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¾ S. Gr.-4to. Wohl von einer Hofdame niedergeschriebenes Programm mit den Festlichkeiten von 12. bis 19. Juli eines nicht angeführten Jahres: "Samstag den 12 Juli große Tafel in der Gallerie in Schönbrunn auf 75 Personen, und Marschal[l]tafel | Montag den 14. Juli großes Gouter in Laxenburg, Piruthschaft [?], Wasserfahrt | Donnerstag den 17. Juli, Piruthschaft [?] in Schönbrunn und Gouter am [!] Gloriette | Samstag den 19. Juli Gouter in der Gallerie und Feuerwerk in Schönbrunn [...]". - Mit kleinen Randläsuren und Stecknadeldurchstichen.
1 S. Gr.-4to. Dreiseitiger Goldschnitt. "Ein Bild von Treu und Häuslichkeit | Darf sich dir wohl, o Freundin, zeigen; | Ist ihm doch jene Tugend eigen, | Die höhern Werth Dir selbst verleiht. | Wenn Gleichmuth, Güte, Heiterkeit, | Dich Nachsicht und Verschwiegenheit, | Zur liebenswürd'gen Freundin prägen; | So sucht die Poesie verlegen | Der sich kein bessres Gleichniß baut [...]". - Einer dreizeiligen zeitgenöss. Notiz zufolge, die sich am oberen Rand der Verso-Seite findet, ist die Adressatin des Gedichts Henriette von Bardeleben. - Die Nichte von Charlotte von Stein schrieb Lyrik, Balladen und Versepen, die Schiller z. T. in seinen "Musenalmanach" und in die "Horen" aufnahm; "Goethe überarbeitete mit ihr das Epos ‚Die Schwestern von Lesbos' (1801). Nach der Heirat 1803 folgte sie ihrem Gatten nach Stockholm. 1810 zurückgekehrt, lebte sie in Heidelberg und Berlin, 1814-16 nochmals in Schweden, dann endgültig in Berlin, wo sie dem Kreis um Bettina von Arnim angehörte. Ihrem ersten Schwedenaufenthalt ließ Helvig das von katholisierenden und altdeutschen Tendenzen getragene ‚Taschenbuch der Sagen und Legenden' (1812; Mitherausgeber Fouqué) folgen. Ihr zweites ‚Taschenbuch' (1817) gestaltete nordische Themen. Helvigs Übersetzung der ‚Frithiofs-Sage' (1826) Esaias Tegnérs fand Goethes Anerkennung" (DBE). - Etwas knittrig und fleckig und mit kleinen Einrissen im Mittelfalz; die Recto-Seite mit kleiner Sammlungsnummer in rotem Farbstift ("B.10.").
1980GF310451980 Caen, Editions de l'Ecchymose, 1980 - un volume in-8 broché non paginé - envoi autographe signé de l'auteur-
½ S. Folio. "Ich träumt' es nicht einmal im Schlaf' | Daß Du begehrst ein Autograf | Von - verzeih den herben Zweifel, | Von mir, dem allerärmsten Teufel". - Gebürtiger Preuße, war der Dichter später Honvedoffizier und Grundbesitzer in Ungarn. Sein literarisches Werk umfaßt Erzählungen und Novellen mit Sagen- und Märchenmotiven.
54286o.J. Augsburg, "zu finden bey Albrecht Schmidt", ohne Jahr (ca. 1720), 20 x 25 cm. Älter unter Glas und brauner Leiste gerahmt.
4½ SS. auf 5 Bll. (Kl.-)8vo. "Frau Lissy liest nur Bücher, die man ihr empfiehlt. Sie ist ungemein lesehungrig. Aber wie das beim Hunger schon so ist: Gourmands sind nie hungrig, den Hungrigen kommt es auf die Quantität an. Frau Lissy liebt dicke Bücher. Seit drei Tagen heißt das Buch 'Von mir zu Dir' und ist ein Roman von Johannes D. Danzer. 'Kennen Sie Danzer?' fragte uns Frau Lissy. 'Nein', gestanden wir. Sie schüttelte den Kopf über soviel Unbildung. Denn dieser Mensch, dieser Danzer, war das größte Erzählergenie der Gegenwart. Die Gegenwart selbst [...]". - Drei Blatt in kleinerem Format, da beschnitten.
1 S. Qu.-8vo. "Wean is a richtige Fremdenstadt worn, | Leicht kann ma's finden: | Wo nur was is, tauchen Fremde auf und | D'Weaner verschwinden". - Moriz Schadek studierte an der Universität Wien, legte 1865 seine Richteramtsprüfung ab, kam 1875 ans Wiener Handelsgericht und wurde 1895 dem Oberlandesgericht zugewiesen. Schon ab seiner Studienzeit schrieb er für das Wiener Witzblatt "Der Zeitgeist" und für die "Fliegenden Blätter", wurde dann aber vom damaligen Trend der "Mundartwelle" erfasst und schrieb zahlreiche Gedichte.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Handschriftlicher Katalog von 48 Gedenkmünzen und -medaillen von "Des Königs Geburt. 1712" bis "Friedrich verbessert die Gesetze. 1785", nach Ramlers Vermerk gesammelt von Hofmeister Böhmer. Die Zusammenstellung war für Münzmeister Silm gedacht.
1 S. 4to. Auf etwas größeren Papierträger montiert. "Ich mußte dich lassen, bevor ich dich fand. | Dein Bild erblühte vor meiner Schwelle | und schwand. | Nun weint mein Herz. | Aber jenseits von unsrem Begegnen, | in einem blauen Märchenland, | wird mein Schmerz | in leuchtenden Gedichten niederregnen | auf den ewigen Frühling deiner Seele". - Das aus dem Jahr 1918 stammende Gedicht ist u. a. in der Auswahl "Dokumente des Herzens" (München 1944, 141) enthalten und wird auch unter dem Titel "Verklärung" oder "Ich mußte dich lassen" geführt.
Oblong folio. Title, 2 pp. on folded sheet. 64 bars. "Allegro" for harpsichord by Giovanni Battista Martini (1706-84), from Friedrich Wilhelm Marpurg's collection "Raccolta delle più nuove composizioni di clavicembalo di differenti maestri ed autori" (Leipzig, Breitkopf). Penned by Gerber during his years in Leipzig as a law student and cellist in the Leipzig orchestra. - Gerber, musical instructor of the children of the Prince of Sondershausen, succeeded his father as court organist and court secretary in 1775. - Some browning, with a large brownstain.
51780o.J. Hamburg und Wandsbek, 1810-17, Qu.-Gr.-8°. Mit 4 Bildbeigaben (2 Aquarelle, 1 Tuschezeichnung 1 Bleistiftzeichnung). 34 Blätter mit Beiträgen. 36 weiße Blätter mit umlaufendem Goldschnitt. Bestickter weißer Samteinband (Rücken fehlt) in besticktem weißen Samtschuber.
Das Manuskript mit 22 größtenteils ganz- bzw. einseitig beschriebenen Bll. (gr.-8vo), das Typoskript mit ca. 300 Bll. Gr.-4to. Umfangreiches Arbeitsmanuskript zu dem 1991 erschienenen Buch (hrsg. v. Franz Richard Reiter, Wien, Ephelant). Es liegen vor die Kapitel "Kain & Abel" (dreifach) "Tod & Sterben" (dreifach) "Antisemitismus" (dreifach) "Adler & Freud" (dreifach) "Kärnten. Eine nicht gehaltene Rede des Landeshauptmannes" (doppelt) "Hamsun. Die Tragödie der 'emotionalen Dummheit'" (dreifach) und "Kinder" (doppelt).
4½ SS. auf 6 (= 3 Doppel-)Blatt. 8vo. "Sie gingen in das Land der Erinnerungen. Der Fürst schritt voraus. Er trug eine glänzende Uniform mit vielen Orden, deren Gold und Steine im electrischen Licht der Festsäle einst freudig und ruhmvoll gefunkelt hatten, die aber jetzt im bleichen Glanz der Vergangenheit von Schritt zu Schritt weniger schimmerten. Anfangs verneigten sich die Schatten ehrerbietig vor dem Fürsten und flüsterten sich bewundernd Berichte seiner Thaten zu Ohren. Das freute ihn mit Recht, denn er hatte sein Leben grossen Dingen geweiht. Aber im Wandern fühlte er bald mit dem feinen Empfinden des Geistes, das er in Gegenden kam, in denen Niemand mehr wusste, wer er sei, und Manche ihr Nachbarn leise nach ihm frugen [...] Da sah er sich nach seinem Begleiter um. Von der Gestalt des Dichters ging ein harmonisches Klingen aus. Bald waren es sanfte, bald gewaltige Tonwellen, die alle Schatten andachtsvoll stimmten. Wie am Anfang der Wanderung ruhten die Blicke wieder bewundernd auf dem Fürsten, der vorher unbekannt durch die Reihen geschritten [...]". - Alexander Frh. von Gleichen-Rußwurm - der Sohn von Schillers Enkel, dem Maler Ludwig von Gleichen-Rußwurm, und somit Schillers Urenkel - hatte Kontakt zu u. a. Heinrich Mann und Friedrich Lienhard, "bemühte sich, die idealistisch-humanitären Ideen der Klassik weiterleben zu lassen, und war Biograph sowie Interpret Schillers. Er schrieb Dramen, Gedichte, Romane ('Vergeltung', 1902; 'Tragödie der Schönheit', 1914; 'Feinde ringsum', 1915; 'Die Macher und die Macht', 1915), Novellen sowie kulturphilosophische und kulturhistorische Abhandlungen; sein bekanntestes Werk ist 'Sieg der Freude. Eine Ästhetik des praktischen Lebens' (1909). 1880 stiftete er zusammen mit seinem Vater die Papiere des Schillerarchivs zur Gründung des Goethe- und Schiller-Archivs in Weimar" (DBE).
½ S. 4to. "Er ward 2 mal vor die Inquisition zu Rom geladen, weil er das System des Kopernikus vertheidigte, das der heil. Schrift entgegen schien. Das 2te mal saß er lange gefangen und ward unter der Bedingung frei, daß er nicht aus dem Herzogthum Florenz weichen sol[l]te [...]". - Leicht angestaubt und fleckig.
3½ SS. auf Doppelblatt. Folio. Zeitgenössische Gefühlserregung eines patriotisch gesinnten Zeitgenossen: "Franz Karl - nun endlich kommst auch Du einmahl, | Und suchst dies Landl heim in Frieden! | So herzlich freut sich lang' nicht Berg und Thal, | Wenn heim der Winter ist geschieden, | Und wenn der liebe Frühling, warum und fein, | Uns freundlich ruft mit mildem Sonnenschein; | Wie wir uns freuen Seiner Ankunft wegen; | Und fröhlich grüßend geh'n wir dir entgegen [...]" (es folgen sieben weitere Strophen zu je acht Zeilen). - Papierbedingt etwas gebräunt und mit kleinen Randläsuren.
1 S. 4to. "Als ich heute bei meinem Freund Maxhans eintrat, fand ich ihn gerade damit beschäftigt, sich ein X für ein U vorzumachen. 'Mensch!'[,] rief ich ihm zu, 'bist du denn ganz verrückt geworden?' - 'AH', antwortete er gelassen, 'man sieht, daß du gar keine blasse ID vom Alphabeth [!] hast. G! Ich bitte dich! Und verschon mich mit deinen p. t. Belästigungen! Es gibt keinen Geist am ND! Nur Buchstaben! Nur Lettern! Nur - AuW!'[,] schrie er plötzlich, denn er hatte sich beim heftigen Arbeiten sein linkes O-Bein beschädigt [...]". - Mit kl. Einr. im rechten Rand (keine Textberührung).
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Sieben Strophen zu 4 Zeilen: "Ich wollte jagen, ich ging hinaus / Zum einsam stillen Försterhaus. / Es steht hoch oben im Walde, / Es steht auf grüner Halde [...]". - Leicht braun-, finger- und staubfleckig, mit drei Randeinrissen (3-20 mm).
2 SS. Qu.-kl.-4to. Aus "Gesammelte Dichtungen" (Berlin, Bondi, 1903): "[...] Wer wollte das gräßliche Loos euch deuten? | Kein Zauber so stark euch zu bannen zu lösen | Kein Zauber so fest vor den giftigen Schwaden | Das Blühen zu schirmen - und gab es einen | Wer möchte den wagen - wer wüßte den [...] | In der tiefsten nacht am lichtesten tag | Furchtlos und furchtbar zu sagen?" ("Gespenster"). - Die Verso-Seite mit dem Gedicht "Um die Mutter" ("Du harrest auf dem Stein in der Mittagsglut | Du Mutter harrest und singst das traurige lied | [...] | Thränenlos starrest du - wie lange schon | Wie lange noch - die Zeichen wandeln im Ring [...]") und acht Zeilen aus "Einzug": "[...] Ein wehes Wehr staut sie zu[rück] | Sie bäumen sich vergebens an die Wände | Kein einziger der ein Entrinnen fände | Und draußen pocht und lockt das Glück [...]". - Die Adressatin der Widmung ist Sonja Hentschel. - Etwas angestaubt und mit kleinen Randläsuren.
Qu-8vo (209 x 130 mm). Meist deutsche, auch französische Handschrift auf Papier. In brauner und schwarzer Tinte gezeichneter Titel. Zus. 125 SS. auf 119 Bll. mit 109 Einträgen. Mit 1 Tuschesilhouette, 4 Seidenstickereien, 11 Aquarellen, 1 kolorierten Medaillon-Kupferstich und 1 Sepiazeichnung. Rosa Seideneinband der Zeit mit silbergepr. Bordüre, Eckfleurons und Mittelstück, marmorierter Schutzumschlag. Dreiseitiger Silberschnitt mit kleiner Prägung. In marmoriertem Papierschuber der Zeit. So reichhaltig wie reizvoll illustriertes Stammbuch der Caroline Hertel, deren Familie (mit dem Vater Christian Gottlieb Hertel) aus Leipzig stammte. Mit mehreren Beiträgen von Buchhändlern und Verlegern wie August Campe, Christian Friedrich Müller, J. H. Trachsler, Mitgliedern der Familie Sommer und Johann Friedrich Varrentrapp, außerdem von dem Unternehmer C. G. Irmscher aus Chemnitz und dem Bürgermeister von Annaberg Johann Christian Eisenstuck. - Weitere Einträge von dem Lehrer der Baukunst und Kalligraphie an der Bergakademie Gustav Adolph Garbe, dem Juristen Christian Friedrich Pohl, dem Arzt, Anatom, Botaniker und Chemiker Salomo Constantin Titius, ferner von Heydenreich, Böhme, Mohring, Hendel Moses, Opitz, Schenck, Wiedemann und anderen. Der Großteil der Beiträge stammt von Frauen. - Sehr schön die fein ausgearbeitete, akribische Titelzeichnung (im Stil eines Kupferstichs) und fünf fein ausgeführte Aquarelle (Freundschaftstempelchen in Ideallandschaft), drei davon signiert "J. S. Knüpffer" (Meissen 1790, vgl. Th./B. XXI, 36), ein Taubenpaar im Nest signiert "Tilesius", zudem einige weitere, wenig kleinere Landschafts-Aquarelle, hübsche, feine Seidenstickereien mit Motiven eines Denkmals der Freundschaft mit Bäumen und Zweigen, einer allegorische Frauengestalt mit Lorbeerkranz, einem Blumenarrangement von Rosen und Vergissmeinnicht sowie einem Eintrag in Form eines gestickten Schriftzugs. - Leicht stockfleckig. Der hübsche Einband an den Kanten berieben, versilberte Bereiche teilweise oxydiert und verblasst. Schuber an den Kanten bestoßen und stellenweise angeplatzt.
Titel, 2 SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit eh. unterlegtem Text des Refrains. - Ernst Arnold, Jeschke mit bürgerlichem Namen, komponierte rund 800 Lieder, "Da draußen in der Wachau" und "Du, nur Du" waren seine größten Erfolge; Arnolds Bruder war der Schauspieler Fritz Imhoff. - Beiliegend ein ms. Durchschlag sowie eine gedr. Fassung des gesamten Liedtextes.
2½ SS. auf Doppelblättern 8vo. "Schreitet dem schwachen | Menschengeschlechte | Einmal ein Seher deutend voran, | Nimmer vergessen Werden die Züge, | Denen die Gottheit | Sprache verlieh'n.| Spät noch die Enkel | Sehen ihn wallen | Mit der erhobnen | Lyra im Arm [...] [es folgen 28 Verszeilen]".
192723856Paris, Editions André Delpeuch 1927 1 Paris, Editions André Delpeuch, 1927, petit in-4, plein chevreau noir, mosaïqué de chagrin orange d'un décor aux yeux de biche surmonté d'un semi de grains de poivre, box noir et ivoire, serties bombées, titre sur le dos à l'encre orange, gardes en papier népalais au motif grains de poivre, sous étui toilé marqué d'une pièce de titre chagrin, (reliure signée Martine Clamagirand-Roth) avec un dessin original, encre de Chine et gouache, de la Sultane Zahia.
40 Zeilen auf Doppelblatt. 8vo. und 1 S. Qu.-8vo. (ca. 185:75 mm). Mit lithogr. Zierrahmen. Beiliegend eine eigenh. Widmung in deutscher und schwedischer Sprache. "Wie herrlich hebt sich an der Donau Wellen | Der Stephans Dom im Klaren Morgenschimmer | Zum blauen Himmel feyerlich empor! | Wie eine Welt von Blumen die versteinert | Noch fühlt ein Herz im hartem [!] Busen schlagen | Wie sanft der Blätter sanft der Blumen Heere | Sich um die schlanken Säulenwälder schmiegen | um höher noch und höher sich zu schwingen | Zum Lichtfürsten aus dem Morgenlande, | Der durch die Farbenspielenden Chrystalle | So liebreich seine Töchterlein begrüßt. [...]". - Laut Widmung ist das Gedicht ein Gruß an Hagbergs Wiener Freunde in Neuners Café (Silbernes Kaffeehaus), Ecke Spiegelgasse und Plankengasse, zu denen Nikolaus Lenau, Ludwig August Frankl von Hochwart, Alexander Baumann, Franz Grillparzer und Eduard von Bauernfeld zählten. - C. A. Hagberg, seit 1833 Dozent für griechische Sprache an der Universität Uppsala, hatte 1835/36 eine ausgedehnte Reise durch Deutschland, Österreich und Frankreich unternommen. 1840 erhielt er nach einem aufsehenerregenden Streit eine Professur für moderne Sprachen und Ästhetik an der Universität Lund. Als sein Hauptwerk gilt die Übersetzung von Shakespeares Dramen (1847-51), die großen Einfluss auf die schwedische Literatur nahm. 1851 wurde Hagberg als einer der Achtzehn in die Schwedische Akademie der Wissenschaften gewählt. - Mit mehreren kleinen Randeinrissen. Wohlerhalten. Der lithogr. Zierrahmen mit inhaltlichen Bezügen auf das Gedicht zeigt eine gotische Blumenlaube mit einem Minnesänger und einer weiblichen Personifikation oder Muse sowie eine Vedute Wiens mit Sonnenaufgang hinter dem Stephansdom. Publiziert am 7. November 1835 in der 89. Ausgabe der "Österreichischen Zeitschrift für Geschichts- und Staatskunde" von Johann Paul Kaltenbaeck (S. 356).
3 SS. (28 Zeilen) auf Doppelblatt. 8vo. "Wie Blumenhauch, wie erster Schwalbenflug | Wie freyer Quellen träumerisch Frohlocken, | Wenn ab der Lenz des Winters Stürme schlug, | Wie süße Klänge ferner Himmelsglocken, | Klang Deine Stimme mir im fremden Land [...]". - Nachdem Prechtler in Wien und Linz studiert hatte, arbeitete er durch Fürsprache Grillparzers als Direktor des Hofkammerarchivs, wurde 1856 seines Förderers Nachfolger, trat aber eines Augenleidens wegen 1866 in den Ruhestand. Prechtler hatte seit 1883 Gedichte im "Linzer Bürgerblatt" und Novellen und Reisebilder in verschiedenen Almanachen und Zeitungen veröffentlicht; 1849 hatte er die Zeitung "Der Patriot" redigiert. Nach seinem Austritt aus dem Staatsdienst war er ein Jahr lang als Theaterdichter in München tätig; einige seiner Dramen (darunter "Die Kronenwächter", 1844) wurden am Burgtheater gegeben, von seinen insgesamt 38 Opernlibretti wurde wohl das Textbuch zu Johann Joseph Netzers Oper "Mara" (1842) am bekanntesten. - Mit lithographierter Bordüre und einem kleinen Randeinriß.
195073867s. d. [circa 1950] | 21 x 27 cm | 3 pages sur 3 feuillets perforés agrafés