26 497 résultats
Zusammen 2 SS. Qu.-8vo. Mit 2 (1 eh. und 1 ms.) Kuverts. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag und sendet Neujahrswünsche.
1 S. Qu.-8vo. Mit ms. adr. Kuvert. Wünsche zu Neujahr im eigenen wie im Namen seiner Frau an Josef Wesely.
1 S. Kl.-Folio (ca. 210:336 mm). Quittung über 131 Gulden 25 Kreuzer, "welche, dem Gefertigten als seine Pension für den Monat November und zwar von einer jährlichen per 1575 fl. aus der k. k. Hofburgtheater Cassa baar ausgezahlt worden [...]". - Die Stempelmarke ausgeschnitten mit geringf. Textverlust in der ersten Zeile.
8vo. (8+8+8+8 =) 16 pp. on 4 bifolia, comprising four letters. Accompanied by an autographed calling card (3 lines). The wealthy French composer and winner of the Prix de Rome writes to his sweetheart. In one letter, he has met with success and is eager to share news of it: "Si je me repose sur mes lauriers? Oh la! la! oh la! la! oh la! la! comme on dit en grec moderne. Après que pendant quinze ans personne n'a voulu de moi tout le monde en veut maintenant mais tout de suite et à la fois!" He explains further the struggles of a composer in demand: "Les commandes arrivent de plusieurs cotes, mais toujours au dernier moment. On veut de me demander la musique d'une féerie : l'oiseau Bleu. C'est gentil à faire, mais on ne donne moins de deux mois, c'est fou ! et moi-même je le deviendrai à ce régime. Quoiqu’il en soit il faut arriver à temps c'est important à tous les points de vue. Alors je me cloitre. C'est vous dire que je n'ou pas le temps d'aller en conservatoire pour entendre la musique des autres. Le Vendredi ou je serai à Londres pour l'enfant Prodigue". "L'Enfant Prodigue", Wormser's 1916 pantomime, was his best-known work. - However, in the midst of this, Wormser exclaims, "Mais vous, c'est vous que je voudrais voir et non au concert ou l'on ne peut pas parler. Vous ne pouvez pas me donner un soir...? Je lâcherais l'oiseau bleu! c'est vous dire si j'ai envie de bavarder amicalement. Nous nous conterons nos douleurs!" In all his letters, Wormser repeatedly asks, often wittily, why he has not received more letters from her. In another, he suggests a trip to the countryside, where the "air et le soleil" will heal her ills and her letter-writing. He adds that, "Je voudrais bien aller vous retrouver là-bas, d'abord pour vous voir, ensuite pour me reposer dans le calme et la solitude... Je deviens de plus en plus loup-garou". - Gently creased, faintly toned.
Zusammen 3 SS. Qu.-8vo. Jeweils mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihm wiederholt übersandte Wünsche zum Geburtstag. - Wopfner, Professor für österreichische Geschichte, Wirtschaftsgeschichte und Volkskunde in Innsbruck, begründete 1921 die Zeitschrift ‘Tiroler Heimat’ und war seit 1923 Leiter des Instituts für geschichtliche Siedlungs- und Heimatkunde der Alpenländer. Vgl. Öst. Lex. II, 663.
8vo. 1 page on bifolium. Together with a photograph depicting Woolner at work. To Dr. Hooker: "I have just finished the medallion at length: and have kept the relief lower to suit Wedgwoods and have allended to the points you mentioned. Shall I send it off to be Wedgwooded, or would you like me to keep it till you are able to see it? [...]".
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An die "Wiener Photographische Gesellschaft", in technischen Fragen und zu seinen ausländischen Patenten: "Gentlemen. You are mistaken about the 'Debardeur', it is not a cabinet but a 12 x 10 size. We printed you all the smaller sized ones but could not do the larger in consequence of the accident to our large Hydraulic press. We have not yet received it back & cannot hope for it before the end of the month. I think it would be awkward for me to have shares in a company so far away & would rather dispose of my patents for Austria - either altogether or for half cash & half an interest in the Company. I enclose you a print from a negative of Luckhardts [...]". - Woodbury entwickelte 1864 die "Woodburytypie" (Photoglyptie), einen photochemischen Prozess, der zwischen ca. 1870 und 1900 vor allem in der qualitativ hochwertigen Buchillustration verbreitet war. Es handelte sich um die einzige kommerziell erfolgreiche Methode, feinste Abstufungen von Fotografien im Druck wiederzugeben. In den Jahren 1864-85 meldete Woodbury in England wie auch im Ausland über 30 Patente an, darunter solche zur Stereoskopie, Ballonphotographie, zu Dias, Filmen, und Projektoren.
3 SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief) und Siegelrest. An die Geheime Staatsräthin Frau Körner: "Meine theure Freundin, die gute Justizräthin Krause, deren Bekanntschaft mir sehr angenehm war, denn sie ist eine sehr gebildete u. reelle Frau, wird Ihnen diese Zeilen zubringen. Recht schmerzlich fühle ich auch den Tod meiner lieben Caroline Humboldt, da sie mich mit Nachrichten von meinen Freunden, u. besonders mit Ihnen immer so treu en rapport hielt. Die [?] Hedemann wollte die Correspondenz erhalten, aber sie schreibt mir nicht, u. die gute Seele hat wohl mit Mann u. der Bülowschen Familie viel zu thun. Sehr besorgt war ich um Sie, in der Cholerazeit die sich doch nun zu entfernen scheint. Mein guter Hofrath Hufeland tröstete mich mit dem Gedanken, daß die böse Seuche meist die alten Plätze wieder aufsuche, u. da Sie, früher verschont blieben durfte ich hoffen Gott würde Sie auch in diesem Jahr schützen. Ob ich gleich den Tod als neuen tröstenden Freund ansehe, so stürbe ich doch nicht gern an dieser Krankheit. Dies stöhrte auch meine Reiseprojekte u. allerhand anderer Einrichtungen u. ich lebte in meinem stillen Thal. Im nächsten Jahr wenn ich's erlebe denke ich dann sehr ins Weite. Nichts bindet mich mehr. Mein Gut habe ich verkauft. Das Hauß, an dem der Garten mit meines Adolfs Grabe liegt, habe ich nach seiner Gesinnung um zuerst für die Erziehung der Kinder zu sorgen, dem Dorf zur Schule gespendet. So werden heitre Kinder die Blumen von dem geliebten Grab pflücken, neben dem auch ich ruhen werde. Mir ist oft als gienge mich nichts mehr an als dies, aber der Antheil an allem Guten u. Großen u. vielen lieben Menschen regt sich so lange das Herz schlägt. Sie meine Theure verstehen diesen Zustand - ach wir tragen ja gemeinsamen Schmerz! […] Mit Cotta ist noch nichts geschehen, da ich dachte Schillers Statue in Stuttgart würde noch in diesem Jahr errichtet werden […] Doch liegen Ihre Briefe Schillers nur mit Ihrer Adresse im Fall meines Todes. Das Unwesen mit den Briefen wird immer unerträglicher […]". - Schon früh war das Interesse der Schwestern Caroline und Charlotte Lengefeld am literarischen Leben ihrer Zeit geweckt. Enge Verbindungen bestanden zum Musenhof der Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach in Weimar, zu Johann Caspar Lavater und zu Caroline von Dacheröden (Wilhelm von Humboldts späterer Frau) wie auch zu Friedrich Schiller, mit dem die Familie eng befreundet war und den Charlotte im Jahr 1790 heiratete. Mit seiner Schwägerin Caroline verband Schiller bis zu seinem Tod eine intensive freundschaftliche, durch die gemeinsamen literarischen Interessen geförderte Beziehung. Nachdem ihre Ehe mit von dem Geheimen Legationsrat und Kanzler Friedrich Wilhelm Ludwig von Beulwitz (1755-1829) im Jahr 1794 geschieden worden war, heiratete Caroline von Lengefeld noch im gleichen Jahr den Legationsrat Wilhelm von Wolzogen (1762-1809). Nach mehreren Schicksalsschlägen - dem Tod Schillers (1805), ihres Mannes (1809), ihrer Schwester und ihres einzigen Sohnes Adolf (1825) - zog sich Caroline von Wolzogen aus dem gesellschaftlichen Leben Weimars zurück. Ab 1825 wohnte sie in Jena und führte bis zu ihrem Tod im Jahr 1847 ein einsames, von schwärmerischer Religiosität geprägtes Leben.
2 SS. 8vo. Der Halbbruder Ernst von Wolzogens war 1877 auf Ersuchen Wagners nach Bayreuth gekommen und war dort als Redakteur der Vierteljahresschrift "Bayreuther Blätter" tätig. Bis zu seinem Tod war Wolzogen Herausgeber dieser Zeitschrift "und verfaßte zahlreiche Schriften zum Verständnis des Wagnerschen Werks, darunter einen 'Thematischen Leitfaden zum Ring, zum Parsifal und zum Tristan' (1876-85)" (DBE).
1 S. Carte-de-visite-Format. An eine unbekannte Adressatin: "Sehr geehrte gnädige Frau, Leider kann Ich Ihren Wunsch nicht erfüllen, da ich kein Bild von mir habe, es auch grundsätzlich nur an gute Bekannte gebe [...]".
1 S. Qu.-8vo. Auf Briefkarte mit gedr. Briefkopf der "Bayreuther Blätter". "Sehr geehrter Herr, auf meine den Bayr. Bl. beigelegte Aufforderung zur Subskription auf Plüddemanns Balladen sind leider bisher nur 3 Anmeldungen eingegangen, und ich selbst vermag augenblicklich nur 2 Ex. zu zeichnen. Vielleicht kommt noch etwas nach [...]".
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, montiert auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "So lange die Lenker unseres staatlichen Daseins von Mehrheitsbeschlüssen abhängig sind und diese Mehrheit aus der großen Masse der Denkunfähigen besteht, denen man sorgfältig alle entscheidenden Wahrheiten verschweigt, alle bedeutsamen Zusammenhänge und Hintergründe verschleiert, so lange ist ein Aufstieg Deutschlands zu innerer Ruhe und Würde oder gar zu äußerer Machtgeltung unmöglich [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Ernst von Wolzogen, ein offener Gegner der Weimarer Republik, schrieb bereits 1921 antidemokratische Kabarettverse. Koslowsky 32.
Zusammen 32½ SS. 8vo. Schöne und ausführliche Briefe an seine Schwester Gisela: “Du hast allerdings allen grund über mein langes schweigen zu klagen; wenn du aber den ganzen Sommer über in meiner haut gesteckt hättest, würdest du auch zum Schreiben wenig lust ferspürt [!] haben. Denn di[e] große geistige ermüdung hat allemal auch geistige erschlaffung zur folge. Ueberdi[e]s habe ich meine freien stunden so weit es ging angewan[d]t, um wenig etwas für mein studium zu tun [...]” (Br. v. 29. VIII. 1878). - “Eben kommt beiliegendes ‘rundschreiben’ von Otto mit beilagen, welche ich dich bitte sofort wieder nach Mannheim zu spediren. Auf eine prüfung der ‘Neuwürderung’ (blödwitziges wort!) brauchst du dich nicht einzulassen, denn die richtigkeit derselben ist weder zu bezweifeln noch zu controlliren. Es kommt nur darauf an, Otto sofort zu melden, ob du damit einverstanden bist, daß wir die darin angegebenen werte voll versichern wollen, oder nicht. Ich bin für volle versicherung, besonders der Wirtschaftsgebäude wegen, welche wir ja im fall eines brandes wieder aufbauen müssen [...]” (Br. v. 19. X.1883). - Mit Friedrich Schiller weitläufig verwandt, wuchs Ernst von Wolzogen in einem künstlerischen Elternhaus auf, studierte in Straßburg und Leipzig und war Vorleser der Großherzogs von Sachsen-Weimar. In München gründete Wolzogen die Freie literarische Gesellschaft, inszenierte Dramen von Gerhart Hauptmann und Henrik Ibsen und war Mitarbeiter mehrerer Wochen- und Zeitschriften. In Berlin 1901 die erste deutsche und nach dem Pariser ‘Chat Noir’ (1881) weltweit zweite Kleinkunstbühne ‘Das Überbrettl’ gründend, war Wolzogen wie dem Unternehmen jedoch wegen der preußischen Zensur und mangelnden Profitinteresses der Mitträger kein Erfolg beschieden; die von ihm 1905 gegründete und geleitete erste Berliner Komische Oper (‘Wolzogen-Oper’) in der Dresdener Straße (später Thalia-Theater) endete gar mit einem künstlerischen und finanziellen Fiasko. Fortan als freier Schriftsteller lebend, hatte er 1920 noch die Leitung des von Max Reinhardt gegründeten Kabaretts ‘Schall und Rauch’ inne. Vgl. Kosch IV, 3458. - Der Brief v. 7. X. 1874 als Nachschrift zu einem Br. seines Vaters, des Schriftstellers und Theaterleiters Alfred v. W. (1823-1883); der Br. v. 3.III. 1883 mit einer ganzseitigen eh. Nachschrift seiner Gattin Marinka.
2 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An den Schauspieler Julius Strebinger: "Darf ich Sie bitten mir zu sagen, ob Frl. Meininger (Suzan) ein Honorar mit Ihnen ausgemacht & erhalten hat. Wenn nicht, so dürften wohl 50 M. das entsprechende sein. Bitte wollen Sie dem Boten eine Zeile an Director Bruckmann geben, der in Director Schwartzers Abwesenheit die Kasse führt […] Ich reise morgen auf etliche Zeit nach den Süden & sage Ihnen hiermit auf diesem Wege lebewohl & meinen herzlichen Dank für Ihre liebenswürdige & wertvolle Hülfe bei meinem schweren Unternehmen. Angesichts des schmachvollen Undanks, der mir dafür zuteil geworden ist, gedenke ich […] auf die Leitung der dramatischen Aufführungen der Gesellschaft zu verzichten. Bitte richten Sie auch Ihren Herrn Collegen schönste Grüße & meinen Dank aus […]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der Münchener Litterarischen Gesellschaft. - Mit Friedrich Schiller weitläufig verwandt, wuchs Ernst von Wolzogen in einem künstlerischen Elternhaus auf, studierte in Straßburg und Leipzig und war Vorleser des Großherzogs von Sachsen-Weimar. In München gründete Wolzogen die Freie literarische Gesellschaft, inszenierte Dramen von Gerhart Hauptmann und Henrik Ibsen und war Mitarbeiter mehrerer Wochen- und Zeitschriften. In Berlin 1901 die erste deutsche und nach dem Pariser 'Chat Noir' (1881) weltweit zweite Kleinkunstbühne 'Das Überbrettl' gründend, war Wolzogen wie dem Unternehmen jedoch wegen der preußischen Zensur und mangelnden Profitinteresses der Mitträger kein Erfolg beschieden; die von ihm 1905 gegründete und geleitete erste Berliner Komische Oper ('Wolzogen-Oper') in der Dresdener Straße (später Thalia-Theater) endete gar mit einem künstlerischen und finanziellen Fiasko. Fortan als freier Schriftsteller lebend, hatte er 1920 noch die Leitung des von Max Reinhardt gegründeten Kabaretts 'Schall und Rauch' inne. Vgl. Kosch IV, 3458.
1 S. Qu.-8vo. "Götter vergehen zu neuem Erstehen, Gleichnis sind sie des Ewigen nur - Ruhig ragt in der Welten Runde Einzig die Rita ewig zu Recht […]". - Mit Friedrich Schiller weitläufig verwandt, wuchs Ernst von Wolzogen in einem künstlerischen Elternhaus auf, studierte in Straßburg und Leipzig und war Vorleser des Großherzogs von Sachsen-Weimar. In München gründete Wolzogen die Freie literarische Gesellschaft, inszenierte Dramen von Gerhart Hauptmann und Henrik Ibsen und war Mitarbeiter mehrerer Wochen- und Zeitschriften. In Berlin 1901 die erste deutsche und nach dem Pariser 'Chat Noir' (1881) weltweit zweite Kleinkunstbühne 'Das Überbrettl' gründend, war Wolzogen wie dem Unternehmen jedoch wegen der preußischen Zensur und mangelnden Profitinteresses der Mitträger kein Erfolg beschieden; die von ihm 1905 gegründete und geleitete erste Berliner Komische Oper ('Wolzogen-Oper') in der Dresdener Straße (später Thalia-Theater) endete gar mit einem künstlerischen und finanziellen Fiasko. Fortan als freier Schriftsteller lebend, hatte er 1920 noch die Leitung des von Max Reinhardt gegründeten Kabaretts 'Schall und Rauch' inne. Vgl. Kosch IV, 3458.
3¾ SS. 8vo. Mit eh. adr. Umschlag. An den Musikkritiker und Librettisten Richard Batka: "In diesen Tagen erscheinen zwei neue Lautenliederhefte von mir, und ich habe mir erlaubt, Ihnen eins davon zu widmen. Wollen Sie es freundlichst als ein Zeichen meiner grossen Verehrung für Sie annehmen. Sie haben immer so verständnisvolle und gütige Worte für mich gehabt, das macht mich froh und stolz [...]". - Elsa Laura von Wolzogens Eltern hatten eine Familienpension in Dresden, in der bekannte Künstler und Gelehrte wie Arthur Rubinstein abstiegen. Sie genoss eine Ausbildung als Sängerin und trat in Liederabenden auf, in denen sie sich auf Volksliedern und eigenen Liedern zur Laute begleitete. Sie war um die Jahrhundertwende und Anfang des 20. Jahrhunderts eine populäre Liedsängerin und veröffentlichte mehrere Sammlungen von Lautenliedern.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit einer Beilage (s. u.). An den Schauspieler und Regisseur Heinrich Becker mit Dank für die Unterstützung ihrer Schwester und Mitteilung über die Anlage eines Geldbetrages: "Meine Schwester erntet schon die Früchte Ihres herzlichen thätigen Anthriebs an dem Wohl ihrer Familie ein, lieber Becker, u. trägt mir auf Ihnen den innigsten Dank dafür zu sagen. Seconda aus Leipzig hat ihr eine Summe von 372 rth. 16 pf übersendet, als den Betrag einer Vorstellung in Leipzig, die er durch Ihren Aufruf bewogen, zum Besten der Familie veranstaltete [...] Mein Mann findet Gelegenheit diese Summe in eine Banque [...] anzulegen, die Intereßen sollen zum Capital geschlagen werden, u. findet sich eine beßere Art über das Geld zu disponieren, so ist es immer zu haben. Ich hoffe Sie sind mit dieser Einrichtung zufrieden [...]". - Leicht stockfleckig. Beiliegend eigenh. Brief mit U. ihres Gatten Friedrich Wilhelm Ludwig von Beulwitz an Becker über einen Hrn. Gebel mit der Bitte um Mithilfe bei der Ausstellung eines Zertifikats für einen Herrn von Roeder: "Gebel ist außerordentlich gerührt über Ihr freundschatliches Andenken. Er hat endlich über seine Trägheit gesiegt, und die versprochenen Gedichte für Sie abgeschrieben [...] Unser geliebtester Bruder von Roeder, welcher nunmehr nach Wezlar gehet, wünschet ein Certificat [...] zu erhalten [...] Wollten Sie ihm wohl hierzu behülflich seyn [...] " (Rudolstadt, 29. VIII. 1785; 4 SS. auf Doppelblatt, 8vo).
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. "Meine Frau dankt vielmals für die gütige Lieferung, ist mit ihrem Bildchen ganz zufrieden und bittet um 1 dutzend davon [...]".
3 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief) und Siegelrest. An Herrn von Ruprecht, im k. k. Bücher-Revisionsamt: "Erlauben mir, Euer Wohlgebohren, Sie an das Vergnügen einer kurzen Bekanntschaft zu erinnern, und mich selbst und das Unternehmen, wozu wir uns die Freiheit nehmen Hochdieselben einzuladen, Ihrer Mitwirkung und Ihrem Schutze zu empfehlen. Zehn Kreißthaler ist der Satz, den wir für das Honorar wünschenswerthester und vorzüglich schätzbarer Beiträge festgesetzt haben, für den Bogen von 16 Seiten, die Seite zu vierzig Zeilen von sieben bis acht Worten. Daß die Beiträge von Hochdemselben uns überaus schätzbar seyn werden, brauche ich Ihnen nicht zu sagen […]". Auf dem 2. Blatt eines gedruckten Konzeptes für die Zeitschrift "Der Kranz, oder Erholungen für Geist und Herz": "Von der genannten Redaktion [Karoline von Woltmann und Wolfgang Adolph Gerle] wird der Kranz, im Jahre 1824 fortgesetzt werden. Sie widmet diese Blätter vorzüglich den schönen Gefühlen des menschlichen Herzens. Was diesen entgegengesetzte Regungen zu erwecken droht, persönliche Satyre, Satyre gegen bestehende Institute, politische Geschichte des Tages, schließt sie unbedingt aus […]". - Die Arzttochter ließ sich als Zweiundzwanzigjährige von ihrem ersten Mann, Karl Friedrich Müchler, scheiden, veröffentlichte im selben Jahr den Roman "Euphrosyne" und heiratete 1805 Karl Ludwig von Woltmann. Seit 1813 in Prag ansässig, kehrte sie 1826 nach Berlin zurück. Im Jahr 1824 wurde sie Chefredakteurin der Prager Zeitschrift "Der Kranz", in der auch ihre Werke abgedruckt wurden.
½ S. auf Doppelblatt. 8vo. Übersendet das Lustspiel ‘Tragische Konflikte’, das “in Leipzig wie in Dresden bei einer ganzen Reihe von Aufführungen mit großem Beifall aufgenommen” wurde. - Anfangs Architekt, sich später dem Theater zuwendend und hierauf erneut der Bühne, war Wolters 1894-1901 Lehrer am Konservatorium für Musik und Theater in Dresden. Danach widmete er sich ausschließlich schriftstellerischer Tätigkeit und veröffentlichte u.a. den Roman ‘Mädchen am See’ (1893), das Lustspiel ‘Liebe um Liebe’ (1896) und den Schwank ‘Der Taubenhof’ (1902). Vgl. Kosch IV, 3456. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf; ohne das erwähnte Lustspiel. - In altem Sammlungsumschlag.
1 S. Qu.-kl.-8vo. Alt auf Trägerkarton montiert (kl.-4to). "Es recht zu machen allen, / Ist die Kunst zu gefallen". - In Bleistift; gering fleckig und angestaubt.
1 S. Qu.-Folio. Mit einem Zitat der Brünhilde aus Richard Wagners "Der Ring des Nibelungen": "Nicht Gut, nicht Gold, noch göttliche Pracht; nicht Haus, nicht Hof, noch herrischer Prunk: nicht trüber Verträge trügender Bund, noch heuchelnder Sitte hartes Gesetz: selig in Lust und Leid lässt - die Liebe nur sein! [...]".