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2 SS. Kleines Visitkartenformat. Die wohl an den seit 1829 am Weimarer Hoftheater wirkenden Sänger, Regisseur und Theaterdirektor Eduard Genast gerichtete Karte dürfte von Ende November 1841 stammen, als die frischgebackenen Eltern Robert und Clara Schumann (ihre Tochter Marie war am 1. September geboren worden) die im Sommer nicht zustande gekommene "erste gemeinsame Künstlerfahrt" nachholten: "Wir wünschen", schreibt Robert verso, "Sie zu sehen und wiederzusehen - sind von 6-7 Uhr zu Hause im Gasthof". - Nach ihrer Ankunft in Weimar am 19. November absolvierte Clara zwei Konzerte, "am 21. November 1841 ein öffentliches im Schauspielhaus und am 25. November 1841 ein Privatauftritt bei der Großherzogin in der Galerie im Schloss in der Stadt [...] Wichtiger aber als die Konzerte war in diesem Jahr das zufällige Zusammentreffen mit Franz Liszt, den Clara Wieck 1838 in Wien und Schumann im März 1840 in Leipzig persönlich kennengelernt hatten. Eigentlich waren die Schumanns schon auf dem Sprung nach Hause, als sich nach dem Konzert im Hotel 'Russischer Hof' folgende Szene ereignete" (Seibold, S. 14-16): "An einem dunklen Abende, während der Nordwind in den entlaubten Bäumen, die den Karlsplatz umgeben, unheimlich rauschte, saß ich mit dem Künstlerpaare Klara und Robert Schumann im Speisesaale des Russischen Hofs traulich zusammen, als ein Mann von hohem, schlankem Wuchse, mit einem ausdrucksvollen Gesichte und langen, zurückgestrichenen, hellbraunen Haaren hereintrat und sich mit dem Zurufe: 'Bon soir, Ihr Lieben!' meiner Gesellschaft näherte. 'Liszt!' rief diese wie aus einem Munde aus. Da war also der Mann leibhaftig vor mir, nach dessen Bekanntschaft ich mich so lange gesehnt hatte, über den die Fama das Außergewöhnlichste und Erstaunenswürdigste seit Jahren in die Welt hinausposaunt hatte, seine enorme Virtuosität, dabei seine Bescheidenheit und Liebenswürdigkeit, auch seine großartige Freigebigkeit preisend. Nachdem Frau Schumann mich ihm vorgestellt hatte, wobei er mich artig begrüßte, setzte er sich an ihre Seite und ließ sich, ohne besondere Notiz von meiner Gegenwart zu nehmen, in ein eifriges Gespräch mit ihr ein. Im Verlaufe der Unterhaltung fesselte die Genialität des Mannes immer mehr meine Aufmerksamkeit, so daß ich zuletzt nur noch für ihn Augen und Ohren hatte. Auch von seiner Freigebigkeit sollte ich schon an diesem Abend Zeuge sein. Frau Schumann bewunderte die geschmackvolle emaillierte Weltkugel mit Sternen besäet, die von einer goldenen Adlerklaue gehalten wurde. Sofort überreichte Liszt ihr dieselbe mit feiner Galanterie als Andenken. Anfangs weigerte sie sich, dieselbe anzunehmen, konnte aber schließlich der höchst liebenswürdigen Art und Weise, mit welcher Liszt zu spenden wußte, nicht widerstehen und nahm mit gleich feinem Takte das Kleinod an" (Genast, S. 308). - Die Handschrift stark verblasst und in der Transkription stillschweigend ergänzt; ein Drittel der Karte durch Feuchtigkeitseinwirkung stärker fleckig und angeschmutzt. Wolfgang Seibold, Nach Weimar zieht es die Deutschen gewaltig hin. Eduard Genast, Aus Weimars klassischer und nachklassischer Zeit. Erinnerungen eines alten Schauspielers. Stuttgart, 1905.
Oblong 4to (306 x 232 und 290 x 222 mm). 2 vols. (30) and (50) pp. Contemporary red morocco, covers and spines richly gilt, giltstamped cover monogram (crowned). A clean and well-executed fair copy of two cantatas and a romance: "Viva Cristina", "Nel mirare", and "Pria che autunno", splendidly bound for the Queen of Sardinia. Each piece signed at the end ("Originali di Giovanni Sebastiani") and dedicated to Maria Christina of Naples and Sicily (1779-1849), the daughter of Maria Carolina and King Ferdinand I of Naples and Sicily and wife (since 1807) of Charles Felix, who ruled Sardinia as king from 1821 to 1831. The first piece was performed in Rome by students of the Ospizio di San Michele; the second, the "Romanza", is also dedicated to the Duchess of Berry, Maria Christina's niece, who had spent her holidays with the royal family. Like the second piece, the third (bound separately) was penned during Maria Christina's holiday in the Villa Rufinella (also known as Villa Tuscolana) in Frascati. - The composer Sebastiani, a native of Frascati, had studied at the Ospizio di San Michele in Rome and passed away in 1899, aged eighty years (as his obituary in "Le Ménestrel" of 2 April 1899 informs us).
65 x 125 mm. 3 Notenzeilen mit eigenh. Notizen (Bleistift und Tinte). - Sechter wurde von Ludwig van Beethoven und Franz Schubert anerkannt; Giacomo Meyerbeer und Johannes Brahms statteten ihm Besuche ab. Zu seinen Schülern zählen u.a. Anton Bruckner, Henri Vieuxtemps und Sigismund Thalberg.
4to. (½+1 =) 1½ pages on 2 ff. With two autogr. envelopes. The musical quotation on 4 pages in-8 mimeographed concert programme. Several addenda. Interesting set addressed to the American commander of Garmisch, after the defeat of Germany. Major Herbert L. Snapp (1901-91) was the officer of the American occupation troops, appointed "Stadtcommandant" of Garmisch, where Strauss resided. - 1) Garmisch, 8 May 1945. On the very day of the armistice and the end of the war, Strauss greets Commander Snapp as the representative of the great American people ("als hiesiger Repräsentantendes grossen amerikanischen Volkes") on this day of peace ("zu dem heutigen Friedenstage") and warmly expresses the wish that America, friend to the arts, as it has delivered Germany from an undignified slavery, will in a beautiful future extend its protection to the descendants of Goethe and Wagner for the reconstruction of the country and its culture. - 2) Garmisch, 12 May 1945. Strauss asks for driving licenses and, for his son, daughter-in-law and grandson Richard, hunting licenses, so that his family can feed itself. - On a mimeographed concert programme, given by the students of the Music Department of St. Mary of the Springs on 12 April 1945, Richard Strauss inscribed a 3-bar quote from the beginning of the Rosenkavalier, with the inscription and signature. - Attached is an autograph letter from "Daddy" (i. e. Snapp) to his daughter Nancy, sending her, with comments, these documents, and a letter draft to Strauss in which the American military government makes three reassurances, "all of which will be in direct contrast to the period 1933-45" (written on the reverse of a stationery with printed letterhead of the Reichsministerium des Innern).
4to. 2 pages. Curious letter about Strauss's attitude under Nazism. The letter shows Strauss's activity to create the STAGMA (Staatlich genehmigte Gesellschaft zur Verwertung musikalischer Aufführungsrechte) to replace the GEMA (Genossenschaft zur Verwertung musikalischer Aufführungsrechte), a governmental institution for the management of musicians' copyrights, and his attempt to compose the board of directors of the new society in such a way as to satisfy the Nazi leaders, who should not be part of it, while he himself wanted to be its president. Dr. Schmidt-Leonhardt must prepare the minister for Strauss's position. The early foundation is a chance for them, and if Dr. Goebbels confirms to give Strauss full powers according to the "Führer principle", Strauss will immediately determine autocratically (after liquidation of the last GEMA General Assembly) the board and the statutes of the Stagma: "Inhalt beiliegenden nicht abgesandten Briefes können Sie vielleicht vertraulich für Herrn Dr. Schmidt[-]Leonhar[d]t benützen, damit er in meinem Sinne den Herrn Minister schon präparieren kann. Wenn ich recht überlege, ist die voreilige Gründung für uns ein Glück u. wenn Dr. Goebbels Stand hält u. mir alle Vollmachten 'laut Führerprinzip' bestätigt, bestimme ich (nachdem die letzte Gemageneralversammlung liquidiert hat) nun Vorstand u. Statuten der Stagma selbstherrlich. Ich habe Kopsch telegrafisch nach Berlin beordert u. mir seine neuen fertigen Statuten nach hieher erbeten, damit ich Samstag ganz im Bilde bin. Bitte versichern Sie sich noch des Herrn Havemann, damit uns nicht von der Partei (etwa Herr Hinkel oder sonst wer) in den Rücken fällt u. dann will ich versuchen, Herrn Keudell ganz auszuschalten, den Vorstand u. die Geschäftsführung der Stagma neu zu ernennen. Vorher waren es doch drei bei der Gema: Ritter, Schmeling, Lehar? Kann man in die Stagma nicht 2 coordinierte Geschäftsführer: Kopsch - Stagma / Ritter - Gema [...] hineinnehmen? u. den ganz unnötigen Präsidenten Gräner mit dem hohen Gehalt einfach ausschiffen? [...]". - On headed paper ("Kurheim Rex"); left margin with punched holes (not touching text).
1 S. Qu.-kl.-8vo (88:111 mm). Fünf Takte aus Strauss' einziger Oper "Ritter Pásmán" mit eh. unterlegtem Text "O gold'ne Frucht am Lebensbaum". - Etwas angestaubt und fleckig, sonst gut erhalten.
8vo. 3 pp. on bifolium. To the pianist and composer Ferdinand von Hiller (1811-85) concerning an invitation to the Lower Rhenish Music Festival and rumours about the composition of "Otello". Verdi assumes that it was Hiller who sent him the festival programme and thanks him warmly for it but declines an invitation to participate due to the distance, his age, and lack of time: "Voi potete immaginare quanto piacere ne avrei a potervi assistere; ma voi capite altresì che io sono tanto lontano, che ho molti anni che pegano e rendono difficili i viaggi, e che anche il tempo mi manca". He will think of him during the festival, which will "bring back happy memories of joyful hours in your company", and asks Hiller to inform him about the "surely excellent result" upon its conclusion. After a few words about the weather and his plans to go to the countryside, Verdi goes on to deny rumours that might have reached Hiller about having written "Otello": "Caso mai aveste sentito dire che io st. facendo qualche cosa, o che io abbia terminato un Iago, un Otello et ca, non credete niente. Io non ha fatto nulla, assolutamente nulla" ("If you heard that I am doing something, or that I have finished an Iago, an Otello etc., do not believe anything. I have not done anything. Absolutely nothing"). - While Verdi only started composing "Otello" in early 1884, he had first seen Arrigo Boito's draft for the libretto in the summer of 1881, commented on it, and appears to have been intrigued. Verdi's reluctance and secrecy are due to his official retirement after the success of "Aida" in 1871 and his fear of adverse criticism of what might be his last work. When "Otello" finally premiered in Milan on 5 February 1887, it proved a resounding success. - In 1877, Verdi had followed Ferdinand von Hiller's invitation to conduct his "Messa da Requiem" at the 54th Lower Rhenish Music Festival in Cologne. Hiller retired from the directorate of the Gürzenich Orchestra Cologne and the organisation of the Lower Rhenish Music Festival in 1884; he did not live to see the premiere of "Otello". - Traces of folds. Some yellowing to the first page.
Large 4to. 2 pp. on bifolium. Addenda. An invitation for the first Bayreuth Festival ever (held in 1876), mistakenly addressed "Herrn Carl Schlosser, in München. | Lieber Herr Schlosser!", but intended for the German tenor Max Schlosser who was to sing the part of Mime.
8vo. 1 p. To an unknown recipient, regarding a list of works that may be obtained from the widow of the organist Anton Dreyssig. It may be directed to a Prof. Maas, to whom he sends best wishes: "I profit of the kindndess of my beloved friend the professor Dr. Lichtenstein from Berlin, and have the honour to send you by his intermittance a list of the works, which at the affixed prices may be got from the widow of the organist Dreyßig [...]". - Somewhat wirnkled and spotty, otherwise in good condition.
2 SS. auf Doppelblatt. 4to. Nach seiner Konzertreise nach Hamburg und Kopenhagen an Karl Graf von Brühl, den Generalintendanten der Königlichen Schauspiele in Berlin, über die geplante Uraufführung seiner Oper "Der Freischütz". Aufgrund von Verzögerungen bei der Fertigstellung des neuen Schauspielhauses musste die Uraufführung, die das Haus einweihen sollte, mehrmals verschoben werden: "Glüklich von meiner Reise nach Hamburg und Koppenhagen zurükgekehrt, ist es natürlich meine erste Sorge mich um das endliche Erscheinen des armen Freyschützen zu bekümmern. Der Gerüchte über die Eröffnung des neuen Hauses sind gar mancherlei, u. viele wirklich von fast schrekhafter Gattung für mich. Ich kann mir denken daß Ew. Hochgeboren seit Jahr u. Tag so oft mit ähnlichen Anfragen gepeinigt worden sind, daß es mir ordentlich sauer wird mit unter die Zahl der lästigen Frager mich stellen zu müssen. Gerne hätte ich meine Rükreise über Berlin gemacht, aber meine Urlaubszeit war so geschmolzen, daß ich Noth genug hatte zu rechter Zeit wieder zu Hause einzutreffen. Meine Reise war in jeder Hinsicht für mich ungemein erfreulich, und ich habe Kraft u. Lust zu neuen Arbeiten erworben, da ich die Theilnahme sehe die meinen Versuchen über alle meine Erwartung zu Theil wird. Die Opern fand ich überall sehr mittelmäßig, und der Mangel an ausgezeichneten Talenten ist wirklich drückend. An Graf Vizthum habe ich einen höchst rechtlichen Chef und wahrhaft theilnehmenden Freund verlohren. Von H[errn] v[on] Könneritz sagt man alles Gute, und die wenigen Gespräche die ich mit ihm gehabt, zeugen von regem Eifer für die Sache. Aber, wo ist der, der nicht endlich bekennen muß, daß die 10.000.000 Quälereyen des künstlerischen Trainwesens ihn endlich von Glut, wenigstens zur Lauheit herabbringen? Wie sehr bedaure ich den trefflichen Wolf hier verfehlt zu haben. Ist über die Darstellung der Preziosa schon etwas näheres bestimmt?". - Der Intendant und Diplomat Hans Heinrich von Könneritz hatte nach Abgang des Grafen Vitzthum von Eckstädt die Generaldirektion der Königlichen Kapelle und des Hoftheaters in Dresden übernommen. Weber hatte für die zweite Fassung des Dramas "Preciosa" von Pius Alexander Wolff seine umfangreichste Bühnenmusik geschrieben. Die Erstaufführung fand am 14. März 1821 in Berlin statt, die Uraufführung des "Freischütz" folgte am 18. Juni. - Mit kleinen Spuren alter Heftung, einer Unterstreichung in roter Tinte, stellenweise kleinen Abklatschspuren und einem zeitgenöss. Empfängervermerk. Mit kleinen Abweichungen veröffentlicht in: Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe. Digitale Edition, A041656 (Version 4.3.0 vom 1. Februar 2021).
1 S. 4to Mit eh. Adresse (Faltbrief). Auf Kartonträger montiert. An die mit ihm befreundete Sängerin Friederike Koch in Berlin: "Immer schelten, zürnen, poltern Sie zu. ich verdiene es, und auch nicht. außer den dringendsten Geschäftsbriefen habe ich seit meiner Rükkunft an Niemand geschrieben, so sehr mich auch oft das Herz dazu drängte, und doch nicht Herr werden konnte über die entsezliche Verstimmung die mein ganzes Wesen beherrscht, und mich für Alles stumpf macht. Waren sonst schon die hiesigen Kunst-Verhältniße drükkend, so sind sie durch den neuen Direktor H. v. Könneritz [d. i. der Hans Heinrich von Könneritz, der seit dem Vorjahr die Intendanz des Dresdner Hoftheaters innehatte] vollends unerträglich geworden. Doch, nichts hievon, vielmehr von der Freude die mir Ihr Brief gemacht hat. Ach, es thut recht wohl, so ausgescholten zu werden, und meine Lina und ich wollen auch geduldig still halten, wenn Sie Lust bekommen uns tüchtig abzupuffen [...]". - Für seine bevorstehende Reise nach Berlin - zur Einstudierung des "Freischütz" - bittet er, ihm ein Quartier zu suchen: "Beers haben uns zwar früher dringend eingeladen bei ihnen zu wohnen. nun kömt aber der Sohn zurük, der Vater erwähnte bei seiner lezten Durchreise nichts davon, - kurz ich finde für gut mich auf jeden Fall nach einem Quartierchen umzusehen [...] Zu erzählen werde ich viel haben, bin aber sehr einsylbig und finster geworden [...]". Weber wohnte dann doch bei "Beers", dem Bankier Jakob Herz Beer und seiner Frau Amalie geb. Meyer, die er in Schaffhausen kennengelernt hatte, als sie mit ihrem Sohn Jakob Liebmann (Giacomo Meyerbeer) nach Italien reisten. Mit diesem war Weber seit 1810 innig befreundet; beide Komponisten besuchten die "Tonschule" Abt Voglers in Darmstadt. - Mit kleinem Ausriss durch Siegelbruch und etwas knittrig. Mit kleinen Abweichungen veröffentlicht in: Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe. Digitale Edition, A041727 (Version 4.3.0 vom 1. Februar 2021).
1 S. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An die Redaktion der "Musikalischen Zeitung" in Leipzig: "Beyliegenden Auszug aus dem Briefe eines Freundes von Berlin, habe ich die Ehre Ihnen zur gütigen Aufnahme in die M. Z. zu übersenden. ich hoffe daß dieselben auch meinen Brief vom 30. April mit einem Aufsatz über H: Kapellers neue Flöte werden erhalten haben. / d. 13. Juni gab H. Kauffmann aus Dresden auf seinem neu erfundenen Harmonichord ein zahlreich besuchtes Concert im Redouten Saale. ein Adagio von Mozart von ihm gespielt gefiel nicht sehr, desto mehr der Monolog aus der Jungfrau von Orleans, mit der Begleitung des Harmonic: und declamirt von Mlle. Altmutter, einer jungen höchst talentvollen Künstlerin des hiesigen Hoftheaters. und ein Adagio und Rondo mit Begleitung des vollen Orchesters, welches ich ihm hier für sein Instrument geschrieben hatte, und welches wirklich enthusiastisch aufgenommen wurde. so wie auch ein neues Clarinett concert von meiner composition, höchst vollendet von H. Bärmann vorgetragen. H. Philipp Moralt spielte das schöne Violoncell Concert von Danzi aus D dur, mit Sicherheit, Gefühl und Leben. Gesang mußten wir leider in diesem concert entbehren, da alles krank geworden war […]". - Das von dem Uhrmacher und Musikinstrumentenbauer (Johann) Friedrich Kaufmann zusammen mit seinem Vater Johann Georg entwickelte Harmonichord war ein Klavier, dessen Saiten nicht durch Hammer, sondern durch indirekt übertragene Reibung in Vibration versetzt werden. - Mlle. Altmutter handelt es sich um die aus Innsbruck gebürtige Anna (auch Marianne) Altmutter. - Mit 2 unbedeutenden Einrissen in den Faltungen und einem kleinen Ausriss am unteren durch Öffnen der Verschlußmarke (keine Textberührung). Veröffentlicht in: Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe. Digitale Edition, A040405 (Version 4.0.0 vom 20. Januar 2020).
1767WRCAM45554New York: James Parker 1767. 447991431pp. Antique-style three-quarter calf and marbled boards leather label. Titlepage neatly repaired at bottom not affecting text. Two contemporary signatures on titlepage. Light tanning and scattered foxing. A very good copy. The first book of music printed from type in America. "This is the First Edition in English of the Prayer-Book of the Reformed Dutch Church of New York. It is a translation of the old Holland liturgy. The translation of the book from the Dutch was made by the Rev. John Livingston D.D. The Psalms were rendered into English verse by Francis Hopkinson one of the signers of the Declaration of Independence. There are one hundred fifty Psalms in metre accompanied on every page by the printed music. The type for the music notes was ordered from Daniel Cromelin of Amsterdam in 1764. The Ten Commandments are also versified and supplied with music. These are followed by the Songs of Zacharias the Virgin Mary and Simeon. The same musical treatment is given to the Creed and the Lord's Prayer" - Church. EVANS 10561. ESTC W6234. CHURCH 1067. AMERICAN SACRED MUSIC IMPRINTS 398. James Parker hardcover books
151859259(Colophon:) Hagenau, Thomas Anshelm, 1518. Small folio. Bound in a recent full vellum binding with gilt lines and gilt lettering to spine. Title-page re-hinged, affecting neither printing nor woodcut. First leaves with light dampstaining to lower blank margin, far from affecting text. Last portion of leaves with small single worm-holes, mostly marginal, but touching the woodcut at the end. Neat marginal annotations. All in all a very nice copy. Magnificently printed, with three pages with the terms of the Hebrew cantillation printed in red and black, nine pages of musical scores (printed from right to left), extensive use of distinctive Hebrew type, large title-woodcut, and Anshelm's magnificent, large woodcut Printer's device at the colophon (presumably by Anshelm himself, after Dürer). 83, (5) ff.
(Colophon:) Hagenau, Thomas Anshelm, 1518. Small folio. Bound in a recent full vellum binding with gilt lines and gilt lettering to spine. Title-page re-hinged, affecting neither printing nor woodcut. First leaves with light dampstaining to lower blank margin, far from affecting text. Last portion of leaves with small single worm-holes, mostly marginal, but touching the woodcut at the end. Neat marginal annotations. All in all a very nice copy. Magnificently printed, with three pages with the terms of the Hebrew cantillation printed in red and black, nine pages of musical scores (printed from right to left), extensive use of distinctive Hebrew type, large title-woodcut, and Anshelm's magnificent, large woodcut Printer's device at the colophon (presumably by Anshelm himself, after Dürer). 83, (5) ff.
1 S. 4to. An den Dramatiker und Librettisten Salomon Hermann von Mosenthal, der ihn bedrängt hatte, bei der Errichtung des Beethoven-Denkmals in Wien mitzuwirken: "Ihre Beredsamkeit ist gewaltig. Die Beethoven Sturmpetition gleicht dem Sturm der Pastoral Symphonie. Dabei vergessen Sie mein Alter, Schwächen und andere Gebrechen. Was Sie mir jetzt zutrauen habe ich bescheidenst im Jahre 1845 gelegentlich des Beethoven-Monuments in Bonn geleistet. Ob dasselbe zu wiederholen mir zusteht, bezweifle ich sehr. Jedenfalls bitte ich Sie mich in dem Reserve Corps zu belassen, und den jüngeren, trefflichen Künstlern welche sich dem neuen Beethoven Monument zueignen, den Vorrang zu gewähren [...]". - Das Beethoven-Denkmal von Caspar von Zumbusch in Wien wurde 1880 eingeweiht; das Komitee war 1871 durch die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien gegründet worden. Bei dem vorliegenden Brief handelt es sich um den Entwurf oder eine Abschrift des Briefes von Liszt an Mosenthal, dessen Name am Kopf des Briefes erwähnt ist; der ins Reine geschriebene Brief exakt gleichen Inhalts befindet sich im Beethoven-Haus Bonn (HCB Br 339; Sammlung H.C. Bodmer). - Stark knittrig und mit einigen Einrissen in den Faltungen.
90x210 mm, oblungo. 69 carte (scritte 83 pagine). Manoscritto a inchiostro nero su carta pentagrammata a mano e senza filigrana. Quattro differenti mani hanno compilato il manoscritto: I (1-4), II (5-138), III (139-140), IV (141-142). Breve strappo alla c. 15 e c. 18. Legatura originale in pergamena un poco sofferta. Al recto del piatto superiore due note di mano antica. Della prima, quasi totalmente cancellata, si legge solo l'ultima parola: "Dio". La seconda, molto evanita, riporta: "Sono Servo / di Dio". Al verso del piatto inferiore alcuni numeri manoscritti non attinenti all'argomento musicale. Interessante repertorio di esercizi scritti in forma di danza, con ritornello, per uno strumento solista o per voce. Ogni danza è numerata, ma non riporta un titolo. A parte i primi quattro pezzi, che apparentemente potrebbero avere una progressione esecutiva, gli altri non hanno una logica di successione.. .
3½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An den befreundeten Violinvirtuosen Waldemar Meyer in Berlin über einige seiner Werke und seine Musikauffassung: "Für Ihren Brief besten Dank! Op 72 u. 74 ist 'nicht leicht zu behalten', gewiß, Sie haben Recht! Allein gestatten Sie mir: ich bin seit frühester Jugend Musiker, habe zu einer Zeit als ich noch nicht 10 Jahre alt war, den großen, großen Sebastian in seinen größten Orgelschöpfungen 'auf' der Orgel gespielt, u. kurzum, daß ich meine eigenen Wege gehe - das ist kein Fehler; ich bin nicht 'Umstürzler' aus Prinzip - es kann nicht leicht einen glühenderen Bewunderer der alten Meister als mich geben - u. gerade die großen alten Meister, u. die Erkenntnis, daß seit Brahms' Tode unsere Komponisten immer mehr im 'Sumpf' der symphonischen Dichtung untergehen u. sogar schöne Begabungen an diesem 'Irrlicht' zu Grunde gehen - gerade diese 2 Gründe haben mich zu dem gemacht, der ich heute bin! Glauben Sie mir, niemand wünscht mehr als ich das Wiedergeboren-werden eines Mozart, der mit göttlich-leichter Hand aufräumt mit all dem Wust, den mißverstandener Wagner, Liszt u. R. Strauss gezeitigt haben! Mein op 77b ist nun fabelhaft einfach u. klar; ich hab' damit all denen, die mir immer vorwerfen ich könnte nicht einfach schreiben, eine kleine Lektion erteilt! Ich bin Ihnen aufs Herzlichste verbunden, wenn Sie Sich nun meiner neuen Sachen annehmen wollen! Ich habe sofort nach Leipzig geschrieben u. hoffe sehr, daß es möglich sein wird, dort einen Abend mit dem Essener Programm zu machen […]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
1 S. Qu.-4to. Mit einem weiteren musikalischen Albumblatt mit U. (s. u.). Gerahmt. Zehn mit "Allegretto" bezeichnete Takte für "Piano Forte" mit Widmung "a Madame Benazet | son ami G. Rossini", d. i. die Gattin von Impresario Édouard Benazet, dem Direktor des Casinos in Baden-Baden, der auf mannigfache Art und Weise das reiche und lebhafte Musikleben der Stadt förderte. - Verso mit dem Anfang eines "Canon à 4 voix", den die Pianistin Rosa Escudier-Kastner unterm 21. Februar 1861 gleichfalls Madame Benazet widmete. - Gering fleckig.
Oblong 4to. 19 pp. Original wrappers. First edition, inscribed "pour Madame René Auberjonois, en grande sympathie, Igor Strawinsky, Morges 17-IX-17". - The present volume constitutes an impressive document of Stravinsky's life during the October Revolution. A composition for his children, this work was penned in 1914/15, shortly after leaving Russia forever and settling down into Swiss exile, all connections to his Russian homeland having been severed by the Great War. The events of the war also meant that Stravinsky was unable to solicit commissions, receive royalties, or even contact his publishers; his collaboration with Djaghilev had more or less ground to a halt, their tour having returned hardly any profit. It was at this time that Stravinsky had to rely upon the generosity of wealthy Swiss patrons such as Madame Auberjonois, who was the first wife of the post-Impressionist Swiss painter René Auberjonois, mother of author Fernand Auberjonois, and later grandmother of the American actor René Murat Auberjonois. Stravinsky had met René Auberjonois in the fall of 1917, during the planning stages of "Histoire du Soldat", and he later became an important acquaintance of Stravinsky's. The present copy must have been presented during the early years of their friendship.
Oblong small 8vo. 1 page. Three bars of his "Octuor for Wind Instruments" as a "petit souvenir de Igor Strawinsky". - Mounted.
Oblong folio. 2 pages. Ten bars self-penned on a single sheet (fragment), denoted "3", for seven voices ("Quia non est inventus, quia agnosceret et faceret bene"), three more systems on reverse for violins.
4to. 1 page on bifolium with integral address panel. To Hofkapellmeister Sutor in Hannover, thanking him for a successful performance of his opera Euryanthe ("I know only too well that only through the most careful execution this opera can be effective", transl.) and giving a short report from his stay at Marienbad to regain health. - Somewhat spotty; foldings partly faulty; small defect (from opening the letter) re-backed.
1 S. 4to Mit eh. Adresse (Faltbrief). An seinen Verleger Adolph Schlesinger, dem er eine neue Komposition übersendet. Vor einer Reise nach Wien listet er die Werke auf, die er - wie vertraglich vereinbart - ferner liefern werde: "Hiebei vorerst eine Romanze zur Beilage des Freymüthigen, die ich in meinem lezten Schreiben vergeßen hatte. Dann folgenden Vorschlag, da ich vermöge gestern erhaltener Briefe d. 4. Februar von hier nach Wien auf 4 Wochen zu reisen gedenke, und es der Ordnung gemäß finde meinem ältern Freunde anzuzeigen was ich habe, und seinen Willen zu hören, ehe ich andern Anträgen antworte, oder auf sie eingehe. Vermöge unsers lezten Vertrags haben Sie noch von mir gegen die Summe von Fünfhundert Thaler Conv. Münzen zu erhalten. = 6-8 Etuden, ein Heft Volkslieder. Kantate des 3. Augusts. = Solfeggien. 1 Sonata p. Pf. = 6 Männergesänge. Dieses kann bis auf die Etuden und Solfeggien, in wenig Tagen an Sie abgehen. Ziehen Sie von der Summe von 500 p: einstweilen 20 Fried.dor für die Etuden, und 12 Fried. dor für die Solfeggien ab. Die Ihnen denn später von mir natürlich für denselben Preiß nachgeliefert werden. Sodann habe ich noch fertig liegen. = 1 Fagott Concerta 25 Fried. dor. Ouverture der Silvana 10[Ouverture] des Abu Hassan10 Tenor Arie [Abu Hassan] 12. Sopran Arie, Mad. Grünbaum 12. 6 Lieder[, Mad. Grünbaum] 12. Die 2 großen Clarinett Concerte 50 zusammen - 131 Fried.dor. Diese Werke könnten Sie ebenfalls vor meiner Abreise erhalten, und mir etwa ultimo März 1822 zahlen. Die obige den alten Vertrag betreffende Summe, wünschte ich aber unserm Uebereinkommen gemäß bei Ablieferung der Werke zu erhalten [...]". - Webers Romanze "Ein König einst gefangen saß" für das Drama "Diana von Poitièrs" von Ignaz Franz Castelli erschien im Erstdruck als Musikbeilage zu der von Schlesinger publizierten "Zeitung für Theater und Musik zur Unterhaltung gebildeter, unbefangener Leser" am 9. Februar des Jahres. - Die rechte obere Ecke ausgeschnitten (kein Textverlust); Reste eines roten Lacksiegels; etwas fleckig, knittrig und mit kleinen Randläsuren. Mit kleinen Abweichungen veröffentlicht in: Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe. Digitale Edition, A041892 (Version 4.3.0 vom 1. Februar 2021).
1949417j1549Chicago Illinois: Ebony. Good. 1949. First Edition. Single Issue Magazine. Iconic Billie Holiday cover issue with seven-page photo-illustrated article documenting her struggle to return to normal life after her incarceration for possession of narcotics in 1947. "Billie Holiday 1915-1959 was inducted into the Grammy Hall of Fame and the National Rhythm & Blues Hall of Fame. In 2000 she was also inducted into the Rock & Roll Hall of Fame their website stating that 'Billie Holiday changed jazz forever'. She was named one of the 50 Great Voices by NPR and was ranked fourth on the Rolling Stone list of '200 Greatest Singers of All Time' 2023. Several films about her life have been released." - Wikipedia. "With few exceptions every major pop singer in the US during her generation has been touched in some way by her genius. It is Billie Holiday who was and still remains the greatest single musical influence on me. Lady Day is unquestionably the most important influence on American popular singing in the last twenty years." - Frank Sinatra in Ebony 1958. From the personal collection of Presidential Medal of Freedom recipient C.T. Vivian whose blind stamp appears at bottom of front cover. "Vivian 1924-2020 was an American minister author and close friend and lieutenant of Martin Luther King Jr. during the civil rights movement. On the March 2007 anniversary of the 1965 Selma to Montgomery marches Barack Obama refered to him in the words of MLK Jr. as 'the greatest preacher to ever live.'" - Wikipedia. Bits of peeling from lower right corner of front cover otherwise complete unmarked and intact with average wear. A truly extraordinary Billie Holiday memento.; Cover Photo; Folio . Ebony unknown