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1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An seinen Verleger Fritz Simrock in Gurnigelbad, damals eines der größten und bekanntesten Kurhotels der Schweiz: "Kommen Sie nur hierher u. bringen Ihre Damen mit! Hier ist immer Besuch u. ich komme nicht fort, sähe sonst gern einmal Ihr schönes Bad an. Henschel habe ich wie gewöhnlich ausführlich geantwortet. Ihre Mille war von der schlechtesten unsolidesten Sorte, sie ist gleich auf die Hälfte zusammen gegangen! Montag träfen Sie wohl auch Kalbeck u. Frau u. Wendt aus Karlsruhe. Wo möglich melden Sie Ihr Kommen, sonst können Sie alle Nester leer finden! Ich meine auch es wäre hübscher zum Abend zu kommen, wo man gemütlich zusammen sitzt u. in aller Frühe u. Frische zurück wandern". - Von kleinen Numerierungen von späterer Hand und einer kleinen Knickfalte abgesehen in tadellosem Zustand. Gedruckt in: Deutsche Brahms-Gesellschaft (Hrsg.), Brahms' Briefe an Peter Joseph Simrock und Fritz Simrock, Bd. III (GA Bd. XI), Berlin, 1919, S. 157, Nr. 605.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An seinen Verleger Fritz Simrock in Gurnigelbad, damals eines der größten und bekanntesten Kurhotels der Schweiz: "Ich bin Ihrer l[ieben] Frau sehr verbunden daß sie mir die Freude gönnt und werde nicht verfehlen, mich 12.34 einzustellen! [...]". - Von kleinen Numerierungen von späterer Hand abgesehen in tadellosem Zustand. Gedruckt in: Deutsche Brahms-Gesellschaft (Hrsg.), Brahms' Briefe an Peter Joseph Simrock und Fritz Simrock, Bd. III (GA Bd. XI), Berlin, 1919, S. 197, Nr. 649.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An seinen Verleger Fritz Simrock in Berlin: "Haben Sie doch die Freundlichkeit 'Anselm Feuerbach, ein Vermächtniß' Wien, bei Gerold 1882, in 3 Ex. für mich zu kaufen. Eins bitte an Herzogenberg, eines an Frau Schumann und ein gelegentlich mit [Kreuz]band hierher zu schicken [...]". - Die Datierung gemäß einem Bestellvermerk des Adressaten ("bestellt / 29/12 81"). Johannes Brahms: Briefe an P. J. Simrock und Fritz Simrock, Bd. IV (= Briefwechsel, Bd. XII), 1974 (Nachdruck der Ausgabe von 1917), Nr. 791 (mit irrtümlicher Datierung auf 3. II. 1893).
Oblong large 4to. 24 pp. (incl. title page) on 12 pp. "Variations brillantes / pour le Pianoforte / à 4 mains / sur l'air favori de Mr Francois Schubert / (Das Wandern ist des Müllers Lust) / composée / par / Charles Czerny / oeuvre 223 / (avec accomp. de quatuor ad libitum)": "Copie exacte revue / par l'auteur / Charles Czerny / aout 1830". - In fine condition.
LP, CBS, italienische Pressung, o. J. (1963). Das Cover an den Rändern mit unbedeutenden Gebrauchsspuren, sonst tadellos erhalten. Das 1962/63 in New York aufgenommene Studioalbum war die vierte und letzte Zusammenarbeit von Miles Davis und Gil Evans und wurde 1964 durch Columbia Records veröffentlicht (Kat.-Nr. CL 2106 and CS 8906). Nachdem in etwas weniger als vier Monaten, vom 27. Juli bis 6. November 1962, lediglich 20 Minuten an verwertbaren Aufnahmen zustandegekommen waren (genug für eine Albumseite, aber nicht für ein ganzes Album), entschloss sich der Produzent Teo Macero, eine Aufnahme des Miles Davis Quintet aus dem Jahr 1963 hinzuzufügen ("Summertime"), um die LP mit zumindest knapp 30 Minuten Spiellänge veröffentlichen zu können. Die Verstimmung zwischen Macero und Davis, der die Veröffentlichung eines Projekts ablehnte, das er als noch unvollendet ansah, sollte knapp zwei Jahre bis zur gemeinsamen Arbeit an "Miles Smiles" andauern. Das knapp über 40 Minuten lange Album wurde dann im Oktober 1966 in nur zwei Tagen eingespielt. - Davis' Unterschrift findet sich auf der Rückseite; auf der Vorderseite unterschrieben Gil Evans, George Coleman, Steve Lacy, Elvin Jones, Bobby Rosengarden, Jimmy Knepper, Jerome Richardson und Ron Carter. Am Innersleeve vermerkte der einstige Autogrammjäger zu jeder Unterschrift, wo und wann er sie erhalten hatte. Dass sich das Cover in fast verlagsfrischem Zustand erhalten hat, ist umso erstaunlicher, als es der Sammler zu insgesamt acht (oder neun) Konzerten mitgenommen hatte (zu Miles Davis' Unterschrift gibt es weder Ort noch Datum).
Qu.-Folio. Eigenh. Musikmanuskript mit Namenszug. 20 SS. Die vollständige Partitur in eigenhändiger Niederschrift von Falls Erstlingswerk, einer Orchestersuite in g-Moll, am Titel von Komponisten als Opus 1 bezeichnet. - Gemeinsam mit Franz Lehár und Oscar Straus zählte Leo Fall später zu den bedeutendsten Komponisten der sogenannten Silbernen Operettenära; das vorliegende Frühwerk blieb unveröffentlicht und entstand wohl kurz nach Abschluss seiner Studien am Wiener Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde. - Titel und letztes Blatt verso etwas gebräunt bzw. fingerfleckig.
In Bleistift. 14¾ SS. auf 9 Bll. Notenpapier im Hochformat. Folio. Seltene Jugendkompositionen, betitelt Quintett, Alegretto, Allegro, I. Durchführung, III. Durchführung, Violino. - Mit einigen eh. Korrekturen und Streichungen (meist mit Blei-, und gelegentlich mit Blaustift). Stellenweise gegen den Rand etwas staubfleckig und teils stärkere Randläsuren.
4to. ¾ p. Together with a portrait photograph (204 x 252 mm). To Byron H. Collins, sales manager at Steinway & Sons and an amateur pianist, concerning a two-piano arrangement of "Rhapsody in Blue" and other arrangements for two pianos: "I am very glad to know that you are having success with the two piano arrangement of the 'Rhapsody in Blue'. Unfortunately the list of two piano compositions is very limited. The only other of my compositions which is published for two pianos is my 'Concerto in F' - the second piano of course plays a reduced version of the orchestra part. If I should write anything for two pianos in the near future I shall be very glad to let you know about it". - Composed in 1924, "Rhapsody in Blue" was Gershwin's first major work and remains his most famous composition. The "Concerto in F" mentioned in the letter followed in 1925. - The charming portrait photograph depicts Gershwin seated at the piano. - On stationery with printed letterhead. Traces of folds. With three minor tears to the margins, minimally stained, and lightly stained due to former framing.
Folio. 4¾ pp. on 4 ff. A fine clean copy for voice and piano with underlined text: "Mes doigts ont flétri ces roses qui tombent en s’effeuillant [...]". - Slightly browned due to paper and small damage to edges.
Large 4to. 3 pp. on bifolium. Together with an autograph envelope. In Norwegian to the soprano Fredrika Stenhammar (1836-80). The envelope does not belong to the present letter but is addressed to the Nordisk musikförlag at Copenhagen. - Provenance: Skottorp Castle.
Zusammen 5¾ SS. auf 8 Bll. 4to und 8vo. An den Journalisten, Historiker und Musikwissenschaftler Jacques Benoist-Méchin über geplante Zusammenkünfte, ein Konzertprojekt, eine Aufführung von Strawinskys "Histoire du soldat" in Frankfurt a. M. und eine geplante Aufführung seines Liederzyklus für Sopranstimme und Klavier (op. 27) "Das Marienleben": "Ich mache entsetzlich viel Musik, muss endlos geigen und bratschen, komponiere kiloweise und bin fast ununterbrochen auf Reisen […]" (1. V. 1923). - "Neulich haben wir hier Strawinskys histoire du soldat in einer sehr feinen Aufführung […] herausgebracht. (Ich habe gegeigt.) Es hatte einen grossen Erfolg. In Leipzig, Berlin und in der Schweiz führen wir das Stück im Winter auf. Meine Lieder, von denen ich Ihnen damals einige zeigte, sind nunmehr alle fertig. Sie sind vor kurzem hier aufgeführt worden […]" (12. VII. 1923). - "Ich habe herzlich gelacht, als ich Ihre gutgemeinten Vorschläge gelesen habe. Sodann: Gegen die Aufführung der Marienlieder von mir habe ich natürlich nichts einzuwenden, ich bitte Sie aber zu bedenken, dass der Vortrag des ganzen Cyclus ungefähr 1½ Stunden dauert und ich würde es nicht für sehr gut halten, wenn man bei dieser Gelegenheit nur einzelne Stücke daraus hören liesse. Mir persönlich wäre es natürlich ausserordentlich lieb, wenn die Lieder dort von den Ausführenden der hiesigen Uraufführung gesungen würden (Beatrice Lauer-Kottlar und Emma Lübbecke-Job). Diese beiden Damen haben seinerzeit hier die Kastanien aus dem Feuer geholt und es würde mich freuen, wenn sie dafür durch häufige Aufführungen entschädigt würden - ausserdem kann ich mir keine bessere Aufführung denken; ich habe seinerzeit jede Note mit einstudiert […]" (21. III. 1924). - Teils etwas gebräunt und knittrig; Faltspuren; der undatierte ms. Brief an einen Hrn. Joel.
144 SS. Halbpergament der Zeit unter Verwendung eines Pergament-Notenblatts des 17. Jahrhunderts. 4to. Nur die Basstimme des Winterteils. "Eine große Anzahl Exemplare [...] der je 38 Nummern der 'Geistlichen Harmonieen' spiegeln die einst große Beliebtheit dieses Evangelien-Jahrgangs, eines der ersten mit Instrumentalbegleitung, eines der letzten mit reinem Bibeltext ohne dichterische Zusätze. Es sind geistliche Konzerte. Ihre Sonderstellung besteht darin, daß sie durchwegs die Perikopenlesung im vollen Umfang vertonen, sich also nicht mehr auf 'Evangelische Kernsprüche' beschränken" (MGG). Der österreichisch-sächsische Mediziner J. C. Horn (um 1630-85) war auch zwischen 1663 und 1676 Mitglied des Leipziger Kreises um Sebastian Knüpfer. - Einband tintenfleckig. Innen papierbedingt leicht gebräunt, im Rand teils auch braunfleckig, aber wohlerhalten. MGG VI, 716. Nicht im VD 17.
Folio (ca. 275 x 327 mm). 11, (5), 2 pp. In ink and pencil on staved paper with 6 systems of 2 staves, as well as 24 staves respectively. In contemporary red wrappers with handwritten cover-title. Unpublished manuscript of the piano cycle comprising three compositions titled "Défilé" (marked "Modéré, mais bien cadencé"), "Soir" (marked "Lent"), and "Poursuite" (marked "Vif"). The first two went on to be arranged for harmonic orchestra in 1935 and 1936, and were subsequently published under the title "Soir et Défilé" in 1937 (Éditions Sociales Internationales). Jolivet had already orchestrated "Soir" for the small orchestra of Marius-François Gaillard in 1935. The cycle premiered at the Société Nationale on 25 February 1933, performed by the pianist Monique Haas. - The first two "croquis" bear numerous annotations for orchestration in crayon and pencil; "Défilé" is crossed out in blue crayon. Following the 11 pages of the "croquis" is a revised version of "Défilé" (3 pp.) as well as a pencil draft for an orchestration of the same for small orchestra (title-page and 2 numbered pages). - With 5 stamps of the "Société des auteurs, compositeurs & éditeurs de musique", dated 18 July 1932, as well as one stamp of the "Commission d'examen des bulletins". Wrappers loose, some slight marginal tears. Kayas, André Jolivet (Paris, 2005), pp. 235f. Hilda Jolivet, Avec André Jolivet (Paris, 1978).
4to and 8vo. Altogether 83½ pp. on 49ff. With 4 autogr. envelopes. Comprehensive correspondence with the Stuttgart (later Dusseldorf) concertmaster Reinhold Rohlfs-Zoll, who discusses private requests as well as conducting requests, or illuminates Krauss' role as artistic director of various theaters. In his letter from March 1922, Krauss reports enthusiastically that he conducted Wagner's "Rheingold" and "Die Walküre", and Strauss's "Rosenkavalier" so successfully at the Vienna State Opera that he was offered y contract for Austro-Hungarian Kronen 5,000,000.00 per year and an official lodgings in the Hofburg. In June 1924 he reports from a serious conversation with Richard Strauss, and nearly 20 years later he gives an account of the premiere of Strauss's last opera "Capriccio" for which Krauss has co-written the libretto. - Accompanied by 9 portraits and portrait postcards (7 undescribed, and 2 inscribed).
12 Bll., davon 22½ SS. beschrieben. 4to. Mit mehreren Beilagen (s. u.). Sehr detaillierte physiologische Beschreibung und Analyse der Stimmband-Funktionen; zugleich eine ausführliche und genaue Anleitung zu deren künstlerischer Beherrschung. "Seit ich denken kann, hörte ich von großen u. kleinen Sängern erzählen, wie sie zeitlebens nach dem richtigen Ansatz gesucht, die verrücktesten Experimente gemacht haben, um das Phänomen des Singens zu ergründen [...]". - Geschrieben wohl für Lillis Schülerin Dora Schröder, aus deren Nachlass eine Anzahl wertvoller Drucke von und über Lilli Lehmann hier beigegeben sind: - 1) Das Buch "Meine Gesangskunst" (Berlin, Verlag der Zukunft, 1902. 1 Bl., 45 SS. Mit zahlr. zweifarbigen Tafeln und 1 photogr. Portrait. Orig.-Leinen mit Goldprägung. 4to). Erste Ausgabe. - 2) Das Buch "Mein Weg". (Leipzig, Hirzel, 1913. 2 Teile in 1 Band. 4 Bll., 309, 279 SS. Mit 41 Abb. auf Tafeln und 1 Falttabelle. Halbleinen d. Z. mit Rückenvergoldung. Gr.-8vo.). Erste Ausgabe der bedeutenden Memoiren, die sich durch Klugheit, erzählerisches und schriftstellerisches Talent der Sängerin auszeichnen. - 3) Die Broschüre "Anhang. Vom Ansatz und von den Vokalen." (16 SS. Mit 2 Tafeln und zahlr. Textabb. Folio. Geheftet, ohne Umschlag). Mit eh. Widmung der Verfasserin: "Frl Dora z. frdl. Erinnerung an Lilli Lehmann". - 4) 1 Opern- und 7 Konzertprogramme mit Lilli Lehmann (die Oper "Norma" im "Neuen Königl. Opern-Theater, Gura-Oper", Berlin, und 7 Programme zu Lieder-Abenden in der Berliner Philharmonie, 1906-1910). - 5) 1 Faltblatt "Verzeichnis der Odeon-Aufnahmen von Lilli Lehmann" (ca. 1910). - Die Falttabelle im Buch "Mein Weg" mit repariertem Einriss; die Programme mit Gebrauchsspuren; sonst alles ordentlich erhalten.
4to. 1½ pages on bifolium. With integral address panel. Armorial seal. Levens writes to Monsieur Le Comte de Rochefort as a reaction to the suggestion of performing his music without symphony, which should be a new approach. Levens fears this idea to fail, because it would only be suitable for churches with chapters and therefore not worth the expense: "Vous me conseillériés volontiers de donner ma musique sans symphonie au public. Ce seroit du nouveau, dites vous: mais je crains fort que cette espèce de musique n'étant d'usage que pour les églises et les églises où il y a des chapitres, ce seroit à pure perte que j'en ferois la dépense." Levens has composed a motet especially for St. André and asks Rochefort to send a courier from Avignon or Montpellier to collect it, to avoid sending it by mail: "J'ay fait un mottet de paroles propres pour la fête St. André: Je vous l'offre avec plaisir et vous aurès la bonté de m'indiquer quelque correspondant d'avignon ou de montpellier [...] afin que je luy puisse remettre afin d'épargner un si gros paquet par la poste." Levens doubts Rochfort to be satiesfied with the choosen motet, as Levens had difficulties to find an accurate solo part ("sujet récitant"). - On fol. 2, Levens has noted the lyrics of this motet for a performance in Bordeaux. - Small tear on fol. 2 due to breaking seal. Traces of old folding. Verso with traces of old montage.
8vo. 2 pp. on bifolium. With autograph address on verso. In French, to the director of the Weimar Hoftheater, Ferdinand Baron von Ziegesar (1812-57), about his conviction that the best way to serve the Weimar theatre in his retirement would be no longer to interfere in its affairs, and asking the recipient to permit him to retire: "Ayant a[c]quis durant ces 3 dernières années l'entière conviction que le meilleur service que je sois en etat de rente au théâtre de Weymar présentement, c'est de ne point m'en méler, permettez-moi de me renfermer desormais dans la paisible approbation de tout ce qui se fera sans moi [...]". Liszt also assures the recipient that there is no need of his presence at the performance of his concert paraphrase of Verdi's "Ernani", as the music director Goetz is experienced and perfectly prepared to conduct the work to everyone's satisfaction: "Pour l'Ernani il n'y a d'ailleurs aucun besoin de moi. Goetze qui est un excellent Maitre de Chapelle en a dirigé plusieurs repetitions et s'est annoté au crayon rouge toute la Partition, de manière qu'il n'y a aucun doute qu'il ne conduise cet ouvrage à la très grande satisfaction de notre Public - sans repetition quelconque". - On grey and blue stationery; small tear in the fold; mounted on backing paper. From the estate of Wolfgang Sawallisch.
92:58 mm. Vintage albumen print from the studio of Fritz Luckhardt, Vienna.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Laut der Transkription eines hier nicht mehr beiliegenden Kuverts an einen René de Jekelfalussy in Theodosía (heute Feodossija, Krim) über eine nicht erhaltene Zusendung: "Es ist mir ganz unbekannt, von Ihnen Compositionen erhalten zu haben. Dieselben sind mir gewiß, entweder gar nicht zugekommen, oder aber, bei meinen vielen Aufenthaltwechseln abhanden gekommen. Sie sind mir noch immer in freundlicher Erinnerung u. hoffe ich, daß es Ihnen wohlergeht [...]". - Längs- und Querfaltung mit tieferen Einrissen, die untere Ecke von Bl. 2 abgeschnitten (keine Textberührung); etwas fleckig.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Komponisten, Dirigenten und Arrangeur Wilhelm Wieprecht über seine "4 neuen Männerquartette", "welche Sie mir erlauben Ihnen nicht blos zu dediziren sondern als Eigenthum zu verehren. Ich habe Schlesinger geschrieben daß Sie darüber zu bestimmen haben, ob die Quartetten als Publication der Academie für Männergesang oder auf irgend eine andere Weise welche Ihnen angenehm seyn könnte herausgegeben werden sollen. Mit einem Worte, handeln Sie und mißhandeln Sie damit ganz nach Belieben. Eine einzige Bitte bloß: nähmlich daß das Format ganz dasselbe bleibt wie die Auflage von Schott meiner früheren Quartetten. Vor allen andern aber besorgen Sie gütigst die Copie, und bemühen Sie sich mit der Unterlegung des Textes von No 4 (Maurerlied). Ich gestehe aufrichtig daß ich ihn gänzlich vergessen habe, und nachdem ich in Paris kein Deutsches Maurerisches Liederbuch besitze ist es mir unmöglich den Text der verschiedenen Vers etc. beyzufügen und gehörig unterzulegen. Sehr erfreut hat mich die Nachricht daß Sie den Ungarischen heroischen Marsch mit Zinn und Blech illustri[r]t haben [...]". - Wilhelm Wieprecht war Generalmusikdirektor sämtlicher Musikchöre des preußischen Gardecorps und gilt als großer Reformer der deutschen Militärmusik, der "nicht nur der Militärbehörde dienen, sondern zugleich die Musikcapellen auch der Kunst dienstbar machen. Zum behufe dessen arrangirte er die Sinfonien und Ouvertüren unserer classischen Meister: Haydn, Mozart und Beethoven für Militärinstrumente, traf unter den Musikern eine Auswahl, übte sie ihnen ein und gab nun in allen größeren Städten Preußens in öffentlichen Gärten Sinfonieconcerte, die nicht allein durch ihre Neuheit, sondern auch durch die meisterhafte Ausführung allgemeine Bewunderung erregten und einen bis dahin unerhörten Zulauf hatten" (ADB XLII, S. 425). Liszt war seit Oktober 1842 Ehrendirektor der von Wieprecht und Flodoard Geyer geleiteten Akademie für Männergesang zu Berlin. - Etwas knittrig und in den Faltungen quer und längs etwas eingerissen.
2 SS. auf Doppelblatt. Kl.-8vo. An seinen Verleger Carl Friedrich Wilhelm Siegel (1819-69) zur Rücksendung des "unterzeichneten Verlagsscheins" für seine "Rhapsodie espagnole": "Sobald sich dafür Zeit findet will ich gerne Ihrem Wunsche betreffs eines gangbaren Clavierstücks nachzukommen versuchen [...] PS Ein paar Exemplare der Rhapsodie espagnole bitte ich Sie an den Herrn Verleger Kahnt (in Leipzig) zu übergeben, der mir dieselben nach Weimar spediren wird, wo ich Anfangs August einzutreffen beabsichtige". - Papierbedingt etwas gebräunt, sonst tadellos erhalten.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Wohl an den Musikschriftsteller und -verleger Bartholf Senff über die Illustrationen zu seinem Album "Années de pèlerinage" und über die Pianistin Wilhelmine Clauss (später Clauss-Szarvady): "Es thut mir sehr leid Sie nochmals mit der Krätzmerschen Titel Angelegenheit zu behelligen. Da die Herrn Schott in Mainz die Herausgabe meiner 'Années d Pelerinage' übernommen ersuchte ich dieselben, die Titel bei Krätzschmer zu bestellen. Schotts gingen freundlich auf meinen Vorschlag ein - Krätzschmer aber schreibt mir heute daß er sich nicht entschließen könne Ihnen die Lithographierung seiner Zeichnungen zu überlaßen. Erlauben Sie mir also Sie zu ersuchen, Krätzschmer zu persuadiren die Anfertigung der Titel noch zu übernehmen. Sollte jedoch Ihre Beredsamkeit nicht daß mir erwünschte Resultat herbeiführen so sind Sie wohl so freundlich und übergeben Krätzschmer die einliegenden 25 Thaler [...] Die grauen Haare führen mich als Contrast zu sehr schönen blonden, welche einer ganz liebenswürdigen und vorzüglichen Persönlichkeit in der leidigen Kunstwelt angehörig sind. Fräulein Clauß hat mir bei Ihrem neulichen Besuch, durch Ihr ganz bedeutsam emporwachsendes Talent eine wirkliche Freude bereitet, worüber ich Ihnen auch meinen Dank sage, da ich vermuthe, daß Sie, an der Weymarer Reise, nicht unbetheiligt sind. Ganz aufrichtig gesprochen. Warum begleiten Sie Fräulein Clauß nicht nach Rußland? Und noch kürzer und viel besser, warum tauscht Fräulein Clauß nicht Ihren monosyllabischen Nahmen (und diese Gattung von Nahmen ist nicht die schlechteste) gegen einen andren monosyllaben, mit S- angefangen und ff (fortissimo) zu beenden? [...] Im Laufe dieses Monathes komme ich nach Leipzig, wenn mir David die besprochene Gewandhaus Probe für ein paar meiner symphonischen Dichtungen gewähren kann worüber ich Ihnen nächstens schreiben werde. Vieuxtemps spielt hier nächsten Sonntag in einem Capellen Conzert wo sich auch Mme Pohl produzirt - Götze war unwohl so daß die angezeigte Lohengrin Vorstellung auf nächsten Montag verschoben ist [...]". - Der erste Jahrgang von Liszts "Années de pèlerinage" sollte tatsächlich im Jahr darauf bei Schott in Mainz erscheinen. "Schotts Edition von 1855 war verhältnismäßig luxuriös ausgestaltet, denn jedes Stück trug auf dem Titelblatt eine Lithographie von Robert Kretschmer, damals Zeichner der Leipziger Illustrirten Zeitung" (Calella, S. 211). Die Sammlung stellt eine Umarbeitung jenes "Album d'un voyageur" dar, das Liszt zwischen 1836 und 1842 bei verschiedenen europäischen Verlegern in drei Teilen veröffentlich hatte. - Wilhelmine Clauss war Liszt im Jahre 1850 erstmals begegnet, wo sie am Leipziger Gewandhaus konzertierte. Von ihrem Spiel ergriffen, wurde Liszt ihr Förderer und widmete ihr auch zwei Werke, die sie regelmäßig in ihren Konzerten spielte. Johanna Pohl (1824-70) war in Weimar Harfenistin der Großherzoglichen Hofkapelle und auf ihrem Instrument eine berühmte Virtuosin. Der unpässliche Götze war Franz Götze, der seit 1831 Mitglied der Weimarer Hofkapelle gewesen war und von 1836 bis 1852 als erster Tenorist an der dortigen Bühne wirkte. - Mit einer zeitgenössischen Notiz in rotem Farbstift von Senff, der festhält, dass die erwähnten 25 Taler "auf Liszt's Conto notirt" sind, und einer kleinen von späterer Hand stammenden Notiz zu Senff. Stellenweise leicht gelblich, insgesamt jedoch tadellos erhalten. Michele Calella, Musik und imaginative Geographie: Franz Liszts Années de pèlerinage und die kulturelle Konstruktion der Schweiz. In: Die Musikforschung. 65.3 (2012), SS. 211-230.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An den Maler Louis Boulanger (1806-67) mit der Bitte, Liszt bei dem Schriftsteller Astolphe de Custine wegen einer Erkrankung zu entschuldigen; er werde diesen besuchen, sobald es ihm möglich sei: "C'est à peine si je vois assez pour vous écrire ces 2 mots , depuis 4 jours je garde la chambre et presque le lit avec cataplasmes, bandeau, emplâtres etc., etc. Soyez assez bon pour m'excuser auprès de Mr de Custines et dites-lui bien que la première fois que je sortirai, ce sera pour l'aller voir. Tout à vous de cœur". In einem kurzen Postskriptum bittet Liszt Boulanger zunächst um Custines Adresse, verbessert sich dann aber und bittet ihn, diesen für Sonntag zum Mittagessen einzuladen: "envoyez à moi son adresse - où mieux encore veuillez lui demander à déjeuner Dimanche - nous causerons un peu". - Liszt hatte Boulanger 1832 im Haus von Victor Hugo in der Normandie kennengelernt. Über eine Freundschaft zwischen den beiden Künstlern, die der Brief nahelegt, ist jedoch wenig bekannt. Durch seinen Aufenthalt bei Hugo wurde Liszt zu seiner Sinfonischen Dichtung "Mazeppa", beruhend auf Hugos gleichnamigen Gedicht von 1829, angeregt. Zuvor hatte Louis Boulanger Byrons "Mazeppa" (1819) als Anregung für ein 1827 entstandenes Gemälde genutzt. - Die einzige dokumentierte Verbindung zwischen Astolphe de Custine (1790-1857) und Franz Liszt ist ein Brief von 1841, in dem Custine dem Virtuosen seine Bewunderung ausdrückt und einen Besuch ankündigt (Briefe Hervorragender Zeitgenossen an Franz Liszt, 1824-1854. Leipzig, 1895, S. 18). Liszt verkehrte mit großer Wahrscheinlichkeit in Custines berühmten Salon in Saint-Gratien bei Paris, zu dessen Gästen auch Victor Hugo und Frédéric Chopin zählten. - Mit originaler Verstärkung. Knittrig und leicht stockfleckig.
Ca. 93:56 mm. Albuminabzug auf Trägerkarton (ca. 105:60 mm). Ganzfigur, sitzend. Angefertigt durch das Atelier der Photographen Auguste Alexis Canzi und József Heller in Pest. - Etwas angestaubt und gebräunt, Photographie minimal stockfleckig, der Trägerkarton leicht gewölbt.
Titel, 2 SS. auf gefalt. Bogen. Qu.-Folio. Vorhanden ist nur noch der äußere Bogen einer ursprünglich umfangreicheren Sammlung, betitelt: "Sammlung italienischer Volkslieder, mit treuer Beibehaltung der Originalweisen bearbeitet und ergänzt von J. P. Lyser". Das Gegenblatt enthält das letzte Stück daraus, "Die Samariterin" (Lied für Singstimme und Klavierbegleitung, Text in deutscher und italienischer Sprache unterlegt; zwei weitere deutsche Verse hinzugesetzt. - Kl. Randläsuren. Lyser stammte aus einer Schauspielerfamilie und führte ein Wanderleben als Buchdrucker, Dekorationsmaler, Zeichenlehrer und als Musikkritiker bei der von Robert Schumann herausgegebenen "Neuen Zeitschrift für Musik". Das Musizieren musste er von seinem 18. Lebensjahr an wegen Taubheit aufgeben. Er geriet in Schulden und wurde von Felix Mendelssohn Bartholdy aus der Schuldhaft befreit. Er war mit Heinrich Heine befreundet, der sich für ihn einsetzte; Clara Schumann vertonte seine "Lieder eines wandernden Malers". Er illustrierte u. a. "Des Knaben Wunderhorn" und schuf eines der bekanntesten Beethoven-Portraits.