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5 lines. Visiting card format. Qu.-12mo. On lithographed visiting card "Ferdinand Brunetière, de l'Academie Française. 22, Boulevard Colbert. [...] 128, Rue de Rennes", written to a friend with the request to transmit a present to the French poet M. Ch. Morice: "Mon cher ami, Je vous serais reconnaissant de vouloir bien faire remettre, [...] de la présente, pour M. Ch. Morice, la collation de mon Venours. Mille amitiés de votre tout devoué [...]". - Brunetière became 1893 principal editor of the magazine "Revue des Deux Mondes".
Visiting card format. Envelope (144 x 84 mm). To Paul Flat (1864-1918), French essayist and editor, being touched by the congratulations and sending his best regards: "[...] très touché des fèlicitaions de son cher et éminent confrère M. Paul Flat, le prié d'accepter ses meilleurs remerciements [...]". - 1900 Bergson became Professor at the Collège de France. - On lithographed preprinted visiting card, noting "Henri Bergson Membre de l'Institut, Professeur au Collège de France, Villa Montmoreney / 18. Avenue des Tilleuls / Auteuil". Collector's note in blue pencil.
Visiting card format. 5 lines. Thanking an unnamed recipient: "Merci cher Monsieur pour toutes vos sympathies. J'en suis profondement touché". The visiting card from Carvalho's time as director of the Opéra-Comique (1876-1887 and 1891-1897) with the lithographed inscription: "Directeur du Théâtre National de l'Opéra Comique". - Some browning. Staple holes.
2 pp. The envelope oblong 8vo. Both to the bookseller and publisher Louis Soullié: "A. Rodin [this printed] passera voir Monsieur Soullié 228 rue Saint Honoré demain [...]". - Envelope postmarked like above; both written in another hand.
Kleines Visitkartenformat. Aus Holz.
Visitkartenformat. Lithogr. Visitenkarte mit der Aufschrift: "Dr. Heinrich Laube, Direktor des Wiener Stadttheaters". - Trotz seiner jungdeutschen Gesinnung und Teilnahme an der Märzrevolution wurde Heinrich Laube 1849 zum artistischen Direktor des Wiener Burgtheaters berufen. Aufgrund eines Konflikts mit dem Intendanten kündigte Laube 1867 und übernahm bald die Leitung des Stadttheaters Leipzig. 1872 kehrte er nach Wien zurück um das neu gegründeten Wiener Stadttheater zu leiten. 1880 zog sich Laube ins Privatleben zurück. - Angeschmutzt.
Visitkartenformat. Bereits als Kind auf der Bühne stehend, debütierte der Sohn eines Sängers 1837 bei einer reisenden Theatergruppe, kam über das Hoftheater in Detmold und das Hamburger Thalia-Theater 1844 an das Leipziger Stadttheater, wo ihm der Durchbruch zum Charakterkomiker glückte, und unternahm Gastspielreisen nach Dresden und Berlin. Nach einem Engagement am Stuttgarter Hoftheater wurde er von Heinrich Laube (1806-1884) ans Wiener Hofburgtheater verpflichtet, wo er - der seit 1851 den Titel eines Hofschauspielers führte - bis zu seinem Tod in rund 300 Rollen auftreten sollte. In der Rolle des Vansen aus Goethes "Egmont" wurde er von Josef Fux (1842-1904) gemalt, das Bild hängt heute in der Galerie des Burgtheaters. Vgl. Czeike IV, 238.
1 S. Visitkartenformat. Anfangs als Violinist und Cellist u. a. am Theater a. d. Wien, am Carltheater und am Josefstädtertheater tätig, kam Udel 1871 zum "Komischen Quartett" des Wiener Männergesangsvereins. "Dieses komische, nicht nur in Wien, auch im Auslande bekannte und beliebte Quartett ist nach einem Personenwechsel der übrigen drei Stimmen am 3. März 1880 zum ersten Male als ‘Quartett Udel’ vor das Publicum" getreten (Eisenberg, Das geistige Wien, zit. n. DBA I 1292, 120) und fand in Folge große Anerkennung, wurde gar "wiederholt in allerh[öchste] Kreise gezogen" (ebd.). Udel selbst war seit 1877 Professor am Wiener Konservatorium, wo er u.a. Eduard Rosé und Franz Schmidt im Violoncellospiel unterrichtete. Vgl. MGG XI, 906 (Rosé) und 1853 (Schmidt). Seine Stellung im Hofopernorchester hatte Udel später eines Handleidens wegen aufgeben müssen, und 1904 war er erblindet.
55 x 93 mm.
1 S. Visitkartenformat. Wohl an die namentlich nicht genannte Witwe des Bassisten Wilhelm Hesch, der am 4. Januar verstorbenen war, "mit dem Ausdruck des herzlichsten Mitgefühls". - Entdeckt und gefördert von Eduard Devrient, dem damaligen Intendanten des Hoftheaters in Karlsruhe, wurde Fritz Krastel 1864 von Heinrich Laube für ein Gastspiel an das Wiener Burgtheater geholt, "wo er im folgenden Jahr ein Engagement antrat, das bis an sein Lebensende dauerte. Fast 25 Jahre verkörperte er jugendliche Helden und Liebhaber. Zu seinen Hauptrollen zählten Don Carlos, Jaromir und Karl Moor. Sein späterer Wechsel in das Fach der Heldenväter war weniger erfolgreich" (DBE).
1 S. Visitkartenformat. An einen unlesbar geschriebenen Bürgermeister bei Überbringung einer "Dep[esche] von Ryback [?]". - Felix Fürst Lichnowsky war Adjutant des spanischen Thronprätendenten Don Carlos, bereiste 1842 Portugal und verfaßte "Erinnerungen aus den Jahren 1837-39" (1842) und "Portugal" (1843). "1848 war er Abgeordneter des Kreises Ratibor zur Frankfurter Nationalversammlung, schloß sich den Ultrarechten an und wurde beim Aufstand der linken Radikalen zusammen mit Hans Adolf Erdmann von Auerswald ermordet. Anläßlich Lichnowskys Beerdigung hielt Wilhelm Emmanuel von Ketteler seine berühmte Rede gegen den Radikalismus. Lichnowsky war ein Freund und Mäzen Franz Liszts" (DBE). - Papierbedingt etwas gebräunt und mit kleinen Stecknadeldurchstichen im oberen Rand; in Bleistift. - Selten.
1 S. Visitkartenformat. Mit einigen Beilagen (s. u.). "Herrn Ernst jr. sendet freundliche Grüße u. Glückwünsche" Professor Erwin Oehme (dies gedruckt). - Beiliegend ein eh. Br. mit U. seines Sohnes (20./21. XI. 1906, 6 SS.), des Musikers Robert Oehme (1882-?) an Fr. Gabriele Ernst, eine eh. Komposition des offensichtlich verliebten Jungen "An Gabriele" (o. D., 2 SS.), 2 Kuverts an dieselbe sowie ein Brief Roberts an ihren Vater, Professor Ernst (3. I. 1908, 1 S.).
1 S. Visitkartenformat. Eduard Swoboda (dies gedruckt) "samt Familie die besten Empfehlungen". - Ehedem Schüler von Anton Petter und Friedrich Schilcher an der Wiener Akademie der bildenden Künste, wurde Swoboda 1833 mit dem Gundelpreis ausgezeichnet und stellte 1834 erstmals aus. 1835 setzte er seine Studien bei Christian Ruben an der Akademie in Prag fort, "hielt sich als Portraitmaler 1836 in Pest, 1842 in Preßburg und 1848 in Frankfurt/Main auf und lebte dann als freischaffender Künstler in Wien, wo er 1861 Mitglied des Künstlerhauses wurde. Swoboda schuf u. a. eine Folge von Lithographien 'Bildnisse Wiener und in Wien lebender Künstler'. Er war auch als Genremaler (‚Va banque', 1849; ‚Börse in der Grünangerstraße') tätig" (DBE). - Papierbedingt etwas gebräunt.
1 S. Visitkartenformat. Mit einigen Beilagen (s. u.). Dankt einem namentlich nicht genannten Adressaten "bestens für die schönen Blumen". - Von 1909 bis 1911 österreichischer Unterrichtsminister, wurde Karl Gf. Stürgkh 1911 von Kaiser Franz Joseph zum Ministerpräsidenten bestellt. Er suspendierte 1913 den böhmischen Landtag, vertagte 1914 den Reichsrat und regierte seitdem autoritär mit Notverordnungen, seit Kriegsbeginn mit Ausnahmeverfügungen für den Kriegsfall. Er weigerte sich, das Parlament wiedereinzuberufen, und setzte eine rigorose Pressezensur durch. Stürgkh wurde von Friedrich Adler, dem Sohn Victor Adlers, erschossen. - Papierbedingt leicht gebräunt; mit schwarzem Trauerrand und gering fleckig; beiliegend der gedr. Partezettel, eine Portraitpostkarte von Stürgkh und eine von Friedrich Adler sowie vier teils zeitgenöss. Zeitungsausschnitte.
1 S. Visitkartenformat. Ernst und Helene Hartmann (dies gedruckt) "danken herzlichst für die freundlichen Gllückwünsche". - Helene Hartmann war seit 1860 Mitglied des Mannheimer Hoftheaters, nahm 1864 ein Engagement am Hamburger Thalia-Theater an und wechselte 1867 ans Wiener Burgtheater, wo sie, die anfangs naive und später Charakterrollen verkörperte, zur Hofschauspielerin aufstieg. Verheiratet war sie mit ihrem Kollegen Ernst Hartmann. - Beiliegend ein Holzschnittportrait.
1 S. Visitkartenformat. Prof. Dr. Adolf Frick (dies gedruckt) "und Frau wünschen von Herzen Glück zur Verlobung". - Der hs. Zusatz wohl aus der Hand seiner Gattin Emilie.
1 S. Format: 9 x 4 cm.
1 S. Visitkartenformat. Kondoliert einer namentlich nicht genannten Adressatin zum Ableben von deren Gatten.
1 S. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: Hugo Thimig (dies gedruckt) "gratuliert Ihnen herzlichst, verehrter College, zur bevorstehenden Vermählung Ihrer Tochter mit unserem ausgezeichneten Hesch!" - Der aus Dresden stammende "Charlie Chaplin der Bühne" (zit. n. Czeike V, 448) war von 1874 bis 1923 Mitglied und von 1912 bis 1917 auch Direktor des Wiener Burgtheaters. Später am Theater in der Josefstadt, brillierte Thimig im Charakterfach wie in zahlreichen komischen Rollen. Als Sammler von Theatralia trug der Vater von Helene, Hans und Hermann Thimig eine umfangreiche Sammlung zusammen, die den Grundstock der Theater-Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek, des heutigen Österreichischen Theatermuseums, bildete. - Der Bräutigam war Mitglied der Wiener Hofoper, "deren Ensemble er bis zu seinem Tod als führender Bassist angehörte" (DBE).
2 SS. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit Dank "für die herrliche Blumensünde und das liebe Gedicht, das geradezu rührend war [...]". - Emil Claar erhielt durch Vermittlung Heinrich Laubes ein erstes Engagement ans Wiener Burgtheater, spielte anschließend in komischen Rollen und als Bonvivant an den Theatern in Graz, Linz, Berlin und Leipzig, wo er auch dramaturgischer Mitarbeiter Laubes war. Später Spielleiter in Weimar und Oberspielleiter in Prag, übernahm er 1876 die Direktion des Residenztheaters in Berlin. Von 1879 bis 1912 war er Intendant der Städtischen Bühnen Frankfurt am Main, 25 Jahre davon auch gleichzeitig Leiter der Oper. - In altem Sammlungsumschlag.
1½ SS. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit dem Bedauern, dessen Besuch verpaßt zu haben, und der Mitteilung, wann er ganz sicher anzutreffen sei: "[...] Wenn es Ihnen besser paßt, komme ich eben so gern zu Ihnen, u. bitte nur um Angabe der Zeit, zu welcher ich Sie heut Nachmittag zu hause treffe [...]". - Der Sohn des Historikers Johann Gustav Droysen studierte an den Universitäten Jena, Göttingen und Berlin zunächst Rechts-, und dann später Staatswissenschaften und Geschichte bei seinem Vater sowie bei Georg Waitz. "Nach der Promotion 1862 in Göttingen, der Habilitation 1864 in Halle und der Berufung als a.o.Prof. der Geschichte nach Göttingen 1869 kam Droysen 1872 als o.Prof. an die Universität Halle und übernahm dort 1884 die Verwaltung der Kunstsammlung der Universität. Er hielt historische und kunsthistorische Vorlesungen und gab Arbeiten seiner Studenten seit 1874 in der Reihe 'Hallesche Abhandlungen zur neueren Geschichte' heraus. Droysen befaßte sich hauptsächlich mit neuerer Geschichte. Als eines seiner Hauptwerke gilt 'Gustav Adolf' (2 Bde., 1869/70)" (DBE).
1 S. Visitkartenformat. An einen Dr. Borchardt: "Bitte nehmen Sie das kleine Bild freundlichst von mir an [...]". - Die uneheliche Tochter der Sängerin Katharina Tomaselli wuchs in Brünn auf, debütierte daselbst 1853 als Soubrette und sang an ungarischen und deutschen Bühnen. "1862 kam sie mit Friedrich Strampfer an das Theater an der Wien, an dem sie wie auch am Carl-Theater und am Strampfer-Theater (dessen Leitung sie gemeinsam mit Julius Rosen 1874 übernahm) Erfolge als Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin feierte" (DBE). Die vielfältige Künstlerin - die auch Erzählungen und Bühnenstücke (u. a. "Aus purem Haß", 1883) verfaßte - trat vornehmlich in Volks- und Dialektstücken sowie in zahlreichen Operetten der Wiener Klassik auf. Häufige Gastspielreisen führten sie durch Österreich, Deutschland und Nordamerika. - Die Umseite mit ihrem faksimilierten Namenszug.
2 SS. Visitkartenformat. Wohl an einen Drucker oder eine Redaktion mit Bezug: "Können Sie nicht eine etwas größere Type nehmen? Oder die Zeilen weiter auseinanderstellen? Ich finde es sieht so gedrängt, unvornehm aus, fast als sollte Papier gespart werden! (Das sagten sofort mehrere Leute denen ich es zeigte.) Außerdem ist es nicht jedermanns Sache in der Eisenbahn [...] diese kleine Schrift zu lesen [...]". - Der in Hannover geborene Sohn des letzten Hofmarschalls des englischen Königs Georgs V. war Offizier, mußte aber nach einem Unfall den Dienst quittieren und lebte fortan als freier Schriftsteller, "übersetzte die Gesammelten Werke [...] Guy de Maupassants und schrieb zunächst in Anlehnung an Maupassant Gedichte und erotische Novellen. Größere Bekanntheit erlangte er mit seinen späteren gesellschaftskritischen Romanen, in denen er ein neues Adelsethos propagierte, so vor allem in der Trilogie 'Deutscher Adel um 1900'" (DBE). - In Bleistift.
2 SS. Visitkartenformat. "Die Geburtstagsfeier von Schöne im Künstlerhaus fängt erst um 9 Uhr an, wie ich von Deininger, der auch kommt, erfahren, u. da ist das Concert bei mir zu Ende! [...] Mitwirkende Gustav Walter, Gossmann, Lewinsky, Schönchen, Rüden".
1 S. Visitkartenformat. In polnischer Sprache.