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1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und montiertem Schildchen "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Bismarcks Größe besteht letzten Endes vor allem darin, daß er sich nicht auf den Boden der gegebenen Tatsachen, der gegebenen Demokratie, stellte, und fast allein den Kampf gegen diese gegebenen Tatsachen aufnahm. Dadurch führte er Preußen, und damit Deutschland zur Freiheit und Größe. Gehet hin und tut desgleichen [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). - Reinhold Wulle war von 1924 bis 1928 Abgeordneter der Nationalsozialistischen Freiheitspartei (NSFP) im Preußischen Landtag. Koslowsky 350.
240:180 mm. Official German press photograph of the Chinese politician Wu Xueqian together with German minister for foreign affairs, Hans Dietrich Genscher. Signed by the politicians on this occasion.
1 S. 8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely aus Donnersbach in der Steiermark mit Dank für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag: "[...] Aber woher wissen Sie diesen Tag? Jedenfalls hat es mich sehr gefreut, auch aus der schönen Steiermark gratuliert zu werden, denn als ich noch ein Schulbub war, las ich mit Begeisterung die Bücher Peter Roseggers und schwärmte für dieses Land, das ich mal unbedingt sehen wollte, wenn ich groß geworden bin. Aber es ist immer nur ein Wunsch geblieben, und jetzt, wo ich hier in der stillen Lüneburger Heide lebe - auch eine Waldheimat - wird es jetzt auch nichts mehr. Nur auf der Landkarte mache ich ab und zu eine Reise nach dort [...]". - Wilfried Wroost schrieb in Plattdeutsch Romane, Erzählungen und Theaterstücke, welch letztere vor allem durch Aufführungen am Ohnsorg-Theater bekannt wurden.
5½ SS. 4to. Mit 3 Kuverts. In dieser über die Jahre hinweg geführten Korrespondenz schildert Wilfried Wroost die jüngsten Ereignisse und die sich verändernde Lage. 1943 antwortet er auf Weselys Zeilen und beschreibt sein Dasein in der Marineartillerie an der Nordsee. 1946, aus englischer Kriegsgefangenschaft in Brüssel zurückgekehrt, muss sich Wroost in der englischen Zone zurechtfinden. 1947 klagt er über seine schlechte Lage und über seine Schreibarbeiten, die in Ermangelung von Papier nur schleichend vorangehen; auch Untermieter muss er dulden: "Man bewohnt sein Häuschen nicht mehr allein und hat täglich seinen Ärger und Verdruss mit den Mietern. Nein Herr Wesely, es ist wirklich nicht mehr lebenswert dieses jämmerliche Dasein." Hocherfreut jedoch schreibt er 1954 an Wesely: "Recht herzlichen Dank für Ihre Glückwünsche zu meinem 'Fünfundsechzigsten', der diesmal allerlei Anerkennung und Ehrung mir gebracht hat. Hinzu kam, daß einige Tage später die Uraufführung meines neuen Stückes 'Das Herrschaftskind' stattfand und einen ungeahnten Erfolg erzielen konnte."
303:202 mm.
4to. 2 pp. on 2 ff. Ramblings from a man who has loved and lost with the blame firmly placed upon his own shoulders; a vexing manuscript from Wright clearly revealing the effects of his personal upheavals. "I am regarded as though I had stolen myself, gone off with what was not my own. And I am traduced, derided, despised, held up to public contempt and loathing. My character is remorselessly assassinated: no means however vile are spared to injure my property or my work. It is a falsity that men respect and honor independent of thought and action. Tolerance in anything or anywhere is plainly a gentle lie. It is in no man's heart. The perception of Beauty is a moral test. The body is the first proselyte the soul makes. Our life is but the soul made known by its fruits, -- the body. The whole duty of man is expressed in one line. Make to yourself a perfect body! To be a man is to do a man's work! The true laborer is recompensed by his labor not by his employer. Laws are a matter of lawyers and judges. Lawyers and judges, as such, are not men of sense or principle but creatures of law: In any high moral sense they are not men at all! Earth song. Universal [in pencil]. I who have shown that I can behave particularly well am put under bonds for good behaviour! Every man should see that his influence is on the side of justice -- and let the courts make their own characters. Men talk about Bible miracles because there is no miracle in their lives. Cease to gnaw that crust, there is a ripe fruit overhead! Woe to him who wants a companion, for he is unfit even to be the companion even of himself! We inspire friendship in men when we have contracted friendship with the gods. Any reverence, even [if] a material thing proceeds from an elevation of character?". - With a few revisions; first page devoid of 3 inches of paper, marginal fraying and chipping, the two pages affixed together at head.
4to. 1 p. on bifolium. On his Taliesin stationery. To the mechanical engineer and Usonia Home developer David Henken: "Glad you are back safe - and sounding off. Yes, you can help. Will show you the layout. Must be a rush affair opening August 15th. / Affection, / F.LL.W". - Slightly wrinkled, otherwise in fine condition.
¾ S. auf Doppelblatt. Folio. Mit eh. Adresse (Faltbrief) und papierged. Verschlussstelle. An die Redaktion der "Augsburger Allgemeinen Zeitung", da ein übermittelter Artikel nicht veröffentlicht wurde: "Nachdem in dem mir heute zugekommenen Exemplar der Allgemeinen Zeitung, Nro. 332, abermals der unterm 23 November der verehrlichen Redaction zugesandte Artikel, nicht eingerückt erscheint, ersuche ich die verehrliche Redaction mir mit umgehender Post die Gründe mitzutheilen, welche dieses bis jetzt verhinderten [...]". - Wrede suchte nach dem Tod seines Vater Ende der 1830er Jahre um seine Entlassung aus dem Staatsdienst an, da er sich nun um die Familiengüter kümmern wollte. Die Stadt Speyer ernannte den dann wenige Jahre später tatsächlich scheidenden Regierungspräsidenten zum Ehrenbürger, insbesondere, da er als "Wohltäter der Armen" bekannt war. Er hatte auch die Herrschaft Mondsee im Salzkammergut geerbt, wo er sich nun überwiegend aufhielt. - Mit kleinem, an der Ecke montiertem Sammlungszettel mit Notizen in Tinte, mit Sammlernotiz in Bleistift und Tinte, mit Ausriss durch Brieföffnung im Gegenblatt und Empfängervermerk in Tinte, gestempelt.
2 SS. auf Doppelblatt. 4to. Zur terminlichen Koordination einer Zahlung von 1325 Gulden, die sich wegen einer Verspätung der Holzmacher der Gemeinde Engerhartszell ("Engerszell") verzögern werde, und zu einem geplanten Aufenthalt in Mondsee: "Da laut hier Erhaltenen Berichts meines Kreißamts Engerszell die Holz Versteigerung, welche ich auf den 15ten dieses angeordnet hatte, erst dem 12ten Juli statt geben kann, weil die Holzmacher mit dem aufsetzen erst Ende dieses fertig werden, so kann ich kaum deßwegen bis Ende dieses ihnen die gewünschend 1325 fl. zu übermachen [...]". - Von Napoleon geadelt, baute Wrede die Schenkung des ehemaligen Klosters zu Mondsee in Oberösterreich in ein Schloss um. - Mit kleinen Randläsuren und etwas knittrig.
Zusammen (2½+2 =) 4½ SS. auf 3 Bll. 8vo. An den Germanisten und Literaturhistoriker Richard Maria Werner: "Mit gleicher Post erlaube ich mir Ihnen einen Band bescheidener Novellen zu übersenden und bitte Sie das Buch freundlich in Ihre Bibliothek einreihen zu wollen. Viel Neues wird es Ihnen nicht sagen. Die meisten der kleinen Arbeiten standen im Feuilleton der Neuen Freien Presse und der Raummangel ist ein zwar oft gesunder aber auch recht harter Lehrmeister. Zum Schlusse muß ich Ihnen noch Dank sagen, für den Genuss, den mir die Lektüre Ihrer 'Ästhetischen Plaudereien' in der 'Gesellschaft' bereitete. Fast möchte ich zitieren: 'Es that mir wirklich im Herzen weh, wenn ich Dich in dieser Gesellschaft seh!' Allerdings hat sich das Blatt in letzter Zeit wieder gebessert [...]". - An einen namentlich nicht genannten Herrn Doktor: "Lassen Sie sich herzlichst für die freundliche Besprechung meiner letzten Novellen in der 'Zeit' danken. Es ist grundfalsch, wenn man glaubt für einen großen Leserkreis schreiben zu müssen, schreiben zu können. Befriedigung kann es schließlich doch nur gewähren, wenn einem eine wenn auch kleine Anzahl stetig und beharrlich durch die Tiefen und Höhen folgt. Diese Wechselwirkung soll - meiner Ansicht nach - zwischen den Worten des Kritikers und denen des Poeten bestehen. Es freut mich daher immer Sie zu lesen, wenn der Artikel auch meinen Namen nicht enthält [...]". - Jeweils mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess; etwas fleckig und ein Brief mit Fehlstelle am oberen Rand (keine Textberührung).
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adressiertem Kuvert. An den Juristen Karl Frh. von Haerdtl (1818-1889): “[...] obwohl dermalen keine Stelle bei der Ah. Fonds-Güter Administration erledigt ist, so bringe ich den Herrn Doctor Rössler für einen frei werdenden Platz in Vormerkung und werde mich freuen Gelegenheit zu finden denselben persönlich kennen zu lernen [...]”. - Rudolf Ritter von Wrbna-Freudenthal, Träger des Ordens vom Goldenen Vlies und Vizepräsident des Herrenhauses im österreichischen Reichsrat, wurde 1870 Nachfolger von Friedrich Halm (Frh. von Münch-Bellinghausen) als Generalintendant der Hoftheater, denen Franz Frh. von Dingelstedt und Johann Ritter von Herbeck als Direktoren vorstanden. - Karl Frh. von Haerdtl war Mitglied des Herrenhauses und mehr als zwanzig Jahre lang Präsident der Wiener Advokatenkammer. - Das Kuvert mit gänzlich erhaltenem Siegel.
Oblong 8vo (postcard). ½ page. Inscribed to the German dermatologist Alwin Scharlau. - One of the most important sculptors of the 20th century, Wrba created some 3,000-4,000 works, taught at the Dresden Academy from 1907, and contributed to the restoration and completion of the Dresden Zwinger, where he directed the work of 53 sculptors from 1911 to 1933, and produced many sculpture groups himself. - Traces of postmarks. Self-addressed by the collector on the reverse. The Mecklenburg physician Scharlau (b. 1888) assembled a collection of artists' autographs by personal application.
1 S. 8vo. An Karl Sonklar von Innstädten: "Gestern erfuhr ich daß Sie im Begriffe sind ein neues geologisches Werk herauszugeben. - Da mich noch alles sehr lebhaft interessirt was in diesem Genre geschrieben wird; so bitte ich Sie, mich in die Zahl Ihrer Prenumeranten gütigst aufzunehmen [...]”. - Johann Wratislaw war im italienischen Feldzug 1848 Generalstabschef in der Armee von Feldmarschall Radetzky. Im Alter von 63 Jahren erstmals in den Stand der Ehe tretend, starb er nur drei Jahre später “ohne Kinder zu hinterlassen” (Wurzbach, zit. n. DBA I 1395, 166 . - Der Geograph und Generalmajor Karl Sonklar von Innstädten (1816-85) zählt neben Friedrich von Simony und Anton von Ruthner zu den Pionieren der Alpenerforschung; als geographischer Schriftsteller hat Sonklar "durch gründliche und vielseitige Beobachtungen über Gletscher, hydrographische, meteorologische und biogeographische Erscheinungen, besonders die Höhengrenzen, die er seinen wissenschaftlichen Beschreibungen beschränkterer Gebiete der Alpen einverleibte, wissenschaftliches Material von Werth dargeboten und zugleich die Methode der Länderbeschreibung geklärt" (ADB). Neben militärwissenschaftlichen Abhandlungen in den Bereichen der Taktik und Kriegsgeschichte veröffentlichte er auch ein kunstwissenschaftliches Werk, das nach dem wohlwollenden Urteil der Zeitgenossen "in keiner Anstalt, in welcher über Kunst vorgetragen wird, fehlen" dürfe (Wurzbach). - Mit kl. Einr. im linken Rand (keine Textberührung). - Aus der berühmten Autographensammlung des Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909).
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Professor bezüglich einer Terminvereinbarung in dessen Atelier: "Ich habe das Vergnügen Sie ergebenst zu benachrichtigen, daß das Fräulein Emmy v. Below [d. i. Emma Ida Georgine von Below, 1847-76] am 22t. d. M. hier eintreffen, u. sich demnächst in Ihrem Atillier einfinden wird. Tag u. Stunde soll später bestimmt u. mit Ihnen verabredet werden [...]". - Von Wrangel existiert ein Portrait dieser Zeit von der Hand des Malers und Zeichners Adolph von Menzel, der damals in Berlin tätig war. Emma von Below wurde drei Jahre später mit Albrecht Wilhelm von Wobeser verheiratet. - Leicht staub- und fingerfleckig, mit Spuren alter Faltung.
1 S. Visitkartenformat. In polnischer Sprache.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely: "Herzlichen Dank! Ihre Rike Wozelka". - Die Hauptschullehrerin Rike Wozelka wurde kurz vor ihrem Tod mit dem Ottokar-Kernstock-Preis ausgezeichnet (vgl. List, Kunst und Künstler in der Steiermark, S. 1085).
2 SS. 8vo. An einen "sehr geehrten Herrn Doctor" mit der Mitteilung von einer Aufführung "meines neuen Oratoriums 'Da Jesus auf Erden ging' [...] Sollte es Ihnen möglich sein, der Aufführung beizuwohnen, so würde es mr eine ganz besondere Freude machen, Sie dort begrüßen zu können, wenn jedoch die heutigen Reiseschwierigkeiten Sie von dem Besuch der Aufführung abhalten sollten, so werde ich mir erlauben, Sie auf der Rückreise von Stuttgart in Heidelberg aufzusuchen".
1 S. 8vo. Mit eh. Adresse. An die Redaktion der Kleinen Presse in Frankfurt mit der Bitte um einige Exemplare der aktuellen Ausgabe: "Mit verbindlichstem Dank für die freundliche Besprechung der Aufführung meiner Passionsmusik (Concert des Rühlschen Vereins am 8. Jan.) bitte ich um gef. Zusendung von 6 Exemplaren der betreffenden Nummer und gestatte mir den Betrag in Postmarken beizufügen [...]". - Spuren alter Montage.
Zusammen 3 SS. Qu.-8vo. Ostergrüße an Josef Wesely. - Woworsky, seit 1923 geistlicher Rektor der Strafanstalt Graz-Karlau, wurde als Lyriker, nichtsdestominder aber auch als Übersetzer Manzonis, Homiletiker und Biograph bekannt. Vgl. Kosch IV, 3463.
Zusammen 6 SS. Qu.-8vo. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Wünsche zu Geburtstag, Neujahr u. a. - Woworsky, seit 1923 geistlicher Rektor der Strafanstalt Graz-Karlau, wurde als Lyriker, nichtsdestominder aber auch als Übersetzer Manzonis, Homiletiker und Biograph bekannt. Vgl. Kosch IV, 3463.
Oblong small 8vo. With typed envelope. "If the honor of Europe was preserved at all during the Hitler Holocaust, it was by the Scandinavian countries like Sweden who saved their own Jewish citizens and gave safe refuge to others".
1½ SS. 8vo. auf gefalt. Doppelblatt. "Hochgeehrter Herr! Erst heute hatte ich Gelegenheit, die freundlichen Worte zu lesen, die Sie meinen am Klavierabende E. Kerndl vorgetragenen Klavierkompositionen zu widmen die Güte hatten. Hiefür spreche ich meinen verbindlichsten Dank in der angenehmen Erwartung aus, Sie, hochgeehrten Herrn, bei gelegentlich persönlicher Begegnung noch besonders versichern zu können der aufrichtigsten Ehrerbietung [...]".
1 S. 4to. An den Kunsthistoriker und Direktor der Wiener Albertina Walter Koschatzky mit Dank für einen Brief: "Ihre Zeilen haben mich sehr gefreut. Es ist ein Pech, daß wir uns so selten sehen, aber ich hoffe, daß das jetzt einmal anders wird jedenfalls in der allernächsten Zukunft, lieber Dr. Ihnen und Ihrer lieben Frau [...]". - Im Herbst 1965 hatte die Albertina dem bedeutenden Bildhauer eine Werkschau gewidmet. - Auf Briefpapier mit gedrucktem Briefkopf "Fritz Wotruba". Mit kleineren Quetschfalten am oberen Rand.
1 S. 4to. An den Kunsthistoriker Bruno Grimschitz: "Gestern traf ich zufällig den Maler Merkel und erfuhr, daß sicherlich versehentlich versäumt wurde ihn für die Londoner Ausstellung aufzufordern. Vor 4 Wochen habe ich eine Reihe von Bildern der ganz letzten Zeit die nur sehr wenige Leute gesehen haben im Atelier ansehen können, die ganz besonders schön waren u. es wäre riesig schade wenn das vergessen worden wäre. Da der Termin schon so knapp ist, kann man ihn vielleicht telephonisch verständigen [...]".
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert. Wünsche zu Neujahr im eigenen wie im Namen seiner Frau an Josef Wesely.