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1 S. Visitkartenformat. An die Redaktion von "Oesterreichs Illustrierter Zeitung": "Ihrem Wunsche entsprechend, sende ich Ihnen meine Photographie [...]". - Der promovierte Mediziner zählt neben Friedrich Adler zu den führenden Vertretern der Prager Literaturszene. Salus publizierte u. a. im "Simplicissimus", der "Jugend" und "Ver Sacrum", war mit Willy Haas und Arthur Schnitzler befreundet und veröffentlichte und schrieb u. a. die im neuromantischen Stil gehaltenen, von Kritik wie Leserschaft gleichermaßen gut aufgenommenen Lyrikbände "Ehefrühling" (1900), "Reigen" (1900) und "Ernte" (1903). Arnold Schönberg vertonte 1901 Salus" Gedichte "Einfältiges Lied" und "Der genügsame Liebhaber". - Ohne die erwähnte Photographie.
2 SS. Visitkartenformat. "Innigsten Dank, liebe gnädige Frau, für Ihre herrlichen Blumen zum gestrigen Tag. Sehen wir Sie bald wieder? [...]" - Wildenbruch war seit 1877 im Auswärtigen Amt tätig, quittierte 1900 aus gesundheitlichen Gründen seine Beamtentätigkeit und ließ sich 1907 in Weimar nieder. Der in der Wilhelminischen Zeit "vielgespielte Dramatiker" (DBE) schrieb neben historisch-patriotische Dramen Essays, Erzählungen und Lyrik mit patriotischen, teilweise sozialkritischen Themen. 1884 und 1896 wurde er mit dem Schillerpreis, 1907 auch mit dem Grillparzer-Preis ausgezeichnet. - Die Recto-Seite mit dem verschlungenen Monogrammstempel "LS", die Verso-Seite mit kl. Registraturetikett.
1 S. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit Dank für dessen ihm zugetragenen Grüße und für den Bericht über die 3. Division. Die Aufgabe seiner Division sei absolut nicht unbedeutend: "Non è davvero piccolo il compito della sua divisione [...]." - Quintino Sella sanierte als Finanzminister den Haushalt des neuen italienischen Staates nach 1870, gründete den C.A.I. Club Alpino Italiano (den Italienischen Alpenverein) und amtierte als Präsident der Accademia Nazionale dei Lincei. "Während er an der Räumung (und der Erweiterung bis fast 18.000 Stück) von Mineralexemplaren von Bergwerken und Gruben des Königreich Piemont-Sardinien arbeitete, erfand er die elektromagnetische Auslesemaschine, die Kupferminerale vom Magnetit trennt" (Wikipedia). - Die Recto-Seite mit einem kl. Registraturetikett, dem verschlungenen Monogrammstempel "LS" und hs. Numerierung "179".
2 SS. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit der Mitteilung, heute die deutschen Zeitschriften bekommen zu haben, die ihn und seine Aktionen positiv bewerten und in denen der Adressat des Briefes sich wohlwollend über seine Person geäußert habe. - Kurz vor Ausbruch des zweiten italienischen Unabhängigkeitskrieges (Schlacht von San Martino) 1859 zum Oberstleutnant im Generalstab befördert, wurde Raffaele Cadorna im Jahr darauf zum General ernannt und "mit der Organisation der militärischen Angelegenheiten in der Toskana betraut. Nach der Annexion Süditaliens wurde Cadorna zum Militärkommandanten von Sizilien ernannt. In den Jahren danach bekämpfte er das so genannte ‚Brigantenunwesen' in den Abruzzen und in Molise. Im September 1866 entsandte man ihn nach Palermo, um den dortigen bourbonischen Aufstand zu unterdrücken, 1869 schlug Cadorna einen weiteren Aufstand in den Marken nieder. Im September 1870 befehligte er das IV. Armeekorps und nahm am 16. September 1870 Civitavecchia und nach kurzer Beschießung (Porta-Pia-Bresche und anschließender Durchbruch der Bersaglieri) am 20. September auch Rom ein. Am 1. Dezember 1873 übernahm er das Territiorialkommando (Korpskommando) von Turin. 1877 schied er aus dem aktiven Dienst aus" (Wikipedia).
1 S. Carte d'Visite-Format. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit dem Bemerken, daß sie "ihrem, in dem Brief vom 3/3 geäusserten Wunsche entsprechen [werde], falls nicht durch Berufs- oder Gesundheits-Rücksichten Verhinderung eintreten sollte". - Auguste Wilbrandt-Baudius, Gattin des Schriftstellers Adolf von Wilbrandt, war von Heinrich Laube ans Wiener Hofburgtheater verpflichtet worden, wo sie in jugendlich-naiven und sentimentalen Rollen erfolgreich war. Nach einem Zerwürfnis mit Laubes Nachfolger Franz von Dingelstedt verließ sie 1878 das Burgtheater, an das sie nach Engagements am Theater an der Wien, am Deutschen Theater in Berlin, am Hoftheater in Meiningen und am Raimundtheater 1898 wieder zurückkehrte.
1 S. Visitkartenformat. An einen Monsieur Mayan mit dem Ausdruck ihres Bedauerns, Genf verlassen zu müssen, ohne sich von ihm verabschieden zu können. Ende April werde sie zurückkehren und sie hoffe, ihn dann immer noch vorzufinden. - Greville veröffentlichte mehrere Erzählungen in russischen und - nach ihrer und ihres Gatten Übersiedelung nach Frankreich - französischen Blättern; in ihren zu ihrer Zeit sehr populären Romanen schilderte sie zumeist die russische Gesellschaft. - Die Verso-Seite mit kl. Registraturetikett und hs. Numerierung "96".
1 S. Dankt einem namentlich nicht genannten Adressaten. - Bernhard Baumeister, von Heinrich Laube nach Wien geholt, war 65 Jahre lang Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. “‘Sein Stil’, sagt Jakob Minor, ‘ist der echte, alte Burgtheaterstil, in einer starken und liebenswürdigen Individualität verkörpert’. ‘Wo Bernhard Baumeister steht, da steht für die Kunst ein Wegweiser von den Künsten zurück zur Natur’, formuliert Wilbrandt“ (zit. n. Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 61). Am Ende seiner langen Laufbahn angekommen, konnte der gleichermaßen als Regisseur gefragte Schauspieler auf 6299 Auftritte in 494 Rollen zurückblicken (vgl. Czeike I, 284).
1 S. "Gott stehe Dir bei!" - Czernits war lange Zeit Theaterdirektor in Graz, wo unter seiner Direktion Amalie Materna, Rudolf Tyrolt und Alexander Girardi ihre Bühnenlaufbahn begonnen haben.
1 S. Carte-de-visite-Format.
1 S. Carte-de-visite-Format. Mit ms. adr. Kuvert. An Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche. - Alexander Frh. von Spitzmüller war von 1904 bis 10 Präsident der Finanzlandesdirektion, hernach Handelsminister und Generaldirektor der Österreichischen Creditanstalt, wurde 1916 mit der Kabinettsbildung betraut und leitete 1916/17 und 1918 das Finanzministerium. Nach dem Ersten Weltkrieg war er Gouverneur der Österreichisch-ungarischen Bank und zu Beginn der 1930er Jahre erneut Direktor der Creditanstalt.
1 S. Dankt einem namentlich nicht genannten Adressaten. - Der Sohn des Schauspielers Karl Devrient (1797-1872) brach seine philologische Ausbildung ab, studierte am Berliner Konservatorium und debütierte 1878 am Dresdner Hoftheater als Bertrand in Schillers "Jungfrau von Orleans". 1881 kam er ans Wiener Ringtheater, wurde 1889 an das Burgtheater engagiert, zum Hofschauspieler ernannt und trat u. a. als Mephisto, Wallenstein und Caesar hervor. Seit 1920 auch als Regisseur tätig, wurde er 1922 zum Oberregisseur am Burgtheater ernannt. Im Film war er in Michael Curtiz' "Labyrinth des Grauens" (1921) und in Alexander Kordas "Herren der Meere" (1922) und "Die Tragödie eines verschollenen Fürstensohnes" zu sehen.
1 S. Costenoble studierte an den Kunstakademien in Wien und München Bildhauerei, unternahm Studienreisen nach London und Italien, löste 1864 sein Atelier in München auf und kehrte nach Wien zurück, wo er Genregruppen, Grabdenkmäler, Statuen und Reliefs u. a. in der Ruhmeshalle des Arsenals, im Burgtheater, im Naturhistorischen Hofmuseum und im Kunsthistorischen Hofmuseum schuf. 1883 leitete er die Jubiläumsausstellung zur Türkenbelagerung und baute 1886 die städtische Waffensammlung sowie die Grillparzerausstellung auf. Er war Mitglied der Wiener Akademie der bildenden Künste und - wie auf unserer Visitkarte vermerkt - Ritter des Franz Josef-Ordens. - Mit einem weiteren, vermutlich a. d. Hand seiner Schwester stammenden Zusatz.
1 S. Carte d'Visite-Format. Visitkarte mit 4-zeiligem Zusatz: "mit herzlichstem Dank für Ihr […] Lob […]". - Der in Pest geborene Schauspieler wurde 24jährig 1856 von Heinrich Laube an das Wiener Hofburgtheater engagiert, "spielt den Mortimer und fällt durch. Laube läßt sich indes nicht beirren, gibt ihm einen dreijährigen Kontrakt, und ehe der abläuft, ist er zum k. k. Hofschauspieler ernannt [...] er wird zum meistbeschäftigten Mitglied des Burgtheaters: 160 Vorstellungen pro Saison. Heimlich verlobt mit der reichen Pauline Pappenheim, heiratet er sie erst, als die Familie verarmt, er aber schon konsolidiert ist [...] 1881 verleiht ihm Kaiser Franz Joseph die Eiserne Krone I. Klasse, die damals noch mit dem erblichen Adel verbunden ist. Arthur Schnitzler meint Sonnenthal, wenn er im 'Grünen Kakadu' sagen läßt: 'Einer, der uns vorspielen kann, was er will, ist doch mehr als wir alle'“ (Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 57).
2 SS. Wohl an den namentlich nicht genannten Baurat Julian Niedzielski, dem er zur Vermählung (1877) gratuliert: "Nur Glück auf, ich wünsche es Ihnen aufrichtig und in dem Maße im ehelichen Leben, welches schöner als der Brautstand". - Blumenstock verfaßte einige juristische Werke aus dem Gebiet des Strafrechts und wurde 1873 Ministerialsekretär im Pressedepartement. Daneben übertrug er zahlreiche Dichtungen aus dem Polnischen ins Deutsche und veröffentlichte Abhandlungen über die polnische Literatur. Kurz vor seinem Tode wurde ihm, mit Änderung seines Namens zu Haban, der Adelstitel verliehen. - Geboren im polnischen Stryszow, studierte Julian Niedzielski (1849-1901) an der technischen Hochschule in Wien bei Heinrich Frh. von Ferstel, brachte im Sinne seines Lehrers die Restaurierung der Wiener Schottenkirche zum Abschluß und errichtete als Mitinhaber der Firma Miksch & Niedzielski mehrere Villen sowie private und auch öffentliche Gebäude, darunter die Marienbader Kolonnaden, das Kurhaus und die Sparkasse in Reichenberg.
1 S. Visitkartenformat. "[Univ.-Prof. Dr. Heinrich Rietsch] sendet dem Sohn seines Jugendfreundes die herzlichsten Glückwünsche zur Vermählung".
1½ S. Visitkartenformat. Beleidsbekundung an einen nicht namentlich genannten Professor: "Emmy Förster erlaubt sich Ihnen, sehr verehrter Herr Professor, den Ausdruck aufrichtiger Anteilnahme an dem schweren Verlust, der Sie betroffen, zu übermitteln". - Trotz ihrer rasanten Karriere feierte Emmy Förster-Mauthner bereits 1889 ihren Bühnenabschied, kehrte aber nach dem frühen Tod ihres Mannes 1892 wieder zum Schauspiel zurück. Es folgten Engagements in Marienbad, Dresden, Wien, Hamburg und Dresden. Ab den späten 20er Jahren wirkte sie bis zu ihrem Bühnenabschied am Wiener Volkstheater. - Mit Knickspur und Sammlervermerk in Bleistift.
1 S. Qu.12mo. Dankschreiben für Beleidsbekundungen an die Musikjournalistin Vera Wiesel in Wien: "ich danke Ihnen herzlich für Ihre lieben Worte des Trostes und die Bereitwilligkeit zu helfen!". - Visitkarte mit Trauerrand.
1 S. Carte d'Visite-Format. Mit eh. adr. Kuvert. An die Pianistin Margarethe Demelius (Tochter der Juristenwitwe Margarethe Demelius, 1830-1923, der Tochter von Goethes Leibarzt Karl Vogel) in Wien VIII, Kochgasse 8. - Der eh. Vermerk unter dem gedruckten Namen lautet "p. r.". - Gersuny war Sekundararzt am Prager Allgemeinen Krankenhaus und wurde 1869 Operationszögling an der II. Chirurgischen Universitätsklinik in Wien unter Theodor Billroth, der ihn 1872 zu seinem Privatassistenten machte. Von 1880 bis 93 wirkte er als Primarchirurg am Karolinenkinderspital und wurde 1882 Primarius am vorwiegend als Pflegerinnenschule gegründeten Rudolfinerhaus, dessen Gesamtleitung er nach dem Tod Billroths 1894 übernahm. Gersuny befaßte sich vorwiegend mit plastischer Chirurgie und erfand eine Reihe chirurgischer und gynäkologischer Operationsmethoden. - Die aus Krakau stammende Künstlerin "veranstaltet als Pianistin eigene Concerte und Kammermusikabende, wirkt auch bei auswärtigen Concerten mit, ertheilt Clavierunterricht und ertheilt Curse für Kammermusikstudium" (Kosel, Deutsch-österreichisches Künstler- und Schriftsteller-Lexikon, zit. n. DBA I 228, 321). - Das Kuvert mit gedr. Absender.
1 S. Visitkartenformat. Beiliegend eh. adress. Umschlag. Namenszug quer über die Rückseite der Visitkarte. Der Umschlag adressiert an den Komponisten und Bruckner-Schüler Camillo Horn (1860-1941). - Der von Hellmesberger d. Ä. zum Violinisten ausgebildete Radnitzky absolvierte noch ein Kompositionsstudium bei Dessoff, bevor er 1873 Mitglied des Hofopernorchesters wurde. Ab 1878 führte er sein eigenes "Radnitzky-Quartett". Seine Hauskonzerte, die er gemeinsam mit seiner Frau Adele veranstaltete, spielten im Wiener Musikleben der Jahrhundertwende eine bedeutende Rolle.
1 S. "Die schwerste Erkenntnis auf Erden ist die Selbsterkenntnis". - Die Recto-Seite mit einer Briefmarke mit Greinz' Konterfei.
47 x 96 mm. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Erlaubt sich Sie auf den Mittwoch den 1. März im Bösendorfersaale von meiner Schwester und mir veranstalteten Lieder- und Duett Abend aufmerksam zu machen und Sie höflichst zu dessen Besuch einzuladen". - Die Enkelinnen des Komponisten Heinrich Proch, Marie Seyff-Katzmayr (geb. 1869) und Berta Franziska Katzmayr waren als Konzertsängerinnen tätig.
1½ SS. (6 Zeilen). Gr. Visitenkartenformat. Als Zusatz zum lithogr. Vordruck "Feldzeugmeister Alexander Ritter von Krobatin k. u. k. Kriegsminister": "bedauert lebhaft der freundlichen Einladung nicht Folge leisten zu können - da ich für diesen Abend schon vergeben bin. Mit Handküssen zeichnet sich ergebenst".
1 S. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit der Einladung zu einem Kammermusikabend.
3 Zeilen. 77:40 mm. Lithogr. Visitenkarte mit geschäftlicher Notiz. - Die Ränder angeschmutzt.
2 SS. 75 x 38 mm. In Bleistift, auf der Visitkarte eines "Mr. H. Jarrett": "Prière de faire entrée Mons. le Docteur B[...] et ami pour voir les tableaux / de Mad. Sarah Bernhardt".