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Small folio. ½ p. 21 lines. Apparently unpublished poem.
Zusammen 4 SS. 8vo und 2 SS. 55 x 95 mm. "Nach langem Zögern, das Sie gütigst entschuldigen wollen, schicke ich Ihnen hiermit ein paar Zeilen, in denen ich meiner auch für den Nichtarzt einleuchtenden Ansicht Ausdruck zu geben versuche" (Visitenkarte Oktober 1882). Das beiliegende Manuskript, betitelt "Savoir faire und Charlatanerie in der ärztlichen Praxis", handelt von guten Eigenschaften die Ärzte besitzen sollten: "Eine der wichtigsten Eigenschaften eines praktischen Arztes ist, neben seiner wissenschaftlichen Bildung, die Kunst, sich durch sein sociales Engagement das Vertrauen und die Gunst seiner Klientel zu erwerben. Der gelehrte Arzt, der diese Kunst nicht besitzt und den Kranken ausschließlich als wissenschaftliches Material behandelt, ist selten ein gesuchter Praktiker - oft kommt ihm der Mann, mit minder gründlichem Wissen, oder gar ein Charlatan hierin zuvor" (September 1882).
44 pp. ½ in-folio, montées sur onglets, reliées en un volume. Demi-reliure à petit coin en veau glacé noir, dos lisse avec titre argent. "Ainsi qu'il est précise en page de garde, il s'agit du "scénario pour un film, Ballet ou dessin animé". - L'auteur expose rapidement le thème: "[...] Neptune a épousé sur le tard Vénus. - On ne rigole pas tous les jours dans le ménage des Dieux [...]". La sauvagerie des hommes massacre allégrement le peuple de Neptune. Les plus pitoyables victimes sont les malheureux bébés phoques, jusqu'au jour où une petite sirène, Pryntyl, inversera, par tout le poids d'une tragédie, le déroulement de ce "jeu" cruel. - Célèbre pour ses romans, Céline s'essaya tout d'abord au théâtre, notamment avec L'église, pièce écrite en 1926, éditée en 1933 et jouée pour la première fois à Lyon en 1936. Il composa également des scénarios ("Secret dan l'île, 1936; "Arletty, jeune fille dauphinoise", 1948) ainsi que des ballets ("Foudres et flèches", 1948). "Scandal aux Abysses" fut composé entre 1938 et 1944 et publié chez Denoël en novembre 1950. Si le rôle de la sirène Pryntyl fut proposé à Arletty, le projet n'aboutit cependant pas et il fallut attendre 1979 pour qu'un extrait de se texte soit représenté au théâtre du Lucernaire (Paris) sous le titre "Une heur avec L. F. Céline" (spectacle créé par Stéphane Varègues et Catherine Morelle).
3 Hefte zu je 6, 10 und 9 Bll. Lose Bll. in Papierschirting. 8vo. Unvollständiges Manuskript, jedes Rollenbuch mit Stempel der Theaterdirektion Carl Lössl am Titel. Vorliegend die Szenenfolge des Vorspiels (Titel und 9½ SS.), das Textbuch des Baron Arthur Dubois im Vorspiel (Titel und 16½ SS.) sowie dasjenige des Grafen H. Brief im I. Akt (Titel und 14½ SS.). - Carl Lössl, der Sohn des gleichnamigen Burgschauspielers, der unter dem Pseudonym Carl Klee wirkte, begann seine Laufbahn 1834 am Theater in der Josefstadt; 1854 übernahm er die Direktion des Theaters in Budweis und war in späteren Jahren noch Theaterleiter in Reichenberg, Marburg, Wiener Neustadt, Raab, Fünfkirchen, Agram, Pilsen und Leutschau. "1874 zog er sich von der Bühne zurück und lebte vom Rollenabschreiben in Wiener Neustadt" (Wilhelm Kosch: Deutsches Theater-Lexikon. Klagenfurt u. a., Kleinmayr u. a., 1953-1998. Bd. 2; zit. n. DBA III 579, 182).
1 Tafel, 28, (2) SS. OBr. Brief: 1 S. 4to. Der Begleitbrief (dat. Prag, 11. XI. 1885) an einen namentlich nicht genannten Adressaten. - Etwas angestaubt; der Umschlag mit kl. Aus- und Einr.
2 SS. Folio. In lila Tinte. Zwei Lieder für Singstimme und Klavierbegleitung (aus Op. 1, "12 Lieder für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte"): Vertonungen von August Montanus' "Schlummerlied" ("Die Abendglocken läuten den müden Tag zur Ruh") und Ludwig Tiecks Lied der Enkelin aus "Rothkäppchen" ("'s Misekätzchen ging spazieren"). - Der aus Dortmund gebürtige Jurist Nodnagel studierte an der Musikhochschule Berlin, bevor er Lehrer am Stern'schen Konservatorium Berlin und Mitarbeiter der "Allgemeinen Musikzeitung" wurde. 1899-1903 wirkte er in Königsberg als Redakteur und Lehrer am Konservatorium, bevor er als Musikschriftsteller und Gesangslehrer nach Berlin zurückkehrte. Der Nachlass des Komponisten wird vom Westfälischen Musikarchiv Hagen verwahrt.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Das Vorhandene in Staat und Gesellschaft hat die Vermutung für sich, notwendig zu sein - notwendig aus hundert Gründen, von denen fanatische Reformatoren drei widerlegen und siebenundneunzig übersehen [...]". - Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei der Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. Koslowsky 148.
779 SS. auf 788 Bll. Gr.-8vo und kl.-4to. Mit einigen Beilagen (s. u.). Sehr umfangreiches und stark bearbeitetes Manuskript des 1892 erschienenen Romans. - Zunächst Fabrikant, begann Heinrich Blechner 1876 seine Laufbahn als Journalist und Schriftsteller, wurde als Redakteur bei der "Wiener Sonn- und Montagszeitung" tätig, gab die "Wiener Revue" heraus und schrieb Beiträge für die Berliner Zeitschrift "Gegenwart" und den "Pester Lloyd". Daneben verfaßte Blechner Novellen, historische Romane und den liberalen Tendenzroman "Der Sohn des Staatskanzlers" (1878). Nach dem Ende seiner publizistischen Karriere betätigte sich B. als Bauunternehmer. - Beiliegend: 3 eh. Briefe mit U. Blechners an seine Familie (1898 und 1899, zusammen 4½ SS.), ein eh. Brief seiner Tochter Hilde an ihn (1899, 1½ SS.) und ein ms. Verzeichnis von "Aktiv-Vermögen" und "Passiva" (undatiert, 2½ SS.).
2 SS. (15 Strophen). 4to. "Sommermittag war's; die Lüfte | regten kaum die Blumendüfte; | von den alten Türkenschanzen | blinkt' es grell dem Auge her. | Alles müde; ob dem Ganzen | blaute weit das Aethermeer […]". - Hango stand seit 1879 als Kanzleibeamter im Dienst der Stadt Wien und arbeitete im Städtischen Archiv, das er von 1911-23 auch leitete. Daneben war er als Lyriker und Erzähler tätig und schrieb u. a. "Faust und Prometheus. Eine Dichtung" (1895). Von 1900 bis 1920 redigierte er den "Kalender des deutschen Schulvereins" und war Mitherausgeber verschiedener Quellenwerke zur Geschichte Wiens. Vgl. Kosch I, 822.
4to. 4½ pp. on 6 ff. In French. Highly interesting manuscript for an article written in response to criticism of Cocteau’s collaboration with the Saclay Nuclear Research. Cocteau had been asked by the research centre to provide the text for the voice-over commentary of the 1956 documentary short "À l’aube d’un nouveau monde" on nuclear energy. This was preceded by Cocteau’s 1953 publication "Journal d’un inconnu" with a chapter entitled "Des Distances" on his notion of space that had convinced the scientists at Saclay of Cocteau's potential as a science communicator. The manuscript opens with the remark that he had to "laugh a lot" about the "article by a young journalist who believes nuclear research to be a fashion" and who compared Cocteau to the legendary dandy Beau Brummell for following this apparent fad. Cocteau argues that nuclear research began with the Greek philosopher Heraclitus and accuses the journalist of not knowing his work, pointing to his "Journal d’un inconnu" as the origin of the collaboration. He compares science and poetry to organisms "that will not suffer the smallest inexactness, the smallest vagueness" and goes on to defend the opening phrase of the voice-over, "Few scientists master the use of the word", that had apparently been misunderstood as an insult. For Cocteau, the "privilege of the poet consists in making the abstract concrete, in defining the invisible, to procure it with volume and outlines, in short, to become the interpreter of scientists". Although he mentions Henri Bergson and Henri Poincaré as exceptions to the rule, Cocteau insists that scientists "are more comfortable with algebraic formulae than with those of syntax". At the same time, he stresses that "his formulas" for the film "are the opposite of the 'poetic' style", comparing his text to a simple attempt "to make a stroll among machines of mysterious use less unpleasant". He underlines that he was not allowed to employ "the slightest bit of imagination", which he "detests", but that he also had to "evade the bleak platitudes of guidebooks". It is arguable whether a simile like the following is devoid of imagination: “with pastoral innocence nature employs the method of Poe’s Purloined Letter to dissimulate the most formidable secrets". The theme of dissimulation continues in the second half of the text, when Cocteau conceives "the Sphinx of atomism" and compares the Geiger counter to a truffle pig. Cocteau closes with thanks to the scientists at Saclay. - 5 pages are numbered 1 through 4, with an annex to page 2. An unnumbered leaf with the autograph designation "Monsieur Louis Aragon" suggests that the text was supposed to be published in Aragon’s literary weekly "Les Lettres françaises". Several cancellations and changes by Cocteau's hand. Minimal stains and tears. A minor tear due to fire damage on page 3 restored with adhesive tape.
4 SS. (72 Zeilen) auf Doppelblatt. Kl.-4to. "Aus Wassern stiegen die Lande | Einst jungfräulich empor; | Es keimte am feuchten Strande | Der erste Blumenflor. | Auf Wassern kam einst gezogen | Der große Todestag, | Da unter entfesselten Wogen | Die Welt begraben lag [...]" (aus "Seelieder"). - "Die Erde ruht im Nebelgewand | Erstarrt in herbstlichem Schauer, | Da kommt ein Hauch aus südlichem Land, | Und weckt sie aus dumpfer Trauer. | Den Schleier, der längst ihr Antlitz deckt, | Vermag er kosend zu heben, | Auf ihren verblaßten Zügen weckt | Sein Kuß das fliehende Leben [...]" (aus "Scirocco"). - Die Tochter eines ungarischen Staatsbeamten und einer Wienerin kam 1852 nach Wien. "Im Zuge privater literarischer Studien entstanden ihre ersten eigenen schriftstellerischen Versuche. Von Franz Grillparzer ermutigt, gab sie 1868 ihren ersten Gedichtband heraus. Es folgten weitere lyrische Werke, Romane (u. a. 'Die Schwedenkönigin', 1882) und Dramen. Najmajer setzte sich für eine Verbesserung der Bildungs- und Berufschancen für Frauen ein, indem sie die erste Stipendienstiftung für weibliche Studierende an der Univ. Wien gründete und den Wiener 'Verein für erweiterte Frauenbildung' finanziell unterstützte" (DBE). - Mit kleinen Randläsuren.
8½ num. SS. Großes Hochformat, 12zeilig. Originalumschlag mit hs. Deckelschildchen. Am Titel der vollständigen Niederschrift von Weinbergers Opus 233 der Vermerk: "Für eine ev. Clavier-Ausgabe muss diese Orchestral gemachte Fantasie bedeutend erleichtert werden". - Titel gestemp. "Professor Charles Weinberger [...]" und auf Bl. 5 verso mit dem eh. Vermerk "-10h A. 27.6. 18 [?]" und Adr. "VIII Langegasse 72/14". - Der Sohn von Wiens erster Offenbach-Sängerin Helene Weinberger zählte neben Millöcker, Suppé und Zeller zu den erfolgreichsten Operettenkomponisten um 1900.
1 S. 8vo. Möglicherweise als Notiz für das ‘Deutsche Volksblatt' gedachte Nachricht über den Selbstmordversuch des "junge[n] hochbegabte[n] Schriftsteller[s], dessen Namen wir aus Rücksicht auf seine Familie verschweigen". - In altem Sammlungsumschlag.
Titel und 29 beschriebene SS. auf 24 Bll., um 1900 mit Bleistift paginiert (1-26). Gr.-4to (ca. 210 x 258 mm). Beilagen. Bislang unbekannter Textzeuge des Münnich'schen Berichts über die letzten Tage des Raubmörders Severin von Jaroszynski, den der "Galgenpater" Münnich, Seelsorger im k. k. Provinzialstrafhaus, vor dessen Hinrichtung betreute. Der russisch-polnische Adlige Jaroszynski (1789-1827), dessen väterliches Erbe ihm jährlich 50.000 polnische Gulden einbrachte, kam erstmals 1826 zur Kur nach Baden. Vor allem wegen seiner Beziehung zur Schauspielerin Therese Krones (1801-30, von Raimund 1821 an das Leopoldstädter Theater engagiert) blieb er in Wien und bezog schließlich eine Wohnung im Trattnerhof. Neben den zahlreichen Geldgeschenken an Krones führte sein ausschweifender Lebenswandel bald dazu, daß "sein Geld zur Neige ging [...] Als ihn noch dazu die Gesandtschaft zur ehesten Rückkehr aufforderte, um über Unregelmäßigkeiten in der Amtskasse Auskunft zu geben, schritt Jaroszynski zu einer Verzweiflungstat" (Deutschmann, S. 66): Am 13. Februar 1827 ermordete er den Abbé und Mathematikprofessor Johann Conrad Blank mit 14 Messerstichen bei einem Besuch in dessen Wohnung, um sich in den Besitz von Obligationen zu bringen, die er noch am selben Tag für 5398 Gulden veräußerte. Drei Tage nach der Tat wurde er ausgeforscht und nach langem Verhör am 11. Juli zum Tod durch den Strang verurteilt. Am 30. August wurde er vor 20.000 Schaulustigen bei der Spinnerin am Kreuze gehenkt; der Seelsorger Münnich begleitete ihn und hielt anschließend die Predigt. - Münnichs Bericht, dessen Veranlassung bis heute nicht vollständig geklärt ist (vgl. Ammerer, S. 171), ist neben dem vorliegenden in sechs weiteren Manuskripten bekannt. Eines gelangte 2009 durch dieses Antiquariat in deutschen Privatbesitz, ein weiteres erliegt im Archiv der Stadt Salzburg, vier weitere in der Handschriftensammlung der Wienbibliothek (vgl. ebda., S. 167-169). 2009 legte der Salzburger Historiker Gerhard Ammerer eine Edition vor, nachdem, wie derselbe ermittelt hatte, der Text bereits 1837 "an völlig entlegener Stelle" (ebda., S. 170) im Druck erschienen war (nämlich im 7. Jahrgang des Grimmaer Journals "Unser Planet"). Ob es sich bei einer der sechs Handschriften "um den Archetyp handelt, [ist n]icht zu entscheiden", doch erschien das Salzburger Manuskript dem Herausgeber "am ausführlichsten bzw. genauesten" (ebda., S. 170), weswegen er es seiner Edition zugrundelegte. Aufgrund der teils erheblichen Differenzen in Graphie und Textumfang (wie auch einzelner in den meisten Textzeugen variiert vorzufindener Korruptelen, die auf eine schlecht lesbare Vorlage hindeuten) scheint es sich jedoch bei all diesen Überlieferungen um Abschriften zu handeln, während Münnichs Autograph einstweilen verschollen bleibt. Umso bemerkenswerter ist die Tatsache, daß die vorliegende Überlieferung nicht nur vollständig ist, sondern auch verschiedentlich einen besseren Text bietet als das Salzburger Manuskript. So heißt es an der Stelle, an der Jaroszinsky am Strick hinaufgezogen werden soll: "Ich dachte nun über die zu haltende Rede an das Volk, und war davon ganz begeistert, ich achtete nicht darauf, was geredet wurde" (S. 25). Tatsächlich hatte, nach anderen Berichten, der Verurteilte in diesem verzweifelten Moment derbe Verwünschungen gegen den Kaiser ausgestoßen - ein Umstand, den Münnich nicht nur diskret verschweigt, sondern für dessen scheinbare Unkenntnis er auch geschickt eine Erklärung anbietet. Der Salzburger Text hat hier, offensichtlich verderbt: "[I]ch dachte nur an die zu haltende Rede, an das Volk, u. wartete ganz begeistert [!]. Ich achtete nicht darauf, was geredet wurde" (Ammerer, S. 195). Auch der Vorgang der Hinrichtung selbst wird hier etwas ausführlicher und nachvollziehbarer geschildert: Statt "der Henker winkte seinen Knechten, die hinter dem Galgen ließen nach, und Jaroschinsky - war todt -" (Salzburg) hat unser Manuskript "[...] die hinter den Galgen ließen nach, die unter den Galgen zogen an, - J... war Tod". - Unsere Überlieferung bezeichnet sich im Titel ausdrücklich als Abschrift; ausschließlich hier findet sich der Hinweis, daß sie für die Freunde des Hingerichteten angefertigt worden sei. Der Titelzusatz "mit einem Nachwort und Anmerkungen versehen" verweist auf redaktionelle Ergänzungen gegenüber Münnichs Urschrift: Mit dem "Nachwort" scheinen allerdings lediglich die drei Briefe Münnichs an Jaroszynskis Angehörige gemeint zu sein, die nicht in allen Kopien enthalten sind (vgl. Ammerer, S. 168), während sich die "Anmerkungen" wohl nur auf zwei erklärende Fußnoten beziehen, die das "Ich" bzw. "mir" im Text als den "Seelsorger" auflösen (S. 5, 12). Auch hier erweist sich die vorliegende Überlieferung als vorzugswürdig; die Salzburger hat an einer der genannten Stellen sinnentstellend "ihm". Vorangestellt sind unserem Text zwei Gellert-Sentenzen, die sich noch am Schluss einer anderen Handschrift finden, deren orthographische Eigenheiten und gelegentliche willkürliche Einschübe (vgl. Ammerer, S. 168) allerdings nicht der vorliegenden entsprechen. - Wie sonst nur die Salzburger gibt unsere Handschrift am Schluß ein Datum an, den "30. September 1827" - ob dies, wie von Ammerer (S. 170) gemutmaßt, das Abfassungsdatum darstellt, kann nicht entschieden werden. Obwohl auch unser Manuskript gegenüber dem Salzburger Text gelegentliche Auslassungen aufweist, bietet es insgesamt einen anscheinend etwas umfangreicheren und an mehreren Stellen vertrauenswürdigeren Text. - Die Seiten 12 und 13 gegeneinander vertauscht. Teils stärker braunfleckig; die Ränder lappig und mit Einrissen, jedoch von den minimalen Randdefekten abgesehen durchgehend tadellos lesbar. - Es liegen bei: 1) Maschinschriftliche Abschrift (21 SS. Folio und 4to; um 1930?), mit rotem Buntstift ohne Vergleich mit der Vorlage redigiert. 2) Zeitungsausschnitt: Hermine Cloeter, "Der Galgenpater", in: Neue Freie Presse v. 22.1.1914; darin die Angabe, es seien von Münnichs Bericht "etwa ein Dutzend Abschriften gemacht und an Freunde des Verfassers verteilt" worden; unter den Besitzern von Exemplaren werden neben der Bibliothek der Stadt Wien noch Hugo Thimig, Fritz Brukner und die Kunsthandlung Heck genannt. 3) Zeitungsausschnitt. "Therese Krones als Zeugin in einem Mordprozeß" (nicht ermittelte Zeitung, 29.4.1924: zur soeben erschienenen Aktenstudie Ludwig Altmanns, "Der Raubmörder Severin von Jaroszynski, Wien u. a. O. 1924). Ferner beiliegend handschriftliche Sammlungsumschläge um 1920 und 1950. Vgl. G. Ammerer, "... die Stunde hat geschlagen..." Leben des Raubmörders Severin von Jaroschinsky in den Aufzeichnungen des Zuchthausgeistlichen und "Galgenpaters" Philipp Jakob Münnich. MÖStA 53 (2009), S. 155-198. W. Deutschmann, Therese Krones und der Raubmörder Severin von Jaroszynski. In: Therese Krones zum 150. Todestag. Kat. der 68. Sonderausstellung des Histor. Museums der Stadt Wien (1980), S. 65-85.
193483171Paris 1934. Fine. Paris 20 avril 1934 13.50 x 21 cm une feuille Autograph letter signed on letterhead of the periodical ""Le journal"" by Lucien Descaves 15 lines in blue ink probably addressed to Raymond Escholier who published at Floury in 1934 a biography of Honoré Daumier. Fold mark inherent to envelope insertion. ""20 avril 34 Cher ami. Je suis désolé de vous avoir oh ! bien involontairement contrarié mais je rendais compte de votre livre comme je parlerai de celui que vous allez m'envoyer et que j'attends avec impatience. Alors je dirai ce que Daumier vous doit et ne doit pas à Suarès. Si j'aime Daumier et ses amis . Vous verrez cela ! A bientôt cher ami le plaisir de dîner ensemble et cordialement vous. Lucien Descaves."" ""20 April 34 Dear friend. I am sorry to have oh! quite involuntarily upset you but I was reviewing your book as I will speak of the one you are going to send me and which I await with impatience. So I will say what Daumier owes you and does not owe to Suarès. If I love Daumier and his friends. You will see that! See you soon dear friend for the pleasure of dining together and cordially yours. Lucien Descaves."" unknown
193483171Paris 20 avril 1934 | 13.50 x 21 cm | une feuille
190084926s. l. 1900. Fine. s. l. s. d. ca 1900 8.50 x 11.50 cm une page sur un feuillet double Autograph letter signed by Remy de Gourmont addressed to a writer with whom he collaborates 1 page on a double sheet 14 lines in black ink regarding a sum owed to a publisher: ""On lui doit 3 fr versables quand Ducoté aura donné les fonds du mois de juillet."" ""We owe him 3 francs payable when Ducoté has provided the funds for the month of July."" Two small stains on the verso of the autograph letter. unknown
190084926s. l. s. d. [ca 1900] | 8.50 x 11.50 cm | une page sur un feuillet double
195085247La Roche-Posay 1950. Fine. La Roche-Posay s. d. ca 1950 13.50 x 21 cm une page Autograph letter signed by Pierre Benoit sent from La Roche-Posay 15 lines in blue ink about friendship and his wife's failing health. Central fold marks perforations from filing in a binder causing no losses. ""La Roche-Posay. Very dear friend I will be in Paris from the 27th to October 2nd. Sad journey. My wife is not well at all and I am joining her to try to find out what is wrong. . . I will do everything to see you during my stay. If without these circumstances one didn't bother friends what would they be for"" Don't write to me! I am the one who will telephone you. All my affection. Pierre Benoit."" unknown
198083025Edimbourg Edinburgh 1980. Fine. Edimbourg Edinburgh 4 octobre 1980 10 x 14.50 cm une carte postale une enveloppe Suggestive autograph postcard signed by Lawrence Durrell addressed to Jani Brun written in violet felt-tip pen on the verso of a reproduction of a sculpture representing a satyr envelope attached. ""Buttons dear. J'arrive mardi pour deux nuits à Paris - au Royale. Si tu es libre de me joindre. faites moi signed. Suis fatigué après Athens Londres Edinburgh! Love. Larry Durrell."" ""Buttons dear. I arrive Tuesday for two nights in Paris - at the Royale. If you are free to join me. let me know. Am tired after Athens London Edinburgh! Love. Larry Durrell."" After many years spent in Greece Egypt and Rhodes the traveling writer Lawrence Durrell was forced to flee Cyprus following popular uprisings that led the island to its independence from the British crown. Rich only with a shirt and a typewriter but crowned with the success of his novel Bitter Lemons of Cyprus Les citrons acides he arrived in France in 1956 and settled in the Languedoc village of Sommières. In the ""Tartès house"" his large dwelling surrounded by trees he wrote the second part of his work his monumental Avignon Quintet devoted himself to painting and received his illustrious friends including the couple Henry Miller and Anaïs Nin violinist Yehudi Menuhin London publisher Alan G. Thomas and his two daughters Penelope and Sappho. Among the olive trees and under the Mediterranean sun he met in the mid-1960s the young and vivacious ""Jany"" Janine Brun a thirty-something woman from Montpellier of devastating beauty who worked at the Antiquities department of the Sorbonne in Paris. She was nicknamed ""Buttons"" in memory of their first meeting where the young woman wore a dress covered with buttons. Henry Miller also fell under the charm of ""Buttons"" praising her beauty and eternal youth in exceptional unpublished letters. The three companions spent memorable Parisian evenings of which we keep precious autograph traces through their epistolary exchanges. Recommended by Durrell she made numerous trips notably to England from where she received extensive correspondence from the writer as well as original works of art signed with his artist pseudonym Oscar Epfs. unknown
198083025Edimbourg 4 octobre 1980 | 10 x 14.50 cm | une carte postale + une enveloppe
195085247La Roche-Posay s. d. [ca 1950] | 13.50 x 21 cm | une page
17 SS. auf 17 Bll. 4to. Das Manuskript zu dem in der "Neuen Freien Presse" abgedruckten Feuilleton, das eine Begebenheit aus den Jahren 1874 bis 1877 schildert, die Lenz als Forschungsreisender im Dienst der Deutsch-Afrikanischen Gesellschaft Berlin in Gabun und dort hauptsächlich in der Umgebung des Flusses Ogowe zugebracht hatte. "[...] Am nächsten Tage aber beschlossen wir, den heiligen Abend mit möglichstem Pomp zu feiern. [...] Wol erkundigte sich die Okota-Bevölkerung bei meinen Dienern über unser räthselhaftes Beginnen, aber diese antworteten ihnen [...], 'the white man make him big fetisch'. [...] Als ich aber nach einigen Tagen dieses kleine Inselvolk der Okota verließ, erklärte mir der Chef des Dorfes, daß er die Hütte sammt dem Christbaum zum Andenken an mich für immer stehen lassen wollte; in Wirklichkeit getraute sich Niemand mehr darin zu wohnen, weil man sich vor dem Fetisch fürchtete, den der N'tangangi, der weiße Mann, in diesem Hause gefeiert hatte". - Mit eh. Korrekturen, Redaktions- und Absatzmarkierungen in Blaustift. Beiliegend ein Zeitungsausschnitt mit dem Abdruck von Lenz' Feuilleton in der "Neuen Freien Presse" (Nr. 5247 vom 5. April 1879, S. 1 und 2).
138:210 mm. Zusammen mit einem Lichtdruckportraits Hesses (250:188 mm) in Passepartout unter Glas. Gerahmt (565:365 mm). "Kalt knistert Herbstwind im dürren Rohr, / Das im Abend ergraut ist; / Krähen flattern vom Weidenbaume landeinwärts [...]". Das Gedicht, das mit einem eh. "Gruss von H Hesse" versehen ist, wurde erstmals in der Baseler "Nationalzeitung" am 15. XII. 1946 gedruckt. Waibler G 408.
188:132 mm. Sehr sorgfältig ausgeführte Aquarellzeichnung zweier junger Frauen, deren eine der anderen die Haare flicht oder kämmt. "Zum freundl. Andenken an Ihren ehemaligen Lehrer Carl Spitteler". - Etwas gebräunt und stellenweise stärker fleckig, sonst tadellos erhalten.