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Zusammen (1+1 =) 2 SS. auf 3 Bll. Gr.-4to. Ein Brief mit eh. Adresse (Faltbrief). Jeweils an den Vorstand des Kunstvereins in Kassel und anläßlich der Übersendung einer (hier nicht beiliegenden) Quittung (20. I. 1864) bzw. mit der Aufforderung, ihm einen Ausstellungskatalog zukommen zu lassen: "[...] Der westphälische Kunstverein in Münster beabsichtigt nämlich von Anfang October bis Anfang November eine Ausstellung zu veranstalten. - Aus dem Catalog Ihrer Ausstellung wünsche ich mir nun ein Verzeichniß der dort befindlichen Düsseldorfer Bilder zu machen, um darnach zu bestimmen, welche Bilder von dort später nach Münster gehen können [...]" (13. IX. 1865). - Der jüngere Bruder des Historienmalers Alfred Rethel studierte bei Karl Ferdinand Sohn und Wilhelm von Schadow an der Kunstakademie Düsseldorf und schuf vorwiegend Bilder mit biblischen Motiven sowie Altarbilder. Wohl unter dem Eindruck der schweren, schließlich letal endenden Erkrankung seines Bruder und der Unterstützung für dessen junge Witwe und ihre erst sechsjährige Tochter wandte sich Rethel von biblischen Motiven ab und schuf Genrebilder mit Titeln wie "Wiedersehen nach überstandener Krankheit", "Am Herd", "Im Trauerhaus" und "Ernste Kindheit"; daneben war Rethel mit sehr ausdrucksstarken Portraits erfolgreich. - Jeweils auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des "Vereins Düsseldorfer Künstler zu gegenseitiger Unterstützung und Hülfe" und mit starken Randschäden; tls. gering fleckig.
(1+1=) 2 SS. Gr.-8vo bzw. qu-schmal-8vo. 1) An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Indem ich Ihren Wunsch erfülle, bitte ich Sie nur bei Beurtheilung meines Wesens gütiger zu sein als bei jener meiner Schrift" (19. IV. 1880). - 2) An einen Wilhelm: "Empfange auch meine herzlichsten Jubiläums-Gratulationen!" (3. VIII. 1886). - Schroetter von Kristelli war Operationszögling bei Franz Schuh und Assistent bei Joseph Skoda an der I. Medizinischen Universitätsklinik, habilitierte sich 1869 und übernahm nach dem Tod Ludwig Tuercks 1870 die neuerrichtete Laryngologische Klinik und die erste Lehrkanzel für Laryngoskopie. Nach dem Tod Oppolzers erhielt er zunächst die provisorische Professur und später die Leitung der II. Medizinischen Universitätsklinik. Später leitete er bis zu seinem Tod die III. Medizinische Universitätsklinik. Mit besonderem Nachdruck setzte er sich für die Errichtung von Heilstätten für Lungenkranke ein, u. a. der Heilanstalt Alland, die 1898 eröffnet wurde.
(2+2½ =) 4½ SS. auf 2 Doppelbll. 8vo. Ein Begleitschreiben aus Dürrners letzten Lebensjahren in Edinburgh als Haus- und Kirchenkomponist des Herzogs William von Devonshire zur Übersendung von zwei "Gesängen für Männerstimmen", einer hs. Notiz zufolge an den Dirigenten des Gewandhausorchesters Julius Rietz: "Ich hoffe das dieselben Ihren Beifall haben mögen und bitte Sie, sie als ein Geschenk von mir anzunehmen. Im Falle Sie sie drucken lassen, ersuche ich Sie, mir ein Exemplar zukommen zu lassen. Zugleich benachrichtige ich Sie, daß ich nächstens an einen Verleger in Leipzig ein neues Heft von Gesängen für Männerstimmen zur Herausgabe senden werde [...]". - Der Brief vom 11. IV. 1858 einer Sammlernotiz zufolge an den Organisten und Universitätsmusikdirektor, Herrmann Langer (1819-89) in Leipzig, ebenfalls zur Publikation von Gesangswerken für Männerstimmen: "In dem Brief, der den Gesängen beigelegt war, hatte ich vergessen, zu erwähnen, daß Ihnen das Eigenthumsrecht der 2 Gesänge für den Continent überlassen ist, daß ich mir aber dasselbe für England vorbehalte [...]". - Johannes Dürrner gründete als langjähriger Ansbacher Stadt- und Stiftskantor den Männergesangsverein "Ansbacher Liederkreis", für den er zahlreiche Gesangswerke komponierte, die in der "Allgemeinen Musikalischen Zeitung" viel Lob erhielten. - Jeweils mit eh. Edinburgher Adresse Dürrners am Briefende und Sammlernotiz in Bleistift.
Zusammen 5 SS. 8vo. In französischer Sprache an Karl Sonklar von Innstädten. - Budden war Verfasser von alpinistischer Literatur (‘Sull'Utlità practica dei ricoveri alpini’, Turin 1888) und Präsident der Florentinischen Sektion des Italienischen Alpenklubs. - Der Geograph und Generalmajor Karl Sonklar von Innstädten (1816-85) zählt neben Friedrich von Simony und Anton von Ruthner zu den Pionieren der Alpenerforschung; als geographischer Schriftsteller hat Sonklar "durch gründliche und vielseitige Beobachtungen über Gletscher, hydrographische, meteorologische und biogeographische Erscheinungen, besonders die Höhengrenzen, die er seinen wissenschaftlichen Beschreibungen beschränkterer Gebiete der Alpen einverleibte, wissenschaftliches Material von Werth dargeboten und zugleich die Methode der Länderbeschreibung geklärt" (ADB). Neben militärwissenschaftlichen Abhandlungen in den Bereichen der Taktik und Kriegsgeschichte veröffentlichte er auch ein kunstwissenschaftliches Werk, das nach dem wohlwollenden Urteil der Zeitgenossen "in keiner Anstalt, in welcher über Kunst vorgetragen wird, fehlen" dürfe (Wurzbach). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. - Aus der berühmten Autographensammlung des Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909).
Zusammen 4 SS. auf 2 Bll. 8vo. An die Firma Schittenhelm & Sohn, Wien I, Kärntnertraße 28 betr. einiger Frane zur Rechnungen. - Antonia Baronin Oer, Tochter Friedrich Edmund Anton Freiherr von Oers (1842-1896) und der Gabriele Maria Barbara Khuen von Belasi (1841-1923), war Hofdame Herzogin Marie Antoinettes von Mecklenburg-Schwerin; 1898 ehelichte sie Baron Wladyslaw Josef Pilars. - Die Verso-Seiten jeweils mit einer Notiz von a. d. Hand des Empfängers.
Zusammen 2 SS. auf 2 Bll. Gr.-8vo. An Herrn Gesandtschafts-Commis von Koller u. a. betr. der Zustellung eines Geldpaketes, das er im Namen des General-Feldzeugmeisters und Gesandten am kgl. französischen Hofe Frh. von Vincent Koller zuzustellen habe, da jener "zur Nachtzeit bey Ihnen passirte" und es daher nicht selbst habe übergeben können. - Nach Auseinandersetzungen mit Staatskanzler Ferdinand von Duminique 1793 in österreichische Dienste überwechselnd, war Hügel seit 1802 Bevollmächtigter Österreichs im Reich sowie Kaiserlicher Bevollmächtigter bei der Außerordentlichen Reichsdeputation; 1806 war er Übernahmekommissar für Würzburg und Mergentheim und anschließend als Gutachter in Wien tätig. Nach mehrjähriger Pause wurde er Gesandter bei Carl Theodor von Dalberg in Frankfurt und an den Höfen Hessen-Darmstadt und Hessen-Nassau, nach der Auflösung des Rheinbundes 1813 Zivilgouverneur von Frankfurt. Er galt als ausgezeichneter Kenner des Reichsrechts.
2 2/3 SS. 4to. An seinen Schwager, den Bildhauer Theodor Wagner (1800-1880): “Vorerst meinen Glückwunsch für Deine Erbschaft. Leid und Freud haben hier gewechselt. Heute habe ich die erste vollendete Büste Rothschilds eingepackt [...] Die letzt geschickte Büste ist nicht zu verachten und bin zufrieden damit ich habe nemlich die schwarzen Stellen mit weisser Kreide tüchtig eingerieben und so waren die Rothschilder bey ihrem Hiersein auch zufrieden, mehr leid thut es mir daß ich die Lautenbachschen Bilder noch einmal in Punkten setzen muß [...]” (Br. v. 31.III. 1837). “Da seit dem Abgang Eures Bildes noch keine Nachricht von der Ankunft, noch wie es gefallen erfolgt ist, so bin ich wirklich in Verlegenheit und weiß nicht was ich davon zu halten habe. Morgenstern war gestern bey mir um sich zu erkundigen konnte ihm aber keinen Bescheid geben [...]” (11. X. 1842). - Ausgebildet von Johann Heinrich von Dannecker (1758-1841) in Stuttgart und Bertel Thorvaldsen in Rom, wurde Zwerger 1829 zum Professor ernannt und war bis 1866 am Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt a. M. als Lehrer tätig. Vgl. Thieme/Becker XXXVI, 609. - Der Brief v. 11. X. 1842 mit eh. Adr. und kl. Ausr. durch Siegelbruch. Verso mit einigen Skizzen in Bleistift und recto mit einer Rechnung in Tusche, die wahrscheinlich alle aus der Hand Wagners stammen. - Aus dem Besitz und in bedruckter Originalmappe der berühmten Autographensammlung des österreichischen Industriellen Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909).
Zusammen 3 SS. 4to. Ein Br. mit eh. Adresse. An Andreas Frh. von Ettingshausen (1796-1878): "Sie erhalten hierbei ein Exemplar meines 'Berichtes über die neuesten Fortschritte der Physik', welches ich Sie als ein Zeichen meiner Hochachtung anzunehmen bitte [...]" (Br. v. 27. XII. 1849; mit kl. Ausschnitt durch Siegelbruch). - "In der Hoffnung, daß der Gegenstand nicht ganz uninteressant für Sie seyn dürfte, erlaube ich mir Ihnen meine Arbeit über die Gesetze des Electromagnetismus vorzulegen. Die Existenz eines absoluten magnetischen Maximums ist durch meine Versuche wohl als erwiesen anzusehen [...]" (Br. v. 23. X. 1850). - Müller war vor allem auf dem Gebiet der Erforschung von Licht- und Wärmestrahlung tätig und gelangte hier zu neuen Erkenntnissen über ultraviolette Strahlen und die thermische Wirkung des Sonnenspektrums. Besonders erfolgreich war das nach einer französischen Vorlage entstandene "Lehrbuch der Physik und Meteorologie" (1842/43), das - unter dem Titel 'Müller-Pouillets Lehrbuch' bekannt geworden - eine Darstellung der Gaußschen Erkenntnisse über den Magnetismus enthielt und in verbesserter und erweiterter Form bis 1926 mehrfach neu aufgelegt wurde. - Ettingshausen war seit 1853 Leiter des Physikalischen Instituts der Universität Wien und war maßgeblich an der Gründung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften beteiligt (1847), als deren Generalsekretär er bis 1850 amtierte.
Zusammen 2½ SS. 4to. Mit einem eh. adr. Kuvert. An Rudolf Hintermayer, Dom-Galerie, mit der Antwort auf die Zuordnung einer Plastik: "Das Ergebnis der Beurteilung Ihrer Plastik durch Frau Gerstel und Tochter Gerstel ist: unmöglich Gerstel und undmöglich Gerstel-Schule. Sie denken beide mehr an die Umgebung Kolbes [...]" (Br. v. 2. V. 1977). - Rudolf Riester studierte in München und Berlin, erhielt 1936 den Dürer- und den Rompreis und studierte anschließend an der Deutschen Akademie in Rom. Vgl. Vollmer IV, 68. - Beiliegend ein ms. Brief mit eh. U. Werner Zimmermanns, der Hintermayer in Fragen des Schöpfers besagter Plastik an Rudolf Riester verweist.
(2+4 =) 6 SS. auf 3 Bll. 8vo. Der Brief vom 22. VIII. 1882 an eine Dame über die von Hermann Levi dirigierte Uraufführung des "Parsifal" zu den 2. Bayreuther Festspielen am 26. VII. 1882, mit ausführlichem Lob und Tadel für die Besetzung: "Großartig u. schön u. edel in jeder Richtung war die Rolle des Gurnemanz in [Emil] Scarias Person. Man kann nicht schöner singen u. declamiren wie er es thut. Diese Macht der Stimme diese ganze Persönlichkeit, o es war wundervoll, ich war ganz hingerissen! Winkelmann Parsifal - o Jammer über Jammer - welch schwaches Gebild in Tun, Wort und Gestalt [...]". - Der andere Brief mit der Bitte um ein Treffen: "Verzeihen Sie doch nur, daß ich heute erst Sie ersuche zu einer bestimmten Zeit wieder zu kommen in der Breslauer Angelegenheit Rücksprache zu nehmen, mündlich theile ich Ihnen mit, welche Gründe dazu vorlagen [...]" (24. XI. 1859). - Ein Brief mit kleinem gepr. Emblem (Pelikan). Ein Brief mit kleinem Tintenfleck (ohne Textberührung) und leicht fingerfleckig.
Zusammen 2 SS. Gr.-8vo. Ein Br. mit eh. Adresse. An den Buchhändler Logier in Berlin betr. der Begleichung einer Rechnung (Br. v. 2. X. 1801) bzw. des Subskriptionspreises "von Tiedgens Werken [...] Nun kostet, bei 20 bis 29 Subskriptions Exemplaren nebst Portrait, jedes 3 [Taler] 8 [Kreuzer], was im Ladenpreis 6 [Taler] 20 [Kreuzer] betragen wird, wobei Sie also noch mehr als 50% vom Ladenpreis Rabatt haben, und somit wäre also Ihre Bedingung, um 25 Exemplare zum Subscriptions-Preise zu nehmen, erfüllt [...]" (Br. v. 14. I. 1823). - Eberhard, ehedem Zögling der Franckeschen Stiftungen, studierte Theologie in Leipzig, widmete sich in Dresden einer künstlerischen Laufbahn, "verdiente sich seinen Lebensunterhalt, indem er Zeichnungen und Kupferstiche zur Illustrierung naturwissenschaftlicher Werke anfertigte, und trat bald als Schriftsteller hervor. Nach der Veröffentlichung erster Erzählungen (seit 1792) in dem von Wilhelm Gottlieb Becker herausgebenden "Taschenbuch zum geselligen Vergnügen" wurde Eberhard vor allem durch seine beiden Romane 'Ysop Lafleurs sämtliche Werke' (1798) und 'Ferdinand Warner, der arme Flötenspieler' (2 Bde., 1804) bekannt. 1807 übernahm er die Rengersche Buchhandlung in Halle, die er bis 1835 führte, und lebte nach ihrem Verkauf in Hamburg und Dresden sowie auf seinem Landgut bei Giebichenstein" (DBE). - Beide Br. stärker lappig, faltig, fleckig und mit Randläsuren.
Zusammen 6 SS. auf 4 Bll. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Verein: "Im Auftrag meines Mannes theile ich Ihnen mit, daß er Anfang September nach Wien zurückkehrt, und dort sobald er Zeit hat, einige Bücher heraussuchen wird und Ihnen senden lassen [wird]. - Ich selbst würde dies schon jetzt gern besorgen, wäre unsere Wohnung nicht momentan ganz verlassen. - Mein Mann wünscht Ihrem Verein das beste Gedeihen und grüßt die Herren unbekannterweise [...]" (Br. v. 16. VIII. 1883). - Der Br. v. 10. I. des folgenden Jahres gleichfalls mit der Bitte um Nachsicht: "[...] Mein Mann, überbürdet mit Berufsgeschäften, kam nie dazu, die Bücher herauszusuchen, und so verspätete sichs [...]". - Auguste Wilbrandt-Baudius, Gattin des Schriftstellers Adolf von Wilbrandt, war von Heinrich Laube ans Wiener Hofburgtheater verpflichtet worden, wo sie in jugendlich-naiven und sentimentalen Rollen erfolgreich war. Nach einem Zerwürfnis mit Laubes Nachfolger Franz von Dingelstedt verließ sie 1878 das Burgtheater, an das sie nach Engagements am Theater an der Wien, am Deutschen Theater in Berlin, am Hoftheater in Meiningen und am Raimundtheater 1898 wieder zurückkehrte.
(1+4 =) 5 SS. auf 2 Doppelbll. 8vo. Der Brief vom 23. X. 1861 als Bewerbungsschreiben auf eine Anzeige: "Indem ich mich auf Ihre Annonce in der Niederrheinischen Musikzeitung beziehe, ersuche ich Sie um gefällige Zusendung des Trauerspiels Spartacus, und bitte Sie mir nöthigenfalls anzugeben, ob die in Musik zu setzenden Stücke mit oder ohne Begleitung des Orchesters gewünscht werden [...]". Bei dem erwähnten Trauerspiel wird es sich um "Spartacus. Trauerspiel in fünf Aufzügen" von Apollonius von Maltitz handeln, das in diesem Jahr erschienen war. - Der zweite, zur Gänze in italienischer Sprache verfasste Brief mit Neuigkeiten zu einem übersandten Offertorium: Leider könne der Komponist und Chorleiter Albert Becker dieses nicht in der Kirche aufführen lassen, da ein Gesangswerk mit solcher Orchestrierung nicht der Mode entspreche und vom Domchor ausschließlich A-cappella-Stücke gegeben würden. Ansonsten gefalle ihm und Becker das Stück sehr gut, und er hoffe auf eine Aufführung von A-cappella-Motetten des Adressaten im nächsten Winter: "Rincresce al Becker - odio partecipo la su opinione - che l'orchestra sia trattata troppo discretamente; quando gli strumenti son ammessi nella chiesa, essi dovrebbero mostrarsi nello splendido dell'orchestrazione moderna. In ogni caso ho poca speranza, di far eseguire l'offertorio qui in un concerto, non già perché non ne sia meno, ma percentuale le nostre società corali seguono soltanto la moda del giorno [...]". Langhans schließt mit Dank für ein übersandtes Programm und den besten Grüßen an "gl'i amici a Venezia: Bassani, Wiel, Soranzo e Faustini" (27. III. 1891). - Teilweise an den Rändern leicht gebräunt und leicht braunfleckig, ein Brief mit kleinen Einrissen in den Faltungen.
Zusammen (1¾+4 =) 5¾ SS. auf 4 Bll. 8vo. Nach der Rückkehr nach Deutschland an einen Geheimrat mit der Bitte, "mich solange beurlauben zu wollen, bis meine Ausrüstung vervollständigt und das Gepäck von Genua eingetroffen ist […] Was dann zuerst geschieht, muß noch näher besprochen werden. Vielleicht bearbeite ich zuerst in Potsdam den Erdmagnetismus […]" (1. VI.). - Betreffs des "magnetischen Registrierapparats": Das dafür nötige Papier habe er in Auckland beschaffen können, und es werde "mit derselben Post in Samoa (Pago-Pago) eintreffen […], mit der Dr. A's letzter Brief abgegangen ist. Die Klagen Dr. A's, daß ich die Akten, soweit ich sie benutzen muß, mitgenommen habe, werden sich wohl noch mehrfach wiederholen, ohne daß ich vorläufig [e]twas in der Richtung tun kann. Der Fehler liegt, wie ich sofort werde darlegen müssen, darin, daß der Nachfolger, ohne genügend Zeit zur Einarbeitung gehabt zu haben, allein in Samoa zurückbleibt, während der Vorgänger sein Material in Deutschland verarbeiten soll. Wie ich aus Ihren und Herrn Prof. Wiecherts Vorschlägen für die Zukunft entnehme, haben Sie das längst erkannt. Die Verarbeitung muß größtenteils in Samoa geschehen, wo der Nachfolger stets erst einige Zeit (ein Jahr?) u[n]ter dem Vorgänger arbeiten muß […] Ich weiß sehr wohl, daß es üblich ist die Akten dem Nachfolger zu überlassen, jedoch natürlich nur solche, die man zur Bearbeitung oder Rechenschaftsablage nicht selbst nötig hat. Nach Fertigstellung des allgemeinen Berichtes werde ich sofort alles zurücksenden […]" (3. VI.). - Franz Linke hatte von 1902 bis 1905 unter Emil Wiechert am Geophysikalischen Institut in Göttingen gearbeitet und war 1905 zum Leiter des Deutschen Samoa-Observatoriums in Apia berufen worden, in welcher Position er Otto Tetens nachfolgte, der das Observatorium seit 1902 aufgebaut hatte. Eine Reihe erdmagnetischer, seismischer und meteorologischer Arbeiten wurden von Linke in den "Ergebnissen der Arbeiten des Samoa-Observatoriums", herausgegeben von der Göttinger Gesellschaft der Wissenschaften, publiziert. - Bei dem erwähnten "Dr. A." handelt es sich um den Geophysiker Gustav Angenheister, der von 1907 an (mit Unterbrechungen) bis 1921 in Samoa tätig sein sollte. Nach Wiecherts Tod 1928 trat er dessen Nachfolge als Direktor des Instituts für Geophysik in Göttingen an. - Beide Briefe im linken Rand gelocht (minimaler Buchstabenverlust wie im Zitat ergänzt).
Zusammen 2½ SS. 8vo. An Karl Sonklar von Innstädten: “Ich sage Ihnen meinen besten Dank für die gütige Übersendung eines Exemplares Ihrer Regenkarte von Österreich samt Text. Ich gratuliere Ihnen zu diesem schönen und instructiven Bilde der Vertheilung der jährlichen Regenmenge über Österreich u. den Nachbarländern. Sie dürfte die beste und sorgfältigst ausgeführte Regenkarte eines grösseren Theils der Erdoberfläche sein, die meisten dieser Darstellungen sind sehr summarisch und mit zu viel Nachhilfe der Phantasie ausgeführt [...]” (10. V. 1882). - Julius von Hann war Assistent, später Leiter der Zentralanstalt für Meteorologie auf der Hohen Warte bei Wien, Professor für physikalische Geographie in Wien und Professor für Meteorologie in Graz. 1882 wurde er in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina aufgenommen. Hann “gehörte zu den bedeutendsten Meteorologen und Klimatologen seiner Zeit; er führte erstmals thermodynamische Prinzipien in die Meteorologie ein und erklärte damit Wolken- und Niederschlagsbildung sowie den Föhn (1866)” (DBE). Vgl. auch Öst. Lex. I, 471. - Der Geograph und Generalmajor Karl Sonklar von Innstädten (1816-1885) zählt neben Friedrich von Simony und Anton von Ruthner zu den Pionieren der Alpenerforschung; als geographischer Schriftsteller hat Sonklar "durch gründliche und vielseitige Beobachtungen über Gletscher, hydrographische, meteorologische und biogeographische Erscheinungen, besonders die Höhengrenzen, die er seinen wissenschaftlichen Beschreibungen beschränkterer Gebiete der Alpen einverleibte, wissenschaftliches Material von Werth dargeboten und zugleich die Methode der Länderbeschreibung geklärt" (ADB). Neben militärwissenschaftlichen Abhandlungen in den Bereichen der Taktik und Kriegsgeschichte veröffentlichte er auch ein kunstwissenschaftliches Werk, das nach dem wohlwollenden Urteil der Zeitgenossen "in keiner Anstalt, in welcher über Kunst vorgetragen wird, fehlen" dürfe (Wurzbach). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf “K. K. Central-Anstalt für Meteorologie und Erdmagnetismus”. - Aus der berühmten Autographensammlung des Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909).
Zusammen 6 SS. auf Doppelblättern. 8vo. An Karl Sonklar von Innstädten: “Was zunächst den Antrag des Alpenvereines in Betreff unserer Stubaier Arbeit anlangt den zu übermitteln Sie so freundlich waren, so habe ich selbstverständlich sogleich an Dr. Pfaundler darüber berichtet [...] Was nun die versprochenen Pflanzen betrifft, so muß ich mich allerdings wieder entschuldigen aber doch hoffe abermals mit triftigen Gründen. Bei Durchsicht meines Herbars zeigte es sich daß nur ein paar Exemplare der v. Ihnen bezeichneten Species zum Verschicken tauglich gewesen wären [...]” (Br. v. 13. XII. 1864). - Barth von Barthenau hatte 1859 sein bei Justus von Liebig und Max von Pettenkofer in München begonnenes Studium der Chemie unterbrochen, um als Freiwilliger der Akademischen Legion in Norditalien zu kämpfen. 1860 in Innsbruck promoviert und als Universitätsassistent tätig, zog er 1866 gegen Preußen erneut ins Feld. Im Jahr darauf als Professor für Chemie an die Universität Innsbruck berufen, ging er 1876 nach Wien, war Mitglied der Akademie der Wissenschaften und des Obersten Sanitätsrats. Zu den Begründern der ‘Monatshefte für Chemie’ zählend, befaßte er sich besonders mit den Benzolderivaten, erforschte die Einwirkung der Kalischmelze auf organische Substanzen und entdeckte das Resorzin. Mit Leopold Pfaundler von Hadermur hatte er 1865 die erwähnte ‘Die Stubaier Gebirgsgruppe’ verfaßt. Vgl. Öst. Lex. I, 87. - Der Geograph und Generalmajor Karl Sonklar von Innstädten (1816-1885) zählt neben Friedrich von Simony und Anton von Ruthner zu den Pionieren der Alpenerforschung; als geographischer Schriftsteller hat Sonklar "durch gründliche und vielseitige Beobachtungen über Gletscher, hydrographische, meteorologische und biogeographische Erscheinungen, besonders die Höhengrenzen, die er seinen wissenschaftlichen Beschreibungen beschränkterer Gebiete der Alpen einverleibte, wissenschaftliches Material von Werth dargeboten und zugleich die Methode der Länderbeschreibung geklärt" (ADB). Neben militärwissenschaftlichen Abhandlungen in den Bereichen der Taktik und Kriegsgeschichte veröffentlichte er auch ein kunstwissenschaftliches Werk, das nach dem wohlwollenden Urteil der Zeitgenossen "in keiner Anstalt, in welcher über Kunst vorgetragen wird, fehlen" dürfe (Wurzbach). - Aus der berühmten Autographensammlung des Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909).
Zusammen (1+1=) 2 SS. auf 3 Bll. Gr.-8vo und gr.-4to. An den Buchhändler Willi Henne: "[...] Ich bin hier seit einiger Zeit in dem hiesigen Sanatorium. Meine Nerven waren vollkommen kaputt, und ich war in Gefahr, mich zu versaufen. Nun mache ich hier eine Radikalkur, um den Körper vollkommen zu entgiften und wieder gesunde Nerven zu bekommen. Ich habe mich übernommen in jedem. Das läßt sich die Physis auf die Dauer nicht gefallen [...]" (23. II. 1940). - Der Brief v. 22. VII. mit Nachrichten von der Heirat Franz Nabls und einer Einladung der Stadt Salzburg, die 12 Dichter "als Gäste der Stadt" eingeladen hatte: "Nicht um dort vorzulesen oder sonst 'zu tagen', sondern [um] uns zu erholen und einander näher zu kommen". - Jeweils im linken Rand gelocht (keine Textberührung).
Jeweils 1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Hofrat zur Rücksendung von Journalen: "Anbei eine kleine Journal-Rücksendung. Die fehlende Nro. 3 des 'Magazin's' habe ich nicht erhalten, bin also rein von aller Schuld [...]". - Geringe Faltspuren; sehr gut erhalten.
Zusammen (2+1=) 3 SS. auf 2 Bll. Gr.-8vo. An den Sänger Ludwig Cramolini (1805-1884). - I. Wegen Logis in Wien: "[...] Ein Zimmer und ein kleines Cabinet wären genug doch müßten dieselben möbliert seyn, Küche ist nicht nöthig da ich die paar Monathe bis meine Schwester kommt aus dem Gasthofe speisen werde - doch noch lieber wäre es mir, wenn Sie mir eine solide Familie wüßten, wo ich die Zeit über verbleiben könnte [...] Nahe beim Theater wäre mir lieb [...]" (Jeutendorf, 3. XII. 1836). - II. "Zuerst muß ich mich nach Ihrem Wohlbefinden erkundigen. Hoffentlich wird Ihr Näschen sich bald erholen [...] so ersuche ich Sie mir 12 bis 15 Gulden C.M. vorzuschießen. An die italienische Direction mag ich mich nicht wenden [...]" (o. O., 14. I. o. J.). - Etwas angestaubt und mit kleinen Randläsuren.
1 S. 8vo. An die österreichische Hagelversicherungsgesellschaft: "Ich erlaube mir zur geneigten Kenntnis zu bringen, daß ich des Schlusses des Schuljahres halber der Sitzung am 18. Juli nicht beiwohnen kann. Die Vollmacht, mich in dieser Sitzung zu vertreten, habe ich dem Herrn [...] Dr. Ritter v. Winiwarter, Hof- + Gerichtsadvokaten in Wien, übergeben [...]" (Br. v. 17. VII. 1878; auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf). - "Ich beehre mich zur Kenntnis zu bringen: 1. daß ich die Wahl als Mitglied des löbl. Verwaltungsrathes annehme, und 2. daß ich zur konstituierenden Sitzung des neugewählten Verwaltungsrathes am 13. d. Mts. nicht erscheinen kann und daher die Vollmacht, mich bei dieser Sitzung zu vertreten, dem Herrn [...] Dr. Ritter von Winiwarter in Wien übertrage [...]" (Br. v. 11. IX. 1878). - Geboren in Karlsbad, durchlief Schneider eine landwirtschaftliche Ausbildung und wurde in späteren Jahren Direktor der Landwirtschaftlichen Mittelschule in Kaaden. Von 1878 bis 83 war er Abgeordneter im böhmischen Landtag und Reichsratsabgeordneter.
Zusammen 3 SS. 4to und 8vo. An den Maler Eduard Schleich (1812-1874): “In Erwiderung Ihrer geschätzten Zeilen die ich in Rom erhielt habe ich Ihnen zu melden, daß das angekündigte Portrait von 3 Kindern welches ich dort vollendete, wegen der Verspätung durch den in der Arbeit verzögerten Rahmen nicht zur Ausstellung nach München gehen kann; dagegen werden Sie von Zürich die ebenfalls schon angekündigten 4 Portraits wie ich hoffe erhalten [...]” (Br. v. 9.VI.). - Der zweite Brief an das “Secretariat der Kgl. Academie der bildenden Künste in München”, dem er “die Adresse des Empfängers & Eigenthümers” mitteilt, “an welchen das Portrait, welches ich zu Ihrer Ausstellung geschickt habe, durch Ihre gütige Vermittlung zurückgesendet werden wolle”. - Der Sohn des Politikers und Kunsthistorikers Wilhelm Füssli (1803-45) studierte bei Jakob Becker (1810-72) am Städelschen Institut in Frankfurt a. M., war in München bei Johann Baptist Berdellé (1813-76) tätig, ging nach Venedig und schließlich nach Paris. Nach einem mehrjährigen Aufenthalt in München ging Füssli 1862 nach Florenz, später nach Rom. Vgl. Thieme/Becker XII, 573.
Zusammen 8 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Dem geehrten “Comité der Ausstellung der Alllg. Deutsch. Ausstellung Wien” schreibt Diez am 7.VIII. 1868: “Einem geehrten Comite habe ich eine besondere Bitte vorzutragen: Mein Seiner Zeit Ihnen angehändigtes Gemälde ‘Blücher nach der Schlacht von La Rothiere [1.II. 1814] war, nachdem dasselbe in München ausgestellt gewesen, rechtzeitig d.h. schon d. 20. Juli parat, um nach Wien abzugehen [...]”. Der andere Brief an “den sehr geehrten Vorstand des Kunstverein in Gotha! Auf Ermächtigung des Hauptvorstandes hie, hatte ich mein Gemälde ‘Der lustige Ausgang der ernsten Schlacht, Roßbach d. 5. Nov. 1757’ aus dem Turnus (Ende der Ausstellung in Halle) genommen zum Behufe einer gewissen Veränderung, dasselbe aber schon d. 22. d. wieder der Bahn übergeben, so daß ich hoffen darf, es werde rechtzeitig in Gotha eintreffen, um wieder Theil an Ihrer Ausstellung zu nehmen [...]” (Br. v. 26.VII. 1867). - In Paris mit der goldenen Medaille ausgezeichnet, lebte der Maler nach seiner Rückkehr nach Deutschland in München, “wo er mit Künstlern des Kreises um König Ludwig I. verkehrte” (DBE). In den folgenden Jahren entstanden zahlreiche Werke, deren Stoffe u. a. der Geschichte Badens und Bayerns sowie der des ersten Dänischen Kriegs entnommen sind. 1862 einem Ruf nach Karlsruhe folgend, wurde Dietz 1864 Professor an der Akademie. Am Deutsch-Französischen Krieg 1870/1 als freiwilliger Krankenpfleger teilnehmend, erlag er in Arc le Gray einem Gehirnschlag. Vgl. auch Thieme/Becker 271f.
2 SS. auf 2 Doppelblättern. 4to. Mit Goldschnitt. In seinem Amt als "maitre de la garderobe" an einen Händler mit Dank für die erhaltene Ausstattung des Königs, deren Preis er ihm anzuzeigen bittet: "J'ai reçu votre lettre du 7. Novembre. Tous les objets qui y sont détaillés me sont parvenus en bon état, y je suis très content de cette fourniture qui m'est particulière. Je m'en rapporte entièrement à vous, Monsieur, pour les prix que vous me soumettez [...]". - Wohl an denselben mit dem Versprechen, seine Schuld ehestmöglich zu begleichen sowie in der Hoffnung, sich bald für die Ausstattung des Königs erkenntlich zeigen zu können: "Je ferai payer la dette réclamée aussitôt que cela sera possible à mon Chargé d'affaire, et Je vous remercie de la Complaisance que vous me promettez d'avoir à Cet égard [...] Je desire qu'il se presente bientôt une occasion de vous donner la preuve de la satisfaction que j'ai eu de vos fournitures pour S. M. [...]". - Beiliegend: Eh. Brief mit U. von Antoine Cousin der Marinville, Vater von Étienne Jules, wohl in dessen Auftrag an den Bronzefabrikanten André-Antoine Ravrio mit der Aufforderung, seine Bezahlung einer kleinen Arbeit mit etwas mehr Geduld abzuwarten, da er auch für alle größeren Werke stets verlässlich entlohnt worden sei: "J'ai fait part à M. Le Baron des differentes réclamations que vous m'avez fait faire. Il m'a chargé de vous dire qu'il était etonnant que vous ne puissiez pas attendre avec plus de patience le payement d'un si petit objet en comparaison des autres fournitures qu'il vous a fait faire, et dont vous avez été payé avec exactitude [...]" (1½ SS. auf Doppelblatt. 4to. Paris, 18. X. 1811). Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des "Intendant particulier [...] de S. M. le Roi de Wesphalie". Kleine Randläsuren.
Zusammen (4+3½=) 7½ SS. auf 4 (= 2 Doppel-)Blatt. 4to. Mit einem eh. adr. Kuvert. Aus der napoleonischen Zeit an den bischöflichen Hofkanzler des Bistums Chur Johann Josef Baal, u. a. über die repressive Politik Bayerns gegenüber den Vorarlberger Klöstern. Vorarlberg war im März 1806 von Bayern annektiert worden, das Bistum Chur war seit 1803 direkt dem Papst unterstellt. "[...] Wir hatten verflossenes Jahr viele Anstösse zu erdulden, von denen Aufklärern dieser Zeiten, immer suchten diese sich in unser Kloster einzutringen [!], der gütige Gott aber schützte uns sonderbar: [...] meine lieben Klosterfrauen haben sich zu meinem Trost, standhaft gezeiget, nie mehr als bey dieser Zeit, flohen sie die Welt und Umgang mit der Welt, und so haben wir mit der Gnade Gottes, diese Verführer verscheuet [...]" (30. I. 1808). - Rat und Trost suchend "bey diesen krittischen Zeiten": "[...] Man erwartet hier alle Tage den Herrn Präsidenten Merz, der (wie man sagt) in Betref[f] der Geistlichkeit, und sonderlich wegen denen noch bestehenden Klöstern, große Veränderungen vornehmen soll. Ach! was wird die Zukunft noch trauriges bringen? [...]" (1. I. 1809). - Weiters über zwei Novizinnen, die das Kloster verlassen müßten, da Bayern den Vorarlberger Klöstern verboten hatte, neue Novizinnen aufzunehmen.
Zusammen (1+1 =) 2 SS. auf 4 Bll. 8vo. Zwei Begleitschreiben an den Musikschriftsteller und Herausgeber der "Signale für die musikalische Welt" Bartholf Senff jeweils mit der Bitte um eine Rezension. - Zu der Übersendung von Klavierstücken und dem Hinweis auf eine Veröffentlichung von Liedern (Op.1): "Bezugnehmend auf einige günstige Notizen, welche Sie über mich im Jahre 1875 gegeben haben (nach der Aufführung meiner Sinphonie in Berlin und Warschau), erlaube ich mir meine soeben erschienenen Clavierstücke, unter dem Kreuzband, Ihnen zur gefälligen Ansicht zu zusenden [...]" (7. VIII. 1878). - Der zweite Brief zur Übersendung der "Cracoviennes" (Op. 5): "Anbei erlaube mir mein Op. 5 (Cracoviennes - 2e Folge für Clavier) zu zusenden, und ersuche Sie höfflichst über dasselbe eine Besprechung in Ihrer geschätzten Zeitung gefälligst geben zu wollen [...]" (22. XI. 1979). - Durch einen Vergleich der beiden Empfängernotizen verso konnte Senff auch für den zweiten Brief als Empfänger ermittelt werden. Jeweils mit Monogramm "SN", entlang der Faltlinien und Ränder etwas gebräunt. Teilweise mit Rostspur alter Büroklammern und kleinem Tintenwischer.