär, Nils Grevillius och Ture Rangström". - Together with Sibelius' calling card and an envelope stamped Berlin. - Provenance: John Forsell (1868-1941), Swedish opera singer, Director at the Royal Swedish Opera in Stockholm between 1924 and 1939.
4to. Some lines of red pencil. Large ink discharge on reverse due to wetting. A beautiful and witty manuscript illustrated with superb drawings of dreamlike and fantastic inspiration curiously evoking the universe of Salvador Dali. One can decipher in particular: "Girl, Aestus, exposed to the Gods, whom the ocean constellates [...]" (transl. from the French original). The poem, in the draft form, largely crossed out, carries in left and right margins the word "summer" which seems to be the title, but it differs totally from the work published under the same title published in the "Album des vers anciens" ("Album of ancient verses"), dedicated to Francis Vielé-Griffin.
2¾ SS. auf Doppelblatt. 4to. Großer Brief an den Musikschriftsteller August Schmidt, den Gründer und Herausgeber der "Allgemeinen Wiener Musikzeitung", die im Februar des Jahres Wagners "Rienzi" ausführlich besprochen und verrissen hatte ("Nicht allein, daß in der ganzen Oper von gar keinem Gesange die Rede ist, so ist auch die Instrumentirung so enorm überladen und abspannend, daß der Musik schon nach dem ersten Acte jedes Interesse mit Gewalt entrissen wird"): "Da ich keiner regelmäßigen Journal-Lectüre pflege, erfahre ich erst jetzt durch einen meiner Bekannten, mit welcher Animosität Ihre Zeitschrift meinem so jung erworbenen Künstler-Ruf zu schaden beflissen ist. Es würde mir unbegreiflich sein, wie es kommt, daß ein deutscher Musiker zu einer Zeit und - was Ihre Zeitschrift betrifft - von einem Orte aus, wo die deutsche Kunst der ausländischen so jämmerlich hintangesetzt wird, bei seinem glücklichen und erfolgreichen Auftreten selbst von den Vertretern des wahren musikalischen Geschmackes so herb begrüßt wird, wenn ich nicht überzeugt sein müßte, daß Ihnen die ausführlichsten Nachrichten über meine bis jetzt nur in Dresden aufgeführte Oper 'Rienzi' von einem gewissenlosen Freunde, den seine Unvorsichtigkeit mir bei meiner hiesigen Anstellung zum unbegünstigten Rivalen gab, zugebracht worden seien [...] Um Ihnen jedoch zu beweisen, wie weit Sie in Ihrem Unrecht gegen mich gegangen sind, indem Sie in einer Notiz mit einem gewissen Gepräge die Anzeige bekannt machten, mein 'Fliegender Holländer' sei in Kassel total durchgefallen, - erlaube ich mir Ihnen beiliegende Briefe Spohrs, der mir persönlich gänzlich unbekannnt ist, sowie einige einfache Anzeigen in der Theater-Chronik (- in denen blos berichtet wird, vorgefallen ist -) zur gefälligen Durchsicht zuzustellen [...]". - Bei dem "Rivalen", so Wagners Überzeugung, dürfte es sich um seinen Leipziger Studienfreund Louis Schindelmeißer gehandelt haben, der sich vergeblich um die Nachfolge Joseph Rastrellis am Dresdner Hoftheater beworben hatte und Wagner, der die Stelle als Königlich-Sächsischer Kapellmeister erhalten hatte, unterlegen war. / Louis Spohr, der die Kasseler Uraufführung des "Fliegenden Holländer" dirigiert hatte, hatte in seinem Brief vom 6. Juni Wagner ausführlich von dem "allgemeinsten Beyfall" berichtet, mit dem dessen Werk empfangen worden sei, und schloß seinen Brief mit der Hoffnung: "Fahren Sie in dieser Weise fort und Sie werden deutscher Kunst Ehre bringen!" Abgedruckt in Richard Wagner: Sämtliche Briefe. Bd. 2. Briefe der Jahre 1842-1849. Leipzig, VEB Deutscher Verlag für Musik, 1970, S. 322 ff., Nr. 100.
Various formats. Altogether 16 ff. Including 7 autograph documents on large Folio sheets signed, partly with initials, and partly in the third person within the text, varying between "Mlle la ch're D'Eon," "La ch're D'Eon," and "D.". Ledger pages or receipts, listing prices paid or owed for firewood, lumber, food, clothing and other items, documenting the daily life of an 18th century crossdresser. - Éon de Beaumont was a French transsexual political adventurer, secret agent of Louis XV in Russia (1755), then minister to England. The term "eonism" denoting the tendency to adopt the costume and manners of the opposite sex, is derived from his name. Despite d'Éon's wearing a dragoon's uniform all the time, there were rumors that he was actually a woman, and a betting pool was started on the London Stock Exchange about his true sex. D'Éon finally claimed to be physically not a man, but a woman, and demanded recognition by the government as such. King Louis XVI and his court complied, but demanded that d'Éon dress appropriately and wear women's clothing. D'Éon agreed, especially when the king granted him funds for a new wardrobe. Overall, Charles d’Éon spent his first 49 years as a man, and his last 33 years as a woman. Upon death, a council of physicians discovered that d'Éon's body was anatomically male.
Zusammen 220¾ SS. auf 129 Bll. Verschiedene Formate. Mit einigen Beilagen (s. u.). Inhaltsreiche Korrespondenz von u. a. Houston Stewart Chamberlain, Marcel Proust und Cosima Wagner mit dem katholischen Priester, Philosophen und Wagner-Forscher Marcel Hébert (1851-1916), die sich im Wesentlichen um die Themen Philosophie, Religion und Politik in Wagners Werk dreht, aber auch so manch anderes Thema anspricht, so etwa die Korrespondenz zwischen Wagners Assistenten Carl August Roeckel und Wagner (so Houston Stewart Chamberlain in seinem Brief vom 11. VIII. 1893), einen Besuch Chamberlains bei Cosima Wagner (Br. v. 5. I. 1894 und vom 15. III. desselben Jahres), Wagner und Hegel (16. V. 1894), den Plan einer Übersetzung von Héberts "Sentiment religieux dans l'œuvre de Richard Wagner" ins Deutsche (das Buch erschien dann 1895 im Verlag von August Schupp unter dem Titel "Das religiöse Gefühl im Werke Richard Wagners"), Chamberlains Arbeit an seinem Buch "Richard Wagner" (1895 im Bruckmann Verlag erschienen), eine neue Übersetzung Alfred Ernsts von Wagners "Walküre" (Br. v. 20. IX. 1893), Héberts Broschüre "Platon und Darwin" (Br. A. Ernsts vom 4. X. 1893), Ernsts Schrift "Richard Wagner et le drame contemporain" (Calmann Lévy, Paris, 1884), Héberts "Platon et Darwin. Dialogue philosophique" und Wagners "Religion und Kunst" (so Édouard Schuré in seinem Brief vom 17. VII. 1893) und zahlreiche weitere Veröffentlichungen Héberts und seiner Korrespondenzpartner. Cosima Wagner dankt Hébert in ihrem Brief vom 28. X. 1894 für die Zusendung von einer seiner Schriften über Wagner (wohl "Trois moments de la pensée de Richard Wagner") und auch Cosimas Tochter Blandine Gravina dankt für die Zusendung eines Buches, dürfte sich allerdings, wenn auch höchst elegant, darüber hinwegschummeln, daß sie es nicht gelesen hat ("Malheureusement, je n'ai pas le don de parler des choses profondes, même quand je les comprends, et puis je ne voudrais pas vous ennuyer […]", Br. v. 27. XI. 1894). Ein sehr ausführlicher Brief der Sprachwissenschaftlerin, Schriftstellerin und Übersetzerin (so auch Héberts) Anna Brunnemann bespricht die "Edda" und ihren Einfluß auf Wagner (18. VI. 1893), und der Initiator des ersten Wagner-Zirkels in Paris, der Untersuchungsrichter Antoine Lascoux, berichtet von einem Gespräch mit Engelbert Humperdinck, der bezüglich der Frage, ob Wagner Englisch beherrscht hätte, antwortete, daß dem wohl so gewesen sein müsse: "Je n'en suis pas sûr, mais sans doute il a bien compris cette langue, puisqu'il lisait souvent Shakespeare en originale" (Br. v. 18. IX. 1893). Hans von Wolzogen, der von 1878 bis 1938 die Bayreuther Blätter redigierte und herausgab, den Allgemeinen Richard Wagner-Verein leitete und eng mit Cosima Wagner befreundet war, bespricht u. a. eine Meinungsverschiedenheit über sein Verständnis des Parsifalcharakters ("Parsifal est l'esprit enfantin de l'Evangile", 5. XI. 1894) und den Einfluß Schopenhauers auf Wagner ("Zu bedauern bleibt es, daß Sie nicht mehr die jüngst erschienenen Briefe Wagners an Röckel benützen konnten […] weil sie am deutlichsten den Umschwung in Wagners Geiste wiedergeben", Übers.). - Héberts Korrespondenzpartner sind im einzelnen: 1) Alfred Bovet: EBmU. 19. XII. 1895. - 2) Louis-Pilate Brinn'Gaubast: EBmU. 31. III. 1897. 1 S. 8vo. - 3) Anna Brunnemann: EBmU. 18. VI. 1893. 6 SS. auf 3 Bll. 8vo. - 4) Houston Stewart Chamberlain: 15 Briefe (davon 9 eh., 2 hs. 3 ms. und einer von seiner Gattin Anna). 1893 bis 1896. Zusammen 73½ SS. auf 41 Bll. Meist 8vo. Beiliegend ein eh. Blatt mit einer Lektürenotiz Chamberlains (2 SS., qu.-8vo.). - 5) Richard de Chelus: EBmU. 5. XI. 1895. 6 SS. auf 3 Bll. 8vo. - 6) Paul Desjardins: EBmU. Aix en Savoie, 17. IX. o. J. 5¼ SS. auf 3 Bll. 8vo. - 7) Hugo Dinger: EBmU. 10. XII. 1894. 3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. - 8) Auguste Ehrhard: EBmU. 9. VI. 1893. 2 SS. auf 1 Bl. 8vo. - 9) Balduin Elle: EBmU. 2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. - 10) Alfred Ernst: 3 eBmU. 1893. Zusammen 6 SS. auf 4 Bll. 8vo. - 11) Émile Gallé: EBmU. 24. X. 1895. 1 S. auf 1 Bl. 8vo. - 12) Blandine Gravina: EBmU. 27. XI. 1894. 3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. - 13) Maurice Kufferath: 2 eBmU. 1894 und 1895. Zusammen 6 SS. auf 3 Bll. (Qu.-)8vo. - 14) Antoine Lascoux: 3 eBmU. Juli 1893. Zusammen 8½ SS. auf 6 Bll. 8vo. - 15) Henri Lichtenberger: 3 eBmU. 1897. Zusammen 7½ SS. auf 5 Bll. (Kl.-)8vo. - 16) Jaime Montero y de Madrazo: EBmU. 6. I. 1896. 1 S. 4to. - 17) Raoul Mercier: EBmU. März 1895. Zusammen 7 SS. auf 4 Bll. 8vo. - 18) Eudoxe-Irénée Mignot, évêque de Fréjus: EBmU. 27. X. 1892. 1 S. auf 1 Bl. 8vo. - 19) Arthur Mugnier: 2 eBmU. 1894 und 1895. Zusammen 7 SS. auf 4 Bll. 8vo. - 20) Georges Noufflard: 2 eBmU. 1893 und 1894. Zusammen 4 SS. auf 4 Bll. 8vo. - 21) Nicolaus Oesterlein: E. Postkarte mit U. 29. XI. 1894. 1 S. Qu.-8vo. - 22) Marcel Proust: Ms. Abschrift eines Briefes. O. O. u. D. 2 SS. auf 2 Bll. 4to. - 23) René de Récy: EBmU. 27. X. 1893. 1 S. auf 1 Bl. 8vo. - 24) Edward Sapier: EBmU. 10. VIII. 1901. - 25) Édouard Schuré: 4 eBmU. 1893 und 1894. Zusammen 16 SS. auf 8 Bll. 8vo. - 26) Franz Servais: EBmU. 10. I. 1896. 4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. - 27) Jean Thorel: EBmU. Colombes (Seine), o. D. 2 SS. auf 1 Bl. Kl.-8vo. - 28) Cosima Wagner: EBmU. 28. X. 1894. 2 SS. Kl.-4to. Mit eh. adr. Kuvert. - 29) Hans von Wolzogen: 12 eBmU. 1893 bis 1898. Zusammen 23 SS. auf 14 Bll. - Die vorliegende Korrespondenzsammlung wurde in den 1920er Jahren von dem Musikwissenschaftler André Cœuroy (1891-1976) zusammengetragen und aufbewahrt. Von ihm, der selbst ein Standardwerk über Wagner verfaßte ("Wagner et l'esprit romantique", Gallimard, 1965), finden sich hier weiters zwei eh. Manuskripte. 1) "3 moments de la pensée de R. Wagner: Tétralogie - Tristan - Parsifal". 1894. 1 S. 8vo. 2) "L'évolution sentimentale de R. W.". 1896. 14½ SS. auf 9 Bll. 8vo.
1831124901Paris Charles Gosselin 1831 3 vol. relié 3 vol. in-8, demi-chagrin aubergine, dos à nerfs ornés d'encadrements à froid, têtes rouges, 400, 418 et 396 pp. Première édition collective, illustrée de trois frontispices de Tony Johannot sur chine, renfermant la Peau de chagrin, Sarrasine, la Comédie du diable, El Verdugo, l'Enfant maudit, l'Elixir de longue vie, les Proscrits, le Chef-d'oeuvre inconnu, le Réquisitionnaire, Etude de femme, les Deux rêves, Jésus-Christ en Flandre et l'Eglise. La Peau de Chagrin avait déjà paru la même année en deux volumes, ce qui explique la mention de seconde édition en page de titre, tous les autres textes étant publiés ici en originale. Précieux exemplaire enrichi d'un envoi autographe signé de Balzac au journaliste Charles Lautour-Mézeray (1801-1861). Ce dernier, fils d'un notaire d'Argentan, élevé avec Émile de Girardin au collège de cette ville, représentait le modèle de l'arriviste à cette époque. André Maurois lui consacre un beau portrait dans sa biographie de Balzac, précisant que ce dandy lança la mode du camélia blanc à la boutonnière. Dès 1831, Balzac était en admiration devant lui et il se ruinait pour imiter son élégance. Il tentait aussi de faire bonne figure à l'Opéra où la loge de Lautour, une baignoire de l'avant-scène, était surnommée la loge infernale. Balzac y avait sa place, puis il cessa de payer son billet devenu trop cher pour lui. Ajoutons encore que Latour-Mézeray est cité comme le modèle possible du journaliste Émile Blondet qui apparaît dans la Peau de chagrin puis dans de nombreux romans de La Comédie humaine comme archétype du journaliste ambitieux, désinvolte et insouciant. Reliure légèrement postérieure, quelques rousseurs et mouillures, mais bel exemplaire de remarquable provenance.
1831124901Paris Charles Gosselin 1831 3 vol. relié 3 vol. in-8, demi-chagrin aubergine, dos à nerfs ornés d'encadrements à froid, têtes rouges, 400, 418 et 396 pp. Première édition collective, illustrée de trois frontispices de Tony Johannot sur chine, renfermant la Peau de chagrin, Sarrasine, la Comédie du diable, El Verdugo, l'Enfant maudit, l'Elixir de longue vie, les Proscrits, le Chef-d'oeuvre inconnu, le Réquisitionnaire, Etude de femme, les Deux rêves, Jésus-Christ en Flandre et l'Eglise. La Peau de Chagrin avait déjà paru la même année en deux volumes, ce qui explique la mention de seconde édition en page de titre, tous les autres textes étant publiés ici en originale. Précieux exemplaire enrichi d'un envoi autographe signé de Balzac au journaliste Charles Lautour-Mézeray (1801-1861). Ce dernier, fils d'un notaire d'Argentan, élevé avec Émile de Girardin au collège de cette ville, représentait le modèle de l'arriviste à cette époque. André Maurois lui consacre un beau portrait dans sa biographie de Balzac, précisant que ce dandy lança la mode du camélia blanc à la boutonnière. Dès 1831, Balzac était en admiration devant lui et il se ruinait pour imiter son élégance. Il tentait aussi de faire bonne figure à l'Opéra où la loge de Lautour, une baignoire de l'avant-scène, était surnommée la loge infernale. Balzac y avait sa place, puis il cessa de payer son billet devenu trop cher pour lui. Ajoutons encore que Latour-Mézeray est cité comme le modèle possible du journaliste Émile Blondet qui apparaît dans la Peau de chagrin puis dans de nombreux romans de La Comédie humaine comme archétype du journaliste ambitieux, désinvolte et insouciant. Reliure légèrement postérieure, quelques rousseurs et mouillures, mais bel exemplaire de remarquable provenance.
Small 8vo. 3pp. on bifolium. To his friend and publisher Fritz Simrock, consoling his friend by writing of his admiration for him, and hoping that Simrock's family problems will soon be over and that he will soon be able to listen and play music again, sending greetings to his wife and discussing a visit to Berlin, and explaining his reluctance to go even though he is inundated with invitations both there and in Leipzig. - Inscribed on blank folio in another hand "1895 Wien 11 Novbr Brahms"; folds.
4to. ¾ p. on bifolium. With integral address-leaf. The present letter, written in Italian and in the hand of Count Pietro Gamba (the brother of his beloved Teresa Guiccioli), was written while Byron was making his final preparations for his voyage to Greece, where he was to die nine months later "that Greece may still be free". Its addressee is the Greek patriot Giorgio Vitali (1776-1854) at Leghorn, from an ancient Venetian family and the commander of the Ionic vessel "Hercules" that Byron wanted to take. Byron is delaying his departure until July 14, and tells Vitali that by passing through Leghorn they should not drop anchor in order to avoid pointless expense and waste of time. - Byron was to bid farewell to Teresa and board the "Hercules" on 13 July, the day after writing this letter. However, his departure was to be delayed by calms, and then a storm. By some accounts, his mood at this time was despondent, almost fatalistic. During the delay he went on shore again to visit the house outside Genoa that he had shared with Teresa; as her brother recalled: "His conversation was somewhat melancholy on our way to Albaro, he spoke much of his past life, and of uncertainty of the future, 'where', said he, 'shall we be in a year?'" (quoted by Leslie A. Marchand, Byron: A Biography [1957] III, 1089). They eventually set sail from Genoa on the 16th. During the couple of days spent at Leghorn, Byron received a verse-tribute from Goethe and dashed off his famous reply: "I sailed from Genoa some days ago - was driven back by a Gale of Wind - and have since sailed again - and arrived here (Leghorn) this morning to receive on board some Greek passengers for their struggling country" (22 July 1823). They set sail once again on 24 July, and finally reached Cephalonia on 2 August. - Not published in Marchand's edition of Byron's Letters and Journals (1973-1994); small clipping from opening the letter (slightly touching text); overall in fine condition.
Small 4to. 2/3 page. To Lieutenant General Friedrich Wilhelm von Baur about the visit of the Countess Palatine Caroline of Deuxponts, whom she had invited together with three of her daughters to find a fiancée for her son, the future Emperor Paul I of Russia, letting him know that the Countess would spend a night in Yamburg and would have lunch with her in Gatchina on Saturday: "Herr General Lieutenant die Landgräfin wird diese nacht in Yambourg schlafen [...] den Sonabend aber zu Gatschina mit mir den mittag speisen [...]". - The visit had been a success: Paul was to marry Caroline's daughter Wilhelmina Louisa the very same year.
Zusammen (2+4 =) SS. auf 3 Bll. Mit einem eh. adr. Kuvert und einigen Beilagen (s. u.). An den niederländischen Komponisten Jaap Geraedts, der sich 1957 an Celan gewandt hatte mit dem Vorschlag, dieser möge den Text zu einem geplanten Oratorium verfassen. Geraedts, der selbst weder Jude noch Opfer des nationalsozialistischen Terrorregimes war, hatte ausdrücklich nach einem jüdischen Dichter gesucht und sich schließlich gegen die ihm vom jüdisch-niederländischen Schriftsteller und Historiker Jacques Presser empfohlenen Dichter Maurits Mok und Abel Jacob Herzberg und stattdessen für Celan entschieden, der als Verfolgter und Augenzeuge aus der eigenen Tradition heraus den Text beisteuern sollte. "Für die Abfassung des Konzeptplans in deutscher Sprache braucht Geraedts einige Tage, aber bereits am 25. Mai wendet er sich mit einem Brief an Paul Celan, in dem er sich vorstellt, sein Vorhaben skizziert und die Anlage erläutert. Es werden noch vier Briefe folgen sowie ein Schreiben von Geraedts' Mutter [...], die Celan während ihres Aufenthalts in Paris ein Gespräch vorschlägt und ihn ebenfalls eindringlich bittet, ihrem Sohn zu antworten" (Sars, S. 9). - Am 5. Juli antwortet Celan aus dem schweizerischen Verbier: "Ihr erster Brief, den ich, wenn ich nicht irre, einen Tag vor meiner Abreise aus Paris erhielt, hat mich auch hierher begleitet. Daß ich ihn so lange unbeantwortet ließ, hat seinen Grund einzig darin, daß er mir zu wichtig erschien, als daß ich ihn mit meiner auf Reisen recht geduldlosen Feder hätte beantworten dürfen. Auch heute noch muß ich mir sagen, daß ein Anliegen wie das Ihre, soll es, wie es dies verdient, mit allem Lebensernst aufgenommen werden, an meine Konzentrationsfähigkeit Ansprüche stellt, denen ich, im Augenblick zumindest, nicht ganz gewachsen bin [...] Wenn ich meine Einstellung kurz charakterisieren darf: für mich bleiben diese Dinge, auch heute noch, in ein Dunkel getaucht, tiefer als man es gemeinhin wahrhaben will, ich sehe, wenn ich ehrlich sein soll, keinerlei 'Silberstreifen' am Horizont, Besinnung und Umkehr bleiben, wo sie überhaupt noch angesprochen werden, papierene Wirklichkeit, Vokabel, und dies selbst im Lager derjenigen, die gewillt scheinen, das vor kurzen historischen Augenblicken Geschehene im Gedächtnis zu bewahren [...] Ich will versuchen, es auch anders zu formulieren: ein Oratorium, wie das von Ihnen geplante müßte, für mein Gefühl, zeitlich umfassender (mithin unbegrenzter) gestaltet sein, als man es, auf den ersten Blick, konzipieren mag. Das Jüdische: es hat - erlauben Sie mir, dem Juden (und Nicht-nur-Juden), es so zu formulieren - eine Ewigkeitsdimension. (Und wäre es nur die schier ununterbrochene Untergangsnähe: sie allein würde ausreichen, dies zu bestätigen.)". - An dieser Stelle endet der Brief, den Celan zusammen mit dem zweiten Brief, den er am 25. Juli aus Paris schreibt, an Geraedts schickt: "Sie müssen mich, mit vollem Recht, für einen ganz unmöglichen Menschen halten! Verzeihen Sie dennoch! Ich habe - der beiliegende, nicht zu Ende geschriebene Brief soll es Ihnen zu beweisen versuchen - immer wieder an Ihren Brief gedacht, meine Säumigkeit schreibt sich, so seltsam das auch klingen mag, einzig von der Sorge her, mit meinen Gedanken weit hinter dem zurückzubleiben, was Ihnen am Herzen liegt [...]". Celan sichert Geraedts zu, versuchen zu wollen, "den Text zu schreiben, den Sie von mir erwarten". Anschließend unterbreitet er den Vorschlag eines Treffens und legt Geraedts "das Werk einer bedeutenden jüdischen Dichterin" ans Herz, "die in Stockholm lebt. Es ist das Werk von Nelly Sachs [...]". - Im März des darauffolgenden Jahres kommt es auch zu einer persönlichen Begegnung von Celan und Geraedts in Paris, doch aus der angedachten Zusammenarbeit sollte schlussends nichts werden. - Beide Briefe im linken Rand gelocht (keine Textberührung), ein Brief mit einer kleinen Rostspur durch eine Büroklammer. Beiliegend eine ms. Postkarte und ein ms. Brief von Celans Verlag, der Deutschen Verlags-Anstalt, an Geraedts sowie 3 (2 ms. und 1 eh.) Briefe (samt 2 Kuverts) von diesem an Paul Sars, dem Herausgeber des kleinen Briefwechsels von Celan und Geraedts. Paul Celan, Jaap Geraedts. Keinerlei "Silberstreifen" am Horizont. Der Briefwechsel des Dichters mit dem Komponisten. Herausgegeben und kommentiert von Paul Sars (Wien u. a. O, 2013).
Large 4to. (1+1 =) 2 pp. on 2 ff. With 1 autogr. envelope. To Jean Lessay, concerning, among other matters, a translation of Georg Büchner's "Lenz" (1973): "Merci de votre carte galloise. Nous ne sommes restés que quelques jours à Londres mais ils furent si pleins que nous avons l'impression d'y avoir fait un long séjour l'inoubliable Brown ale ! Seule tache : la fermeture des pubs à 23 h. Si on les laissait ouverts toute la nuit, je ne serais pas rentré en France. L'Angleterre aurait pu assimiler un immigrant de plus, un " Asian " quelque peu pâle. Nous avons assisté à une scène suprêmement balkanique dont l'acteur principal était un chef de gare hindou. On vous racontera tout ça en septembre. Nous partons demain pour Crams-su-Sierre (Poste Restante) où nous resterons une dizaine de jours. Quel dommage que vous n'ayez pas vous embarquer pour l'Islande ! Vous en auriez emporté mille anecdotes et-qui sait ? -quelques solutions au problème le plus tragique et le plus gratuit depuis exactement dix siècles. Dans le numéro spécial publié avant la guerre, des Cahiers du Sud, sur le romantisme allemand, il existe un texte : Lenz de Georg Büchner (traduite par Albert Béguin) qui pourrait être utile à Franck. On y décrit ou plutôt, on imagine la déchéance d'un poète fou, ce Lenz qui ressemble par certains côtés à John Clare. Le texte de Büchner est traduit également en anglais, du moins je le crois. Bien affectueusement à vous tous".
8vo. 1 page. Letter written from the Versailles House of Justice to a colonel, possibly Louis-Dieudonné Gaillard, after Courbet's indictment for the destruction of the Vendome column. He mentions that the prison director has warned him that his resources to pay for his food are exhausted, requests a transfer of 50 francs, points out that he will belong to the Minister of the Interior and the civil justice of the Département de la Seine as soon as his trial is over, and hopes to be transferred to Sainte-Pélagie soon, as he is suffering from lack of air: "Mr le Directeur de la maison de justice me fait avertir que je n'ai plus d'argent pour payer ma nourriture, je vous serais obligé de lui faire remettre 50 f. sur l'argent que vous avez à moi. Selon la loi aussitôt mon jugement terminé j'appartiens au ministre de l'Intérieur et à la justice civile du département de la Seine, qui est mon lieu de résidence. Sitôt que vous le pourrez, je vous serai très obligé encore de vouloir bien me faire transporter à Ste Pélagie où il paraît que je dois faire ma prison. Je suis très souffrant et je manque d'air - ensuite pour sauver le peu qui me reste de ma ruine complette occasionnée par les affaires politiques de France, et ma privation de travail [...]". Courbet was transferred from the Orangerie to the Versailles House of Justice before being taken to Sainte-Pélagie. - Small flaw to lower left corner. Correspondance, n° 71-39 (p. 391).
2 leaves mounted on a single sheet. 94 x 82 mm. Title and eight lines on 1 p. and a single line (signature). Ca. 65 x 72 mm and 19 x 72 mm. Three addenda. "Sturm und Wetter sind verflogen, / Blau gespannt des Himmels Zelt, / Und es blüht des Friedens Bogen / Ueber der verweinten Welt. / Fahnen sich gleich Schwänen wiegen / In der lauen Frühlingsluft. / Durch das Grün viel' Reiter fliegen / Waldhorn frisch dazwischenruft". - Due to the text sheet's mounting, the verso cannot be read, containing four lines from "Die ernsthafte Fastnacht 1814": "Wer hat je so'n Sal gesehen / Strom und Wälder spielen auf / Sterne auf und nieder gehen / Stecken hoch die Lampen auf". - According to the critical edition, the title of the poem "Der Friede" probably refers to the Treaty of Paris, signed on 30 May 1814, that ended the Napoleonic Wars. - Includes a five-page letter by the sculptor Anna (Magnussen-)Petersen (then still unmarried) to the composer Ernst Rudorff, dated 17 March 1891, sending him the autograph and explaining that she received it from the mother of Eichendorff's grandson, the lieutenant general Hartwig von Eichendorff. Further includes an envelope by Ernst Rudorf, stating that Anna Petersen sent him the Eichendorff autograph on 18 March 1891 with her letter, as well as an autograph letter signed by the musicologist and German scholar Friedrich Schnapp, dated 11 October 1960, to a Miss Rudorff about this and another Eichendorff autograph. HKA I/3 (1997), pp. 278f. and I/1 (1993), pp. 162-164; commentary: HKA I/4 (1997), pp. 488f. and I/2 (1994), pp. 287-289.
25554Fresnes, sans éditeur, Septembre 1942, in-8, en feuilles, couverture rempliée sur papier teinté rose.Édition originale rare du premier livre de l'auteur. Selon son futur éditeur, Marc Barbezat, Genet aurait confié l'impression de la plaquette à l'un de ses co-détenus à la prison de Fresnes, typographe de métier qui purgeait une peine pour avoir imprimé de faux tickets d'alimentation et devait être libéré quelques temps avant lui.Tirée à une petite centaine d'exemplaires, elle aurait été imprimée aux frais de Genet sur du papier de différentes qualités, détourné, dit-on, des stocks réservés à l'administration allemande.Très bel envoi autographe signé : A Jean Ballard dont la gentillesse me permit il y a 10 ans d'aller balayer les cours des jésuites. J'ai pu bouffer alors. Veuillez mon cher ami me permettre de vous le rappeler. Un tel souvenir vaut mieux pour moi que tel autre qui ne serait que littéraire Jean Genet.L’exemplaire comporte 15 corrections autographes à l’encre noire de l’auteur.2 lettres autographes signées jointes à Jean BALLARD. 4 pages in-4 ou in-12, la première, sur papier lignée, Toul, Jean Genet Caporal au 22e R.T.A. 2e Cie sans date (1935), la seconde Val de Grâce (Paris), 8 avril 1936.Rares lettres anciennes et inédites de Genet au directeur des Cahiers du Sud. Genet qui s'enrôle plusieurs fois durant ces années, est en garnison à Toul affecté au 22e Régiment de Tirailleurs algériens. Après un changement de corps il sera incorporé au Régiment d'Infanterie Colonial du Maroc. C'est du R.I.C.M., alors l'un des plus prestigieux régiments de France, devant la Légion Étrangère, que Genet sera porté déserteur.Il est tard, presque trop tard pour oser me rappeler à vous, mais l'accueil que vous me fîtes il y a bientôt 2 ans aux «Cahiers», votre bonté et votre patience me donnent de l'audace. Peut-être avez-vous oublié un garçon gauche, perdu dans Marseille, abrité un moment par les Jésuites, qui fut vous demander conseils ? Conseils pratiques et spirituels. Monsieur Ballard si vous l'avez oublié, je me souviens moi, que vous me dites : «une âme c'est quelque chose qui se touche, c'est palpable, je crois que vous avez une âme». D'aventure, il a été en Italie conduit dans une prison fasciste, en Autriche vagabondant, en Espagne mendiant (ou presque)... Les soucis spirituels et littéraires cèdent le pas aux nécessités immédiates. L'Armée enfin met, pour un temps bref, un terme à ces prodigalités. Il a donné à un camarade féru de poésie l'adresse des Cahiers du Sud afin qu'il se procure quelques numéros (...) Genet va découvrir un article épatant : Il est signé Benjamin FONDANE et s'appelle : «La conscience malheureuse». Et il cite Chestov : «Tôt ou tard la philosophie deviendra une philosophie «en plein air» et plus loin «lorsque vous perdez la route, alors... «Autre chose commence qui n'est ni l'esprit ni le logos: le voici. Ce ne sera pas «la perception laborieuse de quelque chose. Ce sera quelque chose «que nous saisirons immédiatement - ou le Rien». Pour qui a roulé, à droite, à gauche, titubé et tenté de se justifier pas mal d'actes nécessités par les rigueurs d'une vie malaisée, vous pensez si de telles affirmations sont un réconfort. Je ne connais pas Monsieur Fondane, et sans doute ne tient-il pas autrement à savoir que j'existe, mais celui qui a été touché par une idée, qu'il ait le droit de dire sa sympathie... Monsieur Jean Ballard m'excuserez-vous d'avoir été aussi bavard, d'un mauvais bavardage ? La caserne m'isole terriblement. Elle est bourrée de gens qui jugent intellectuellement et pas toujours intelligent (...)Je ne puis avoir l'audace de penser que vous vous souvenez de moi, quand j'allai, sur votre invitation, aux «Cahiers», je fus reçu très aimablement par, sans doute, madame Ballard. Permettez donc que je me représente : Jean Genet, un jour en détresse à Marseille, cherchant l'appui avec des consolations, des Cahiers, et échouant chez les Jésuites (...) Depuis, j'ai été affecté, en vue de mon envoi à Shanghai, au R.I.C.M., à Aix en Provence, et aujourd'hui je suis au Val de Grace où m'a conduit un stupide accident au bras et à la jambe. Et ma lettre n'est que pour vous demander s'il ne vous reste pas quelques numéros des Cahiers du Sud, ou des volumes édités par eux, que vous pourriez nous faire parvenir. La littérature des «Foyers du Soldat» est immonde, et un bain de littérature vraie, ferait un bien immense, moral donc physique, à moi d'abord et à toute la chambrée. Il ne sait trop si sa requête est décente et s'excuse d'adresser de telles lettres mais il assure Jean Ballard qu'il en aurait grande reconnaissance, et qu'il ferait œuvre pie (...)
60560o.J. Weimar, 7. II. 1824, 4° (23,5 x 20 cm). 1 Seite. Doppelblatt.
Large 8vo. 1 p. To his publisher Kästner, requesting a proof copy of his book "Mythologie und Rechtsalterthümer" so as to prepare the manuscript for print; afterwards he will similarly treat his "Grammar": "Lassen Sie mir ein planiertes exemplar der mythologie und rechtsalterthümer in losen bogen übersenden; ich will dann anfangen beide für den druck einzurichten. ist er beendigt, so soll es auch an die grammatik gehn, die begreiflich grössere schwierigkeit hat. Je länger ich aufschiebe, desto älter werde ich und zu der arbeit ungeschickter. Die mitgetheilten lettern sind mir recht, doch müssen die Ihnen bekannten besondern buchstaben dazu geschnitten vorräthig sein [...]". - Slight damage to edges. Accompanied by an autograph address "Herrn Dr. Franz Löher, Professor, Hochwolgeboren, im Cabinet S. M. des Königs Maximilian von Baiern".
Zusammen 13 SS. auf 13 Bll. 4to. Meist mit eh. Adresse (Faltbriefe). Inhaltsreiche Korrespondenz mit seinem ihm freundschaftlich verbundenen Verleger Tobias Haslinger über Verlags- und Vertragsangelegenheiten betr. seiner Klavierschule ("Von Farrenc [d. i. sein Pariser Verleger] höre ich kein Wort; - vom Engländer erhielt ich vor einigen Tagen die Correctur", 22. I.), mit Dank für eine Lebensmittelsendung ("Mitten in meinem Jammer kommen zum Glück die steyrischen Kapaune ganz wohlbehalten an, und sie haben mir wieder Stärkung gegeben und waren ganz delicat; ich danke Ihnen recht sehr für diesen haut gout", 7. II.), mit einer Empfehlung für die junge Pianistin Caroline Perthaler (9. III., mit deren montierter Visitenkarte), mit der Bitte, ihm doch unverzüglich das Mozartsche Konzert für zwei Klaviere in Es-Dur zukommen zu lassen, da er es "sehr nöthig und dringend" brauche (16. VII.; mit einer kleinen Notenskizze daraus), mit der Mitteilung, daß er "seit 3 Monaten sehr fleißig" gewesen sei und "bereits 4 Manuscripte liegen habe; nähmlich: das Conzert in As dur; ein Septett militair; eine fantasie mit Orchestre-Begleitung [sic]; ein Gesellschaft[s] Rondo brillant; und Mehrere Kleinigkeiten werden noch bis dahin [d. i. seine geplante Reise über Paris nach London] fertig" (15. XII.), und mit einer launigen Schelte: "Es ist recht edel von Ihnen daß Sie die ganze Schuld des Nichtkommens nach Weimar auf Ihre Schultern allein geladen haben; allein hinterm Berge wohnen auch noch Leute die solche Pfiffe weg haben und wohl wißen, wo der Hase im Pfeffer sitzt. Ja, ja, wenn der Stephansthurm in Weimar gestanden und Herrn Müller's Korpus in Baumwolle dahin hätte transportirt werden können, so hätte man vielleicht das Glük [sic] gehabt, die commoden Hrn. Wiener bei sich zu sehen, aber so - - - blieben sie weg. - Ist das erlaubt, das ganze liebe Eßen, die schöne Gabe Gottes 3 Stunden lange versieden und verbraten zu laßen und dennoch nicht nur an dem besprochenen Tag, sondern gar nicht zu kommen; aber wartet nur Ihr lieben Herrn, wenn Ihr mich einmal nach Eurer vollkommenen Bequemlichkeit in Weimar besucht, so sollt Ihr dafür büßen und auf das Allerschlechteste aufgenommen und bedient werden; Strafe muß seyn!!! - Auch meine Frau war [...] so böse, daß sie gar nichts von Ihnen wißen wollte; - doch nun bin ich mit der Strafpredigt fertig [...]" (5. VII.). - "[...] Nun eine Bitte! Der Intendant hat mir aufgetragen an Sie zu schreiben und mich wegen der jungen Grünbaum [d. i. die Sängerin Caroline Grünbaum, 1814-1868] zu erkundigen; Sie hatten mir damals über diesen Punkt meines Briefes nichts mehr gemeldet, ob sie [d. i. wohl deren Mutter] uns die Tochter wohl anvertrauen möchte. Hier würde sie offenbar viel mehr geschont seyn als auf jedem andern Theater, da wir nur einmal die Woche Oper haben; auch würde sie hier in Hinsicht ihrer Bildung nur gewinnen können. Wie alt ist sie? wie ist ihre äußere Gesichtsbildung und Gestalt? [...]", 29. III.). - Unveröffentlicht.
11 pp. on 3 double sheets (small 4to), and 2 pp. one 1 f. (oblong 8vo), 1 single page on 1 f. (oblong small 4to), and the 2 cards. With three autogr. envelopes. Comprehensive letters (written in German or English) to art dealer Israel Ber Neumann (1887-1961) in New York City, reporting from travels to Italy, France and North Africa, and especially about some ideas for exhibiting in America, and the impending loss of his pictures which were shown in German museums: "[...] I hav[e] success here, true, but I always had it my life long even when it was success only amongst a small crowd of juvenile enthusiasts among w[h]ich you were one of the outstanding figures in my memory of the past [...] Recently I finished a portrait of Mr. Maisky, the Soviet Ambassador of London. I think it to be one of my best works in the near past and would like to have it invited by the Museum of Modern Art, New York. You would oblige me in talking it over with Dr. Barr, the nice Director of the Museum. Nearly 40'000 people saw the collection referred above here in London, many more will see my painting in the country where it will be send around. Some people [say] it is the painting of this war. History will judge! [...]" (London, 15. IV. 1943). - Unpublished in: Olda Kokoschka and Heinz Spielmann (eds.). Letters. III. 1934-1953. Düsseldorf 1986.
Oblong 8vo. ¾ p. A quotation from Virgil: "Famam extendere factis | hoc virtutis opus" (Aeneid X, 467). - Somewhat wrinkled and browned; some tears to edges; reverse shows traces of former mounting. Includes an engraving. - Provenance: Skottorp Castle.
16mo. 1 p. To an unknown recipient. Liszt thanks his correspondent for his "gift", possibly an icon or an object showing Saint Cosmas and Damian and telling him that he will visit him to thank him personally "but in a way that is not interested in material things". He mentions the fact that Switzerland is far away for him at the moment. - Provenance: Robert Bory, musicologist.
Zusammen 11½ SS. auf 6 Bll. 4to und (qu.-)8vo. Die Postkarten mit eh. Adresse, die Briefkarte mit eh. adr. Kuvert. Unveröffentlichte Korrespondenz mit dem Schriftsteller und Übersetzer Hermann Georg Scheffauer, der gemeinsam mit Mann die im Verlag Th. Knaur Nachf. neu erscheinende Reihe "Romane der Welt" herausgab, von der bis März 1928 insgesamt 58 Bände erscheinen sollten: "Wie Sie mir Melville und Ilona charakterisieren, sind es gewiss gute Bissen für die Sammlung. Die deutschen Autoren sind auch meine Sorge", doch bringt Mann eine ganze Reihe von Namen ins Spiel, darunter A. M. Frey, Balder Olden, Ernst Lothar, Leo Perutz, Arnold Ulitz, Wilhelm Speyer, Willi Seidel, Bruno Frank und Bruno Götz (27. I. bzw. 31. III.). - "Die Frage eines deutschen Buches, das wirklich unbedingt so bald wie möglich heraus muss, beschäftigt mich dauernd. Aber die Hauptschwierigkeit ist eben die, die Sie nennen, dass die besseren Autoren in festen Händen sind. Wir dürfen beide nicht müde werden, uns weiter umzusehen. War das Manuskript von Frey ganz ungeeignet und haben Sie an die Autoren geschrieben, die ich Ihnen genannt habe? Anbei erhalten Sie 2 Briefe von Leuten, die sich als Uebersetzer anbieten und mit denen Sie vielleicht Fühlung nehmen. Hinzu kommt noch ein Brief einer mir bekannten Dame, Fräulein Emma Bonn in Feldafing bei München, der desselben Inhalts ist. Diese Dame ist zweisprachig, d. h. englisch-deutsch aufgewachsen, produziert selbst literarisch und würde nicht nur gut übersetzen sondern wahrscheinlich auch interessante Vorschläge machen können, was Material betrifft [...]" (1. III.). - Emma Bonn, die Tochter einer aus Deutschland stammenden Bankiersfamilie, wurde 1879 in New York geboren und kehrte in jungen Jahren mit ihrem Vater Wilhelm und ihrem Bruder Max nach Frankfurt zurück. 1913 zog sie nach Feldafing am Starnberger See, wo sie ein altes Haus zu einer stattlichen Villa umbauen ließ; die übrige Familie übersiedelte bis in die 1920er Jahre nach England, wo sich der Schwerpunkt ihrer Unternehmungen befand. In Kronberg i. T., wo die Familie bis zum Ersten Weltkrieg die Sommer zuzubringen pflegte, genoss sie wegen ihrer Wohltätigkeit großes Ansehen; Emmas Vater war der Namensgeber einer dortigen Straße, und im ehemaligen Sommersitz der Familie ist heute das Rathaus der Stadt untergebracht. Emma gehörte in Feldafing zum Kreis um Thomas Mann und Bruno Frank und schrieb heute weitgehend vergessene Romane und Erzählungen. Ihr Leben, das seit 1929 von einer schweren Nervenkrankheit überschattet war, endete am 24. Juni 1942 in Theresienstadt. - Mit Ausnahme der beiden Postkarten jeweils auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. Nicht in: Die Briefe Thomas Manns. Regesten und Register. Hrsg. v. Hans Bürgin und Hans-Otto Mayer. Bearb. und hrsg. unter Mitarbeit von Yvonne Schmidlin (Frankfurt a. M., S. Fischer, 1976ff.).
190484876s. l. mardi (25 octobre 1904) | 12.60 x 20.40 cm | 12 pages sur 3 bifeuillets
1789307833AB1789. (Ränder gebräunt, knickfaltig).
8vo. 8 pp. on 4 ff. (conjoined leaves). With a contemporary photograph of her in costume. A wartime letter in which Mata Hari tells "Monsieur Petitpied" about her stay at the Paris Grand Hotel, her friends fighting since day one, and about her role as a "godmother" when they are at the front: "Me voilà déjà presque deux mois en voyage et il est vrai je ne vous ai pas encore donné de mes nouvelles. C'était un peu de votre faute parceque un jour que j'étais venue du consulat pour ces papiers inévitables, vous m'aviez reçu un peu brusquement. Peut-être étiez vous énervé ; ou ennuyé, soit - j'ai cru qu'il serait plus sage de ma part de ne pas venir inutilement vous déranger et voilà la raison pour laquelle je suis partie sans vous dire adieu. Tant mieux si je me suis trompée et si vous le désirez je serai toujours heureuse de vous écrire de temps en temps. Me voilà à Paris et comme vous voyez descendue au Gd. Hôtel. Ce n'est pas ce qu'il y a de mieux mais c'est central et j'ai trop d'essayages à faire pour ce que je habiterais plus loin. J'ai le grand bonheur jusque ici d'avoir mes amis en vie malgré qu'ils sont au front depuis le premier jour de la guerre et en première ligne. Quand ils sont en congé je leur suis tout ce que je puisse être, comme femme, et quand ils n'y sont pas, je suis la 'marraine'. D'abord je me suis amusée des marraines parceque il y a des ridicules, mais au fond il y a quelquechose de bien gentil, de bien Français, et voilà, que moi aussi je le suis devenue […] L'atmosphère de Paris est toujours Parisienne, il y a l'imprévu et on a le sourire, sans savoir pourquoi. On a envie d'être gracieuse, aimable, parceque on l'est envers vous. Je pense sérieusement à revenir vivre ici, mais je n'ose en parler encore au Baron v d C. [Cappelen, one of her lovers] Je sais que je lui ferai beaucoup de chagrin et alors j'attends [...]". - Mata Hari's border-crossing and powerful connections would see her executed as a spy the following year. - On Grand Hotel stationery; light toning. Together with a period photograph of her in costume.