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Zusammen 3½ SS. auf 3 Bll. 4to und qu.-8vo. An Ernst Fischer, den Vorstand der Berliner Philharmoniker, über einen Artikel im "Spiegel", "der zweifellos auf Informationen von seiten des Orchesters beruht. Ich wundere mich dabei, dass an der Stelle, wo erwähnt wird, dass das Orchester seine Juden, usw. bis zum Schluss behalten hat und parteimässig so wenig belastet war, nicht mein Name genannt wird, wo es durch mein Verhalten einzig und allein möglich war, dass das Orchester auf diese Weise durch die Nazizeit gekommen ist" (7. VII. 1949). - "Mit Karajan habe ich in Wien recht unangenehme Erfahrungen gemacht. Er ist nicht ein Künstler, sondern jetzt (mit Hilfe von Vedder und Anderen) ein 'Trust', ein 'Konzern' [...] (19. II. 1950). - "Für das nächste Jahr wäre ich für eine Reise im März. Gegen kleinere Reisen mit anderen Kapellmeistern habe ich natürlich meinerseits gar nichts einzuwenden [...] Der einzige Kollege, gegen den ich etwas einzuwenden habe, ist allerdings Karajan. Dass er bei Ihnen in Berlin dirigiert, dagegen ist selbstverständlich nichts zu sagen. Zum Reisen möchte ich ihn aber nicht empfehlen. Reisen mit einem Dirigenten sind immer ein Zeichen von näherer Zusammenarbeit und diese Frage sollte nicht nur nach dem reinen Marktwert des Dirigenten, sondern nach den Beziehungen zwischen Dirigent und Orchester entschieden werden. Insofern ist es auf alle Fälle sehr bedauerlich, dass Sie mit Celibidache, der nun durch die letzten Jahre hindurch doch Ihr Hauptdirigent ist und war, nicht reisen können. Ich verstehe seine hohen Forderungen nicht recht und hoffe, dass er sich den tatsächlichen Verhältnissen noch anpassen wird. Was Karajan betrifft, so besteht natürlich nach wie vor, entgegen dem was die Presse brachte, keinerlei Rivalität von meiner Seite ihm gegenüber. Wie käme ich auch dazu? Anders ist es leider von seiner Seite [...]" (28. II. 1950). - Wilhelm Furtwängler war von 1922 bis 1934 Chefdirigent der Berliner Philharmoniker gewesen und sollte dies auch wieder von 1952 an bis zu seinem Tod 1954 sein. - Kleine Gebrauchsspuren, sonst gut erhalten.
3 SS. auf gefalt. Bogen. Qu.-Folio. Lied ("Andante") für Singstimme und Klavierbegleitung: "Liebstes Heymatland, nimm meinen Abschiedsgruß - des Glückes schöner Lebenstraum entschwand, er entschwand und flüchtig wird mein Fuß [...]" (2 Strophen). Am ersten Blatt oben rechts in Bleistift bezeichnet: "J. Glaeser". - Gläser, ehemaliger Sängerknabe bei der Dresdner Hofkapelle, wirkte später als Kapellmeister am Theater in der Leopoldstadt (1817-22), in der Josefstadt (1822-27) und am Theater an der Wien (1827-30). "Als das Josefstädter Theater nach der Renovierung 1822 eingeweiht wurde, dirigierte der taube Beethoven mit Gläsers Hilfe seine Ouvertüre 'Die Weihe des Hauses' [...] Das Berliner Königsstädtische Theater berief Gläser 1830 zum Kapellmeister Er wirkte hier sehr verdienstvoll, bis 1842 eine ital. Truppe in das Theater einzog und ihn in seiner Tätigkeit einengte. So folgte er 1842 gern einem Ruf nach Kopenhagen" (MGG XVI, 479f.).
2 SS. Kl.-4to.. Fünf Tage vor seinem Freitod an einen Redakteur (wohl der Literaturkritiker und Essayist Eduard Korrodi) "ueber eine eventuelle Taetigkeit bei der N. Z. Z.": "[...] Ich darf noch darauf hinweisen, dass ich bisher noch nicht redaktionell in einer Zeitung taetig war, sondern lediglich wissenschaftlich und schriftstellerisch fuer eine gearbeitet habe (s. 'Koerpersinn'). Ganz besonders wuerde ich mich freuen, wenn es mir gelingen wuerde in den Dienst eines so grossen Unternehmens wie die N. Z. Z. zu kommen, dem Brennpunkt und Sammelorgan des geistigen Lebens in der Schweiz und wenn ich auf diese Weise in nahen Zusammenhang mit dem schweizerischen Geisteslebe und zumal dem meiner Geburtsstadt gebracht wuerde [...]". - Mit kleinen Randläsuren.
8vo. 1 p. To an unnamed recipient: "My best thanks for the sympathetic biographical sketch in the Leasure [!] Hours which I have read with much interest [...]." - Moderate toning, horizontal crease reinforced on verso. From the collection of Charles Williamson and Tucker Fleming.
3 SS. 4to. An einen "Kunstfreund": "gestern las ich den Aufsaz [!] aus Kramers Musik. Magazin über die schlechte Einrichtung des italienischen Singgedichts, der aus Ihrer Feder geflossen ist. Erlauben Sie mir, Ihnen theuerster Mann! aus dem wärmsten Herzen den Dank zu sagen, den ich Ihrer hierin liegenden Belehrung schuldig bin. Lange schon fühlte ich's, daß wirklich die Instrumentalmusik dem wahren natürlichen Gesang geschadet hat. Noch mehr aber ward ich davon überzeugt als ich allmählich selbst anfing für die Singstimme zu schreiben […]". - Hardenack bearbeitete das offizielle dänische Psalmenbuch und komponierte Oratorien, Kantaten, Klaviersonaten, Lieder und Instrumentalmusik. 1813 erschienen seine Vorlesungen über Musik und ihre nützliche Anwendung.
Large 4to. 1 p. on bifolium. "Der Weltenbaumeister - hat von Ewigkeit her- die absolute Musik ein für alle mal komponiert, vollkommen, vollendet. Wir Menschenkinder bemühen uns im Laufe eines Kulturäons, diese göttliche Sprache zu erlernen [...]".
14 Bll. Verschiedene Formate: 188:108 bis 220:194 bzw. 257:157 mm. Kalendertabellen für die Jahre 1857 und 1858 (recto/verso), 1859-1861, 1862 zweifach, 1864, 1865, 1867-1869, 1870 zweifach sowie 1873. Die Blätter fassen für jeden Monat (Spalten) die Daten unter Wochentage (Zeilen) tabellarisch zusammen, vielfach mit bislang unaufgelösten Farbcodierungen in Buntstift. Unterhalb für jeden Monat Feiertage, Namenstage sowie andere denkwürdige Ereignisse (11. September 1859: "Berl. Bibl. geöffnet", 24. September 1862: "Germanisten", 14. Juni 1873: "50j. Ehrendoctorjubil.") notiert. - Teils mit kleinen Randeinrissen, im Ganzen aber wohlerhalten.
1 S. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An den Schriftsteller und k. k. Zensor Johann Baptist Rupprecht (1776-1846), dessen Gedicht "Merkenstein" Beethoven vertonte: "Da ich das Glück habe, mein Blatt unter Ihrer Censur zu wissen, so tröstet mich Ihr mir bisher bewiesenes Wohlwollen. Ich kann versichern, daß ich die Laune meines Herrn Censors durch abgenöthigtes Streichen wenig getrübt habe. Seyn Sie so gütig, meine unschuldigen, wenn gleich komischen 'Briefe einer Prima Donna' nicht mit misstrauischem Auge zu betrachten. Die Satyre darinn ist so allgemein, dass ich alle Farben brauche, um nur kein uns bekanntes Gesicht zu zeichnen. - Mein verwundeter Fuß hindert mich seit 8 Wochen weit zu gehen, sonst hätte ich meine Aufwartung persönlich gemacht […]". - 1809 wandte sich Kanne der Musik zu und zog von Wittenberg nach Wien. Seit 1817 redigierte er die "Allgemeine musikalische Zeitung" sowie den von Ignaz Franz Castelli gegründeten "Musikalischen Anzeiger" und schrieb Musikkritiken für die "Theaterzeitung" und den "Sammler".
4to. 1 page. With autogr. address. To Josef Pellet, head of the Graz Opera, concerning the production of his opera "Das Nachtlager in Granada". - Traces of folding; slight clipped section due to broken seal (not touching text).
4 SS. 8vo. 4 SS. auf Doppelblatt.8vo. An seinen Musikverleger (Schott in Mainz oder Bach in Hannover), der ihm einen Wechsel über 100 Gulden sowie "die Exemplare der 4 stimmigen Gesänge verflossenen Jahres" hatte zukommen lassen: "Recht sehr bin ich für Ihre Attention in Bezug der Kapellmeister Stelle in Mainz verbunden; allein gerade seit dem 15ten Sept: habe ich hier wieder ein Engagement als Kapellmeister und zwar bey dem Josephstädter Theater - was wirklich der Liebling des Publicums ist - angenohmen - zwar nur auf ein Jahr vor der Hand - auch müßte ich denn doch etwas näheres über die Bedingungen wissen. Daß Sie wegen zu hohem Honorar mit meiner kleinen Messe keine Speculation zu machen befürchten, thut mir leid, denn ich hätte zu gern die Verbreitung dieses Werks gesehen - und will daher das Honorar statt auf 100 fl CM für eine Messe - auf 80 fl stellen. Können Sie auch darauf nicht eingehen, so werde ich selber versuchen eine Ausgabe auf Subscription zu veranstalten. - Nun noch eins: Da ich bey Seiner Königl. Hoheit dem Erbprinzen und Mitt Regenten Friedrich von Sachsen die Erlaubniß eingehohlt habe - die Ihnen lezt übersandten 4 stimmigen Gesänge zu dedizieren - so wäre es mir sehr wünschenswerth, wenn Sie die Auflage hievon so bald wie möglich veranstalten würden. Den Titel des Prinzen werden Sie schon selbst gehörig zu verfassen und zu stellen wissen. Das Dedications-Exemplar bitte ich mir dann zur Zeit hieher zu senden, daß ich solches selbst übermachen kann. Mit anfangs November wird meine neueste Oper, Das Nachtlager in Granada - hier zur Aufführung kommen - Das Buch ist ganz vorzüglich - und nach Kinds beliebtem Drama bearbeitet - Sollten Sie Lust haben, den Clavierauszug hievon zu verlegen, so haben Sie die Güte mir das bald zu wissen zu machen, weil ich sonst mit einem dahiesigen Musikverleger in Verhandlungen tretten würde ... Schließlich ersuche ich beyliegendes Briefchen an Hrn v Hohlbein [!] weiter zu besorgen [...]". - Franz von Holbein war zu jener Zeit Direktor des Hoftheaters in Hannover. Kreutzers "Nachtlager in Granada" erschien im Jahr darauf bei Trentsensky u. Vieweg in Wien. In einer ganzseitigen Nachschrift macht Kreutzer dann noch ausgiebig Werbung für den Wiener Klavierbauer Johann Binder (1782-1856). - Stellenweise gering fleckig, sonst tadellos erhalten.
Zusammen 6½ SS. auf Doppelblatt. Gr.-4to und 8vo. Freundschaftliche Korrespondenz mit dem Wiener Rechtsanwalt Anton Odelga, der zahlreiche Opernaufnahmen und Sängerartikel publizierte: "... Ich wollte Ihnen persönlich danken für das Buch, das Sie mit so unendlich vieler Mühe zusammengestellt haben. Im Durchblättern schon sehe ich, wieviel ich vergessen hatte! Diese Aufzeichnungen sind auch praktisch wertvoll für mich: ich schreibe momentan 'lose Erinnerungen' (Memories at random) [...]" (28. V. 1964). - "[...] Glauben Sie bitte nicht, dass meine Einladung für Hella Müller eine ganz selbstlose ist: ich brauche wirklich sehr viel Hilfe, und habe das Nützliche mit dem Angenehmen verbunden, indem ich Hella einlud, anstatt jemanden für die Zeit zu engagieren. Ich habe keine Ahnung, wieso diese Rosenkavalieraufnahme im Umlauf ist. Ich habe einmal ein kurzes Stück davon gehört, und bin sicher, dass ich damals nicht die Marschallin gesungen habe; ich nehme an, dass ich damals abgesagt hatte und jemand anderer üfr mich eingesprungen war [...]" (3. III. 1971). - "[...] Dei arme Hella haette rechtzeitig den Mut zu einer Operation haben sollen; vielleicht haette es ihr Leben verlaengert. Ich habe noch immer sehr viele Verbindungen mit Wien - es war doch die schoenste Zeit meines Lebens, die ich dort verbracht habe - und es war und ist - meine richtige Heimat. Ich lebe hier in Kalifornien in Zufriedenheit aber was soll man mit 87 Jahren noch vom Leben erwarten? [...]" (17. IV. 1975). - Die Briefe auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
Zusammen 10 SS. auf 8 Bll. Verschiedene Formate. Mit 4 (2 eh. und 2 ms. adr.) Kuverts. An die Gesangspädagogin und Komponistin Maria Brossement (1866-1956): "Nun finde ich vor lauter Laufereien um die umständlichen Paßvisa kaum noch Zeit, mich persönlich verabschieden zu können. Ich fahre jetzt nach Berlin, dann über Genua nach Süd-Amerika und bin im Herbst, so Gott will, zurück. Und - hoffentlich! - wird dann alles anders sein und ich endlich vereinigt mit dem Mann, zu dem ich gehöre und von dem mich werde innerlich noch äußerlich etwas zu trennen imstande ist [...]" (Wien, 10. I. [1922]; besagter Mann ist ihr späterer Ehemann, der Kavallerieoffizier und Bankier Otto Krause-Jakobowitz). - "Was denken Sie nur von mir, daß ich garnicht zur Stunde komme! Aber ich habe mich so in Hamburg überanstrengt, daß erst gestern Doktor Ebstein mich als 'gesund entließ'. Die ganze Zeit über war ich bei ihm in Behandlung, habe nur einmal mit Mühe die Butterfly gesungen und sofort die Folgen zu tragen gehabt, indem meine Stimmbänder gegen jede Gewaltarbeit protestierten. Da will man immer Geld verdienen und möglichst viele Gastspiele absolvieren - aber was hat es für einen Zweck? Zuviel kann man eben nicht leisten. Morgen habe ich Barbier von Bagdad [...]" ([Wien, um 1921/22). - Ein Brief mit kleinem Randeinriß, sonst gut erhalten.
Oblong narrow 4to. 1 p. In pencil. In German: "Dearest fellow! Here's one bit at least! The rest to follow as soon as possible!" - Sketchleaf containing some 30 bars from "Der Rastelbinder" (1902) or "Der Göttergatte" (1904), according to a pencil annotation in a different hand. - Twimmed at lower edge; vertical creases.
3 SS. auf Doppelblatt. 4to. An den namentlich nicht genannten Leipziger Verleger Hermann Härtel, geschrieben während ihres Aufenthalts in London 1848/49, wo Lind sich in Frédéric Chopin verlieben sollte. Zuvor hatte sie jedoch eine innige Freundschaft, vielleicht sogar Liebesbeziehung, mit Mendelssohn Bartholdy verbunden, der im November 1847 in Leipzig verstorben war. Der Brief handelt von ihrem tiefen Schmerz über diesen Verlust. Härtel hatte ihr offenbar Noten einiger Lieder Mendelssohns zugeschickt: "[…] Die Art von Genuß welche ich von den Liedern täglich erfahre, läßt sich nicht beschreiben! Bei mir ist die [!] Schmerz über den gräßlichen Verlust noch heute eben so frisch als den [!] ersten Tag, und ich weiß es mit Bestimmtheit, es wird ewig so bleiben! d. h. ewig auf der Erde! Ich kann es immer unmöglich fassen daß Er fort ist, daß ich Ihn nie mehr sehen werde! Aber er war nach meinem Gefühl viel zu rein und gut für die Welt. - Ich glaubte immer, und war darüber glückseelig [sic] daß Madame Mendelssohn die Einzige Frau war in der Welt die würdig war so einen Mann zu besitzen und dies Vertrauen zeigt sie sich auch vollkommen würdig so gar nach dem Tod ihres Mannes […]". - Geringe Knitter- und Faltspuren.
2¾ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An Frau Chardin, eine Vertraute der Familie Liszt: "[...] j'attendais mon fils qui â été dans plusieurs journeaux annoncé, pour écrire l'adresse sur la lettre à vous. mais il ne pas encor venne et je doute qu'il vient de sitot. il m'a souhaité ma féte de St. Anne par le télégraphe. j'attende une lettre de lui. des journeaux ici dise qu'il est à la campagne auprés de St. Pére, mais je ne le crois pas, ça sera trop de faveur [...]". - Zwei Tage darauf, am 30. Juli 1865, sollte Liszt die vier niederen Weihen empfangen" (vgl. Serge Gut, "Franz Liszt", dt. Ausg. 2009, S. 764).
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit einer Beilage (s. u.). An Frau Chardin, eine Vertraute der Familie Liszt: "[...] cette anné me rapelle beaucoup l'anné 11 ou m on fils est né [...] de fétes musicale de Pest je eu d'éxéllente nouvelle pa Cosima quel à été présens, et quel à passée des jours bien heureuse auprés de son pére, qui à eu un succes extraordinaire. il à dirigies ses Compositions lui méme [...] de mon fils je ne pas encor de nouvelle [...] je lui ai écrit il y a 15 jours, pas de reponse. c'est inquiétant [...]". - Kleine unbedeutende Schadstelle außerhalb des Textes. - Beiliegend ein eh. Zettel von Anna Liszt (qu.-8vo; Ecken mit zwei kleinen Ausrissen ohne Textverlust): "voila chére Madame Chardin ce petit lettre à Monsieur votre fils, pour présenter au mienne."- Vgl. zum Brief: "1865 [...] 29. August", Budapest: "Liszt spielt im Redoutensaal seine beiden Légendes (Uraufführung), den Cantique d'amour und sein Ave Maria [...] 1866 [...] 6. Februar. Liszts Mutter Anna Lager stirbt in Paris, was ihn sehr betrübt [...] 4. März bis 22. Mai. Aufenthalt in Paris, wo sich Liszt in der Wohnung seiner Mutter bei Émile Ollivier einrichtet. Von dort aus begibt er sich sofort zum Grab der Mutter. Im übrigen aber läßt er sich schnell wieder in den Sog des mondänen Pariser Lebens hineinziehen [...]" (Serge Gut, "Franz Liszt", dt. Ausg. 2009, S. 765).
8vo (110 x 160 mm). 1 p. Signature ("Liszt") written across the Salon Érard concert announcement ("Concert dans lequel on entendra Mr. Liszt pour la dernière fois avant son départ"). - Small edge tears to horizontal fold. Dated (?) "1840" in pencil on the reverse; numbered "VIII" in blue ballpoint on recto.
164417864AB1644. Venice Ivntas 1644. 42 : 28 cm. 451 pages with engraved title-vignette and music-notes and many iniitials in red. Blindtooled pig-skin over wooden bords on 5 raised bands 2 clips edges in red. Rare early Italian book of Psalms containing the complete Psalms for every day. Printed in red and black throughout. Music filled square notation on four-line staves typeset throughout. - Front flyleaf with anotations in Latin 3 leaves with small tears not affecting the text some pages with additional paper strips at the edges some pages soiled at the lower right corner; binding a bit spottet half of the clips missing. - In general a good copy of this rare Liturgical music psaltar. hardcover
2 SS. 4to. An eine namentlich nicht genannte "gräfliche Gnaden", die als Komponistin dilettieren dürfte: "Ihro Gräfliche Gnaden haben mir mit Ihrem sehr geehrten Schreiben vom 1ten December h[oc] a[nno] eine größere Freude gemacht, als Sie Selbst denken können. Ich hätte Ursache, mir etwas darauf einzubilden, wenn Sie das Lied 'Der Thautropfen' so werth machten, als Sie die Gnade haben, mir zu schreiben. Besonders, wenn ich das geistreich verfaßte Lied Ihrer Feder 'Die Müllerin' erwäge. Das Lob einer solchen Kennerin will freilich viel sagen, und ich habe Ursache, die Tugend der Demuth zu üben. Für die alten Kirchengesänge danke ich Ihnen von Herzen. Das zweite 'Ave Maria' scheint mir bedeutend und in der Kirchentonart gehalten, während das erste sowohl rhythmisch als auch tonartlich verworren, oder auch corrumpirt zu sein scheint, und die Gemeinde, die es singt, eine Art von Tonsinn zu Tage fördert, der mir sonderbar, fast unerklärlich vorkommt. Desto süßer tönt 'Das Glöcklein'. Wie einfach, wahr und schwärmerisch läutet das kleine, feine Fingerchen über der weißen Rose der Melodie! [...]". - Etwas knittrig.
4to. 1 p. In Russian.
Autograph musical manuscript. 141 pp. with lithographed dedication before and title (including table of contents) after the music. Contemporary giltstamped green moirée silk binding. Oblong folio (320 x 218 mm). White moirée endpapers. All edges goffered and gilt. Contains a total of 12 dances and airs, including two from the comical opera "El Tio Caniyitas" (1847). With a lithographed dedication "a SS. AA. Los Principes de Sax. Coburgo, los Gefes y Oficiales del 3.er Rejimiento de Artilleria Espanola" (to Their Highnesses the Princes of Saxe-Coburg, Owners of the 3rd Spanish Artillery Regiment, in which López Uría served as the bandmaster). - Silk binding frayed at the extremeties; a few occasional spots, but well-preserved altogether.
8vo and 12mo. Altogether 20 pp. on bifolia and one single leaf. With 8 autograph envelopes. In French. A series of letters written to his daughter Juliette (1868-1935) and her husband Léon Alloend-Bessand. Massenet was travelling extensively in 1890 and spent several months in Bruxelles, probably for the reprise of his opera "Esclarmonde" in September 1890 at La Monnaie, with Sibyl Sanderson. While it was rumoured that Massenet had an affair with Sanderson and the American soprano does indeed play a role in his letters, the correspondence also bears witness to Massenet's profound longing for his wife and his solitude due to the physical distance from his family. It is unclear whether his wife Louise, who at the time suffered from an eye disease, was actively avoiding contact with him, but the letters imply that Massenet was unable to communicate with her over extended periods of time. - The earliest of four letters from January to April 1890 must have been written in Paris and are mostly of a practical nature. Massenet inquires whether his daughter wants to go to the Ball of the Paris Opera on 1 February and later informs her that he has cancelled his reservation for a box because Sibyl Sanderson had fallen ill. In a letter datable to March, Massenet inquires whether his son-in-law has winter clothes for his hairdresser. On 4 April 1890, he expresses his gratitude and affection towards his daughter without mentioning the context: "I am very touched by your attentiveness - I'm lucky to know that I'm loved and respected. I send you all my warmest thanks and to both of you my affections", signing with "papa" along with his signature. - On 4 August 1890 Massenet wrote Juliette from Vevey, announcing the completion of his opera "Le Mage", particularly the orchestration of the first act. Alluding to Sibyl Sanderson, who was supposed to sing the lead in a "Manon" reprise, Massenet writes: "The ladies hold your memory very dear and 'Manon' is very amiable but very spoiled - The true 'Manon' has already worked for 3 acts and that is very promising". He closes with his "blissful solitude" and the information that he could not write to his wife as he does not know the address. - Massenet's perception of his solitude takes a turn in Bruxelles. On 24 August, he writes about his warm welcome at La Monnaie, but mostly about his wife: "I am constantly thinking about your mother who suffers with her eyes ... this is a constant preoccupation for me because I suppose that she must be sad, not being able really to enjoy her voyage - I wish I received news from morning to evening". On 29 August, he complains about not having received a word from his wife and describes his longing for his family. He wants true peace "because the quiet after the theatre is solitude and that's empty - she is with the family and I am alone in my hotel room". In a more practical vein, Massenet announces the reprise of "Esclarmonde" for 6 September. Two days before the premiere, Massenet again inquires about his wife and the state of her eyes, as he has not received "a single detail in 5 weeks", and he implores his dauther: "write me - I am so alone and so far and so desperate for Paris". He also announces concerts in Ostend and Antwerp following the Brussels premiere. - Well preserved. With occesional stains and collector's notes in pencil.
Zus. 18½ SS. auf 10 Doppelbll. und 2 Einzelbll. Mit 2 eh. adr. Kuverts. In französischer Sprache an die Direktoren des Brüsseler Opernhauses La Monnaie, Oscar Stoumon (1835-1900) und Édouard-Fortuné Calabresi (1824-1904), voll Freude über die Anwesenheit des Kulturministers Antoine Proust (1832-1905) bei der Uraufführung seiner Oper "Hériodade" sowie mit der Bitte, eine schöne Loge für denselben zu reservieren: "Mes chers directeurs, une bonne nouvelle qui fait sensation ici - le ministre des arts, Mr Antoine Proust, assistéra à la premières représentation d'Hérodiade à Bruxelles - d'une façon officielle - puis-je compter sur votre promesse de lui réserver une belle loge de premier r[ang]? [...]" (Paris, 2. XII. 1881). - An dieselben über die letzte Vorstellung der "Hériodade", die er gern als Dirigent leiten würde: "Vous me feriez un sensible plaisir en me disant [...] 1. quel jour (et quelle date) aura lieu la dernière représentation de la Monnaie - 2. Si vous comptez jouer Hérodiade ce soir là - 3. Si cela vous conviendrait que ce soit moi qui soit le chef d'orchestre pour cette représentation [...]" (Paris, 6. IV. 1882). Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Verlegers Georges Hartman (1843-1900). - An einen Freund mit einer Empfehlung des Komponisten Gaston Borch (1871-1926), der nach Paris komme, um sein Studium abzuschließen: "Voulez-vous me faire la gracieusité d'accorder une audition à un jeune Suédois [...] Mr Gaston Borch vient à paris pour compléter ses études musicales [...]" (31. III. 1891). - An seine Schüler über den Musikwettbewerb in Béziers, wo sie eine ihm gewidmete Ode des Komponisten Maurice Galerne singen werden: "Vous allez participer au Concours de Béziers où - après le morceau imposé, vous chanterez cette superbe ode lyrique en 3 parties de Maurice Galerne. L'auteur m'a dédié cette oeuvre [...]" (Paris, 10. V. 1907). - An einen Freund über den Wunsch einer Musikschülerin, Unterricht bei demselben zu nehmen: "Je reçois un mot de Madame Lange [...] il s'agit d'obtenir des leçons de toi - es-tu libre quelquefois? Mademoiselle Lange, ta future élève, a travaillé avec Guirand. J'écris à Madame Massart et à Armingaud pour le même motif [...]" (o. O. u. D.). - Die übrigen Briefe mit Absagen auf Einladungen, Empfehlungen junger Komponisten und Dank für freundliche Worte. - Ein Brief mit größeren Randläsuren; auf Trägerkarton montiert. Vereinzelt leicht gebräunt.
4to and (oblong) 8vo. Together 8 pp. on 2 bifolia and 3 single sheets. 2 with autograph address on verso. Amicable letters to the composer Jules Massenet (1842-1912) about upcoming performances, invitations and opera tickets. - Requesting one or two tickets for the premiere of his 1889 romantic opera "Esclarmonde": "J'ai un très vif desir d'assister à la première répresentation d'Esclarmonde. Voulez-vous me permettre d'avoir recours à votre toute puissante intervention pour obtenir une ou deux places? [...]" (Hotel Sentio, [May 1889]). With embossed gilt motto "Invictus maneo". - An invitation to lunch, mentioning a train to London she has to catch in the afternoon: "C'est avec le plus grand plaisir que j'ai reçu votre petit bleu et je serai enchantée de vous voir chez moi Lundi à 1 heure et ½ [...] Je dois prendre le train à 4 heures pour Londres [...]" (162 Boulevard Malesherbes, no date). - Asking to let her know when and where to meet, mentioning her having no access to a piano, as well as her preference for working in the morning: "Je suis arrivée et j'attends une petit mot par me dire quand et où? Je n'ai pas de piano ici. J'aime mieux travailler le matin si c'est possible [...]" (Hotel Ritz, [postmark: 5 Sept. 1903]). - Hoping to rehearse the air "Hérodiade" from Massenet's eponymous opera for her performance the following Sunday: "Je veux vous demander une faveur. Je chante au Concert Lamoureux le Grand air d'Hérodiade dimanche prochain et je viens vous demander s'il y'a moyen de le repasser avec vous [...]" (9 Rue de Prony, [postmark: 15 May 1893]). - Scheduling a rehearsal of "Sevillana" from Massenet's opera comique "Don César de Bazan" (1872), a piece she is confident to sing well, given her enthusiasm: "Quand votre petit mot est arrivé toute à l'heure, je travaillais 'Sevillana'. Je crois que je le chanterai bien. Je l'espère car je suis enthousiaste. Il faut que je le chante avec vous une fois avant mon départ [...]" (no place or date). - On stationery with embossed gilt initial. A little creased in places; with small marginal flaws.
2 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Eben erhalte ich einen Brief von Herrn Wachsmuth aus Berlin, der mir die Wahl des gesuchten musikalischen Subjekts für die Fr. Gräfin von Brügl kund macht, und diese ist denn noch auf mich gefallen. Es werden mir anschl. Bedingungen vorgeschlagen, und da ich ohnedies mehr zur Annahme dieser, als zu jener von Ihnen mir gütigst vorgeschlagenen Stelle, geneigt war, so habe ich also auch schon an die Fr. Gräfin selbst geschrieben, und ihr meinen Entschluß, die Stelle bei ihr anzutreten bekannt gemacht. Ich hoffe, dass sich zu jener Organistenstelle mehrere Kompetenten finden werden, die vielleicht eben das, und wohl noch mehr leisten können, als ich […]".