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Zusammen (4+2½ =) 6½ SS. auf 4 (= 2 Doppel-)Blatt. Gr.-8vo. In schauerlicher Orthographie an den Redakteur der "Berliner Morgenzeitung" Wilhelm Auspitzer (1867-1931) betr. einiger Richtigstellungen in einer "Affaire". - Ein Brief mit Absenderstempel, der andere mit einem kleinen Einriß; etwas knittrig und angestaubt.
Zusammen 1 S. 4to. An einen nicht namentlich genannten Direktor, vermutlich einen Bibliothekar, mit der Bereiterklärung zur Leistung einer Unterschrift (2. November 1925) und mit Dank für übersandte Dissertationen: "Für die gütigst übersandten Dissertationen und das Begleitschreiben vom 18. d. Mts. spreche ich Ihnen meinen verbindlichsten Dank aus". - Eduard Nordens überaus erfolgreiche akademische Karriere mit Professuren in Greifswald, Breslau und ab 1906 Berlin wurde nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten bald beendet. Zunächst selbst Anhänger Hitlers, leistete Norden am 27. August 1934 den Treueeid, wurde aber aufgrund der nationalsozialistischen Rassegesetzgebung nach und nach aus allen Gremien entfernt und schließlich 1935 emeritiert. Unter dem Eindruck der Novemberpogrome 1938 stellte Norden einen Ausreiseantrag für die Schweiz. Im Juni 1939 konnte Norden mit seiner Frau in die Schweiz emigrieren, wo er 1941 verstarb. - Wohlerhalten.
Zusammen 7 SS. 8vo. Betr. der Zusendung von Manuskripten an den ‘Verein für Deutsche Literatur’, als dessen Schriftführer Lenz von 1872-1884 tätig war: "Unter Bezugnahme auf die mir persönlich gegebene persönliche Zusage, unserem Verein ein Werk Ihrer Feder zuwenden zu wollen, beehre ich mich, Ihnen durch das anliegende Cirkular das Wirken desselben näher bekannt zu geben. Ihnen [...] ein Thema oktroyieren zu wollen, maße ich mir nicht an [...] Eine feste Norm für Honorarsätze haben wir nicht; das Honorar wird nach jedesmaliger specieller Vereinbarung festgestellt [...]" (Br. v. 21.VIII. 1875). - Zeitlebens als Journalist, Redakteur und Herausgeber diverser Zeitungen und Zeitschriften tätig, wurde der in Berlin geborene Lenz vornehmlich als Feuilletonist und Lustspieldichter bekannt. Vgl. Kosch II, 1503f. sowie DBA I 754, 259-261 und 267.
4to und 8vo. Zusammen 3 SS. Empfehlungsschreiben für Künstler. Im Brief vom 3. Juli 1841 bittet Waagen, einen Herrn Wichmann, "Professor an der hiesigen Akademie der Künste und einer unserer geschicktesten Bildhauer [...] zu freundlicher Aufnahme bestens zu empfehlen. Er wird sich in Ihrem so interessanten Wien mit seiner Frau und Schwägerin, der verwittweten Doctorin Kunde, einige Zeit zu seinem Vergnügen aufhalten, und jeder Wink und Rath von Ihnen ihm daher sehr willkommen sein [...] ". - Im Brief vom 17. Juli 1947 empfiehlt er einen Kupferstecher namens Hofmann und kondoliert dem Adressaten zum Tod des Sohnes: "Indem ich mir erlaube den Ueberbringer, Hrn. Hofmann, einen ausgezeichneten Kupferstecher, welcher gern eines der vielen, in Wien befindlichen Meisterwerke durch seinen Grabstichel allgemeiner bekannt machen möchte, Ihnen angelegentlich zu der gewöhnlichen gütigen Aufnahme zu empfehlen, nehme ich Gelegenheit Ihnen meine wärmste und innigste Theilnahme über den schweren und unersetzlichen Verlust auszudrücken, welchen Sie durch den Tod Ihres auch mir so theuren und im Andenken unvergesslichen Sohnes erlitten haben [...]". Der Brief von 1841 mit einem Einriss (mit Textberührung) und gebräunt, ansonsten in gutem Zustand.
Zusammen 9 SS. 8vo. An den Indologen Karl Eugen Neumann (1865-1915): "Meinen herzlichen Dank sage ich Ihnen für das mir hocherfreuliche Geschenk Ihrer Buddhistischen Anthologie welches neben Ihren ersten beiden Buddha-Schriften einen Ehrenplatz in meiner Bibliothek einnimmt (neben Schopenhauers Hand-Exemplar des Spence-Hardyschen Manual mit schönen handschriftl. Randglossen des Meisters). Sehr schön finde ich das Deutsch Ihrer Uebersetzung, namentlich auch der übersetzten Verse. Es wird nun wohl endlich das allgemeine Urtheil über das Rangverhältniß des Buddhaismus [!] und des Christenthumes sich rektifici[e]ren [...]" (Br. v. 30. III. 1892). - "Mit besonderem Vergnügen habe ich Ihren freundlichen Brief aus Wien erhalten und beeile mich Ihnen, namentlich auch für die Grabschrift-Berichtigung, meinen Dank abzustatten. Ich bin 1864 an Schopenhauers Grab gewesen und dann nicht wieder: da er nun seinen Namen meist mit lateinischen Buchstaben schrieb, so bin ich wohl dadurch auf die Idee gekommen, daß auch die Grabschrift so laute. In künftigen Drucken wird die Stelle im VI. Bande richtig gestellt werden [...]". - Der Sohn des Botanikers August Grisebach (1814-1879) war nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 im diplomatischen Dienst tätig, lebte u. a. in Konstantinopel, Smyrna, Jassy, Bukarest, St. Petersburg, Mailand und Port-au-Prince und widmete sich nach seiner Pensionierung gänzlich seinen literatur(historischen) Interessen. "Publikumserfolge" erzielte der Übersetzer, Schopenhauer-Biograph und Herausgeber von Werken Gottfried August Bürgers, Georg Christoph Lichtenbergs, Heinrich von Kleists und E. T. A. Hoffmanns vor allem "mit seinen anonym erschienenen Versepen 'Der neue Tannhäuser' (1869, (24)1909) und 'Tannhäuser in Rom' (1875) im Gestus Schopenhauerscher Weltnegierung" (DBE). - Neumann promovierte 1891 in Leipzig und ließ sich als Indologe in Wien nieder. Er unternahm mehrmals Studienreisen nach Indien, hielt sich 1894/95 zur buddhistischen Textforschung in England auf und übersetzte buddhistische Texte. Sein Hauptwerk ist die erste umfassende Übersetzung des Pali-Kanons, die 1896-1905 unter dem Titel "Die Reden Gotamo Buddhos" in vier Bänden erschien.
Zusammen 2½ SS. 4to. Mit 1 eh. Umschlag. Der frühere Brief mit Geburtstagswünschen an den Thomaskantor Karl Straube (1873-1950): "In herzlicher Verehrung wünsche ich Ihnen zum 60sten Geburtstag viel Glück für das kommende Jahrzehnt. Sie haben ein reiches Erbe herrlich verwaltet u. vermehrt - Segen, Freude, Versicherung gebracht, in verworrener Zeit ein Heiligtum unseres Volkes u seine Kunst ruhmvoll erhalten - zur Verehrung aber kommt die Liebe für einen so prächtigen Menschen [...]". - Der Brief vom 22. Juni 1932 zur Übersendung eines Buches an einen nicht identifizierten Empfänger: "Mein letztes Exemplar - ich hätte es gerne Ende der Woche zurück da ich verreise, könnte Ihnen dann aber eine richtige Abschrift senden lassen". - Edwin Redslob wurde von Reichsinnenminister Erich Koch-Weser im Dezember 1919 zum Reichskunstwart ernannt und trat das neugeschaffene Amt im Juli 1920 an. Unmittelbar nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten wurde Redslob, der Sammler expressionistischer Kunst war, durch Reichsinnenminister Wilhelm Frick in den Ruhestand versetzt. Er blieb der einzige Reichskunstwart. - Auf Briefpapier mit Briefkopf des Reichskunstwarts, der Umschlag mit dessen Stempel und Papiersiegel. Der Brief an Straube leicht braunfleckig. Der Brief vom 22. VI. mit kl. Seiteneinriss in Falz.
(1½+2¼ =) 3¾ SS. auf 1 Einzelblatt und 1 Doppelblatt. 4to. Davon ein Brief mit eh. Adresse verso. Beide an den Bibliothekar Sr. Majestät des Königs von Preußen, Alvar Augustin Chevalier von Liagno. - Bezüglich eines Passes und eines gewissen Mr Rose, den Beresford leider nicht kennt und für den er nichts tun kann (6. XI. 1818): "I lament the situation of the person who brought it: but Lamentation and a dollar, is all I have to bestow on the unfortunate. I know nothing of Mr Rose and Mr Rose knows nothing of me, and therefore, I cannot say or do any thing about the passport in question. If our good Fishlake were here, something might be done; but as I know hardly any thing of his successor, nothing can be expected [...]". - Mit Lob auf seinen Sohn, der den Adressaten gerne kennenlernen möchte, ihm Auskunft zu dem vorherrschenden Geschmack der Engländer in Bezug auf ausländische Literatur geben könne, sowie einen Brief von Mr Adams überreichen solle: "When the mountain would not go to the Mahomet, Mahomet went to the mountain; and in like manner, when you do not write (as I expected) to me, I must needs take up the pen and write to you, although I am so much indisposed at the present moment, that I am hardly able to hammer out a letter. My son is at length arrived; he brings the inclosed for you from Mr Adams, who has likewise written to me [...] My son is a fine, and exceedingly well-informed young man and you may judge how happy I am in having him with me and of the emotions I felt on seeing him for the first time in my life. He longs to make your acquaintance and I long to see that event take place. He will have much to say to you about the prevailing taste in England for foreign literature, and expecially for the Spanish [...]" (o. D.). - Reverend Benjamin Beresford verbrachte seine letzten Lebensjahre am preußischen Hof als Erzieher der Königin Luise von Preußen und als Professor für englische Literatur, wodurch er zum Pionier deutsch-englischer Literaturvermittlung wurde. - Spuren alter Montage. Beiliegend eine hs. deutsche Übersetzung zu beiden Briefen.
Zusammen 4 SS. 8vo. An die Universitätsbibliothek Wien betr. der Entlehnung von Büchern. - Horn war Leiter der Berliner Auskunftsstelle für höheres Unterrichtswesen, Universitätshistoriker und Verfasser mehrerer einschlägiger Arbeiten über das deutsche und europäische höhere Schulwesen. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der "Königl. Auskunftsstelle für höheres Unterrichtswesen".
Zusammen 3½ SS. auf 4 (= 2 Doppel-)Blatt. 8vo. Jeweils mit eh. adr. Kuvert. An die Pianistin Margarethe Demelius (Tochter der Juristenwitwe Margarethe Demelius, 1830-1923, der Tochter von Goethes Leibarzt Karl Vogel) in Wien IX, Pichlergasse 6. I: "In Folge Aufforderung meines Collegen Hausmann theile ich Ihnen ganz ergebenst mit, daß ich sehr gerne bereit bin, mit Ihnen die Hugo Reinhold'sche Sonate zu spielen. Haben Sie die große Güte, mir möglichst bald diese Sonate zusenden zu wollen, da meine Zeit äußerst beschränkt ist und ich die wenig[en] freien Augenblicke benutzen möchte, das Werk möglichst genau kennen zu lernen [...]" (Br. v. 7. I. 1897). - II: "Ihren werten Brief nebst der Sonate v. Reinhold habe ich richtig und dankend erhalten. Lassen wir es nur bei dieser Sonate, die mir einen guten Eindruck macht. Ich beanspruche auch kein Honorar, ich finde es ganz selbstverständlich, daß sich Künstler gegenseitig unterstützen sollen [...]" (Br. v. 10. I. 1897). - Emanuel Wirth besuchte die Meisterklasse für Geige und Bratsche am Konservatorium in Prag, erhielt eine Anstellung im Kurorchester Baden und wurde Konzertmeister der Oper in Rotterdam und Lehrer am dortigen Konservatorium. Seit 1873 Konzertmeister in Leipzig, wurde er 1877 Lehrer für Geige und Bratsche an der Kgl. Hochschule für Musik in Berlin und gehörte von 1877 bis 1905 dem von Joseph Joachim gegründeten Quartett an. - Die aus Krakau stammende Künstlerin "veranstaltet als Pianistin eigene Concerte und Kammermusikabende, wirkt auch bei auswärtigen Concerten mit, ertheilt Clavierunterricht und ertheilt Curse für Kammermusikstudium" (Kosel, Deutsch-österreichisches Künstler- und Schriftsteller-Lexikon, zit. n. DBA I 228, 321).
Zusammen 6 SS. 4to und 8vo. Interessante Briefe an den Schriftsteller Balduin Groller über eine geplante Zusammenarbeit: “Herzlichen Dank für Ihre gütige Mittheilung. Ihre reizende Novelle würde ich zu einem feinen musikal. Einakter brauchen. Wenn Sie nun also die Freundlichkeit haben möchten, die Erlaubnis zu geben, dies zu thun, wäre ich Ihnen erstens sehr verbunden, zweitens möcht’ ich Ihnen von all meinen Einkünften den dritten Theil zukommen lassen [...]” (undat. Br.). “‘Die silberne Venus’ ist also fertig. Nach Fertigstellung einiger Exemplare werde ich Ihnen eines zur Anzeige übersenden, und kann die nöthigen Schritte einleiten, um eine Vertonung und Materialisierung des kleinen Werkes zu veranlassen [...] Bitte äußern Sie sich, ob Sie mit auf den Zettel resp. Buch wollen, in der Form: D. s. V. Operette in I Akt nach Balduin Groller von Pordes-Milo [...]” (Br. v. 15.XI. 1911). Der erwähnte Titel ist dem Werkverzeichnis des in Lemberg geborenen Schriftstellers und Librettisten von über 50 Operetten, Sing- und Schauspielen nicht zu entnehmen (vgl. Kürschners Deutscher Literaturkalender. Nekrolog 1901-1935. 1936 (496); zit. n. DBA II 1021, 137). - Der aus Arad stammende Balduin Groller (d. i. Adalbert Goldscheider, 1848-1916) leitete von 1886-92 die ‘Neue Illustrierte Zeitung’ und seit 1895 das ‘Neue Wiener Journal’ und war “perhaps the most capable and inventive of the Austrian detective-story writers: his Detektiv Dagobert is perhaps Austria's nearest approach to Sherlock Holmes” (Willard Huntington Wright, The Great Detective Stories. In: The art of the mystery story. Edited by Howard Haycraft. New York, Simon and Schuster, 1946). Vgl. auch Kosch I, 696.
Zusammen 4 SS. Kl.-4to und 8vo. An einen namentlich nicht genannten Redakteur (wohl der Zeitschrift ‘Gegenwart’): "Beiliegend erlaube ich mir ein Ms. anzubieten, das vielleicht für einen Leser Ihres Blattes Interessantes bieten dürfte [...]" (Br. v. 15.V. [18]97). - Der Bruder der Schriftstellerinnen Clara und Emmy von Dincklage schied 1883 als Generalleutnant aus dem Militärdienst aus und lebte als Verfasser zahlreicher Novellen, Erzählungen und Romane auf dem Rittergut Campe und in Berlin. Vgl. Kosch I, 351. - Auf Briefpapier mit gepr. kalligraph. Briefkopf und Stempel "Generallieutnant Freiherr von Dincklage [...]" bzw. "Baron von Dincklage-Campe [...]". - Beiliegend ein Brief seiner Schwester Clara (1829-1919; vgl. DBE): "Ich erlaube mir der Redaction der 'Gegenwart' ein kleines Manuscript aus dem Nachlaß meiner Schwester Emmy von Dincklage anzubieten. Im Falle der Nichtbenutzung darf ich wohl um baldige Rücksendung bitten [...]" (Br. v. 20.XI. 1892. 1 S. 8vo).
Zusammen 3½ SS. auf Doppelblättern. 8vo. Visitkarte beiliegend. An die Fa. Kl. Schittenhelms Sohn in Wien betr. der angefertigten Reiseutensilien: "Die Reise-Utensilien sind bereits hier eingetroffen und der Hand Koffer, Reise-Necessaire und Flacon-Etui sehr nett und tadellos ausgefallen. Hinsichtlich der Reisetasche bin ich allerdings leider vollständig enttäuscht und wird dieselbe nur die Zahl meiner traurigen Erfahrungen vermehren, wie schwer es ist, etwas wirklich praktisches zu finden: Die Gegenstände hängen gegen herausgleiten und dem übrigen Inhalt der Tasche gegenüber ungeschützt und schlottrig an der losen Seitenwand, in dem sie überdies etwa ein 3 Drittel des Rockraumes occupiren. Die Mappe wird - wie ich es besorgt hatte - vollständig verbogen, sobald man die Tasche schliesst und eignet sich die Letztere, wie ich nunmehr klar sehe und wie es sie vielleicht interessieren dürfte, bestimmt überhaupt nicht als Einrichtungstasche, sondern ausschließlich als Handkoffer [...]" (Br. v. 28. X. 1897, auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf). - Baron Giskra war Legationssekretär in Bern. - Die letzten Bll. verso jeweils mit zeitgenöss. Bearbeitungsvermerk.
(1+½ =) 1½ SS. Qu.-8vo und Gr.-4to. Mit 1 eh. adr. Kuvert. Wohl beide an Prof. Friedrich Ludwig Leonhard Wiegand (1860-1934) in Erlangen (12. VI. 1902): "Herzlichen Dank für Ihre warme Teilnahme! Ich kann nur bitten: Herr bleibe bei mir, denn es ist Abend geworden u. mein Tag hat sich geneigt! Anbei das Gewünschte: [...] Die Instruktion, geschrieben, bitte ich bald möglichst zurück [...]". - (22. VII. 1902): "Inl. die Abschriften der gesuchten Instruktionen, eine allgemeine u. eine für die Lappländischen Heidenboten, letztere ohne Datum, erstere von 1738, nicht 1740 wie E. Reichel schreibt. In den Reilingschen Deutungen sind allerlei Abweichungen, wie Sie bemerken werden [...]". - Jeweils mit anderem Briefkopf der "Missions-Direktion der evang. Brüder-Unität". Beiliegend eine Druckschrift "Zum Gedächtnis unseres am 2. Januar 1907 in Herrnhut entschlafenen Bruders Charles Buchner", 2. Aufl. (Herrnhut, Verlag der Missionsbuchhandlung, 1907), 24 SS. Original-Umschlag.
(1+1½ =) 2½ SS. auf 3 Bll. 8vo. Beide Briefe zur Übersendung barocker Musikkompositionen. Der Brief vom 26. II. 1891 zu geistlichen Konzerten: "Ich bin jetzt bereit, zunächst das Werk 'Concerti spirituali' vom Jahre 1654 Ihnen zu übersenden, möchte aber, ehe ich es thue, noch eine Vorfrage an Sie richten. Unser Exemplar ist nämlich eine handschriftlich angefertigte Partitur (ein volumen von nahezu 300 Seiten). Dr. [Emil] Bohn, welcher sie einer genauen Durchsicht unterzogen hat, sagt mir, daß sie nicht ganz correkt sei, und daß von diesem und den andern Werken die Original-Ausgaben sich auf der hiesigen Stadt-Bibliothek befinden [...]". - Der zweite Brief zu Gesängen des Komponisten Giovanni Legrenzi, die wegen einer Erkrankung Schaeffers erst verspätet abgesandt wurden: "Ich bitte Sie ergebenst, so fort nach Empfang mir einen Empfangschein für die Bibliothek des hiesigen Kgl. Instituts für Kirchenmusik zuzustellen [...]" (10. IV. 1891). - Schaeffer avancierte in Breslau zum Nachfolger von Carl Reinecke als Leiter der "Singakademie" und Dozent am akademischen "Institut für Kirchenmusik". Er prägte dort vierzig Jahre lang als Universitäts-Musikdirektor das musikalische Leben. - Ein Brief mit langem Einriss entlang des Falzes und Spuren alter Faltung verso. Beide Briefe mit Sammlernotiz in Bleistift.
Zusammen 4½ SS. auf Doppelblättern. 8vo. Mit zwei eh. adr. Kuverts. An den Mediziner und Klimatologen Rudolph Rt. von Vivenot jun. (1833-1870): "Die Brünnerzeitung brachte in diesen Tagen aus Ihrer geschätzten Feder eine Besprechung meines Werkchens 'Grundzüge einer Geschichte der Krankheitslehre im Mittelalter'. So sehr ich mich durch die gütige Nachsicht mit der Euer Hochwohlgeboren meine Arbeit beurtheilten beschämt fühlte, so sehr wurde mein lohnendes Bewußtsein dadurch gehoben, daß ich die Überzeugung gewann - Euer Hochwohlgeboren seien mit tiefem Verständnisse in den Geist meiner Intention eingedrungen [...]" (Br. v. 10. XI. 1868). - Rittmann war Leiter der Augenabteilung des Brünner Krankenhauses und einige Jahre Dozent an der Brünner technischen Hochschule. Im Mittelpunkt seines schriftstellerischen Interesses standen Fragen und Darstellungen zur Geschichte der Medizin. - Rudolf Rt. von Vivenot jun., der älteste Sohn aus der ersten Ehe des weithin gerühmten Wiener Mediziners selben Namens (1807-84) mit Josefine Baronin Metzburg (1810-38) und Bruder des Historikers Alfred (1836-74) aus Rudolf sen. zweiter Ehe mit Antonie von Bergenthal (1820-46), zählt zu den Pionieren der "experimentell-physiologischen Richtung der Klimatologie" in Wien. "Die Folge der in [seinen] Aufsätzen mitgetheilten Untersuchungen war, daß die pneumatische Heilmethode in Deutschland vollends eingebürgert wurde, so daß sich jetzt kaum noch eine größere deutsche Stadt findet, die nicht eine pneumatische Anstalt besäße" (Annette von Vivenot: Geschichte der Familie v. Vivenot. Wien, Steyrermühl, 1902, S. 59). - Die Recto-Seite von Bl. 1 jeweils mit knapper Bleistiftnotiz zum Verfasser von fremder Hand.
Zusammen 4 SS. 8vo. An die Redaktion bzw. den Redakteur der "Kunstchronik": "Vor Allem bitte ich, mein tiefstes Bedauern über die Ihnen von der k. Akademie der Wissenschaften widerfahrenen Unbill anzunehmen. Im Nachfolgenden übersende ich drei Manuskripte mit der höfl. Bitte um Aufnahme derselben in die Kunstchronik. Die Kenntnis der Biographie Rektorzyks danke ich seinem noch lebenden (Brünn) Bruder Ernst Rektorzyk, pen. k. k. Regierungsrath [...]" (Br. v. 15. VI. 1880). - Der zweite Brief betr. den Abdruck zweier Gemälde in Federzeichnung von Avercamp aus der Slg. Sykora bzw. Ettler. - Der erwähnte Franz Xaver Rektorzyk (1793-1851) war als Landschafts- und Tiermaler sowie als Radierer in Brünn tätig. - Ohne die erwähnten Beilagen.
Zusammen 3 SS. auf 2 Bll. 8vo. An die Glasmanufaktur Lobmeyr in Wien: "Zur Vervollständigung eines Services bitte ich Sie mir nach beifolgenden Mustern 12 Wein- und 6 Wassergläser anfertigen zu lassen. Das Chiffre bitte ich ganz wie auf dem Muster machen zu lassen, nur bitte ich statt der hierauf befindlichen Krone, die irrthümlicher Weise so gemacht ist, die einfache Fürstenkrone darauf anzubringen [...]". - Der Sohn von Philipp Franz Prinz von Croÿ und Johanna Wilhelmine Auguste Prinzessin zu Salm-Salm war Herr auf Schloß Buchberg am Kamp. 1823 von Karl Prinz von Croy erworben, beherbergte das Schloß eine bedeutende Kunstsammlung und wurde bis nach Ende des Zweiten Weltkriegs von Mitgliedern der Familie bewohnt. Zu Beginn der 1960er Jahre leerstehend und verwahrlosend, wurde es 1965 von der Privatstiftung der Familie Bogner aus der Konkursmasse erworben und restauriert und beherbergt seit 1979 den Kunstverein Buchberg.
Zusammen 8 SS. auf Doppelblättern. Kl.-8vo. Beiliegend ein Br. der Cornelie Sárkóny, geb. Nepko, an den Prinzen betr. der Pensionierung ihre erkrankten Vaters. Dobsina, 17. VII. 1888. 7 SS. auf Doppelbll. 8vo. Mit einem halbseitigen, paraphierten Bearbeitungsvermerk des Adressaten in Bleistift. An einen nicht identifizierten Adressaten betreffs der Verpachtung von Landgütern. - Der vielfach geehrte und ausgezeichnete Militär war u. a. Inhaber des Ordens vom Goldenen Vlies und des St. Stephans-Ordens sowie Ehrenbaili des Malteserordens. "Als Inhaber des Prinz Ferdinand Coburgschen und des gräflich Koháryschen Fideikommisses widmete er sich der Verwaltung seiner Güter in Ungarn und Niederösterreich. Wissenschaftlich und kulturell interessiert, förderte er u. a. die Gesellschaft der Musikfreunde und stiftete, als Numismatiker international bekannt, 1870 die Österreichische Numismatische Gesellschaft" (ÖBL IX, s. v.). - Auf Briefpapier mit kalligr. gepr. Monogramm.
Zus. 2 SS. auf einem Doppelblatt und einem Einzelblatt. 8vo. In französischer Sprache an einen Verleger mit Dank für das Angebot, eine Sammlung von Auszügen seiner Werke zu veröffentlichen, das er jedoch ablehnen müsse, da bereits zwei derartige Bände erschienen seien und es nichts weiter zu veröffentlichen gebe: "Je vous remercie de votre aimable proposition. Je l'aurais bien volontiers acceptée, mais il a déjà paru deux recueils d'extraits de mes livres, il ne reste véritablement plus rien, dans ce que j'ai publié, qui puisse paraître séparément [...]". - Wohl an denselben mit Bedauern, keine Neuauflage seiner "Einführung in die Metaphysik" gestatten zu können, da er diese in Bälde als Teil eines Essaywerkes veröffentlichen wolle: "À mon grand regret, je ne puis autoriser la réédition de mon étude 'Introduction à la métaphysique'. Ce travail doit faire partie d'un volume d''Essais', que j'espère pouvoir publier prochainement. Je ne vous en remercie pas moins de votre aimable proposition [...]".
Zusammen (1+1 =) 2 SS. auf 2 Einzelbll. 4to. An einen Freund mit der Bitte, ihm Quittungen in Hinkunft früher zu senden, und der Erinnerung, zwei Bekannten noch zwei Exemplare einer Bilderchronik zukommen zu lassen: "Die in diesem Jahre stattgefundenen Veränderungen, habe ich schon vor längerer Zeit dem H. Kunsthändler [...] mitgetheilt, durch den Sie wohl in Kenntniß gesetzt sein werden. Zu bemerken habe ich bei dieser Gelegenheit nur noch, daß es besser für den Verein und mich wäre, wenn mir die Quittungen möglichst früh im Jahre zugesendet würden, damit ich mehr Zeit zum Einkassiren der Beiträge vor mir hatte; und daß bei Übersendung der 2. Hälfte der Bilderchronik, die für den H. Rector Richter No. 695 und für den H. Kaufmann Maahs No. 379 mir noch zukommende vollständige Ex[em]pl[ar]e der Bilderchronik nicht vergessen werden möchten [...]" (21. XI. 1834). - An einen Bekannten mit Dank für das ihm zugesandte Taschenbuch "Penelope" und der Nachfrage, ob die Arbeit des Historikers und Bibliothekars Heinrich Lindner entlohnt worden sei: "Für das übersandte Ex[emp]l[a]r der Penelope für 1837 danke ich verbindlichst. Das andere Ex[emp]l[a]r habe ich Herrn Bibliothekar Lindner übergeben, der auch bestens dankt und sich Ihrer wiederum empfehlen läßt. Im Vertrauen und zu meiner eigenen Belehrung erlaube ich mir hier die Frage: Hat der H. Bibliothekar Lindner ein Honorar für seine Arbeit erhalten? Ihn selbst mochte ich nicht fragen und er hat nichts darüber gegen mich geäußert, was aber doch wahrscheinlich der Fall gewesen wäre, wenn ihm für seine Arbeit etwas zugekommen wäre. Da ich diese Angelegenheit mit Lindner abzumachen gehabt habe, so wünschte ich doch auch gern darüber im Klaren zu sein [...]" (3. X. 1836). - Etwas knittirg.
Zusammen 6 SS. auf Doppelblättern. 8vo. An den Mediziner und Klimatologen Rudolph Rt. von Vivenot jun. (1833-1870): "Ich habe Eur. Hochwohlgeboren lange auf Antwort warten lassen, weil ich Ihnen auf Ihr Anerbieten in Betreff der Beobachtungen über die Verdichtung leider keine bestimmte Reaction abgeben konnte. Es handelte sich längere Zeit um die Frage, ob das Repertorium für Meteorologie auch wieder erscheinen würde [...]" (Br. v. 1. VI. 1865). - Kämtz habilitierte sich 1824 für Physik, hielt Vorlesungen über Meteorologie und Erdmagnetismus und wurde Professor in Halle. 1842 übersiedelte er als Professor der Physik nach Dorpat und wurde 1865 Mitglied der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Staatsrat und Direktor des Physikalischen Zentralobservatoriums in St. Petersburg. Er veröffentlichte u. a. ein "Lehrbuch der Meteorologie" (1831-36). - Rudolf Rt. von Vivenot jun., der älteste Sohn aus der ersten Ehe des weithin gerühmten Wiener Mediziners selben Namens (1807-84) mit Josefine Baronin Metzburg (1810-38) und Bruder des Historikers Alfred (1836-74) aus Rudolf sen. zweiter Ehe mit Antonie von Bergenthal (1820-46), zählt zu den Pionieren der "experimentell-physiologischen Richtung der Klimatologie" in Wien. "Die Folge der in [seinen] Aufsätzen mitgetheilten Untersuchungen war, daß die pneumatische Heilmethode in Deutschland vollends eingebürgert wurde, so daß sich jetzt kaum noch eine größere deutsche Stadt findet, die nicht eine pneumatische Anstalt besäße" (Annette von Vivenot: Geschichte der Familie v. Vivenot. Wien, Steyrermühl, 1902, S. 59). - Die Recto-Seite von Bl. 1 jeweils mit knapper Bleistiftnotiz zum Verfasser von fremder Hand.
Zusammen 19 SS. auf Doppelblättern (davon 1 S. a. d. Hand ihrer Tochter). 8vo. Schöne Briefe an ihre Freundin Auguste, der sie insbesondere in dem langen, fünfzehnseitigen Brief ausführlich von ihren Erlebnissen während einer Reise nach Paris berichtet: “Um auf den Pere Lachaise zu kommen fuhren wir erst auf den Bastilleplatz. Ein eigenes Gefühl überman[n]t einen beim Anblick dieses ehemaligen grauenvollsten Punkte der Erde, von dem so viele entsetzensvolle Geheimnisse ausgingen. Aber wie ist der Sturm der Zeit über diesen Boden dahingebraust! [...] Das Pantheon ist herrlich! großartig, erhaben in seiner ruhig stolzen Würde [...] In den Gobbelins [!] waren wir auch. Das ist einzig! [...]”. - Lange Jahre in Dresden tätig, konnte die Sängerin “[i]n ihren künstlerischen Leistungen” anfangs “mit einer Schröder-Devrient und Maschinka Schubert-Schneider” zwar nicht konkurrieren, bildete sich jedoch beharrlich weiter aus und errang später “den vollständigsten Triumph. Der Beifall steigerte sich mit jeder neuen Darstellung und war sie zu ihrer Zeit die größte Sängerin der Mozart’schen Opern” (Reden-Esbeck, Deutsches Bühnen-Lexikon; zit. n. DBA I, 711, 37). - Auf Briefpapier mit gepr. kalligr. Monogramm.
Zusammen 2½ SS. auf 3 Bll. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten betreffs eines ihm verspätet zugegangenen Schreibens (I) bzw. der Einstellung der "Abendzeitung" (II). - I: "[...] Nun ist aber wieder bereits ein langer Aufsatz über das Leipziger Theater im Septemberheft des Didaskalion, folglich kann ich, so gern ich auch wollte, den Ihrigen nicht aufnehmen. Ich eile daher, ihn Ihnen zu remittiren [...]" (Br. v. 16. X. 1830; ohne den erwähnten Aufsatz). - II: "Ew. Wohlgeb. sage ich herzlichsten Dank für die Freundlichkeit mit welcher Sie mich an meine Pflicht erinnert haben, die ich schon früher hätte erfüllen sollen. Leider sah ich mich Juli d. J. genöthigt, die Abendzeitung in andere Hände abzugeben, und konnte mir daher nicht mehr die Freude machen, Ihre zuletzt übersendeten geistreichen Dichtungen darin abdrucken zu lassen. Da es aber nicht unmöglich war, daß ich mit 1844 eine neue Zeitschrift in anderer Form begründete, so erlaubte ich mir dieselben dafür [...] aufzuheben. Dieser Plan ist jedoch, nach neuerlich erhaltenen Nachrichten, nicht zur Ausführung gekommen, und so stand ich bereits im Begriffe Ihnen die Ballerina dankbar zu remittiren, als Ihr gütiger Brief mich daran erinnerte [...]" (Br. v. 6. XII. 1843; auf Briefpapier mit gedr. Vignette). - Mit mehreren Randläsuren bzw. -einrissen.
Zusammen 5 SS. 8vo. Mit einem eh. adr. Kuvert. An den Mediziner und Klimatologen Rudolph Rt. von Vivenot jun. (1833-70), dem er u. a. für die Zusendung von dessen Arbeit "Leitende Gesichtspunkte" dankt und den Adressaten ersucht, "ein Exemplar derselben an den Vorsitzenden der für die Medicinalreform zur Innsbrucker Forscherversammlung 1869 gewählten Commission, den Herrn Dr. med. Spiehs senior in Frankfurt a. M. zu senden [...]" (Br. v. 19. II. 1869). - Richter wurde aufgrund der Teilnahme an den Unruhen 1849 des Hochverrats angeklagt, verlor trotz Freispruchs seine Professur und widmete sich hernach einer freien Praxistätigkeit, redigierte seit 1850 "Schmidts Jahrbücher der gesammten Medizin" und wurde 1864 außerordentliches Mitglied des Sächsischen Landes-Medicinal-Collegiums an. Auf seine Initiative hin erfolgte 1872 auf der Naturforscherversammlung in Leipzig die Gründung des Deutschen Ärztevereinsbundes. - Rudolf Rt. von Vivenot jun., der älteste Sohn aus der ersten Ehe des weithin gerühmten Wiener Mediziners selben Namens (1807-84) mit Josefine Baronin Metzburg (1810-38) und Bruder des Historikers Alfred (1836-74) aus Rudolf sen. zweiter Ehe mit Antonie von Bergenthal (1820-46), zählt zu den Pionieren der "experimentell-physiologischen Richtung der Klimatologie" in Wien. "Die Folge der in [seinen] Aufsätzen mitgetheilten Untersuchungen war, daß die pneumatische Heilmethode in Deutschland vollends eingebürgert wurde, so daß sich jetzt kaum noch eine größere deutsche Stadt findet, die nicht eine pneumatische Anstalt besäße" (Annette von Vivenot: Geschichte der Familie v. Vivenot. Wien, Steyrermühl, 1902, S. 59). - Die Recto-Seite von Bl. 1 jeweils mit knapper Bleistiftnotiz zum Verfasser von fremder Hand.
Zusammen 3 SS. 8vo. An Karl Sonklar von Innstädten: “Den wärmsten und innnigsten Dank sage ich Ihnen für [...] die so außerordentliche wohlwollende Beurtheilung meines Werkes, die mir um so werthvoller ist, als sie von einer geographischen Auctorität ersten Ranges kommt. Zugleich nehme ich hier Gelegenheit, für die treffliche Unterweisung, die ich aus Ihrer ‘Allgemeinen Orographie’ schöpfte, herzlich zu danken [...]”. - Leipoldt, Gymnasialoberlehrer in Dresden, hatte in seiner Dissertation “die Humboldtsche Zahl für die mittlere Höhe Europas auf Grund der neuen Höhen- und Flächenmessungen [berichtigt]” (Volger [Hg.], Sachsens Gelehrte, Künstler und Schriftsteller in Wort und Bild, 1907, zit. n. DBA II 799, 412) und verfaßte in Folge mehrere, seinerzeit landesweit geschätzte Karten und Atlanten. - Der Geograph und Generalmajor Karl Sonklar von Innstädten (1816-85) zählt neben Friedrich von Simony und Anton von Ruthner zu den Pionieren der Alpenerforschung; als geographischer Schriftsteller hat Sonklar "durch gründliche und vielseitige Beobachtungen über Gletscher, hydrographische, meteorologische und biogeographische Erscheinungen, besonders die Höhengrenzen, die er seinen wissenschaftlichen Beschreibungen beschränkterer Gebiete der Alpen einverleibte, wissenschaftliches Material von Werth dargeboten und zugleich die Methode der Länderbeschreibung geklärt" (ADB). Neben militärwissenschaftlichen Abhandlungen in den Bereichen der Taktik und Kriegsgeschichte veröffentlichte er auch ein kunstwissenschaftliches Werk, das nach dem wohlwollenden Urteil der Zeitgenossen "in keiner Anstalt, in welcher über Kunst vorgetragen wird, fehlen" dürfe (Wurzbach). - Aus der berühmten Autographensammlung des Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909).