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1¾ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Wohl an den Musikschriftsteller und -verleger Bartholf Senff über Korrekturen und einen Artikel für die Zeitschrift "Signale für die musikalische Welt": "In ein paar Stunden gehe ich abermals nach Eilsen! - Sollten Sie mir Correcturen oder andres mitzutheilen haben, so bitte ich Sie bis zum 5ten Juny nach Eilsen zu adressiren. Für die Vorstellungen der Pfingstfeiertage gedenke ich wieder hier einzutreffen. Beifolgend der Göthe Stiftungs Artikel ein[es] Hamburger Correspondenten; vielleicht convenirt es Ihnen denselben in den Signalen aufzunehmen, wofür ich Ihnen nur dankbar sein würde - Zerdahely hat Ihnen schon diesen Wunsch ausgesprochen - jedenfalls muß ich Sie aber bitten sich keineswegs damit zu incommodiren [...] Die beiden Polonaisen erhalten Sie sogleich nach meiner Rückkehr; sie sind gänzlich fertig und bedürfen blos der Abschrift". - Liszt hatte den Sommer 1849 zusammen mit seiner Lebensgefährtin, der Fürstin zu Sayn-Wittgenstein, und deren Tochter Marie auf Helgoland verbracht. Auf der Rückreise im September war Marie an Typhus erkrankt. Gemeinsam blieb man in Bad Eilsen und ließ sich vom damaligen Kurarzt, dem Geheimen Hofrat Dr. Karl von Möller aus Minden, behandeln. Von da ab sollte Liszt bis 1851 insgesamt zwölf Monate in Bad Eilsen verbringen. - Während seiner Zeit als Hofkapellmeister in Weimar (1848-58) hatte Liszt das detaillierte Programm einer Goethe-Stiftung entworfen, mit deren Hilfe die Künste in Deutschland an den europäischen Rang der Goethezeit anknüpfen sollten, und dazu 1851 bei Brockhaus seine Schrift "De la Fondation-Goethe à Weimar" veröffentlicht. - Ede Szerdahelyi (1820-80) war ein ungarischer Pianist und Komponist, der wegen seiner Beteiligung am Ungarnaufstand von 1848 in Olmütz inhaftiert gewesen war. Von Jänner bis Juli 1851 war er in Weimar zu Gast bei Liszt, dem er die Verbindung zu prominenten Exilungarn herstellte. Nach mehrjährigem Aufenthalt in London und in den USA kehrte er 1877 nach Pest zurück und traf auch wieder mit Liszt zusammen, der ihm seine Ungarische Rhapsodie Nr. 1 in E-Dur widmete. - In den Faltungen etwas gebräunt.
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Wohl an den Musikschriftsteller und -verleger Bartholf Senff, Anton Rubinsteins Verleger, über einen Besuch desselben: "Für Ihre freundliche Musikalien Sendung sage ich Ihnen verbindlichen Dank. Die Vorzüglichkeit ihrer Editionen ist mir von früher bekannt, so wie deren ausgebreiteter Erfolg. Wenn Sie es erlauben, behalte ich die Rubinstein'schen Partituren bis Ende Februar. Man sagt dass Rubinstein in einigen Wochen nach Weimar kommt. Es wird mich freuen ihn wiederzusehen, und manches Ältere und Neuere von Ihm zu hören […]". - "Rubinstein came to Weimar at the beginning of February in order to give a solo recital. He visited Liszt several times in the latter's new home, and the two pianists played four-handed Schubert marches to a delighted gathering" (Walker, S. 196). - In einer Faltung etwas eingerissen, sonst gut erhalten. Alan Walker, Franz Liszt. Bd. 3: The Final Years 1861-1886 (Ithaca, NY, Cornell University Press, 1997).
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten "verehrten Freund" mit der Bitte, ihm zwei Plätze für die in zwei Tagen angesetzte Aufführung der "Passions Musik" zu besorgen - "(nicht sehr en vue - weil ich gerne die Partitur ungenirt nachlesen möchte) [...] Ich werde mit dem 9 Uhr Zug Morgens von hier abgehen - folglich gegen halb 3 Uhr in Leipzig ankommen - Da die Frau Fürstin ebenfalls die Passions Musik hören will, so werden Sie mich verpflichten wenn Sie Ihren Nachbarn Redslob von Ihrer Ankunft sogleich preveniren, um daß ein convenables Zimmer in Bereitschaft gehalten wird. À revoir - wenn auch nur ein paar Stunden - denn Sonnabend früh 10 Uhr muss ich wieder hier sein - wir haben an diesem Tag zwei Haupt Proben - Morgens von Napoleon - und Nachmittags von dem Lustigen Rath - und obendrein eine kirchliche Feierlichkeit in der Hofkapelle […]". - Der erwähnte Redslob war der Hotelier Wilhelm Redslob, der das Leipziger Hôtel de Bavière 1838 erworben hatte und bis zu seinem Tod 1855 führte. - Stärkere Faltspuren und dort auch etwas gelblich, sonst gut erhalten.
1 S. 8vo. An eines der Kinder von Friedrich von Bodenstedt und dessen Frau Mathilde, geb. Osterwald: "An Papa und Maman bitte ich Sie mich ergebenst zu empfehlen, und meinen aufrichtigen Dank wiederholt zu melden, für die freundschaftliche Gewogenheit die mir Herr v[. Bodenstedt erwiesen. 'Natürlich' soll es nicht lange dauern ohne dass ich wieder komme. Die scharfsinnige Replik an den intrusen Shakespeare Übersetzer hat mich reichlich ergötzt und belehrt [...]". - Friedrich von Bodenstedt war 1867 nicht zuletzt wegen seiner vielgerühmten Shakespeare-Studien Intendant des Hoftheaters in Meiningen geworden. Liszt hatte dort im selben Jahr mit der Meininger Hofkapelle das Fest des Allgemeinen deutschen Musikvereins ausgerichtet, bei dem neue Werke von ihm selbst sowie von Bülow, Damrosch, Lassen, Draeseke und Volkmann zur Aufführung gekommen waren. - Stärker fleckig und gebräunt und mit Spuren alter Montage.
1 S. 375 x 325 mm. Von dem vierstimmigen, in Chorbuchform gedruckten Gesang ("Lob Gott getrost mit Singen") konnten wir kein weiteres Exemplar nachweisen. Weder in Melodie noch in Text mit dem bei Zahn Nr. 5354a aufgezeichneten Kirchenlied identisch. Lochovius bezeichnet sich als Brandenburgischer Musicus. - Unterlegt.
17 SS. Folio und (Qu.-)8vo. "Ruhig steht der Mond am Himmel" (Musikmanuskript mit eh. Namenszug); "Erzähl die G'schicht nur weiter"; "Weil d'ganze Welt schon Narrisch ist"; "Menschen san ma alle"; "Kane Männer wärn"; "Jetzt trink ma no an Liter Wein"; "Die unverfälschte Weanasprach!". - Lorens wurde seit dem Abdruck seines Lieds "D'Mutterliab" (1875) im Wiener "Extrablatt" als Volkssänger bekannt. Er schrieb rund 2000 volkstümliche Lieder und Melodien, von denen einige außerordentlich populär wurden (u. a. "Allweil lustig, fesch und munter" und "Trink ma no a Flascherl!"). Neben Johann Sioly und Alexander Krakauer gehörte Lorens zu den bedeutendsten Wiener Volkssängern. - Teils knittrig, rissig und braunfleckig.
4to. 3 pp. on bifolium. Charming, intimate letter to her close friend, the politician and industrialist Auguste Michel Félicité Le Tellier de Souvré Louvois (1783-1844), whom she calls Fanfan, scolding him for his long silence and expressing her relief that her friends approve of her relationship with her future husband Charles de Beriot. Malibran relates that she briefly returned to Paris to console the widow of her fatherly friend M. Cottinet, the father of the writer Edmond Cottinet, but is about to return to Brussels for a concert. She alludes to her broken marriage with Eugène Malibran and her relationship with de Beriot that she finally made public after three years: "Last year I was waiting, I was waiting! What for? You will say - You... I did not know to what to attribute such a long silence (because you could write me if you cannot come). Now I learn that you are employed by a Minister, taking a carriage at will... etc. I, poor and always the same Maria, had been very much piqued by your neglect of me, however, before my departure I could not resist the desire to have news from you any longer, I wrote you a very nice little love letter [petit poulet] ... but ... M. Fanfan did not want to take the trouble of stopping by at Rue Blanche. What does that mean? Monsieur Louvois Fanfan almost a Minister? Are we too proud to lower our heads towards our old friend Maria? I did not go to visit Mad.e your mother, believing that the morbid bitterness [choléramorbus] was holding all of you against me, otherwise ... Concerning this, must I stay mad or be, like always in the past, Fanfan's sister? I am leaving tomorrow to give a concert at the Royal Theatre in Brussels, and I must return at the end of the month. You certainly know that I just suffered an irreparable loss in M. Cottinet who acted for me precisely as a father should have. I only came back to keep his young widow company! You certainly know how I spend my time. You certainly know that there are insurmountable difficulties, almost making me sick [à vomir]. Finally, what I did not dare to say three years ago is now known to everyone by my own admission. I rejoice in seeing that all my former friends approve of my choice, with the possible exception of Mad.e N..., and that my friends remain with me as in the past - can I not boldly vouch for your attachment to Maria? I love you like the good Fanfan". - This beautiful letter can be dated with respect to Maria Malibran's relationship with the violinist and composer Charles de Beriot that had started in 1829, soon after she had left her husband and returned to Paris from New York. - Traces of folds. With very slight tears and stains.
Oblong small 4to. 2 pages. A clean copy of the "Festlied zur 10ten Stiftungsfeier der hannov. Liedertafel 1840 von L. Schnabel". - Slightly browned due to paper, and spotty.
Esemplare molto bello, freschissimo e a pieni margini. Edizione di superba bellezza, un vero capolavoro dell’arte tipografica. Cfr Morazzoni, »Il libro illustrato veneziano del Settecento», 243: «ad ogni atto tavola circondata da fregio architettonico-scenografico: altra vignetta scenografica serve da testata al testo». 7 voll.
8vo. Altogether 8 pp. All to Charles de Beauregard, editor of "La Gazette de France". - In an undated letter, Meyerbeer intends to attend an upcoming concert of Franz Liszt with Beauregard's niece: "Veuillez agréer de nouveau mes remerciements pour votre charmante soirée de mardi, ainsi que mes félicitations sur le beau succès qu'a obtenu votre aimable nièce, & qui nous préjuge un talent très remarquable pour l'avenir en elle. J'ai eu l'honneur de vous demander ce soir la, s'il vous serait agréable d'assister avec Mademoiselle votre nièce au concert que donne M. Lisczt demain (Dimanche) [...]". - The letter from 14 April 1849 concerns Meyerbeer's grand opera "Le prophète", whose French-language libretto was written by Eugène Scribe and Émile Deschamps. He promises Beauregard to send him a copy as soon as printing is finished: "Je suis on ne peut plus heureux d'apprendre que je serai désormais comme par le passé jugé par Vous mon bon et bienveillant ami. Je ne puis Vous assurer si le libretto du Prophète sera imprimé dès demains, mais je vous donne ma parole qu'aussitôt que mon éditeur aura des exemplaires je m'empresserai d'avoir l'honneur de Vous en adresser un [...]". - Another letter relates to an invitation to the opera singer Maria di Candia (1810-83): "J'ai remis de suite à Monsieur de Candia votre invitation des que je l'avoir reçue. Il me dirait alors qu'il ne savait s'il était libre le jour que vous indiquiez, mais qu'il ne manquerait pas de donc adresser sa réponse par écrit [...]". - All six letters somewhat brownstained.
11 SS. auf 6 Bll. Qu.-4to. Zeitgenössischer Pappband mit rautenförmigem Deckelschildchen aus Leder. Die Notation seiner "Elégie (pour voix de Tenor)" mit Klavier in 33 dreizeiligen Systemen mit unterlegtem Text auf Deutsch und Französisch. Meyerbeer schrieb sein Lied in Anlehnung an ein Gedicht des französischer Dichters Charles Hubert Millevoye (1782-1816). - Durchgehend etwas fleckig und gebräunt; unbeschnitten. Stellenweise Notationszeichen in braunem Farbstift von anderer Hand. Deckel und Kanten etwas berieben, die Kapitale angeplatzt; am Vorderdeckel ein rechteckiger Fleck von einem entfernten Schildchen, insgesamt jedoch sehr gut erhalten.
8vo. 4 pp. To the organist of the Graz cathedral, Ludwig Carl Seydler (1810-88): "I should ask you, dear Mr Seydler, kindly to exchange the 16-stave music paper for another with only 14 or even 12 staves, should that be finer than the 14-stave one, because the 16-stave paper puts too great a strain on my eyes for my new work [...] I would also ask you to return to me my Lamentationes, my three-voice Miserere and my Tenebrae, because I wish to include the latter, as I would the Jerusalem convertere from the Lamentations and the Miserere, in my new Passion Week […]". - Neukomm, a student of Michael and Joseph Haydn, went to Russia in 1804, serving as conductor at St Petersburg's German Theatre. In 1809 he went to Paris as a pianist with Talleyrand; his Requiem written in memory of Louis XVI was performed at the Vienna Congress. In 1816 he accompanied the Duke of Luxembourg to Rio de Janeiro, where he remained until 1821. He then returned to Talleyrand, remained in his service until his death in 1839, and travelled throughout Europe as a conductor, composer, organist, and pianist.
Small 4to. 2 pp. In Italian. To his friend Sybil Seligman, to whom he announces his imminent journey to Rome, where he is to attend performances of Manon Lescaut and to hear a concert by Arthur Nikisch. Elvira is a little sick in Milan; he hopes that the leg of poor Sybil is improving and regrets that the sciatica returns at intervals of at few months' time. - On stationery with embossed address. In fine condition.
Sepia toned cabinet photograph (97:138 mm) by Oggioni & Borgia of Genoa with a bold signature in fountain pen at the foot. A few light age marks, otherwise a good example of this popular musician.
2 SS. Tinte auf Papier. Qu.-Folio. "Lied für Bariton mit Brummstimmenchor" (Bariton, 2 Tenöre, 2 Bässe): "Heimath! Heimath! Wunderbar tönendes Wort" (nach Otto Inkermann). - Reißiger war - wie sein Zeitgenosse Beethoven - u. a. Schüler von Antonio Salieri in Wien (1821). 1826 sang er bei Zelters Berliner Singakademie, bevor er in Dresden zunächst als Nachfolger Heinrich Marschners zum Musikdirektor berufen wurde, dann aber die Nachfolge Carl Maria von Webers als Hofkapellmeister antrat. Reißiger schuf ein umfangreiches Kompositionswerk; seine Hymnen, Motetten und Lieder sind in vielen Sammlungen erschienen. Ein Teilnachlass mit 65 Musikautographen wird in der Musikabteilung der SLUB Dresden aufbewahrt. - Minimal angestaubt. Am unteren Rand der Versoseite bezeichnet "Reissiger Hofcapellmeister in Dresden. 1854 erhalten".
8639- La veuve joyeuse. Mise en scène Eric von Stroheim. Écran du Séminaire des Arts. Séance du 29 novembre 1955. Bruxelles, Palais des Beaux-Arts, 1955. Prospectus 18,5 x 14 cm, avec la reproduction en vert et noir d'un dessin de Magritte, signé en bas à droite. - Hommage à Eric von Stroheim. Écran du Séminaire des Arts. Séance des 8 et 22 octobre 1957. Bruxelles, Palais des Beaux-Arts, 1957. Prospectus 18,5 x 13,6 cm, avec un dessin reproduit en similigravure, signé Magritte en haut à droite. - Moments inoubliables di cinéma. Écran du Séminaire des Arts. Séance du 2 décembre 1958. Bruxelles, Palais des Beaux-Arts, 1958. Prospectus 18,5 x 14 cm, avec un dessin reproduit en similigravure, signé Magritte en bas à droite. - Oxbow Incident. Écran du Séminaire des Arts. Séance du 13 janvier 1959. Bruxelles, Palais des Beaux-Arts, 1959. Prospectus 13 x 22 cm, avec un dessin reproduit, signé Magritte en haut à gauche. - Les frères Prévert. Écran du Séminaire des Arts. Séance du 17 octobre 1961. Bruxelles, Palais des Beaux-Arts, 1961. Prospectus 12 x 17 cm, avec un dessin reproduit, signé Magritte en bas à gauche. - Le cinéma de Raymond Queneau. Écran du Séminaire des Arts. Séance du 17 mars 1964. Bruxelles, Palais des Beaux-Arts, 1964. Prospectus 10,3 x 19,6 cm, avec la reproduction d'un dessin Le Cinéma de Raymond Queneau, signé Magritte en haut à droite. Réf : Schwilden, Magritte et l'image, pages 57, 58, 59, 60. 138 [Fig. 37, 38, 39, 40, 41, 42]. Ancienne collection R.C.
8639- La veuve joyeuse. Mise en scène Eric von Stroheim. Écran du Séminaire des Arts. Séance du 29 novembre 1955. Bruxelles, Palais des Beaux-Arts, 1955. Prospectus 18,5 x 14 cm, avec la reproduction en vert et noir d'un dessin de Magritte, signé en bas à droite. - Hommage à Eric von Stroheim. Écran du Séminaire des Arts. Séance des 8 et 22 octobre 1957. Bruxelles, Palais des Beaux-Arts, 1957. Prospectus 18,5 x 13,6 cm, avec un dessin reproduit en similigravure, signé Magritte en haut à droite. - Moments inoubliables di cinéma. Écran du Séminaire des Arts. Séance du 2 décembre 1958. Bruxelles, Palais des Beaux-Arts, 1958. Prospectus 18,5 x 14 cm, avec un dessin reproduit en similigravure, signé Magritte en bas à droite. - Oxbow Incident. Écran du Séminaire des Arts. Séance du 13 janvier 1959. Bruxelles, Palais des Beaux-Arts, 1959. Prospectus 13 x 22 cm, avec un dessin reproduit, signé Magritte en haut à gauche. - Les frères Prévert. Écran du Séminaire des Arts. Séance du 17 octobre 1961. Bruxelles, Palais des Beaux-Arts, 1961. Prospectus 12 x 17 cm, avec un dessin reproduit, signé Magritte en bas à gauche. - Le cinéma de Raymond Queneau. Écran du Séminaire des Arts. Séance du 17 mars 1964. Bruxelles, Palais des Beaux-Arts, 1964. Prospectus 10,3 x 19,6 cm, avec la reproduction d'un dessin Le Cinéma de Raymond Queneau, signé Magritte en haut à droite. Réf : Schwilden, Magritte et l'image, pages 57, 58, 59, 60. 138 [Fig. 37, 38, 39, 40, 41, 42]. Ancienne collection R.C.
12mo. (48), 920 [but: 921], (13) pp. (lacking the double-page-sized engraved title page). Contemporary copy with ms. spine title. Only edition. - "Interesting literary-critical introduction by the author. The musical compositions are by Michael Jakobi, Heinrich Pape, and Rist. The 'Nebenbergelein' (857-920) contains poetic tributes from Justus Georg Schottel, Johann Michael Moscherosch, Johann Matthias Schneuber, Nicolaus Peucker, David Schirmer, Christian Brehme, Georg Neumark, Georg Greflinger, Sigmund von Birken, and others" (Jantz). The notes are in letterpress. "Rist's importance for the history of music lies in his influence as a poet of Protestant hymns, works for which he was capable of winning as well-reputed composers as he did for his secular poetry" (cf. Riemann). - Well preserved. Faded contemporary ownership of Henning von Eitzen on title page; later handwritten ownership of "v. Arnswaldt" on the flyleaf. RISM B I, 1652/5 (only 3 copies). Eitner VIII, 248f. Jantz 2129. Faber du Faur 396. Goedeke 3, 84, 38a. Hansen I, 17.
1½ SS. auf gefalt. Doppelblatt (Wasserzeichen: doppelstrichige Antiquaversalien "SKW"). 4to. An einen nicht ermittelten Adressaten: "Wohlgebohrener sonders zuverehrender Herr! Gleich nach Eingange Ihres ersten Briefes, worinn uns die Hoffnung, Sie samt wehrtesten Frauen Gemahlinn bey eintrethenden Ostern hier bey uns zu haben, benommen wurde, entschlossen sich hiesige Herrschaft sich anderwärts eine Sängerin von Range zu beschreiben, die nun täglich erwarthet wird. Jetzt steht aber dahin, ob man wegen einem Engagement von beeden Seithen einig werden kan; voraus läßt sichs nicht bestimmen. Wollen sie mir erlauben, Sie nach Ostern von dem Außgange zu berichten? Um selbige Zeit wird auch die Wiedergenesung der Madame erfolgt seyn, und so kan sichs sehr wohl schicken, daß ich Sie bitte die Tour hieher zu machen. Halten Sie sich ja nicht durch diesen Vorfall zurückgesetzt; denn es war Nothwendigkeit eine Sängerinn, die Oster Musiken zu singen, zu haben; ausser diesem würden wir hier gern die Niederkunft Ihrer Frau Gemahlin abgewartet haben, um so mehr, da uns das vorzügliche Talent und übrige vortreffliche Eigenschaften derselben gar zu wohl bekannt sind. Wir wollen also die Sache noch nicht als decidirt ansehen - kurze Zeit wird entscheiden, ob ich das Vergnügen haben soll oder könne Sie samt Madame persönlich kennen zu lernen [...]". - Seit 1773 war Rosetti Kontrabassist in der Hofkapelle des Fürsten Kraft Ernst zu Oettingen-Wallerstein. In Paris wurde er gefeiert; er verkehrte mit Gluck und Piccinni. Nach dem Weggang Joseph Reichas wurde Rosetti 1785 zum Kapellmeister der Wallersteiner Hofkapelle ernannt und avancierte zu einem der beliebtesten Komponisten seiner Zeit: "Rosetti's contemporaries ranked him with Haydn and Mozart" (New Grove XVI, 206). Von wachsender Verschuldung geplagt, wechselte er 1789 an den Hof des Herzogs von Mecklenburg-Schwerin, der sein Gehalt verdreifachte.
1½ SS. Tinte auf Papier. Qu.-Folio. Lied für vier Stimmen (2 Tenöre, 2 Bässe): "Trocknet eures Jammers Thränen". Komponiert auf den Tod des Dichters Johann Ludwig Wilhelm Müller (1794-1827), Verfasser der "Schönen Müllerin" und der "Winterreise", wegen seines Enthusiasmus für den griechischen Freiheitskampf der "Griechen-Müller" genannt. 1822 hatte dieser gemeinsam mit dem Dessauer Hofkapellmeister Schneider die Dessauer Liedertafel ins Leben gerufen; im Oktober 1827 war er, noch nicht 33-jährig, an einem Herzinfarkt verstorben. Beider Nachlass wird von der Anhaltischen Landesbücherei Dessau verwahrt. - Spuren senkrechter Mittenfaltung. Kleine Randeinrisse und von anderer Hand bezeichnet.
8vo. 3 pp. on bifolium. With autogr. envelope. To the German conductor and composer Gustav Kogel (1849-1921), making quite detailed remarks on a symphony under Kogel's conducting she had listened to. - In 1891, Gustav Kogel had been appointed as successor of the late Carl Mueller to head the Frankfurt Museum concerts, a position which he held until 1903, and in which he brought numerous orchestral and contemporary compositions to the stage.
4to. 1 page. A diatribe to defend the English composer and pianist "Uncle Yobo" (i. e. York Bowen), written to one Mr. Isaacs, apparently Harry Isaacs, with whom Bowen had formed a successful piano duo: "MA SICURO! ... THAT I will and with alacritous eagerness empressment and all ... My admiration and respect for 'Uncle Yobo' as our dear mutual and disrespectfully dutiful friend Clinton Gray Fisk calls him can with difficulty have bounds set to it. His complete aloofness from the fashionable tricks of the moment ... démodé no sooner than they are set on paper ... AND ... malheuresment, the paper on which they are set becomes thenceforth QUITE unwholesome, to use in what Max Reger called 'the smallest apartment of his house' unless one wants to risk contracting MUCH more than one WANTS to ... is not the least admirable thing about him, among so many others as and more admirable still ... the most remarkable of ALL is that he is an English composer who can write for the piano ... and write music of supreme quality for that instrument … an accomplishment becoming ever rarer and rarer allow me to inform you ... OF THE BLATANTLY OBVIOUS BIEN ENTENDU!!!! ... AND ... I roundly assert VERY VERY RARE IN ANY TIME OR PLACE AMONG MASTERS I CARE NOT HOW GREAT ... You remember the German governess in one of the slightly less cretinously imbecile-than-usual plays of the insufferable bore Tchekov who speaks of someone as being 'Gute[r] Mensch, aber schlechter Musikant!' Well, let us paraphrase it and say à propos Y.B. 'Gute[r] Mensch und vortrefflicher Musikant!' To return to our good mutual ... C.G.F. He constantly bewails the fact that Y.B. does not get the recognition from ces messieurs of the Fleet St. Sewers that he ought ... But OUGHT he to? ... What I mean is ... WHAT HAS EVER Y.B. DONE BAD ENOUGH TO INCUR THE Gowning insult of PRAISE OF THOSE INSECTS THOSE PARASITES WHO THINK MASTER REUBEN PIPSQUEAK A GREAT COMPOSER AND MASTER RANCID FRICASSEE A COMPOSER AT ALL?????? [...]". Further quoting from Milton's "Paradise Regained".
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An die "hochverehrteste, geliebte Ariadne, Chrysothemis, Mariandl, Diemut u. was Sie wohl noch Alles von mir singen wollen u. werden", d. i. Maria Jeritza, Strauss' bevorzugte Sängerin, mit der Bitte um eine Benefizvorstellung: "Wollen Sie so grossartig sein u. einmal um Gottes Lohn für die armen Musikanten singen? Ich war lange Jahre Vorsitzender des Vereins, bin jetzt zum Ehrenpräsidenten 'arriviert' u. wäre Ihnen auch meinerseits von Herzen dankbar, wenn Sie den Wunsch der 'Lohnkünstler' [...] erfüllen würden [...]". - Richard Strauss war in den Jahren 1903 und 1904 Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Musikvereins gewesen. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An den Komponisten und Musikkritiker Alfred Bruneau über die wiederholt erfolgreichen Aufführungen der "Préludes" von dessen Oper "Messidor" nach einem Libretto von Émile Zola. Strauss sei mit einer Halsentzündung angekommen, fahre nur mehr mit dem Auto zur Probe und würde das Konzert gerne "sans danger" beenden. Besuchen könne er Bruneau seiner Entzündung wegen nicht, aber er hoffe, ihn bei der Generalprobe oder beim Konzert zu sehen, da er Paris nicht verlassen möchte, ohne ihn gesehen zu haben: "Arrivé malade; et une inflammation de la gorge est devenu aussi pis, que je ne puis plus sortir. Je vais seulement en voiture à la répétition et serais heureux, de pouvoir finir le concert sans danger. Mais c'est impossible de vous visiter et de vous raconter de grandes suites de votre Prélude Messidor que j'ai joué dans une tournée par Autriche, Italie etc environ 25 fois et toujours avec grand succès. Est-ce que je vous verrai demain matin à la répétition générale ou au concert? Je ne voudrais pas quitter Paris Dimanche soir, sans vous avoir serré la main [...]". - Stärker lichtrandig, sonst tadellos erhalten.
8vo. 2 pp. To Emma Pollak, his wife's cousin, apologizing for having to refuse an invitation, as his wife Adele will go to Franzensbad to take the waters: "So geschieht immer mehr was uns Beide näher zusammenführt! In veritas Ihr aufrichtigster Verehrer und ziemlich nahe stehender Verwandter! Ihrer verführerischen Einladung zu widerstehen wäre nicht denkbar, wenn nicht Adele wegen ihrer leider noch immer grossen Nervosität Franzensbad dringend nothwendig hätte. Wenn wir uns in der einsamen, ruhigen Coburg zu zerstreuen versuchten da sprachen wir von unsern Sympathien für dies und Jenes sich in Wien Befindliches - aber in erster Linie wurde immer Emma der Gegenstand unserer Herzensergießung - der Bewunderung, Verehrung; für Sie zu schwärmen - wahrhaftig bezwingen Sie alle Welt - doch so aufrichtig Ihnen ergeben wie wir Beide dürfte wohl kaum möglich sein. Meine respektvollsten Handküsse von Ihrem Sie hochschätzenden Johann Strauß". - Centerfold repaired; signature slightly smudged.