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3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. “Bezugnehmend auf die Ihnen zugesand[t]en Notizen (Theater Gmunden) erlaube ich mir die höfliche Bitte an Sie um gütige Aufnahme in ihr geschätztes Blatt [...]”. - Elvira Zell-Straßmeyer war als “muntere Liebhaberin in Graz, Preßburg, Baden bei Wien, Breslau, Bromberg, Linz, Prag” (Eisenberg, Gr. biogr. Lex. der dt. Bühne im 19. Jh., zit. n. DBA I 1237, 100), später auch am Wiener Raimundtheater und am Carltheater engagiert; vielleicht zu munter, da ihre Ehe mit dem Schauspieler Leopold Straßmeyer 1901 geschieden wurde. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der “Theater-Direktion Alfred Cavar”. - In altem Sammlungsumschlag.
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Zoologen Ludwig von Graff über seine Erforschung der Echinoderen, einer Unterart der im Schlamm lebenden Hakenrüssler: "Am Ende meines Aufenthaltes in Neapel angelangt erlaube ich mir Ihnen über das Ergebniss meiner Arbeiten zu berichten. Der Erfolg übersteigt meine Erwartungen bedeutend, jede Probe aus dem Schlamme des Golfes bringt neue Formen zum Vorschein. Bis heute konnte ich 38 neue Arten feststellen und ich muß es anderen Forschern nach mir überlassen, den Golf nach allen Richtungen auf Echinoderes zu durchsuchen. Meine Arbeit hat durch diesen Neapler Aufenthalt gewiß an Inhalt gewonnen. Vielleicht hätte man auch in Triest bei entsprechender Leitung der Station eine reichliche Ausbeute erzielen können [...]". - Aus der Autographensammlung von Eduard Fischer von Röslerstamm mit dessen eh. beschriebenem Archivzettel.
1½ SS. Folio. An Staatsminister Richard Graf von Belcredi (1823-1902) mit Dank für die Zusendung "des im hohen Staatsministerium verfaßten neuen Plans von Wien und Umgebung". - Der aus dem mährischen Wischau stammende Jurist war 1848 in den Wiener Gemeinderat gewählt, wurde 1851 Bürgermeister-Stellvertreter und 1861 Bürgermeister. "Mit ihm begann die liberale Vorherrschaft im Wiener Gemeinderat. 1862 wurde Zelinka Mitglied des niederösterreichischen Landtags, 1864 niederösterreichischer Landmarschall-Stellvertreter und gehörte seit 1867 dem Herrenhaus an. 1864 und 1867 wurde er als Bürgermeister wiedergewählt" (DBE). - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf des Bürgermeisters der Stadt Wien; papierbedingt leicht gebräunt.
186435568Brief mit eigenh. Unterschrift, dat. Wien, 24. März 1864. 4°. 1 SS.- Gefaltet.
186835566Brief mit eigenh. Unterschrift, dat. Wien, 29. Mai 1868. 4°. 1/2 SS.- Gefaltet, etwas angestaubt, kleine Randläsuren.
¾ S. auf Doppelblatt. Folio. In seiner Eigenschaft als stellvertretender Bürgermeister an den Wiener Gemeinderat: "Wegen Veräußerung der noch nicht versteigerten Baustellen Nro. III und IV und der darauf befindlichen Gebäudetheile von dem abgetheilten städtischen Hause Nro. 17 in Michelbaiern [!] wird am 12. k. M. um 9 Uhr früh am Rathause im äußern Rathsaale die Lizitation vorgenommen [...]". - Die Verso-Seite von Bl. 2 mit einer eigenh. Notiz mit U. von Zelinka. - Andreas Zelinka sollte zehn Jahre später, 1861, Wiener Bürgermeister werden. "Mit ihm begann die liberale Vorherrschaft im Wiener Gemeinderat. 1862 wurde Zelinka Mitglied des niederösterreichischen Landtags, 1864 niederösterreichischer Landmarschall-Stellvertreter und gehörte seit 1867 dem Herrenhaus an. 1864 und 1867 wurde er als Bürgermeister wiedergewählt" (DBE). In seine Zeit fiel die Planung der I. Wiener Hochquellenwasserleitung, der Donauregulierung und des Wiener Zentralfriedhofs. - Etwas fleckig.
3 Zeilen. 8vo. Ganzfigürliches Portrait, sitzend, in Uniform und mit Hund: "In Verehrung [...]". - Der Sohn des Bildhauers Franz Zelezny (1866-1932) versenkte 1916 als Erster ein U-Boot durch einen Lufttreffer.
1 S. Visitkartenformat. "Rein bleiben | rein schaffen". - Zelezny, ehedem Schüler von Julius Deininger und Anton Brenek, ließ sich nach mehrjähriger Tätigkeit in der väterlichen Bildhauerwerkstatt und einem Aufenthalt in Paris als freischaffender Bildhauer in Wien nieder, wurde Mitglied des Künstlerhauses, gehörte dem Albrecht-Dürer-Bund an und war 1907/08 als Professor an der Fachschule für Holzbearbeitung in Villach tätig. Später lebte und arbeitete er wieder in Wien. Er schuf u. a. zwei Reliquienbüsten der Päpste Sixtus und Urban (1902) für den Wiener Stephansdom, eine Buchsholzstatuette der Kaiserin Elisabeth (1905) sowie zahlreiche Bildnisse bekannter Wiener Persönlichkeiten.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Emma Schaup in Zipf/OÖ: "Bin bis 19. 9. in Franzensbad und will von hier nicht scheiden ohne Ihnen vorher recht herzliche Grüsse zu senden. Meine liebe Frau und Tochter Anna haben mich lieb hieher geleitet, sonst wäre ich nicht in 'Kur' gegangen [...]". - Franz Zelezny, ehedem Schüler von Julius Deininger und Anton Brenek, ließ sich nach mehrjähriger Tätigkeit in der väterlichen Bildhauerwerkstatt und einem Aufenthalt in Paris als freischaffender Bildhauer in Wien nieder, wurde Mitglied des Künstlerhauses, gehörte dem Albrecht-Dürer-Bund an und war 1907/08 als Prof. an der Fachschule für Holzbearbeitung in Villach tätig. Später lebte und arbeitete er wieder in Wien. Er schuf u. a. zwei Reliquienbüsten der Päpste Sixtus und Urban (1902) für den Wiener Stephansdom, eine Buchsholzstatuette der Kaiserin Elisabeth (1905) sowie zahlreiche Bildnisse bekannter Wiener Persönlichkeiten. - Die Bildseite mit einem Motiv aus Franzensbad ("Partie an der Stahlquelle"); die Zeichnung zeigt ein mit Strohhalm aus einem Glas trinkendes "kohlensaures Engerl" (so betitelt). Tls. in Bleistift.
1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An ein Fräulein Mutterl: "Bitte heute so lieb zu sein und zwischen 12-1 die von mir gemachten Entwürfe zu besichtigen [...]". - Franz Zelezny, ehedem Schüler von Julius Deininger und Anton Brenek, ließ sich nach mehrjähriger Tätigkeit in der väterlichen Bildhauerwerkstatt und einem Aufenthalt in Paris als freischaffender Bildhauer in Wien nieder, wurde Mitglied des Künstlerhauses, gehörte dem Albrecht-Dürer-Bund an und war 1907/08 als Prof. an der Fachschule für Holzbearbeitung in Villach tätig. Später lebte und arbeitete er wieder in Wien. Er schuf u. a. zwei Reliquienbüsten der Päpste Sixtus und Urban (1902) für den Wiener Stephansdom, eine Buchsholzstatuette der Kaiserin Elisabeth (1905) sowie zahlreiche Bildnisse bekannter Wiener Persönlichkeiten.
1 S. Gr.-8vo. An eine Direktorsgattin: "Ich bitte in meinem und meiner Familie Namen die besten Wünsche zu Ihrem Geburtstage entgegen zu nehmen. Wir alle wünschen dass Sie gnädige Frau lange Jahre in Ihrem so schönen und nützlichen Berufe, der jetzt, in dieser schweren Zeit doppelt geschützt werden muss wirken können [...]". - Zelezny, ehedem Schüler von Julius Deininger und Anton Brenek, ließ sich nach mehrjähriger Tätigkeit in der väterlichen Bildhauerwerkstatt und einem Aufenthalt in Paris als freischaffender Bildhauer in Wien nieder, wurde Mitglied des Künstlerhauses, gehörte dem Albrecht-Dürer-Bund an und war 1907/08 als Prof. an der Fachschule für Holzbearbeitung in Villach tätig. Später lebte und arbeitete er wieder in Wien. Er schuf u. a. zwei Reliquienbüsten der Päpste Sixtus und Urban (1902) für den Wiener Stephansdom, eine Buchsholzstatuette der Kaiserin Elisabeth (1905) sowie zahlreiche Bildnisse bekannter Wiener Persönlichkeiten.
1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Sagt seine Teilnahme an einem Ausflug ab: "[...] Mit lebhaftem Bedauern sehe ich mich außer Stand der freundlichen Einladung zu dem Frühlingsausfluge am 6. d. Folge zu geben, da mir längere Spaziergänge namentlich mit Anstieg verbundene ärztlich untersagt sind. Nemen Sie indes meinen herzlichen Wunsch entgegen, dass das schönste Wetter Ihre Ausfahrt begünstigen möge u. grüßen Sie mir freundlichst alle Teilnehmer derselben [...]". - Zeißberg war von 1891 bis 1896 Leiter des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung. Ab 1896 war er Direktor der kaiserlichen Hofbibliothek Wien. - Spuren alter Faltung.
1953044510Wien / Vienna: Universal 1953. 1st Edition . Soft cover. Very Good. 117 Pp. Softcover Large Format. Inscribed Jan. 3 1954 By Zeisl To His Friend Hugo Apparently A Close Friend Of The Schoenfeld Sisters Violinists. Erich Zeisl 1905 - 1959 Often Spelled Eric Was An Austrian-Born American Composer. Born To A Middle Class Jewish Family In Vienna Zeisl Was The Son Of Kamilla Feitler And Siegmund Zeisl. His Musical Precocity Enabled Him To Gain A Place At The Vienna State Academy Against The Wishes Of His Family When He Was 14 At Which Age His First Song Was Published. While There He Studied With Richard Stöhr Joseph Marx And Hugo Kauder. He Won A State Prize For A Setting Of The Requiem Mass In 1934 But His Jewish Background Made It Difficult To Obtain Work And Publication. After The Anschluss In 1938 He Fled First To Paris Where He Began Work On An Opera Based On Joseph Roth's Job And Then To New York City. Eventually He Went To Hollywood Where He Worked On Film Music But Increasingly Felt Isolated And Ill At Ease With The Production-Line Demands Of His Employers. Among The Films For Which He Wrote Music Were The Postman Always Rings Twice 1946 And Abbott And Costello Meet The Invisible Man 1951. Zeisl's Style Was Essentially Tonal And Conservative Compared To Contemporaries Such As Arnold Schoenberg And Thus Not Totally Unsuited To Film Music Composition. But His Heart Lay Elsewhere. At One Stage He Was Employed To Arrange The Music For A Highly Inaccurate Stage Show About The Life Of Tchaikovsky Song Without Words. His Anguish About His Reduction To Such Work Together With The Straits To Which Other Émigré Composers In America Were Reduced At The Time Is Evident In A Letter Written To A Friend In 1945: 'Even Milhaud Stravinsky Tansman Are Struggling. Béla Bartók Died In New York Of Hunger! . Last Year I Orchestrated A Tchaikowsky Operetta Which Provided A Living For 8 Months But Why Does Tchaikowsky Have To Be Put Into An Operetta . No Composer Is Important Here'. Nonetheless Zeisl Was Able Eventually To Find Academic Appointments And Time To Compose In His Own Style. These Works Included A Variety Of Chamber Music A Piano Concerto A Concerto For Cello Written For Gregor Piatigorsky And A Setting For Choir Soloists And Orchestra Of Psalm 92 In Hebrew Which He Titled Requiem Ebraico Hebrew Requiem Written In 1944-5 In Memory Of His Father. A Work Of Variations For Orchestra Was Based On The Christmas Carol "It Came Upon A Midnight Clear." His Opera Hiob Job Was Never Completed. Zeisl Was Married To Gertrud Susanne Jellinek. His Daughter Barbara Zeisl Schoenberg Married Ronald Schoenberg The Son Of The Composer Arnold Schoenberg. His Grandson Is Lawyer E. Randol Schoenberg. Zeisl's Status As A Proscribed Musician Under The Nazi Regime Has Been One Element In A Revival Of Interest In His Music Some Of Which Is Now Available On Cd. The Premiere Performance Of The Requiem Ebraico Was Held In Los Angeles In The Hollywood First Methodist Church On April 8 1945 By Hugo Strelitzer Conducting The Fairfax Temple Choir. <br/> <br/> Universal paperback
1 S. Kl.-Folio (ca. 210:340 mm). Quittung über 30 Gulden 80 Kreuzer "welche die Unterzeichnete als Spielhonnorar für neun Vorstellungen im Monat December 1858 a 4 fl 20 x Öst. Wäh. aus der Casse des k. k. Hofburgtheaters richtig und baar empfangen zu haben hiemit bestätiget [...]". - Verso eine Liste der Vorstellungen. Die Stempelmarke ausgeschnitten.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Wohl an den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884): "Die große Theilnahme, welche Sie [...] stets an den Fortschritten des medizinischen Wissens genommen haben, ermuthigt mich zu der ergebensten Bitte, Euer Hochwohlgeboren möchten dem neuen Journale Ihre gütige Mitwirkung nicht entziehen [...]". - Zehetmayer war Professor der Pathologie in Wien und später in Lemberg. Mitarbeiter des "Österreichischen medizinischen Jahrbuchs", redigierte er auch eine zeitlang die "Zeitschrift der k. k. Gesellschaft der Ärzte zu Wien". - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - In altem Sammlungsumschlag.
1 S. 4to. Mit ms. adr. Kuvert. - Beiliegend die Kopie eines ms. Schreibens an Joseph Moore von der Eaton Corporation. An den Kulturattaché und Botschaftsrat Peter Schoenwaldt (1934-2004): "Es ehrt mich, daß Sie meinen, ich wäre ein guter Autor für die amerikanische Zeitschrift 'Public Relations Quarterly'. Mein Problem ist allerdings, daß ich vertraglich gehalten bin, meine evtl. Elaborate über meine Tätigkeit - und das ist praktisch alles, was deutsche PR betrifft - dem Vorstand vorzulegen, und zwar in diesem Fall dem Vorsitzenden des Vorstandes, zu dem ich rapportiere, und der hat mit Sicherheit weder Zeit noch Lust, das zu lesen. Bei allen anderen Leuten des Hauses kann ich eine Vorprüfung vornehmen und die Genehmigung vorschlagen, die dann im allgemeinen auch anstandslos erteilt wird. Aber ich kann das nicht gut bei mir selbst tun, so daß ich praktisch der einzige Angehörige des Konzerns bin, der nicht in der Lage ist zu publizieren [...]". - Georg-Volkmar Gf. von Zedtwitz-Arnim war seit den frühen fünfziger Jahren in verantwortlichen Positionen der Öffentlichkeitsarbeit nationaler und internationaler Unternehmen tätig. "So leitete er die Pressestellen von Air France, Krupp und Telefunken, zuletzt bis 1990 die Abteilung Information der Vereinigten Elektrizitätswerke. Er war Vorstandsmitglied des Deutschen Journalisten-Verbandes, der ihn ebenso zum Ehrenmitglied machte wie die Deutsche Public-Relations-Gesellschaft; bei der Confédération Européenne des Relations Publiques wurde er Ehrenpräsident. [Er] veröffentlichte u. a. 'Public-Relations für die Wirtschaft' (1961)" (DBE). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
1 S. Qu.-12mo. Auf der Verso-Seite einer Eintrittskarte zu Heinz Conrads' Sonntagvormittagsrevue "Was gibt es Neues?"; mitunterzeichnet vom Pianisten, Komponisten und Dirigenten Herbert Seiter (1921-96). - Heinz Zednik studierte am Wiener Konservatorium, debütierte in Graz und wurde 1965 Mitglied der Wiener Staatsoper. Seit 1970 sang er bei den Bayreuther Festspielen, wo er der Nachfolger Gerhard Stolzes und Gerhard Ungers als Mime, Loge und David war. Unter Karajan sang er den Valzacchi im 'Rosenkavalier', unter Abbado den Schreiber in 'Chowanschtschina', unter James Levine den Monostatos in der 'Zauberflöte' und unter Lorin Maazel den Regisseur in 'Un ré in ascolto'. - Herbert Seiter erfuhr seine musikalische Ausbildung durch Ferdinand von Rebay und Emil von Sauer, studierte Komposition bei Joseph Marx und besuchte die Dirigentenklasse von Hans Swarowsky. Später war Seiter Dirigent des ehemaligen Kleinen Wiener Rundfunkorchesters, wurde 1952 Programmgestalter beim Österreichischen Rundfunk und begleitete den Conférencier Heinz Conrads seit 1970 viele Jahre hindurch am Flügel. Seit 1945 schrieb Seiter auch zahlreiche Wienerlieder, U-Musik, Tanz- und Filmmusik.
53317o.J. Berlin, 6. VIII. 1916, 8 x 12 cm. 1 Seite. Gelocht.
Ca. 1 S. auf Doppelblatt. Folio. Mit Adresse und Siegel verso. An das Kuratorium des Marienstifts in Stettin zu einer Beschwerde einiger Professoren am Marienstift bezüglich ihrer Entlohnung und mit der Aufforderung, jene Lehrkräfte zu benennen, deren ungebührliches Verhalten das Kuratorium zu dieser Handlung bewogen habe: "Was Unß Ihr, auf die an Euch remittirte Beschwerden der dortigen Professores, wegen des ihnen vergütigten vorjärigen Deputat Korns [...] berichtet [...], hat Unß bewogen [...] die Supplicanten dato abschläglich zu bescheiden. Welche unter selbigen, Eurer Anzeige nach, im letztverwichenen Jahr entweder einige Monathe verweiset gewesen, oder einige Wochen lang ihre Lehr Stunden ohne Noth ausgesetzt [...], habt Ihr Unß binnen 14 Tagen, mit Bemerkung der Umstände, pflichtmäßig zu benennen [...]". - Mit Ausschnitt durch Brieföffnung. An den Rändern stellenweise etwas gebräunt, leicht braunfleckig, mit Wert- und Monogrammstempel König Friedrichs II. ("FR"). Mit Empfängervermerk, Fakturierungsnotiz in Tinte und Sammlernotiz in Bleistift.
185840303Wien bzw. ohne Ort, 12. V. 1854 bzw. 6. VI. 1858. Zus. 2 S., 8°.
1 S. auf Doppelblatt. Gr.-4to. Neunzeiliger Auszug aus seinem Gedicht "Todtenkränze IX", Nr. 132: "Ich kann es seh'n wie das Verdienst im Staube; / Den Dünkel kann ich sehen, glanzumgeben, / Sein hohles Haupt erheben; / Die Narren sitzen an der Weisen Stelle; / Die Tugend schmachten, elend und verlassen, / Indeß das Laster und der Unwerth prassen, / Und weg sie scheuchen von des Glückes Schwelle; / Den schlechten Baum gedeihn, vom Blitz getroffen / Den edlen Stamm - ich kann es sehn und - hoffen! [...]". - Auf lithogr. Briefpapier mit hs. hinzugefügtem kalligraphischem Namenszug, reichem floralem Rahmen, architektonischen Elementen, einem Lautenspieler und einer Harfenistin. Mit einigen wenigen größeren Randeinrissen und Sammlernotiz in Kugelstift. Beiliegend ein Zeitungsausschnitt zum Tode des Verfassers.
(Small) 8vo. 2 pp. on 4 ff. To Count Dietrichstein about a trip to Schwarzenau (undated) and regarding the death of the Duchess of Sagan (letter dated November 29th, 1839). - With traces of seal.
Large 8vo. 2 pp. on bifolium. To a lady friend: "[...] Gott segne Sie und gebe Ihnen was Sie wünschen, und wenn Er Ihnen alles gegeben hat, noch etwas dazu! - Ich bin vor 3 Tagen hier angekommen, und weiß in der That nicht wo mir der Kopf steht, so viel hab ich ins Werk zu setzen [...] Ich hoffe die Kinder wissen noch von mir, und werden mich noch kennen, wenn sie zurückkommen [...]". - With brief contemp. biographical note.
½ S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich hoffe das eingetretene Hinterniß [!] ist nicht von Bedeutung und Dauer, und ich komme so bald als möglich selbst mich zu erkundigen". - Nachdem Zedlitz, der Sohn eines fürstbischöflichen Amthauptmanns, die militärische Laufbahn eingeschlagen und als Oberleutnant und Ordonnanzoffizier u. a. 1809 an den Schlachten von Regensburg, Aspern und Deutsch Wagram teilgenommen hatte, quittierte er auf Wunsch seiner Familie seine militärische Laufbahn, ging zur Bewirtschaftung der eigenen Güter nach Ungarn, kehrte 1810 aber als Kammerherr nach Wien zurück und verkehrte dort in literarischen Zirkeln. 1836 verfaßte der u. a. mit Grillparzer befreundete Zedlitz den Text für die Kaiserhymne auf Ferdinand I., im Jahr darauf trat er in den Dienst der Staatskanzlei, verfaßte österreichfreundliche Artikel für die "Augsburger Zeitung" und war in diplomatischer Mission tätig. Sein literarisches Schaffen umfaßt neben Lyrischem vorwiegend Dramen.
3 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An eine Dame: "[...] Vor Allem freut es mich über Ihr und der Ihrigen Befindenaus Ihrem Schreiben alles Gute entnehmen zu können [...] In Betreff der [...] Angelegenheit von Ruff bin ich sehr gern erbötig, wenn er seine Statuette einschickt sie selbst an den Kaiser [...] so wie in die Ausstellung zu bringen. Für den Erfolg kann ich nicht einstehen, glaube aber nach dem Talent was Ruff besitzt gewiß eine sehr gute Aufnahme auguriren zu können [...]". - Nachdem Zedlitz, der Sohn eines fürstbischöflichen Amthauptmanns, die militärische Laufbahn eingeschlagen und als Oberleutnant und Ordonnanzoffizier u. a. 1809 an den Schlachten von Regensburg, Aspern und Deutsch Wagram teilgenommen hatte, quittierte er auf Wunsch seiner Familie seine militärische Laufbahn, ging zur Bewirtschaftung der eigenen Güter nach Ungarn, kehrte 1810 aber als Kammerherr nach Wien zurück und verkehrte dort in literarischen Zirkeln. 1836 verfaßte der u. a. mit Grillparzer befreundete Zedlitz den Text für die Kaiserhymne auf Ferdinand I., im Jahr darauf trat er in den Dienst der Staatskanzlei, verfaßte österreichfreundliche Artikel für die "Augsburger Zeitung" und war in diplomatischer Mission tätig. Sein literarisches Schaffen umfaßt neben Lyrischem vorwiegend Dramen. - Mit kleineren Randläsuren.